Wiesbadener Tagblatt
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Nummer 4
Dienstag, 6. Januar 1942
90. Jahrgang
Schlußphase des Kampfes um die Insel Luzon
Besetzung der Insel
Erfolgreicher javanischer Bormarsch in Malaya — Einnahme von Burnei auf Rordborneo Labuan — Einschränkung des Wasserverbrauches tu Singapur
Der zweite japanische Angriff auf.Hawai-Häfen
Auch wichtige militärisch« Einrichtungen zerstört
Kanal von den gleichen japanischen Einheiten vernichtet werden könnte, die die pazifische Flotte bei Hawai zu- sammengeschlagen, Manila einnahmen, die beiden mächtigsten Schlachtschiffe Großbritanniens versenkten und in einigen Wochen Hongkong einnahmen.
lisch-amerikanischen Diplomatie bald gelinge, ganz Südamerika für die Sache der Alliierten zu gewinnen. Gelinge das nicht, dann müßten Großbritannien und die Vereinigten Staaten alles, was die noch freien südamerikanischen Länder zu verkaufen bereit seien, aufkaufen, koste es was es wolle.
Aber nicht nur die Frage, ob man nicht noch irgendwo Unterschriften für die Washingtoner Erklärung auftreiben kann, macht den Herrschaften in London und Washington Sorge, mehr Kummer noch bereitet ihnen die Frage, was geschehen kann, um ein weiteres Vordringen der Javaner auf den Philivvinen und vor allem auf der Malaven-Halbinsel zu verhindern. Die ..Daily Mail" beispielsweise beschäftigt sich eingehend mit dem Problem, wie man Singapur helfen könne und kommt dabei zu dem Schluß, daß das nur über Rangun am bengalischen Meerbusen möglich ist. Deshalb müsse Burma unter allen Umständen gehalten werden. Man müsse, so meint das Blatt, auf javanische Versuche gefaßt sein, die Seeverbindungen im bengalischen Meerbusen zu unterbrechen. Die englische Gegenaktion müsse darauf gerichtet sein. Javan von Burma fernzuhalten und den hart bedrängten britischen Streitkräften auf Malaya Entsatz zu bringen. Auch das zeigt, wie weit die Engländer ihre Verteidigungslinie bereits zurück- nehmen mußten. Die Engländer, die ursprünglich gemeinsam mit den Amerikanern das südchinesische Meer beherrschen und die javanische Flotte festnageln wollten, fühlen sich beute nicht einmal mehr im bengalischen Meerbusen sicher, während der Rest des sogenannten US. - amerikanischenAsien- geschwaders von den Philivvinen flüchtete und in Riederländisch-Jndien Zuflucht suchte, da man angesichts der Luftüberlegenheit der Javaner es nicht wagte, diese Schiffe zur Verteidigung der Philivvinen einzusetzen.
Die Kommentare der englischen Blätter zur Lage in Ost- asien sind auch weiter auf einen recht pessimistischen Ton gestimmt. Man weist vor allem darauf hin. daß auf der Malayen-Halbinfel die Javaner immer neue Truppen heranziehen, wohingegen sich bei den britischen Truppen Ermüdungserscheinungen zeigten, da diese Truppen unausgesetzt im Kampfe ständen. Der ..Daily Erpreß" befürchtet, daß die Javaner auch nunmehr Truvven nach Riederländisch-Jndien. nach dem Hafen Surabaja, entsenden könnten, der in ihren strategischen Berechnungen ja kicher eine groß« Rolle sviele. Dann aber, so sagt das Blatt, gebe es für die alliierten Flotten im Pazifik keinen Stützpunkt mehr, der groß genug sei. um von ihm aus umfassende Overationen durchführen zu können. Auch die Lage auf den Philivvinen wird reckt vessimiftisck geschildert. Auch dort verstärkten die Javaner ihre Truvven fast stündlich. Das einzige, was die Amerikaner nock tun könnten, so sagen die englischen Blätter, fei. möglichst lange Widerstand zu leisten, um so das Freiwerden javanischer Kräfte möglichst lange binauszuschieben. Bei diesem guten Ratschlag an die amerikanische Adresse denken die Engländer natürlich an Singapur.
Jahren von der gewaltigen Überlegenheit der USA.-Flotte und Luftwaffe. Man las in prominenten USA.-Zeitungen und Zeitschriften, so in der ..United States Review", in der Zeitschrift ..Look" und anderswo, daß Javan in längstens 90 Tagen besiegt und die javanische Flotte und Luftwaffe in dieser Zeit vernichtet sei. Es verging kein Tag, an dem die USA.-Presse und USA.-Senatoren nicht Javan be- schimvften und diffamierten. Und jetzt vlötzlich wollen die Aggressoren Roosevelt und Churchill den von ihnen berauf- beschworenen Krieg gegen Japan ..nicht genügend vorbereitet" haben.
Die USA.-Schlachtschiff-Berluste
Tokio, 5. Jan. Nachdem neun USA.-Schlachtschiffe versenkt oder ■ beschädigt worden sind, verbleib) den USA. kein einziges bedeutendes Kriegsschiff mehr im Pazifik, schreibt der bekannte javanische Marinekommentator Saito in der Zeitung ..Jomiuri". Von den den Vereinigten Staaten im Atlantik verbleibenden neun Schlachtschiffen ist der veraltete ..Arkansas" nur mit 12-Zoll-Eeschützen ausgestattet. während zwei weitere weniger veraltete Scklffe der ..Teras"-Klasse. mit je zwei 14-Zoll- Eeschützen ausgerüstet, bei ihrer Modernisierung auck noch an Geschwindigkeit einbäßten. die auf 19 Knoten sank. Alle drei Schiffe sind kaum noch für Übung szweckebrauch- bar und konnten den javanischen neueren Schlacktickiffen niemals standbalten. Demnach verbleiben den Vereinigten Staaten nur noch sechs Schlachtschiffe, während Javan zu Beginn des chinesischen Konfliktes bereits zehn besaß.
as. Berlin, 6. Jan. Die Washingtoner Erklärung, durch die sich England, die USA., die Sowjetunion, einige nicht mehr bestehende Staaten und einige von Washington aus- gebaltene mittelamerikanische Regierungen veroflickten. nur gemeinsam Frieden zu schließen, bat auf die Welt einen sehr viel geringeren Eindruck gemacht, als man in London und Walhingtoir erwartete. Auch türkische Blätter bestätigen. daß diese Erklärung an der Lage nichts ändert. Selbst die englische Zeitung ..Star" meint, diese Erklärung fei ja durchaus zu begrüßen, aber solange die Javaner solche Erfolge wie jetzt erringen, seien Taten wichtiger als Worte. In Washington sucht man inzwischen wettere Unterzeichner. Es brauchen durchaus keine Regierungen zu sein. Vielmehr erklärt man. daß auch ..von Behörden, die keine Regierungen sind". Beitrittserklärungen entgegengenommen würden. Offenbar ist das u. a. auf den französischen Landesverräter de Gaulle gemünzt. Fühlten sich Roosevelt und Churchill wirklich stark, so brauchten sie nicht um Unterschriften zu betteln. Durch solche Hilfstruoven wird dieser ganze Verein nickt stärker, sein Ruf wird nur noch schlechter.
Angesichts dieser Silfsbedürftigkeit Washingtons fürchtet man offenbar in Südamerika, daß die Vereinigten Staaten ihren Druck auch auf die südamerikanischen Regierungen noch verstärken werden, um diese im Sinn der Rooseveltschen Kriegsvläne zu beeinflussen. Alles das wird auf der Äonferm der südamerikanischen Außenminister, die Mitt« dieses Monats in Rio beginnt, natürlich eine große Rolle svielen. Aber auch in Südamerika wird man die Tatsache nicht übersehen, daß die USA. niemals die wirtschaftlichen Erzeugnisse der südamerikanischen Staaten aufzunehmen vermögen, daß vielmehr Eurova der beste Kunde Südamerikas auch künftighin bleiben wird. Irgendeine andere Konbination, die die Volkswirtschaften der großen. Länder Südamerikas auch nur annähernd befriedigen könnte, gibt es nickt, wie der bisherige Kriegsverlauf beweist.
Auck die Engländer widmen Südamerika ein sehr großes Interesse. Das zeigt sehr deutlich ein Attikel der „Financial News". Das Blatt stellt zunächst fest, daß die Javaner durch ihre militärischen Erfolge die englisch-amerikanisch-nieder- ländisch-indische Blockade durchbrochen haben. Dann beißt es weiter, es sei beute für die Verbündeten bedeutend schwieriger eine Wirtschaftsblockade Javan gegenüber zu unterhalten. da die Javaner sich im Besitz fast aller wichtiger Rob- stoffauellen der Alliierten im Pazifik befinden. Auch feien die Javaner in der Lage die einzelnen Produkte obne allzu großes Risiko abzutransvortieren. da die Verbündeten weder über genügend Flugzeuge noch über genügend Kriegsschiffe verfügen, um die javanischen Verbindungswege anzugreifen. England und die USA. müßten jetzt verhindern, daß Javan Lieferungen aus denjenigen südamerikanischen Ländern erhalte. die sich noch nicht der Anti-Achsenfront angeschlossen hätten. Für die USA. würde es aber eine gewaltige zusätzliche Aufgabe sein, den gesamten Pazifikraum gegen Javan abzuschließen. Der einzig mögliche Weg fei. daß es der eng-
Der Führer im Kampf
Von Reichsvresfechef Dr. Dietrick
Der Reichsvressechef veröffentlicht in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz den nachfolgenden Artikel:
Immer wenn die Kräfte der Nation sich im Ringen um Zukunft und Schicksal zu höchster Kraftanstrengung zusammenballen, dann weilen die Gedanken des deutschen Volkes bei seinem Führer. Denn immer, wenn das Volk seinen Führer am Werke sieht, ist es erfüllt von festem Vertrauen und größter Zuversicht, schließt es sich enger zusammen und findet in der seelischen Einheit und kämvferischen Geschlossenheit mit dem Führer die b ö ch st e Form seiner Kraftentfaltung.
So war es in den all den Jahren, in denen der Wille und die Energie des Führers die Nation emporrissen aus dem Verfall und die tiefe innere Verbundenheit mit dem Volke dem Führer zur unaufhörlichen Kraftquelle feiner gigantischen Leistungen wurde, so war es immer in den entscheidungsvollen Augenblicken der vergangenen 20 Jahre, in denen der persönliche Einsatz des Führers die Schicksalsstunden der Bewegung meisterte und dem deutschen Volke in schwerster Zeit den Emporstieg erkämpfte. Stets hat der Führer gerade in jenen Phasen des Kampfes, in denen das Glück zu schwanken schien und die größere Ausdauer und Entschlußkraft die Entscheidung herbeiführten. durch sein leuchtendes Beispiel seiner Bewegung und seinem Volke die innere Kraft gegeben, die schweren Stürme kommender Monate zu bestehen, bis sich ihnen endlich die Waage des Schicksals zum Siege neigte.
So war es immer — und so ist es auch jetzt:
Was vielen im Jahre 1923 und später in den Jahren de« Kampfes um die Macht auf den ersten Blick vielleicht als Rückschlag erschien, wurde durch eine heroische Haltung dann in Wahrheit zum innerlich größten Sieg. Was in den Jabren des inneren Aufbaus und der kühnen Erneuerung der deutschen Rüstung von manchen als vermessen angesehen wurde, bat dem deutschen Soldaten unsterblichen Nubm und dem deutschen Volke in Eurova die größten Siege seiner Geschichte eingebracht. Im vergangenen Jabre bat der von höchster Verantwortung getragene Entschluß des Führers, der bolschewistischen Bedrohung Eurovas im letzten Augenblick ein Ende zu setzen, durch den unvergleichlichen Heldenmut unserer Armeen die gewaltige Angriffsrustung der Sowjetunion zerschlagen. Er bat den bolschewisti« scheu Staat als A g g r e s s i on s m a ch t gegen Eurova niedexgebrochen und ausgeschaltet. Und als dann nach einem verregneten Svätherbst ein vorzeitiger harter Winter über die Schlachtfelder Rußlands hereinbrach, ehe wir noch die letzten Früchte der gefallenen Schlachtenentscheidungen ernten konnten, da ist es wieder der Führer, der sich mit seiner ganzen Person einsetzt, um di« Schwierigkeiten zu beseitigen, denen sich unsere wabrhaftbelden- balten Truvven nach sechsmonatigem ununterbrochenen Angriff tief in Feindesland unter ungünstigsten Witterungsbedinyungen gegenübersehen. Und wieder erleben wir. die wir dem Führer auch in diesen Wochen nahe sein dürfen, einen jener innerlich wahrhaft groben Augenblicke. in denen der Führer über stch selbst hinauswächst, um an den Widerständen des Augenblicks die Kräfte bet Ration nur noch stärker zu entfalten. . . u ,
In solchen Augenblicken erscheint uns der Führer schlechthin als die Verkörverung des Lebenswillens der Nation. Er siebt nicht stch selbst, nicht sein eigenes Ich, sondern nur das Schicksal und di« Zukunft seines Volkes, zu deren ganzer Größe er sich emvorrichtet. Damals wie jetzt, fühlte der Führer nichts als den inneren Zwang und eine Pflicht, als Führer und Kämpfer der Nation unverzüglich und ohne iede RLckstcht zu bandeln. Damals an jenem 13. März 1932 rief der Fübrer den Männern der Bewegung #u:
„Ich weiß, daß Ihr. meine Kameraden, in den letzten Wochen Übermenschliches geleistet habt. Allein, es darf beute keine Rücksicht geben, die Notwendigkeit des Kampfes wird durch die schon gebrachten Opfer nur nock erbärtet. Die Arbeit wird und muß noch gesteigert, wenn nötig verdovvelt werden. Anordnungen für di« Wetterführung und Verstärkung des Kampfes geben bereits beute abend an die Organisationen hinaus. Der zweite Wahlkampf bat mit dem heutigen Tage begonnen. Ich werde auch ihn mit meiner ganzen Person führen."
Was der Führer damals in einem unerhört harten Ringen an fast übermenschlicher Leistung und Arbeitslast auf stch nahm, um der Bewegung den Sieg zu erkämpfen, das konnte er mit Recht auch von jedem einzelnen seiner Nationalsozialisten verlangen. Was er beute an Opfern und Hingabe von sich selber fordert, das kann er auch von jedem einzelnen seiner Volksgenosten erwarten, tur deren Existenz er fein ganzes Dasein opfert und für die ferne Soldaten Tag für Tag ihr Leben einsetzen.
Man muß schon über die Einfalt der britischen Propaganda staunen. Jetzt muß vlötzlich die schlechte Vorbereitung für das Versagen der Engländer und Roosevelt-Amerikaner im Pazifik und in Ostasten herhalten. Briten nicht weniger als 14 Jahre Singapur« gearbeitet un für die Festung aufgewandt, haben viele Millionen Doll,
Pausenlose Luftangriffe in Süd-Malaya
Tokio, 6. Jan. (Funkmeldung.) Von einem japanischen Stützpunkt auf Malaya meldet Domei, daß japanische Armee- und Marineflugzeuge in den letzten Tagen die britischen Nachhuten pausenlos bis in die Nähe von Singapur mit ihren Störungsaktionen verfolgt haben. Unter den britischen Truppen haben sie große Verwirrung angerichtet.
Luftstützpunkt Kuantan eingenommen
im Pazifik und in Ostasten herhalten. Dabei haben die Briten nicht weniger als 14 Jahre am Ausbau von Singapur« gearbeitet und rund 200 Millionen Mark für die Festung aufgewandt. Die Roosevelt-Amerikaner haben viele Millionen Dollar für die Befestigung von Pearl Harbour, Guam und Cavite ausgegeben. Sie haben feit Jahrzehnten bewußt die Einkreisung Japans betrieben, haben von den Aleuten bis Singapur eine Stutz- vunktsperre errichtet, die Japan erdrosseln sollte. Die Roosevelt-Hörig« USA.-Prest« redete feit mehr als zwei
Tokio, 6. Jan. (Funkmeldung.) Domei gibt folgende Kriegsüberstcht: Während Well« um Welle javanischer Flugzeuge die mächtige Festung Corregidor, sowie den Marinestützpunkt Olongapo und den Luftstützpunkt M a l o l o s in einer gewaltigen Luftoffensive mit Bomben bewirft, stoßen javanische Einheiten in südlicher Richtung auf der Bataan-Halbinsel vor. nachdem sie den nördlichen Teil der Halbinsel unter ihre Kontrolle gebracht haben. Bei den- Angriffen auf Corregidor. die den Berichten des kaiserlichen Hauvtauartiers zufolge feit dem Neujahrstag ohne Unterbrechung andauerten, haben Formationen javanischer Marineflugzeuge die Flakstellungen am Nordrande der Insel schwer beschädigt und eine Anzahl feindlicher Handelsschiffe verfentt. die in den Gewässern nordöstlich der Insel versammelt waren. Die Truvven. die die amerikanischen Streitkräfte auf der Bataan-Halbinsel zurücktreiben, werden von der Luftwaffe wirksam unterstützt, welche motorisierte Transvortkolonnen des Feindes bei Balanga mit Bomben belegt bat. ,
Es scheint wie eine Ironie des Schicksals, daß Roosevelts kürzliche Versickerungen, daß Verstärkungen nach den Philivvinen gesandt würden, heute von bett S3ehorben tn Washington bementiert werben, die bie Meinung aus« brückten, baß ber Versuch ber USA.-Truvven Corregidor und Bataan zu halten, zum Scheitern verurteilt ist. da „es keine Möglichkeit gibt, Verstärkungen zu senden.
Aus dem Bericht des kaiserlichen Hauvtauartiers geht hervor, daß die javanischen Truvven. di« Brtttsch-Borneo angreifen, am 31. Dezember Brunei und am 1. Januar die Insel Labuan eingenommen haben, wahrend Marineflugzeuge in der Nacht zum 2. Januar und wiederum tn den Morgenstunden des 3. Januar einen Mas len« ansriff auf Singapur unternahmen, mobet mui» tärische Ziele schwer beschädigt wurden. Javanische Einheiten marschierten mit unverminderter Starke auf toinga= nur zu. während sich britische Streitkräfte in sud- licker Richtung aus Perak »urückziehen, wobei sie von javanischen Panzeremheiten verfolgt, werden. -Ute Sorge Singapurs über den unaufhörlichen javanischen Vormarsch wird klar durch die verzweifelten Bertetbiungsvor- bereitungen im letzten Augenblick bewiesen, sowie durch die Einschränkung bes Wasserverbr a u ck s um jeben Liter des kostbaren Masters zu sparen, ber Singapur pon dem Hauptlanbe aus angeführt wirb.
Mittl-rweile werben bie. USA.-VerteibisunLS- und Zipilbehörben immer nervöser tn Anbettacht der Möglichkeit japanischer Angriffe auf die Stabte an ber Pazifik- Küste. da bie Behörden tn San Francisco bereits Plane erörtern sollen, nach denen em Teil, oder auch die ganze Bevölkerung aus den an der Bucht gelegenen Stadtteilen evakuiert werden sollen. Die USA.-Reyierung hat bie Zenttal- unb südamerikanischen Länder oufgetorbert, sich an ber Verteidigung de- Panamakanals zu beteiligen, da den nervösen Amerikanern die Gefahr vorschwehk. daß dieser
Tokio, 5. Jan. Zu bem bereits gemeldeten erneuten Angriff auf Sawai gibt die Marineleitung des kaiserlichen Hauptquartiers bekannt, daß japanische Kriegsschiffe am 31. Dezember militärische Ziele in den Hawai-Säfen Kanului auf Maui. Hawiliwili und Kauai und Silo auf Hawai anegriffen haben. Dabei wurden wichtige militärisch« Einrichtungen und außerdem im Hasen von Silo ein USA.-Kriegsschiff schwer beschädigt.
Lächerliche britische Ausreden
Berlin, 5. Jan. Der englische Nachrichtendienst stellt die Behauptung auf. die sogenannten Alliierten litten im Pazifik immer noch unter der Einwirkung der „schlechten Vorbereitung" und „mangelnden Zusammen»
Roosevelts Unterschriften Kollekte
(Eigener Drahtbertcht unserer Berliner Schriftleitung)
Tokio, 6. Jan. (Funkmeldung.) Unter dem Ansturm der Japaner fliehen die britischen Truppen von Kuantan (an der Ostküste Malayas) in regelloser Flucht auf Johor (der südlichen Provinz Malayas). meldet Domei vom Kriegsschauplatz in Malaya. Der Luftstützpunkt von Kuantan, der sechs Kilometer südlich der Stadt liegt und die letzte Befestigung an der Ostküste Malayas vor Johor ist, wurde am 3. Januar eingenommen.
