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Dienstag. 6. Januar 1942

Wiesbadener Zagblatt

Nr. 4 Seilt »

-M, Wir erhielten die schmerz- liehe Nachricht, daß un­ser einziger, unvergeß­licher Sohn, mein lieber Bru­der, unser guter Neffe und Vetter

Wilhelm Hoffmann

Leutnant in einem Inf.-Reg., Inh. des EK 1. u. 2. KL, und Feldmeister des RAD, bei den schweren Kämpfen an der Ostfront am 6. Dezem­ber 1941 den Heldentod im Alter von 25 Jahren erlitten hat. Er gab sein junges Leben in treuester Pflichterfüllung für Führer, Volk u.Vaterland.

In tiefem Schmerz: Hermann Hoffmann, Julie Hoffmann, geb. Nierhaus, Erika Hoffmann

Wiesbaden, den 6. Jan. 1942. Rückertstraße 2.

Sonntagabend entschlief sanft nach längerer Krankheit un­sere liebe Mutter, Schwieger mutter .Großmutter .Schwester, Schwägerin und Tante, Frau

Clara Engelbert

geb. Stallmann

im Alter von 75 Jahren.

In tiefer Trauer: Frida Engelbert, Oberstleutnant Kurt Engelbert, z. Z. Wies­baden, Edith Forth, geb. Engelbert, Aenne Engel­bert, geb. Wenk, Dr. ing. Hans Forth, Hans, Helmut Erich Forth

Wiesbaden (Scheffelstraße 6), Hanau a. M. (Brüder-Grimm- Straße 11), Gneeen (Warthe­land), Zuckerfabrik. 5. Jan. 42.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Die Ein­äscherung findet statt am Donnerstag, 8. Jan. 1942, vorm. 11.15 Uhr auf dem Südfriedhof

Schicksalsöden

Edvard!

*

ROMAN VON FRITZI ERTLER

(Nachdruck verboten)

54. Fortletzung

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

FAMILIENANZEIGEN

Oberbürgermeister: Schulamt

Verlag.

Ao

Z. Saarbrücken, und Frau

z.

Wenn auch

weniger

jedenfalls

gut rauchenI

er m. Möbei-

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vergessen können! Dein Geheimnis wirdauck mein,Eefieimms bleiben, das ist der Dank, den ick dir iur deine Gute Iwulde.

Alle helfen mit!

Ein Berg von gespendeten Ski-, Berg- und Winterstiefeln, die für unsere Soldaten bestimmt stnd, in einer Sammelstelle. (Photo: Weltbild.)

Heute verschied nach langem schwerem Leiden unsere her­zensgute Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter Schwester, Schwägerin und Tante Frau

Ellese Giebel geb. Riehl

im 63. Lebensjahr. Ruhe sanft du gutes Herz, dir der Friede, uns der Schmerz.

Die trauernden Hinterblie­benen: Familie Joh. Giebel, Familie Karl Giebel, z. Z. im Felde, Herrn. Neumann u. Frau Maria, geb. Giebel, Familie Emil Giebel, Farn. Willi Giebel, z. Z. im Felde, und 11 Enkelkinder

Wiesbaden, SchachtstrJi, 5. L Einäscherung: Donnerstag, 1 Uhr Südfriedhof.

Hans-Joachim. Die glückliche Geburt eines gesunden Stamm­halters zeigen in dankbarer Freude an: Tilly Geßner, geb. Vogelsang, W.-Biebrich, Rat­hausstr. 68, z. Z. Rotes Kreuz, Hans Geßner, z. Z. im Felde.

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Statt Karten. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst Heinz Schütz,

Am Sonntag, 4. Januar 1942, entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe treusorgende Mutter, Schwie­germutter, Großmutter und Tante, Frau

Henriette Schmidt Wwe.

geb. Dinges

im Alter von 71 Jahren, wohl­versehen mit den Tröstungen ihrer Kirche.

Die trauernden Hinter­bliebenen: Familie Ernst Schmidt, Familie Karl Schmidt, Wilhelm Scharfen­berger und Frau Lina, geb. Schmidt, Karl Ehrhard u. Frau Frieda, geb. Schmidt, Familie Alfred Schmidt u. Enkelkinder

W.-Rambach, den 5. Jan. 1942. Ostpreußenstr. 35

Die Beerdigung findet am Mittwoch, 7. Jan. 1942, 14 Uhr, auf dem Friedhof in Wiesb.- Rambach statt.

Die gute Anekdote

Gut »örtert

Der berühmte Baumeister. Bildhauer und Maler Gio­vanni Lorenzo Bernini wurde allgemein beschuldigt, das? er bei seinen Bauten an der St. Peterskirche in Rom ein Ver­sehen gemacht habe, wodurch ein Ritz in der Kuvvel ent-

Der Bildhauer Machi hatte einige Bildwerke für die Kirche verfertigt, darunter auch die heilige Veronika, die tn einem sehr leichten Gewände mit fast flatterndem Schweitz- tuch dargestellt war. Bernini war bei der Aufstellung dieser Statuen zugegen, und als die heilige Veronika ihren Platz erhielt, fragte er den Bildhauer spöttisch:

..Wo in aller Welt mag der Wind Herkommen, der das Schweitztuch so sehr bewegen kann?" .

..Aus dem Ritz in der Kuvvel". versetzte Mach, trocken.

Das Versprechen

Frau de Pomairols, die Bittgänge für die Aufnahme ihres Mannes in die Akademie machte, sagte zu Loppee:

Geben Sie ihm Ihre Stimme, ich bitte Sie darum. Wird er nicht gewählt, so stirbt er." .

Lovvee stimmte für ihn. Herr de Pomairols wurde nicht gewählt, starb aber nicht. Fvau de Pomairols nahm ihre Bemühungen wieder auf.. .,

O nein, meine gnädige Fran", antwortet« Eoppee, .Jffl habe Ihrem Manne gegenüber meine Pflicht erfüllt. Ich habe mein Versprechen erfüllt, warum bat er das ferne nicht gehalten?"

Irma batte dielen Brief balblaut gelesen. Jetzt sab Re auf und erschrak tief Fromsmö stand mit bangenden Armen. Sein Gesicht war weih, die Augen starr geradeaus gerichtet. Sie bat mir die Treue gehalten. Re bat mich geliebt, noch in ihrer Todesstunde. Re bat mich nur des Kindes wegen das dem anderen gebörte. peilafien. Und ich -!" Ein 6tobn.cn hob seine Brust, dann iab er Irma voll in die Augen. ..Weiht du Irma wer die Frau war. die ich liebte, ein langes ver­lorenes Leben, die ich durch meinen Iäbzorn glaubte: vertagt zu haben es war die Frau des Heizers Sans Harscher. die Mutter dieser Fortuna, die dir beute geschrieben bat!

Irma prallte zurück.Eduard", stieb Re tonlos hervor. Edvard, du hast es aewutzt. wie Harscher diese Frau suchte, du hast aewutzt. datz sie spurlos verschwunden war. wie du glaubtest, durch deinen Jähzorn über die Schwelle getagt, und du hast Harscher nichts davon gesagt?" Sie konnte nickt weitersprechen. , t ,. o ,

Fromsmo sab hinaus durch bte Bullaugen auf das.Leuck- tcn des Meeres, anscheinend batte er gar nicht hinaebort auf das. was Irma sagte. ..Richt ich bin an ihrem Tode schuldig . sprach er mübiam zu sich selbst,sein Kind bat he zuruckge- füfirt nach Hamburg, nur sein Kind nabm ibr das. Leben, nickt ich! Sie bat in ibrem Briefe meinen Namen nickt ver­raten. sonst wäre mir Harscher schon lange auf den Fersen. Wie mutz sie mich geliebt haben! Sie schläft auf dem Meeres­gründe. meine Fortuna mein verlorenes Glück-

..Was hätte ich denn Harscher sagen sollen?" wandte er sich ient an Irma. ..Er suchte die Frau, die wir beide gleich leidenschaftlich liebten, genau so schmerzlich wie ich. beide konnten wir eine Tote nicht finden, die auf dem Meeresgrund schläft. Latz mich ietzt allein. Irma!"

Irma ging in ibre Kajüte. Die Polarnacht in ihrem Herzen wich allmählich der Mitternachtssonne. Hertz flammte die Liebe zu Herbert auf und brannte in ibr. wie die treuer der Sonne auf den vergletscherten Zacken der Lofoten. Sie iah mit gefalteten Händen und um sie war die Erinnerung. Vor ihr erstanden die wilden Höben des Watzmannes. he blickte auf eine blitzende Eisfläche und lab. in beitze Manneraugen Dann flog eine glühende Röte über ibr Gesicht, und eine tiefe Niedergeschlagenheit bemächtigte fick ihrer. Wurde ihr Her­bert ie verzeihen können? Sie batte einem Manne, den Re eigentlich gar nickt kannte, blindlings vertraut, und.ihrem Gatten dieses Vertrauen entzogen. Sie batte Herbert in das Eesicki geschlagen und seinen Brief, der ibr vielleicht Auf­klärung gegeben hätte, zuruckgewresen! Irma schüttelte den Kopf. Verzagt, wie jede Frau, die wirklich.liebt, wagte Re nicht daran zu glauben, dah Herbert ibr wirtlich verzelben

Mit beiher Freude dachte Re an ihren Baier, er sollte in seinen alten Tagen alle Liebe kennenlernen, die ein Kind den Eltern sckenken kann. An ibm konnte Re ibr Unrecht bestimmt gutmachen.

Wie lange Irma gesellen batte, muhte sie nickt. Ein wildes Durcheinander pon Stimmen am Landungssteg, eine Erregung, wie sie hn Nordlande sehr selten ist. lieh Irma erschrocken aufspringen.Das Motorboot des Herrn Fromsmo ist in Brand geraten", riefen die Fischer herüber pon der Landungsbrücke. ..Er ist in einem rasenden Tempo die Küste entlanggefabren. das Motorboot ist gesunken."

Irma krampfte verzweifelt die Hände um das Solz der Reling. ..Edvard", weinte Re auf.Sie weiden deine Leiche vergeblich suchen, du bist zu ibr gegangen. Re fiat dich gerufen, die Frau, die du liebtest nie fiätteft du Re meinetwegen

Der Tag. an dem Irma im vergangenen Jabre das Saus ihres Mannes verlallen batte, mitte stch. Wolkenlos blaute der Simmel über der Alster, es wurde allmablick Abend Aus den Ickwimmenden Eines tonte eimÄmeufielnbe MuRl. das frohe Abendleben, das fick an Rethen Tagen auf dem Binnen­see abspielt, setzt ein. Da und dort sprangen noch badende Menschen in die Flut, aus den zablretcken Booten ertönte Eefang oder übermütiges Lachem -

Herbert batte beute einen schweren Tag. Seit bte Kunde durch die Tagesblätter ging, datz der Maler Fromsmo infolge eines Vootsunfalles in Norwegen tödlich verunglückt iet. w . in Herbert der brennende Wunsch, svivrt hinauf nach dem Norden zu eilen, um sein Weib zu holen. Aber er zwang nck gewaltsam zur Ruhe. Er muhte, bah Fortuna an Irma ge­schrieben. ihr Aufklärung gegeben hatte Wenn in Irmas Herzen für ihn etmas lebte, dann mutzte he ietzt.den Weg zu ihm zurückfinden. Nur Harscher der gerade in Hamburg weilte, hatte er oeranlaht. ahsuretfen. Jetzt mutztees nck auch klären, in welchem Verhältnis Irma zu Fromsmo gestanden 6atteine Unruhe war in Herbert, die ibn förmlich durch das Saus tagte, und die er nicht meistern.konnte. Harscher ließ weder von fick noch von Irma etwas hören, trotzdem Herbert ihn gebeten hatte, ihm sofort Mitteilung zitiommen zu lallen.

Der Mond kam herauf und warf sein Silberlickt auf die Alster. Serbert ging hinüber nach den Zimmern. Irmas, .setzte sich an ihren Schreibtisch und stutzte den Kopf in die Sande. Was hatte er seit dem vorigen Jahre erduldet! Und doch war keine Zeit seines Lebens lehrreicher für ihn gewesen als bte letzten schweren Monate. Er bachte an einen, Brief, ben er heute erhalten hatte. Schorschl und Klara betäuben sich auf der Hochzeitsreise nack Hamburg. Herbert freute hoi auf diese beiden Menschen, die er brieflich über alles aufgeklärt hatte, und die ihn morgen besuchen würden Sersckmann hatte fein Wort gehalten Die Hilfe, die er Klara int vergangenen Jahre auf dem Urlauberschiff versprochen hatte, ermöglichte es den iungen Leuten, stch ietzt schon einen Hausstand zu gründen. (Schluh folgt.)

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Die für Ende Januar vorgesehenen W i n t e rk am pf spiele der Studenten sind abgesagt worden Die Reichs- tubentenfüfitung fiat dafür Sorge g-tragen, datz die Wehr- ertüchtigung der deutschen Studenten trotzdem fortgefuhrt werden kann.

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Die Schwimmsport-Termine 1942

Die wichtigsten Termine des deutschen Schwimmsports für das Jahr 1942 stehen fest. Nach den Hallenmeisterschaften am 21 und 22. Februar in München werden die Tttelkampfe in den Kreisen bzw. Bezirken am 14. Juni veranstaltet. Es folgen dann am 28. Juni die Meisterschaften in den Eauen bzw Bereichen und zum 11./12. Juli sind die Erotzdeutschen Meisterschaften nach Hirschberg angesetzt. Als verbindliche Termine für die große Mannschaftsprufilng sind der 26. Jul, und der 9. August bestimmt werden. Von den internationalen Treffen ist der Landerkampf mit Ungarn zu erwähnen, der am 18. und 19. Sult in Darmstadt vor sich gehen wird.

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