Seite 2 Nr. 296
Wiesbadener Tagblatr
Mittwoch. 17. Dezember 1941
nach der ingetreten
kleinen Kreuzer. -Breslau' „Eoeben tm Mittelmeer ui
Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten
Flott« i gegen Japan,
Die Kriegsschuld der Plutokraten
Japan wird niemals die Waffen niederlegen bis der Sieg über den gemeinsamen Feind des Weltfriedens errungen ist
Abschied von Reichsminister Hanns Kerrl
Feierlicher Staatsakt im Marmorlaal der Reuen Reichskanzlei
Übereinstimmung der Ansichten mit Thailand hinsichtlich des Abschlusses eines Schutz- und Trutzbündnrffes nut diesem Lande erzielt hat.
Es ist sehr bedauerlich, datz das Ts chu ng i in g - Re g i m e auch gegenwärtig immer noch seinen Widerstand fortsetzt. Sollte es darauf bestehen, auch in Zukunft weiter Widerstand entgegenzusetzen, so wird Japan seinen Druck gegen Tschungking nicht tm geringsten vermindern. Es ist jedoch eine Tatsache, datz die Quelle seiner Widerstandskraft jetzt dem vollkommenen Zusammenbruch nahe ist. Die Belegung der Störungen und der Unruhe ,n Ehma ist, davon bin ich überzeugt, nicht mehr sehr ferne.
treuen des Führers gehörte. Mattes Licht der Deckenbeleuchtung und der Schimmer flackernder Kerzen, viel- armige Leuchter, zur rechten und linken der Bahre aufgestellt, 'Hs’.ÄÄ'in «11..
wegung hielten die Ehrenwache. Die SA.-Standarte Peme. wo der Verstorbene in den ersten Kampfiabren der Bewegung für den Führer Zeugnis ablegte, eine Sturmfahne der SA. und eine Fahne des Reichsarbeitsdienstes batten neben den Stufen Aufstellung genommen. Auf den Stufen lagen Kränze führender Manner des nationalsozialistischen
Marineminister Admiral Schimada
gab «m Dienstag im Reichstag einen Überblick über die schlagartigen Operationen der japanischen Wehrmacht gegen Ha ward ; c Inseln Wake und Midwa, sowie gegen die Philip-
Deine unerschütterliche Treue tn den melen^ Jahren, und wir wissen es. datz von allen Tugenden der Führer stets die Treue als die höchste und edelste Eigenschaft des deutschen Mannes bezeichnet Jat. Dieser Dank, Hanns Kerrl sage ich Dir in seinem Namen. llnd damit darf auch ick Dir danken für die vielen Jahre, da Du mir ebenfalls ein nie wankender, unerschütterlicher, treuer Freund gewesen bist. Der Führer wird Dein Andenken stets als das eines immer kampfbereiten, ihm treu ergebenen Nationalsozialisten wahren. Lebewohl!" t
Der Reichsmarschall tritt zu den Hinterbliebenen. Er reicht der Witwe und den übrigen Angehörigen die Shiud. Inzwischen intonierte das Staatsorchester den Trauermarsch von Beethoven. Unter seinen Klangen werden zuerst die Kränze des Führers und des Reichsmarschalls, sodann der Sarg mit den sterblichen Resten des Reichsministers Kerrl aus dem Raum getragen. Die Fahnen senken sich zum letztenmal zum Gruß. Die Hände der Anwesenden erheben sich Draußen im Ehrenhof ist eine Kompanie der Leib- standarte Adolf Hitler zur Tranervarade angetreten. Als der Sarg im Portal erscheint, präsentierte sie, bis der Sarg, der auf den Wagen gehoben wird, den Hof verlaßt. Zahlreiche Wagen mit den Hinterbliebenen und Trauergästen folgen im Trauerkondukt. Auf dem Wilbettnplatz entbieten noch einmal Tausende dem verstorbenen Reichs- minister ihren Erutz. Über die Wilhelmstratze durch das Brandenburger Tor und die Ost-West-Achse entlang, durch Eharlottenburg nach Dahlem bin fuhrt der Weg zum Wald- frr^hof. wo Reichsminister Kerrl sein« letzte Ruhestatt fand.
Eichenlaub für Kapitän z. S. Krueder
Berlin. 16. Dez. Am Dienstag wurde der so plötzlich aus dem Leben geschiedene ReichsmmMr SA.-Obergruvven- führer Sanns Kerrl auf dem Waldfriedhof in Dahlem zur letzten Ruhe gebettet. Zu Ehren des Verstorbenen fand auf Befehl des Führers im Marmorsaal der Neuen Reichs- kanzlei ein feierlicher S t aa tsakt statt. Zahlreiche führende Männer des nationalsozialistischen Deutschlands. Reichsminister, Reichsleiter, Gauleiter, höchste Offiziere der drei Wehrmachtteile, Diplomaten der uns befreundeten Mächte. Mitarbeiter. Mitkämpfer und Freund« erwiesen Reichsminister Hanns Kerrl durch ihre Anwesenheit bei dem Staatpakt die letzte Ehre. , , ,....
2m Marmorsaal der Reichskanzlei, auf Stufen erhobt, vor der rückwärtigen, mit dem Hakenkreuz geschmückten Wand war der Sarg aufgestellt. Die Farben, des Reiches deckten ihn. Darauf lag die SA.-Mutze. Zeugnis dafür, datz der Verstorbene schon in frühester Kampfzeit zu den Getreuen des Führers, gehörte. Mattes Licht der Deckenbeleuchtung und der Schimmer flackernder Kerzen, pteb
sittliche Forderung, die im Geiste des Samurai zur höchsten Entfaltung gelangte und im heutigen Soldatentum Japans unvermindert fortlebt.
Zu dieser soldatisch-patriotischen Tradition der javanischen Wehrhaftigkeit trat bei der Modernisterung der Waffenführung em großer Beitrag der deutschen Wehrfähigkeit hinzu. Zur Schaffung der modernen Einrichtungen in der javanischen Wehrmacht war es zahlreichen javanischen Offizieren vergönnt, in Deutschland stch mit der modernen Waffenführung verttaut zu machen. Autzerdem hatten stch viele deutsche Offiziere als Lehrer für das javanische Heerwesen betätigt. Japans Heer hat in diesem Sinne den deutschen militärischen Kräften und Errungenschaften auherordentlich viel zu verdanken.
Die javanische Wehrmacht hat sich seit ihrer Gründung von 1872 bei jeder Auseinandersetzung glänzend bewahrt und jedesmal den Sieg davon getragen, was die erfolgreiche Entwicklung Japans zu einer der stärksten Weltmächte wesentlich förderte. _ r . Qr , , ,
Japan schreitet, nunmehr seiner historischen Aufgabe.be- wutzt. mit entschlossenem Einsatz der gesamten Volkskrafte zur Schaffung einer o st a s i a t is ch e n Völkergemeinschaft, in der der Zusammenichlug zwischen Japan, Mandschukuo und China die tragende Rolle spielt.
Der Zweck der javanischen Bestrebungen ist. mit den javanischen Kräften, die von Gerechtigkeitssinn erfüllt sind, alle ostasiatischen Völker, die den unmenschlichen Machenschaften raumfremder Mächte ausgesetzt stnd, aus .ihrem Sklavenleben zu befreien und ihnen mit dem Prinzip des friedlichen Zusammenlebens und geteilten Wohles ein neues Leben zu schenken.
In diesem Sinne war die Lösung des mandschurischen Problems (1931) das erste Stadium zur Schaffung der Neuordnung Ostastens. Das zweite Stadium dieser Entwicklung begann mit dem China-Konflikt (1937) und endet mit der Lösung dieses Problems.
Mit dem Abschluh des Dreimächtepaktes, der am 27. September unterzeichnet wurde, trat Japan mit Ostasten tn das dritte Stadium feiner Neuordnung.
Japan stärkte nunmehr seinen Entschluß, allen Schwierigkeiten zum Trotz, mit Deutschland und Italien zusammen, die für die Neuordnung Europas in erfolgreichem Kampf auf dem Wege der Zielerreichung stehen. Schulter an Schulter einer totalen Neuordnung der Welt entgegenzumarschieren.
Es besteht kein Zweifel darüber, datz die Durchsetzung unseres Zieles eine große geeinte Volkskraft erfordert, die eine mächtige Wehrmacht zum Kern hat. Gegenwärtig verfügt die javanische Wehrmacht über mehrere Millionen Mann Seer, eine mehrere Hundert Einheiten,, sahlenve Flotte und mehrere Tausend Flugzeuge. Diese Streitkräfte Javans befinden sich bereits seit 1931 entweder im Krieg oder in Kampfbereitschaft und sammelten ihre Erfahrungen. Die javanische Wehrmacht zu Lande, »ui See unb in bei Luft (bie Luftwaffe ist in Japan nicht selbständig, sondern ist verteilt auf Armee und Marine) wird immer mehr vervollständigt, und mit den bereits siegreich bewahrten Mächten Deutschlands und Italiens gemeinsam dem will- lichen Frieden der Welt zu dienen.
6ta°Äu5r8 vor 15 Uhr werden die Kränze des Führers und des Reichsmarschalls in den Raum getragen. Die Trauergäste haben inzwischen Platz genommen. Staatsminlster Meißner führt sodann die Angehörigen des ^erstorbenen in den Saal. Sie zu grüßen, erbeben sich die Trauergaste. Kurz danach erscheint der Reichsmarschall zusammen mit Staatssekretär Dr..M u h s. Er Beamte die Angehörige" unb nimmt an bet Seite der Witwe des. Verstorbenen Platz.
Die weihevollen Klänge des Vorspiels, zu „Parstval. vorgetragen.vom Staatsorchester unter Leitung von Prof. & 6 ^Sodann^erhebt^stch^Re?chsminister Rust zu Worten der Würdigung und des Gedenkens an..Reichsminister. Kerrl. dem getreuen und nimmermüden Kampffür die Idee Adolf Hitlers. Daran schließen stch begliche und sehr ver- sönlich gehaltene Worte des Staatssekretärs Mu b s der dem Minister Lebewohl namens aller.Gefolgschaftsmitglfe- der des Reichsministeriums für die kirchlichen Angelegenheiten sagt.
Göring überbringt den letzten Gruh des Führers
Run erhebt sich der Reichsmarf 6all. der bei diesem Staatsakt den Führer vertritt. Unter den Klangen des Liedes vom guten Kameraden legt er zu Fugen der Bahre den wundervollen Kranz des Führers nieder und führte folgendes mich beauftragt. in fernem Namen
Abrieb von Dir zu nehmen. Mit feinen Gedanken ist er in dieser Stunde bei Dir. feinem getreuen ®efolgstnann. Aber einen Begriff gibt es, dem auch Du gelebt hast, und der den Führer des Reiches, den Feldberrn und den Obersten Beiehlsbaber der Wehrmacht in diesem Augenblick bindert, bei Dir zu fein: die Pflicht. Die Pflicht für .fein Volk und Reich, die gleiche Pf licht., der. auch Du.Dein ganzes Leben geweiht hast. Ich foll Dir fernen Dank fasen mr all
Japan dir amerikanischen Forderungen -^enoaimen, ko mären dadurch nicht allein die angespannt« a A n ft re « - gnngen Japans vieler 2-hr- zur Stabilisierung des g^ber«n Lstasiens zunichte gemacht sondern es dadurch auch die Eristenz Japans direkt rn Frage gestellt war den Darüber hinaus wäre das Vertrauen zu Japan verloreu» ae- -anaen wen» es stch h-rbeig.last.n hatte, sei.» den B.rbündeün aea^benes Wort für die Mitarbeit bei der Wiederausrtchtuug de« Wriede?.zu brechen. Derartige, «ar für Japan unter k.i- "Als "die Änge "diesen^Verlauf nahmen, blieb für Japan trotz feines glühenden Friedenswunsches kein anderer Weg offen, als L"W°N "n ergeben, um sein ein Aestehenzu
silbern Dies ist der Grund für bie Ausgabe des «tlones pes 'S’ vom 8. d M.. mit dem den Bereinigten Staaten von Amerika und dem britischen Empire der Krieg erklärt wurde.
Sogleich nach Eröffnung der Fmndseligkeiten unter dem Befehl des Tenno haben tapfere Offiziere und ^-"nschasten uuferer Streitkräfte in weniger als 10 T-ge» d»e feindlich.u 'XAfttHfittßUunttcn f 6 tt 111 DtttdjötoiNcii. *»• -«ptmacht der USA.-FloUe die ihre Bafi. in S-w°i hat, ist uernicktet' die Hauptmacht der britifch.u F.rnost-
-j» , «rfchm.it. rt; di. Sink« .ifuug.fr.ut _uan d.ren Stärk« vom Frind übertri.».» ward, und d.r, nm^Jaoau einzuschücht-rn, breitest« Publizität verliehen wurde, iH a„T" -.Achied-nst-n Stellen bereit, -ng-schl-g.n. $u önUiavanil»- Einkreis-ugssront befindet sich bereit, auf dem guten Meg "zum Zusammenbruch. Diese großen militärisch'» «ft in der Welt wie Wunder gewirtt und da, Prestige unsere» Reiches sowohl im Inland al» auch im Ausland erhöht. Die» ist allein d«n -lleruöchst«» Eigenschaften de» Tenno zu v«rdavck«n.
1 Ich wünsche, hier Mandschukuo und Thrna sondere Würdiauna auszusprechen, zu denen Japan untrennbare immTÄ^ere $4ie5un8en. unterhält. Diese beiden Verbündeten haben seit Beginn des Krieges unserem Land auf das , n t i <6 i eben t e i fi r c Mitarbeit zur Derfuguna gestellt. Es ist auch ein ©runb besonderer Genugtuuiw, daß etnioet Reit ein Übereinkommen über die gemeinsame Verteidigung mit Französisch-Jndochina abgeschlossen und auch eine
Es ist ein Grund gegenseitiger Genugtuung, datz unsere Verbündeten, Deutschland und Italien, sofort nach der japanischen Kriegserklärung «ienfall, in den Krieg eingetreten stnd und datz st. alle geeigneten Mittel einsetzen und nt e m a 15 die Waffen niederleg.n, bis d.r Sieg über den gemeinsamen Feind des Weltfrieden» .rrungen ist. Sie stnd auch mit Japan darin übere,ngekommen, datz kein Waffenstillstand »der Frieden weder mit den Vereinigten Stau- ten noch mit dem britischen Empire ohne vollständige Ubere»nst,m. mung zwischen den drei Ländern geschlossen wird, datz s»e in Zukunft »och enger mit dem Ziele der Verwirklichung einer gerechten Reuordnung zusammenarbeiten werden, so datz sich jetzt .in« w«i» ter« Festigung de» Bündnistes zwischen Japan, Deutschland und Italien ergebe» hat. Ich möchte hier die feste Entschlossenheit de» japanischen Reiches zum Ausdruck bringen, niemals di« Waffen nrederzulegen, bis nicht die Vereinigte» Staate» und da» britische Weltreich niedergerungen sind.
Ich möchte diese Gelegenheit auch benutzen, um meine herzliche Anerkennung für bie begeisterten Beweise vaterländischen (Seines auszusprechen, bie unsere Nation seit Beginn bet Feindseligkeiten erbracht hat.
Sondersitzung des Reichstags in Tokio
Tokio, 16 Dez. Der Japanische Reichstag, der am Montag zu einer Sondersitzung zusammengetreten war, um wichtige Beschlüsse über bie Führung des Krieges im Pazifik zu fasten, versammelte stch am Dienstag zu einer feierlichen Sitzung. Der T enno erschien persönlich — in bet Uniform bet i-rpanischen Armee — um die Eröffnung vorzunehmen und eine Botschaft zu verlesen. Dann nahmen Ministerpräsident Tojo. Außenminister Togo und Marineminister S ch i m a d a das Wort zu bedeutsamen Erklarum gen über den Verteidigungskrieg Japans gegen bte lmverialilll- schen Plutokraten
Botschaft des Tenno
Der Tenno stellte in seiner Botschaft fest, es sei fein Wunsch, eine Neuordnung in Ostasienzu schassen. »Aber England und Amerika haben versucht, diese Misti-» Japan» zu verhindern. Hierdurch wurde Japan zum Kriege gezwungen Ich »«dauere da» auherordentlich, ober andererseits bin ich glücklich, feststellen M können, datz stch di« Z »s a m m e n a r b e i t m,t den befreundet«» «Rationen immer enger gestaltet.« Der Tenno richtet« da»» an die Abgeordnete» die Aufforderung, sich in diese» Ausnahme,e,ten ihrer besonderen Verantwortung bewußt zu sein und tn diesem Sinne da» auherordentliche Militärbudget sowie bte S-n- dermatznahmen der Regierung zu behandeln.
Dann nahm
Ministerpräsident Tojo
das Wort zu einem ausführliche» Bericht über bie Lage.
„Wie bereits in der vorigen Reichstagssitzung erklärt wurde" so führte er aus, „sind Verhandlungen geführt worden um dritte Mächte von einer Behinderung des von Japan vorgesehenen er- folgreichen Abschlustes der China-Angelegenheit abzuhalten. Die verschiedenen Mächte, die Japan umgaben, sollten veranlaßt wer- den nicht allein von einer direkten Bedrohung Japans abzulasten, sondern auch gewisse feindselige Maßnahmen, wie z. 8- bte Wirtschaftsblockade gegen Japan rückgängig zu len Wirtschaftsbeziehungen wiedeiherzustellen und schließlich auch eine Ausweit ung des europäisch en Kr t eges »ach Ostasien zu verhindern. Das Untragbare ertragend unb das Unleidliche erleidend hat die Regierung Dchtrengungen verdoppelt, um das genannte Ziel durch diplomatische Verhiurdlun gen zu erreichen. Die USA. aber haben Japan s G e d n l d u n d Zurückhaltung für Schwache gehalten. Ste haben es nicht allein abgelehnt, auf Japans gerechte Argumente zu Horen, sondern darüber hinaus ihre ursprünglichen Vorschläge zuruckge- zogen und im Einvernehmen mit Eroßorrtanrnen Japan neue an* mak ende Vorschläge überreicht.'
Die Einzelheiten der USA.-Vorschläge wurden von fetten bet Regierung bereits bet Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Drei Punkte des amerikanischen Vorschlages, bte Japan auf keinen Fall annehmen konnte, waren die folgenden:
1 Zurückziehung aller japanischen Armee-, S e.- unb L nf t st r e it k i äf t e und der P-l,zelkrafte aus China und aus Franzö fisch-Jnbochina.
2 Die Unterstützung — militärischer, politischer und wirtschaftlicher'Art — sollte iedct Regierung oder jedem Regime^in China enizogen werden, nut nicht Dem T s ch u n g k i n g -R egt m *•
5 es wurde eine Zusage aerlangt, daß kein mit einer britten Macht bereits abgeschlossenes Abkommen tn einer Weste ausgelegt würde, bte bte Schaffung unb ffitljaltun b es Stiebens im gesamten Pazifikraum beeini.achtigen würde. Mit anderen Worten, bie Vereinigten Staaten forderten, Japan solle seine gesamten Streitkräfte aus China und Französisch Jndochina zurückziehen, bie Nanking-Regierung fallen lasten und den D r e i m ä ch t e p a k t kü n d i a e n. _ . . - h
Es wurde als- klar, datz bte Vereinigten Sta-ten burch den Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen und durch die «"'litauische Ein- schüchterung Japan herausforder» unb auf bie Kni« zwinge
Dem gefallene« Kommandanten des Hilfskreuzers »Pinguin"
Berlin, 16. Dez. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieb dem gefallenen Äagttan S. Krueder, Kommandant des Hilfskreuzers, »Ptnguin . tn Anerkennung der Leistungen des von rbm geführten Schiffes als 40. Omzier der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kremes. . .
Kapitän z. S. Krueder nahm im Weltkrieg auf dem Linienschiff ..König" an der Skagerrak-Schlacht und auf dem kleinen Kreuzer „Breslau und dem großen Kreuzer Eoeben" im Mittelmeer und im Schwarzen Meer an zah.- reichen Gefechten gegen britiiche und nistische Einheiten teil. Nach seiner erneuten Einstellung tn die Kriegsmarine folgten Dienststellungen an Bord und an Land, und nach Kriegsausbruch führte er als Kommandant den ötlfsfreuscr Pingui n". Am 22. Dezember 1940 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieben, nachdem von feinem Hilfskreuzer in überfeeifchen Eewmfern 79 000 kicken HandelsfLiffsraumes versenkt worden waren. Im Juli d I. ging ..Pinguin", der insgesamt A)0<M BR^.. feindlichen H a n d e l s s ch i f.f s r a u m e s vernichtete und alle ihm gestellten anderweitigen Aufgaben in vorbildlicher Weise gelost hatte, im Indischen Ozean in einem Gefecht mit dem weit überlegenen britiichen schweren Kreuzer .Cornwall" unter. Kavitän z. 6. Krueder fand dabei mit Lem größten Teil der Besatzung den Heldentod.
pinen unb Malaqa. Es war für J-pan enllcheibeub.^so er- klärt« Schimaba, i« überraschenbem Angriff aus allen Fronten bte Vorherrschaft zur See unb in bet Lust herzustellen. was and; gelungen ist. Mit Kriegsausbruch griffen nt ben frühesten Morgen stunden starke javanische Flotieneinheiteu Pearl Harbour an» wo acht Schlachtsschilfe unb anbere schwere Einheiten versammelt waren Drei schwere Schlachtschiffe würben versenkt, vier wettere schwer beschäbigt, ebenfalls würben vier Kreuzer schwer beschabigt. flnSerbem würbe wahrscheinlich bet Ho u - l» l u ern Liugzeug- träaer versenkt. Hiermit, so erklärte Schimaba, ,st bie Kampfkraft bet Pazifikflotte zerschlagen
Bei gleichzeitigen Angriffen auf bie Inseln Wake, Mibwap unb ®uam wurden zahlreiche Flugzeuge zerstört und etn Mrnen- boot versenkt. Durch diese Operationen sind
alle strategische» Verbindungen zwischen Hawai und Ostasien unterbrochen worben
Am 10. Dezember begann die Landung auf ®uam, bas am 12 Dezember vollkommen besetzt war. Hierbei wurde etn Tanker erbeutet, und es ist ziemlich ;icher, daß bei Palau ein U»A.- U-Booi versenkt wurde. Schimada sprach sodann über bie Operationen bei unb auf Malaya unb sagte, baß zu gleicher Zeit großzügige Lanb- und Luftoperationen im Subwestpazifik durch geführt wurden Am 8. Dezember morgens konnten starke Armee-Einheiten ohne Verluste auf Vritisch-Malaya gelandet werden, wahrend Flugzeuge bereits in der Nacht in und um Singapur Flugplätze unb Kasernen mit größtem Erfolg angegriffen hatten
Ebenfalls am 8. Dezember begannen starke Luftangriffe auf Flugplätze ber Philippinen, wo sofort 100 Flugzeuge zerstört mürben In den folgenden Tagen wurden die Angriffe wiederholt und Manila und Cavite stark mitgenommen. Am 10. De- zember erfolgten Landungen in Nordluzon und am 12. swembet tn Südluzon. Die gelandeten Truppen stnd im Vormarsch Mit dem Verlust von einem U-Boot unb 228 Flug zeuge» ist der größte Teil der USA.-Kampfttast auf ben Philippinen bereits gebrochen. - Ebenfalls am 8. Dezember begannen bte Angriffe auf Hongkong, wo schon am 10. Dezember bte östliche Hafeneinfahrt erreicht würbe. Am 12. Dezember würbe ein Tor- pedoboot versenkt und Kanonenboote sowie bewaffnete Handels- schiffe des Gegners schwer getroffen
In Schanghai wurden am 8. Dezember ein britisches Kanonenboot versentt und ein amerikanisches erbeutet.
Die Verluste des Gegners
Zusammenfassend erklärte Schimada, daß mithin die ersten Tage in jeder Beziehung erfolgreich waren. Am 10. Dezember erlitt die britische Asienflotte schwerste Schläge durch die Versenkung des Flaggschiffes „P r i n c e o f W a l e s" und der „R e - pulse" sowie eines großen Zerstörers an der Ostkuste von Malaya Japanische Flieger unb U-Boote stellten in enger Zusammenarbeit am 10. Dezember morgens biese Schiffe fest, griffen sofort an unb versenkten sie.
USA.: 3 Schlachtschiffe und runb 500 Flugzeuge
Als Gesamtergebnis führte Schimaba folgende Verluste an: Die USA. - Flo11e verlor drei Schlachtschiffe, ein U-Boot, einen Minenleger und einen großen Traiw- porter, wahrscheinlich einen Flugzeugträger. Schwer beschädigt wurden vier Schlachtschiffe, vier Kreuzer, ein 3erftörer ein U-Boot und ein Hilfsschiff, erbeutet etn Kanonenboot. An Flugzeugen verloren die USA. insgesamt 298 auf den Philippinen und den kleineren Inseln, während auf Hawai etwa 200 USA.-Flugzeuge zerstört wurden.
England: 2 Schlachtschiffe, ein Zerstörer und zahlreiche Flugzeuge
England verlor zwei Schlachtschiffe eine« a r o 6 en Zerstörer, ein Patrouillenboot und ein Kanonenboot. Es ist anzunehmen, daß auch eine große Zahl britischer Flugzeuge zerstört wurde. An Handelsschiffen verschiedener Nationalität wurden 47mitl20000BRT. erbeutet, außerdem 3 8 0 k l e i n e r e S ch i s f e.
Die japanischen Verluste betragen: Ein Minensucher versenkt, ein Minensucher schwer beschädigt, ein leichter Kreuzer leicht beschädigt. An Flugzeuge» 40 verloren und 30 bisher nicht zurück- gekehrt.
2800 Millionen Yen bewilligt
Beide Häuser verabschiedeten einstimmig den Sonderkriegsvoranschlag in Höhe von 2800 Millionen Pen.
Druck und Verlag, L. «chellend-rg'sche Su»brudael. Mllsbadener Tagblait Wiesbaden. CRefomHetiung: Dr. DtjiL babiL «uftao Schel lenberg nnb Otto «alter. 6aiwti4nftleiter: ffr-tl ® anther, sämtlich m Wie» haben. Zue Zeit ist Vretsliste Nr. 10 gültig
