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Samstag/Sonntag. 7./8. Februar 1944

Wiesbadener Tagblaitt

Die schweren Sowjet-Verluste bei Feodosia

wurden unter

nen Gruppe zu verhindern Alle Entlastungsvorstöße

hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen.

England gesteht seine eigene Hilflosigkeit ein

Lei den Burmesen um Unterstützung

und Curtiß,

Luftwaffen-

Drnck nno Verlag > S. Schellenberg'sche Buchvrucker-i, Wiesbadener lagbiott Wiesbaden. Sisamtlei'ung: St. vhll. habil. Gustav S ch ei lenberaun» Otto Kaiser. Hauotichristleiier: Fritz Süntbet, sSmtlich m rote» hoben, gut gelt ist Preisliste Nr. 10 gültig

Die heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten

Wafd-Führer bittet das neue ägyptische Kabinett

Nahas Pascha löst das Parlament aus

«Reue japanische Offensive in der Schantung-Provinz

40 000 Mann Tschungking-Truppen umzingelt

Seite 2 Nr. 32

Bedeutsamer Erfolg einer Mot.-Division

3n kühnem Gegenangriff sowjetische Stellungen genommen

Meldungen aus Kairo besagen, daß.der geschlossene Rücktritt des Kabinetts Sirry Pascha in politischen Kreisen Ägyptens nicht die gering st e Überraschung ber-

Britisch- und Hollänbisch-Neuguineas und Timors rücken die Japaner in eine höchst unbequeme Nachbarschaft zu Australien, das in seiner Alarmstimmung die Wehrpflicht bis zum 65. Jahre ausgedehnt har. Dieser ganze Kriegs­verlauf der ersten zwei Monate natürlich das Ergebnis nicht nur der militärischen Überlegenheit Japans, sondern auch einer sorgfältigen, die Kräfte des Gegners richtig ein­schätzenden Planung und einer glänzenden Or­ganisation. die üch vor allem in der reibungslosen Be­wältigung der vielfältigen und umfangreichen Transport­ausgaben gezeigt bat. Die westlichen Demokratien haben diese Einleitungsrunde in der großen, von ihnen gewollten Auseinandersetzung so nachdrücklich verloren, daß ihr Glaube an einen kurzfristigen Wechsel des Kriegsglücks sich längst verflüchtigt hat, und ihnen nichts anderes übrig bleibt, als zu der etwas kläglichen und überdies in diesem Kriege noch keineswegs bewährten Hoffnung auf den Zeitfaktor ihre Zuflucht zu nehmen. Aber sie stehen schon jetzt auch in Ost- asien vollzogenen Tatsachen gegenüber, die von der Weltkarte wieder wegzuradieren einige Mühe kosten dürfte.

Christine Hebbel

Zu ihrem 125. Geburtstag am 9. Februar

Unter den drei Frauen, die im Leben Friedrich Hebbels eine entscheidende Rolle gespielt haben, der Schriftstellerin «malte Schoppe die ihmdie Tür zum Leben öffnete und die Möglich­keit verschaffte, sich auf die Universität ootzubereiten Elise Lenstng, die ihm in den Jahren der Rot aufopjernb half, hat die dritte, die Hofschauspielerin Christine Enghaus, dte [eine Gattin wurde auf seine geistige Formung einen tiefen Einfluß gewonnen, und sie hat später mit Hingabe darum gekamptt, daß sich sein dichterisches Lebenswerk durchsetzte; durch seine Verbin­dung mit ihr wurden, als er 1846 völlig mittellos dastand, seine äußeren Verhältnisse geordnet, und er fand auch ein inneres Glück, das in seiner ganzen Lebensstimmung zum Ausdruck kam.

Christine Enghaus war früh zur Bühne gekommen und hatte sich schnell eine bedeutende Stellung errungen. Schon mit sieben Jahren war die am 9. Februar 1817 in Braunschweig geborene Tochter einer bitterarmen verwitweten Mutter im Kinderballett des dortigen Hoftheaters aufgetreten; ihr Monatslohn von eineinhalb Talern sollte der Mutter helfen, und für kleine Rollen im Schauspiel erhielt sie drei. Taler extra. Bis zu ihrer Ein­segnung blieb sie dabei, aber dann weigerte sie sich eines Tages^ im Ballett als Knabe zu tanzen, und wurde entlassen. Dadurch gerade kam sie auf den richtigen Weg, denn auf ihre Bitte.prüfte sie der Dramaturg Dr. Köchy, sand, daß sie Talent, ein gutes Organ und äußere Mittel habe, studierte mit ihr die Jungfrau von Orleans, die Luise Miller und Körners Toni ein und ver­schaffte ihr ein Gastspiel in Bremen, das zum Engagement führte. Amalie Haitzinger empfahl sie bann dem Direktor Schmidt in Hamburg, und dieser kleidete sein Urteil, als sie vor ihm den Monolog der Jungftau, in die Worte ein,Run, wenn man solche Posaune in der Kehle hat, da tanns nicht fehlen". Christine wurde in Hamburg bald der Liebling des Publikums, und ungern ließ der alte Schmidt, unter dessen erfahrener Leitung ihr Talent sich sehr entwickelt hatte, an das Hoftheater in Wien ziehen als sie nach einem Gastspiel 1840 einen Ruf dorthin erhalten hatte. Rach kurzem Wirken wurde sie zur Hoffchau- spielerin ernannt und wurde eine Zierde des Instituts, dem sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1875 angehörte. Ihr aus­drucksvolles Spiel, ihre junonische Gestalt und ihre ungewöhnliche Intelligenz sichetten ihr dauernden Erfolg. Zu ihren vollendetsten Leistungen gehörten gerade die großen Gestalten in Hebbels

ftailani und Grohmufti in Rom

Rom. 6. Febr. Der Ches der Nationalregierumg in Irak. Raschid Ali el Kai lan.i und der Großmufft von Jerusalem. Hamin-Al- Susseini. trafen am Freitag, wie Agenzia Stefani berichten, in Rom ein, wo sie u. a. vom Sohn des Regenten des Irak, Emir Mohamed Cbaraff. sowie von Vertretern des italienischen Außen- ministeriums. der deutschen und der lavanischen Botschaft am Bauhof empfangen wurden.

Eoditfck nicht Eoditns

Wir veröffentlichten vor einigen Tagen aus einer Reihe von Feldpostbriefen den eines Frontsoldaten Eoditus an Reichsminister Dr. Goebbels über die Feinbvropaaanba Der Name dieses Frontsoldaten, der irrtümlich als Eoditus angegeben wurde, lautet richtig Gefreiter E o d l t s ch. Feld­postnummer 07 347.

darunter Jagdmaschinen der Muster Spttftre abgeschossen wurden. Weitere japanische., Einheiten, die im Morgengrauen des Freitag drei aufein­anderfolgende Angriffe auf den Flugplatz von Rangun unter­nahmen. Geschädigten Schuppen, Rollfelder und andere mili­tärische Anlagen schwer. Den Berichten zufolge wird ein japanisches Flugzeug vermißt.

gefallene Bolschewisten auffanben, bie bet Feinb hier­her geschafft hatte, um seine großen Verluste zu verschleiern. Rach her Säuberung des Waldes fließen bie Truppen dieser deutschen Division bem Feind weiter nach und stellten in einem Bachtal eine bolschewistische Kampfgruppe, die im Verlauf des Kampfes von allen Seiten eingeschlossen und vernichtet wurde, über 550 gefallene Bolschewisten bedeckten nach Ab­schluß dieses Kampfes das Gefechtsfeld. Während diese Kämpfe noch andauerten, unternahmen andere bolschewistische Kräfte Ent- lastungsvorstöße und Entsatzoersuche für die eingeschlossene Gruppe. Obwohl der deutsche Einschließungsring stellenweise nur sehr schwach war, gelang es dem Feind nicht, die Vernichtung der eingeschlosse-

gezwungen bat die wichtigsten Häfen abzutreten, inter­nationale Niederlassungen zu genehmigen, den. uneinge- schränkten Verkauf von Opium mulaffen und bte gesamte Finanzwirtschaft der angelsächsischen Kontrolle zu unter­stellen, mit anderen Worten, die man seit 100 Jabrenrn unerhörter Weise erniedrigt. .

Hier sagt endlich mal einer, warum eigentlich die Chinesen diesen aussichtslosen Krieg weiterfuhren sollen. Dabei weiß man natürlich auch in Washington ganz genau, daß die geplante Anleihe nur auf bem Papier stehen wird, weil erstens die Angelsachsen Waffen und Munition selber sehr dringend benötigen und weil zweitens die Japaner die Burma-Straße die letzte wichtige Verbindung der Demokratien zu Tschungking. bereits kontrollieren und ganz zu unterbrechen drohen. Aber die Hauptsache ist ja. daß die Tschungftng-Regierung den Silfeversprecken glaubt und ihre Truppen weiter verbluten laßt, bamtt bte Angelsachsen nicht an noch mehr Stellen im Pazifik Nieder­lagen einstecken muffen.

Der Vize-König von Indien bettelt

Schanghai. 6. Febr. In einer Botschaft an die Inder in Burma erklärte der Vize-König Lord Linglithgow u. a.: Eure Landsleute blicken auf euch mit Liebe. Stolz und Zu­versicht. Die Sicherheit und Ehre Indiens liegen in eurer tapferen Hand, ebenso die Sicherheit eurer Heimstätten und Dörfer, sowie eurer Familien. In euren Händen ruht auch die Ehre eurer alten, schonen Heimat.

Dieser Hilfeschrei des edlen Lord Linglithgow an die Burmesen zeugt in jedem Wort von bei verzweifelten Lage, mit bei bie britischen Plutokraten bte Lage in Ost- asien heute schon betrachten. Das stolze hochmütige Albion, bas seine geraubten unb mit brutalster Gewalt unterdrückten Kolonien durch den japanischen Slegeszug bedroht steht, bettelt und fleht die Inder, in Burma an ihre Heimat für England zu verteidigen. Ein recht bezeichnendes Eingeständnis seiner eigenen Hilflosigkeit!

Martaban schwer zu verteidigen"

Schanghai, 6. Febr. Meldungen aus englischer Quelle bereiten die Öffentlichkeit auf den Ruckzug der britischen Truppen vom Salrvinfluß vor, den man noch vor wenigen Tagen als starke natürliche Befestigungslinie bezeichnet hat. Es sei. so heißt es in diesen Nachrichten, schwer und g e ­fährlich, die Stadt Mart ab an. die auf dem rechten Flußufer siegt, zu verteidigen. Denn die Flußmuudung sei seicht und für die japanischen Truppen daher leicht zu über­queren. Ferner konnten die Japaner, wie sie das auf der Malayen-Salbinsel getan hätten, längs der Meeresküste im Rücken der britischen Verbände landen.

Erfolgreiche Luftangriffe auf Rangun

Tokio. 6. Febr. Von einem Stützpunkt der japanischen Armee in Burma berichtet Domei, daß von den Einheiten der japanischen Luftwaffe, die den Flugplatz pon Rangun am Freitagmorgen angriffen. bet. Luftkampfen mit 20 briti­schen Flugzeugen sieben feindliche Flugzeuge.

Allein 12 000 Verwundete in

Berlin, 6. Febr. Die ganze Schwere der Niederlage, die die Bolschewisten bei ihrem mißglückten Landungsunter­nehmen von F e o d o s i a erlitten haben, wird nunmehr aus zahlreichen Eefangenenaussagen und der Sichtung des in und um Feodosia erbeuteten Maftrials ersichtlich, 9Bie der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht am 21. Januar meldete, wurden allein über 10 000 Gefangene gemacht, da­zu kommen mehrere Tausend Tote und Verwundete, die bet der Vernichtung des Feindes auf den Kampffeldern liegen blieben. _

Wie hoch die bolschewistischen Ausfälle allein an Ver­wundeten waren, ergibt sich aus der Aussage eines in Feo­dosia gefangengenommenen bolschewistischen Arztes. Dieser berichtete, daß in der Zeit zwischen, dem 29. Dezember. 1941 und dem 16. Januar 1942 über 120 00 bolschewistische

ich kaum in meiner Schüchternheit, denn mir erschien alles, was ich hätte sagen können, zu unbedeutend, zu kindisch. Rur aus meinen Augen (auf deren Ausdruck er später alles gab) konnte et sehen, welchen Eindruck et auf mich machte." Rach dem herz- lichen Lebewohl kommt acht Tage später Hebbel zum dritten Mal. Diesmal komme ich nicht, um Lebewohl zu sagen", erklärt er, wohl aber, um zu fragen, ob ich öfter kommen daff, Sie halten mich hier fest." Was ich daraus erroiberte, weiß ich nicht mehr ich glaube, es wat ein stummes und doch beredtes Zeichen, das einem Kuß nicht ganz unähnlich sah."

Diesem Geständnis, läßt Hebbel bald eine Beichte übet sein früheres schweres Leben folgen, auch übet das Band, das ihn an feine Freundin Elise Leasing fesselte und das er nun mit Härte löste. Auch sie legte Geheimnisse ihres Lebens vor ihm bat. Am 26. Mai 1846 schloffen sie _ben Bund, in bem sie bie Verwirrungen seiner Lebenslage gelöst hat, wie er bie bet ihrigen. Hatte Hebbel sich einst gegen bie Ehe ausgesprochen, so weiß et jetzt gewiß, baßein Leben in frommer Ehe ein ganz anderes, ein verdoppeltes und verdreifachtes in, f° freut et nm jetzt unendlichins Rest zurückzuktiechen", so istdas wahre Leben" allein bei Chtisttne. Siebzehn Jahre wat. es ihm und Christine vergönnt, dieses Glück zu genießen, in dieser harmo­nischen Ehe zu leben, in bet es ihrerunwiderstehlichen Gute gelang, alle äußeren wie inneren Kämpfe zu überwinden. Ihr Glück wurde durch ein Töchterchen erhöht. Das Glucksgefühl zwingt dem Dichter die Wofte ab:Götter öffnet die Hande nicht mehr, ich würde erschrecken. Denn ihr gebt mit genug: hebt sie nun schirmend empor.

Als Hebbel nach siebzehnjähriger Ehe gestorben war, sah Chftstine ihre Lebensaufgabe darin, für sein Werk zu wirken, und als sie hochbetagt am 30. Juni 1910 starb, hittte sie an ihrem Lebensabend noch das Glück genoffen, daß Hebbel sich bei feinem Volke voll durchgesetzt hatte. E. K.

oorgerufen habe. Man habe schon seit langem, eine derartige Ministerkrise vorhergesehen, die in. erster Linie durch die Bersorgungsfrage bedingt sei. Ägypten, der Ge­treidespeicher des Orients, ein Land, das zur Hauptsache von der Landwirtschaft lebe und von einer rounberbaren Frucht­barkeit sei, sehe sich durch ein seltsames Paradoxon von einer Hungersnot bedroht. Ägypten, das die Er­nährung seiner Bevölkerung stets aus eigenen Ernten sicher­zustellen vermochte^, sehe in diesem J-ttr bereits im Februar alle Vorräte erschöpft und die nächsten Ernten fielen erst in ^Man^könnte zunächst wie vor einem Rätsel stehen, das sich jedoch bald löst, wenn man die A n w e s e n h e i t d e r Engländer mit in Betracht zieht, die in Ägypten wieder geradezu ein Meisterwerk ihrer Ausbeutungs Politik vollbracht haben. Ihr erstes Werk war die Zer­störung der lebenswichtigen ägyptischen Baumwoükulturen. indem sie zunächst glänzende Abnabmeversprechungen gaben, deren Erfüllung sie später kaltlächelnd >als unmöglich zuruck- wiesen. es jedoch gleichzeitig auch strikt verboten, diese für das Wohlergehen des Landes entscheidenden Ausfuhren nach neutralen europäischen Ländern zu tätigen.

England begnügte sich nun aber nicht. mit dem Zu- sammenbruch einst blühender ägyptischer Wirtschaftszweige und dem Kaufkraftversall weitester Bevolkerungskreise. Darüber hinaus stürzte es das Land unmehr auch in eine verzweifelte Ernährungsnotlage, die vor allem auf die von den britischen Militärbehörden bedenkenlos durchge.fuhrten zahllosen Getreide- und Nahrungsmittel- beschlagnahmen zurückzuführen ist. Die Beschlag­nahmungen wurden auch noch fortgesetzt, als sich die,Er­nährungsschwierigkeiten der Bevölkerung immer offensicht- Ii6eWe ^eTb itterung der ägyptischen Bevölkerung über dieses rücksichtslose Vorgehen der Briten kam m einer der letzten ägyptischen Kammersitzungen deutlich zum Aus­druck während der. wie aus Kairo berichtet wird, mehrer« Abgeordnete die Regierung aufforderten, von dem ..gießen Verbündeten" die sofortige Einfuhr von Getreide und Lebensmitteln zu verlangen, oder aber ihre Demission einzureichen. Ganz allgemein war man der Ansicht, daß die bisher von der Regierung ergriffenen Maßnahmen keinerlei praktisches Ergebnis hatten. Man fordere deshalb eine neue Regierung, die mit der Lage fertig werden konnte So- lange es einer solchen Regierung isdoch nicht gelingt, die rücksichtslosen Eingriffe der Briten m das ägyptische Wirt- schaftsleben auszuschließen, durfte auch ihr fachmännisches Können nicht imstande sein, die ägyptische Bevölkerung vor den drohenden Hungersorgen zu bewahren.

Verein der Künstler und Kunstfreunde. Das für Sonntag angefeßte Konzert im Residenz-Theater fallt »egen Erkrankung des Generalmusikdirektors Karl Mana Zwißler aus und wird auf Sonntag, 22. Febr.. verlegt.

* Wilhelm Buschköttet in Bukarest. Dr. Wilhelm Buschkötter dirigierte kürzlich mit großem Erfolge das Bukarester Philharrno- nische Orchester. Die begeisterte Auinahrne, die der deutsche Diftgent in Bukarest fand, spiegelt sich einheitlich in der runtä» Nischen Presse wieder.

einem Durchgangslazarett

Soldaten in das Durchgangslazarett Feodosia einge­liefert worden sind. Es sei anzunebmen, daß unter den hier herrschenden Umständen nur ein kleiner Teil dieser 12 000 Verwundeten aus Feodosia abtransport werden konntm.

Wie in den Avwebrkämpfen an der gesamten Ostfront, so bat also auch die Landung in Feodosia den Bolschewisten trotz des Einsatzes gewaltiger Menschen- und Materialmaffen keinen Erfolg gebracht, sondern nur zu neuen gewaltigen Verlusten geführt, die hier über 25 000 Mann betragen ^^Wirkungsvolle Angriffe der deutschen Luftwaffe rich­teten sich am Donnerstag wieder gegen Truppenansammlun- gen. feindliche Kolonnen und feindlich? Stellungen auf der Halbinsel Kertsch. Deutsche Jäger schossen im Luftkampf im südlichen Abschnitt der Ostfront 9 Sowietflugzeuge ab.

Berlin, 6. Febr. Truppen einer deutschen motorisierten In­fanterie-Division errangen am 4. Februar in der Mitte der Ostfront in Haften Kämpfen mit einer stärkeren bolschewistischen Kampfgruppe einen neuen bedeutsamen Erfolg. Aus einem vor dem Divisionsabschnitt liegenden Waldgebiet griffen die Bolschewisten am Morgen des 4. Februar die deutschen Stellungen an, wurden aber nach kurzem Kampf durch das zusammengefaßte deutsche AbweHffeuer zurückgeschlagen. Die deutschen Truppen stießen dem zurückweichenden Feind sofoft nach und entrissen ihm durch kühnes und geschicktes Vorgehen das Waldgebiet, in dem sich seine Ausgangsstellungen befunden hatten. Bei der Säuberung des Waldes von oerfprengten oder zurückgebliebenen feindlichen Truppen nahmen die deutschen Soldaten ein bolschewisti­sches Waldlager, in dem sie große Mengen von Munition und anderem Kriegsgerät erbeuteten und außerdem zahlreiche

Ankara, 6. Fehl. König Faruk hat Nahas Pascha, den Führer der Wafd-Partei. mit der Neubildung der zurückgetretenen ägyptischen Regierung beauftragt. Nahas Pascha wird damit sein zweites Kabinett bilden. Er amtierte zum erstenmal nach König Fuads Tod im Jahre 1936, als er den englisch-ägyptischen Vertrag vermittelte.

Agenzia Stefani erfährt aus Kairo über Ankara: Nahas Pascha erklärte das Parlament für aufgelöst. Seme Regierung werde sich, so sagte er. auf em neugewavltes Parlament stützen.

Tokio, 7. Febr. (Funkmeldung).) Fronlberlchten zufolge haben japanische Truppen in den frühen Morgenstunden des 3. Februar eine Offensive gegen 40000 Mann Tschungking-Truppen in der zentralen. Schantung- Provinz begonnen. Die angegriffenen Truppen wurden voll­st ä n d, g umzingelt. Die demoralisierten Tschungkmg- Truppen versuchen nun, den immer enger werdenden Jung der japanischen Truppen zu durchbrechen.

Der Vorsitzende des Ausschusses des USA.-Senats Connally. nahm am Donnerstag zu der geplanten. Anleihe für Tschungking-Cbina Stellung und sagt dabei: ..Wir wollen natürlich, daß China Waffen erhalt, damit es einen möglichst großen Teil der japanischen Armee zwingt. . sich tn Cbrna einzusetzen anstatt an anderen Fronten. China hat das Menschenmaterial, bmucht ledoch. Lieferungen aller Art. vor allem Waffen und Munition. Die Anleihe hat den Zweck, diesen Mängeln abzubelfen.

Hier ist einem amerikanischen Politiker ein Geständnis entschlüpft, das bisher von den angelsächsischen Kriegshetzern streng gehütet wurde. Die ganzen Jahre über hat man m London und in Washington Sen wirklichen Grund für die Hilfe" an Tschungking wohlweislich verschwiegen, um damit harmlose Gemüter glauben zu machen, bte Angelsachsen möchten den Chinesen aus reiner Freundschaft helfen, den gleichen Chinesen, die man mit Kanonen dazu Dramen, vor allem die Judith, die sie in seinem Geist und Stil verkörperte.

Wie sie Friedffch Hebbel als ihren Gatten gefunden hat, bat sie selbst einmal ausführlich erzählt,Mir fielMaria Magdalena" in die Hände mein eigenes härtestes Schicksal stand mir in Klara vor Augen, ich war, nachdem ich es zu Ende gelesen zerschmettert! Ich sah in Meister Anton und in Hebbel meine Richter letzterem wünschte ich nie zu Begegnen. Da trat eines Tages Otto Prechtler zu mir ins Zimmer mit den Worten: Hebbel ist in Wien! Wollen Sie ihn kennenlernen, ich bring' ihn her."Rein, nein, rief ich,ich fürchte ihn!"Er ist nicht so fürchterlich, wie Sie glauben", gab er mir zur Antwort,er möchte Sie gerne persönlich sprechen, er hat Sie schon in Hamburg auf der Bühne bewundert, schlagen Sie es ihm nicht ab." Ich willigte, wenn auch mit Widerstreben, ein. Prechtler werde ihn noch am selben Abend sehen und wolle mit ihm den nächsten Tag kommen. Ich bereute, nachdem er mich verlassen, meine Ein­willigung gegeben zu haben, mein ängstliches Gefühl, die Furcht, ihn zu sehen, vermehrte sich, ja sogar die Nacht im Traum erschien er mit als Meister Anton ich als Klara ich sah die Ziegel von den Dächern fallen, doch keiner traf mich mit diesem Angstgefühl erwachte ich und verharrte barin, bis Prechtler die Tür öffnete und Hebbel hereintrat.

Seine hagere Gestalt, die blasse Leidensmine flößten mir beim ersten Anblick das tiefste Mitleid ein. Meine Furcht war verschwunden. Seiner ersten Worte entsinne ich mich nicht mehr, doch glaube ich, es war ein Lob auf mein Talent. Er bedauerte, die Judith nicht von ntir sehen zu können, dann sprach er über die dramatische Kunst, übet Dichter; nie hatte ich ähnliches ge­hört ich war begeistert. Ich sah nicht mehr die hagere Gestalt, ich sah nur sein blaues Auge, aus dem Funken sprühten, als er jo sprach. Beim Fortgehen sagte er mir Lebewohl, da er an einem der nächsten Tage abreisen wolle. Mir wurde recht traurig zu­mute, als et mich verlassen, ich hatte von seiner Armut gehöft, jeine ärmliche Kleidung, der schwarze Frack, der ihm nicht paßte, bezeugten sie nur zu seht. Wenn ich reich wäre, sagte ich mit, so würde ich ihm eine sorgenlose Zukunft schaffen dies war mein Gefühl bei seinem ersten Scheiden.

Als Christine Hebbel schon längst abgereist glaubte, trat er eines Tages plötzlich wieder bei ihr ein, seht elegant gekleidet, da ein Freund und Verehrer ihm hilfreich beigesprungen war. Ich verlebte wieder eine glückliche Stunde, in der ich ihn sprechen hörte", erzählte Christine;etwas zu erwidern wagte