Seite 2 Nr. 291
Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag. 11. Dezember 191k
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1918 vorläufig zur Offensive in Venet
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63 Sowjetflugzeuge in 3 Tagen ab geschossen
Ttaatsbegräb- in Wien statt. Überführung in
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gegen den Feind aussvricht.
Iran unter britischem Druck
Saloniki. 10. Dez. Der britische Druck auf die iranische Regierung, die zur Unterzeichnung einesdemüti- genden Vertrages mit Großbritannien gezwungen werden soll, verstärkt sich weiter. Bezeichnend für die Stimmung der iranisch» Bevölkerung ist, daß eine grobe Zahl der iranischen Abgeordneten und hoher iranischer Militärs gegen die Unterzeichnung des Vertrages sind, der das Land in den von England vom Zaune gebrochenen Krieg und alle seine Folgen bineinreitzen soll.
„Die halbe USA.-Pazifik-Flotte ausgefallen"
Die Tokioter Presie im Zeichen der groben Erfolge der javanischen Waffen
Generalfeldmarschall Böhm-Ermolli gestorben
Staatsbegräbnis für eine» der ruhmreichste» Heerführer
Für ein halbes Jahr außer Gefecht
Berlin. 10. Dez. Die größten Schwierigkeiten ersten sich für die bevorstehenden Revaraturen der beschädigten nordamerikanischen Kriegsschiffe, schreibt die „Mandschuria Daily News", nach den erfolgreichen Luft-
Ritterkreuzträger Stöckert gefallen
Berlin. 10. Dez. Im Kampf gegen den Bolschewismus fand im Raum von Kursk Ritterkreuzträger Unteroffizier Herbert S tö ck e r t den Heldentod beim Sturm auf eine stark feindbesetzte Höbe.
Ein reiches Soldatenleben hat damit seinen Abschluß ?efunden. Es war erfüllt, von kühnem Draufaanser- u m und steter, tapferer Einsatzbereitschaft. Die Verleihung der hohen Auszeichnung konnte er nicht mehr erleben. Als Gefreiter wurde er wegen hervorragender Tavferkelt bevorzugt zum Unteroffizier befördert. Am Dnievr südlich von Nikopol nimmt er. völlig auf sich angewiesen, den Kampf mit einer vielfältigen, feindlichen Übermacht auf. Allein stöbt er mit seinem Maschinenegewehr im Boot den plötzlich in nächster Entfernung auftretenden Bolschewisten nach und bringt 30 Gefangene ein. Ganz vorn ist der junge Unteroffizier, als das Infanterieregiment im Zuge der groben Vernichtungsschlacht von Brjansk zum Angriff auf eine befestigte feindliche Höbe antritt. In kühnem Draufgängertum stürmt er vorwärts, bis ein feindliches Geschoß das Eiserne Kreuz auf seiner Brust zerschlägt und ihn schwer verwundet. Ehe ibn die Nachricht von der Verleihung des Ritterkreuzes erreicht, starb der tapfere Unteroffizier oen Heldentod für Führer. Volk und Vaterland.
Deutsch-italienische Glückwünsche
Tokio. 10. Dez. Der deutsche und der italienische Militärattache besuchten das javanische Kriegsministerium und das Amt des Eeneralinsvekteurs der Armee- Luftwaffe, um ihre Glückwünsche zu den glänzenden Erfolge» der javanischen Armee und Luftstreitkräfte auszusvrechen.
Tokio. 11. Dez. (Funkmeldung.) Uber die groben Erfolge der javanischen Waffen schreibt die javanische Zeitung „Kokumin Schimbun": , .
,T)ie Triumphe der javanischen Marin« am ersten Kriegslage haben in der Seekriegsgeschichte kein Beispiel. Für die Vereinigten Staaten bedeutet die Vernichtung oder Beschädigung von elf groben Kriegsschiffen einen empfindlichen Schlag und einen Ausfall der halsten Pazifikflotte. Tichianakaischek und Riederländisch-Jndien erfahren jetzt, wie morsch der Baum ist, in desien Schutz sie sich begehen haben. Der Todesmut der javanischen Luftstreitkräfte, die die Hawai-2nseln angegriffen habe«, verdient die höchste Bewunderung, denn keiner der Flieger hat mit seiner Rückkehr g e - rechne t.“
In der Zeitung „Aomiuri Schimbun" rühmt Admiral Takahaschi in einem Artikel über Stärke, Geist und sorgfältige Ausbildung der javanischen Marine die hohen Gaben des Oberstkommandierenden Admirals B a m a - moto, der berufen sei, in die Fubtapsen von Admiral Togo, des Siegers von Tsuschima. zu treten.
Alle javanischen Blätter weisen das Volk darauf hm, dah jetzt auch das kleinste persönliche Opfer zum Siege beitrage.
Höchste Anerkennung durch den Tenno
200 Millionen Mohammedaner für Japan
Gebete für de» Sieg der javanische» Waffe» j» der Moschee von Dairen
Hsinking, 11. Dez. (Funkmeldung.) Nach einer Mel- dnng der Agentur Kokutzu hielten 3000 Mohammedaner am Mittwoch in Dairen in der Moschee Gottesdienst ab. in dem für den Sieg der javanischen Waffen gebetet wurde. Der Haupt-Mullah gab anschließend folgende Erklärung an die Presie: «
Das Geschick von 200 Millionen Mohammedanern, die in Asien leben» ist unlösbar verknüpft mit Japans Kampf. Wir beten deshalb für den Sieg Japans und werden an der groben Aufgabe der Befreiung Oftasiens mithelfe».
Allgemeine Verdunkelung für Tokio angeordnet
Tokio, 11. Dez. (Funkmeldung.) Das Verteidigung»- bauvtauarlier ordnete für Tokio und die Gebiete im weiteren Umkreis der Hauptstadt die allgemeine Verdunkelung an. die bisher allerdings praktisch schon in starkem Maße durchgefübrt wurde.
Sir Philips vermißt
Der Oberkommandireude der britische« FernosMotte befand sich an Bord des »Prince of Wales"
Stockholm. 11. Dez. (Funkmeldung.) Der Oberkommandierende der britischen Fernostflotte. Sir Thom Philips, befand sich, nach einer Reuter-Meldung, an Bord des „Prince of Wales" als das Schlachtschiff von den Javanern versenkt wurde. Über sein Schicksal liegt keine Nachricht vor.
USA-Admiral in Pearl Harbour getötet
Wie aus Washingtoner Meldungen hervorgeht. ist der nordamerikanische Admiral Jsac Campbell K i d d bei dem javanischen Angriff auf Pearl Harbour getötet worden. Kidd gehörte zum Stab« des USA.-Flottenchefs im Pazifrk.
angriffen javanischer Bombenflugzeuge auf den USA.- Siützvunkt Hawai. Die meisten der in Pearl Harbour von Bomben getroffenen nordamerikanischen Schiffe muffen in Docks in Amerika ausgebesiert werden, da Hawai nur ein Trockendock aus Beton und ein Schwimmdock besitzt. Die Docks in USA. sind dagegen voll mit der Reparatur britischer Kriegsschiffe beschäftigt. So sind mangels Docksraumes die Hälfte der beschädigten nordamerikanischen, Kriegsschiffe mindestens für ein halbes Jahr außer Dienst gesetzt.
Keine Ausfälle der japanischen Flotte
Tokio, 10. Dez. Der Sprecher des Hauvtauartiers der kaiserlichen Marine teilte mit. daß die Marine seit Ausbruch des Krieges zwischen Japan und USA.-Eroß- britannien 38 Flugzeuge, jedoch kein japanisches Kriegsschiff verloren habe. — Über javanischem Gebiet ist seither, wie amtlich bekanntgegeben wurde, kein feindliches Flugzeug festgestellt worden. — Die Behauptung der Rundfunkstation Manila, daß nordamerikanische Flieger in der Nacht zum Mittwoch Tokio. Kobe und Formosa bombardiert hätten, wird an zuständiger javanischer Stelle als freie Erfindung bezeichnet. Seit Kriegsbeginn ist keine einzige Stelle in Japan angegriffen worden. Der Sprecher des Informationsbüros der Regierung erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß über einigen Teilen der Philippinen die japanischen Flieger von der einheimischen Bevölkerung lebhaft begrüßt worden seien. Die falschen Gerüchte seien vermutlich auf eine Verwechslung.von javanischen mit nordamerikanischen Fliegern zurückzusuhren.
Sicherung der Verbindungen
Tokio, 10. Dez. Wie Konteradmiral Minoru M a e d a. der Ebes der Marineabieilung des Kaiserlichen Hauvtauartiers, in einer Rundfunkrede feststellt, wird sich der jetzige Krieg in verschiedener Hinsicht anders gestalten als der Chinakonflikt. Man müsse damit rechnen, daß Japans rückwärtige Verbindungen und seine Transportschiffe mit lebenswichtigen Materialien für die weit entfernt erfolgenden Operationen von feindlichen Marinestreitkräften und vor allem durch U-Boote bedroht seien. Hierfür seien besondere Vorbereitungen notwendig. Der Feind werde zweifellos alles versuchen, um durch die Taktik des Guerilla- Krieges Störungen zu verursachen.
Gegenwärtig sei die javanische Marine zwar nur halb so stark wie die britische und die amerikanische Marine zusammen, doch habe die javanische Marine dank eines eisernen Trainings und ihrer Erfahrungen den Feind nicht zu fürchten. Im übrigen hänge der Sieg keineswegs nur von der numerischen Überlegenheit, sondern nicht zuletzt vom Geist der Kämvfenden selbst ab. Dieser Geist lei bereits in den ersten Tagen des Krieges gegen Amerika und England eindrucksvoll genug demonstriert worden.
Tokio, 10. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) Dem Chef der japanischen Hochseeflotte, Admiral Jsoroku Bamamoto, wurde eine ungewöhnliche Ehrung mit einer Proklamation des Tenno zuteil, die den unter seinem Oberbefehl stehen- Richtung Hawai operierenden Streitkräften ertennung für die vernichtenden Schlage
Bettete sich der Oberfeldwebel mit seinem Zuge unter Umgehung der feindlichen Gefechtsvorposten, von denen ein Teil im Hand- streich unschädlich gemacht wurde, bis an das Dori heran.
Auf einen Pfiff des Oberfeldwebels brachen die deutschen Sol- daten in das Dorf ein. Nach einem genau festgelegten Plan wurde Haus für Haus genommen und der Widerstand der völlig überraschten Bolschewisten int Nahkampf mit Handgranaten und Maschinenpistolen gebrochen. Seinen Soldaten voran erledigte der Oberfeldwebel selbst sieben Maschinengewehrnester mit Handgranaten und mit seiner Maschinenpistole.
Nach einstündigem Kampf war das Dorf fest in der Hand des Zuges, der bei diesem Unternehmen 170 Gefangene machte und 320 Gewehre und 15 Maschinengewehre erbeutete.
die Divisionen seiner Armee mit alter Tapferkeit. Anfangs September 1916 wurde er an die Spitze einer Heeresgruppe unter dem Oberbefehlshaber Ost gestellt, die die k. u. k. 3. und 2. und die deutsche Südarmee umfaßte und die Front von Lemberg bis zum Fuß der Karpathen schützte.
Zum Generalfeldmarschall befördert, drang er nach dem Zusammenbruch Rußlands in die südliche Ukraine vor und nahm Mitte März OdeNa. Nach großen Erfolgen am 10. Mar """ " u_j Disposition gestellt, wurde er nach der Jum-
___... .Jenetien 1918 für das Amt eines Chefs des General st abes der gesamten bewaffneten Macht Ssterrerch- Ungarns in Aussicht genommen. Das unglückliche Kriegsende Österreich-Ungarns ließ dies nicht mehr zur Auswirkung kommen.
Seine Verdienste im großen gemeinsamen Kampf der verbündeten Staaten während des Weltkrieges sind in hohen Ordensauszeichnungen sichtbar gewürdigt worden. Der Generalfeldmarschall war Kommandeur des Militär-Maria-Therefien. Ordens, Ritter des Ordens Pour le mSrite mit Eichenlaub und Inhaber des Sterns des Eroßkreuzes des St. Stephans- und Leopold-Ordens. — Nach dem Umsturz zog sich Feldmarschall von Böhm-Ermolli nach Troppau zurück. Der letzte Oberbefehlshaber der österreich-ungarischen Armee nahm hier, wenn auch in sti Abgeschiedenheit lebend, doch an den Ereigniffen der SBc Anteil. Nach der Rückkehr des Sudetenlandes in das Eros, . Reich und dem Einmarsch in Böhmen und Mähren verlieh der Führer in Anerkennung seiner hervorragenden Set» dienste Feldmarschall Freiherr von Böhm-Ermolli die Uniform eines deutschen Generalfeldmarschall« und ließ ihn, in seiner Person die alte österreichisch-ungarische Armee ehrend, zu seinem 65. Militärsubiläum besondere Ehrungen zuteil werden.
Neu-Guinea,und tm weiteren Sinne Australien und Nieder- timdtsch-Jndten flankiert. Der amerikanische Stützpunkt Guam, der mitten in diesen javanischen Inselgruppen liegt, ist dadurch natürlich umfaßt und in besonderem Mabe von vem baldigen Schicksal des verlorenen Aubenvostens be- droht^ ähnlich wie die englische Kronkolonie Hongkong an
Sudkufte Chinas. Ein offiziell bekannter javanischer Stutzpunkt für Flotte und Flugwaffe befindet sich nur auf den Palau-Inseln, aber schon Jett Jahr und Tag tauchten in der englisch-amerikanischen Presse Behauptungen über weitere militärische Vorkehrungen Tokios dort auf. und es ist auch kaum anzunebmen, daß man in Japan die deutlich sichtbare (Entmialuna jur fernöstlichen Krise tatenlos mit angesehen haben sollte. Jedenfalls beweist die australische Meldung von einem javanischen Angriff auf die südlich von den Marshall-Inseln liegende Phosphat- Insel Nauru, daß die javanische Marine Bereits aus diesem Bereich offensiv geworden ist.
Dl« zweite innere Linie, über die Japan in der Defensive verfügen könnte, die aber auch für sein offensives Vorgehen eine vorzügliche Stütze darstellt, besteht an« ichließend an die javanischen Heimatinseln aus der Riukiu- Eruvve. Formosa, der Insel Hainan, die dem Golf von Tonking vorgelagert ist, und Französisch-Jndochina. das ja auf Grund des Vertrags zwischen Vichy und Tokio eine außerordentlich wichtige Landbasis für Japan geworden ist. Diese Position in ihrer Gesamtheit deckt ebenso sehr das javanische Mutterland wie die chinesische Küste. Der entscheidende Unterschied der Voraussetzungen für die Austragung des Konfliktes ist eben, daß Japan seine Gegner aus günstigen Ausgangsstellungen heraus in nicht allzu großer Reichweite hat. während diese selbst, vor allem aber die USA. weltweite Entfernungen überbrücken müssen, wenn sie ihm auf den Leib rücken wollen. Naturgemäß wäre umgekehrt ein javanischer Angriff auf den amerikanischen Kon- tinent mit genau denselben Schwierigkeiten verbunden: aber schließlich bat man in Tokio ja nie die verwegene Idee gehabt, Herrn Roosevelt in seiner eigenen Löwenhöhle an» zufallen, wohingegen dessen Weltherrschaftsanspruch allerdings die militärische Niederringung des ostasiatischen Rivalen erfordert. Daß die Erreichung dieses Zieles nicht so einfach sein wird, wie es sich der kriegstromvetende Senator Wheeler vorstellt, der Japan im Handumdrehen hundertprozentig in die Pfanne Bauen will, dürfte auf -der Hand liegen.
Berlin, 10. Dez. Generalfeldmarschall Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli ist am Dienstag im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ein Staatsbegräbnis für den Verewigten befohlen. Der Staatsakt anläßlich dieses Staatsbegräbnisses sinket am 14 Dezember vor der Hofburg an;— Die Beisetzung erfolgt anschließend nach der Troppau.
Aus einer alten österreichischen Offiziersfamilie stammend, wurde der Generalfeldmarschall von Böhm-Ermolli als der älteste von fünf Geschwistern am 12. Febr. 1856 in Ancona geboren. Drei Jahre später zogen seine Eltern nach Troppau, wo der Generalfeldmarschall später seinen Lebensabend verbringen sollte. Mit zehn Jahren trat er in das Kadetteninstitut der alten k. u. k. Armee in St. Pölten ein. Als Oberbefehlshaber der 2. Armee rückt« er bei Kriegsausbruch 1914 in» Feld. Zunächst im Aufmarsch gegen Serbien begriffen, wurde seine Armee noch während des August an die galizische Front gegen die Russen geworfen, wo sie erfolgreich in der Richtung auf Lemberg vorging, jedoch Mitte September nach Westgalizien zurückgeführt werden mußte. In der Oktober-Offensive fochten dre Truppen Böhm-Ermollis am Südflügel der Sereth-Front und errangen dott bedeutende Erfolge; Krakau konnte vor der Eroberung durch die Russen bewahrt werden. 1915 wurde nach der San-Weichsel-Offensive der Armee die Aufgabe zuteil, Schlesien zu decken. Im weiteren Ber- lauf des Krieges war es nach schwersten, aber erfolgreichen Kämpfen in den Karpathen dem damaligen General beschieden, nach dem Durchbruch von Eorlice-Tarnow in Galizien den Russen eine Niederlage beizubringen und am 22. Juni 1915 al« Befreier Lembergs in die Stadt einzumarschieren. In der Brussilow-Offensive des Sommers 1916 schlugen sich
Trotz des Wiuterwetters größte Aktivität der deutschen Luftwaffe an ver Ostfront
Berlin, 10. Dez. Die deutsche Luftwaffe entfaltet an der ganzen Ostfront trotz des Winterwetters nach wie vor eine besondere Aktivität.
Übersieht man ihren Kampf wahrend der letzten 3 Tage, so stellt man fest, daß sie die bolschewistischen Marichbe- wegungen und Kolonnen. Drtsunterlunrte und Barackenlager. Truppen- und Panzerbereitschaftsstellungen. Feldstellungen und Eisenbahnziele fortgesetzt mit Bomben belegt haben. Sie vernichtete allem innerhalb der letzten 3 Tage 14 Panzer und beschädigte 8,schwer. Sie zerstörte 4 Flakbatterien und etne Artilleriestellung, ferner 310 Kraftfahrzeuge und zahlreiche andere Fahrzeuge. Sie vernichtete 3 Eisenbabnzuge und unterbrach SEisenbahn st recken nachhaltig. Ferner wurde Moskau bombardiert und eine Stadt an der karelischen Front mit Bomben aller Kaliber belegt. — Auch in der Abwehr der bolschewistischen Luftwaffe war die deutsche Luftwaffe weiterhin erfolgreich. Sie schoß allein in Luftkampfen 54 und durch Flak 9 bolschewistische Flugzeuge ab, wahrend sie selbst nur drei eigene Flugzeuge verlor.
Beispielhafter Einsatz
Deutscher Oberfeldwebel erledigte siebe» s»«jettsche MG^Rester
»erlitt, 10. Dez. An der Spitze seines Zuges ftürmte ein deutscher Oberfeldwebel am 8. Dezember bei einem erfolgreiche» Vorstoß gegen ein von den Bolschewisten besetzte» Dorf im mittleren Frontabschnitt siebenfeindlicheMaschinen» gewehrnester.
Dieses Dorf, das am Ausgang einer breiten Ebene vor einem Waldrand lag, war an den Tagen zuvor der Ausgangspunkt mehrerer heftiger bolschewistischer Angriffe gewesen. Die einzelnen Häuser dieses Dorfes, die unter dem voraufgegangenen Artillerie- beschuh bereits stark gelitten hatten, waren von dem Feinde bunkerartig ausgebaut worden. 'Gegen dieses Dorf richtete sich der deutsche Vorstoß. In der Morgendämmerung de» 8. Dezember ar-
Engländer ziehen sich ans Nord-Malaya zurück
Hilfsersuche« en R iederländisch-Jndie»
Kommando ein Hilseersuchen scheu Streitkräfte in Ried
gerichtet.
Schanghai, 11. Dez. (Funkmeldung.) Die heftige« Kampfe zwischen Javaner und Briten im nördlichen Teil »on Malaoa wurden am Mittwoch fortgefuhrt. 3» englischen Kreisen Singapurs wird, wie gemeldet wird, zugegeben, daß die britischen Truppen Rückschläge erlitten. Der amtliche bericht gibt zu. daß die britischen^Einheiten sich südlich des beißumktrittene» Flugplatzes.von Kota-Baru ..neu organisieren" müßten. Wie es beißt.hat das britische Kommando ein Hilfeersuchen an dre hollä«dr« »erlandisch-Indien
Wie das Kaiserliche Hanpfauartier bekauntgibt. haben Einheiten her javanischen Marinelufiwaffe Dienstagnachmittag die britische SnftboMs Kuantan an der Oftkuste der Malayeu-Halbinsel angegriffen. 3eba feindliche Ma. schiuen wurden am Boden zerstört und große Schäden tu den Anlagen angerichtet.
Zwei Schlachtschiffe gegen drei Flugzeuge
Tokio. 11. Dez. (Funkmeldung.) Wie die.Marineabtej- luttfl des Kaiserlichen yaiwtauartiers bekanntgibt, verlor die javanische Marine bei dem Kamps in den malaoischen Gewässern. der mit der Versenkung der ..Revulse" und des „Prince os Wales" endete. lediglich drei Flugzeuge, während bei den Landungsoperationen auf den Philivvinen ein U-Bootjäger verloren ging.
Schlüsselstellungen auf Guam besetzt
Tokio. 1L Dez. (Funkmeldung.) Wie die Marineabteilung des Kaiserlichen Hauvtauartiers bekanntgibt, haben Landungseinheiten der javanischen Marine Mittwochabend di« Schlüsselstellungen um den Haien A vra auf der Insel Guam erobert, ©n rwrdameriLrnilcher Oltanker von
3000 BRT. wurde erbeutet, sein Kommandant, sowie 30 Mann Besatzung wurden gefangengenommen. Bei diesen Operationen traten keine Verluste auf javanischer Seite ein.
Militärische Stärke der Philippinen
Tokio, 10. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) Auf den Philippinen befinden sich, wie Domei berichtet^ schätzungsweise 38 000 Mann amerikanischer und philivoinischer Truppen unter dem Befehl be» Generals Mac Arthur, davon 18 000 Mann regulärer Truvven. Die Philippinen seien in brd Wehrbezirke eingeteilt. nämlich die Bezirke Nord- und Südluzon und Mindanao. Da die philippinische Luftwaffe durch die javanischen Bodenangriffe der letzten zwei Tage stärksten? geschwächt worden sei. fei anzunebmen. daß die Widerstandskraft gegenüber den javanischen Truvven gebrochen sei.
Die Kampfverluste der Japaner
Tokio, 10. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) die Heeres« abteilung des Kaiserlichen Hauvtauartiers gibt, wie Domei meldet, bekannt, daß seit Ausbruch des Krieges zwei Transvortschiffe versenkt wurden, wahrend zwei weitere beschädigt worden sind. Menschenleben gingen nicht verhören. Nach der gleichen Mitteilung nnd 15 Flugzeuge des Heeres nicht zu ihren Stutzpunkten zurück- gekehrt.
Druck enb Verlag, 8. ScheUenderg'lche Buchdrucker ei, Wiesbadener lagblatt Wiesbaden. Setamtleitung: Dr. vhtl. habil. Gustav 8chel le nberg unb Otto «aller. Haupilchriftleiter: Fritz Günther, tflmtlt» m Wie», baden. Zur Zeil ist Preisliste Nr. 10 gültig
Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten
