Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagb latt

.. „ ... _ ___________ ZwsX K «„änrthpn Erscheinungszeit werktäglich nachmittag«

90. Jahrgang

Montag, 2. Februar 1942

Nummer 27

Wöchentlich in 6 Ausgaben Erscheiuuugszeit werktäglich nachmittags

SSÄsfciÄ'SMSS-®

Druck u»d Verlag: L Lchelleuberg'jche Buchvruckere», Langgasfe Str. 21 «ragblatt-Haus, F«rnru, Sammei-Stt. 69681 Drahian,chnft: Tagbian, Wi«b<N>-n PoMche«m«o: Frankwrl a. M. 7E SViugsptetie. Für zwei Wochen RM 0.94. für einen Monat RM 2.- emlchüetzlich des Tragerlohnes Durch die Poft bezogen für einen Monat RM 2.35. zuzüglich RM 0.3« Bestellgeld Einzelnummern RMV.io Sei Behinderung der Lieferung infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

worden, so erklärt man.

Mulmein gefallen

Tokio, 2. Febr. (Funkmeldung.) Mulmein ist am Montag gefallen. Mit der Besetzung Mulmeins ist den Javanern innerhalb kurzer Zeit die drittgrößte Stadt B n r - mas in die Sande gefallen.. Mulmein ist ein bedeutender Handels- und Safenvlatz. Die Stadt zählt über 65 000 Einwohner.

Barce und El Abiar in Nordafrika besetzt

Zerstörer vor der Küste Kanadas versenkt — Weitere Erfolge der deutschen U-Boote — Starke Kamvftätigkeit im .Süd­abschnitt der OlÜront — Trotz heftiger Schneestürme — Bombentreffer aus drei größeren Handelsichrsfeu vor der englischen Südostkükte — Sowjetische L uftwasse verlor 164 Flugzeuge

Die Briten aus der Insel Singapur eingeschlossen

Der Feldzug aus dem malayijchen Festland beendet

Ans dem Fiihrerhauvtqnartier. 2. Febr. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Südabschnitt der Ostsront kam es trotz heftiger Schneestürme wiederum zu starker Kamvftätigkeit. 2m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden zahl­reiche Angriffe des Feindes zurückgeschlagen. Artillerie des Heeres nahm kriegswichtige Industriewerke in Leningrad unter wirksames Feuer.

Bor der englischen Südostkükte erzielten drntkch« Kampf­flugzeuge Bombentreffer auf drei größeren Handelsschiffen, darunter einen Tanker.

In der Cvrenaika besetzten Verbände der Panzer­armee Afrika Barce und El Abiar. Kampfoerbände der Luftwaffe unterstützten die Verfolgnngskämvke und warfen Materiallager des Feindes bei Maria Matrnk tn Brand

Deutsche Unterseeboote versenkten vor der Küste Kanadas einen Zerstörer, westlich Gibraltar eine Korvette, an der Küste der Cnrenaika und vor Murmansk te ern Bewachnngs- fabwuB. geit DOm 24. bis 30. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 164 Flugzeuge, davon wurden 94 in Luftkammen und 13 durch «rlakartrlleur abge­schossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 33 eigene Flugzeuge verloren.

Der Sonntagsbericht des OKW.

Japanische Fortschritte in Burma

Sn Burma wurden die Briten auf der ganzen Front nach Westen zurückgedrängt und die Stadt K a w k a 1 a i k von den Ja- panern besetzt. Japanische Sturnrtruppen greifen M u l mein von Süden und Osten her gleichzeitig an. Nach den letzten Meldungen sind sie bereits in die Stadt, die von den Briten geräumt wurde, eingedrungen. Bei den Kämpfen der letzten Woche wurden über burmesischem Raum 70 feindliche Maschinen - 24 wur­den bisher noch nicht bestätigt — abgeschosfen, acht wertere am Boden zerstört.

Weitere Landungen durch geführt

Pontianak die Hauptstadt der niederländischen Sied­lung in Westborneo, wurde von den japanischen Triwpen besetzt. Japanische Einheiten landeten nach einem starken Boin-

:. isenetai ip e 111 v u . .der Komman- einen Aufruf an di- Bevölkerung, rn der : britischen Zwingburg deutlich zum Aus- ............ —sgabe ist jcht", so sagt er u. -., „aus- zuharren disHilfekommt. Sch fordere leben Mann und rede Frau auf, sich, zur Verteidigung der Stadt zur Verfügung zu stellen" Woher diese Hilfe kommen soll, verrat der Gentleman nicht. Die japanische Marine und Luftwaffe werden dafür sorgen^ daß nur wenige Schiffe ihre Zi-lstatron erreichen. Bereits am Samstag wurden im Hafen P a d a n g an der Westküste Sumatras sechs britische Transporter durch die lapamsche Luft­waffe versenkt und mehrere große Schiffe in Brand geworfen. Wie japanische Aufklärungsflugzeuge festftellen konnten, ist idjon ein großer Teil der feindlichen Flugplätze aus der benachbarten Snsel Sumatra unbesetzt oder zerstört. Man schließt hieraus, daß die Briten diese, Singapur benachbarte Snsel a l s O p e r a - tionsbasis aufgegeben haben. Dafür verstärkt der Gegner feine Verteidigungsanlagen auf Sava, um offenbar mit dem Zentrum Surabaya den Widerstand auf den Niederlandnch- indischen Inseln zu organisieren. Die Aussicht auf Hilfe von außen ist deshalb für Singapur äußerst gering. Hinzu kommen die Schwierigkeiten in der Wasserversorgung. Dre Reservoire für die Snsel, die sich auf dem Festland, 20 Kilometer nordöstlich von Vontian Rechil befinden, sind in japanischer Hand. Auf der Insel selbst verfügt man über zwei kleme Mauerwerke, die jedoch angesichts einer Bevölkerungszahl von 700 000 nicht ausreichen. Das große britische Schwimmdock von 50 000 Tonnen, das seinerzeit von Deutschland auf Reparationskonto geliefert und bet Ausbruch des China-Konfliktes von England nach Singapur ge­bracht wurde, ist von japanischen Heeresfliegern versenkt worden. Wie das Kaiserliche Haupt- ?u a r t i e r in einem abschließenden Bericht bekanntgab, wurde tue 600 Kilometer lange Malayeninsel in 55 Tagen erobert. Außer 8000 Gefangenen fielen den Japanern m die Hände' 250 Panzer und Panzer-Spähwagen, 330 Geschütze, 3600 Lastwagen, 550 MS.'s und riesige Mengen Kriegsmaterial und Proviant, die ausreichen, um d,e ganze zapanische Wehrmacht zu versorgend

der englischen Zeitungsleser werden sich doch noch der großen Siegeshymnen erinnern, die man anitimmte als die englischen Truppen in das von den Deutschen und Italienern geräumte Benghasi Ende Dezember einrucklen. Der „Daily Expreß" ist denn auch ehrlicher, menn . er feststellt, daß Rommel mit seinem. Vorstoß die englischen Pläne, bis nach Tripolis vorzudrmgen, vernichtet habe. Die 8. englische Armee, die für die Offensive neu auf­gestellt wurde, habe derart schwere Schlage erhalten, io meint das Blatt, daß sie wahrscheinlich nie mehr nut ihrer ursprünglichen Kraft den Kampf wieder werd« auf nehmen können. Auch in Kairo scheint man von den englischen Be­schwichtigungsversuchen nicht viel zu halten. Di« dortigen militärischen Stellen weisen vielmehr auf den Ernst der Lage in Nordafrika hin.

Der Pazifik plötzlich bedeutungslos

Feindes weitere örtliche Erfolge. Zahlreiche feindliche Panzer und Geschütze wurden erbeutet. „ , .

Im Seegebiet um England beschädigte die Luitwane bet Tages- und Nachtangriffen gegen einzeln fahrende SM ffeundSeleitrügefunf größere 8 rächt e r durch Bombenwurf. Mit der Vernichtung von zwei Schiffen kann gerechnet werden. Andere Kampfflugzeuge warfen am Tage im Tiefslug V e r! 0 r g un g sb e t r t e b e eines Saiens an der schottischen Ostkütte in Brand und belegten tn der ver­gangenen Nachl militärische Anlagen tm Süden und Sud­osten der Insel mit Bomben.

Sn Nordafrika wertere erfolgreiche Kampfhand- lungen.

Durch Bombenooltreffer auf dem Flugplatz Luka der Jnkel Malta wurde eine große Anzahl feindlicher Flng- zenge am Boden zerstört.

Bei Angrisssverkuchen britischer Bomber an der Küste der besetzten Westgebiete verlor der Feind zwei Flugzeuge.

In der Zeit vom 21. bis 30. Januar verlor die britische Luftwaffe 38 Flugzeuge, davon 15 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren.

batbement durch Schiffsartillerie unb Kampfflugzeuge auf bet Molukken-Insel Amb 0 ina. Der gleichnamige Hafen, einer bei strategisch wichtigsten Plätze Nieberlänbisch-Snbiens, fiel in ihre Hanb. Amboina hat nach Surabaya bte größten Flotten­stützpunkt-Einrichtungen unb verfügt außerdem über eine wichtige Luftbasis, von bei aus bie Seeverbiubungen mit Australien beherrscht werden können. Ein weiteres japanisches Landungs- kommanbo besetzte bie Snsel Neu-Silanb (früher Neu- Mecklenburg), die zum Bismarck-Archipel gehört. Die australische Besatzung bes Flugplatzes, der bereits völlig unbrauchbar gemacht worben war, wurde gefangen genommen. Die Ausschiffung kam so überraschenb, baß bei Befehlshaber ber Snsel aus dem Bett heraus verhaftet werben mußte.

Aufstellung von Guerilla-Verbänden in Australien

Angesichts bet kritischen Entwicklung im Bismarck-Archipel, also vor bet Türe Australiens, rief bet australische Kriegsminister zur Bilbung einer „Volksarmee", sowie zur Aufstellung von E u e t i 11 a-V erbänben auf, bte in Aktion treten sollen, wenn bie Armee japanische Landungen nicht verhindern kann.

as. Berlin, 2. Febr. (Eig. Drahtbericht unserer Ber- I liner Schriftleitung.) Die b e d i n g u n g s l 0 s e Eie g e s- zu verficht des Führers, sein Appell an. das deutsche Volk. | alle Kräfte für den Sieg einzuletzen. lowte die scharfe Ab- rechnung mit den Gegnern des neuen Deutschland, die zu­gleich die Gegner des neuen Europas sind, haben tn oer ganzen Welt einen sehr st arten W i d e r h a ll gefunden. Alle verbündeten und befreundeten Nationen äußern ihre wärm st e Zustimmung zu der Rede des Fahrers. Die Presse dieser Länder gab die Rede ausführlich wieder und unterstreicht in ihren Leitartikeln die Hauvtgesichisounkte. Es sei eine großartig« Rede gewesen, deren mannlilMr und aufrichtiger Ton ein Zeichen, der Kraf.t sei. so schreibt beispielsweise die spanische Zeitung „ABC . Das grenzen­los« Vertrauen, die Sicherheit und der Siegeswille. die aus dieser Rede sprechen, werden tn allen. Kommentaren stark betont. So bebt die Presse der verbündeten und befreun­deten Länder allgemein hervor, daß es sich um etne e u r o- p ä i s ch e R e d e gebandelt habe. Sie sei zwar m deutscher Sprache gehalten worden, so schreibt das slowakische Blatt „Gardista". aber der Geist der Rede sei europäisch gewesen. Auch die Pariser Zeitungen unterstreichen, daß dieser Krieg ein Krieg für Europa ist.

Gesteigerte Nervosität bei unseren Gegnern

Auf der Seite unserer Gegner bat die Rede tn« Ängste und die Nervosität nicht unerheblich gesteigert. Man stellt sich wieder die Frage, wo der Führer denn nun zuschlagen roerbe und ist recht betrübt, darüber, daß bte Rede keine der­artigen Andeutungen brachte, sondern . nur noch einmal unterstrich, daß die deutschen Truppen wieder angreifen uyd marschieren werden, wenn die Zeit dafür gekommey fein wird. Wenn man auch hier unb da versucht mit einigen Worten über die Rede des Führers hin wegzugeben. so muß man sich doch überall eingestehen, das Deutschland das Gesetz des Handelns tn der Hand hat und daß.sich England und die Vereinigten Staaten sowohl segenuber den Achsenmächten, als auch gegenüber Japan in der Ver­tilgung befinden. In England..ist selbst bte Frage einer Kabinettsumbildung durch die Fuhrerr^ tn den Hinter­grund getreten, doch erhalten sich hartnäckig d,e 6eni6te, daß Churchill den in der llnterhausdebatte.wiederholt ein« gebrachten Forderungen entsprechen und einige Veränderun­gen in seinem Kabinett vornehmen wird.

Rommels Vorstoß vernichtete die englischen Pläne

Besonders schmerzlich ist es für die Engländer daß die Rede des Führers mit neuen sehr schlecht e nNa m richten für England zusammen traf. Man gibt sich jetzt zwar Mühe, den Verlusts von Bengkäsl als ziemlich be­langlos" hinzustellen und erklärt, man 6a6e. niemals die Ab­sicht gehabt, diesen Ort ernsthaft zu verteidigen, aber manche

wt Die Schlacht um Malaya ist zum Abschluß gekommen. Ab heute find wir in unserer Snselfestung belagert. Mn bieser durren Feststellung gibt der britische Oberbefehlshaber tn Malaya bte k a t a ft r ovale Nieberlage ferner Ar m ee bekannt. Der ßonboncr Nachrichtendienst beeilt sich, nachdem Muster von Anbalsnes, Dünkirchen, Griechenland unb Kreta zu weiden, bas der Rückzug ber Briten auf bie Singapur-Snsel „erfolgreich bunbgefüljrt" worden fei. General P e r 11 v a I baut der Festung, erläßt r' bie hoffnungslose Lage ber 1 bruck kommt. „Unsere Aufgabe

„Abschluß der einleitenden Operationen“

Wir verzeichnen diese Versuche, sich über Verluste und Niederlagen hinwegzutäuschen, als typisch englisch-ameri­kanische Einstellung. .Wir betrachten die Dinge.sebr nüchtern und kühl. denn ttnr sind, wie die Rede des Führers erneut der Welt zeigte, unserer Sache sicher. Das gleiche gilt auch für Japan, besten Zeitungen bavor warnen, einen etwaigen Fall Singapurs als das End« der Weltmacht England zu betrachten. Es würde sich vielmehr nur um den Abschlub der einleitenden Operationen handeln. Dte USA. und -England, so sagen die japanischen Zeitungen, würden ihre Kraft gegen Deutschland und Italien konzen­trieren, aber Japan muffe darauf gefaßt sein, daß der Krieg sich noch lang« binzieben werde.

Aus dem Führerbauptauartier, 1. Febr. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Osten dauern die ro e 6 f e I» 011 e n ,Ä a m »f t an. Trotz heftigem Scbneeiturm durchgeführte eigene Angriffe brachten bei ungewöhnlich hohen Berlnften des

Die Nachrichten aus O st a I i e n sitü> auch wicht bmu angetan, die Stimmung in England zu beben, nachdmn dte Schlacht um Singapur nunmehr begonnen bat. Auch hier gibt es Kreise, die Singapur auf einmal als. ziemlich wert­los hinstellen möchten. Es sei als F' tenstutzpunkt gebaut worden, so erklärt man. Als solchen habe man es, da man nicht über genügend Schiffe verfügte, nicht benutzen können. Als Landfestung aber habe es keine Bedeutung In den USA. gebt man noch einen Schritt weiter. So. betont der frühere Kommandierende der USÄ.-Flotte. Admiral Stir­ling, daß man den Kämpfen im Pazifik überhaupt keine Bedältung beimessen sollte, denn wichtig sei allein der Atlantik. Das sagt der gleiche Mann, der noch vor dem Krieg mit Japan erklärte, daß man die Javaner in neunzig Tagen schlagen und ihre Flott« vernichten werde. .So wird man auch in Australien über diese Worte wenig erbaut sein Hält doch dort obnehin die Kritik an bei englisch- amerikanischen Kriegführung an, weil Australien, was auch bie Rebe Churchills erneut gezeigt habe, als Angelegen­heit zweiter Orb nung behanbelt werde.

„Ein Krieg für Europa

Wärmste Zustimmung der befreundeten Nationen zur grohen Sportpalastrede des Führers

Bannerträger der neuen Zeit

Von Heinrich Karl Kunz

Di« Demokratie — von vlutokratifchen Entartungs­erscheinungen abgesehen — ist die Herrschaft der Mittel­mäßigen. Scheute man sich doch rm. alten Athen, rn ihrer Geburtsftätte sozusagen... nicht eine inieber Ansicht unbe- scholtene. verdiente Persönlichkeit, die über die Norm mnaus wuchs, durch eine Abstimmung, das Scherbengericht, aus dem völkischen Leben zu beseitigen und in. bie Verbannung zu ubicken. Nur weil sie ben Durchschnitt überragte, weil st« bie Macht, bie ihr vom Gesichtspunkt des Allgemeinwohls wegen ihrer höheren Fähigkeiten zukam. hätte an sich reißen können. Gleichgültig, ob bei Wohlstand der breiten Masten des Volkes oder seine nationale Stellung unter dem Verlust litt. Der einfache Mann war dabei immer der genasführte. wurde er doch, wenn er überhauvt Stimmrecht belaß, von Eronen zweiten Ranges, di«, sich auf Geburt. Stand und Besitz be­riefen. für eigensüchtige Interessen vorgeschoben. Em Spiel, das er meist nicht einmal zu durchschauen vermochte. Da npr die Persönlichkeit, nie aber eine ubrungslose Vielheit, schöpferisch wirkt, ist d i e D em okr a tief ch 0 n in tti rem Kern lebensfeindlich. 36ie WiderstlNidskraft. dem Bazillus der Korruption und der K a u fit ch k e tt gegen­über. dem der Mittelmäßige ungleich leichter verfallt, als das von einer Aufgabe, einer Idee beflügelte Genre, ist gering. Hinzu tritt die Gefahr der.Materialisierung, der ^herrfchung durch anonyme Kräfte, die sich nut Geld ben Weg zur Macht bahnen und sich hinter einer sestchtslosen Masse vorzüglich »u tarnen verstehen. Das eindrucksvollste Beifviel einer solchen Entartung bilden dre angelsachsl- I ch e n De m 0 k r a t i e n. Die vielgerubmt« Freiheit des Ein­zelnen und lein Mitbestimmungsrecht durch die Wahl ist. vier längst zu einer Farce geworden, dahinter sich die eigentliche Macht, das i ü d i l ch e K a v i t a l. zu verbergen sucht. Eine Katastrophe für diese Völker, da.sie von ihren anonymen Herren, den Juden, wie auch den ihnen eng verschwägerten Kapitalisten. ihrer arteigenen Lebensgesetze entwöhnt und zu willenlosen Werkzeugen der internationa­le n S 0 ch f i n a n z degradiert wurden.

Das d e u t I ch e V 0 1 k. in das sie erst spat Eingang fand, machte mit der Demokratie die denkbar schlechtesten Erfahrungen. Schon im Schatten bet Könige und Kaiser, wirkt« sie destruktiv. Ware es nach „dem Willen, der preußischen Parlamentarier. gegangen, batte es keinen Bismarck und damit keine Einigung der deutschen Stamme. ■ kein Deutschland, gegeben. Der Reichstag verweigerte tn einer Zeit bedrückendster Koalition die. Mittel zur völligen Ausschöpfung der deutschen Wehrkraft, eine Unterlassung, für die wir 1914 an der Marne eine bittere Rechnung begleichen mußten. Da das Reich sich zögernd, und tastend anschickte. als letzte der europäischen Nationen überseeische Besitzungen. zu erwerben, waren es wiederum bte Herren Parlamentarier, bie sich nickt scheuten, bie vorbildliche deutsche Kolonialarbeit zum Vergnügen der Briten in den Schmutz zu Stehen. Im ersten Weltkrieg zerschwatzten sie die innere Widerstandskrart. enthüllten unsere Schwächen, sabotierten dte Forderungen der militärischen Führung, brachten zur Unzeit Fiiedensresolu- tionen ein und paktierten schließlich mehr oder weniger oifen mit ben Feinden. Für den Frontsoldaten ein Greuel, für schwache Charaktere eine Quelle der Unsicherheit. Nach 1918 aber, von jeder monarchischen Hemmung berreit. maroten das Parlament, und die aus ihm hervorgegangenen Regierungen, den Büttel für die-Finanzhyanen di« rn Der- sailles die Vernichtung des Reiches beschlossen hatten-, Rück­schauend können wir die Demokratie nur als zeitbe­dingte Krankbeitsericheinung am deutschen Volkskörver bewerten. .

Die Wiedergeburt unserer Natron vollzog sich mcht. tm Zeichen irgendeines politischen Systems, sondern eines Mannes. Ein Urgesetz unserer Art brach — lange ver­schüttet — wieder durch: das Füh r erv r t nzt v. Wie unsere germanischen Vorfahren in Kriegs- und Notzeiten den Tüchtigsten auf den Schild hoben, so besaß Adolf Hitler aj„s einzige Legitimation seine Le i st u n g tzmr seinen Weg. der weder eine Karriere noch etne.liaurbabn ut. gibt es in der Geschichte keine Parallele. Friedrich der Große, dessen 230. Geburtstag.die Bewegung kürzlich be­ging. wurde in das Fübreramt bineingeboren. Bismarck, mag lein Aufstieg auch einzigartig sein, bracht« als Junker in seiner Zeit die Voraussetzungen zum Staatsmann mit. Selbst Navoleon. der einem Meteor gleich am Simmel Europas emvorstieg, batte eine, wenn auch glänzende, so doch nicht außerhalb des Vorstellbaren sich bewegende Offiziers- Karriere hinter sich, ein vom Schlachtengliick begünstigter junger General, der die politische Führung seiner Ration an sich riß. Als Adolf Hitler in der finsteren Rackst des