Einzelbild herunterladen
 
  

Wiesbadener Tagblatt

»N«I «Md »erlag: «. Schellenberg',che Bnchdnukerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Hansl /- 8§l*A Wöchentlich in 6 AuSaaben Erscheixunasreit werltäalich nachmittaas

SErad

Schellenberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Rr.

< Tagblatt-Hans,

Wöchentlich tn 6 Ausgaben

Erscheixungszeil werktäglich nachmittag»

Nummer 21

Montag, 26. Januar 1942

90. Jahrgang

Geschäftszeit durchgehend von 819 Uhr außer Sonn- und Feiertags - Berliner Büro BerNn.Mlmersdoif Anzeiaenpreife: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalt« im Anzeigenteil 0.67, der 46 Millimeter breiten Spalte im Terteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Rr. 10 m,strebend . Rachläffe nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vertage

,S1 Drahtanlchrrft: Tagblqtt, Wiesbaden Posticheckkonto: Frankfurt a. M. 740s vei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.- einschließlich des Trägerlohnes r einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.S6 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 rerang infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Rommel teilt Schläge aus

Amerikanische Kriegführung

Von Wilhelm Ackermann

Gesamtlage hat sich in der vergangenen Woche für England weiter erheblich verschlechtert

stark die Panzertaktik der E in Nordafrika die Schulb

daß sie infoli steht, deren

von rund

gen

titis

Zu allen diesen Sorgen in Nordafrika und Oftasten

mit der man ix einer moderne*

. dafe

t der

mer eben

Die ( baden die

Im Seegebtet um England beschädigten Kampf­flugzeuge tu der vergangenen Nacht westlich Pembroke einen gröberen Frachter durch Bombenwurf ko schm mit fernem Verlust zu rechnen ist. Weitere Nachtangr

Luftwaffe richteten stch gegen einen Hafen an der Witte der Insel.

wt. Durch die völkerrechtswidrigen Angriffe Englands undder USA. gegen das neutrale Thailand sah fich die Regie­rung in Bangkok gezwungen, diesen beiden Mächten den Krieg zu erklären. Daraufhin hat die thailändisch« Arme», die bisher zur Berteidigung der Grenze eingesetzt war, den Marschbefehl erhalten und ist aus burmesisch» Gebiet vorgestotzen.

Tojos Mahnung an Tschungking

Durch die Kriegserklärung an England und die USA. hat die thailändische Regierung ihre Solidarität mit Japan be­kundet und sich in die Front gegen die Unterdrücker der asiatischen Völk er eingegliedert. Rur in Tschung­king will man immer noch nicht begreifen, daß die Stunde der Be­freiung von der angelsächsischen Tyrannei gekommen ist. Japan .st reckt noch einmal die Bruderhand aus und Premier- minister T o j o erklärte im Unterhaus, daß die japanische Regie­rung bereit sei, von Tschungking Borschläge für eine Versöhnung entgegenzunehmen, wenn dieses Regime seine Haltung ändere, d. h. den englisch-amerikanischen Einfluh ab­streife. Obwohl Japan in den letzten fünf Jahren, so erklärte der Ministerpräsident, gegen Tschungking kämpfe, so betrachte es China immer noch als Schwefternation und fein Wille, Tschungking mit offenen Armen zu empfangen, wenn es nur seine irrigen Ideen aufgibt, ist unverändert.

Fortschritte der Japaner an allen Fronten

Schwere, unersetzliche Seelüfte der britischen Luftwaffe

Kriegserklärung Thailands an England und USA.

Bekenntnis zur oftafiatifchen Solidarität unter Japans Führung

Neue E folge in Nord-Afrika 96 Panzer und 38 Geschütze allein am Sonntag erbeutet oder vernichtet Vomdeuvölltreffer auf feindlichen Kreuzer im Mittelmeergebiet Tagesangriff deutscher Kampfflieger auf den Flugplatz Halsar auf Malta Acht britische Jagd­flugzeuge abgeschofken.

Aus dem Führerbauptauartier, 26. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Oste« anhaltende Kämpfe.

Bevölkerung feite. bald " ziemlich

as. Berlin. 26. Jan. (Eigener Drabtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) In der neuen Woche und zwar etwa am Dienstag will sich Churchill nunmehr dem Parlament stellen.. Er dürfte es heute bitter bereuen, bafe er nicht gleich nach feiner Rückkehr aus den USA., die am 17. d. M. erfolgte, dem Parlament Rede und Antwort stand, denn inzwischen bat sich die Eekamtlage für England sehr erbeb«

<6 weiter verschlechtert. Nach altbewährter Me­thode bat zwar Churchill versucht, die Aufmerksamkeit von den unerfreulichen Nachrichten abzulenken. Die englischen Zmtungen haben einen Wust von Artikeln über alle mög- lichen tnnerpohntoen Streitfragen veröffentlicht und ergehen sich auch heute noch in zahllosen Kombinationen über die Neugestaltung der innervolitischen Kräfte, aber es ist doch febr fraglich, ob dieses Manöver zum Erfolge führen wird. Das heißt nicht, dah etwa Churchills Stellung gefährdet wäre. Er wird alle Register ziehen und er wird dann das Vertrauensvotum erhalten, das er erstrebt, aber an Kritik wird es doch nicht fehlen.

- , , --------...j einziger

Flotten-, und Flugzeugstutzvunkt der USA. im Pazifischen Ozean eines der wichtigsten Objekte dar. vielleicht das wich­tigste neben dem Panamakanal, die Nordamerika zu ver­teidigen hat. Man war deshalb auch auf den Gedanke« verfallen, ihre Eigenverteidigung durch die Schaffung einer Heimwehr nach englischem Muster «eben der eigant- lichen aktiven Besatzung zu verstärken. Das ist denn auch geschehen, und, gerade in diesen Tagen berichten amerikani­sche Blatter über einen schlechthin sensationellen Erfolg dieser Maßnahme. Man bat die Heimwehr aus allen Schich­ten der Bevölkerung rekrutiert und stellt jetzt plötzlich fest.

lolgedessen zu einem Drittel aus Javanern be- n Zahl auf Sawai bei einer Eefamtbevölkeruxg .... ----- 450 000 nicht weniger als 150 000 beträgt. Jetzt

endlich macht man sich Gedanken darüber, dah damit ein nicht ganz zweckmäßiges Verfahren eingeschlagen wurde und er­örtert die Frage, ob es nicht richtiger fei, das javanische Ele­ment hinter Stacheldraht festzusetzen, wobei dann vermutlich der verbleibende Rest der schönen Heimwebr ausreichend mit Bewachungsaufgaben beschäftigt werden könnte.

Ein Gegenstück zu dieser Seimwehrgroteske spielt sich in Alaska ab. Dort steht man unter der Wirkung der Tatarennachrichten über eine bevorstehende Landung der Javaner auf dem amerikanischen Kontinent und bat sich dieserhalb . auch von,. Seimwehrgedanken begeistern kaffen. Die amerikanische Presse berichtet, der Gouverneur des Territoriums wolle rund 40 000 Mann auf die Beine brin­gen und hoffe damit, einer javanischen Landunasaktio« be­gegnen zu können. Nun hat ganz Alaska eine zwischen 60000 und 70000 Menschen, halb S Indianer. Sie sind über ein Gebiet zerstreut, dar zieml._ dreimal so grob ist, rote das deutsche Altreich. Wie da an eine wirksame Helmwehrorganisation gedacht werden, und wie die auch nur mit ein paar javanischen Schiffsbesatzuni oder Bataillonen fertig werden soll, das ist das Gebeimi... dieser friedlich-fröhlichen Pläneschmiede. Aber dieser m a n g e In b e Mllitarv er stand erschöpft sich xicht nur m solch etwas entlegenen Erscheinungen: er reicht bis in die zentralen. Slonungen. Da ist die amerikanische Landarmee, die man freigebig bald nach England, bald nach dem Vorderen Orient, bald nach dem europäischen Konti- nent verfrachten will In der einen Woche beiht es, sie solle bieferftalfi auf 5 Millionen Mann gebracht wenden: in der nächsten Woche sollen es einstweilen nur erst 3.5 Millionen A?rden:. tn der dritten Woche aber wird festgestellt es «übten 10 Millionen fein. Das ist nicht etwa Bierbank- oder Zei- iungsgeschwatz. sondern solche Äuberungen stammen aus der unmittelbaren Umgebung des Präsidenten selbst. Dah die Armee tn ihrem derzettiqen Ausbildunas- und vus- rustutigszustand aktionsnnfahig ist. geben alle Sachkenner einschließlich ihrer eigenen Kommandierenden offen iu Dafe allem ihre Reorganisation Zeit und Geld upd sehr »fei Muhe und Arbeit kostet, dah zu ihrer Vergröberung »or- laufig weder Kadertrupven noch Ausbildunaspersoxal. noch moderne Ausrüstung vorhanden ist. liegt auf der Sand. Aber der amerikanische Sachverband berauscht sich a* künftige« Mlllwnenziffern und ist drauf und drax. mit ifotex bereits die Kriegsentscheidung Herbeizufuhren.

Ni«, anders ist es mit den astronomischen Zahlen, mit denen hinsichtlich der Flugzeugproduktion, der Kriegsschiffvermehrung, der Sandelsschiffbautex herumgeworfen wird Dabei kommt es auch dem Präsiden­ten selbst teweils auf eine Null mehr oder weniger nicht an. Dab zu SIuBäeugen .sorgfältig geschulte. Besatzungen gehören, äu Kriegsschiffen nicht minder, dab hinter Siefen Hundert­tausenden von kämpfenden ebensoviele Millionen arbeitender

kommen nun noch die Meldungen über die groben Er­folge der deutschen U-Boote vor der nordameri­kanischen Küste, über die wir schon am Samstag berichteten. Das ist für die Engländer wie für die US.-Amerikaner ein gleich schwerer Schlag. Auch Roosevelt begründet ja die amerikanische Schwäche im Stillen Ozean damit, dah man vor allem im Atlantik stark sein müffe. Nun zeigen die Ber- senkung-en von 125 000 BRT. englischen und nordamerikani­schen Schiffsraums, sozusagen vor der Nase Roosevelts, wie wenig man den Schiffsverkehr int Atlantik zu schützen ver­mag. In den USA. versucht man jetzt wieder mit den alten Lugen zu. arbeiten, dah mehrere deutsche U-Boote versenkt- worden seien. Das ist ein alter Trick, der schon angewendet wurde, als Roosevelt den Schiehkrii^g eröffnete. Auch damals berichteten die nordamerikanischen Zeitungen, dah mehrere deutsche U-Boote, wie man aus Olflecken auf dem Wasser schliehen könne, versenkt worden seien. Herr K n o r wuhte dann allerdings von nichts, als er von den Parlamentariern gefragt wurde.. 2m übrigen ist der Vater auch dieser Lüge Churchill, der la die ganzeU-Boot-Pest" schon einmal, oder richtiger gesagt endgültig, mit dem Mund ausrottete. Die Versenkungsziffern zeigen, was davon zu halten ist. Mit Lügen schafft man keine Tatsachen aus der Welt, weder in Nordafrika, noch in Ostasien. noch im Atlantik.

band« dem., geschlagenen Gegner nach und fügten ihm in heftigen Kämpfen wertere schwere Verluste an Menschen und Materritt zu. Allein am gestrigen Tag« wurden 96. Panzer. 38 Geschütze und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet.

Im Mittelmeergebiet stellten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Tobruk erneu britischen Flotteaverband und erzielten Bombenvolltreffer auf einem leichte« Kreuzer.

Bei einem Tagesangriff deutscher Kampsfliegerverbände auf de» Flugplatz Salfar auf der Insel Malta wurden Bom-

eigene Berluste acht brrtrsche Jagdflugzeuge ab.

freiung, an dessen Spitze Japan getreten ist. Der Sprecher des indischen Nationalrates in Thailand erklärte im Bangkoker Rundfunk:Die Inder muffen sich ihre Freiheit durch die Revolution erringen."

Die Sündenböcke von Hawai

Die Befehlshaber der Fahrlässigkeit im Dienst beschuldigt

Stockholm, 25. Jan. In dem Bericht des Untersuchungsaus- ges, der stch mit den Vorgängen bei Pearl Harbour be- heiht es, wie Reuter aus Washington meldet, dah die Marine- rden von Hawai 10 Tage vor dem japanischen Angriff benach- gt wurden, dah ein Vorstoff gegen die Philippinen wahr­scheinlich fei.

Diese Warnung habe aber, so heiht es in dem Bericht weiter, in den verantwortlichen Männern nicht tzie Befürchtung erweckt, dah Luftangriffe unmittelbar bevorständen.

Admiral Kimmel und Generalleutnant Short werden des­halb in dem Bericht der .Fahrlässigkeit im Sten ft" be­schuldigt. Wie man sieht, ist Roosevelt krampfhaft bemüht, sich durch die angebliche Warnung ein Alibi zu verschaffen und die verantwortlichen Offiziere auf Hawai als Sündenbocke für die Katastrophe hinzustellen.

!oNI Niels in Nordafrika

----------------------üddell Hart, der bekannte

englische Militärkritiker, wirft die Frage auf. warum die britische Offensive ihr Ziel nicht erreicht habe, wobei er also eingeftefit. dah es den Engländern nicht auf den Besitz einiger Quadratkilometer Wüste, sondern auf die Vernichtung der deutschen und italienischen Streitkräfte ankam. Er kritisiert stark die Panzertaktik der Engländer und gibt den Generalen in Nordafrika die Schuld an dem Zusammenbruch einer Offensive, auf die man in England so große Hoffnungen gesetzt batte und die ja über Tripolis hinweg bis an die Grenze der französischen Besitzungen führen sollte. Recht bemerkenswert ist auch sein Hinweis auf die hoben Verluste, die Rommel den Engländern beibrachte. Hinderlich, so meint er nämlich, hätten sich die schweren Verluste ausgewirkt, die besonders die britischen Elitetruvven erlitten bei dem Versuch, den Achsen­mächten. einen vernichtenden Schlag zu versetzen Auch die Times" jammert über die Überraschungstaktik Rommels, der immer dann einen gefährlichen Angriff unternommen habe, wenn er anscheinend mit schweren Ver­lusten geschlagen worden war. Die italienischen Einheiten, so fugt dieTimes" hinzu, hätten sowohl auf offenem Feld als auch tn ihren Verteidigungsstellungen mit großer Ent­schlossenheit gekämpft. Wie peinlich man auch in den USA., die ja Kriegsmaterial für die britische Offensive in Nord­afrika lieferten, von der Entwicklung berührt ist. zeigt am besten derNew Bork Herald Tribüne":Es war ein Schock zu, erfahren, dah General Rommel sich gegen feine Verfolger in Libyen gewandt bat. Also auch in Nordafrika sind Churchills Plane völlig überden Haufen gero.orfen was umsoschmerzlicher für den englischen Mimsterprasidenten sein durfte, als er ja die katastrophalen Niederlagen i« Ostasien in der ihm nahestehenden Presse im-

inroeis auf Nordafrika entschuldigen lieh, weil ...--------Grafte eingesetzt seien, die man in Ostasien ver-

miffe, weswegen aus Ostasien immer neue Hiobsnachrichten kamen.

Die seltsame Ahnungslosigkeit.

den Vereinigten Staaten den' Problemen Kriegführung gegenübersteht, wurde schon am ersten Tage des ostasiatischen Konfliktes durch die erstaunliche Tatsache belegt, dah sich die Schlächtflotte der USA. in Hawai buch­stäblich im Schlaf von den Javanern überrasche« liefe. Der Befehlshaber hatte, weil bis dahin trotz aller bedrohliche« Spannung noch fein offizieller Kriegszustand vorlag. nicht gewagt, seinen Besatzungen den üblichen Wochenendurlaub zu verweigern, und von dem hatten sie sich den ebenso üb­lichen Rausch mit an Bord gebracht, aus dem sie erst die iapanud>en Bomben und Torpedos aufzuwecken vermochte«. Ein Umstand, auf den zum Teil auch die ungewöhnlich hohe« Menschenverluste bei dieser etwas einseitig geratene« See­schlacht zurückzuführen ist. Aber dieser Borfall war. das hat sich in der Zwischenzeit erwiesen, nur ein Symvton für bie ganzen militärischen Auffassungen, von denen die Amerikaner bis zur höchsten Spitze beherrscht sind. Wenn man ihre Presse und die Auslassungen ihrer verant­wortlichen Stellen verfolgt, ist man immer wieher verblüfft über bie mancherlei Ungereimtheiten, die dort in dieser Ve-. ziehung produziert und von der Öffentlichkeit widerspruchs­los, wenn nicht gar andächtig entgegengenommen werden. Um gleich ein weiteres Verspiel aus Hawai zu geben: Inseln stellen als stärkster und nun:

Jahrestag des Unabhängigkeits-Manifestes in Indien

In Indien begeht man am 26. Januar den Jahrestag des damals von Ehandi verkündeten Unabhängigkeits- Ma n i f e jt e s.Wir glauben" so helfet es u. a. darin,dah es das unveraufeerliche Recht des indischen Volkes, wie jedes anderen Vojkes ist, Freiheit zu besitzen, di« Früchte seiner Arbeit zu geniefeen und die Notwendigkeiten des Lebens zu haben, die zu feiner Entwicklung nötig sind. Wir glauben auch, dah, wenn eine Regierung ein Volk dieser Rechte beraubt und es, unterdrückt, das Volk das weitere Recht hat, diese Regierung zu ändern und zu beseitigen. Wir glauben daher, dah Indien die Verbindung mit England lösen und seine vollständige Unabhängigkeit erlangen muh." In tem Manifest wird im einzelnen nachgewiesen, wie Indien durch die Briten systematisch zerstört und ruiniert wurde.Unser Durchschnittsein­kommen", so heifet es u. a.,beträgt pro Tag 7 Paisa (bas find rund 17 Pfennige). Politisch ist die Stellung Indiens nie so erniedrigt Sewesen, wie unter der britischen Herrschaft. Geistig hat es die Zwangsweise Entwaffnung unmündig gemacht. Wir halten es für ein Verbrechen siegen Menschen und Gott, uns noch langer in eine Herrschaft zu fügen, die unferm Vaterland so viel- faches Unheil zugefügi hat." Dieses Manifest hat das britische Zerrbild vomverträumten Hind u", der des englischen Schutzes bedaff, endgültig zerrissen. Der 26 ^2anuar 1942 steht im Zeichen des Blutes, das die indischen Soldaten als Kanonenfutter für ihre Unterdrücker in den

wt. Die japanische Wehrmacht setzt auf allen Kriegsschau­plätzen ihre Operationen mit Erfolg fort. Östlich von Neu- Guinea dehnte die Flotte ihre Unternehmungen in Richtung auf Neuseeland weiter aus. Auf Borneo und E e Ie 6 es wurden neue Truppen gelandet und zwar u. a. in Belik Papan und Kanderi. Auf der Philippinen-Insel Luzon ist das schwierige Gelände am Berg Natib überwunden worden. Nach Besetzung des Stützpunttes A b k a i wurden zahlreiche Feind- stellungen eingenommen. Die auf der Balanga-Halbinsel stehenden Kräfte des Gegners werden von den Japanern auf 35 000 Mann geschätzt. In den Kämpfen bei Olongapo und auf der Insel Grande fielen den Japanern 35 Geschütze und große Mengen Munition in die Hand Die Luftangriffe auf Eorriaidor und die dott liegenden Schiffe halten an. Bei den Kämpfen auf den Philippinen wurden erstmalig die neuen, kleinen Zwei» Mann-Tanks von den Japanern mit grohem Erfolg ver­wendet. Sie werden von jungen Soldaten, größtenteils von Stu­denten, die bestimmte Sonderaufträge durchzuführen haben, ge­fahren. Es gelang ihnen mehrfach Brücken im Rücken des Feindes zu zerstören und dadurch seinen Rückzug zu verhindern. In einem Fall schoben sie fich unbehindert während bet Dunkelheit in die Rechen fliehender feindlicher Kolonnen und lösten durch ihr Feuer gtohe Verluste und panikartige Verwirrung aus.

Auf der Malayen-Halbinsel setzten die Japaner ihren Vormarsch fort. Hersinß, 125 Kilometer nördlich von Singapur, wurde besetzt. 70 Kilometer nördlich von I o h o r e

schlagenen Feindes ziehen sich, verfolgt von schnelle» iranischen Einheiten, auf Johote-Bhatu an der Singapur-Straße zurück. Westlich von Pong Peng, wo 5000 Australier vernichtend ge- schlasien wurden, fielen den Japanern 28 Tanks, 32 Panzerwagen, 15 Geschütze, 34 Haubitzen, 48 schwere Maschinengewehre und fünf Flak-Kanonen tn die Hande. Der Gegner verlor 1000 6efanee«e und 600 Tote. Aus Singapur, das unter dem ständigen Bomben- Hagel der Japaner liegt, wurden die Frauen und Kinder der dort ansaffigen Japaner nach Kalkutta abtransportiett. In den Arsena­len, Werkstätten und Werften muffte die Arbeit bereits teilweise eingestellt werden, ba bie inbischen unb chinesischen Arbeiter durch die ständigen Luftangriffe zermürbt sind. Johore Bharu ist betet» vollkommen geräumt. Die Engländer beabsichtigen anscheinend b« groff en Btückendamm zwischen bet Insel und dem Festland zu verteidigen, da sie den Brückenkopf bei gehöre fciatx befestigen.

Der japanische Vormarsch auf die burmesische Stadt M u I m e i n hat weiter an Boden gewonnen.

In den letzten Tagen hat bie Luftaktivität der 8«. p a n e t auf bet Malayen-Halbinsel unb in Burma noch ine eitern« men Singapur hatte bisher 28 Angriffe zu Verzeichnen, »am 15. bis 23. Januar Berieten die Briten übet Singapur ii Flug­zeuge, 53 wurden am Boden zerstört. 5« der glefthen Zeit schaff die Armee-Luftwaffe über dem Operationsgebiet in Burma 37 Feindflugzeuge ab und vernichtete 13 am Boden. Diese Verluste treffen bie Engländer besonders schwer, tojfe Diätt in der Lage sind, den nötig« Ersatz rechtzeitig herbei-