Einzelbild herunterladen
 

Freitag. 2. Januar 1942

Wiesbadener TagblaA

Die Wiesbadener Sanrmelstellen

Göbel

rungskartoffeln nii

noi

im

wir im

die Sammelstellen Kreis Wiesbaden

Tel. 60331

Tel. 60105

Tel. 59726 Nst. 355

Tel. 59561

Tel. 25274 alte Schule

Tel. 22753

Keine Steuererhöhungen 1942

Neue Einlommensteuertabelle für die Veranlagten

!t den

An- ; ver-

Fr.itag; »UtM w* 17-M bl, M8 «hr

Tel. 21034 Schule Tel. 27960 Tel. 23520 Tel. 28948

Tel. 28710 Tel. 24965 Tel. 23623 Tel. 26152 Tel. 60410 Tel. 23503 Tel. 21790 Tel. 21868 Tel. 28908 Tel. 24732 Tel. 28935 Tel. 28949 Tel. 22455

Auf Wunsch der Kreisleitung geben für die Wollsachen-Sammlung nachstehend bekannt:

Seite 4 Nr. 1

Biebrich-Mosbach Biebrich-Rhein Bierstadt Dotzheim Erbenheim Frauenstein Eeisberg Igstadt Karl-Ludwig Kloppenheim Loreleiring Mitte Nord Oft Philippsberg Rambach Rheinstrahe Schierstein Sonnenberg Süd Südend Südwest Waldstrahe West Weitend Westring

Erzähle ihm vom Erün der Schwatzwaldtannen, von lust'gen Fahrten, heimlich stillen Nachten, von all den Liedern, die wir da ersannen, und schneid'ger Abfahrt über Schnees Wachten.

Vätenstiaße 4 Weilstraße 7 Luisenstrahe 4 Schwalbacher Straße 67 Niedernhausener Straße Adolfsallee 6 Lehrstraße 6, Rathaus Danziger Straße 23 Kaiser-Friedrich-Rrng 40 Schenkendorfstraße 2 Niederwaldstraße 18 Waldstrahe 142 Wellritzstraße, Gewerbeschule Eoebenstraße 34 Scharnhorststraße 28

Wiesbadener Str. 111 Rathausstraße 38 Hoffmannstraße 9 Wiesbadener Str. 58 Rathaus Dotzheimer Str. 2 Taunusstraße 26 Ortsfrauenfchaftsleiterln Emser Straße 42 Schulstraße 29 Kauber Straße 8

Wiesbadener Nachrichten

Erfreuliche Wandlung

Nee", sagte die Frau Müller vor fich hin und legte Muff und Pelzkragen wieder in die Schachtel zurück, die schon seit nahezu drei Jahrzehnten die beiden Stücke in sicherem Gewahrsam hielt, man könnte beides doch schließlich noch mal verarbeiten". Das­selbe sagte auch Tante Luise, als sie eine Wollweste, die sie in ihren Mädchentagen zum Entzücken ihres Alois getragen hatte, in der Hand hielt. Nein, man legte ste doch lieber noch mal zuruck, oder eigentlich könnte man der Annemie noch was Nettes draus machen; die hatte zwar Sachen genug, aber . . . Das gleiche dachte auch Herr Schulze, als er seine wollenen Fausthandschuhe und die Pulswärmer prüfend aus einer Hand in die andere nahm. Er hatte sie damals getragen, als er noch im Außendienst war und brauchte sie nicht mehr, aber . . . Wolle ist eben rar und ... . Unb so werden viele gedacht haben und denken und aus kleinlichen, ängstlichen Erwägungen heraus wird so manches Stück, das, für den Besitzer im Augenblick gut entbehrlich ist, dem besseren Zweck vorenthalten. Bei Frau Müller, Tante Luise und Herrn Schulze änderte fich diese wenig verständliche Ansicht jedoch schon im Laufe eines Tages.

Frau Müller besorgte ihre Einkäufe am Vormittag. 3m Ge­dränge des Metzgerladens ging die lebhafte Unterhaltung der eifrigen Hausfrauen ausschließlich um die Woll- und Pelzsamm­lung für die Soldaten. Was kam da der staunenden Frau Müller alles zu Ohren! Da hörte sie, daß Frl. Meoer aus ihrer Nach­barschaft sogar ihre neue Pelzjacke, opfern wollte, auf die ste doch

WZUMMMM als sie das hörten! Nach Besorgung Arer Einkäufe machte sie stch

KT«Ä Und

IHEääää äs

Ianen Jemen am Nachmittag besagte Wollwesto ein und

mit allen möglichen Sachen .Wollt ihr ven«ien.^^.

und PelFammeläktion". belebte sie Annemie. Staunend sah Tante

Arbeitsmaiden zum Medizinstudium kommandiert. Nach einer neuen Regelung ist es möglich geworden, geeignete Arbeits- maiden, die Medizin studieren, und später Relchsaibeitsdienst- Ärztin werden wollen, zum Studium zu kommandieren. Der Aus* bildungsqang sieht nach halbjähriger Arbeitsmaidenzeit eine halb- jährige Kameradschaftsältestenzeit vor, m der der Krankenpflege­dienst abgeleistet wird. Dann folgen Beförderung zur 3ung« sührerin und Kommandierung zur Dienstleistung an einer Be­zirksleitung in einer Universitätsstadt. Bis zum Staatsexamen werden Taschengeld und freie Station gewährt. Die Studiengelder find selbst zu zahlen. Nach bestandenem Staatsexamen erfolgt die Ernennung zur Reichsarbeitsdienstfiihrer:n und die Einsetzung als Reichsarbeitsdienstärztin.

Wissenswertes aus dem Alltag. Die. Bestände an Trink­branntwein und trinkbranntweinähnlichen Erzeugnissen, die am 31. 12. 1941 bei Herstellern, Groß- und Kleinverteilern zestge- stellt wurden, dürfen ab 1. Januar nur nach gusdrucklicher Frei- gäbe und entsprechender Weisung abgegeben werden. In der Schlachtviehmarktordnung fut 1942 sind die Lobend­preise für einige Qualitätsgruppen etwa? gehoben wo^en. Dies war möglich durch die Kürzung der Span e vom Lebendviehpreis jum Großhandelspreis, so daß oei Verbraucher h-erdurch Nicht be­lastet wird.

Abstempelung der orangefarbene Kaet-sseleinkaussaus-

Sie SwW^.."-awau . .ttentlichen Wil

eine wichtige Bekanntmachung des Ernä i:un;s. uts wegen Ab- stempelung der orangefarbenen Kart '"rlei mu Ausweise. Die <n?nfcnniimen sind notwendig, um Den Bedarf der Mit Einkette-

Ritterkreuzträger Generalleutnant Witthöff

Der tapfere Offizier ehemaliger USB.'er

Dem Generalleutnant Witthöff. .Kommandeur ^emer Jnfanterie-Division im Osten wurde,wie das ^T. 7erlikhen°°De?Eeneral aus dem 3. Thüringischen Infanterie. Rea ment Nr 71 in Erfurt/Sondershausen hervoiging und hwt

bilder und Instrukteur zugeterlt war.

Die neuen Lebensmittelkarten

Wieder Sonderzuteilung e»n Hülsenfrüchten

Butterschmalz, Margarine, Schwemeschlachtfetten, Käse,

Ivaendlilben von 14 bis 18 Jahren wieder 50 Gramm Butter r .JL r ? erhalten betragen ihre Rationen an Speck oder Schwerne- ett unverandÄ 62,5 Gramm Ohne Vorbestellung wird Butter­schmalz nur an Schiffer, aus der Sammelverpflegung Entlasiene, an Umziehende und an Jugendliche abgegeben, die zwischen dem 12 Januar und 8 Februar das 14. Lebensjahr vollenden Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten nochmals eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hülsen fru ch t en azie e find nach Mögttchkeit bei dem Verteiler zu beziehen, bei dem die (Süfienfrudite rür die 31. Periode vorbestellt wurden. Schließlich Lird diesmal eine neue Reichs-Eierkarte ausgegeben, die kür drei Zuteilungszeiträume bestimmt ist und zusammen mit der Reichszückerkarte"un^ der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) ablaufen wird.

Zulagen für Schwer-, Lang- und R-chtarbeiter jetzt wöchentlich

Die bisher für eine Zuteilungsperiode geltenden Zusatz- und Zulaaekarten für Schwer- und Schwerftarbeiter bzw. für Laug- und Nachrarbeiter werden nunmehr in je vier Wochenkarten aufgeterlt, scn Betrieben jeweils wöchentlich auszugeben find. Da- n läßt sick dem Weg °ll der Bezuasvorauss-tzungen, z. B. bet Krankheit Urlaub uswschnetter al-b?-her Rechnung tragen. Die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerftarbeiter enthalten ***** Wrechend der bisherigen Regelung bei der Zulagekarte künftig Einrclabschnitte für Brot, Fleisch und Fett auf einer Karte ver ein? die Gesamtrationeiz je Zuteilungsperiode haben: keme^Snde- rtnbren %ür die ^usatzkarten entfallt bte Bestellschempslrchl Kleinabschnitte über Margarine b^ ^^ttichk°Au"gL°?"?die° BeW7ei^Ltende Mehrbelastung rot* dadurch tragbar, daß die bisher iwiwendige K?*leneinziehung und Rückrechnung bei Wegfall der Bezugsberechtigung fortfallt (c:n, metteie Entlastung besteht darin, daß an Schwer- uns Schwerftarbeiter statt bisher drei verschiedenen Karten nur noch eine ausgehändigt werden muß.

Luise, daß sogar Annemies schöner, blauer Pullover, den..Dukel Ernst ihr zum vergangenen Geburtstag geschenkt hatte, für die Sammlung bereitgelegt wurde.Ich habe ja noch zwei andere, sagte Annemie lachend.Ja, da will ich werter nicht stören, ich komme dann später noch mal!" Aus dem Nachhauseweg schämte sich Tante Luise ordentlich und kaum zu Hause angekommen, sah es bei ihr sehr bald genau so aus, wie bei ihrer Schwägerin. Da war ja so vieles, was nicht mehr unbedingt gebraucht wurde, vepr stolz war sie nachher aus das Ergenbis ihrer Haussuchung.

Herr Schulze hatte am gleichen Tag seinen Slatabend. Er war der erste auf dem Plane. Als kurz daraus Herr Kniep erschien, fiel ihm an dessen Erscheinung etwas auf, jedoch konnte er nicht genau sagen, was. Doch schließlich hatte er es, an Herrn Knieps schöner, grauer Jacke, in Der er immer so beneidenswert vornehm aussah, fehlte der braune Pelzkragen.Härt sich Ihr Pelzkragen, fragte Herr Schulze,daß Sie diesen feinen Schmuck nicht mehr au Ihrer Jacke tragen.Nein", lachte Herr Kniep,den hat mir meine Frau abgetrennt. Sie meinte, ich brauchte in dem warmen Wiesbaden nicht mit einem Pelz herum,ulausen, wenn die SotDa- ten draußen frieren müßten und ich muß ihr da recht geben. Auch die anderen Skatbrüder, die mittlerweile etngetiojfen waren, erzählten lachend, wie ihre Hausfrauen Schränke und Truhen aus- geräumt hätten. Herr Schulze sagte nichts mehr dachte aber sehr viel und die Ausdrücke, mit denen er sich rin stillen belegte, waren eben nicht sehr schmeichelhaft. Und am selben Abend noch stülpte er zu Hause alles ins größte Chaos. Da fand er denn noch viel mehr als die Fausthandschuhe und die Pulswärmer.

Im Traum sah et nachher lauter zufriedene Soldatengesichter um sich herum, die ihm freundlich zulachten. Sie zeigten ihm die schönen warmen Sachen, die ihnen aus der Heimat zugegangen waren da sah er: Pelzschuhe, Pelzkragen, Handschuhe, Puls­wärmer, Pelzjacken, Herren- und Damenpullover, die unterm Rock getragen wurden, Skianzüge, Skischuhe, Wachtposten, die Hande rm warmen Muff, Pelzmützen und dergleichen mehr. Und da freute er sich sehr.

Aber am meisten freute er sich über die dankbaren und zu­friedenen Gesichter der Soldaten, auf Denen so deutlich die Freude über die warmen Geschenke aus der Hermat geschrieben stand. 3-

Ritterkreuzträger steig zur Wollsammluug

Diese Worte des Mannes von der Front wollen wir letzten Tagen der Wintersachensammlung noch einmal al regung dafür nehmen nachzusehen, ob wir nicht noch etw ge(fert haben, was unseren Soldaten dienlich sein konnte.

Abschied von meinen Ski

Du gehst nun an die Front, ach könnt ich mit dir geben das Schicksal will es nicht. Nimm diesen letzten Blick, denn für uns gibt es ja keilt Wiedersehen.

Ich danke dir, mein Kamerad, fm alles Gluck.

Sei nun dem andern Freund, so wie du mir, erzähle ihm von einst'gen frohen Tagen, mein lieber Kamerad, ich danke dir, z weh tut der Abschied, doch wrr woll n nicht klagen.

Die Ver^chuldun!

glichen" durch die erhebliche Verbreiterung der Daseinsgtuitt des deutschen Volkes und durch den bedeutenden Zuwachs Süden und Osten des Reiches.

Das neue Jahr!

Wenn mal in der Unendlichkeit das alte Jahr sich hat verloren, hat schon die gute Mutter Zeit ein neues Jahr für ans geboten.

Zwar ist das Jahr roch jung und steht recht wackelig auf feinen Beinchen, doch ehe noch ein Tag vergeht, kann laufen schon das liebe Kleinchen.

Ist ihm, was vorkommt ja vielleicht, ein Körperteil etwa zerschunden, die gute Mutter Zeit Dann streicht darüber und heilt ihm die Wunden.

Und immer, weiter Schritt für Schritt, durchläuft das Jahr sein kurzes Leben, die gute Mutter Zeit läuft mit, um ihrem Sprößling Halt zu geben.

Zwölf Monate man sagen kann, es steht das Jahr im (Steifenalter. Fürsorglich Mutter Zeit, sorgt dann für ihren nächsten Stammeshalter.

Walter Jürgens.

Serfdf-sne Gemeinschaft

Wir alle arbeiten für den Sieg

Die Feiertage sind vorüber, der Alltag fordert sein Recht. Mit starkem und gläubigem Herzen haben wir die Schwelle zum neuen Hahr überschritten Das Jahr 1942 findet die Heimat gerüstet. Welche Aufgaben es auch immer sein mögen, die uns der Führer stellt, wir werden sie erfüllen. Aus seinem Aufruf zum Jahres­wechsel spüren wir die Kraft der großen Gemeinschaft, deren Glied jeder einzelne von uns ist. Kleinlicher Egoismus hat keinen Raum in dieser Gemeinschaft, wer glaubt, abseits stehen zu können, wenn des Führers Appell an unser Volk ergeht, wird es erleben muffen, daß Die Gemeinschaft aus ihrem Marsch in Die Freiheit Eroß- deutschlands ihn am Wege zurückläßt. Das Tun jeDes einzelnen oon uns ist wichtig für Das Gelingen Des Werkes, Dem wir unter Führung ADolf Hitlers alle verschworen sinD. Aus Tatwillen unD Opserbereitschast erwächst Die Kraft Des Sieges, für Den wir alle arbeiten Den Befehl zu unserem Einsatz erhalten wir aus unserem Herzen, Das gläubig für Eroßdeulsch'anD unD seinem Führer schlagt. p-

Als wir im Sturmgebraus die lichten Höh n bezwaigen, in edlem Wettstreit stählten unsre Glieder, des Windes wilde Melodien dazu erklangen, oh glückhaft Iugendland, wann kehrst du wieder Sei ihm ein Gruß der Heimat, fei ihm gut, und schenk ihm Glück auf allen seinen Wegen, bann trägst auch bu bei zu des Reichs Hut Drum geb ich gern dich bring der Heimat Segen.

^Paul Schreher.

stempelung der orangefarbi

Maßnahmen find notwendig, um bett i. .. ----- -

rungskartoffeln nicht versorgten Pe !-ruig ^erzustellen Es bütfen daher zur Abstempelung nur Ausweise von solchen Haus­halten vorgelegt werden, die keine ^artoneln eingekellert haben.

Staatssekretär Reinhard t macht in einem Aufsatz in de: Deutschen Allgemeinen Zeitung" bemerkenswerte Mitteilungen über den Stand bei Finanzpolitik des Reiches «nb die weitere Entwicklung. Die Summe bet ordentlichen Rnchsein- nahmen wird im laufenden Rechnungsjahr 45 Milliarden RM er­reichen. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Fmanzbe- darfes des Reiches. Wahrend im Weltkrieg nur 13% Des Finanzbedarfes durch ordentliche Einnahmen gedeckt warm find es jetzt mehr als 50°/«. Von den Gesamteinnahmen entfalftn min­destens 32 Milliarden RM auf die Ste n et n. Sur 1942 wild das Steueraufkommen sogar aus 35 Milliarden RM geschätzt- Der durch Steuern gedeckte Teil des Flnanzbedarfes wird demgemäß von Jahr zu Jahr größer. Dabei sind dre Ausfälle berutsichtigt, die sich aus Den verschiedenen steuerlichen V e r gu nst! - aunqen der letzten Monate ergeben. Die steuerliche Beffer- ftellung Der mitverdienenden Ehefrauen bedeutet einen Verzicht auf 50 Millionen RM Lohnsteuer jährlich, die Neuges^wng der Lohnsteuertabelle einen Verzicht von 175 Millionen RM Lohn­steuer jährlich. Durch die Beseitigung der Urkundensteuer fielen 60 Millionen RM weg. Die steuerliche Begünstigung der Einzel- aewerbetreibenden, der Land- und Forstwirte und der Personen­gesellschaften wird im Veranlagungszelttaum 1941 mindestens 200 Millionen RM betragen. Die steuerliche Belohnung der eisernen Sparer bedeutet ebenfalls den Ausfall von einigen hun­dert Millionen.

Der Staatssekretär kündigt an, daß demnächst auch die Ein­kommensteuertabelle der Veranlagten durch Verengung der Stufen neu gestaltet wird, um Härten bei der Veranlagung zu befeitigen. Die neue Tabelle wird erstmalig bei der Ver­anlagung Tüt 1941 angcwendet und ebenfalls einen Aussatt von 150 bis 200 Millionen RM verursachen. Der Staatssekretär teilt weiter mit, daß für das Jahr 1942 Steuererh ohungen nicht in Aussicht genommen find. Jedes Gerede von einer Er­höhung der Vermögenssteuer oder gar von einer allgemeinen Vermögensabgabe sei Unfinn. Ebenso denke niemand an «'ne Er­höhung der Erbschaftssteuer ober an eine Beschlagnahme bes Erbes von finberlos Verheirateten.

Die Verschuldung bes Reiches habe zu B^mn des Krieges 37.2 Milliarden RM betragen. Sie werde Ende 1942 etwa 130 Milliarden RM erreichen Dlejet SchuldenstanD ge­währe gemeßen an der Lelftungskraft der deutschen Volkswirtschaft, noch einen sehr erheblichen Spielraum für die Ktiegsfmanz^runa Die Verschuldung Englands betrage auf Den Kopf der Bevölkerung mehr als da- dreifache. Die Reichsschuld Jet mehr als ausge- alidien durch die erhebliche Verbreiterung der Dasetnsgrundlage

Der Feldpostvetkeht nach dem 4. Januar. Dte bestehenden allgemeinen Beschränkungen im Feldpostoerkehr sind ab 5. Januar 1042 wieder aufgehoben. Es sind dann Briefe bis zu 100 Gramm und Feldpostpäckchen bis zu 1000 Gramm ugelaffen. Soweit die Verkehrslage in einzelnen Gebieten Die Beförderung von Sen­dungen über 50 Gramm noch'nicht zuläßt, werden Dteie dem Ab­sender mit folgendem Hinweis zuruckgegebn: .,Zurück. Zur Zeit nicht zu befördern. Nur Sendungen bis zu .>0 Gramm zuaelaffen. Die Aushebung dieser Beschränkung wird bei Befierung der Der- kehrslage erneut bekanntgegeben.

Berkehrsunfälle. Am Mittwoch gegen 11.30 Uhr kam es an der Ecke Bismarckring und Bertramst atze zu emem Zusammen­stoß zwischen zwei Lastkraftwagen. Es entstand Sachschaden. Der eine Kraftwagen mußte abgeschleppi werden Personen kamen nicht zu Schaden. Die Schuld Hunte an der Nichtbeachtung der Vor­fahrt liegen. Gegen 13.30 Uhr ereignete fick- auf der Kreuzung RheinstraßeKaiserstraße ein Verk rsuriall zwischen einem Omnibus und einem Lastkraftwagen. Der Omnibus wurde ge­ring, der Lastkraftwagen schwer beschädigt. Er mußte umgeladen werden, konnte aber die Fahrt zur Repaniturw-rkstatte mit eigener Fahrt ausführen. Die Schuld an bem Unfall dürfte den Last kraft Wagenführer treffen, ba er bie.notige Vorsicht außer acht ließ unb bie Vorfahrt nicht beachtete.

Unfälle. An bet Albrechtstraße stürzte ein Rabfahter. wo- butch er einen Bluterguß im linken Ann erlitt 3n_bet .tf*1*** futter Straße kam eine Frau zu yall unb zog sich einen Beinbruch zu. Am Zietenring fiel ein junger Mann auf einer Flurtreppe unb trug einen Armbruch davon.

Das .W. I. gratuliert Friedrich Becker - Reichsbahn- Lokführer a. D., Elsässer Platz 4, wird am 3. Januar 70 Iahte alt.

Wiasbad<rn-6i<rbrich

Bei der Wall- und Pelzsammlung hat fich auch hier die Seimat- ftont wieder bewährt. In den beiden Sammelltellen herrschte an den letzten Tagen ein dauerndes Kommen und Gehen. Hatte schon die Sammlung von Haus zu Haus so. erfreuliche Ergebn-ffe ge- zeitigt. daß die Sammlet immer von neuem Korbe holen mußten, um bie Sachen fortzubtinaen. so wurde nachträglich noch vieles pnsönlich abgelieseN.^ Biese Hände sind tätig., um bi«i ®««e tmn Sachen zu ordnen,'die für innere Soldaten joi"! gebrauchsfähigen auszusondern, zu zählen, zu bündeln und '" ^Kisten zu verpacken, die der Heeresverwaltung übergeben wet^n konnten. Biele Frauen haben fich gemeldet, die eifrig am Rahen und Stopfen find um andere^ Sachen auszubeffern. Ader auch in den SmuI**" wurden nach den betanntgegebenen Ratschlagen aus jlten Stoffen noch viel- Gegenstände angefertigt. Der Anblick der tn den Erkern der Sammelftellen ausgestellten Gegenstände, haben noch manchen Volksaenosien unb manche Volksgenosfin, bie noch nichts abgeliefert hattet angespornt, schleunigst zu Hause, die Bestanbe nachzusehen, wobei noch manches gebrauchsfähige Stuck gefunden wurde Do, dre Sammlung noch bis zum 4 Januar läuft, tonnen weitere Spenden "^D^Neujahrsnach7ist hier Dem Ernst der.Zeit entsprechend, äußerlich ruhig verlaufen. Aus den Straßen blieb es auch in . der Mitternachtsstunde, entgegen dem lauten Treiben in sonstigen Jahrem "völlig still, nur einzelne h-imkehrende Menschen waren unterwegs. Auch in den Wirtschaften ging es meist sehr ruhig zu Dafür wurde innerhalb der Familien- oder Bekannteillreise der übertritt aus dem alten ins neue Jahr entsprechend gefeiert.

DlSsbadsn-LrbsnSsim

»erkehrsunfall. Am Mittwoch gegen 17.15 tarn es «n bet Endstelle bet Omnibuslinie zu einem Derkehtsunfall. -e Omnibus fuhr beim Rückwärtsstoßen gegen Fußgänger. Dabei warben zwei Personen leicht verletzt.

DasSB. T." gratuliert. Der. Unteroffizier Hans Schorner würbe mit bem E. K. II. ausgezeichnet.

RttterkreuztrSger Oberleutnant F - i g , bet Führet mtseret SA -Standarte 80, gab, worüber dasSB. T. bereits bktihtete, oor Vertretern der Presse in Berlin einen Überblick ütje den Kampf der von ihm geführten Panzerschützenkompanie Dabei äußerte er sich auch abschließend zur Sammlung von Wint« fachen für die Front. Er bankte bet Heimat schon im voraus im (amen von Millionen von Äametaben.Wir sind ausgerüstet so 'tonte er,mit Mänteln unb Handschuhen unb haben oft soga zwei Mäntel unb mehrere Paar Handschuhe zur Verfügung. Aber die beißende, alles durchdringende Kälte macht eme zuStzuche Hilfe der Heimat notwendig. Vergeffen Sie nicht, daß yand- schuhe immer wieder ersetzt werden müffen, vor allem 1 !i bei kämpfenben Truppe."

- Steruscha» vorn 1. bis 10. Januar. Der hellste Stern bes Simmels, bet bis zu btei Stunben nach Sonnenuntergang ttn SW sichtbar wirb ist planet Venus als Abendstern tm Sternbild Steinbock in 55 Millionen Kilometer Entfernung. Der Helle bleiche Stern am späteren Abend zwischen den Sternbildern Widber und Stier in halber Höhe nach S zu ist bet tingumgebene Wandelstern Saturn, 1270 Millionen Kilometer von uns ab- stehenb. Der hellste gelbe Stern vor Mitternacht un S im Stern« bilb Sti». ist bet Riesenplanet Jupiter m 630 Millionen Kilo­meter Abstand.