WksbadmerTagblak
90. Jahrgang
Dienstag, 3. Februar 1942
Nummer 28
Wöchentlich in 6 Ausgaben Crjcheinungszeit werktäglich nachmittags
na™Önt« $fc.ei0 -P6<|ta% der Anz^n-Annahm- g Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage
Druck und Verlag: L. Tchellenberg'jche Vuchvruckerei, Lauggaffe Nr. 21 «Tagblatt-HauS» ftiwnvui. Sammet-Nr. SSSSt Drahiantchnst: Tagbtatt.Wiesbaden Postscheckkonto: Frantfnrl^a.M.74VS Dezugspteije: Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monar RM 2.— einschließlich des Tragttlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35. zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld • Einzelnummern RMO.lO Bei Behinderung der Lieferung infolge höherer Eewall kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises
Enttäuschte britische Hoffnungen
«Eigenet Drablberickt unser
(Eigener Drabtberickt unserer
-ontpo erfolgen, griffes sei me.h ma?"beende/'sein wurden. dann würde Singapur ocimutitm schneller fallen als Hongkong.
Auch die Nachrichten von der nordafrikanischen Front werden in England mit Sorge ausgenommen. Die
Heftige Artillerieschlacht um Singapur entbrannt
Ununterbrochene javanische Bombe« angrisfe ans die brittkche Jnselfestung
Ans dem FLbrerbauvtanartier. 3. Febr. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. , . ^ Ln verschiedenen Abschnitten d« Ostfront, beson^rs «ordostwörtsTaganrog, wurden lowiettsche Angrme unter hoben Verlusten für. den ^L/lner abgewiesen. An a deren Stellen brachten ergene Angriffe Menuber »ahe feindlichen Widerstand trotzickwier^ W-K-'Ä» MKu »kW-»«-» K«»« ,u- ftffi MVi"1».«» - «•>>'•
flngzeuge ans gesickerten Gelerttügen be^ d r e, «rra^t- t ; f f » mit Zusammen 1 0 0 0 U »no kr» W'
wacknngssahrzeug. Ein weiteres süßeres San^ls,chfft wurde kckwer getroffen. 2m Zuge bewaffneter rluniarung bombardierte die Luftwaffe am Tage nut Sf^er Wirkung eme Industrieanlage an der kckattiscken O»luite
2n der Euren aika wurde der weisende «^eind ernent mm Kampf gestellt und geworfen. Er erlitt Verluste an Menschen und Material.
Bei Angriffe» deutscher Kamvsslieyerkrüste aus Flug- Slätze. Haseuanlagen und andere militärisch« Ziele der 2us«I Halto wurden Bombentreffer schweren Kalibers auch in einer Munitions- und Torvedowerkstatt urielt.
An der Küste der besetzten W.est geb t ete schossen dentsche Jäger am gestrigen Tage drei britische Flng- 5CU^et"Kambs gegen die seindliche Verkorgungsschiff- fabrt wnrde im Januar in verschiedenen Meeren m,t gutem Erfolge sortgeführt. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 63 Handelsschiffe mit zusammen tbvLbü BR^. davon vernichtete die Unterseebootwaffe alei» 56 Schiffe Mit 367 000 BRT. Die britische Kriegsmarine verlor'm gleichen Zeitraum im Kampf mit Einheiten der deutschen Kriegsmarine drei Zerstörer, ein Unterseeboot und ein Schnellboot. Außerdem wurden em Kreuzer, vier Zerstörer, ein Unterseeboot, ein Mmenkuchbo-t -nd em Bewackungssabrzeug. sowie, 28 Sandelssckiffe dnrch Bomben oder Torvedotreffer beschädigt. Die Verluste der Sowjets sind in diesen Zahlen nicht eutbaltea.
fest, daß die Lag« nach der Eroberung Mulmains^durch die Javaner eine e r n st e W e n d u n g genommen.habe. Di« Gefahr daß Rangun einem vernichtenden mvanischen Luftangriff ausgesetzt werd«, sei durch den Fall Mulmerns großer gewordei. denn Mulmein liege nur 160 Kilometer von Rangun entfernt.
as. Berlin, 3. Febr. Der englische Nachrichtendienst muß wieder einmal feststellen, daß die .letzten 24 Stunden recht schlechte Meldungen für England gebracht haben. Die Sorgen um Ostasien sind nicht geringer geworden, seitdem die Javaner an der schmalen Straße ,von Johore stehen, die Singapur von der Malayen-Halbinsel trennt. Die Engländer erklären, daß damit für die Verteidiger, welche sich bereits in der Kampfzone Singapurs befinden, der „zweite Abschnitt ihres Kampfes um Zeit zu gewinnen begönnert“ habe. Man ist aber doch recht „skeptisch, ob es gelingt, den Verteidigern genügend Unterstützung, vor allem Jagdflugzeuge zuzuführen. Die ...Times nennt das eine schwierige, gefährliche und langsame ..Arbeit und der „Manchester Guardian“ meint, „wir müssen gestehen, daß die Aufhebung der Belagerung. Singapurs in weiter <>erne liegt und seine Kavitulation.unverniti;b 1. t«Jet» wirb, es sei denn, baß es. uns gelingt, ben Anterftutzungs- ström weiter aufrecht zu erhalten. Von diesem, Ssrom hat man in der Kampfzone selbst bisher nichts verspürt nicht einmal ein kleines Rinnsal. Von javanis^r militanscher Seite wird darauf verwiesen, daß man bis 'etztim offenen Gelände gekämpft habe nun aber vor., der Aufgabe stehe, eine moderne Festung zu erstürmen. Die..Herbeischaffung der hierfür notwendigen schweren Waffen könne, zumal nur wenige Straßen vorhanden seren, nicht im Blitz- remoo erfolgen. Für die Vorbereitung eines großen An- hr Zeit erforderlich, als man sich se- Ue. Wenn aber die Vorbereitungen erst ein» in würden, dann würde Singapur vermutlich len als Hongkong. ......
Front werden in England mit Sorge mitgenommen. alte „Times“ meint, daß die Lage in Abyen fei, eine Wendung, die in englischen Berichten häufiger wiederkebrt Man versucht die englischen Schlappen nut bem schlechten Wetter zu entschuldigen. Die Bedumm erklärten nach englischer Darstellung, daß seit Menschengedenken nicht so ickmere Unwetter. wie jetzt vorgekonimen selen Der Sirokko wirble bichte Staubwolken auf. die alles begraben unb gleich daraus regne es. so daß alle.Wege tn «nen Lehmbrei verwandelt wurden. Vielleicht wird stck aber auch der englische Zeitungsleser fragen,. warum denn Rommel und seine. Manner diese Schwierigkeiten über- winden, während ste den Engländern )uin Verhängnis werden. Jedenfalls muß man feststellen, daß Rommel weitere Ortschaften besetzen konnte. Das tm gestrigen DSxW Bericht genannte El Abiar lingt etwa 50 Kilometer östlich von Benghasi. Barce liegt ebenfalls landeinwärts unge-
Aussprache Göring—Duce
Besichtigung der Luftwaffen-Berbänbe auf Sizilien
Berlin, 2. Febr. Der Reichsmarschall des Grotzdeutschen Reiches befinbet sich seit bem 27. Januar in 31 o l i e n. Am 28. Januar hatte der Reicksnmrschall «ine mehrstündig« Unterredung mit bem D u re. Seine Maiestat der König unb Kaiser empfing am 29. Januar Reichsmarschall Eorrng. Am Abenb bes 29. Januar begab sich der Reichsmarschall von Rom nach SLbitalien und besuchte auf Erzilten vom 30. Januar bis 1. Februar keine dort liegenden Luftmasfen- verbände, um sich von deren Einsatzbereitschaft unb cklag ^"^Rmchsmarschall Göring kehrte am 2. Februar zu weiteren Besprechungen nach Rom zurück.
Der Reichsmarschall wieder in Rom
SÄ »-»’Ä
Frauen Arn Rachnutrag des 2. Februar begab „sich bet Reichsmarschall zum Duce und batte mit ihm wiederum eine länger« Aussprache.
er Berliner Schriftleitung)
führ 100 Kilometer nord öst li ch von Benghasi. mit bem beibe Orte durch eine Bahn verbunden st^>. Die Engläikder beunruhigt vor allem die wrage, ob Rommel Verstärkungen erhalten hat und was.er nun tun wird.
Auch die Soroiets tragen zur Enttäuschung der Engländer bei. Sie fühlen sich nach ihren mißglückten Angriffen wohl verpflichtet, die englischen Hoffnungen etwas M dämpfen und erklären jetzt, vorbeugend: „Die bittere Kalte und der tiefe Schnee behindern unsere Offensive. Zwar sind wir an ben Winter gewöhnt, die Kalte ist ledoch ungewöhnlich stark unb unsere Einheiten bestehen, nicht nur aus Sibiriern und Bewohnern der arktischen Küste, wir haben auch Ukrainer. Georgier. Armenier und Bewohner bet Krim. Das Marschieren ist schwierig, wenn der Schnee bis zur Brust reicht. Häufig müssen die ^schütze von den Mannschaften gezogen werden, weil die Pferde nicht durchkMnmen. Auch die Hoffnung auf den ostlschen Winter muß England also fahren lassen. -
3m Januar über 400000 BRT. versenkt
sonders bei dem Bau von Flugzeugmotoren Manbe ein Mißverhältnis, da man viel mehr Flugzeugrumpfe als Mooren bauen könne. Auch wenn man diese Schwierigkeiten bei dem Aufbau der US-amerikanischen. Rüstungsindustrie nicht überschätzt, so zeigen ste doch wieder einmal, daß es sehr einfach ist. mit großen. Produktiv ns« zahlen z u jonglieren, wie es Knox tut. daß es aber selbst im „Lande der unbegrenzten Möglichkeiten nickt eben leickt ist. ein wlckes Trachten tn die Wirklichkeit umsusetzen. Knox mußte denn auch weiterhin eingestehen, daß die Lage auf beiden Ozeanen kritisch sei. da man einen Krieg auf zwei Ozeanen mit einer Manne führen müsse, bie nur für einen Ozean gebaut worben lei. Das ist eine scharfe Verurteilung der Kriegshetzer, die die USA in diese Situation brachte, eine Kriegshetze, an der per gleiche Herr Knox führend beteiligt war. Im übrigen aber versuchte Herr Knox etwas von seiner letzten These abzurücken daß der Pazifik ein nebensächlicher Kriegsschauplatz iei Er' sprach jetzt wieder von einem einheitlichen Krieg, offenbar um bie Australier etwas zu beruhigen- Sehr zuversichtlich war bie Rede dieses fonst.so großmäuligen Herrn nickt, meinte er dock, die USA. wurden, noch mehr Schläge, vielleicht sogar viele Schläge einstecken.muffen Wenn er bann auch zur Beruhigung feiner Hörer hinzmugte. daß man natürlich zurückschlagen werbe. Wann bas aber geschehen soll, darüber schwieg stch Knox vorsichtshalber aus. Inzwischen sollen erst einmal die Tsckungking-Chrnesen tur bie Uö4. unb für England bluten.
Tokio, 2. Febr. Die mit bet Einnahme 3obor« Sabrns begonnene Beschießung Singapur9t ”*t,„oirtinetieS- hält ununterbrochen an und bat zu einer tegcltecbtenmtiuctte^ schlackt geführt, da bie Engländer ebenso heftig, bewnoets vom nördlichen Teil Singapurs aus, das Feuer erwide n. Javanikckerseits werden gleichzeitig fortgefetzt Bombeii- angriffe durckgefübrt,. die vor allem ben Battertesteuungen reiten um das Fein^feuer zum Schweigen zu
i Sßäbrenb immer neue japanische Truppeneinheiten von Norden her an der Johore-Straße und vor allem im Äb- I4uitt von Iobore-Bahru eintrefien und sorgfältige Borbe- reitunaen für ben Angriff auf Singapui erfolgen fptelen sich an der Südwest- unb Südostküste Malavas noch die lebten Kampfhandlungen ab. Den Kräften des ^erndes denen dort der Rucköna. abgeschnitten ist und die ^unmeor umzingelt find, wird hier kein anderer Ausweg ms der ber Übergabe bleiben, wenn Re Nicht..der völligen Vernichtung entgegengehen wollen ^ue Moglichkelt iur ihre Evakuierung besteht nickt mehr, da die Küsten voing in iavanischen Händen stnd und außerdem ständig von der javanischen Luftwaffe kontrolliert werden.
Burmastrahe praktisch gesperrt
Tokio 2 Febr 2n unterrichteten Kreisen wird daraus hingewiesen'daß die Möglichkeit der $enu6ung ber ^urrna« s\nra6™lfiirnb€n xransport non Äriegsmaterial fui
I^n^Iw^tauartieres0*^)i.rtnf^t,n€I SÄU daß die japanischen «Streitkräfte in. Burma .Q^’Awitm b näckigen Wiberstanb ber Anten unb tropische Regengune zu überroinben hatten. . _____ so «neun
Uniteb Preß stellt in einer Meldung aus Rangun
Angelsächsisches Blutgeld für Tschungking-China
Berliner Schriftleitung)
Kriegsmacht Japan
Von Wilhelm Ackermann
Schon der bisherige Verlauf des Konfliktes in Ostasien hat ge- zeigt ^in welch verhängnisvoller Weise bie militärische S ti i k e Japans von seinen Gegnern unterschätzt worden ist. Woraus der in dieser Beziehung in Washington und London ge. slissentlich gepflegte Optimismus sich gründete, ist Außen Itevenden völlig unklar; jedenfalls fand er ferne Rechtfertigung weder in der neueren japanischen Geschichte, noch ,n den Ereignrsen der letzten Jahre auf chinesischem Boden. Seit das ostasiatische Kaiserreich stch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entschloß, seine Abgeschlostenheit gegenüber der Umwelt und insbesondere gegenüber den europäischen Völkern aufzugeben, — bis *!,at nut ein sehr beschränktes Handelsprivi eg der Hollander 6eftan- ben — hat es mit überraschender Schnelligkeit den Anschluß an ine moderne Entwicklung auf allen Gebieten der Technik und in-be- londere des Militärwefens gefunden, und schon die Jahrhundert wende sah es beim chinesischen Boxeraufftand tm ^ahre 1W0 als ebenbürtig anerkannten Bundesgenossen der europäischen Groß- Mächte. Vorangegangen war seine erste autzenpechtische und mili. tärische Bewährungsprobe im ch i n e s i s ch -, a p a n l s ch e n K r i e g von 1894/95, der allerdings ml. Frieden.von Schirnonoseki nur einen Teil der japanischen Aiispruche befriedigte weil die europäischen Mächte gegen die damals bereits erstrebte Angliederung Koreas auf dem chinesischen Festland Einspruch erhoben So erhielt Japan aus dem damals bereits beginnenden Konkurs des chinesischen Kaiserreichs nur dre Insel Formosa und die Fischerinseln, während es mit dem Erwerb Koreas noch volle 95 Ißhre hjs 1910 warten mußte. Gleichwohl war fern Ansehen als auffteigende asiatische Mach? soweit gefestigt, daß Eng and es für nützlich hielt, im Jahre 1902 ein Bündnis mit ihm zu schl e. Ln has es erst zwanzig Jahre später unter amerikanischem Druck löste. Eine mittelbare Wirkung dieses Bundnisies war der rulsilck-fapanifche Krieg von 19 0 4, ber mit Bet völligen Niederlage der zaristischen Wehrmacht zu Wasser und- zu Lande endete und Japan im Frieden von Portsmouth im Sep- tember 1905 das Gebiet von Liautung mit der russischen Seefeste Vort Arthur und die Südhälfte der Insel Sachalin einbrachte. Mit diesem einwandfreien, aus eigener Kraft erfochtenen Sieg uber eine der größten Militärmächte war sein-Aufstieg rn die Reihe der Eroßniächte eindeutig bestätigt; aber Hs" diesem Augenblick be. aann auch bereits der japanisch-amerikanische Gegensatz sich abzu »eickmen weil inzwischen der Dollarimperialismus über Hawaii und die Philippinen seinen weitreichenden Vorstoß in den pazifischen Raum bis in Japans unmittelbares Interessengebiet unternommen hatte.
gmar sah der Weltkrieg Japan noch an der Seite der westlichen Demokratien, aber unmittelbar spater begann bas aktive Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen den Bundesgenossen von gestern mit Einwanderungsverboten und mit bem Versuch, vor allem Japans wirtschaftlichen Aufstieg durch Bekämpfung seines Ausfuhr Hand el - Tu verhindern. Auf militärifchem Gebiet würbe ihm der Kappzaum bes Washington er F lot tenv er. trage von 1922 angelegt, ber !°m«n Ausstieg zu einer erst rangigen Seemacht burch Festlegung ber Flottenstarken. tm Verhalt nie 5'5’3 zugunsten der Vormachtstellung Amerikas unb Englands unmöglich machen sollte. Grotesker Weise berufen sich letzt die Engländer zur Entschuldigung für den unrühmlichen Verlust Hong» konas auf diesen Vertrag, ber ihnen den rechtzeitigen Ausbau die^s Stützpunktes nicht gestattet habe. Trotz der wachsenden anglo-amerikanisch-japanischen Spannung fühlte sich ^er bas ost. asiatische Kaiserreich stark genug den endlosen ckmesischen Bürger
Z bet westlichen Demokratien, ben neuen Zustand m Mandschukuo anzuerkennen, hatte bereits tm Fruhiahr 1933 jum austritt Japans aus bem Völkerbund geführt. Ende des folgenden Jahres zog es bie Folgerung aus der offen, kundigen amerikanisch-englischen Gegnerschaft, indem es auch ben Washingtoner Flottenvertrag kündigte.
Nack bem ganzen Ablauf dieser neueren japanischen Eefchichte, bie frei geblieben war von jeglichem militärifchen Rückschlag und die gekennzeichnet war durch das geduldige Abwarten des rechten Augenblicks, hätte man sich tn Washington und Bonbon tagen tSnnen, daß man es nicht mit einem Segnet zu tun habe, bet irgendwie zu bluffen fei; und spätestens na ch d e * Kund t. oung des Flottenabkommens hatte man sich auch in dieser Hinsicht auf überraschende Ergebnisse ,apanischet Zahigkett und militärischer Leistungsfähigkeit gefaßt macken dürfen. Statt dessen aber gefiel man sich in der Auffassung, hie Langwierigkeit des japanisch-chinesischen Konflikts sei ein Beweis für Sapuns 6e» Lenzte militärische Leistungsfähigkeit und nage bereits bedenklich an feinet Wehr- und Wirtschaftskraft, und tn bet weiteren Vorstellung bie Rohstoffarmut unb die Vetsorgungsschwierigkeiten würden es bei einem bewaffneten Konflikt tm PaZ'tik pW »et» teres an das kürzere Hebelende verweisen. Es hat sich inzwischen gezeigt, daß Japans militärische Kraft der Eegenselte soweit uber- kegen war daß in wenigen Wochen die Sicherung wertvollster Rohstoffbasen in Malaga und auf den oftinbifäjen Inseln gelang. Außerdem haben aber offenbar weder Washington noch London
as Berlin. 3. Febr. Angesichts ihrer trostlosen Sage tm Pazifik bemühen Reh die Engländer, und US-Amerikaner So richtete der amerikanische Marineminister Knox eine Botschaft an die Tschungking-EHinesen. tn.het vie.l vom gemeinsamen Kampf die Rede ist. „Eure Stege. so erklarfe Herr Knox, „kommen allen VerLündeten zugute. Dte Siege über Japan bedeuten zugleich Stege über die Achse. Herr M VWSflÄ“?« "K n z." ss! Tschungking vorsieht. Außerdem wtrd aus London berichtet daß die englische Regierung sich bereit erklärt hot, her Tschungting-Regierung 5 0 MilIionen Pfund für Kriegszwecke zu leihen und Kriegsmaterial zur Verfügung zu stellen Wie dieses Material seinen Bestimmungsort erlichen soll ba bereits die Burma-Straße bedroht und der Hafen Rangun immer neuen Luftangriffen ausgesetzt ist. wird ebensü offen gelassen wie die Frag«, wo man dieses ^“©erabe^i^btrfem Augenblick muß nämlich selbst derarotz- mäuliae Herr Knor bekennen, daß auch iti den USA7 die Rüstungsoaume nicht in den Himmel wachsem . Vor dem Parlamentsausschuß bekundet« er d'e Rüstungspro
duktion durch den Mangel an Werkzeugmaschinen stark behindert werde und daß man außerdem Schwierigkeiten W. Arbeiter für die Nachtschicht zu bekommen. Be-
