Wiesbadener Tagblatt
tttth M KitAhrttifprPt 91r. 21 / »-A Wöchentlich i« 6 Ausgaben SrschemungSzeit werktäglich nachmittag«
Druck und Verlag: L. Lchelleuberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Nr. 21 (Dagblatt-Hans)
90. Jahrgang
Dienstag, 17. Februar 1942
Nummer 40
Britischer Geleitzug im Mittelmeer aufgerieben
R-ernrut. Sammel-Nr. 59631 - Drahtanlchrist: Tagblatt, Wiesbaden ■ Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7405 Bezugspreise: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.— einschließlich des Trügerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld . Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung der Lieferung infolge höherer Lewast kein Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises
sitze Kriegsmaschine unterschätzen." Auftakt für die Nachricht, daß
Grotzkreuz vom deutschen Adler für Antonescu
Som Führer dem Marschall versönlich LLerreicki
Der japanfeindliche Einkreisungsring gesprengt
Kriegsminister Toio über di« Bedeutung des Falles von Singapur
3m Auftrage des Führers ,kt die Auszeichnung dem Generaloberst Lavaklero heute durch den deutschen General beim Hauptquartier der italienischen Wehrmacht überreicht wordeti.
Der Eeneralftabschef der italienischen Wehrmacht Ugo Cavallero wurde am 20. Dezember 1880 in Casal Monfer- rato (Alessandria) geboren. Im libyschen Feld zu g erwarb er sich als Hauptmann eine Auszeichnung für feine Tapferkeit. Im Weltkrieg 1914/18 wurde er in das Oberkommando berufen, wo er von November 1917 ab im Overationsamt Dienst tat. Nach dem Waffenstillstand wurde er zum Präsidenten der italienischen Militärabordnung ernannt. Von Avril 1925 bis November 1928 war Cavallero als Unterstaatssekretär im Kriegsministerium tätig und arbeitete mit Mussolini zusaiymen an der Militärreform. Für seine in dieser Tätigkeit geleisteten Dienste wurde ihm im November 1928 der Titel ..Lonte" verliehen.
Generaloberst Cavallero ist seit Mai 1926 Senator und durch seine Reden wie auch durch seine militärschrrftstelleri- Ichen Arbeiten eine bekannte Persönlichkeit. Er erwarb sich im Verlauf seiner militärischen Laufbahn mehrere hohe militärische Auszeichnungen. Am 8. Dezember 1940 wurde er zum Chef des Generalstab^s der italienischen Wehrmacht ernannt.
Ritterkreuz für Generaloberst Cavallero
Berlin, 16. Febr. Der Führer hat dem Ebes des italienischen Wehrmachtgeneralstabes. Generaloberst C a v a l l e r o, in Anbetracht feiner großen Verdienste nm die erfolgreiche gemeinsame Wehrmachtführung das Ritterkreuz des Eiserne» Kreuzes verliehen.
Die javanische Marine ist seit Montag eifrig in den Gebieten um Singapur tätig, um die dortigen stark m m en- verseuchten Gewässer zu säubern. Gleichzeitig führen Lufteinheiten ausgedehnte Operationen zur Vernichtung feindlicher Schiffe durch, die noch versuchen nach NiederlandÜch-Jndien bezw. nach Australien zu entkommen.
Inzwischen haben die Javaner auch alle Marine» einrichtungen auf der Insel übernommen. Dabei.ergab sich die bemerkenswerte Tatsache, datz als einziger höherer Offizier der britischen Marine ein Kapitän namens Robinson in Singavur verblieben war, der die Führung der japanischen Marinekommission bei der Inspektion übernahm.
as. Berlin. 17. Febr. (Eigener Drahtbericht unserer.Berliner Schriftleitung.) „Cs gab keine Ruhepause zwischen dem Schock des Kanalgefechts und den schlimmen Nachrichten aus Singavur", so jammerte einer der Kommentatoren des englischen Nachrichtendienstes. In dieser Situation hielt Churchill seine seit langem angekündigte Rundsunk- ankvrache. Auch hier arbeitete er wieder mit der Argumentation. die schon in seinen letzten Reden deutlich erkennbar wurde und die daraus hinauslief, zu erklären, die Dinge stehen wirklich unersreulich, aber vor einem Jahr, vor allem nach Dünkirchen, da war es doch noch weit schlimmer. also besteht gar kein Anlaß zu verzweiseln. Im übrigen, so pflegt Churchill dann hinzuzusetzen, batte ich nie etwas anderes versprochen als Blut, Tränen und Schweiß. Ach. wie gern wäre der gleiche Herr Churchill ein guter Politiker und ein schlechter Prophet, während ihn das Geschick nun einmal zu einem schlechten, einem miserablen Politiker gemacht hat, der mit seiner trostlosen Prophezeiung recht behielt. Dieser Totengräber des britischen Empire wagt auch letzt nicht, eine bessere Zukunft zu prophezeien, oder gar irgendwelche bescheidenen Erfolge anzukündigen. „Heute mutz ich sagen, datz wir einer für uns ungünstigen schweren Zeit entgegen geben. Das wird Monate so weitergeben." Worauf sollte Herr Churchill auch seine Hoffnungen aufbauen? Alles das, was er als Positivum anzusuhren vermag, stützt sich nicht auf britische Machtmittel. Noch immer ist Churchill begeistert über die K r i e g s b i l f e der USA. Der Eintritt der USA. in den Krieg, das bleibt für ihn das grotze und entscheidende Ereignis und stolz rühmt er sich, datz er dafür mit allen Mitteln gearbeitet hat. . Es ist immerhin etwas seltsam, datz der Ministerpräsident eines Landes den Kriegseintritt eines anderen Landes auf sein Verdienstkonto verbucht, aber schliehlich ist das eine Sache, die die amerikanischen Staatsmänner mit Herrn Churchill abzumachen haben. Woraus Herr Churchill sonst noch baut? Nun. da sind einmal die Sowjets, die, wie der Lugenlord meint, ,chen deutschen Eindringling aus ihrem Land treiben." Das sagt Churchill in dem gleichen Augenblick, in dem der englische und der US-amerikanische Nachrichtendienst immer wieder erklären, datz ..sich der deutsche Widerstand versteift", daß keiner der wichtigen Pfeiler der deutschen Front bedroht sei und wie die Phrasen, mit denen man bas Scheitern der bolschewistischen Offensive zu vertuschen sucht, sonst noch lauten. In dem gleichen Augenblick, in dem
die Berichte des OKW. immer. häufiger wieder von der Vernichtung eingekesselter feindlicher Gruppen sprechen. Eine nicht minder tiefe Verbeugung machte Herr Churchill vor den „tapferen Chinesen", d. h. vor T s ch i a n g k a: s ch e k, der in völliger Verkennung der Dinge für englisch-amen- kaniscke Geldsackinteressen zu kämpfen bereit ist und dem dafür jetzt auch der englische Hosenbandorden verliehen wurde. Nur von den eigenen Machtmitteln sprach Herr Churchill kaum. Die seien bis zum letzten eingesetzt. Dabei entschlüpfte ihm noch ein bemerkenswertes Eingeständnis, als er von den Schwierigkeiten dieses Krieges sprach. Er meinte nämlich, „das Miiielmeer ist gesperrt und alle unsere Transporte müssen um das Kap der guten Hoffnung gehen, weshalb jedes Schiff im Jahr nur drei Reisen machen kann'.', (auch ein wichtiger Beitrag zum Kapitel S*i^eriUe6un6i‘a ist denn auch den Japanern sehr böse, daß sie mit den Waffen auf die amerikanisch-englischen Herausforderungen antworteten. Er. der alles tut. um die Japaner zu demütigen, um sie in den Krieg, zu treiben, will es plötzlich, wie ein ertappter Schulmnge. nicht gewesen sein. Heute behauptete er, daß er alles getan habe, um den Krieg in Ostasien zu verhindern. Freilich batte er sich die Entwicklung auch ganz anders vorgestellt. „Ich batte eigentlich nicht gedacht, daß Japan diesen Schritt wagen wurde und hielt es auch nicht für vernünftig." Dann aber muß er etn= gestehen, „heute triumphiert Japan und wir sind hart bedrängt... Es ist als ob der Damm eines Flusses zusammengebrochen ist und sich nun die Wassermassen unaufhaltsam durch das Tal wälzen. Wir dürfen auf keinen Fall die iapani^- "—"— Das war sozusagen der ~
Singapur kapituliert hat! Hatte es noch eines Beweises für die Richtigkeit des Charakterbildes, bedurft, das der Führer in seiner letzten Rede im Sportpalast von Herrn Churchill zeichnete, diese Rede des britischen Ministerpräsidenten hätte ibn erbracht. Ein nochmaliges Eingestandis des Mannes, der mit aller Gewalt auf den Krieg binge- arbeitet hat, datz England allein gar nicht in der Lage ist. diesen Krieg zu führen, das gleiche England, das nicht genug Staaten garantieren konnte und das nun heute diese Cburchillsche Kriegsvolitik teuer bezahlen muß. Im übrigen aber muß man feststellen, daß diese Rundfunkansprache J>ie schwächste Rede war. die Herr Churchill je hielt.
Dampfer, fünf Kreuzer und zwei Zerstörer beschädigt in kübnem Schwünge Kraftfahrzeuge, Artilleriestellungen und Truppeuansammlungen des Gegners mit MG.-§euer und brachte dem Gegner sehr starke Verluste bei.
Staffeln unserer Jäger schossen im Kamps mit einer großen Anzahl von Curtitz vier Gegner ab und trafen viele andere. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.
Italienische und deutsche Verbände Haden zu wiederholten Malen die Ziele auf Malta mit sichtlichem Erfolg mit Bomben belegt. Umfangreiche Brände wurden von den Fliegern noch in großer Entfernung von der Insel während des Rückfluges beobachtet.
Eines unserer U-Boote ist nicht an feinen Stützpunkt
Der Feind unternahm erfolglose Angriff« ans Tripolis und Benghasi.
Zahlreiche Bomben, die in den ersten Morgenstunden des 15. Februar auf Augusta, Svrarus und Florida ab ne» warfen wurden, beschädigten einige Gebäude schwer. Unter der Zivilbevölkerung erforderten die Angriffe einige Tot« und Verletzte.
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Sieben Dampfer und ein Zerstörer versenkt, acht
Rom, 16. Febr. Der italienische Webrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:
Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:
Luft- und Seestreitkräfte der Achse haben,in erfolgreicher, gut abgestimmter Zusammenarbeit durch Einsatz von den verschiedenen Stützpunkten des Mittelweeres aus einen glänzenden Erfolg errungen.
Der große feindliche Geleit,ug, der, in mehreren Gruppen aufgeteilt und stark geschützt, von unserer Aufklärung beim Versuch, von Alexandrien aus Malta zu erreichen. gestellt wurde, wurde wiederum zu wiederholten Malen angegriffen. Ein Teil des Geleitzuges wurde vernichtet, ein anderer Teil wurde gezwungen, kehrt zu machen.
In den Kampfhandlungen vom 13. bis 15. Februar stnd insgesamt, wie festgestellt wurde, sieben Dampfer, ein Zerstörer und ein kleines Geleitschiff versenkt worden. Acht Dampfer, fünf Kreuzer, zwei Zerstörer wurden beschädigt, zwei Flugzeuge wurden vernichtet. Auch in
Die Abwehrschlacht
Von Oberstleutnant a. D. Benary
Der Deutsche bekennt sich nun ungern zu der strategischen Weisheit seines großen Kriegsphilosophen Clausewitz, .. datz „die verteidigende Form der Karnpfsührung an sich starker als die angreifende ist." Der Angriff liegt im Blut Er verdankt ihm seine großen Erfolge zu allen Zeiten und auf allen Kriegsschauplätzen. Er ist geneigt, in ihm die Voraussetzung zum Sieg schlechthin zu sehen. Aber er bat auch io viel soldatische Einsicht, datz er sich, nicht nur., wenn, die Lage es erfordert, auf die Abwehr einzustellen weih, sondern., datz er sie auch in kluger Ausnutzung aller ihrer Kräfte zu einem Fundamente des Sieges werden läßt.
Seit Clausewitz' Tagen bat stch d i e ,S t ä r k e de r Verteidigung eher vergrößert als verringert. In den neuzeitlichen Maschinenwaffen schlummert eine gewaltige Abwehrkraft. Gegen die Feuerwucht der Schnellfeuergeschütze. der Maschinengewehre, der Granat- und Flammenwerfer ist so leicht kein Kraut gewachsen. Auch die Be- festigungskunst hat in der Verwendung von Stabl uni Beton, von Landminen und Stacheldraht beachtliche Fortschritte gemacht. Die Tarnkunst kommt ihr zu Hilfe, den Verteidiger und seine Abwehrmittel dem Gelände anzupassen und anzuschmiegen.
Die A b w e b r t a k t i k ist neue Wege gegangen, sie bat sich gelöst von dem Dogma des unbedingten Festhaltens an einer durchlaufenden, von Gewebrschiitzen dicht besetzten., von rückwärtigen Batterien und Maschinengewehren gestutzten Erabenlinie. Sie rückt die bewegliche Verteidigung in den Vordergrund und lockert dazu von vornherein bas ganze Verteidigungssystem auf. Sie staffelt es nach der Tiefe und schafft in Form eines vielgestaltigen, engverflochtenen Netzes von sich gegenseitig flankierenden Stutzpunkten, ME.-Nestern. Batterien, Sperren und Drahtverhauen em Vorfeld und ein Hauptkampffeld. Sie will in beiden den Kampf aktiv durch elastisches Ausweichen vor allzu starkem Feinddruck und durch Gegenstoß und Gegenangriff im rechten Augenblick führen. Es kommt ihr roeniger auf Eelandege- winn und Geländeverlust an. Sie ist zufrieden, wenn beim Abschluß der Kämpfe die Hauptkampflinie, unter der sie die vordersten Verteidigungsanlagen im Hauptkampffeld versteht, im eigenen Besitz geblieben ist.
Sie läßt dabei, in dem Bestreben. Menschenkraft und Menschenblut zu schonen, den Maschinenwaffen das erst« Wort, besetzt die Verteidigungsanlagen mit so wenig Menschen wie irgend möglich und behält sich den Einsatz ihrer lebendigen Reserven für den Augenblick der Entschei» du^Die" Abwehrschlacht stellt an die Führung und di« Truppe nicht minder Hohe, ja an ihre Widerstandskraft vielleicht noch Höhere Anforderungen, als die Angriftsfchlacht. Die Führung muß in der Wahl und im Ausbau der Abwehr- stellung beiden: dem eigenen Operationsplan und, dem Gelände gleichermaßen Rechnung tragen Sie muß, bi« Vertei- higung bis in bas letzte hinein sorglich organisieren, muh ben Nachschub an allem, was bie Truppe in der Abwehr braucht, an Waffen. Munition. Lebensmitteln. Vetteidung. Baustoffen, Baumaterial auch unter schwierigen Wegever- hältnissen, unter Umständen mit Hilfe von Transportflugzeugen der Luftwaffe, stcherstellen. Si« darf aber über die toten die lebendigen Kräfte der Verteidigung nicht vernäh lässigen, muß ein feines Gefühl haben, ob eine angeblich abgekämpfte Truppe abzulösen ist oder, ob man ihr noch einen längeren Cinsatz anmuten darf. Sie mutz in kritischen Lagen die Nerven bewahren und muß es verstehen, „ihre Ruhe und ihre Siegeszuversicht aus die Truppe zu, übertragen. Sie darf nie um eine Aushilfe verlegen sein und muß mit sicherem taktischem Blick den rechten Augenblick zum Eegenschlag erfaßen.
Die Truppe muß Meister u n dH e r r derTech n i k, des Materials sein. Sie muß die Maschinenwaffen nicht nur sachgemäß einzusetzen und zu bedienen verstehen, sondern sich auch stets unverrückt vor Äugen halten, daß es nur per Mensch ist, der dem Material Leben und Schwung verleibt, daß man Berge von Material umsonst aufturmt, wenn man nicht selber die seelische Kraft besitzt, es zum Kampf um den Sieg zu nutzen. Ihre Körper und Nerven muffen dem Feuerwirbel neuzeitlicher Angriffswellen nicht minder standhalten, wie den Ünbillen des Klimas und der Witterung. Sie mutz auch in den langen Stunden und Tagen,zermürbender passiver Abwehr sprungbereit und schlagkräftig zu aktiver Abwehr, zu blitzschnellem Gegenbieb sein.
Der Erfolg in der Abwehrschlacht wird #yubrer und Truppe, wird der Heimat und dem neutralen Ausland nicht immer so rasch und deutlich sichtbar sein, wie in der Angriffsschlacht. wo Eeländegewinn und reiche BeÜte an Gefangenen und Material von ihm zeugt. Er reift oft erst allmählich und wirkt sich erst nach längerer Zeit in dem Erlahmen der personellen und materiellen Kampfkraft des Gegners aus. Dann aber wirb er, wie es Generaloberst Rommel der Welt in Nordafrika eindringlich vor Augen geführt hat. im Nachstoß zum Ausgangspunkt eines glorreichen Steges.
Churchill mit Leichenbittermiene
„Heute mutz ich sagen, daß wir einer für uns ungünstigen Zeit entgegengehen"
Tokio, 16. Febr. Die Bedeutung des Falles von Singapur faßte Kriegsminister Tojo in seiner Reichstagsrede in folgende drei Punkte zusammen:
1. Sicherstellung der Freiheit in unseren weiteren Operationen mit gleichzeitigem Druck gegenüber dem Indischen Ozean.
2. Der nordamerikanisch-englische Plan gemeinsamer Operationen in diesem Raum wurde völlig vereitelt und der japanfeindliche Einkreisungsring gesprengt. Weitere gemelmaine Operationen nord amerikanischer und britischer Kräfte im Westpazifik find unmöglich geworden.
3. Vereitelt wurde auch die Absicht Tschungkings, seinen Widerstand gegen Japan in Zusammenarbeit mit nordamerikanischen und englischen Streitkräften fortzusetzen. Die wirkliche Stärke Englands und der USA. ist jetzt enthüllt. Tschungking i ft t f 611 e t L
Beste Basis für künftige Operationen
Major Nakajima von der Presseabteilung der japanischen Armee bezeichnete am Montagabend in einer Rundfunkansprache Singapur als die beste B ofis für tote künftigen I ap a- Nischen Operationen.
über die Bedeutung, die Singapur für England gehabt 5“t, führte er aus: „England beherrschte einmal die „sieben Weltmeere und besaß ein Fünftel der ganzen Welt, aber zum größeren Teil ■ lagen die britischen Besitzungen in Asien. Länder wie Indien, Burma Malaya und Australien bildeten die Grundlagen der britischen Vorherrschaft in der Welt, Singapur stellte nicht nur den hauptsächlichsten Stützpunkt für di« Beherrschung Asiens, sondern auch für die Entfaltung der britischen Weltpolitik dar.
Die starken japanischen Verbände, die als Reserve im Malayen-Feldzug zurückbehalten worden seien, so erklärte Stola- jima, könnten jetzt in anderen Gebieten zum Einsatz kommen.
Singapur in Schonanko um getauft
Tokio, 17. Febr. (Funkmeldung.) Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekannt gibt, ist der neue Name für Singapur Schonanko (Leuchtender Südbasen).
Pottugiesische Berstärkungen nach Kapverden
Lifiabon, 16. Febr. Am Montag ging auf dem portugiesOchen Dampfer „E u i n e“ ein weiterer Truppenkontingent nach den Kap- serbischen Jnfeln ab.
Fübrerhauptquartier, 16. Febr. Der.Fübtet überreichte dem rumänischen Staatsfubrer. Marschall Antonescu, anläßlich feines Besuches im Fübrerbaupt- quartier das Groß! re uz vom Deutschen Adler 1 n E o l d.
Telegramm des Marschalls an den Führer
Berlin, 17. Febr. (Funkmeldung.) Slaatsfübrer Marschall Antonescu bat nach feinem Besuch im Fubrerhaupt- quartier beim Verlassen des deutschen Reichsgebietes folgendes Telegramm an den Führer gerichtet:
„Ich bitte Ew. Exzellenz, meinen wärmsten Dank, siir die herzliche Aufnahme entgegennehmen zu wollen. Gleichzeitig drücke ich Ew. Exzellenz mein Gefußt der Bewunderung für die unbesiegbare deutsche Armee, sowie die feste Überzeugung in den totalen Sieg unserer Armeen unter der energischen und genialen Führung Ew. Exzellenz aus.
