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Wiesbadener Tagblatt

ÜÜ.Ü’UÜST 5^E"b«g',che «uchdruckere., Lauggasse Rr. 21 (L-gb.att.Hans> ZlS2\ Wöchentlich .« 6 «usaabeu ▼ Ersche.mmasrett

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SrschetmmgSreit werktäglich nachmittags

Nummer 20

Smnstag/Sonntag, 24./25. Januar 1942

90. Jahrgang

Errat

t

(Fortsetzung auf Seite 2)

_____Flugzeug verrnibt wird.

» Hamps gegen Erobbritannien bombardierte litwasfe bei Tage Versorgungsbetriebe des Hakens Aarmoutb sowie einen Flugplatz in Schottland.

Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn» und Feiertags • Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf AnzeiIenpreise: Ein Stimmet« Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0 07 der 46 Millimeter breiten Spalte im Zerteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend - Nachlässe nach Prelsliste .Nr. 10 - Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Bortage

>ch »o n ganzerSeele f 9 e M) I o H e n war.

Der OKW.-Bericht von heute

Aus dem Fübrerbauvtauartier, 24. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

immung gegenüber chi l l geführt hat.

Japaner nur noch 70 km von Rangun entfernt

Ein schwarzes Wochenende für Erotzbritanien

Der Staatsakt für von Reichenau

Deutschland nimmt Abschied von einem seiner größten Soldaten

S6ts< UIW wn°9: «yeuenverg'sche Buchdrucker«, Lauggasse Rr. 21 (Tagblatt-Hansl gttnruf: Sammel-Nr 59631 .Drahtanschrift: Tagblatt, Wiesbaden • Postscheckkonto. Frankfurt a M Tina Z^ug-preise: Mr zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.-e^chließlich des Tröaertobn^ d» Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld . E,n-elnummern^RM n?n M Behinderung d« Lieferung infolge hoher« Eewall lern «ngrÄäÄ“8S

Noch beunruhigter als in London ist man in Australien, wo angesichts der Bedrohung durch die japanischen Angriffs- operatwnen gegen Neu-Euinea, also im australischen Vorfeld, die Besorgnisse zu einer starken M i ß st-------------" *

England und vor allem gegenüber E h u r <_ Ein amerikanischer Journalist vergleicht die Stimmung "in Australien mit der Atmosphäre, die in England seinerzeit zu ver-

Die gemeinsame Front

Von Fritz Günther .

Während im Osten unsere tapferen Soldaten in den verschiedenen Abschnitten der ausgedehnten Front den immer wieder vergeblich ansturmenden Sowiethorden erbitterten Widerstand leisten und mit schwungvollen Gegenangriffen bei grimmiger Kalte dem..Feinde schwerste Verluste an Menschen und Material zusugen, während sich in Rord- p.J r i k a die unter stärkstem Einsatz aller verfügbaren und kur diesen Zweck besonders bereitgestellten Empire-Kräfte erfolgte britische Osfensive dank der Wachsamkeit und dem harten Abwehrwillen der deutschen und italienischen Trup­pen, unter dem Kommando des vom Führer jetzt besonders ausgezeichneten Generals Rommel, bei Agedabia, dem Drehpunkt des operativen Einsatzes, totgelaufen hat. wäh­rend die Llocka.de schlacht auf dem Atlantik unentwegt weitergeht und die Bedrohung der englischen Seestreitkräfte im Mittel meer mit der Vernichtung britischer Ein- peiten und den ununterbrochenen Luftangriffen aus die See­festung Malta anhalt, .hat die Lage im o st a s i a t i s ch e n Raum eine beinahe überstürzte Entwicklung genommen.

^a<6 den vernichtenden Schlägen, welche die javanischen See- und Landstreltkrafte seit dem Strafgericht über Hawai den Amerikanern sowohl wie den Briten in dem von den Plutokraten bisher als britisch-amerikanische Ausbeutungs- domane betrachteten Raum des Pazifik und des Südchinesi­schen Meeres zufugten hat sich das Kräfteverhältnis grund­legend verändert. Tröstete man sich in London und Washing­ton zunächst noch mit der Hoffnung, hast die mit soviel Schwung vorgetragene iapanische Offensive eines Tages durch den Widerstand der eigenen Kräfte abgestovot werden konnte und. die Lage nach dem Einsatz von Verstär- ^uugen, die über die Weite des Ozeans berangebracht wer­den sollten, wiederhergestellt werden könnte, so hat die Ent­wicklung letzt gezeigt, daß nichts mehr an den Tatsachen ge- andert werden kann, die mit der Einnahme von Hongkong.

^oberung von Manila, der Besetzung der Philivvinen und Nord-Borneos, den Landungen auf Celebes, sowie dem unaufhaltsamen Siegeslauf über die Halbinsel Malaya bis an die bereits auf bas stärkste bedrohte Festung Singapur und der Weltertragung des Angriffes auf burmeiisc^s Ge­bier dem Vorfeld der isdrfchen Kronkolonie, geschaffen wurden.

Wir^müssen uns dabei immer wieder vor Augen halten, was auch der lavanische Ministerpräsident in seiner letzten Rede betonte, die Tatsache nämlich, dass die Einheit der durch dw abgeschlossene.Militärkonvention in ihren strate­gischen Entschlüssen und im operativen Handeln noch straffer zusammenarbeitenden Dreierpaktmächte, trotz der Entfer­nung, die die Krwgsschauplätze von einander trennt, eine gemeinsame Front hat: Die Front gegen den ge- meinsamen englisch-mnerlkanisch-bolschewistischen Feind. Per Erkenntnis dieser.Tatsache kann man sich nunmehr auch in den Reiben der Kriegshetzer und Kriegsverlängerer nicht mehr verschließen. Mit heuchlerischen und verlogenen Phra­sen versucht man. sich zwar auf der anderen Seite noch muner darüber binwegzutauschen. dass die Demokratien im Grunde genommen das.verbrecherische Spiel um die Be­herrschung und Unterdrückung der Welt bereits verloren haben und tut dort so als ob sich in absehbarer Zeit noch senden konnte. Im Grunde aber ist man doch ernsthaft, besorgt, dass die geschaffenen Tatsachen nicht mehr rückgängig gemacht, werden können, daß vielmehr alle Vor­aussetzungen für eine Verschlimmerung der Lage in der nächsten Zeit gegeben find.

Bor der norwegischen, Küste beschädigte ein Minensuch­boot em feindliches Unterseeboot durch Wasserbomben.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche U n t e r s e e b o o t e bei ihrem ersten Auftreten m nordamerikanischen und kanadischen Gewässern der feind- lichen Versorgungsschiffahrt schweren Schaden zugefügt. Un- wittelbar vor der. feindlichen Küste versenkten sie 18 Handelsschiffe mit zusammen 125 000 BRT. Em weiteres Schiff und em Bewacher wurden torpediert.

. Bei diesen Kämpfen hat stch besonders das Unterseeboot r.E«,4 - "Etmrnts H a r d e g e n ausgezeichnet; es ver­

senkte allein a chtSchiffemitS3000BRT.. darunter dre, Tanker vor New York.

,.2n.^ordafrika verlief der Angriff der deutsch- italiemschen schnellen Verbände, unterstützt von Kamps- und

Au mehreren Stellen des mittleren Abschnitts der Ost - tront führten unsere Truppen erfolgreiche Angriffe und fugten dem «retnb hohe Verluste an Menschen und Material zu.

3m bo be n 91 o r b e n wurden Teilstrecken der Murman- oahn durch Bombentreffer zerstört und eine Industrieanlage schwer getroffen.

» Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 27 Flugzeuge, wahrend nur ein eigenes Flugzeug oermiht wird.

.. Kampf gegen Erobbritannien bombardierte dre Luftwaffe bei Tage Verkorgungsbetricbe des Hakens

Sturzkampfsliegeroerbänden weiterhin erfolgreich. Starke britische Kräfte wurden über Agedabia hinaus nach Otten ruruckgeworfen.

Kampfflugzeuge setzten die Angriffe auf mitt- tausche Anlagen der ^nsel Malta mit guter Wirkung fort.

*

as. Berlin, 24. Jan. Der große Erfolg der deutschen U-Boote an der nordamerikanischen Küste stellt eine neue Erotztatder 2.-,® ,1*e.n U-Bootwaffe dar, die eine weit verzweigte Tätigkeit in den verschiedensten weit voneinander getrennten Re- gunen entfaltet Neben der Schlacht gegen die englische Versor- gungsschlffahrt, einer Schlacht, in der deutsche U-Boote immer neue Erfolge erringen, kämpft die deutsche Unterseebootwaffe im Eis­meer und im Mittelmeer. Im Eismeer stört ste die britifch- amenkanifchen Transporte, die über Murmansk für die sowjetische Front bestimmt sind und hilft so den Truppen des General Sietl und unserem finnischen Bundesgenossen. Im M i t t e l m e e r hilft die ll-Bootwafse General Rommel und unseren italienischen Bun­desgenossen. Sie verlängert in beiden Fällen gewissermaßen die Flanken der kämpfenden Truppen. Zu ihrem Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt tritt nunmehr der unmittel- - e Kamps gegen d i e nordamerikanische Schis f- fahrt. Em Kampf, in dem sofort große Erfolge erzielt wurden. Erfolge, die beweisen, daß die ,unge deutsche U-Boolwaffe genau wie die alte deutsche ll-Bootwaffe über Boote verfügt, die in der Lage sind, den Ozean zu überqueren. Durch die Schwächung der feindlichen Seemacht hat die deutsche U-Bootwaffe auch wesentliche Vorbedingungen für den Siegeszug der Japaner geschaffen und bindet auch weiterhin die Tätigkeit der deutschen U-Boote an der nordamerikanischen Küste feindliche Luft- und Scestreitkräfte, die sonst im Pazifik eingesetzt würden.

Großer U-Boot-Erfolg an der USA-Küste

In nordamerikanischen und kanadischen Gewässern 125000 BRT. versenkt

as. Berlin, 24. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) England durchlebt ein schwarzes Wochen- ende. Mit größter Besorgnis stellte em britischer Militärsach- verstandiger fest, daß die Japaner mit dem Vorstoß gegen Burma und den Anartffsoperationen gegen Neu-Euinea nun­mehr an sieben Fronten kämpften, nämlich außerdem noch auf Malays aus den Philippinen, auf den Molukken auf Borneo und in China Der einzige Trost, den dieser Sachver­ständige hat, ist die Frage, wie lange die Japaner wohl diese un- aeheuren Anstrengungen aushalten konnten. Er weiß darauf keine befriedigende Antwort, sondern erklärt, die Chinesen, die im all- gemeinen die Dinge richtig beurteilen, behaupteten, daß die Japaner alles daran setzen würden, Slldostasten und den darum liegenden Insel-Wall zu erobern, und daß ste bann, mit allen notwendigen Rohstoffen versehen, in einer nahezu uneinnehm- o a r e n Stellung standzuhalten vermöchten. Jedenfalls stnd die Nachrichten die von den verschiedenen Fronten in London ein­treffen, alle gleicherweise niederschmetternd für England. Beson- der-Sorge macht den Engländern der schnelle japanische Vormarsch in Burma, wo die Japaner stch bereits bis etwa 70 Kilo­meter an Rangun herangearbeitet haben.

auch den Feldmarschall von Reichenau nicht die tödliche Kugel des Feindes traf, fo ist er doch auf dem Felde der Ehre geblieben Seine entschlossene Einsatzbereit- schast und sein eisrrner Wille hielten ihn fest, on der hohen «teile aus die et gestellt war. Er wußte, wie schwer krank er war, er hatte stch retten können, wenn er rechtzeitig zurück­gegangen wäre. Aber das patzte nicht zu seinem Chatatter. Er stand dort, wohin der Führer ihn gestellt hatte, bis zum letzten Atemzuge, voll Sorge für seine Soldaten, voll großer Pläne für den Kampf seiner Truppen.

Der Verlust trifft uns ungeheuer schwer, denn mit dem Feld­marschall von Reichenau geht ein Soldat von uns, der so ganz ausgefüllt war von den großen Ausgaben dieser Zeit, der durch und durch Soldat und Heerführer und auch »en ~

e LV wen Welt an s ch a uung a u f B » w«u.

Ich kenne den Feldmarschall nun seit vielen Jahren, und auch das deutiche Volk kennt die ruhmreiche Laufbahn dieses jungen Feldmarschalls, und es kann nicht meine Ausgabe sein, noch ein­mal all die großen Taten aufzuzählem die er vollbracht hat

Ich will aber znrückdenken an die Zeit, da es schier hoffnnngs- los schien für Deutschland, noch einmal in Größe und Freiheit auf- erstehen zn können. Schon lange vor der Machtergreifung drängte es den damaligen fangen Oberstleut- nant zu unserer Bewegung. Er bekannte stch zn ihr, er scheute dabei kerne dienstlichen Nachteile, lind er war vor allem schon damals von einer tiefen Verehrung zum Führer erfüllt. Er war mitbeteiligt in jenen Tagen, als es galt, die Macht der neuen Bewegung nnd dem Führer zu übergeben. Durch­drungen »on der großen neuen Weltanschauung, war et iiber- zeugt. daß ste allein auch der ruhmreichen alten Armee wieder eine Auferstehung in der neuen Wehrmacht geben würde. Sein heißes Herz setzte sich »oll und ganz für den Kampf ein, die Wehrmacht neu erstehen »nd erstarke» zu lassen. Als sehr junger General wurde er aus einen der wichtigsten Po st en gestellt, um damals an der Seite des Kriegsmiuifters diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zum Ausbau der neuen Wehrmacht führen sollten Und hier habe ich dem Berstorbeuen persönlich auch heißen Dank auszusprechen für alle seine Hilfe und »or allem für seine Auf­geschlossenheit, die er dem neuen und jüngste» Wehrmachtteil, un­serer Luftwaffe, entgegenbrachte.

Sein sportlicher Geist ließ ihn diese Waffe ebenfalls besonders lieben. Als ich sie damals aus dem Nichts bauen mutzte da ging er mir zur Hand mit Rat und Tat und half mir, viele und große Schwierigkeiten zu überwinden. Dafür möchte ich ihm heute auch den Dank meiner Waffe aussprechen

zeichnen war, als man stch dort auf besonders schlimme Er­eignisse gefaßt machte. Die japanischen Luft- angrtffe gegen Neu-Euinea hätten auf die Australier nicht weniger stark gewirkt, als seinerzeit die beuf= Wen Luftangriffe gegen London auf die britische Öffentlichkeit Man ruft immer wieder nach Verstärkungen und betont, daß die großzügige Hilfeleistung an England Australien wesentlich ge- schwacht habe, so daß es heute schwächer dastehe, als eigentlich australische Versorgungsminister

°^klarte nach einer Sitzung des Kabinetts u. a., das britische Volk JV*"6 MVerantwortung gegenüber dem Empire ganz klar sein. Die Schlacht, die stch auf dem Pazifik abspiele sei der Em niPr, -""öl? " W-/ ' 1" b e st e h e n d e s b ritisch en ?d. Wenn die Japaner die Kontrolle über Malaya er-

1 tonnten ste stch westwärts nach Indien, oder osftoärts

men?Ln- 'ft man in Australien sehr

"£2™ darüber daß Churchill die Unterhausdebatte über die Kriegführung im Pazifik noch immer verschiebt. Man p r o t e»

V 5 6 8 ? n 6 6 r 1 *.< f e n Egoismus, der es sehr

eilig hatte, als es darum ging, von Australien Verstärkungen Zu Abern, der aber jetzt Nicht die geringste Neigung zeigt, dm Probleme des Pazifik..anzupacken. Unter solchen Umständen hat man auch wenig Verständnis für das Spiel hinter den Kulissen in London, wo man sich noch immer darüber unterhält, ob und inwieweit Churchill Änderungen in seiner Regierung herbei- suhren wird. Man empfindet das als übliches Manöver Chur- Lll-, das nut dazu führen soll, die Aufmerksamkeit der britischen Offenlltchkett von den schweren Sorgen im Pazifik abzulenken.

a, Verlin, 23. Jan. Mit stolzer Trauer nahm in der Rubmeshalle orcußffch-deutschcr Geschichte, im Berliner nA “P Areltagniittaa Großdeutschland in einem Staatsakt Abschied. von einem seiner betten E??"o. dein Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, Eeueral- feldmarichall Walter von Reichenau. 3m Namen pes gMfttets, bei btefon rn Krieg und Frieden um Deutkch- land hochverdienten Mann durch ein Staatsbegräbnis >urach Reichsmarschall Hermann Göring dem ruhm­vollen Heerführer einen tief empfundenen Nachruf, während Generalfeldmarschall o. Nu n d st e d t im Auftrage Adolf Hitlers als Oberbefehlshaber des Heeres den letzten Grub und D a n k d e r o n t überbrachte. Tief ergriffen ent­bot die Berliner Bevölkerung dem volkstümlichen und von Soldaten verehrten Heerführer ans seiner letzten rrahrt durch die, Reichshauptstadt den Abschiedsgruß. ?lus «^Ä?'"!.^b'!^Ebhof, der ko manchen Groben der deutschen Ze'chichte birgt, fand auch Walter von Reichenau seine letzte Ruhestätte. Die grobe Zahl der zum Staatsakt erschienenen führenden Manner von Wehrmacht, Staat und Partei, sowie die auberordentliche Anteilnahme der Ber­liner Bevölkerung unterstrich diese letzte Ehrung der Ration für einen groben Soldaten.

Der Staatsakt im Zeughaus

r tk $ert J11** den Werblichen ilberresten des General- b/Z ttch ko tief der Tradition deutschen Sol- fühlte, steht im Ehrenhof des Zeug-

1 deckt die Reichskriegsflagge, schmücken Stahlhelm und Degen des tseldmarschalls, dazu ein schlichter brraug Mimosen, den die Tochter des Feldmarschalls nieder- baben Blumen und Kränze säumen die hohen Pylonen, aus deren Schalen Flammen emvorzüngeln. Hinter leuchtet im Dtrahlenglanz ein grobes ^(Euz. ru beiden Seiten stehen Fahnen und ter deutschen Wehrmacht und im weiten Raum . 2-es Shrenhofes umgeben die Trophäen deutscher Siege den Sarg. Zu seinen Seiten aber halten vi'er Generale des Heeres die Ehrenwache, neben ihnen stehen Ritter- kreuztrager mit den Ordenskissen und dem Marschallstabe Walter von Reichenaus. Unmittelbar ' vor dem Sarge die engsten Angehörige des Eeneralieldmarschalls, die Gatnn mit den beiden Töchtern und dem Sohne, einem Leutnant der Panzertrupven. ihren Platz. Zur Rechten des Mittelweges haben Reicksminister und Reichsleiter. Eeneral- feldmarschalle. Staatssekretäre und Gauleiter, die führen- ^n Manner aller Parteigliederungen. Vertreter des Reichskriegerbuird.es und der RSKOV., die Mitglieder des Deutschen Olympischen Komitees, dem der Verstorbene eben- wlls angehorte. und seines Vereins, des Berliner SE., zur ^l^ken die Waffenattach«s der verbündeten und befreun­deten Rationen, die Generalität und Admiralität und die weiteren Trauergaste Aufstellung genommen.

Kurz vor 11 Ubi Hingen Kommandoworte auf, die Trauervarade präsentiert, der Reichsmarschall trifft vor dem Zeughaus ein. Der Kommandant von Berlin. Generalleutnant v. Hase. meldet die Trauervarade. deren Front der Reichsmarschall abschreitet. Am Portal des Zeug- haufes wird er von Großadmiral Raed er. den Eeneral- feldmarschallen v R u n d st e d t und Milch emvfangen und in den Ehrenhoi geleitet. Der Reichsmarschall schreitet zum Sarg, grubt den toten Heerführer und die Ange­hörigen.

Beethovens herrliches Andante aus der Fünften Sinfonie, getanen von den Musikmeisteranwärtern des Heeres, leiten den Staatsakt ein.

Der Reichsmarschall spricht

„ „ Dann tritt Reichsmarschall Göring neben den Sarg, des 8 e ”! a len H e er fuhr e rs, bes vorbildlichen Kameraden

den Dank des Führers, der deutschen Wehr- , mamt und der ganzen deutschen Ration nachzurufen.

. ^er Führer, die Wehrmacht und das deutsche Volk, so führte ,

der Reichsmarschall Hermann E L r i n g aus, nehmen heute Ad- i

f^icb von einem ihrer hervorragendsten Solbaten. Hnb bei Füh- i die Pflicht nnb bie Aufgabe an bei Front sesthalten, I

hat befohlen, baß ich heute hier für ihn Dolmetsch seiner (

Gefühle für den Heimgegangenen Felbmarschall sein soll. Wenn !

. „Man denkt dabei in London sowohl wie in Washington vielleicht nicht einmal so sehr an die Verluste der strategischen Positionen.als an.den. Ausfall wertvoller Roh- toifgebiete für die Rüstungsproduktion und ergiebiger . wr die britischen und amerikanischen Kapitalisten, die ihr Geld bevorzugt in hochprozentig ver- zrnsbare Kolonial-Unternebmen steckten. Reben den materiellen Einbußen aber steht der Verlust an voli- tischem Prestige bei den Volkern Ostastens, die am ^N?Erlkannchen und britischen Ohnmacht, den siegreichen Vormarsch der Japaner aufzuhalten, erkannten, daß dem brutalen Serrschaftswillen des britischen Empires ErMen gezogen stnd und. die angeblich militärisch so starke M.twn der Amerikaner im Pazifik und in Ostasten bis zur völligen Ausschaltung des politischen und wirtschaftlichen Einflusses erschüttert werden kann.

s'L ^^!^?ng noch. nicht einmal abge­schlossen. Riederlandisch-Jndien. das sein Schick-