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Nr. 28 Seite 5

Wiesbadener Tagblatt

Dienstag. 8. Februar 1942

Aus dem Wiesbadener Alltag

Wiesbadener Nachrichten

Am Bahnhof-Auskunftschalter

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Gaststätten- und Fremdengewerbe

Aus dem

Pensionspreise müssen der Leistung angepasst werben

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Fragen des deutschen Handwerks

Fach-

gegen alle Vernunft, die eigentlich die Kapitulation gebo Sötte. Der Glaube an den böberen Sinn im Befehl des Koni!

geboten

Aus Aunft und Leben

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reg. Das Halten der Stadt Laudons hat den Verlauf

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todesmutige Ausharren' der kleinen Besatzung war ein

* Karl Ludwig Diehl in jwei neuen Offiziersrollen. Nach­dem Karl Ludwig Diehl in dem Ufa-FilmAnnelie" einen Stabsarzt verkörpert hat, der int Weltkrieg 1914/18 [ein Leben dem Vaterland opfert, spielt er nunmehr in zwei neuen Ufa- Filmen wiederum die Rolle von Offizieren, und es wird inter­essant (ein, zu betrachten, wie Matz und Ziel Her Persönlichkeit 1

Der Neichsluftschutzbund war cm Wochenende der Träger der Reichssttaßensammlyng fiir das Ktiegs-WftW Die Frauen und Männer des RLB haben sich auch diesmal wieder in persönlichem Einsatz um den Verkauf der schönen Struwwelpeter-Abzeichen ver­dienstvoll betätigt.

Unfälle, In der Frankfurter Straße kam eine Frau ju Fall und erlitt einen Knöchelbruch In der Kirchgasse zog sich etn lunqes Mädchen beim Sturz einen Armbruch zu. ____

Das Fräulein weist genau Bescheid: Wann kommt der Zug und fährt wie weit? Ist Anschluß (nicht mit ihr, pardon!)?

Kommt man zum Ziel in Bälde schon?

Von früh bis abends komrnt's und geht'».

Das hübsche Fräulein, freundlich stets, gibt Auskunft jeglichem Besuch und ist beschlagen wie ein Buch.

Ich hab mir manchmal schon gedacht: Ob's mancher Mann so hurtig macht, so ruhig, heiter und gefaßt inmitten bunter Alltagshast?

Nehmt euch ein Beispiel allezeit an dieser kleinen tapfren Maid. Seid froh im Rahmen ernster Pflicht! (Dies die Moral von der Geschicht'!)

Bild und Text: Ernst S p e r k.

Volksverbundenheit

Die Behörden solle« immer für btt Volksgenossen da sein

Dem nationalsozialistischen Beamten ist von der Reichsführung die Pflicht auferlegt, ein fester Garant der Volksgemeinschau zu sein. Die Kluft zwischen Beamten und Volksgenossen, wie Jte früher nur allzu häufig zu beobachten war, hat im nationalsozia- listischen Staat keinen Raum. Es ist selbstverständlich, ba6_ per Beamte als der Beauftragte des Staates dem Rat und Hilfe suchenden Volksgenossen zur Verfügung stehen mutz. Bestimmte Sprechtage boten hierzu bisher schon die Möglichkeit. Wie setzt in einem Erlaß von sämtlichen obersten Reichsbehörden festgestellt wird, sollen die Behörden den Volksgenossen für persönliche An­liegen und Rücksprachen grundsätzlich an jedem Arbeitstag wäh­rend der Dienststunden offen stehen. Rach diesem Erlatz büt;en sogenannte Sprechtage in Zukunft nur dort festgesetzt werden, wo dies aus betrieblichen oder geschäststechnischen Gründen nicht zu vermeiden ist. Diese Bestimmung ist erlassen worden, weil heute an die Arbeitskraft jedes Volksgenossen große Anforderungen ge­stellt werden und damit für ihn kein unnötiger Zeitverlust oder Derdienstausfall entsteht. Der Erlatz wird aus diesen Gründen allgemein begrützt werden. P-

zu berechnen sind. .

Freiwillig« für bi« Fallschirm trupp«. Wie der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbesehlshaber der Luftwaffe mitteilt, sind Meldungen zum freiwilligen Eintritt in die Fallschirmtruppe fort­laufend möglich Es können ssich in erster Linie Kriegsfreiwillige, dann länger dienende Freiwillige (Bewerber für die llntetosii- zierslaufbahn bei zwölfsähriaer Dienstverpflichtung) melden. Vor­aussetzungen für die Einstellung sind die gleichen wie für alle anderen Waffengattungen. Einstellungsalter: 17. bis zum vollendeten 30. Lebensjahr. Als Unterlagen sind jedem Bewer­bungsgesuch ein handgeschriebener, ausführlicher Lebenslauf und eine amtlich beglaubigte Einwilligungserklärung des gesetzlichen Vertreters beizufügen. Der Lebenslauf mutz enthalten: Geburts­tag, Schulbesuch. Beruf, sportliche Betätigung, sowie gegebenen- falls Zugehörigkeit zu einer Gliederung der NSDAP. Be­werber, die sich schon zum fliegenden Personal gemeldet haben, oder sich noch melden wollen, kommen für die Einstellung in die Fallschirmtruppe nicht in Betracht. Bewerbungen sind nur an das für den dauernden Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando ein­zureichen.

DasSB. $.* gratuliert. Die Eheleute Otto S a m f e und Frau Maria, geborene Staßen, Oranienstrahe 45, feiern am 3. Februar ihre silberne Hochzeit. Herr Josef Scherf, Rüdes­heimer Straße 36. feiert am Dienstag-seinen 70. Geburtstag. Monteur Albert Schillitz, Westendstratze 20, wurde am Mon- tag 70 Jahre alt. Frau Wilhelmine Rinderle, Moritz- straße 3, 3. Stock, feiert am Dienstag ihren 80. Geburtstag.

Erfassungs-Appelle der HI. Zur Zeit finden in allen Bannen der HI Erfassungs-Appelle statt. Bei .diesen Appellen werden die Stammrollen zur Erfüllung der Jugend bi en st - pflicht für alle Jugendlichen angelegt. Sie haben nichts mit einet Einberufung zur Wehrmacht oder zum Reichsarbeitsdienst zu tun Rückfragen von Betrieben an Dienststellen der Partei oder der Wirtschaft erübrigen sich daher. Es ist noch darauf hinzuwelsen, daß etwa ausfallende Arbeitszeit von dem Betriebsführer zu zahlen ist.

DAF.-Mitgliebsbücher ssnb Urkunde«. Mitgliedsbücher der DAF find, wenn in ihnen bereits Beitragsmarken unter gleich, zeitiger Entwertung eingeklebt worden find, Urkunden im Sinne bes 8 348 Abs. 2 StGB. Denn die entwerteten Marken sind im Zusammenhang mit dem Inhalt der Mitgliedsbücher geeignet und dazu bestimmt, den urkundlichen Beweis für die Zahlung der auf ihnen angegebenen Beiträge durch das betr. DAF.-Mitglted mr den aus dem Buche ersichtlichen Zeitraum zu erbringen. Das un­befugte Herauslöfen eingeklebter Mitgliedsmarken wurde daher in einem Falle als schwere Urkundenbeschädigung beurteilt, in dem ber Täter aus ihm anvertrauten Mitgliedsbüchern Marken hercius- aenommen und anderweit verwendet hatte.Reichsgerichts­briefe". (1 D 512/41. 6. 1. 1942.)

_l Weitere Zugeinschränkungen. Zur Sicherung der Güter­transporte vor allem des Transports von Kohlen, ist. wie die Re'chs- bahndirektion Mainz mitteilt, eine weitere Einschränkung im Reise- zugoerkehr unter Schonung des Berufsverkehrs notwendig gewor­den Die Einschränkungen werden vor allem an Sonntagen aber auch an Werktagen durchgeführt. Die Reichsbahndirektion er­wartet von den Volksgenossen, daß sie auch im Nahverkehr nur wirklich notwendige Reisen vornehmen.

Die Aufgaben der Baupolizei

Gegen bi« Verunstaltung bes Stabtbilbes

Der Aufgabenkreis der Baupolizeibehörde hat sich seit der Machtübernahme grundlegend geändert. Die nationalsozialistische Gesetzgebung hat die bisherigen rein polizeilichen Aufgaben umge- wandelt und erweitert Wer bas Wesen und die Arbeit der Bau­polizei von heute veröffentlicht der städtische Baurat Dr. 3ng. Kalte ntidt in derDeutschen Gemeinde-Beamten-Zeitung" einen Aufsatz, in dem es heißt: Es galt zunächst, das planlofe und wilde Bauen zu verhindern, das den deutschen Stählen. Dörfern und der Landschaft schwere Schäden zugefügt hatte. Gegen bas Recht derBaufreiheit" richtete sich das Gesetz über die Ausschlie­ßung von Wohnsiedlungsgebieten vom 22. September 1933, das die geordnete Nutzung bes Bobens einer Eemeinbe nach den Er­fordernissen der Land- und Forstwirischaft, der Industrie, bes Verkehrs, bei Bebauung, ber Erholung bestimmt. In ben Grund- zügen erfolgt die Regelung durch einen Wirtschafts- ober Flächen­nutzungsplan. Bis zur reichsgesetzlichen Regelung des Planungs-, Siedlungs- und öffentlichen Baurechts wurde ber Reichsarbeits- minifter durch bas Gesetz über einstweilige Maßnahmen zur Ord­nung des deutschen Siedlungswesens vom 3. Juli 1934 ermächtigt, einheitlich für bas ganze Reichsgebiet die erforderlichen Maß­nahmen zu treffen. Auf Grund dieser Ermächtigung erließ der Reichsarbeitsminister die Verordnung über die Regelung ber Be­bauung. Die Baupolizeibehörden sind danach ermächtigt, inner­halb des Eemeindegebietes Baugebiete als Kleinsiedlungs-, Wohn-, Geschäfts- und Gewerbegebiete auszuweisen, die Abstufung der Be­bauung hinsichtlich bet Geschoßzahl zu regeln und die Baugenehmi- S- zu versagen, wenn die Ausführung der geordneten Entwick- des Eemeindegebietes ober einer ordnungsmäßigen Bebau­ung zuwiderlaufen müibe Damit hat die Baupolizeibehörde die Möglichkeit, die Bautätigkeit bewußt zu lenken.

Die Verordnung über Baugestaltung vom 10. November 1936 gab der Baupolizei außerdem die Handhabe, verunstaltende oder sich nicht in die Umgebung einfügenbe Bauten zu verhindern und bie äußere Gestaltung eines Bauwerkes zu beeinflussen. Die Bau­polizei mutz für ledes Bauwerk fordern, daß es Ausdruck anstän­diger Baugesinnung und werkgerechter Durchbildung ist, daß es sich in feine Umgebung einwandfrei einfügt und auf die Eigenart und bie beabsichtigte Gestaltung des Landfchaftsbildes Rücksicht nimmt. Die Baugestaltungsverordnung überträgt also der Baupolizei auch ben Schutz schönheitltcher, künstlerischer unb kultureller Belange. Damit treten bie rein baulichen unb baukünstlerischen Gesichtspunkte gegenüber ben polizeitlichen in ben Sorbergrunb. Die Polizei­behörde ist mit ber bebeutfamen kulturellen und erzieherischen, aber auch verantwortungsvollen Aufgabe betraut, bas Bauschaffen in einer Eemeinbe in städtebaulicher, baukünstlerischer und werk- technischer Hinsicht zu lenken und gegebenenfalls ben Architekten zu beraten und bestimmend zu beeinflussen.

Die bisher erlassenen Gesetze unb Verordnungen behandeln nur einen Teil der Eesamtmaterie. Sie soll in einem fiir bas ganze Reichsgebiet geltenben Reichsbaugesetz zusammen­gefaßt werben. I. P. 6.

hätte. Der Glaube an ben höheren Sinn im Befehl bes Königs, die Stabt unter keinen Umständen preiszugeben, war stärker als alle nüchternen Überlegungen. Kaergel läßt diesen Stauben an die Größe einer Idee unb bas ber Zeit vorauseilende Planen einer überragenden Führerpersönlichkeit hier des Königs in dem Leutnant Hans von Kannowitz gestalt werden, der als Kurier den Befehl des Königs ausführt. An ihm wird die mit­reißende Kraft eines bas Zeitbilb umgeftaltenben neuen poli­tischen unb soldatischen Gedankens aufgezeigt. Tauentzien, Stadt­kommandant von Breslau, ist die anbete begeisternde Kraft­gestalt in diesem Schauspiel, das Kaergel in einer markigen, scharf profilierenden Sprache geschrieben und in fesselnder drama­tischer Steigerung aufgebaut bat. Die Aufführung wurde zu einem vollen Erfolg für bas Werk, ben anwesenden Autor und die vom Spielleiter Kurt Hoffmann zu einer reifen Leistung geformte Spielgestaltung. Walter Sommer

* Eröffnung des Kammerspielhauses -in Litzmannstadt. In Litzmannstadt wurde das Kammetspielhaus der Städtischen Buhnen festlich eröffnet. Rach mehrwöchigen Vorabeiten hat da­mit Litzmannstadt eine zweite Buhne erhalten, und bie Zahl der Theaterplätze hat sich um 960 erhöht Das einstigeSängerhaus", in dem die Kammerspiele untergebracht find, erfüllt räumlich und technisch die notwendigen Voraussetzungen einet neuzeitlichen Kammerspielbühne. In den letzten Jahren wat bas Sängerbaus eine bekannte politische unb kulturelle Äunbgebungsftätte des Zitzmannstädter Deutschtums. An der Eröffnungsvorstellung lahmen führende Persönlichkeiten des Litzmannstädter staatlichen und städtischen Lebens teil. Unter bet Spielleitung von Siegfried Nürnberger wurde die KomödieMillionenbluff" von Heinz Eoubiet zu einem verheißungsvollen programmatischen Auftakt.

Walter Künkler

Die kriegswirtschaftlichen Verhältnisse haben auch im Lei­stungsgefüge des Beherbetgungsgewerbes zu weitgehenden Ver­schiebungen geführt. Schon kurz nach Äriegsbeginn wurden die Frühstückspreise allgemein um 10 Prozent gesenkt. Eine allge­meine oder einheitliche Senkung der Pensionspreise erfolgte bis heute nicht. Man ging davon aus, daß es Aufgabe ber Betriebe fei, die Pensionsgäste im Rahmen des Möglichen zufriedenzu­stellen und daß diese Aufgabe durch Hinzunahme früher nicht ver- wendetet teurer Lebensmittel eine Kostenersparung nicht ein» treten lasse. Diese Meinung trifft, wie eine Rundfrage ergeben hat, auch heute noch für viele Betriebe zu. Dennoch gibt es auch viele anbete Betriebe, die nicht in der Lage sind ihre Leistungen auf gleicher Höhe zu halten Bei ihnen ist der Küchenaufwand für die Pensionsoerpflegung zurückgegangen. Der Leiter ber Fach­gruppe Beherbergungsgewerbe weist barauf hin, baß biefe Be­triebe zu einer Senkung ber Pensionspreise ohne besondere Auf­forderung verpflichtet sind. Auch wenn wegen Mangels an Ar­beitskräften nicht mehr von einet vollen Bedienungsleistung die Rede ist, foll eine entsprechende Ermäßigung des Pensionsgrund­preises etsolgen. Es wird weiter daraus hingewiesen, daß für Be- nelfsunterfünfte, die bei Überbelegung zur Unterbringung von Gäste« herangezogen werben, befonoers niedrige Ausnahmepreise

Erholung für rhein-mainische Arbeiter

Kriegsaufgaben der RS.-EemeinschastKraft durch Freude"

In einer Arbeitstagung der Kreiswarte bet RS.-EemeinIchaft Kraft durch Freude", bei der auch der komm. Eauobmann der Deutschen Arbeitsfront, E ck, zugegen war, gab bet Eauwatr ber NS.-EemeinschaftKraft durch Freude", von R e t o w s I i, eine« Überblick über die Aufgaben und Pläne der NS.-Eemeinschaft Kraft durch Freude" im Rhein-Main-Eebtet.

Besonders bemerkenswert find bie Mitteilungen, bie er übet den Ausbau des Reichserholungswerkes der DAF. in unserem Gau machte Mit dem 1. Februar ist dieKrone" in Auerbach an bet Bergstraße als Heim bes Reichserholungs- werkes in Betrieb genommen worben. In ihr finben laufenb übet hunbert Rüstungsarbeiter Aufnahme unb Erholung. Der Ausbau von Schloß Lichtenberg im Dbenwalb für ben gleichen Zweck macht gute Fortschritte. Große Pläne bestehen auch für bie räumliche Unterfiauung bes Feierabenbs, der für den rhein- mainischen Arbeiter immer schöner und besser gestaltet werden soll. Zum Schluß seiner Ausführungen wies Eanamtsleiter von R e k o w s k i darauf hin, daß jetzt im Krieg die Volksbil- d u n g s - und Volkstumsarbeit mit im Vordergrund zu stehen hat.

Der stellv. Leiter der Reichsdienststelle der NS.-Eemeinschaft ,Kraft durch Freube", Reichsamtleiter Stemmer, der im wei­teren Verlauf der Tagung das Wort nahm, betonte die Notw<-n- bigkeit, bie Kriegsaufgaben in ben Vorbergrund zu stellen Et wies darauf hin, wie wichtig es war, dem deutschen Menschen ein Stück der Welt und vor allem Deutschland und seine Kulturgüter zu zeigen. Die RS.-EemeinschaftKraft.durch Freude" hat im Rahmen ber Partei ein verantwortungsvolles, schönes unb um­fangreiches Aufgabengebiet zu erfüllen. In ber Pflege bes Ge- meinschaftsgebankens. wie sie durch bie Deutsche Arbeitsfront unb bie NS.-EemeinschaftKraft durch Freude" erfolgt, bieten sich ihr ungeheure Möglichkeiten.

Die Arbeitstagung ber Kreiswarte KdF. diente außerdem bet Vorbereitung des Veranstaltungsprogrammes für ben kommenden Monat. Auch auf weite Sicht erfolgte bereits^ eine großzügige Planung So wurden bereits jetzt bie Etunbzüge bes Konzett- ptogtammes des Rhein-Mainischen Landesotchesters für ben kom­menden Winter festgelegt.

* Uraufführung in Freiberg. Im Stadttheater Freiberg (Sachsen) bas bet Leitung von Intendant L ü s e n h o p unter­steht, erlebte bas deklamatorisch wertvolle, dramatisch wirksame, von altniederländischer Farbigkeit erfüllte TrauerspielRem­brandt" des Wiener Schriftstellers Josef Vogler seine erfolg­reiche Uraufführung, die von Oberspielleitet Ricklinger aus­gezeichnet inszeniert worden war. Der Autor konnte persönlich den Beifall der Hörerschaft entgegennehmen. Felix v. Lepel

* Eduard Sterile als Märchendichter. Drei Künstlet vom Reichssender Stuttgart hatten, wie schon so oft, eine literarisch-musikalische Feierstunde int kleinen Saale des Kur­hauses veranstaltet. Wilhelm Locks sprach, wie stets, eine Einiührung. In knappen und klugen Worten würdigte er die Persönlichkeit des berühmten schwäbische« Dichters, der in Menschengestalt doch in einer Trnumwelt lebte. Schon als Knabe wat er still und scheu, suchte in der Einsamkeit eine bunte, romantische Welt. Bezeichnend ist der Brief des Zwanzigjährigen, ben bet Vortragene vorlas Da schwimmen Traum und Wirk­lichkeit ineinander Er flüchtet aus dem Alltag und sucht an­scheinend die Beschaulichkeit, die doch innerlich von ehernem Kampf erfüllt war. Auch die Liebe zu einem jungen Mädchen war nicht ohne Bedeutung für seine weitere Entwicklung. Mit dreißig Jahren erhielt er eine Pfarrei, deren Beschaulichkeit et in seinem berühmtenTurmhahn" schilderte. Bedeutsam war seine Berührung mit der Musik. Nur sie konnte ihn zu der ent­zückenden NovelleMozart auf der Reise nach Prag^ befähigen. In Hugo Wolf sand er ben kongenialen Vertoner feiner schönsten Lieder. Was nun den musikalischen Teil bes Abends betraf, fo ft reifte nurWeglas Gesang" an bas Lanb Orplid bie Bezirke des Großen unb Hymnischen. Wilma S ch i m m e t, die an bie Stelle bet erkrankten Emma Mayer getreten war, setzte hier ihren gepflegten Mezzosopran mit gutem Gelingen etn. BeNer noch lagen ihr bie märchenhaft neckischen Lieder Hugo Wolfs, wieElfenlied",Rite Binsenfuh",Die Gärtnerin undDer Knabe und das Jmmlein", wo bas Liebenswürdige, gelegentlich Neckische ihres Wesens hervortrat. Eva Lang rezitierte, was zu begrüben war, die Texte, bevor sie gefangen mürben: Außerdem sprach sie die reizvolleHistorie von der schönen Bau'" deren krause, behäbige und stellenweise gemütlich schwäbelnde Romantik in ihrer zwischen Märchenpoesie und Siebetmeietei schwebenden Schwinb-Stimmung gut getroffen würbe. Wie immer bewährte sich Wilhelm Locks als feinfühliger Begleiter am Klavier. Dr. Wolfram Waldschmibt

* H. Christoph Kaergel: .Der K-rier des Königs". Am Jahrestag bet Machtergreifung brachte bas Breslauer Schauspiel­haus das neue Schauspiel Hans Christoph KaergelsDer Kurier bes Königs" zur Uraufführung. In dem Schauspiel wird einer der Höhepunkte schlesischer und preußisch-deutscher Geschichte lebendig- die erfolgreiche Verteidigung Breslaus durch General von Tauentzien im Siebenjährigen Krieg. Das Halten der Stabt gegen bas zehnfach überlegene Heer Laudons hat ben Verlauf bes Krieges wesentlich, wenn nicht entscheidenb beeinflußt. Das tobesmutige Ausharren- bet kleinen Besatzung wat ein Handeln

Arbeitstagung der Handwerkskammer«

In einer Arbeitstagung der Handwerkskammern unter der Leitung von Landeshandwerksmeister Eauamisleiter Garner wurden neue, wichtige Aufgaben die dem Handwerk innerhalb i der Kriegswirtschaft gestellt werben, behanbelt. Das Hanbwerk wirb in noch verstärktem Umfange mit seinen leistungsfähigen Betrieben und den verfügbaren Maschinen in bie rüstungswirt- schaitlichen Aufgaben eingeschaltet unb die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung ber Leistungen seiner in der Heimat- front stehenden Angehörigen verstärken. Alle Dienststellen ber Handwerksorganisation werden die Betriebe weitgehend beraten und unterstützen Sieben diesen Maßnahmen zur weiteren Stei­gerung ber Leistungen unb Konzentration ber Kräfte im Handwerk tritt im Bezirk Hessen nach den Vorschlägen des Lanbeshandwerks- meisters Hessen die Schaffung eines Reparatursonder- d i e n ft e s. Dieser soll der Bevölkerung bei der Behebung der wirklich unaufschiebbaren und notwendigen Jnftandsetzunasarbeiten zur Verfügung stehen Die Bevölkerung wird über bie Mög­lichkeiten ber Inanspruchnahme dieser Einrichtung nach Inkraft­treten in Bälde näher unterrichtet werben. In ben Verhandlungen » wurde noch das Berufserziehungswerk des Handwerks bes Saues Hessen-Nassau behandelt. Das Berufs- erziehungswerk bes Handwerks des Gaues Hessen-Nassau wird im Kriege bie notwenbigen, der Kriegswirtschaft dienenden Schu- lungs» und Ausbildungslehrgänge, die der Leistungssteigerung dienen, fortsetzen und insbesondere den beurlaubten Wehrmacht- angehörigen Hilfe bei der Vorbereitung zur Meisterprüfung lei­sten. So ist das Handwerk in feinem vielgestaltigen Wirkungsbe­reich bemüht, alle Kräfte planmäßig für die vordringlichen Auf­gaben einzusetzen-

Dienstag: Verdunkelung von 19.17 bis 8.38 Uhr

sichauchindergleichmachenden" Uniform behaupten. Sowohl der Generalmajor Lüchten, den Karl Ludwig Diehl in dem FilmDer 5. Juni" (Spielleitung Fritz Kirchhoff), als auch der Oberst Knudson, den er in dem FilmNacht ohne Abschied (Spielleitung Erich Maschneck) derstellt. sind zwei ausgesprochene Individualitäten, gebunden nur durch das gleiche unverbrüchliche Gesetz bes Solbatcn. bas auch jenem Stabsarzt bie Richtung gab. So stellt jebe ber beiben neuen Rollen biefen Schauspieler, ber durch seine solbatische Haltung einen befonberen Begriff des Schauspielers in feiner reinsten Form repräsentiert, auch zwei neue, sehr verschiedenartige Aufgaben.,

* Professor Hoelscher 75 Jahre. Der bekannte hessische Maler Professor Richard Hoelscher in Darmstadt kann am 5. Febr. seinen 75. Geburtstag- begehen. Aus Alsfeld in Oberhessen stammend, war er zunächst Zeichenlehrer in Offenbach und Darm­stadt, widmete sich aber in den letzten Jahrzehnten voll unb ganz seiner künstlerischen Berufung. In ben Gemäldegalerien vieler Städte hängen Bilder von Richard Hoelscher, der besonders Land und Leute seiner Vogelsberger Heimat im Bilde festgehalten hat. Bekannt find auch seine großen Wandgemälde in der Äugustinerschule zu Friedberg und im ehemaligen Realgymnasium zu Darmstadt, Themen aus beiEdda" und aus der Siegfried­sage darstellend. Professor Hoelscher hatte in jungen Jahren größere Studienreisen nach London, Paris und Holland aus« geführt. Er hat sich auch große Verdienste um den Zeichenunter­richt in der Volksschule und für die Ausbildung der hessischen Zeichenlehrer erworben.

* Helene Christaller 70 Jahre alt. In ihrer Heimat, in Jugenheim an der Bergstraße, begeht am 31. Januar bie be­kannte Schriftstellerin Helene Christaller ihren 70. Geburtstag. Die beliebte hessische Erzählerin unb Romanschriftstellerin blickt an ihrem SebensaBenb auf ein reiches Schaffen zurück Erst waren es kleine Geschichten aus Dem Hessenlanb unb dem Schwarzwalb, bie abgedruckt würben, bis ihr LebensromanEottfrieb Erdmann unb seine Frau" ben Reigen großer Arbeiten eröffnete. Von biefen sind am bekanntesten geworden:Als Mutter ein Kind war,Kennst bu bas Land",Ruths Ehe" unbHeilige Liebe". Als Künberin deutschen Frauen- und Muttertums darf sie an ihrem 70. Geburtstag gefeiert werden.

* Auszeichnung eines Frankfurter Bildhauers. Der Lanbes- tulturwalter des Gaues Hessen-Nassau teilt mit: Dem im Felde stehenden Frankfurter Bildhauer Heinrich H a w i ck, einem gebürtigen Westfalen, ist der zweite Preis bei dem Wettbewerb unb ber Verteilung des JahrespreisesJung-Westfalen", bet in biefem Jahr für die jeweils beste Leistung auf plastischem unb graphischem Gebiet zur Verteilung kommt, zuerkannt worben.