Wiesbadener Tagblatt
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Nummer 8
Samstag/Sonntag, 10./11. Januar 1942
90. Jahrgang
a -
Der letzte Appell zur Wiitiersadieittpeiide gilt uns allen!
Die heftigen Abwehrkämpfe an der Ostfront
Erfolgreiche Unternebmungeu deutscher Stosstrupps
Dunkle britische Ahnungen um das Schicksal Singapurs .Wir könne« nichts hm, al, die Zähne znsammenbeiheo und warte«-
möglich sein, di« 'Eroberung der Philippinen zu verhindern, wodurch der Feind einen Stützpunkt erhält, von dem aus ein Angriff nach Süden weiter vorgetragen werden kann. In M a l a y a geht der japanische Vormarsch weiter. Auch hier ist wieder der Hauptgrund für den japanischen Erfolg die rein zahlenmäßige Überlegenheit. Unsere Truppen sind noch nicht am Ende ihres Rückzuges, angelangt. Je mehr Zeit vergeht, um so auffallender ist tm Pazifik-Krieg das Fehlen des alliierten' Flotteneinsatzes. Auf dieser Seite des Pazifik war niemand von uns vorbereitet. Aus Gründen, die allen erkenntlich sind, war es nicht möglich, die Seemacht der Alliierten in den ersten Tagen des Krieges einzusetzen. Es scheint sehr lange zu dauern, ehe der Schaden wieder gutgemacht werden kann, den die Japaner verursachten.
Sowjet-Kreuzer beschädigt
Anhaltende schwere Abwehrkämpfe im mittleren und einem Teil des nördlichen Abschnittes der Ostfront
Ans dem Fübrerhauptqnartier, 10. San. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Webrmacht gibt bekannt:
Auf der Krim nnd im südlichen Abschnitt der Ostfront nur geringe Kampftiitigkeit. Kampf- «ad Stnrrkampfflng- zenge versenkten im Seegebiet von Sewastopol und Feodosia einen Transporter von 4000 BRT. und beschädigten zwei gröbere Handelsschiffe, sowie einen leichten Kreuzer durch Bombenwurf. Bor der Oltküste des Schwarzen Meeres wurde ein weiteres Handelsschiff in Brand geworfen.
Im mittleren und einem Terl des nördlichen Frontabschnittes halten die schwere» Ab- wehrkämpfe in unverminderter Stärke an.
In Rordafrika verstärkte der Feind sein Artillerie« feuer und seine Luftangriffe im Raum von Sollum. 2m Gebiet von Aaedabia beiderseitige Svöhtru-iptätiakeit.
Die Angriffe auf Flugplätze der 2nsel Matta wurden erfolgreich fortgesetzt.
Bei Versuchen britischer Bomber, die französische Küste anzugreifen, wurden vier feindliche Bomber ab- geschossen.
das Konto der Deutschen komme, rief Herr Eden die „sowjetische Vernichtungstaktik" als ein unzweifelhaftes und bedeutsames Hemmnis für die deutsche Truppenversorgung und wand den bolschewistischen Heckenschutzen einen Lorbeerkranz. Damit hat Eden seinem Herzensfreund Molotow einen Bärendienst erwiesen, denn klarer und deutlicher kann man gar nicht aussprechen, wer für,die Nöte der friedlichem Bevölkerung in den besetzten Gebieten verantwortlich, ist und was von den bolschewistischen Behauptungen über deutsche Greuel zu halten ist. ,
In London und Washington startet man zur Auftmlve- rung der Stimmung, die von uns schon gekennzeichneten dummen Lügen über die angeblich in Deutschland bevorstehende Revolution usw. Ein amerikanischer Sender, lieh bereits Maschinengewehre auf dem Berliner Wilhelmvlab in Stellung bringen. Eine Nachricht,, die in Berlin ein herzliches Gelächter ausgelöst, hat. Einigen amtlichen englischen Stellen geht dieser Schwindel doch langsam zu weit. Sie fürchten einen Rückschlag, wenn die Prophezeiungen nicht in Erfüllung gehen. Deshalb warnen sie vor der Hoffnung, dah der Krieg allein durch das Warten auf einen inneren deutschen Zusammenbruch gewonnen werden könnte. Diese Stellen begreifen also doch wohl, baß das deutsche Volk bereit ist, seiner kämpfenden Front tm Willen zum Siege auch das Letzte zu geben. Das wird das deutsche Volk mit dem Endergebnis der Wollsammluna noch einmal der Welt verkünden. Es wird sich damit noch stärker als es bisher schon geschehen ist. zur Front bekennen, und so den plutokratisch-bolschewisiischen Lügnern eine neue schwere Niederlage bereiten.
Dabei drangen an einer Stelle die deutschen Infanteristen in die feindlichen Linien ein. Nach der Überwindung des Vorfeldes kämpften sie zwei Bunker nieder, von denen aus das feindliche Feuer auf schmalem Raum die deutschen Stellungen beunruhigte.
Vor dem gleichen Divisionsabschnitt, wo bereits am Mittwoch ein deutscher Stoßtrupp sieben Unterstände des Feindes vernichtet batte, unternahmen am 8. Januar slowakische Soldaten über einen Flußlauf hinweg einen Vorstoß, der zu einem Einbruch in die Stellungen des Gegners führte. Die Slowaken vernichteten mehrer« feindliche Unterstände und kehrten nach Erfüllung ihres Auftrags mit wertvollem Erkundungsmaterial zurück.
An der Einschließungsfront von Sewastopol bekämpfte die schwere Artillerie des deutschen Heeres am 8. Januar erneut mit guter Wirkung bolschewistische Feldstellungen und Widerstandsnester. Lastkraftwagenverkebr tm Hafen von Balaklawa wurde gleichfalls mit gutem Erfolg unter Feuer genommen. An anderer Stelle des Frontabschnittes wurde ein bolschewistischer Stoßtrupp, der sick den deutschen Linien zu nähern versuchte, zurückgeschlagen.
Im südlichen Kampfabschnitt der Ostfront setzten starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge ihre Angriffe gegen Eisenbahnziele der Bolschewisten fort. Am 8. Januar wurden durch Tiefangriffe fünf Züge zerstört und ein Panzerzu« mit Bordwaffen schwer beschädigt Die auf Bahnhof«« ab- geworfenen Bomben zertrümmerten Gebäude und vernichteten zahlreiche einzelne Wagen auf Rangiergleisen.
An der übrigen Front richteten sich rollende Einsätze gegen die Anmanckwege der Bolschewisten. Neben zahlreichem Kriegsmaterial wurden über 100 Kraftfahrzeug zerstört. Feindliche Schlittenkolonnen erhielten durch Reihenwürfe Volltreffer und blieben vernichtet liege«.
Berlin, 9. Jan. In der Nacht zum 8. Januar spielten sich vor der Hauptkampflinie von zwei deutschen Infanterie- Divisionen im Nordteil der Ostfront heftige Kämme bei der Abwehr starker bolschewistischer Angriffe ab. In Stärke von 4 Bataillonen und mit Panzer- und Artillerieunterstützung griffen die Bolschewisten die Stellungen der einen Infanterie-Division an. Obwohl die Bolschewisten ihre Panzerkamvfwagen durch einen weißen Tarnanstrich der Schneelandschaft angevaßt hatten, und trotz der nächtlichen Dunkelheit wurden 5 von den 7 angreifenden Feindpanzern vernichtet. Bei der Säuberung des Kampfge- ländes von versprengten Feindresten. die deutsche Stoßtrupps in der Morgendämmerung durchrührten. wurden allein über 350 gefallene Bolschewisten festgestellt.
An der karelischen Front erzielten die finnischen Truppen während der letzten Tage weitere bedeutsame Kampferfolge. So gewannen die Truppen einer finnischen Infanterie-Division bei der Durchführung eines örtlichen Angriffs im Raume zwischen Ladoga-See und Onega-See weiter an Boden. In harten Kämpfen wurden dabei .von den finnischen Soldaten 30 stark ausgebaute bolschewistische Feldstellungen vernichtet. Im gleichen Abschnitt unternahm der Feind zwei Gegenangriffe in Bataillonsstarke. die ledoch von den Finnen erfolgreich zurückgeschlagen wurden. Die Bolschewisten verloren hierbei 40 0 T o te und mehrere Patizerkamvfwagen. ^m Zuge dieser Kampfe schlossen finnische Truppen eine bolschewistische Kampfgruppe in einer Ortschaft ein. Die teindlichen Kräfte, die hier dem zusammengefaßten Feuer der finnischen Artillerie ausgesetzt sind, stehen vor ihrer Vernichtung. „ „ .,
Während am Donnerstag größere Kampfhandlungen tm Süd abschnitt der Ostfront nicht stattfanden, entfaltete sich dort eine rege Tätigkeit unserer Svah- und Stoßtrupps.
Gläubige Heimat
Von Heinrich Karl Kunz
Dunkel und Kälte sind der feindlichen Propagandalüge förderlich. Ein ausgesprochenes Schattengeivächs, das in sommerlicher Wärme und int Licht deutscher Taten nur schlecht gedeiht. Eine Erfahrung, die wir bereits in den beiden vergangenen Kriegswintern machen konnten. Offensive Leistungen der deutschen Wehrmacht - stehen ihr nicht auf Schritt und Tritt hinderlich im Wege und von dem Bedeutsamen. das stündlich und mit noch nie erlebter 3ntenhtgt geschieht, darf ja nun einmal nicht gesprochen werden. 6m Schweigen, aus dem die beim Feind so unbeliebten deutschen Frühjabrsüberraschungen wachsen. F a l s ch Ni e I d u n g.e H und böswilliger Gerüchte, bei grauem Simmel, einigen Minusgraden und einem Eiswind, der durch alle Knopflöcher pfeift, in die fröstelnden Herzen geträufelt, erwiese» sich stets besonders wirksam. Sie vernebeln den klaren Blick, heilen den Glauben an und beeinträchtigen die Zuversicht: für den Sieg ebenso notwendige Voraussetzungen, wie gewonnene Schlachten und eine ausreitbenbe Rüstungsproduktion. Politische Psychologie, im Weltkrieg von bett Briten mit bestem Erfolg gegen bas beutscke Volk angewandt. Heute weiß ber kleinste Pimpf, baß alles, was atto unkontrollierbaren Quellen fließt. F et tt.b e s ft t m m e ist. bie bei uns kein Obr findet. Und noch eins lehrte uns die Erfahrung: Ie toller sie lügen, umso schlechter gehtesibnen.
Und sie lügen augenblicklich wieder einmal, die Märchenerzähler in London. Moskau und Washington, daß sich die Balken biegen. Von Generalsrevolten in Deutschland, von Widerstandslinien, die den bolschewistischen ..VortMrsch an bei Oder, gar erst an bei Elbe aufhalten sollen. An bereit faustdicken Schwindelnachlichten mögen sich nervöse Gemüter, die den Fall Singapurs befürchten, erbauen, vielleicht au«« durch peinliche Frager, die Aufklärung über das Schicksal der USA.-Flotte in Hawai verlangen, von ihrem Tirana ablenken lassen. Wir Deutschen aber können nur den, Kopf schütteln, über soviel Unsinn. Wir sind die Letzten, in« das erbitterte, schicksalhafte Ringen an der Ostfront bagatellisieren möchten. Schon weil wir den unerhörten Lelftunge« unserer Soldaten damit nicht gerecht würden, die sich hinter den nüchternen Worten der OKW.-Berichte von abgeschlagenen Angriffen, abgeriegelten Einbrüchen, im Gegenstoß zu- rückgewonnenen Stellungen, verbergen. Leistungen, die, um so schwerer wiegen, weil sie nicht in beglückendem Vorwaits- stürmen vollbracht wurden, sondern in zähem Aushalten, tn verbissener Abwehr, ganz zu schweigen von den Unbilden .eines Klimas, das mit solcher Härte die deutsche« Gaue nur ausnahmsweise einmal heimfuckt. Der Heldenkampf unserer Svldaten . im russischen Winter, in seinen Eiswinden und Schneesturmen, ist den gewaltigen Vernichtungssiegen im vergangenen Sommer mehr als ebenbürtig. Die Heimat. wäre ihrer tapfere« Söhne nicht würdig, wenn sie Zweifel aufkommen, und feindlichen Einflüsterungen Gehör schenken würde. $etn Volk der Erde kann mit so ruhiger Zuversicht, mit so rückhaltlosem Vertrauen auf seine Wehrmacht blicken, wie das deutsche. Sie hat uns verwöhnt, uns die Bitternis einer Niederlage erspart und sich gerade immun gezeigt gegen die oft unoermeiblichen Wechselfälle bes Krieges. Dee beuttoe Solbat. der durch das Grauen der Soiöietbölle gegangen ist, steht für Frau und Kind, für die Heimat und sein Deutschland, für Europa, das, würde er auch nur einen Augenblick wanken, im Chaos bolschewistischer Vernichtung untergeben müßte. Und an seiner Spitze der Führer, der noch stets um so kühler, entschlosiener und härter handelte, je höher sich die Schwierigkeiten vor ihm auftüimten. Im Schutz der besten Soldaten der Welt, der Soldatxn des Führers, arbeitet die Heimat unermüdlich, geborgen im Glauben an die Berufung des Reiches, für die Front und für den Sieg.
In diesem gewaltigen Abwebrkamvf spielt die Preisgabe einiger Quadratkilometer öder Sckneesteppe keine Rolle. Zangenansätze aus Angriffsoverationen, die der überraschend frühe Beginn des Winters abstoppte, siyd durch Flankenangriffe bedroht, vorspringende Frontteile nur schwer zu halten. Dem obersten deutschen Führungsarundsatz entsprechend, überall da, wo die strategischen Notwendigkeiten es erlauben, Blut zu sparen, wurden dixse Frontausbuchtungen zurückgenommen. Hier und da mögen aee
as. Berlin. 10. Jan. Nach der ersten Begeisterung über bie Ankündigung Roosevelts, daß US-amerikanische Streitkräfte nach den britischen Inseln entsandt werden wurden, greift nun in England doch eine gewisse E r n u ch t e - tune Platz. Man legt sich die Frage vor. ob nicht die A b - hängigkeit Londons von Washington noch großer werden wird und man formuliert das mit der Fragestellung, ob . nicht England nunmehr zum amerikanischen Helgoland gegenüber Europa berabsinke. wie eßen einst Helgoland ein englischer Stützpunkt gegen Deutschland war. In solchen Fragen kommt deutlich zum Ausdruck, daß mindestens gewisie englische Kreise über die fetzige Entwicklung besorgt sind, da dadurch England zum Außenvosten der USA. werden könnte. „Es ist ein erschreckendes Schauspiel, daß die Kontrolle ialler wichtigen militärischen Stu^ punkte künftighin Washington überlasten bleiben soll. „Ich habe den Gedanken, daß militärischer S ch w e r v u n k t unb Kontrolle sich nach Washington verlagern." Diese Worte des Abgeordneten Stokes im,Unterhaus bedeuten zugleich eine scharfe Kritik an Churchill, ber ia für diese Auslieferung des britischen Empires an die USA. verantwortlich ist. Man hält die Amerikaner auch gar nicht für fähig, die Führerrolle zu übernehmen. Sie „ batten im Stillen Ozean versagt, ibre Flotte batte sich gar nicht in Hawai bei Ausbruch bes Krieges befmben buhen, sondern hätte in Singapur sein müssen. Die USA.-Knegs- flotte habe bewiesen, daß es ihr an Erfahrung int modernen Krieg fehle, so meint der Abgeordnete Ieffrtes, der sich damit schon gegen die Übertragung des Oberbefehls tm Pazifik an einen amerikanischen Admiral wandte. „Ich habe erhebliche Zweifel, ob englische Seeleute unter fremdem Oberbefehl kämpfen können." Sogar das alte Stutz- vunktgefchäft mürbe von ber Opposition nochitmls aufgegriffen unb angegriffen. Der Abgeorbnete Southby meinte nämlich, bie Amerikaner hätten bester baran getan, ihre eigenen Stützpunkte im Stillen Ozean anszubauen als die. die ihnen England im Atlantik abtrat.
Die llnterbausdebatie läßt also klar erkennen, daß sich in England die Kritik regt und daß eine starke Unzufriedenheit vorhanden ist. Es ist auch Eden und Attlee nickt gelungen, diese Kritik völlig zu dämpfen. Das ergibt sick tckon aus der gestern von uns gemeldeten Tatsache, daß selbst ein Blatt wie die „Times" erklärt, es seien mancherlei Fragen im Parlament unbeantwortet geblieben. Man begreift doch auch in London, daß die Bilanz der ..Alliierten denkbar ungünstig ist unb die gleiche Erkenntnis dämmert auch in Washington und selbst in Moskau auf. Dort richtete der Rundfunk einen Appell an Die bolschewistische Jugend, die Ereuelnote Molotows recht genau zu lesen, überall von den deutschen (Breueltaten zu erzahlenund so den Saß gggen den Feind zu säen. Es wird damit nochmals klar, daß diese ebenso unverschämte, wie verlogene Ereuelnote Molotows nur der Auspeitschung der Gemüter dienen sollte. In dem gleichen Augenblick aber, in dem Molotow seine Ereuelmärchen der bolichewistischen Jugend an das Herz legt und auf seiner Luge beharrt, daß alle Zerstörungen und alle Nöte der „friedlichen Bevölkerung auf
„„ nur noch ber Aus-
S traß e offen. Pon Norden. Sü- nngekreist und lägen ständig unter
Degradierte Großmacht
(Eigener Drabtbericht unser er Berliner Schriftleituua)
Berlin, 9. Jan. „Im Augenblick können wir nichts anderes tun, als unsere Z ä h n e zusa m in enb eiKen und w a r t e n , meinte der englische Nachrichtendienst tm Hinblick auf die Lage Bet Singapur. „Die letzten Nachrichten bringen k e ine E r m ut r- g u n g, obgleich sie über den tapferen Rückzug trotz ungünstiger Lage sprachen. Die Eroberung des Flugplatzes von Kuantan gibt eine Vorahnung von dem, was die Festung Singapur unter den japanischen Angriffen zu erwarten haben wird.
Im Eebtet von Kuala Lumpur, besten Einnahme verfrüht gemeldet wurde, spielen sich augenblicklich rote letzte Berichte von der Malaya-Froni besagen, heftige Kämpfe ab. Wahrend die Engländer allem Anschein nach versuchen, Kuala Lumpur gegen die . aus dem Norden vorruckenden japanischen Streitkräfte zu verteidigen, sind den letzten Berichten zufolge Bereits ihre r u ck wart, - gen Verbindungen von weiteren japanischen Streitkräften abgeschnitten worden, die von der See her auf einem der zahlreichen Flüsse in den Rücken des Feindes gelangt Jein durften. Den dort kämpfenden Engländern stehe jetzt i weg nach der Malakka C 1 ~ '
den und Osten her feien sie eingeheil
heftigem Artilleriefeuer. . _
Bei einem gefangenen britischen Offizier wurde, einem -Dornet« Bericht zufolge, ein aufschlußreicher Befehl des britischen Ober» kommandeurs tm Malaya-Eebiet gefunden. Darin wird der 11. Division, die zum größten Teil aus Indern bestand und, da man sie fortgesetzt in der ersten Linie kämpfen ließ, fast völlig auf« gerieben wurde, der schwere Vorwurf gemacht, daß dte Truppen tn zahlreichen Fällen ohne ersichtlichen Erun d v o r dem feindlichen Feuerzurückgegangen seien Weiter wird aesaat daß die Stellungen unter allen Umständen gehalten werden müßten Schließlich wird noch Klage geführt über das Verhalten der einzelnen Solbaten. Set Befehl schließt mit der Androhung sofortiger kriegsgerichtlicher Verfahren für das indische Kanonen« futter^ erstaunlich, wie schnell indische Trupen, die sich ergeben oder'gefangen genommen werden, sich freundschaftlich zu de« iapa« Nischen Soldaten stellen", erklärte der ,ap attische Mtltrar. ! v r e ck e r im Zusammenhang der Bekanntgabe der wetteren Ent- wicklÜng des Krieges auf der malayischen salbinfel. Der Sprecher deutete an, daß eine solche Haltung sich als große H tlfe s u r die japanische Kriegführung erweisen könne.
Lage auf den Philippinen hoffnungslos
as Berlin, 10. Ian. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Wie besorgt man auch weiterhin tn London dte Lage in Ostasien beurteilt, zeigt am besten ein Kommentar des Rundfunksprechers Robert Fraser. Er führt «. J"»?;“®*
auf den Philippinen kann in diesem Stadium des Pazmk-Krteges nicht gebestert werden. Die Truppen Generals Mac Arthur find an Zahl hoffnungslos unterlegen und die Übermacht gegen )te erhöht sich ständig, 9meil die Japaner infolge ihrer S°ttenuberlegen. Beit ftänbia frische Truppe lanben. Die Bertetdtger fugen bem Angreifer zwar schwere Verluste zu. doch wirb es kaum
