Wiesbadener Taablatt
.. .. z N Erfcheinunasreit werktäglich nachmittag
Lrmk «ad Verlag: L. LcheUenberg'fche Luchdnukerei, Lauggasse Rr. 21 (Lagblatt-Hauss
90. Jahrgang
Mittwoch, 14. Januar 1342
Nummer 11
von
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daß Schiffe. Flug- femive nicht vor-
Wenn Niederländisch-Jndien in die Hände der Javaner fallen sollte, wäre ein Angriff der Javaner auf ~ ' möglich. Werter aber tft
die gleichen Sachverständigen
dafür das schlechte Wetter, den Wüstensand und die langen Nachschüblinien verantwortlich. Das englische Publikum muh also eine weitere Hoffnung begraben.
Wachsender Druck auf Jrlaud
satzung. L-- nen . die über — wurde in der Eege
Fahrt nach der Ukraine
(Bon unserem d. K. - Sonderberichterstatter.) I.
5m D-Zug nach Lemberg, Januar 1942.
Der heroische Abwehrkampf unserer Ostfront
Zablreich«, kühne Einzelunternehmungen deutscher Stohtrupps
34000 BRT. versenkt
Hobe blutige Verluste der Bolschewisten — Tag und Rächt Bomben auf Malta
Aus dem Führerhauptquartier, 14. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im südlichen Abschnitt der Ostfront wurden mehrere Borttöhe des Feindes abgewiesen.
5m mittlere» und nördlichen Frontabschnitt dauern die schweren Kämpfe an. Durch das Abwehrfeuer und die Gegenangriffe der deutschen Truppen. sonne durch das Eingreifen der Luftwaffe in die Erdkamvfe erlitt der Feind auch gestern hohe blutige Verluste.
3m nördlichen Eismeer versenkten Kampfflugzeuge ein S a n d e l s s ch i f f von 5000 BRT.
Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitän- leutnants Lüth versenkte in zähen Angriffen aus einem stark gesicherten Eeleitzug im Atlantik vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 21000 BRT.
An der englischen Ostkütte griffen deutsch« Kampfflugzeuge bei Tage ein Jndustriewerk, sowie Hafenanlagen erfolgreich mit Bomben an und versenk t e n ein Handelsschiff von 8000 BRT. Ein werteres, gleichgroßes Schiff wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt.
In Nordafrika setzte der Gegner keine heftigen Angriffe, unterstützt ■ durch das Feuer keiner, Seektrertkrafte, aus die deutsch-italienischen Stellungen iw Raum .von Soll um kort. 3n der westlichen Cvrenarka beiderseitige Aufklärungs- und Artillerietätigfeit. Deutsche Kamps- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kolonnen. Kraftfahrzeugansammlungeu und Flugplätze.
Bei Tag und Nacht richteten stch Luftangriffe gegen die Hasenanlagen von La Valetta und gegen die britischen Flugplätze auf der Insel Malta. Hierbei wurden dre, feindliche Bomber abgeschossen.
Begrabene britische Hoffnungen
London durch die Passivität der USA.-Flotte tief enttäuscht
as. Berlin. 14. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die Erklärung des amerikanischen Marineministers Knox, dab mit einem Eingreifen der US-amerikanischen Flotte ,im Pazifik nicht zu rechnen ist. hat in England tief enttäuscht. Obgleich sich die eingeweibten Londoner Kreise darüber wohl schon seit einiger Zeit klar waren, hatte doch die Presse beim Publikum immer wieder die Hoffnung auf die eines Tages kommenden amerikanischen Schiffe geweckt. Nun muh man zugeben, dah auch die Amerikaner nicht helfen können. Damit aber erscheint die Lage in Oftasien noch aussichtsloser, als schon bisher. Vor allem fürchtet man feist in London, dah die Javaner sich Nieder I and lsch- Jndiens bemächtigen werden und dah damit diese Inselkette verloren geht, die ein Verbindungsglied zwischen Ostasien und A u st r a l i e n darstellt. Schon malt man sich aus, welche weittragenden Folgen das haben' wurde. Niederländisch - Indien, so erklären die englischen. Sachverständigen, schützt gleichzeitig Nordaustrallen wie ein Schirm vor feindlichen Angriffen.
Befürchtungen um Australien
land sei außerdem der natürliche Übungsplatz für em nord- amerikanisches Expeditionskorps. Auch amerikanische Blatter, wie ..Chicago Sun", erklären, dah man die irischen Stutzpunkte brauche. Man habe viel für Irland getan. so sag. ..Chicago Tribüne" und müsse erwarten, dah Irland ihnen nunmehr die Stützpunkte überlasse. So finden sich auch Andeutungen in englischen Blättern, dah man Irland, dessen wirtschaftliche Lage recht schwierig sei. helfen werde, sobald es die Stützpunkte ausliefere. Die englische Regierung versucht sich zwar etwas von diesen Presse-Erklärungen zu distanzieren. Sie betont auch, dah feine Verhandlungen mit Irland stattfänden. Es kann aber gar keinem Zweifel unterliegen, dah der Pressefeldzug gegen Irland von, gewissen höherer englischen und amerikanischen Stellen eingeleitet wurde und dah er zweifellos ein Ausiluh der Washingtoner Besprechungen Churchills ist. D e V a l e r a hat gegenüber allen derartigen Druckversuchen noch einmal erklärt: ,.N ich t ein Zoll von Eire ist zu verkaufen. Wir werden uns gegen jeden Angriff, von welcher Seite er auch kommen mag. verteidigen."
beutet. Aus einer Ortschaft, in der der Feind vorübergehend Fuh fassen konnte, wurde er im Gegenstoh vertrieben.
Im Süden der Ostfront brachten unsere Truvven vier starke Betonbunker in ihren Besitz. Ein Stohtruvv. gebildet aus Panzervionieren und Panzerjägern. besetzte unter Führung eines Oberleutnants zunächst die Panzergraben und beseitigte die Drahthindernisse durch geballte Ladungen. Während die Panzerabwehrgeschütze die bolschewistischen Besatzungen unter Feuer nahmen, gelang es den Soldaten. Handgranaten durch die Scharten der Bunker zu werfen und die Panzertürme mit geballten Ladungen zu sprengen. Die wenigen Überlebenden der Bunkerbeiatzungen wurden gefangLngenommen. Hierauf stürmte der Stohtruvv nach heftiger Artillerievorbereitung eine Höhe, die trotz erbitterter Gegenangriffe fest in deutscher Hand blieb. In einem anderen Abschnitt der Südfront vertrieb ein Stohtruvv von deutschen Panzerjägern die Bolschewisten aus ihren Widerstandsnestern, die sie an einer Strahe errichtet batten. Den deutschen Soldaten veitschte aus vielen Häusern heraus heftiges Abwehrfeuer entgegen. Durch geschickten Flankenangriff gelang es den Panzerjägern, die mit Granatwenern und schweren MGs gespickten Hauptwiderstandsnetter zu beseitigen und dann mit Handgranaten und Maschinenpistolen Haus für Haus zu stürmen. Obwohl der Leutnmrt. der lms Untentebmen führte, im Verlaus des harten Nahkampfes am linken Arm verwundet worden war. stürmte er mit seinen Soldaten auch noch die letzten feindlichen Stutzpunkte. Ein Stohtruvv der W a s f e n - ff führte ostwärts Charkow einen erfolgreichen Vorstoh gegen bolschewistische Stutzpunkte durch der wichrige Aukklärungsergebnisse brachte. Brr geringen eigenen Verlusten verlor der Feind über 200 Tote und 93 Gefangene. Im Schutze des nebligen Weiters und der schlechten Sicht unternahmen bolichewistftche Kräfte mehrere Vorstöhe gegen die Einschliehungsrront von S e w a st o v o l. Sie wurden mit schweren Verlusten zuruckgeschlagen. Weitere Bereitstellungen des Gegners wurden rechtzeitig erkannt und durch wirksames Artilleriefeuer zersprengt.
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Ernüchterung in Canberra
Es ist nicht weiter verwunderlich, dah die Red« Knorin deres ja auch hieß. dah nach Washingtoner Ansicht der Hauptfeind nicht Japan, sondern Deutschland sei. in Australien geradezu deprimierend wirkte. Dort fragt man stch, warmn denn erst kürzlich die USA.-Regierung dem australischen M- nistervräsÜienten jene Versprechungen über eine amerikanische Hilfe machte, aus die dieser wiederholt hinwies. Man spricht, wie die Gefahr für Australien von Tag zu Tag wächst, wobei man immer wieder darauf hinweitt. daß der beste Teil der waffenfähigen australischen Jugend sich jenseits des Ozeans für englische Interessen verblutet. So kämpfen bekanntlich australische Truvven in Nordafrika. Aber auch durch ihren Einsatz konnten die britischen Ziele nicht erreicht werden. Vielmehr muh gerade jetzt der Kairoer Sonderkorrespondent der „Times" eingesteben, dah die britische Dffenitöe in Nordafrika den Schwung verliere. Man macht
Das Schieberunwesen beseitigt ,
Dem Schieberlum im Generalgouvernement ist die deutsche Behörde mit der notwendigen Schärfe entgegengetreten: In War- Sau sind zahlreiche Geschäfte für einige Zeit wegen Preisuber- leitung geschlossen und mit empfindlichen Geldstrafen belegt worden! In allen Zufuhrstrahen werden die Fuhrwerke, Straßenbahnen usw. auf mitgeführte Schleichhandelsware untersucht. Es hat sich bei dem Teil der polnischen Bevölkerung, der sich eindeutig vom Schmuggel mit Lebensmitteln ernährt hat, herumgesprochen, dah Tausende von Kilogramm Butter und Fleisch beschlagnahmt worden sind und als Folge ist der Schleichhandel mit Lebensrnitteln, Bohnenkaffee und Toilettenseife usw. fast völlig einge- dämmt worden. Der polnische Bauer, dem die deutschen Behörden entgegenkommend gewisse Mengen von Lebensmitteln freizügig abliefernngsfrei belasten hatten, mihbrauchte diese Wertherzigkett!
Die deutschen Behörden haben auch für die polnische Bevölke, runa die Versorgung mit Lebensrnitteln sichergestellt. Die Polen erhalten Brot und Kartoffeln, Mehl und Fleisch, sowie zahlreiche andere Lebensrnittel, Waschpulver, Seife und manches andere auf Serien. Ich habe mir Keller der polnischen Bevölkerung anf ihren Inhalt hin angesehen und habe festgestellt, daß in Warschau von einer Not keine Rede sein kann.
Fahrradrikscha und Panjedroschk« ,
„Wanderer, »er du nach Warichau gelangst, höre nicht auf die frechen Forderungen, die der Panjekutscher hat und gib ihm nur, was die Uhr anzeigt!" So ungefähr muh man jeden fremden Be- facher aufklaren, der genötigt ist, mit viel Gepäck beladen, vor einem der Bahnhöfe in eine Droschke zu steigen. Die Warschauer Panjekutscher versuchen es ausnahmslos, bei federn Fremden, ihm das Fell über die Ohren zu ziehen: Es ist üblich, dah für eine Fahrt von wenigen Kilometern ein Preis von 15, ja 20 Zloty gefordert wird, drei bis viermal so viel, wie der Taxbetrag ausmacht. Zahlt man diesen Betrag nicht, so wehNagt der Kutscher, „dah das Futter so teuer" sei und „ein Kilo Brot 12 Zloty" kostet! Das ist frech gelogen und entspricht insofern nicht der Wahrheit, da jeder Pole für sein ihm aus Lebensmittelkarte zustehende» Quantum Brot nicht mehr zahlt als der Preis im Reich beträgt! Die Polen haben den von ihnen in frecher Herausforderung hcraufbeichworenen Krieg verloren, aber sie tun so, als sei der »erbotene Schleichhandelspreis der Eradmester für jede Arbeitsleistung. Dabei verdienen die polnischen Droschkenkutscher oft zweihundert und mehr Zloty am Tage, weil stch ihre Fahrzeuge ununterbrochen in Tätigkeit befinden. Eine einzige Droschke hat nicht mehr anzuschaffen gekostet, wie ein Warschauer Paniekutscher in einer einzigen Woche an Verdienst einstretcht. Die Kollegen d«
Bahnhöfe find bekanntlich die Visitenkarten der Städte. Der soeben unter der Leitung der Ostbahn, also unter deutscher Füh- rung nach zweijähriger Bautätigkeit fertiggestellte H a u p t - Bahnhof von Warschau vermittelt in erfreulichster Weise den Eindruck deutscher Ordnung und deutschen Eestaltungswillens. Hier wo vor zwei Jahren und einigen Monaten deutsche Stukas entsprechend dem für die Bevölkerung so beklagenswerten Starrsinn der damaligen polnischen Kommandanten Maharbeit verrichten muhten, ist nunmehr einer der schönsten Bahnhöfe des Ostens entstanden, ein Bahnhof, wie ihn stch Warschau unter der zwanzigjährigen Selbständigkeit der Polen wohl kaum erträumt haben wird ... ....
Wöchentlich in 0 %it8ga6en Erschettwngszeit werktäglich nachmittags
Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- and Feiertags Berliner Büro BerbnEüme^borf Mnieiaennrette- Ein Millimeter sshe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der ißÖrato bre,t-n S°E im T-rtei RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend ■ Nachlasse nachNttft. Nr. 1° Schlüh duAnzeigen-AÜnahme 9 Uhr vormittags, gr-her. Anzeigen am Portage
' 3m Warschauer Strahenbilde sind die Spuren des Feldzuges von 1939 weitgehend verschwunden. In den ausgebrannten Ruinen wurden die Fensteröffnungen vermauert. In den Erdgeschossen etn- gestürzter Häuser erwacht neues Leben. An der Ecke der Marschall- unb der Bahnhofstraße sieht man kleine Geschäfte, aber die drei einstmals darüber gelegen gewesenen Stockwerke sind verschwunden, sie bilden hinter der Ladenfront noch Trümmerhaufen! An einem Zeitungsstand entdeckte ich den „V. B." neben der „Warschauer Zeitung" und dem „Kurier Warschawski" und die deutschen illustrierten Zeitungen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft des „Jllustrowan Kurier Polski", der Wochenschrift „Schedem Dni („7 Tage") und höchst freizügig aufgemachter Magazine.
An den Straßenkreuzungen der Millionenstadt versehen polnische Polizisten ihren Dienst. Der von Friedenszeiten her eingewurzelten Unsitte der Bevölkerung, die Straßenbahnen nicht bis zum Überlaufen zu besetzen, zeigen sie sich allerdings nicht ganz gewachsen. Wo des Gesetzes Auge nicht hinreicht, hängen sich die Menschen wie die Trauben auf die Trittbretter und die Puffer Da verschiedentlich schon Unglücksfälle bei derartigem undisziplinierten Verhalten der Polen unvermeidbar waren, hat man zwischen dem Motorwagen und dem Anhänger Sperrvorrichtungen angebracht, die das „Belegen der Puffer" zwischen den Wagen unmöglich macht. Der deutschen Bevölkerung ist, die Bor- derplatfform des Motorwagens sowie der Vorderteil des Innenraumes reserviert.
Australien durchaus möglich. Weiter aber tft Niederländisch-Jndien, wie die gleichen Sachverständigen unterstreichen, nicht nur eine Schranke tn Richtung auf Australien, sondern auch in Richtung auf den Indi - schen Ozean. Falle Niederländisch-Jndien in die Hand der Japaner, dann würde die javanische Flotte m den Indischen Ozean eintaufen und die Schilfa b rts- straßen Englands und der USA. tn das Rote Meer und den Persischen Golf angrelfe.n können. Das aber seien lebenswichtige Straßen für die Kriegfübrung in Nordafrika und die Kriegführung tn der Sowjetunion. Schließlich verweist man tn England auch auf den Reichtum Niederländisch-Jndtens. Man habe schon, so wird dann weiter erklärt, mehrere Positionen raumen müssen, aber keine von ihnen sei lebenswichtig gewesen. Jetzt jedoch blieben nur noch lebenswichtig«: Gütete ubng und zwar Singapur. Sumatra und Java, die alle für das „alliierte System" von allergrößter Bedeutung seien. Diese Gebiete müssen sich wenigstens noch bis zum Mai halten können, denn tnt Mai beginnt der Monsum mit Regenstürmen und Nebeln. Dann wurden Operationen in diesem Gebiet äußerst schwierig werden. Es ist nichts weiter als eine Redensart, wenn man btnzufugt, daß deshalb aber auch bis zum Mai die Gegenoffensive durchgeführt sein müßte, weiß man doch —.und die Rede Kn off hat das la nochmals bestätigt —.„daß. Schiffe. Flugzeuge -und Truppen für eine solche Offensive nicht vorhanden sind.
Nun ist es fein Zweifel, dab zu der gleichen Zett.ni der Knox den Atlantik als den Hauptkriegsschanplatz bezeichnete, das T h e m a Irland in den englischen, aber auch tn den USA.-Zeitungen wieder eine größere Rolle spielt. Wieder wird die Auslieferung der Flotten- und Luftstützpunkte des Freistaates Irland an England resp. an die USA. .gefordert. Der „Sunday Expreß" ließ gar feinen Zweitel daran, daß notfalls England und die USA. .chie Verteidigung Irlands" auch ohne dessen Zu- g übernehmen wurde. Der Freistaat Jr- ißerdem der natürliche Übungsplatz für ein nord-
Straßeniettler «nd Getto „ ..
So wie z. B. bas ehemalige Lodsch in den „zünftigen Kreisen der europäischen Verbrecherwelt einen ganz besonderen Ruf als das „polnische Chikago" genoß, war Warschau von jeher das Dorado der Bettler. 3m heutigen Litzmannstabt vernimmt man nur noch höchst selten von einem geglückten Labendiebftabl, denn die deutschen Behörden haben erfteulich hatt und energisch dem Treiben des lichtscheuen Gesindels ein Ende Bereitet, das ihnen von den polnischen Vorgängern als zweifelhaftes „Erbe über- geben wurde. Soweit man in Litzmannstadt die polnischen Spitzbuben, die meistens galizischer Herkunft und jüdischer Rasse waren, nicht geschnappt hat, soweit sie nicht hinter den Stacheldraht- zäunen des Gettos tn Litzmannstabt sitzen, sinb sie schreckerfüllt über bie ihnen „ungewohnte" Hatte der deutschen Polizei seinerzeit bei Nacht und Nebel über die „grüne Grenze" weiter nach Osten entwichen. Es versteht sich, ohne Paß, und ohne der Polizei noch einmal gegenüberzutreten!
Der Straßenbettel ist in Litzmannstabt völlig beseitigt worden. Selbstverständlich sind die Diebesschulen, die in der internationalen Verbrecherwelt Berühmtheit besessen haben und deren „Absolventen" bei den Hotelbesitzern wenig geschätzt und von den Versicherungsgesellschaften gefürchtet waren mit dem Einschreiten bei ff unb bei Polizei in Litzmannstabt testlos aufgeflogen.
Die jüdischen Verbrecher, die sich zunächst nach Warschau, Lublin und Krakau „gerettet" hatten, sind langst ebenfalls kalt- gestellt worden. Sie mögen in den Gettos im Generalgouvernement den guten Zeiten für ffiannooen unter dem weißen Adler der „Refpublika Polfla" nachtrauern. Das Warschauer Getto beispielsweise hat trotz seines beachtenswerten räumlichen Umfanges nicht Platz für alle jüdischen Spitzbuben gehabt, die drei Meter hohe Gettomauer mußte soeben erst erweitett werden und umschließt jetzt weitere Häuserblocks, die zum „Wohngebiet der 3ubett“ hinzugenommen werben mußten. -Nur den Straßenbettel hat die polnische Polizei noch nicht ausrotten können. Er tritt tn Gestalt von „fahrenden Musikanten" heute noch ebenso in den Straßen von Warschau wie im Sommer etwa auf der „Langen Wiese" in Krakau unb an allen Ausflugsorten der großen Städte im Generalgouvernement entgegen, soweit diese nicht ausschließlich der deutschen Bevölkerung vorbehalten sind.
wL 2m Nordteil der Ostfront führten deutsche Truppen einen erfolgreichen Vorstoß zur Verbesserung ihrer Stellungen durch. Feldbefestigungen und Bunker der Sowiets wurden besetzt und erbitterte Gegenangriffe unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Unseren. flnnNchen Verbündeten gelang es an der karelischen uront eine. volsche- wistische Kräftegruvve. die bis zu den Sicherungslinien vorgedrungen war. einzuschließen. Bei 30 Grad Kalte wurden die Sowjets in erbitterten Kämpfen aufgerleben und etwa 150 ausgebaute feindliche Kamvfstande erobert. 500 gefallene Bolschewisten bedeckten das Kamvffeld.
3m mittleren Abschnitt ging ein deutscher Stoßtrupp. unterstützt von einigen Sturmgeschutzen., bei einer Tagestemperatur von minus 20 Grad, gegen etne. oon den Bolschewisten bereits besetzte Ortschaft vor Dte. Sturmgeschützehielten durch ihr Feuer die gegnerischen Widerstandsnester nieder. Der Stoßtrupp drang tn dte Ortschaft ein und vertrieb nach kurzem, heftigem Kampf, die feindliche Be- Ein Angriff bolschewistischer Reiterfchwadro- e über das hartgefrorene Schneeield vorgingen, wuroe in oei G-«egd von Kaluga unter schwersten Verlusten für die Bolschewisten abgeschlagen. 3m Jlaume oft» nmrts Moshaisk brachen die Bolschewisten vorübergehend in die deutschen Linien ein. Sie wurden durch einen fertigen Gegenstoß wieder vertrieben und ließen über 30 0 Gefallene zurück. Untere Soldaten erbeuteten 10 Maschinen- gewehre einige Granatwerfer, eine Panzerabwehrkanone und zahlreiche Skiausrüstungen. Ostwärts Orel von den Bolschewisten mit Panzerunterstützung durchgeftihrte ^r- ftöße brachen in dem Abwehrfeuer der vereinigten deutschen Waffen zusammen. Vor dem Abschnitt einer emzigen deut- schen Division wurden uber 5■00 gefallene Bolsche mitten gezählt. Demgegenüber waren die eigenen Verluste sehr gering. Ostwärts Kursk wurden am 10. unb 11. Januar bei ertolgloicn bolichewistischen Vorstoßen neben feindliche Panzerkampfwagen, darunter drei 52-Tonner, vernichtet. Bei den Kämpfen um em Dorf verloren die Bolschewisten bei nur kür Bringen deutschen Verlusten 180 Tote und 10 Gefangene. Acht Maschinengewehre wurden er»
