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Wiesbadener Tagblatt

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Nummer 5

Mittwoch, 7. Januar 1942

90. Jahrgang

Auslösung

Bevorstehender Abschluß eines Militärbüni

as. Berlin. 7. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) Die Meldung, daß der A b s ch l u h eines Militärbündnisses zwischen den USA. und Australien bevorstebt. kommt insofern nicht ganz überraschend, als schon seit einiger Zeit, nämlich seitdem London immer neue Niederlagen erlitt, ein« sebr starke Hin­neigung Australiens nach Washington deutlich erkennbar war. Unter dem Eindruck der Niederlagen im Pazifik ooll- öiebt sich diese Entwicklung nun allerdings im Ealovvtemvo. Man muh sich dazu vergegenwärtigen, dah von mahgebender australischer Stelle. Singavur und die Malaven-tzalbinsel als Vorposten für die Verteidigung Australiens bezeichnet wur­den. Heute ünd diese Vorposten zum Teil schon verloren, zum Teil schwer bedrängt. England ist für die Australier weit, die USA. liegen erheblich näher. Dieses australische An- lebnUnasbedürinis kommt Herrn Roosevelt außer- ordentlich gelegen, ist es doch seit langem seine Ab­sicht. sich aus den Trümmern des britischen Weltreiches ein eigenes. US.-amerikanisches Imperium zu schaffen- Deshalb ist auch alles, was London heute an Washington verliert, endgültig v e r l o r e n. "In Kanada, wo ia die gleichen Entwicklungstendenzen wie in Australien ieftzustellen sind, bemüht sich England einer solchen Schwergewichtsverlagerung entgegen zu wirken Aber auch hier ünd die Pläne soweit gediehen, dah selbst die Reise Churchills und Lord Beaver­brooks nach Ottawa wirkungslos geblieben sein dürfte. Auf dem englischen Verlustkonto werden nicht nur die Stützpunkte erscheinen, die Roosevelt als Gegenwert für die Lieferung alter Zerstörer übernahm, sondern auch Kanada und Australien, auch wenn beute noch der Schein der Zugehörig­keit dieser Länder zum britischen Weltreich aufrechterhalten wird.

Bemerkenswert ist. dah die Verhandlungen zwischen Australien und den USA. ohne Wissen Londons ge­führt wurden. Man bat es allo nicht einmal für nötig er­achtet. London zu unterrichten. So schätzt man bereits heute in Australien die MachtvoÜtion Englands ein. Rur in einem freilich irrt man üch. nämlich in der Annahme, dah die USA. beute in der Lage wären. Australien den Schutz zu gewähren, den ihm England nicht zu bieten vermag. Schon erbebt stch in den USA. die Frage, ob es nickt zweckmäßiger sei. üch auf den Atlantischen Ozean zu konzentrieren, da man aus beiden Meeren nicht stark genug sein könne. Im Pazifik müüe man üch auf die Verteidigung in einer zurückge- n o m m e n e n St e l I un «begrüben. Das dürfte dem amt- licken amerikaniscken Standpunkt wobl kaum entsprechen. Aber diese Diskuüion zeigt dock, wie sckwack heute die Stellung der USA. im Stillen Ozean ist. Als Verteidigungs­stellung ünd den Amerikanern dabei die australiscken Stutz­punkte natürlich sebr willkommen. Hat man üch aber dort erst einmal festgesetzt, so wird Roosevelt weiterhin alles tun. um dieses Land endgültig dem britischen Empire zu ent­leihen England erntet damit, was Churchill säte. Roosevelt aber rafft zusammen, was aus der britiscken Erbsckaftsmaüe irgendwie zu ergaunern ist.

49. Bundesstaat der USA.

Vigo. 6. Jan. In dem vor dem Abschluh siebenden Militärbündnis zwischen den Vereinigten Staaten und Australien verpflichten üch die USA. den militärischen Schutz Australiens zu übernehmen. Die

Letzte VerteidigungssteUu

Britische Truppen fliehen in i

Schanghai, 7. Jan. (Funkmeldung.) Unter dem Druck der japanischen Angriffe ist die britische Front auf der Malayischen Halbinsel, die südlich Kuantan an der Oktkükte bis südlich Jpoh nahe der Westküste verlief, zusammengebrochen. Die britischen Truppe« fliehen iu wilder Verwirrung südostwärts nach Johore. ko berichtet ein javanischer Frontkorrespondent der Domei-Agentur. Der Flugplatz von Kuantan. der sechs Kilometer südlich der gleichnamigen Stadt gelegen ist. fiel am 3. Januar ia japa­nische Hände. Damit verloren die Engländer ihre letzte starke Verteidigungsstellung vor Singavur.

Die javaniscke Luftwaffe konzentriert ihre Angriffe aus die rückwärtigen Verbindungen der britischen Truppen bis nack Singavur und richtet grobe Verwirrung unter den britischen Truppen an. In mehreren strategisch wichtigen Plätzen beobachteten javanische Flieger grobe Brände, die in- fo'ge iaDanii*or Bombardements ausbracken. Auf den Flug- vlätzen von Singavur ünd ebenfalls Brände ausgebrochen und mehrere Flughallen zerstört worden. Auf einem Flug- vlatz östlich von Singavur wurden zehn britische Bomber überrascht von denen sechs vollkommen zerstört wurden.

Über Selangor. Johore und andere Plätze im Südteil der malayischen Halbinsel warfen javanische Flugzeuge am Dienstagmorgen Flugblätter in chinesischer. malayischer und indischer Sprache ab. in denen die feindlichen Trup­pen aufgefordert werden, sichzu ergeben.

Angeüchts der Entwicklung der Lage auf der Malayischen Halbinwl üebt üch denn auch der brilische Heeresbericht aus Singapur gezwungen, zuzugeben, dah die Front aber­mals zuruckgenommen werden muhte. Als Grund für die Maßnahme gibt der Heeresbericht an. dah der linke britische Flügel an der Westküste der Malayischen Halbinsel von den lavanischen Truvven bedroht gewesen sei. Ferner wird darin zugegeben, dah der Flugplatz Kuantan an der Ostküste aufgegeben worden sei. Die britischen Truvven hätten üch südwärts zurückgezogen. Schließlich heißt es in dem Heeresbericht werter, dah die javanische Luftwaffe über­all sehr aktiv sei und bei Bombardierungen in Johore einigen Schaden angerichtet worden sei.

Der Flugplatz von Kuantan wurde, wie Domei nachtiSg. lich meldet, durch einen überraschenden Nachtangriff genommen. Eine australische Abteilung von etwa 1000 Mann wurde dabei vernichtet, 550 Gefangene gemacht und 70 leichte Panzer, 70 Autos und 10 Geschütze erbeutet

Alle strategisch wichtigen Punkte in Britisch - N o r d - b o r n e o befinden stch in japanischer Hand, so dah in Kurze mit der völligen Besetzung dieses Gebietes gerechnet werden _ darf. Der größte Teil der Ölquellen ist unbeschädigt. Bon 100 Öltürmen sind 80 bereits wieder in vollem Betrieb und arbeiten für die Bedürfnisse der japanischen Wehrmacht Der Widerstand der briti­schen Truppeir die sich zumeist aus Indern zusammensetzten, war gering. Die Verteidigung gestaltete stch für die Engländer schon durch die Ungewißheit schwierig, wo die Japaner an der rund

les Empire

ässes zwischen Nordamerika und Australien

australische Regierung erklärt ück ihrerseits mit der Er­richtung von nordamerikanische» Garni­sonen, sowie Flotten - und Luftttützvankten auf dem australischen Festland und den angeschloüenen australi­schen Inseln einverstanden. Die FlottenbaÜs von Port Darwin wird mit sofortiger Wirkung an die USA.-Marine abgetreten. Als erste Folge dieses Abkommens bat die britische Regierung stch damit einverstanden erklären wüsten, dah Australien auherbalb des Befeblsbe- reiches von Waoell bleibt.

In diplomatischen Kreisen Washingtons mibt man dem Militärbündnis gröhte Bedeutung bei. Man betont, dah Australien damit praktisch aus dem britischen Reichsverbaode ausscheidet und zum 49» nord- amerikanischen Bundes itaat wird. Die austra­lische Regierung soll in dem Appell an die USA. das einzige Mittel für die Verteidigung des Dominions erblickt haben, nachdem die Mebrzabl ibrer eigenen Streitkräfte von den Engländern im Mittelmeer geopfert wurde.

Erfolge aus der Krim

Sowjetische Landungskräfte vernichtet — Zahlreiche Sowjet- angriffe im mittleren und nördlicken Abschnitt gescheitert — 4V0V-BRT.-Sandelssckiff an der englischen Ostküste versenkt — Wirksame Luftangriffe auf britische Flugplätze in der Marmarica nnd auf Malta

Aus dem FLbrerbauvtauartier. 7. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Krim wurden feindliche Kräfte, die unter dem Schutz von Kriegsschiffe« in Jewvatoria gelandet waren, durch raschen Zugriff in zähem Häuserkampf vernichtet. Eine südwestlich Feodosta gelandete kleine Kräftegruvve wurde von rumänischen Verbänden »erschlage«. Deutsche Kampf-. Sturzkamvf- und Jagdfliegerverbände führten wir­kungsvolle «»griffe gegen die Landnugskräfte der Sowjets auf der Krim und deren Nachschubwege über das Schwarze Meer.

Im mittlere« und nördlichen Abschnitt der Ostfront scheiterten bei «achlassendem Frost auch gestern zahlreiche Angriffe des Feindes. Im Raume nord­ostwärts Charkow wurde ein örtlicher Einbruch des Gegners in unsere Linien dnrch Gegenangriff beseitigt. Zwei sowjetische Bataillone wurden hierbei aufgeriebe«.

An der englischen Ostküste wurde ei« Handelsschiff von 4000 BRT. durch Bombenwurf versenkt und mehrere Bombenvolltreffer in einem gröbere« Jndnftriewerk erzielt.

In Rordafrika keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen britische Flugplätze in der Marmarica nnd auf der Insel Malta wirksam an.

ig vor Singapur verloren

»her Verwirrung »ach Johore

1000 Kilometer langen Küste zur Landung ansetzen würden.

Über die Kämpfe auf der Philippineninsel Luzon wird bekannt, dah die auf der Halbinsel B a t a n g a s zusammen- gebrängten amerikanischen Streitkräfte von den japanischen Bom­bern fortgesetzt angegriffen werden. 146 Lastwagen des Feindes wurden vernichtet und zehn Schiffe versenkt.

Luftangriff auf -en Flugplatz Kelang

Tokio. 7. Jan., (Funkmeldung). Die japanische Luftwaffe unternahm am Dienstag einen Angriff auf den feindlichen Flugplatz bei Kelang. Dabei wurden sechs Feind­bomber zerstört und fünf weitere Maschinen sowie militärische Einrichtungen des Flugplatzes schwer beschädigt.

Tat gewordene deut!

Die Wut unserer Gegner über das einzigart

,, Berlin. 6. Jan. Die Gebefreudigkeit des ganzen deut­schen Volkes bei der Sammelaktion von Woll- und Winter­sachen für unsere Soldaten kommt in dem veröffentlichten vorläufigen Gesamtergebnis überzeugend zum Ausdruck. Aus allen deutschen Gauen liegen Berichte über besonders umfangreiche und großherzige Spenden vor. So zeichnete stch beispielsweise die Ortsgruppe Mühlenhöbe, Kreis Lchlohberg. im Gau Ostpreuhen. aus. die bei nur 650 Haus­haltungen u. a. zahlreiche Mengen Strümpfe und Hand­schuhe sowie Pullover und Unterwäsche, allein 18 7 Geb- velze. 357 Felle — darunter allein 200 Schaffelle — sowie weitere 120 Stucke verschiedener Pelzteile abge­geben bat.

Auch die Ortsgruppe Oberbilk im Kreis Düsteldorf des Gaues Düsteldorf bat ebenfalls ein besonders gutes Ergeb­nis aufzuweisen, und zwar wurde bis zum 4. Januar 1942 die bobe Gesamtstückzabl von 10423 gezählt.

Die Volksdeutschen Tamoschows (Stadt) haben ück mit einer einzigartigen Sammelaktion an die Spitze der Wollsammlung des Generalgouvernements gestellt. Neben einer Fülle von Decken ünd Pelzkappen. Pelzhandsckube. ge­strickte Handschuhe, neue Filzstiefel. Pulswärmer. Lungen-, Nieren- und Brustwärmer und Obrenschützer neu hergestellt und zahlreiche, zwar gebraucht, aber neuwertige Bekleidungs­stücke abgeliefert worden. Dazu kommt eine Gabe von 100 Mänteln, die von den Deutschen Tamoschows aus feldgrauen Stoffen gefertigt und mit Pelz abgefüttert wor­den ünd.

♦

as. Das über alle Erwartungen glänzende vor­läufige Ergebnis der Wollsammlung bat im Lager unserer Gegner schwerste Wut und gröhten Ärger hervorgerufen. Man hätte es gar zu gern gesehen, wenn

USA.- Spekulationen auf die englische Konkursmasse

Von Wilhelm Ackermann

Am Neuiabrsmorgen 1942 bot sich dem Londoner Straßenvublikum ein bisher ungewohntes Bild: von der historischen Westminster-Abtei webten zum Jahresbeginn tue englische und die amerikanische Flagge, der Union Jack und die Sterne und Streifen nebeneinander. Das war mehr als eine freundliche Geste gegenüber einem bitter benötigten Freund: es symbolisierte die Stimmung, die derzeit weit­gehend die englische Öffentlichkeit beherrscht. und die in der Flucht unter d i e Fittiche bernorbam er i k a n t = schen Union die letzte Rettung Englands erblickt. Die Entwicklung dieser Empfindung ist neuerlick sehr beschleunigt worden durch die fortgesetzten Hiobsvosten aus Dachen, wie England mit den Vereinigten Staaten wetteifert in ber Be­kundung der Obnmackt zur wirksamen Gegenwehr gegen den neuen Feind, den man so herausfordernd selbst auf den Plan gerufen bat. Die „Times" bat in diesen Sagen in einem Leitaufsatz offen ausgesprochen, da ück nach der lungsten Ent­wicklung die Hauptlast des Krieges immer mehr auf die USA. verlagere, so sei es nur reckt und billig, wenn diese auck o o l i t i s ck führend in Front gingen. Das beißt, man ist in England bereit, ück für die weitere Entwicklung grund­sätzlich mit dem zweiten Platz zu begnügen, wenn man nut aus dem heraufbeschworenen gefahrdrohenden Dilemma her- austommt. Sicherlick ist gerade der ..Times' dieses Zuge­ständnis nickt leickt gefallen, denn Re ist das Organ lener englischen Oberschicht, die bisher gewohnt war. auf den ameri­kaniscken Vetter etwas geringschätzig herabzublicken. Wenn er auck nickt mehr der frühere ..arme Jonathan' wgr^ sondern in weltkavitalistiscker Beziehung bereits seit dem Weltkriege das engliscke Erbe angetreten batte, so war man ück in der engliicken Gesellsckaft docksebr des kulturellen Abstande-! be­wußt und empfand auck Mißbehagen über die hemdärmelige Art der USA-, Politik zu macken. Aber anfckeinend ist man inzwifcken zu der Überzeugung gekommen, daß die Zeit für solche vornehm überhebliche Vorbehalte vorüber ist. weil man der Zukunft gegenüber nur eine gemeinsame tiefgehende Un­sicherheit empfinden kann.

Diese Unsicherheit wird für den eigenen englischen Gebrauck noch gesteigert durch Erscheinungen, die auf eine sehr beachtlicke Lockerung des Gefüges des Empires 6tn» deuten. Die erlittenen Rückschläge und namentlich der Lauf der EreigniÜe in Öftesten haben zu gesteigerter Nervosität in den Dominien geführt, wobei augenblicklich Australien mit sehr offener Kritik an der englischen politiscken und militäriscken Führung die gewichtigste Stimme hat. Das schlägt manchen Kreisen im Mutterland derart stark aufs Gemüt, daß ein- führendes englifch-s Blatt ück zu dem be­zeichnenden Raticklag durchrang. man möge doch nickt so un­nötig viel von Emvirevolitik reden, denn dadurck würden nur immer wieder Emvfindlickkeiten geweckt. In England selbst dagegen muß man fick seine eigenen Emvfindlickkeiten im Verhältnis zu den Tockterländern weitgehend abge- wöhnen. Man muß es binnebmen. daß diese in zunehmendem Maße ihre eigenen Weae geben, die bezeichnender und für England verdrießlicher Weise nach Washington führen. Kanada hat bereits seit Jahr und Tag sein eigenes Ver­teidigungsbündnis mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen, das diesen eine Art Patronatsverhältnis^nbt: es ist darüber hinaus in den letzten Wochen auf Roosevelts Anregung eine teilweise Zollunion mit den USA. eingegangen. Zwar hat man diesen Vorgang nach außen als Intensivierung der Kriegsproduktion firmiert, aber es wird deutlich empfunden, daß in ihm die Anfänge einer viel weiter reickenden dauernde» Entwicklung liegen. Australien bat sich mit seinem kürzlichen Hilferuf wegen der plötzlich akut ge­wordenen javanischen Bedrohung nicht an das Mutterland, sondern an das Weiße Haus gewandt: und nur Churchills zufällige Anwesenheit in Washington bat es ihm ermöglicht, diesem sensationellen Vorgehen gegenüber einigermaßen das Gestcht zu wahren, indem er der Rovseveltscken Antwort neck Canberra ein eigenes beruhigendes Hilfsverivrechen anhing. Australien aber zieht den Abschluß eines Militärbünd­nisses mit den USA mit allen keinen Konsequenzen so unsicherer Versprechungen, wie Re Churchill abgibt. vor. Da­mit nickt genug, verkündet man in den Vereinigten Staaten mit gewohnter Lautstärke, man werde stch nun auch in Ost- afrifa häuslich .niederlallen und in Mastaua am Roten Meer einen Flottenstützpunkt und eine eigene Krieasrnaterial- vroduktion errichten. Damit wären dann die USA. auck in die. unmittelbare Nachbarschaft des südafrikanischen Do­minions geruckt, das fick bisher Washington gegenüber nock etwas zuruckgehalten bat.

Man hebt an diesen verschiedenen Tatsachen mit völliger

he Volksgemeinschaft

e Ergebnis unserer Winterkachen - Sammlung

diese Sammlung keinen Erfolg gebracht hätte und wenn man dann einen „Riß in der inneren Front Deutschlands", von dem englische Blätter so gern phantasteren. hätte fest­stellen können. Auf diesen Ton war die engliscke Agitation von dem Augenblick an eingestellt, als die erste Nachricht über die Wollsammlung bekannt wurde. Man prophezeite einen katastrophalen Mißerfolg. Um nickt als völlig bla­miert dazusteben. verfälickt man nun das Ergebnis nach be­rühmter englisch-jüdischer Art. Aus den über 32 Millionen stuck, die schon bis zum Samstag erreicht worden war, wer­den für den englischen Leser rund 4,5 Millionen Stück. Daraus baut man alle möglichen schönen Berechnungen auf und erklärt daß auf ieden Soldaten an der Ostfront nur ein Viertel Hemd und drei Fünftel Pullover entfielen und daß zahlreiche deutiche Familien nichts für die Sammlung gegeben hatten. Das genügt den Lügnern und Phantasten noch nicht. Ein amerikanischer Sender fügt hinzu, daß der Erfolg der Sammlung Io schlecht sei. daß in der nächsten Zeit eine Zwangsabgabe zu erwarten sei. Andere iübliche Schreiberlinge nnd schon einen Schritt weiter. Sie willen zu beruhten, daß bereits das Militär den Zivilpersonen die Pelzmantel auszieht, baß Hausuntersuchungen itattfinben und baß alles beschlagnahmt werde. Mit folchen und ähn­lichen Tartarennachrichten wird also das Publikum in Eng­land und in den USA. gefüttert. Die Bekundung der engen Verbundenheit zwischen Heimat und Front, die das Ergeb­nis der Wollsammlung bedeutet, ist unseren Gegnern also derart in die Knocken gefahren, baß Juden. Emigranten. Engländer und Amerikaner Ück mit größtem Eifer bemühen, dieses (Ergebnis zu verfälschen. Sie begreifen den deutschen Gemeinschaftsgeist nicht und Re be­greifen nicht, daß alle Widerstände auf dem Weg zum End- Reg den entschlossenen Willen des deutschen Volkes nur noch härter machen.