Einzelbild herunterladen
 
  

Seite L Nr. 4

Wiesbadener TagblaA

Dienstag. 8. Mannar 1942

von Ribbentrop nach Ungarn abgereist

Berlin. 5. San. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop bat kick am Montagabend auf Ein­ladung des Reichsverwesers des Königreiches Ungarn Niko­laus vonHorth» und der königlich- ungarischen Regierung m einem mehrtägigen Besuch nach Ungarn begeben.

Deutschland hat klug gehandelt"

USA.-Divlomat Davies bestätigt die Hinterhältigkeit der Politiker des Kreml

Buenos Aires, 5. San. Der Washingtoner Vertreter der Morgemeitung ..N a c i o n gebt erneut ein auf die soeben erschienenen Memoiren des USA.-Botschafters tn der Sowret- union. Josef Davies.Mission in Moskau".

Davies gibt darin zu. daß Deutschland wahr­scheinlich klug geh and eit.habe die Bolsche­wisten anzugreisen, bevor diese selbst angrrssen. Die Aussübrungen werden durch eine Reibe bedeutsamer ver­traulicher Dokumente über die Sowietdivlomatie vor dem deutschen Einmarsch in Polen beleuchtet. Der Kreml habe schon im Sabre 1937 eine Militärallianz mit England und Frankreich gegen Deutschland angestrebt. Ein Einvernehmen sei iedoch aus gegenseitigem Mißtrauen nicht »ustandegekon^ men Der Pakt mit Deutschland sei auf Stalins Wunsch zurückzufübren. sich zunächst strategischer Stüfepunfte in Polen. Finnland und Bessarabien zu bemächtigen Sm Frubiabr 1941 habe sich Stalin bereits stark genug gesuhlt, Deutschland berauszusordern. Das gebe aus folgenden, diplomatischen Aktionen des Kremls hervor: Die Mißbilligung des An- schlulles Bulgariens an die Achsenmächte der betonten Be- stätigung des Nichtangriffspaktes MoskauAnkara und schließlich dem Abschluß eines Freundlchaftsvaktes mit der Belgrader Verschwörerregierung Simowitsch.

Bon London bezahlte Mörder

Der Kabinettschef des französischen Innenministeriums einem Anschlag zum Opfer gefallen

Vichy. 6. San. (Funkmeldung.) Auf der Bahnstrecke MelunTroyes wurde, wie in Vichy bekanntgegeben wird, die Leiche des Kabinettschefs des französi­schen Snnenminilleriums. Paringault, aufge- funden. Man nimmt an. daß lick Paringault auf der Reise nach D i i o n befand, um dort die Untersuchung über das auf einen deutschen Offizier verübte Attentat einzuleiten.

Der Nachrichtendienst der USA. und der englische Nach­richtendienst haben unmittelbar nach Verübung der Tat ge­meldet. daß ein Attentat gegen den franzöülchen Snnen- minifter P u ch e u erfolgt lei. Der Londoner Nachrichtendienst begleitet diese Meldung mit der hämischen Feststellung, daß Eolonell Britton vor einigen Tagen gesagt habe, daß Ver­räter wie Pucheu ein gefährliches Soiel trieben. Es kann daher kein Zweifel daran bestehen, daß ein Anschlag von englischen und USA.-Agenten gegen das Leben des französischen Snnenminiiteis vorbereitet war. dem nun­mehr sein Kabinettschef zum Opfer gefallen ist.

Ganz Palästina für die Juden

Neves Zugeständnis Ehnrchills an das Judentum al» Loba für die Unterstützung der britischen Sache

Rom, 5 San. Nach seiner Rückkehr aus Kanada nach Washingron batte Ehurchill.. wieStefani aus New Bork ernährt. eine Untirreduns mit einer bekannten indischen Persönlichkeit. Auch Lord Halifax buhe dreier Unterredung beigewohnt. in der die Frage eines indischen Palästina er» ö*^Cburchill habe sich, wieStefani" berichtet,, dafür aus« gesprochen, daßganzPaläitina zu einem 1 udischen Staat gemacht werde. Er habe die Ansicht geäußert, daß die Araber über genügend Länder., vermgen, um sich, wo anders niederzulasien. Die Araber mußten ausPalafttna evakuiert werden. Die Palästinafrage stelle einen gordischen Knoten dar. der durLdauen werden müsse. Dir

Seit mehr als sechs Monaten, seit Beginn des Ostfeld- zuges, weilt der riührer in seinem Hauptquartier im Osten, ordnet er lein Lebn unter Verzicht auf jede Ablenkung in D o 1118 e r S i n gäbe an seine gigantische Aufgabe den Notwendigkeiten des Krieges unter. Eine ungeheure Arbeitslast liegt vom Morgen bis in die späte Nacht auf seinen Schultern. Sie hat es ihm in diesem Winter nicht einmal ermöglicht. Weihnachten wie in den Heiden Kriegs- ittoten inmitten feiner Fronttruvven zu verbringen: als Oberbefehlshaber des Heeres gestattete es ihm die Zeit nicht, sich mehrere Tage von seiner Nachrichten^ntrale im Haupt­quartier zu entfernen. Selbst die wenigen Stunden, in oenen der Führer seine täglichen kurzen Mahlzeiten gemein- '0P.,mit den Angehörigen seines engsten militärischen und politischen Stabes einnimmt, richten sich nach der Länge der leweiligen Arbeitsstunden und Besprechungen, nicht umge­kehrt. Sm übrigen aber möchte man nur wünschen, daß das ganze deutiche Volk den Gesprächen des Führers lauschen konnte, um an ihnen das Kraftbewußtsein und die Siegeszuversicht zu erkennen, die den Führer gerade auch in diesen Winterwochen beseelen.

Die Macht des Willens, die sich im Führer verkörpert Md die Kraft der Persönlichkeit, die das Gesetz dieses Willens auf die Kämvfernaturen übertrug, ist das Geheim­nis der Erfolge der nationalsozialistischen Bewegung. Was ihre Kampfer zu Führern gemacht hat. ist ihre Willens­stärke. Eiserner Wille gab ihnen die Kraft, jede Situation des Kampfes zu meistern und am Ende den Sieg zu erringen. Dieser unbeugsame Wille ist die unerschöpfliche Energiequelle, aus der die Bewegung das Eroßdeutsche Reich erkämpfte, und dieser unbeugsame Wille, der beute jeden von uns erfassen muß, wird dem Reiche auch seine leuchtende Zukunft gestalten.

Wahrhaft große Siege werden im Leben nur nach barten Charakterprüfungen an denen auch die­jenigen nur noch wachsen, die an schnelle und große Erfolge gewöhnt sind. Sn einem Weltkamps wie dem heutigen wird nur ein Volk den Lorbeer des Sieges verdienen, dellen Herzen im Feuer des Widerstandes gestählt und in der Glut der Prüfung en gehärtet sind.

Nur durch solche Härte wird unser ganzes Volk die

Schwere Sowjet-Verluste

Kroatischer Fliegerverband zeichnete sich besonders aus Erfolgreiche Angriffe der Luftwaffe gegen sowjetische Kräfte bei Feodosia und gegen Schiffsziele Britische Stellungen in Nordafrika sowie Flugplätze auf Malta erneut bom­bardiert

Aus dem Fübrer-Hauvtquarrier. 6. San. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront dauern an. Unsere Truppen fügen dem Feinde durch Abwehr­feuer und Gegenstöße überall schwere V e r l u st e zu. 3m Rahmen der Kampsführung aus der Luft hat sich un kroatischer Fliegerverband durch kühn geführte Tiefangriffe besonders ausgezeichnet.

Die bei F e o d o s i a gelandeten sowjetischen Kräfte so­wie Schiffsziele vor Iewvatoria wurden von Kampf- und Jagdfliegerverbänden erfolgreich angegriffen. Ein Schnell­boot wurde versenkt, drei Transporter beschädigt.

Bei de» Färöer und an der englischen Westküste wur- den zwei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf be­schädigt.

3n Nordafrika lebhafte Aufklärungs- und Artillerietätigkeit im Raum von Sollum und bei Agedabia. Wirksame Luftangriffe richteten sich gegen britische Stellun­gen und Nachschubwege. __

Auf der Insel Malta wurden britische Flugplätze bombardiert.

Größe des Kampfes ermellen. Aber wenn es diese Große begriffen hat. und in dieser Erkenntnis seine Energien.zu höchster Leistung spannt und zusammenballt, wie es seine tapferen Soldaten tun. dann kann es in ruhiger Zuversicht auf seine Kraft und seinen Sieg vertrauen. .

Der Blick auf den Führer bat einst den Nationalsozia­listen die Kraft gegeben: Deutschland aus tiefster Erniedri­gung zu erheben. Der Blick auf den Führer erbebt heute das ganze deutsche Volk zu höchstem Einsatz und größter Kraftentfaltung.

Wettere harte Kämpfe im mittleren Abschnitt

Feindliche Gruppe im Nordabschnitt vernichtet

Berlin. 5. San. An mehreren Abschnitten im mittleren Teil der Ostfront fand die harte Karnoftätigkeit auch am 4. Sanuar ihre Fortsetzung. Teile einer deutschen Snfanterie» division stießen auf zwei feindliche Bataillone und warfen sie aus dem unübersichtlich und durch Schneewehen schwer vallierbaren Waldgebiet heraus. Die Säuberung des dichten Waldgeländes von feindlichen Resten, die sich in gut getarnten Widerstandsnestern festsetzten, ist noch int Gange.

Snt Nordabschnitt der Ostfront wurde trotz starken Frostes, der die Kampfhandlungen sehr erschwerte, eine Feindgruvve vernichtet. Dabei wurden auf engem Raum 400 gefallene Bolschewisten gezählt.

Sm gleichen Frontabschnitt erkannten vorgeschobene Artilleriebeobachter im Bereich eines Korps Bereitstellungen des Gegners zum Angriff. Das sofort einsetzende deutsche

Artilleriefeuer machte diese feindliche Absicht zunichte und zwang die Bolschewisten zur Aufgabe ihres Vorhabens. Auch int Nachbarabschnitt dieses Korps letzte der Gegner zu starken Angriffen an. Sn den schweren Abwehrkämvfen erlitten die Bolschewisten aber auch dort blutige Verluste, so baß es. dem Gegner nirgends gelang, in die deutschen Stellungen einzu­dringen. ,

Deutsche Kampf- und Sagdflugzeuge setzten tn der Nacht zum 5. Sanuar ihre Angriffe auf bolschewistische Truppen- ansammlungen mit großer Wirkung fort. Aus niedrigster Höbe und bei klarster Erdsicht 'bombardierten die Kamvf- ilugzeuge feindliche Kolonnen. Hierbei wurde eine große Zahl von Fahrzeugen vernichtet und wurden dem Gegner sehr hohe Verluste zugefügt. Sm nördlichen Kampfabschnitt richteten sich die Angriffe gegen Eisenbahnlinien und Ko­lonnen des Feindes auf dem Eis des Ladoga-Sees.

Hilfe, die die Süden der ganzen Welt der britischen Sache angedeihen lallen, erfordere, daß diese Frage derart gelost werde, daß ganz Palästina nur den Süden gehöre. (!)

Diese Erklärungen Churchills, so meldetStefani" weiter, seien in allen jüdischen Kreisen der USA. verbreitet worden, die daraufhin ihre Provagandaorgane angemteien hätten, den Besuch Churchills in Washington mit ent­sprechenden Lobsprüchen zu versehen.

D.e Hermat sorgt für das Ostheer

Was das Heeresverwaltungsamt liefert

Die deutschen Soldaten, die den östlichen Winter in neuen Blockhäusern verbringen, werden erkennen, weichen Wert eine vorausschauende Planung bat. Dadurch, daß ein einheitlicher Typ entwickelt wurde, kann die TrMve tatsächlich in kurzer Zeit diese Untertünfte !(halfen. Was weiter für die Versorgung unserer Truppen tm Osten er­forderlich ist, das liefert die Heimat, Hier, hat der Heeres- mienbant beim Generalquartiermeister seine yorbenmgen heim öeeresverwaltungsamt angemeldet und das Heeres- verwaltungsamt ist Tag und Nacht, bemüht, alles tut die Verpflegung und Kleidung notwendige, , so schnell, und aut als möglich herbeizuschaffen. Was freilich trn Osten selbst hergestellt werden kann, das soll auch dort selbst geschallen werden. Das gilt zum Beispiel für die Pritschen, Banke. Tische und Schemel, auch hier bat die Truppe Anweisungen zur schnellen und zweckmäßigen Herstellung erhalten. Türen und Fenster dagegen werden nicht von der Truppe hergestellt, sondern in Deutschland gefertigt und an die Ostfront gebracht. Da es sich hier um einheitliche Typen handelt, so können sie überall Verwendung finden. Dabei ist. es nicht immer leicht, den Anforderungen gerecht zu werden. So sind, um nur eine Zahl zu nennen, mehrere hunderttausend Öfen nach dem Osten geliefert worden und die Länge der gelieferten Ofenrohre beläuft sich auf viele hundert Kilometer. Um die langen Winterabende gemütlich zu gestalten, bat bas Heeresver­waltungsamt seine besondere Sorge der Beleuchtung der Truvvenunterkünfte zugewendet. Hier sind Karbidlampen. Petroleumlampen, auch in einer besonderen trprm Starkltcht- lampen für Eemeinschaftsräume gelleiert worden. Schließlich bat auch das alte Sindenburglicht des Weltkrieges feine Auf­erstehung gefeiert, da dieses Licht sich zweckmäßiger und spar­samer als Paraffinkerzen erwiesen bat. Ein Hlndenburglicht brennt unter ungünstigen Bedingungen fast doppelt so lange, wie eine Paraffinkerze von gleichem Gewicht, es ist außerdem unempfindlicher beim Transport. Der Verbrauch an Kerzen und öindenburglichtern ist erstaunlich.

Für die Lagerstätten sind bereits viele Millionen von Strohsäcken bereit gestellt. Dort, wo die Truppe feste Quartiere in ihren Blockhäusern bezogen hat. wird auch das Kochgeschirr eine Entlastung finden. Nach Möglichkeit soll dann wieder auf Tellern mit Messer und Gabel gegeben werden. Es werden außerdem Kochtöpfe und Bratpfannen an die Front geschafft. Waschschüsieln. Wasiereimer und Wasierkannen sind schon in großen Mengen nach dem Osten befördert worden und werden auch weiter nach dort gebracht.. Dazu kommen dann Bilder. Bücher. Spiele und Radiogeräte, um unseren Soldaten den Aufenthalt so kurz­weilig wie nur irgend möglich zu gestalten. ,

Es ist fürwahr eine Riesenaufgabe, alle diese Dinge zu beschaffen und zu befördern. Die Einschränkungen, die die Reichsbahn hat vornehmen mühen, wird gerade aus diesem Grunde wohl überall verstanden werden. Setzt wird auch manche Hausfrau die Knappheit gewisier Waren verstehen, die nämlich nur deshalb eintrat, weil vorzugsweise die Front damit beliefert werden mußte. Selbstverständlich bedarf auch das Ersatzheer in der Heimat solcher Gegenstände, aber es muß betont werden, daß die Frontversorgung in allen Fallen vorgeht. Durch die Beschaffung dieser Materialien, und durch die Vergebung von Aufträgen aller Art wird die deutiche Wirtschaft auch soweit sie nicht Rüstungsindustrie ist. während des Krieges voll beschäftigt und in Gang gehalten. Darüber hinaus wird auch die neue europäische Großwirt­schaft erkennbar, denn auch aus Frankreich. Belgien. Nor­wegen. Holland werden Materialien an die deutiche Front gesandt, soweit sie in diesen Ländern hergestellt werden konnten. Selbstverständlich liefern auch die uns befreundeten Länder, was sie nur irgend liefern können

Es ergibt sich für uns bas Bilb, baß die Heimat für die kämpfende Front arbeitet und schafft. Sn Kampf und Arbeit werden Front und Heimat auch letzt zuiammenstehen. um die vor uns liegenden Monate dieses Feldzuges zu überwinden.

Karl Brammer.

Das Sultanat Selangor

An der Westseite der Malaiischen Halbinsel sind die japanischen Truppen bis in bas Gebiet des Sultanats Selangor (auch Salangor geschrieben) vorgerückt. Die Hauptstadt dieses Sutanats Kuala Lumpur ist ein recht wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt und als solcher bereits wiederholt in den Drahtmelbungen genannt worden. Von der Hauptbahn, die von Singapur aus bte ganze Malaiische Halbinsel bis zur thailändischen Haupt­stadt Bangkog durchzieht, zweigt in Kuala Lumpur eine Nebenbahn nach dem Hafen Port Sroettenbatn ab. Das Sultanat ist mit etwas über 8000 Quadratkilometer nicht einmal so groß wie Thüringen und zählt gar nur eine knappe halbe Million Einwohner. Sniereflant ist. daß sich die Bevölkerung zum geringen Teil aus eingeborenen Malaien zusammensetzt. An der Spitze stehen vielmehr etn- geroanberte Chinesen und 3 n b e r. bte sich sehr lebhaft mit bem Bergbau nach Zinn. Wolfram unb Braunkohle so­wie mit bem plantagemäßigen Anbau von Kautschuk unb Kokospalmen beschäftigen. Militärisch ist Selangor daburch wichtig, daß der bis 2000 Meter hohe Gebirgszug der Ma­laiischen Halbinsel zunächst von der Küste zurucktritt, aho eine Ebene bildet, sich dann aber mit seinen Ausläufern südlich des ermähnten HafenZ Swettenham wieder. dem Meere nähert.

Neue Ritterkreuzträger

Berlin, 5. Jan. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh da» Ritterkreuz an:

Generalmajor Rauch, Kommandeur einer Infanterie-^ division, Oberst Holm, Kommandeur eines Jnfantene- regiments, Oberst Kreß, Kommandeur eines Eebtrgs- iägerregiments, Major Rebe, Bataillonskommandeur «n einem Schützenregiment, Hauptmann I ü 11 n e r. Bgtarllons- kommandeur in einem Infanterieregiment, Rittmeister Sachenbacher. Chef einer Radfahrschwadron, Ober- kcntnant Eunzert, Führer einer Pionierkomvame. Ober­leutnant Flietzba», Führer einer Batterie in einem Artillerieregimcnt, Oberleutnant Di en ent Hal, Ehrs einer Radfahrschwadron. Oberlentnant Vohbnrger, Komvaniechef in einem Infanterieregiment. Oberleutnant Seidel. Bataillonsführer in einem Infanterieregiment. Oberfeldwebel Ziemer, Zugführer in einem Infanterie- Regiment. Feldwebel Sieger. Zugführer in einem Infanterieregiment.

Einbe anderer Sprengstoff"

Wodurch das bestgevanzerte Schiff der Welt in 12 Minuten sank?

Tokio, 5. San. (Ostasiendienst des DNBZ Sn einem Kommentar zur Versenkung des britischen Schlachtschiffes P r i n c e o f Wales" erörtertSapan Times and Adoer- tiier die Frage, wodurch der Untergang in 12 Minuten hervorgeruien sein könnte, da es sich doch um bas beuge» panzerte Schiff der Welt gebandelt habe. Das Blatt meint, daß habet jedenfalls ein besonderer javanischer Sprengstoff eine bedeutende Rolle gespielt habe. Früher habe Sapan bis etwa zum Sabre 1908 den Sprengstoff aus England bezogen, dann aber ihn selbst produziert. Heute könne die japanische Marine einen besonders hochwertigen Sprengstoff in kurzer Zeit und in beliebiger Menge bet« stellen. Die Erfolge in Hawai unb auf bet Malaven-Halb- inlel seien vom Standpunkt der Anwendung hochwertiger Erplosivstoffe aus geieben von enormer Bedeutung für die weitere Kriegführung Es werde sich ferner auch zeigen, baß bte javanische Marine in ihren Soezial-U-Booten eine neue Waffe entwickelt habe, die noch weit über die Er­wartungen hinauswachse. ______

Die Sulu-Jnseln

Die Savaner melden die Besetzung der Sulu» oder Iolo- Snseln. die zwischen der südlichsten philippinischen Sniel Mindanao und der großen Sniel Borneo liegen. Die Eng­länder machen dazu eine wegwerfende Geste, die etwa be­sagen soll:Nun. wenn schon Sulu-Snieln!?" Die Sulu« Snieln sind ihrer Größe und Bevölkerung nach allerdings nicht überwältigend groß. Sie bedecken insgesamt eine Fläche von rund 26 000 Quadratkilometer, sind also so groß rot» Sachsen und Thüringen zusammengenommen. Ihre Be- völkerungszahl wird auf nur 176 000 angegeben, wobei die Perlfischerei, aber auch die Zucht von Rindern und Pferden tm Vordergrund des Erwerbslebens stehen. Den Namenhat diese Inselgruppe von der Insel Solo oder Sulu: die größte der Inseln ist aber Bastian. Bisher gehörten die Inseln zu den Philippinen. Sie haben aber einen erheblichen strategi­schen Wert für die Verteidigung des fübchinestschen Meere» gegen Westen und Süden und sind zugleich bequeme Luft- unb Seestutzpunkte gegetj die großen Inseln Borneo und Celebes, sowie gegen das ungemein reichhaltige Gewirr größerer und kleinerer Inseln, die sich in fast ununter­brochener Streulage bis Neuguinea und Australien bmteben.

Tiefe Niedergeschlagenheit des USA.-Dolkes

Kritik an den Maßnahmen der verantwortlichen militärisch en Stellen Auch die Südamerika»« von dem schnellen Fall Manila» überrascht

Tokio, 5. San. Die Rückwirkung des Falles von Manila auf die Bevölkerung in den USA. ist umso größer als be­kanntlich noch vor wenigen Tagen von offizieller amerikani­scher Seite versichert wurde, daß die USA.-Streitkräfte auf heil Phiiivvinen einen erbitterten und a u sji 4 t s reichen Widerstand leiste» berichtet der Vertreter von Sotschi Schimbu» in Buenos Aires auf Grund von USA.-NaLrichten. Allenlhalben werde Kritik gegenüber de» verantwortlichen militärischen Stellen laut, da das USA.-Volk anscheinend keinesfalls die weitreichenden Aus­wirkungen des bisherigen Kriegsverlaufes auf den vhilivvini- schen Inseln unterschätze. Das Kriegsdepartement versuche die Bevölkerung nunmehr mit der Feststellung zu beruhigen, daß der Rückzug der USA.-Streitkräfte lediglich "» takti­schen Gründen erfolgt lei und von der Insel-Festung Corrigidor aus weiterer Widerstand geleistet werde. Nach den bisherigen Erfahrungen iedoch habe das Volk tn USA. wenig Vertrauen in diele Feststellungen. Man rechne viel­mehr damit, daß in nächster Zukunft auch die letzten Ver­teidigungsstellungen auf den Philippinen tn Japans Hande fallen,,,, ,. .

Unter bei Bevölkerung Südamerikas. Io

meldet her Korrespondent von Sotschi Schimbun. habe der Fall Manilas ebenfalls größte Überraschung hervor­gerufen. Nach der ersten schweren Niederlage der USA auf Hawai habe man erneut den Beweis der Schwache der ameri­kanischen Kriegführung feststellen müden.

Nach Informationen aus Buenos Aires, die _3omturi Schimbun erhalten hat. versuchen die USA.-Beborden tn aller Eile die Befestigungen im Gebiet des Panamakanals weiter auszub a u e n. da sie diese» Kanal durch die 3avaner bedroht leben. Gleichzeitig Jet an die Staaten des Panamakanals, die dem Kanal am nächsten liegen, nochmals die dringende Aufforderung gerichtet wor­den. mit allen Mitteln an der Verteidigung und am Schutz des Kanals teilzunehmen.

Druck und Bering: ß. ScheUrnbrrg'Ich« Buchdrucker-,, Wiesbadener Tagbiatt Wiesbaden. (Stfamtievunq: Dr. vh,l. habil. Sustaa Schei lenbera und Otto Kaiser, tzauvtschrcktleiier: Fritz chünther sämtlich tu Wie» baden. Zur Zeit ,1t Dreislilte Nr. la aüliig

Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten