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Seite 6 Nr. 2

Wiesbadener Tagblatt

S«mstaL S-imtag. 3./4. Januar 1942

In Kürze erzählt:

Sport und Spiel

\* 4

»»machen. Die

Rotjacken dageg

Das Si

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der nur bei

1

Äus Gau und Provinz

Höhenwald hatte man ein weiteres heute noch die anliegenden Wald- " Name, der nicht un- euns zufammenhäugt.

Frankfurter Börse vom 8. Januar. Bei sehr stillem Geschäft waren die Kurse überwiegend etwas freundlicher. Montane h Auch IG. Farben plus/; starker mdzucker um 3*/« %; dagegen Zellstoff

Zwischen Fürsteneck und Rheinberg. In der Arbeitsgemein­schaft des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung gab Professor Dr. L ü st n e r - Geisenheim in einem 2. Vortrag (vergl.Wiesb. Tagbl." vom 1. Nov. vor. Jahres) abschließenden Bericht über die Wehrbauten in Lorch und seiner weiteren Umgebung, wobei er besonders die Befestigung Lorchhausens, dessen Vorwerk landeinwärts, die schräg gegenüber liegende Burg Fürsteneck uni» das Verteidigungssystem zwischen Werkerbach- und Hernsbachtal an der Wisper mit Rhein­berg als Mittelpunkt eingehend behandelte. Die Befestigungen Lorchhausens stellen ein Autzenwerk Lorchs, weit gegen die Pfälzer Grenze vorgeschoben, dar, dre den Ort und damit Kurmaiuz gegen

Ja. Innen."

Und was machen Sie dann? Sprechen Sie TangTatB, damit Sie sich beruhigen!" . _ .

Ja. Dann gehe ich durch dre Tur und trete auf di« Straße hinaus."

Wie?" rief der gestrenge Herr, und seine Stimme wurde größer und breiter,schreiten Eie durch das Holz der Tür oder öffnen Sie die vorher?"

36 öffne die Tür, trete hinaus und,. ... _

Aber Sie müssen doch vorher die Türklinke ergriffen haben leuchtet Ihnen das nrcht ein? Gehen Sie Stuck um Stück vor! Ich bitte Sie nicht nur darum, ich fleh« Sie sogar an ! !

Zwei wertvolle Verstärkungen hat die Fußballelf von Hertha/BSK. Berlin erhalten. Ihr sind die Hamburger Miller und C a r st e n s als Gastspieler beigetreten, nachdem ihnen die weitere Spielberechtigung für den Dresdner EK. ver­sagt worden ist.

Ein neues E i s l a u f p a a r hat sich in Wien zusammen- getan. Die Reichsstegerin der Junioren Eva P a w l i k und der Gebietsmeister Rudi S e e l i g e r werden zukünftig in Paarlauf­wettbewerben starten.

Das ursprünglich noch angesetzte Treffen der Luftwaffe gegen KSE. Sondermannschaft wurde wegen Einsatz der Flieger im Pokalkampf vertagt. Die Post empfangt Dotzheim und gedenkt bei dieser Gelegenheit die knappe Vorspielniederlage wett- zumachen. Die Gäste sind durch Spielerabgänge geschwächt, die Rotjacken dagegen in guter Form, so wird der Post der erhoffte Sieg zweifellos gelingen und wohl sogar recht eindeutig ausfallen.

einen Angriff von der Rheinseite, von Kaub her und durch das Retzbachtal schützen sollten. Der Rest deck vorhandenen Wehran­lagen gestattet noch eine lückenlose Rekonstruktion der alten Be­festigung, die besonders in dem stark gefährdeten Retzbachtal so mächtig war, daß der größere der beiden dortigen Mauertürme irrtümlich als selbständige Burg, die Burg Saareck, angesprochen wurde. Die Untersuchungen des Redners haben hier Klarheit ge­schaffen, doch ist die Entstehung des Namens Saareck bis jetzt noch nicht erklärt. Weit draußen im Höhenwakd hatte man ein weiteres Vorwerk geschaffen, nach dem heute noch die anliegenden Wald­distrikts den Namen Scheuer tragen, ein Name, der nicht, un­mittelbar mit unserem heutigen Worte Scheune zusammenhäugt, sondern von einem alten Worte Schauer herkommt, das so viel als Schutz, Schirm bedeutet. Linksrheinisch oberhalb Lorch lag der Burg Fürstenberg (kölnisch) die heute verschwundene Burg Fiirsten- e ck gegenüber, von Kurmainz erbaut um 1295. Die Forfchung hat ergeben, daß die Burg Fürsteneck bei Heimbach der Kern der späte­ren Heimburg war, die durch Erweiterungsbauten aus ihr erstand. FLrstenberg und -eck aber trugen ihren Namen nicht nach den rheinischen Kurfürsten, sondern weil sie auf dem First, dem höchsten Teil eines Bergzuges, standen. Ganz besondere Beachtung verdienen die Forschungsergebnisse des Redners, die.sich auf die eigenartigen Wehranlagen seitlich des Wifpertals, zwischen Herns- bach- und Werkerbachtal beziehen und sich an die Namen Burg Rheinberg. Kammerberg, Blideneck und Aachener Schanze knüpfen. In diese stillen Waldtäker mit nahezu unersteigbaren Steilhängen schlugen um 1279/80 die letzten Wogen der Sponheimer Fehde und gerieten Rheinberg und Blideneck zum Verderben, wahrend die spätere Burg Kammerberg damals wohl nur noch Verwaltungs­gebäude und Sitz eines kurmainzischen Amtmannes war. In diesem einzigartigen Festungsbereich hat sich dann später die Phan­tasie unberufener Heimatforscher getummelt und aus falsch gelese­nen oder falsch gedeuteten NamenGeschichten" gemacht. Was hier der Redner als gesichertes Ergebnis Herausstellen konnte, verdient stärkste Beachtung. Unseren Heimat- und Wandervereinen aber sei dieser Bezirk zwischen Hernsbach- und Werkerbachtal als Wander­ziel unter kundiger Führung dringend empfohlen. Archivdirektor Dr. Smith dankte dem Redner für seine fesselnden Ausführun­gen, die eine fördernde Aussprache auslösten.

Dieses Bitten und Fleben war bereits in einem Tone vorgebracht, aus dem der Prüfling erkannte, daß ihm der Tod nahe bevorstand. Dies Bewußtsein aber gab lhm Ruhe und Kraft, sogar ein wenig Schalkheit. Uber sein Gesicht flog ein Lächeln, wenn schon, wollte er tapfer sterben, und jo sagte er:Ich falle an die Türklinke, ziehe aber die Sand zurück."

Warum das? Völlig unnötig, finde ich."

Ich nehme dann den Schlüssel heraus . . .

w___??????---

"/Damit ich durch das Schlüsselloch sehen kann, ob viel­leicht der Herr Oberregierungsrat vor der Tür steht . ..

Und dann---? Was dann ?

./Dann bin ich so schlau und bleibe zubause.

Möglichkeit eines Währungsverfalles von vornherein ausgeschal­tet, weil unsere Reichsmark nicht durch Devisen und Gold ihre Deckung findet sondern einzig und allein durch die Arbeitsleistung des deutschen Volkes. Die Güter und Leistungen, die unserer Reichsmark die unantastbare Deckung geben, sind die Ergebnisse der gemeinsamen nationalen Arbeit, eint Arbeit, die uns alte glücklich macht. Alle schallenden Menschen in der Heimat wißen, es von ihnen abhangt, daß den Soldaten an der Front alles zur Verfügung steht, was sie zur Kriegführuna benötigen. Zäh und verbißen, den Blick auf das Endziel: den Sieg Großdeutsch­lands gerichtet, schafft die Heimat für die Front. P.

Futzballsportverein gastiert in Wiesbaden

Am Sonntag ist an der Frankfurter Straße wieder ein Grotzkamps fällig. Zum Rückspiel tritt Fußballsportoere,n Frank­furt bei der KSE. an, die damit ihre Begegnungen der zwetten Runde eröffnet. Im Vorspiel am Bornheimer Hang haben dre Wiesbadener bekanntlich unvermutet klar gesiegt. Mit 4:1 wurden die ersten Punkte erobert, doch leider fand dieser verheißende Start nicht eine entsprechende Fortsetzung. Wohl gelang noch ern Erfolg über Wetzlar, aber dann kamen hintereinander vrer Niederlagen, von denen die beim Tabellenletzten Hanau 60 bestimmt zu vermeiden gewesen wäre. Nun wird es höchste Zeit, daß die Gelben etwas zur Verbesserung ihres noch mageren Punktekontos tun. Gewiß stehen die beiden anderen Mannschaften des Mittelfeldes, FSV. und Hanau 93, auch nicht viel günstiger, indes schon ein einziger Punkt kann bei der scharfen Konkurrenz viel bedeuten und die Hiesigen haben auch noch die schweren Kämpfe bei Eintracht Frankfurt und in Offenbach vor sich. Da dürfte auf eigenem Gelände zumindest nichts mehr verschenkt werden!

Keine Ski-Weltmeisterschaften

Alle Skiwettkämpfe in Deutschland abgesagt

Der Reichssportführer gibt bekannt: Der deutsche Sport hat dem Rufe des Führers folgend, Skier und Skigeräte an die Wehr­macht abgegeben. Infolgedessen sage ich für diesen Winter dre angesetzten skisportlichen Veranstaltungen, Lehrgänge, Wettkämpfe und Meisterschaften, einschließlich der für Garmisch-Partenkirchen vorgesehenen Ski-Weltmeisterschaften, ab. Wegen der skisportlichen Veranstaltungen der Hitler-Jugend erfolgen Anweisungen der Reichsjugendführung.

gez. een Tschammer, Reichssportführer.

In diesem Augenblick rch der Herr so an seinem Bauch­riemen, daß man unten seine grobwollenen Socken sehen konnte.

..Aber in der Prüfung bleiben Sie auch ht dieser wenigstens!" rief er.

Ja." nickte jener daß er sie trotzdem bestanden bat. ist ihm selbst als ein Wunder vorgekommen. Fritz Nolle

117 (Mainzer TV. 1817) und 166 (TEV. Kronberg/Ts. sowie TV. Hofheim). Stark zu beachten werden insbesondere die Franffurter, vier Jungen und zwölf Mädel, fein, die im Vorjahr am erfolg­reichsten abschnitten, Alexa Horn, die Deutsche Jugendmeisterin, kann allerdings ihren Titel wegen Überschreitung der BDM.- Altersarenze nicht verteidigen, dagegen ist Eebietsmeifter Lothar Müller wieder startberechtigt und dabei. Im Rahmenprogramm finden Eishockeyspiele statt, dre von den Mannschaften der Banne 115 (EfL. Darmstadt) und 81 (Forsthausstraße Frankfurt) bestritten werden. Die Gebiets- und Obergaumeisterschaften von fielen- Nassau im Fechten werden im Fechtsaal der SA -Gruppe Hellen in Frankfurt abgewickelt. In einem in Offenbach statt­findenden Borbereitungslehrgang werden die neuen Meister gnd die Angehörigen der Leistungsgruppe durch Fechtmeister G a z z e r a jun. dann zur die Deutsche Äugendmeisterschaft in Stuttgart (19. bis 26. April) geschult.

Das Bernbigungsmittel

Bei einer Prüfung kommt es nicht darauf an. daß der ein- zu antworten versteht, der andere, muß auch frage« können, und wenn es wirklich etwas Schones und Menschen­würdiges werden soll, müllen geheime Verdächtigungen aus« geschWen^Iem^ cin Oberregierungsrat zuwege bringen, der aus der Hauptstadt der Provinz in das kleine Landnest gereist kam. um dort den Stand der Wissenschaften festzu- stellen. Er war gefürchtet und wußte es. er, kannte auch den Punkt, an dem er dem Prüfung gefährlich wurde dann nämlich, wenn er begann, den Bauchriemen, den er statt der Hosenträger trug, mehrmal. krampfhaft hochzuzieben. als be­fürchte er. die Hose könne ihm unter dem Gehrock davon- schlüpfen. Soweit also sollte es diesmal nicht kommen, und bei den drei ersten Prüflingen lag auch kern Anlag vor, ans der Haut oder aus der Hose zu. fahren. .

Der vierte jedoch, sonst ein Pfiffikus und keineswegs auf den Mund gefallen, war durch die gebietende Ericheinung und die gewaltige Stimme des gefürchteten Herrn so etnge- schüchtert worden, daß er nicht mehr wußte, wievrel vier durch zwei ergibt: er stand da. hielt den Blick auf den Sßrufenöen wie ein Huhn auf die Schlange gerichtet kern Wunder, daß jener nach dem Hofenriemen griff. .

Aber er besann sich auf fernen Grundsatz, trat, ern paar Schritte zurück und sagte:Junger Mann, daß Sie so ver­dattert stehen, ist natürlich nicht das rechte. Nehmen Sie. an. ich nähme an. Sie könnten alles, was ich von Ihnen zu willen verlangen, und wollte Sie jetzt nur beruhigen.

Ja." sagte der Zögling und bekam noch rundere Augen.

Beschreiben Sie mir deshalb genau Ihren Weg zur Schule von dem Augenblick an. da Sie inIhrem elterliche» Hause innen vor der verschlollenen Haustür stehen.

Das ... es geht nicht."

.LLie? Sie können nicht sagen. Sie . . .

Ich wohne bei meiner Tante, meine Eltern sind tot.

Der Oberregierungsrat faßt nach dem Hosenneme«. aber

Sie stehen also vor der Tür Ihrer Tant« inne«!

Wirtschaft stell

Wirtschaftler Wochenschau

Lebendige Wirtschaft

Inmitten des dritten Kriegswinters kann die erfreuliche Fest­stellung getroffen werden, daß die großdeutsche Wirtschaft aus hohen Touren läuft, eine Tatsache, die bei Knegsbeginn nur wenige Menschen für möglich gehalten haben und mit der vor allem das feindliche Ausland nicht rechnete. England war der irrigen Auffasiung. es genüge die Serbängung feiner Blockade um Deutschland durch Abdrosselung der R-hstossguellen der.Welt alle Voraussetzungen für sein Wirtschaftsschaffen zu entziehen. Auch hier irrten Mr. Ehurchill und seine indischen Hinter- männer. Die deutsche Wirtschaftsführung hatte schon vor Ausbruch der Feindseligkeiten alle Vorbereitungen getropen, um die Roh­stoffe des heimischen Bodens zu mobilisieren. Die siegreichen Feld­züge brachten der Rohstoffbasis nach und nach eine DeiLreUerung. Durch die Konzentration unseres Wirifchaftsschaffens auf die Kriegsnotwendigkeiten, unter Drosselung und Ausschaltung - all der Dinge, die nicht kriegsbedingt benötigt werden, wurden io die Voraussetzungen geschaffen, das Rad der WirWast in kräf­tigem Schwung zu halten. Zu Segtnn des neuen Jahres.können wir auch auf wirtschaftlichem Gebiet mit größter Zuversicht dem weiteren Kriegsgeschehen entgegensehen.

Güter und Leistungen

Auf diesen beiden Faktoren basiert die natronalsoztalistische Wir'ichaft«ouffassung. Sie steht damit im Gegensatz zu dem Wrrt- ickastsdenken in ltberalistffcher Seit, tue das Kapital Be­herrscher der menschlichen Arbeitskraft tn den Sattel gehoben hatte Damit in engstem Zusammenhang wurde auch dieFrage der Währungsficherung aufgeworfen, das Gejpenst der Indian

waren bis zu Vi % befestigt. Auch 36. Farben plus/»; ftatlet erhöht Eeffürel um 1*/«, Südzucker um 3v« %; dagegen Zellstoff Waldhof minus 1%, Junghans minus l/i, Allgemein Lokalbahn minus 1%: Reichsaltbesitz 162*/« nach 162: dagegen St«-ergut- scheine I 164*/« nach 105*/«, Kommunalumschuldung 102,70 nach 102,50; Freiverkehr ohne Umsatz und ftuisoeiänbenntgen. lagesgelb 1% %.

Rotierungen vom 2. Januar. Beilin: Reichsaltbefitz 161^1, Gemeindeumschuldung 102,70; Vereinigte Stahl 146%, LE. Farben IST*/», Reichsbankanteile 134%; Frankfurt: Hol-mann 160, Conti-Gummi 168*/°, Südzucker 173%, Salzdetfurth 175*/., Hoesch 162*/»: am Kentenmatfl: Dekosama I 171*/«, Reichsaltbefitz 161/», Steuergutscheine I 105*/-; im Freiverkehr: Hfa 118, Sieglet 144, Elf. Bad, Mlle IW*.

KSE hat die Els Wolf: Feltens, Auth; Wannemacher, Sieben- tritt, Förster: Bammes, Langenbein, Fix, Bernardy, Kulawik in Bereitschaft, ferner stehen noch Ense! und Röth, letzterer ein Vereinskamerad von Fix, zur Verfügung. Die Aufstellung ist also im wesentlichen die gleiche, die sich gegen Darmstadt 98 zu voller Zufriedenheit schlug. Sie gewinnt noch an Verstärkung durch den Stammspieler und großen Schaffer Siebentritt, der. im Mittellauf für den nötigen Rückhalt sorgen und sich neben seiner Tätigkeit als Stopper wohl auch dem Spielaufbau widmen sollte, wobei die bewährten Außenläufer tüchtige Unteiftüfcung bieten. T.._ Schlutzdreieck ist zuverlässig und vertrauenerweckend, der Angriff in dieser Formation müßte für genügend Scharfschüsse gut sein damit die Punkte in Wiesbaden verbleiben. Fußballsport- verein hat zwar nicht mehr ganz die friedensmäßige Stärke. aber bedeutet noch immer einen schweren, kämpferischen Gegner, vci nur bei vollem Einsatz der Gastgeber niedergehalten werden kann Gegen Darmstadt haben die Gelben wieder einmal gezeigt, was sie spielerisch und technisch leisten, nun heißt es auch im Punkteringen zu bestehen; und wenn der wünschenswerte Eifer und Kampfgeist vorhanden ist, daff man der Wiesbadener Ver­tretung günstige Aussichten einräumen.

Die Reserve der KEG. tritt vor dem Ligaspiel zu einem Freundschaftstreffen gegen die zweite Mannschaft der Luftwaffe an.

llm den Tschammerpokal

Reichsbahn Mainz 05 Luftwaffe Wiesbaden

Reu angefetzt ist das am letzten Dezembersonntag ausgefallene Pokaltreffen. Die Aussichten der beiden Partner hatten wir feinerzeit schon in der Vorschau abgewogen und find gespannt, wie die Soldaten bei dem starken, routinierten Gegner bestehen. Rach ihren bisherigen Leistungen stehen die Aussichten für die Flieger nicht schlecht, sofern sie unbeschwert in den Kampf gehen, ihre gewohnte Form erreichen und mit planmäßigem Einsatz der Flügel ihre Schnelligkeit und geschlosiene Mannschaftseinheit ent­scheidend ins Treffen zu führen wißen.

HJ.-Sport in Hessen-Rassau

Meisterschaften int Eislauf und Fechten

Zu den Gebiets- und Obergaumeisterschaften von Hessen- Rasiau im Eislauf, die am 10. und 11. Januar in Höchst durch­geführt werden, liegen insgesamt vierzig Meldungen vor. Sie derteilen sich auf die Banne bzw. Untetgaue 81 Frankfurt, 98 (Hanauer EK ), 115 (EfL. Darmstadt), 116 (Eichener EV ),

!:! Erbach (Rheingau), 2. San. Am Neujahrstag fand das traditionelle Konzert des MEV.Freundesbund" urtzer der rührigen Leitung des Kammermusikers Jakob Weinsheimer im HotelEngel" statt. Die gesanglichen Darbietungen des Thores standen auf beachtlicher Hohe und fanden Bei dem zahl­reich erschienenen Publikum großen Beifall. Die Mitglieder des Deutschen Theaters Wiesbaden, Barbara Horand, Anton M e n z, sowie der bekannte Wiesbadener Vortragsmeister Hubeff Dierks, umrahmten durch solistilche Darbietungen das Pro­gramm des Abends. Den Eesangsfolisten war Kammermusiker Weinsheimer ein feinfühliger Begleiter am Klavier. Nicht veraesien feien die Darbietungen der Mitglieder Jakob Krämer (Akrordion) und Andreas Becher (Zither).

m $ angatten (Rheingau), 2. Jan. Beim hiesigen Standes­amt wurden im Jahre 1941 eingetragen 21 Geburten, 4 Ehe­schließungen und 14 Sterbesälle. Seinen 80. Geburtstag feiert am Sonntag der Landwirt Karl Dietrich, der trotz seines hoben Alters noch Tag für Tag auf dem Acker und im Weinberg mitarbeitet.

m Johannisberg (Rheingau). 2. San. Ihre goldene Hochzeit feierten die Eheleute Philipp Altlay.

Rüdesheim (Rheingau), 2. San. Am Sonntag begeht Weinbergsarbeiter Johann Eider seinen 70. Geburtstag. Am Montag vollendet Maurermeister Jakob Keßler sein 83. Lebens­jahr. Er ist der letzte noch lebende Maurer, der in seinen jungen Jahren 187983 am Bau des Niederwalddenkmals gearbeitet hat. Heute noch übt er als fleißiger Gefolgschaftsmann einer Rüdes- Heimer Laufirma feinen Beruf aus. 3m Ortsteil Elbingen ist ein älterer Mann ausgeglitten und gestürzt. Er hat dabei einen Unterarmbruch davongetragen.

m Atzmannshauseu (Rheingau), 2. Jan. Das EK. U- wurde dem von hier stammenden Otto Rößler verliehen. «in (Befreiter zog hier bei einem grauen Eluasmann einen Gewinn von 500 9tSÖi.

= Wetzlar. 31. Dez. Aus noch ungeklärter Ursache endlich nachts in der Turbinenzentrale der Sophienhütte aus einem Gas­behälter eine größere Menge von Gas, wodurch der 481 adrige Heizer Karl Junker aus B u ras o lm s den Tod fand., ^wez mit ihm im gleichen Raum befindliche MiMter kamen mit leichteres VergffiungserschsmnngM davon.

geschüttelt und könnte unbesorgt der sicheren Eruppenmeisteffchaft zusteuern.

Letzte Borrunde der ersten Klasse

SpLgg. Weisenau Reichsbahn Wiesbaden SpBgg. Eltville BfR. Rüsselsheim

Ehe am 11. Januar die Rückrunde beginnt, werden zum Wochenende noch die beiden rückständigen Treffen ausgetragen. Weisenau hat den Ehrgeiz, die am Neujahrstag davongezogenen Opelleute wieder einzuholen. Es müßte schon ein Bombensieg erfochten werden, um wieder an die Spitze zu kommen. Ob sich Reichsbahn Wiesbaden dazu verstehen wird: Die Hiesigen haben starke Aufstellungsschwierigkeiten. Durch notgezwungenen dauern­den Wechsel ihrer Elf sind sie zum Tabellenende aogerutscht. Gar bei den durchschlagskräftigen Weisenauern sind ihre Aussichten nur gering. Aber man hofft doch, daß sie tapfer bestehen und eine wohl kaum vermeidbare Niederlage ehrenvoll gestalten. Eltville ist schon etwas günstiger daran. Gewiß ist auch WR. Rüsselsheim kein leichter Gegner, indes die Rheiirgauer haben sich gegen Griesheim 02 im Pokalkampf so ausgezeichnet geschlagen, baß ihre Neuausstellung nun bewährt scheint und bei der Kampf­kraft und dem Ehrgeiz der Rothofen ein Spielgewinn durchaus nahe liegt. Es muß nur von Beginn energisch auf Sieg gespielt werden, ein solcher Erfolg würde sich auch tn der Tabelle aus« wirken, da Eltville dann Kostheim hinter sich ließe.

Die zweite Klasse

Post-SE. Wiesbaden Sportfreunde Dotzheim

Weitere Spiele der Gauliga Hessen-Nassau

Gruppe I:

Hanau 60 FK. Hanau 9t

Gruppe II:

Wormatid Worms Union Riederrad

Rotweiß Darmstadt SB. 98 Darmstadt

Der Lokalkampf in Hanau findet wohl auf dem Platz der 1860er statt, doch die schlagkräftigeren 93er find auch dort so gut wie zu Hause. Sie werden kaum eine Überraschung zulasten, wenn vielleicht ihr Sieg nicht ganz so hoch wie der des Vorspiel» (8:2)

In Gruppe U treten die vier Erstplazierten m Tätigkeit, die Entscheidung dieser Treffen bringt die Meisteffchaftsfrage zu weiterer Klärung. Wormatia könnte wieder auf den zweiten Platz oorstoßen; sie müßte daheim dann die Niederräder schlagen, welcher Ausgang der wahrscheinlichste ist. Denn Darmstadt hat tn Frankfurt kaum viel zu erben. Die Lilienträger haben zwei Privatspiele, gegen Offenbach und in Wiesbaden, hoch verloren. Sie büßten an Spielstärke seit Beginn der Runde offenbar ein wenig ein. Rotweiß müßte demgemäß aller Voraussicht nach seinen Vorspielsieg erneuern können, es ist sogar amunehmen, daß der Torunterschied diesmal größer wird. Der Tabellenführer aber hätte damit zugleich auch den bisher haffnäcktgften »erfolget ab-

Berliuer Börse vom 3. Januar. Das Geschäft setzte sehr rubtg ein. Zur ersten Kursfestsetzung blieb die Hälfte aller variablen Werte ohne Notiz. 3m übrigen überwogen leichte Kurssteige­rungen. 2n Siemens und Textilwetten wurde die Notiz aus» gesetzt. Während Felten und Südzucker 2 und Akku 2*/« H her­gaben, stiegen Schering um 2*/» %. Reichsbankanteile erreichten 135. Reichsaltbefitz anfangs gestrichen, spater mit 161/» notiert.

Persönliches Erscheinen nicht erforderlich

llm die Aushändigung der Lebensmittelkarten

Das Kölner Arbeitsgericht beschäftigte sich mit einer Klage, die ein Elektromonteur gegen seine Firma, für die er außerhalb des Kölner Stadtgebiets tätig war, erhoben batte. Der Monteur verlangte von seinem Arbeitgeber die Bezahlung der versäumten Stunden, die er durch bas Abholen der Lebensmittelkarten bei dem jeweils zuständigen Bürgermeisteramt eingebüßt hatte. Dem­gegenüber machte der Beklagte geltend, der Kläger hätte sich die Karten durch die Post übermitteln oder dieselben durch seinen Mietsherrn in Empfang nehmen lasten können, wodurch ein Zeit­verlust vermieden worden wäre Da der Kläger den Einwand er­hob, auf dem Bürgermeisteramt habe man ihm das persönliche Ab- holen der Lebensmittelkarten mitgeteilt, wandte sich das Gericht an das Bürgermeisteramt und erhielt als Antwort, daß die Karten dem Vermieter ausgehändigt werden können, wenn eine schriftliche Vollmacht vorliegi. Gewiß sei der Kläger stets selbst zur Ent­gegennahme der Katten auf dem Bürgermeisteramt erschienen, aber es sei keineswegs erforderlich, daß der Versorgungsberech­tigte persönlich die Karten abhole. Auf Grund dieses Bescheides erklärte das Gericht, daß die Klage kostenpflichtig abgewiesen werden müsse, ^menn sie nicht, um Kosten zu ersparen, zurück­gezogen werde. Dies geschah denn auch.