Wiesbadener Tagblatt
Freitag. 5. Dezember 1941
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Freitag: Verdunkelung von 17.27 bi» 9.10 Uhr
Degn Ang' lich 6 eg am
* Täglich eine Uraufführung, bis November haben die deutschen
herausgebracht. Das I lebenden deutschen___________
Bühne gegangen ist — gewiß Kuliurwillens unseres Volkes.
Kurzweil in stiller Zeit
Für unsere Soldaten ist uns kein Opfer zu schwer
>pas, Freude in 'ihrer Freizeit zu vermitteln. In Woche wird diese Sammlung, von den P,o I t/
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im Frieden. Ihre Verkürzung stellt eine die Kriegsteilnehmer dar, die infolge des der Lage sein werden, ordn Normallehrplan zu besuchen.
Wiesbadener Nachrichten
Achtung — Rotes Licht — Stop!
Beobachtungen an der Kreuzung Wilhelm- und Friedrichftrahe
Gewöhnung kann auch eine Tugend sein! Das beweisen die Wiesbadener, die sich nun schon ganz hübsch an die neuen Verkehrslichter an der Kreuzung Wilhelmstrahe und Friedrichstraße Bzw. Kirchgasse und Friedrichstraße gewöhnt haben. Mit aufklärender Geduld, mit wohlmeinender Verwarnung hatte der Verkehrspolizist in den ersten Tagen seines Amtes walten müssen. Und hin und wieder läßt sich auch jetzt noch ein „Neuling" ertappen, der das „Rot" überrennt und nicht warten will, bis das „Grün" auf freie Fußgänger-„Fahrt" hinweist.
* Das Mannheimer Mozart-Haus von der Stadt erworben. Das ehemals dem Hofkammerrat Serrarius gehörige Mannheimer Mozart-Haus, wo'der junge Meister im Winter 1777/78 entscheidende Monate seines Lebens verbracht hatte, ist aus Anlaß
des 150. Todestags von W. A. Mozart (5. Dezember 1911) von Oberbürgermeister Renninger in den Besitz der Stadt Mannheim übergeführt worden.
* Will» Birgel gastierte mitte November im Breslauer Schauspielhaus an drei Abenden als König Philipp in Schillers „Don Carlos". Der Erfolg der von Oberspielleiter Kurt Hoffmann geleiteten Aufführung war so stark und nachhaltig, daß der Künstler in den Tagen vom 7. bis 9. Dezember das Gastspiel wiederholen wird.
Meistens entschuldigt sich ein solcher „erstmaliger" Verkehrssünder mit seiner Unkenntnis der Dinge, was im Grunde genommen die sträflichste Ausrede ist. Denn jeder Fußgänger hat auf Grund der vielseitig propagierten Verkehrsaufklärung einfach klipp und klar um ' " —
Anrechnung auf das Besoldungsdienstalter
Den Versorgungsanwärtern der Wehrmacht, die über die zwölfjährige Dienstverpflichtung in der Wehrmacht als Soldat zurückbehalten oder wieder in die Wehrmacht eingestellt worden sind, wird die über zwölf Jahre hinausgehende Dienstzeit in der Wehrmacht und bis zu einem Jahre die nachfolgende Zivildienstzeit auf das Besoldungsdienstalter in der Anstellungsgrupp- angerechnet, wenn und soweit ihre planmäßige Anstellung im Vergleich zu anderen Beamten nachweislich verzögert worden ist.
— Nasie Episode auf dem Schulberg. Der „Schulberg-Weiher" hat nicht nur als sehr geräumiger Wasierbehälter seinen nützlichen Luftschutzzweck: er ist für die spielende Jugend — unerlaubter- weise — des öfteren ein Anziehungspunkt. Wie herrlich, meinen da so manche Knirpse lasten sich Steine in das Master schleudern. Man hält sich natürlich möglichst dicht am Rande des Behälters lkuf, damit zwischen Wurfstrecke und Master kein „toter Punkt" entsteht. Dies war jedenfalls die sportliche Anschauung eines Knirpses, der sich dieser Tage am SchulBerg-Weiher vergnügte. Während seiner munteren Beschäftigung glitt er am „Ufer" aus und — pardauz — schwamm er in der dezemberlich frischen Brühe. Vielleicht wäre die Geschichte noch betrüblich hinausgegangen, aber ein vorüberkommender Soldat sprang sofort in das Waster und holte den des Schwimmens unkundigen Jungen' aus dem Raß heraus. Der Schrecken möge auch eine heilsame Lektion für andere Kinder sein. Liebe Eltern, ermahnt eure Kleinen, solche gefährlichen Spiele zu unterlasten. Denn nicht immer naht sofort di« Rettung in Gestalt eines Erwachsenen. sp.
— Auszeichnung. Der Obergefreite Georg Müller, Riehl» straße 19, wurde nnt dem Eisernen Kreuz H. Klasse ausgezeichnet.
— Das „SB. T." gratuliert. Herr Johann L e n d l e, Hellmundstraße 29, jeiert am 6. Dezember seinen 75. Geburtstag.
— Versetzung. Amtsgerichtsrat Werner König in Diez ist ab 1. Januar 1942 an das Amtsgericht Wiesbaden versetzt worden.
pakete abgegeben.
schüler des Bundes ... ., _
Burghardt und Kurowfky Patenschaftsbrosch! reichen Nach einigen internen Mitteilungen berichtete Vors Hintze über einen Besuch bei dem erkrankten 83iahrrgen mann B a r t s ch a t, der der Mitbegründer des hiesigen Ortsvereins ist. Landsm. Karpinsky erfreute abschl,eßend mit Vorlesungen und Lebensbeschreibungen ostpreuß,scher Dichter und wurde dabei durch Frl. Burghardt und Landsm Paul Eolonsky trefflich unterstützt. Die Eheleute Koepke be- schlosten den Abend mit einem wohlklingenden Duett.
der kommenden „.v,v —-- -----v,— ----- „
tischen Leitern der Partei durchgesuhrt. In unseren Schauplattenarchiven ist manches Exemplar, das uns nicht mehr io rechte Freude bereiten will, weil wir seine Musik vielleicht schon so oft gehört haben: hier bietet sich willkommene Gelegenheit, die Platte weiterzureichen, damit sie einem neuen HorerkreiS aufspielen kann. Wir wollen von uns aus die Sammlungsaktion dadurch erleichtern, daß wir unsere Spende der zuständigen Parte r- ortsgruppe zuleiten. Die künstlerisch wertvolle Urkunde, die jedem Spender ausgehänhigt wird, wird uns den Verlust ersetzen, den wir vielleicht bei der Abgabe eines Apparates oder mehrerer Schallplatten empfinden: wir haben aber dann die Gewißheit, daß die Soldaten für die Spenden uns vielen Dank sagen werden, denn unser Opfer bringt ihnen Unterhaltung und Entspannung, beides haben sie nötig und dazu wollen rott ihnen alle verhelfen. P-
Iseitig propagierten Verkehrsaufklärung einfach die Verkehrsregeln Bescheid zu wisten. Gleichwohl drückt der Verkehrspolizist verständnisvoll ein Auge zu. er ist ja Freund und Berater des Publikums, dies sogar in jenen
Hülsenfrüchte, Bohnenkaffee, Bntterschmalz
Die Leiensmittelzuteilung vom 15. Dezember 1941 bis 11. Januar 1942
In der 31. Zuteilungsperiode sind beim Kartensystem für Lebensmittel folgende Bestimmungen hervorzuheben:
Die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Margarine, Käse, Quark, Teigroaren, Kaffee-Ersatz und -Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiben gegenüber der 30. Zuteilungsperiode unverändert Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten in der 31. Zuteilungsperiode eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hulsenfriichte. Die Abgabe erfolgt auf Abschnitt N 27 der rosa Nährmittelkarten für Normalverbraucher sowie für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren. Außerdem erhalten alle Verbraucher, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, anstelle von 125 Gramm Kaffee-Ersatz und -Zusatzmitteln wahlweise 60 Gramm Bohnenkaffee, und zwar aus die durch em K“ verbundenen Abschnitte N* *24 und N 25 der rosa und blauen Nährmittelkarten 31 für Normalverbraucher. Personen ohne ständigen Aufenthaltsort können gegen Vorlage der Wanderpersonal- karte Kaffee auf ihre Rahrmittelkarte 31 ohne Vorbestellung beziehen. Aus der Sammelverpflegung ent- lastene (nicht vorübergehend Beurlaubt^ und Umziehende erhalten von den Ernährungsämtern eine Bescheinigung zum Bezug von Bohnenkaffee ohne Vorbestellung, Die Ernährungsämter sind auch angewiesen, den Wehrmachtsurlaubern, soweit sie mindestens eine Woche Urlaub haben, der ganz oder zum Teil in die'31. Zuteilungsperiode fällt, Berechtigungsscheine über 60 Gramm Bohnenkaffee auszuhändigen. Bei Wehrmachtsurlaubern hat eine Anrechnung auf die Kaffee-Ersatz-Rationen zu unterbleiben.
Von der 31. Zuteilungsperiode ab werden sodann bis auf weiteres an Normalverbraucher und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren sowie an die entsprechenden Verbrauchergruppen der Selbstversorger mit Butter (Inhaber der Reichsfettkarten SV 1 und SV 5) 50 Gramm Butterschmalz ausgegeben und dafür die Ration an Schroeineschlachtfetten aus die Halste herabgesetzt. Infolgedessen betragen die Rationen von der 31. Zuteilungspertode ab 62,5 Gramm Speck oder Schlachtrohfett (bzw. 50 Gramm Schweineschmalz) und 50 Gramm Butterschmalz. Die übrigen auf die Reichsfettkarten zu beziehenden Rationen bleiben unverändert. Auch hier ist für Personen ohne ständigen Aufenthaltsort sonne für die aus der Sammelverpflegung entlaßenen und die Umziehenden, ferner für diejenigen die zwischen dem 15. Dezember 1941 und 11 Januar 1942 das 14. Lebensjahr vollenden, die Möglichkeit des Bezugs von Butterschmalz ohne Vorbestellung vorgesehen. Auf die neue Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) können die Verbraucher wieder statt 700 Gramm Marmelade je Zuteilungsperiode je 450 Gramm Zucker beziehen. Der Reichsernährungsminister weist noch darauf hin, daß in der 33. Zuteilungsperiode, vom 9. Februar bis 8. März 1942 wiederum 60 Gramm Bohnenkaffee wahlweise bezogen weiden können, der abermals vorausbestellt werden muß____________
stockungen entstehen. Die Schlange kommt in verschiedenen Arten vor von denen jede auf eine besondere Beute Jagd macht, nach der sie auch den Namen trägt. Am verbreitetsten scheint nach den vorliegenden Beobachtungen die Boa v»vtpara Ntcotina zu fern, kurz die Tabakschlange genannt. Sie erreicht eine außer- gewöhnliche Größe, woraus man nicht mit Unrecht geschloffen hat, daß in den Tabakblättern ein das Wachtum anregendes Witamin enthalten sein muß. Ursprünglich etwas wählerisch m ihrer Beute, nimmt sie jetzt Tabak und tabakähnliche Erzeugnisse m ,eder Form . an Mit der Seeschlange verwandt oder, wie ermge Forscher wollen, eine Seeschlange aus dem Trocknen, beobachtet man ab und zu von Fischgeschäften. Diese Spezies bevorzugt flusche Fische, nimmt aber im Notfälle auch geräucherte, gesalzene und anders konservierte Fischereiprodukte an, wobei sie etwaige Blechdosen in höchst sinnreicher Weise zu öffnen versteht. Von diesen Abarten sind sowohl männliche wie auch weibliche Exemplare beobachtet worden; anders bei den beiden folgenden Spezies. Zweifellos aus tropischen Gegenden stammt die auf Süßigkeiten erpichte S ch o k o l a d e n s ch l a n g e , von der eine Unterart d,e selten vorkommenden Pralinenschlange ist. Männliche Exemplare dieser Arten wurden bis letzt kaum festgestellt. In erhöhtem Maß gilt das von der ebenfalls aus dem Süden stammenden und die Wärme liebenden S t r u m p f o t t e r , von der zur Zett nur weibliche Stücke erkennbar waren. Es ist anzunehmen daß noch weitere Unterarten der Boa vivipara vorkommen, weshalb wir unsere verehrten Leser bitten, ihre Aufmerksamkeit dieser Erschei- nung zuzuwenden und uns ihre Beobachtungen mitzuteilen. Wir werden das gesammelte Material der Zentralstelle für Schlangen- sorschung zuleiten. , n-
— Aftoria-Lichtspiele. Die in der Bleichstraß- 30 seit langen Jahren bestehenden „Urania-Lichtspiele' sind jetzt unter neuer Leitung und unter dem Namen „Astoria-Lichtspiele neu eröffnet worden. Durch eine Umgestaltung hat das intime Filmtheater wesentlich gewonnen. Durch den Einbau von Flügeltüren zur Straße hin, wurde ein kleines, aber schmuckes Vestibül geschaffen. Der Theaterraum selbst, in gold und rosa gehalten, mit modernen Beleuchtungskörpern versehen, empfängt den Besucher aufs freundlichste. Bekannte Spezialfirmen sind von der Direktion mit der Neugestaltung des Theaters mit der neuen Bestuhlung u. a. betraut worden. Eine neue Toiletten- und Belllftungsanlaae wurde eingebaut. Im Eröffnungsprogramm läuft der künstlerisch bedeutungsvolle Veit-Ha r' „ '' „Die Reise nach Tilsit mit Kristina Söderbaum, Frits van Dangen und Anna Dam mann, selbstverständlich auch die Deutsche Wochenschau Die Neugestaltung de» Theaters wird von vielen Volksgenoffen der Weststadt begrüßt werden, p.
bekannt geworden durch die packende Reportage die er von der chaotischen französischen Flucht tm Sunt 1940 geschrieben hat und die damals durch viele deutsche Blatter gegangen ist. Sein Himmelspsörtner" ist eine von magischer Theateratmosphare durchdrungene szenische Reportage des Schicksalsweges, den der alte Bonifaz Halm geht, der ein Kind ist und em poetischer Träumer Daß er ein sloht im Winde war, nicht hart genug gegen sich und andere — das ist die Rechnung, die ihm prasen- tiertroiw Da aber die Liebe ihn erlöst, geht Bonifatius em m die ewige Seligkeit. Die von viel Episodischem umrankte Hand- lungslmie des Spiels, das aus. Kalendergeschichte und Krimmal- sall, Kaschemme und Kirchhof..-m vielfarbiges Theaterstück mischt, kann mit dem Begriff „volkstümliche Legend- am besten gekennzeichnet werden. Die Nürnberger Uraufführung hat das noch unterstrichen indem sie das Spiel im Bänkelsängerton ankundigte und kommentierte. Den herzlichen Beifall nahm deranwesende Autor entgegen. Köln und Paris spielen das Stuck als nächste Buhnen.
Otto Burg.
* Aufführung v-n Mozarts Requiem in Rom. Mit einer von der Uäli-Nischen Rundfunkges-llschaft veranstalteten Aufführung von Mozarts Reqmem m der Basilika Santa Matra Degli Angelt wurde der 150. Todestag Mozarts m Rom feierlich begangen. Die Aufführung, für die die italienische Rundfunkgesellschaft ihre beiden Sinfonieorchester und großen Thore aus Rom und Turin gewonnen hatte, so daß em Klangkörper von über 500 Musikern und Sängern zur Verfügung stand, und in der Maria Eaniglia, Ebe Stlgmani, B-niammo Eigli und Taneredi Pasero die Solopartien m Händen hatten, wurde von Victor de Sabata geleitet. Die vollendete Wiedergabe dieses meisterlichen Werkes Mozarts gestaltete die Aufführung zu einer Hymne an den deutschen Genius. Der weihevollen Stunde wohnten zahlreiche Angehörige des italienischen Königshauses, die Minister Pavolini, Teruzzi und Sotten Vertreter des diplomatischen Korps, darunter die Botschafter Deutschlands, Japans, Brasiliens sowie die Gesandten Ungarns,, Kroatiens und anderer in Rom akkreditierten Mächte sowie etn auserlesenes Publikum und eine Anzahl Kriegsbeschädigter bei. D,e Ausführung wurde durch den italienischen Rundfunk übertragen.
In den Monaten September
.. ____Bühnen 91 Uraufführungen
heißt also, daß an jedem Tag das Werk eines Schriftstellers oder Komponisten über die
"z ein Zeichen des ungebrochenen
Wir haben bereits in der gestrigen „Tagblatt"-Ausgabe den Aufruf des Reichsministers Dr. Goebbels veröffentlicht, mit dem die Heimat aufgefordert wird, brauchbare Erammophan- apparate und gut erhaltene Schallplatten für unsere Soldaten im Osten und Norden bereitzustellen. Die Verbreitung des Rundfunkempfangs in den letzten Jahren hat bewirkt, daß M vielen Familien der Erammophonapparat etn beschauliches Dasein der Ruhe pflegt. Wo dies der Fall ist, wird er fetzt mobilisiert werden um in den Unterkünften unserer Soldaten, dre in. oen kulturlosen Stätten des Ostens stehen oder weitab van der Hermat im Norden (Eurer ”• »
* „Wallenftein"-Tril-gi- in Budapest. Unter der Regie des Generalintendanten Hans Meißner, Frankfurt a. M.,_ ging die „Wallenstein"-Trilogie, auf zwei Abende zufammengedrangt über die Bühne des Nationaltheaters in Budapest. An beiden Tagen war das Haus ausoertauft, wodurch die Budapester Öffentlichkeit der Verbundenheit mit dem deutschen Kulturschaffen Ausdruck gab.
* Christian Sinding gestorben. Der bekannte norwegische Komponist Christian Sinding ist, wie aus Oslo gemeldet wird, am Mittwochabend im Alter von 85 Jahren gestorben.
* Zeitschristenschau. Das Landschafts-Thema beherrscht das Weihnachsheft der „neuen lini -". Sie veröffentlicht Soldatengedichte die diesmal vom Erlebnis der Landschaft erzählen, wo deutsche Soldaten kämpfen und die auf eindringliche Werse zeigen, daß die Männer, die heute im härtesten Kamps der Geschichte stehen sich tiefe Innerlichkeit des Erlebens und Empfindens bewahrten. „Weihnachten im Osten", ist der Holzschnitt eines Soldaten In der „Geistigen Ernte", berichten namhafte Dichter über ihre stärksten Bucheindrücke. — Schöne Stoffe, die von Maria May, der Leiterin dieser Schule entworfen wurden, zeigt das soeben erschienene Heft der „Dame". Außerdem Bringt die neue „Same“ schöne Bilder, Bildberichte und farbige Reproduktionen von Kunstwerken. — Im Wintermoden-Hest der „M öden» welt" find rund 90 Vorlagen groß und deutlich gezeichnet ober photographiert und zum großen Teil bunt wiedergegeben. Man sieht Mäntel mit und ohne Pelzbesatz, neuartige Complets, Kostüme, warme Kleider, einfache Tageskleider fürs Haus und fürs Büro.
— Wir gedenken am 5. Dezember: des Sieges Friedrichs des Großen 1757 bei Leuthen. - 1791 starb in Wien der 1/56 in Salzburg geborene Tonschöpfer Wolfgang Amadeus Mozart — 1831 wurde in Zürich Hans Landolt, der Hauptbegrunder der physikalischen Chemie geboren, gestorben 1910 in Berlin. — 1835 starb in Syrakus August Graf v P l a t e n - H a l l e r m u n d e , geboren 1796 in Ansbach. In feinen Dichtungen hatte er den sicheren Blick für die großen Vorwürfe, so daß cs ihm gelang, die Entscheidungsstunden im Leben der Völker aufleuchten zu lassen. — 1848 wurde die Preußische Nationalversammlung aufgelöst. — 1859 wurde Roon preußischer Kriegsminister. — 1914 Begann die Schlacht Bei Limanowa in Galizien, sie hielt Bis zum 17. Dezember an.
— Bund Deutscher Osten. Zum letzten Heimatabend waren verwundete Landsleute eingeladen worden, die sich bald sehr wohl fühlten. Der stellv. Vorsitzende Oberstleutnant a. D. Hintz e begrüßte die Säfte mit einer launigen Ansprache. Für die Patenschulkinder von Nerwigk wurden zahlreiche weitere Welhnachts- palete abgegeben. Für besondere Bemühungen um bte Patenschüler des Bunbes konnte der Vorfitzenbe an bie Lanbsmanninnen ~ '^cn uber-
Fällen, in benen er ernsthaft, verwarnend ober notierend einschreiten muß. Es geht natürlich nicht an, daß ein und dieselbe Person in träumerischem Dahinwandeln auch ein zweites und drittes Mal die Lichtsprache der Verkehrsampeln übersieht. Wer hier auf frischer Tat ertappt wird, hat freilich zu gewärtigen, daß er „berappen" und seinen Geldbeutel zum strafenden Obulus zücken muß. Eine solche Geldbuße wird niemals umsonst bärge« bracht. Denn von biesem Zeitpunkt ab überlegt es sich jeher Verkehrssünder, ob er sich bie pekuniären Aderlässe öfter leisten oder lieber doch schuldigerweise aufpaffen will, auf sich ebenso wie auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Außerdem möge jeder Einzelne Bedenken, daß es ein ersprießlicher Dienst für fein eigenes Leben und seine Sicherheit und Gesundheit ist, wenn die Obrigkeit eine verständnisvolle Kontrolle darüber ausübt, daß man nicht gedankenlos vor die Reifen fahrender Fahrzeuge steigt. . .
Wer einmal eine Viertelstunde den stillen Beobachter an einer solchen Verkehrskreuzung (natürlich im bescheidenen, den Verkehr nicht störenden Hintergründe) spielt, kann allerlei Menschenkenntnis und nützliche Erfahrungen gewinnen. Er lernt alle möglichen Typen unterscheiden, den geduldigen Phlegmatiker, den ungern wartenden Sanguiniker, den lächelnden und gehorsamen Stocker, usw. Dabei kann er bie heilsame Lehranwendung all dieser Beobachtungen auf sich selber beziehen. Nicht zuletzt lernt man die dienstwillige und unparteiische Gerechtigkeit und den menschlichen Takt bewundern, den unsere Polizeibeamten an einer solch verantwortungsreichen Verkphrszentrale immer und immer wieder als wirkliche Freunde und Helfer der Öffentlichkeit unter Be-
Mit Kriegsausbruch wurde der Unterricht an den Heeres- fachschulen eingestellt. Di- Dauer des Krieges ließ jedoch bie Frage aufkommen, rote bie angeftauten Jahrgänge ber B e - rufsunterofftjiere, bie nicht mehr die Heeresfachschul- besuchen konnten, mit Ende des Krieges in den erstrebten Beamtenberuf zu überführen feien. Hinzu kam der große Bedarf an Berroaltungsbeamten. Wie ber Inspekteur bes Er- ziehungs- unb Bildungswesens des Heeres, Generalmajor F r i e sine r, im „Reichstreubund" mitteilt, hat sich der Oberbefehlshaber des Heeres entfchloffen, an derHeeresfachfchu les ur V e t- waltung Kriegslehrgänge einzurichten. Die Abschlußprüfungen verleihen die gleiche Berechtigung wie die Prüfungen l— «X... Fürsorgemaßnahme für
., ___Einsatzes nicht mehr in
ordnungsgemäß die Heeresfachschule mit _________ ____ In den Genuß des Besuchs der Kriegslehrgänge werden alle diejenigen Kriegsteilnehmer kommen, die während ihrer zwölfjährigen Dienstzeit keinen normalen Heeresfachfchulunterricht erhalten können. Di- Kriegslehrgänge haben die Aufgabe, den Verufsunteroffizier auf den sofort nach Kriegsende notwendigen Einsatz als Verwaltungsbeamten oor- zubereiten Die Kriegslehrgänge sollen in ihrem Enderfolg gegenüber den Friedenslehrgängen nicht zurückstehen. Der Ausgleich wird durch ernsten Leistungswillen und konzentrierte Lehre erreicht. Für die noch nicht zu den Kriegslehrgängen heranstehenden Berufsunteroffiziere wird die Truppe nach Möglichkeit Arbeitsgemeinschaften zur Vorbereitung auf den Besuch der Kriegslehrgänge einrichten. Den vielen inzwischen zu Offizieren beförderten Berufsunteroffizieren steht der Besuch von Sonderkriegslehrgängen der Heeresfachschule für Offiziere frei.
Aus Kun ft und Leben
* Wiesbadener Konservatorium unb Musikseminar. Zu zwei Eebenkftunben an Wolfgang Amabeus Mozart hatte.bas unter Leitung von Dr. Richard Meißner stehende Wiesbadener Konservatorium in den kleinen Kurhaussaal eingeladen. Nachdem bereits am Nachmittag, wie üblich, die lungeren Schuler mit Erfolg ihre Kräfte erprobt hatten, folgten am Abend bte Stubierenben bet Oberstufe. Der Einbruch war, wie stets ein butchweg günstiger. Wir hörten bie vetschlebenarUgsten Werke Mozarts, wwohl instrumentaler wie vokaler Art. Technisch etn» roanbftet würbe bas immerhin recht anspruchsvolle Ronbo tn x-moll für Klavier vorgetragen. Auch die Sonate tu O-bur für Violine und Klavier konnte besonders roegen "ber großen Sogen« fübnina der Geigerin befriedigen. Eine wrrrlrch eiftrlanxge Lctfuing waten die Variationen über ein „Menuetto de monsieur Duport , jenes Franzosen, mit dem Mozart am Hofe Friedrich Wilhelms II. tn Berlin zusammentraf. Es klang fern und Sterlich wie eine Spieluhr, und die vielen Laufe der Umwandlungen perlten fluffig und leicht dahin. Geschmackvoll war auch der Vortrag eines Trtos für Violine, Viola und Klavier (K.-V 598). In der Mitte der Darbietungen stand die Rezitation einer besonders wirksamen Episode aus der bekannten Novelle von Eduard Moetrke. Mozart auf der Reise nach Prag". Unter den Sängerinnen ragte Lurch ungewöhnliche Kraft und Schönheit der Stimme. eine angehende Künstlerin hervor, die bte Arte der Gräfin „Unb Susann- kommt nicht" aus „Ftgaros Hochzeit fang Sehr beachtenswert waren Rezitativ und Arie der Vitellla aus dem Titus" wegen der hier zutage tretenden dramatischen Eestaltungs- iraft Auch einige Ens-mbleiätze wurden rein und klangschön vorgetragen so das Quintett ber drei Damen, bes Samtno unb bes Papagen- aus bet „Zauberflöte" unb das Finale der Pamma mit den drei Knaben. Zwei weltbekannte Arien bes Sarajtro hatten einen ebel getönten Baß als Interpreten gefunben Dr. Richard Meißner wat am Klavier etn anschmiegsamer Begleiter. Die zahlreichen Höret spendeten jebet Nummer bet Vor- tragsfolge lebhaften Beifall. Dr. Wolfram W a l b s ch m t b t.
* Französischer Autor in Nürnberg. Mit, bet Uraufführung ber volkstümlichen Legende „Der Himmelspfottner von Eugen ®erbet hat Nürnberg zum ersten Male nach bem Feldzug von 1940 einem neuen französischen Autor Gelegenheit gegeben, tn Deutschland zu Worte zu kommen. Gerbet ist tn Deutschland
Momentaufnahmen^
Sie Schlang«
Es handelt sich weder um die Midgard-, bie letniische ober gar um bie Seeschlange. Die neue Schlangenart wurde Bisher nur in der Ktiegszeit beobachtet und erhielt den wissenschaftlichen Namen Boa vivipara, die Lebendiggebärende, wofür man bte Be- gtünbung bem Nachstehenden entnehmen wolle. Das Vorkommen der neuen Schlange beschränkt sich auf die größeren Städte, tn denen sie die Eeschäftsviertel bevorzugt St- ist em ausgesprochenes Tagestier, und bei Nacht wurde sie noch nicht beobachtet, ja, einige Forscher sind sogar der Ansicht, daß sie nach erfolgter Sättigung sich in einzelne Glieder auflost, um so leichter und bequemer einen Unterschlupf für die Nacht zu finden. Von diesen Forschern wird auch die Vermutung ausgesprochen, daß sie mit der lernäischen Schlange verwandt sei, die dre Gewohnheit hat, einen abgeschlagenen Kopf durch zwei neue zu ersetzen. Bei -et neuen, der sogenannten Kriegsschlange, wurde nämlich anfänglich festgestellt, daß sie von Zeit zu Zeit den gefräßigen Kopf abstoßt ber sich aber bann merkwürdigerweise als Schwanzglted wieder hinten ansetzt Das ist wider natürliche Ordnung und völlig verkehrt, weshalb sich auch die Verkehrspolizei bet Sache angenommen hat. Im übrigen hanbelt es sich um eine völlig ungefährliche Schlange, bie allerbings 50 unb mehr Meter lang rotrb. DteVer- suche sie zu bressieren, schlugen im allgemeinen fehl, nur Mannet in blauer ober grüner Uniform mit tfchakobebecktem Haupte üben eine suggestive Wirkung auf 'sie aus. Sie schmiegt sich bann dicht an bie Häuserfront uno gleitet lautlos in ihr Jagbrevier. Ihre Beute verschlingt sie nach echter Schlangenart ruckweise, boch muß noch ein Konstruktionsfehler in ihrem Vau -orhanben sein Der Hinterteil bes Körpers schiebt sich nämlich auch wahrens bet Schlingpausen nach vorn, wobutch unschone^Formen^mid^Derk-hrs^
Bemerkenswert für unsere Soldaten
Kriegslehrgänge für Unteroffiziere
