Wiesbadener Tagblatt
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Dr»a und Verlag: L. Schellenberg'iche Vnchdruckere», Langgasse Rr. 21 sTagblatt-Hauss
89. Jahrgang
Mittwoch, 3. Dezember 1941
Nummer 284
egt bei inm ent« ck einen Fehler scheu Pulver zu
ein gewich-
„Ebenso heldenhaft verteidigt wie der Alkazar"
Stalin hetzt Moskauer Frauen in den Kampf
Ein Bericht des Londoner »Daily Telegraph"
aufgegeben werden. Ein «roher Teil der Besatzung wurde gerettet und erreichte die australische Küste.
Der Hilfskreuzer „Cormorau" bat im Kreuzerkrieg in überseeischen Gewässern unter seinem tayseren Kommandanten eine grobe Anzahl feindlicher Handelsschiffe versenkt.
In Nordafrika wurden die südostwärts von Tobruk einseschlossenen britischen Kräfte — die Masse einer neuseeländischen Division — teils vernichtet, teils gefangengenommen.
as. Es dürfte wohl einmalig in der Geschichte aller Länder sein, datz ein Hilsskreuzer nicht nur das Gefecht mtt einem in jeder Weise überlegenen feindlichen Kreuzer aufnimmt, sondern, wie es der deutsche Hilfskreuzer „Cor- mo r a n" tat, diesen Gegner auch noch völlig vernichtet. Man muh sich dabei immer vor Augen halten, dah ja der Hilsskreuzer keineswegs von Anfang an für kriegerische Handlungen gebaut wurde, sondern nur behelfsmäßige, entsprechende Einrichtungen erhielt. Bei dem feindlichen Kreuzer hingegen handelt es sich um ein keineswegs schwaches Schiff, denn die „Sidney" batte eine Waffe r- verdrängung von 6 8 3 0 Tonnen. Sie war mit acht Geschützen zu 15,2 cm bestückt, sowie mit entsprechender leichter Artillerien Die Geschwindigkeit betrug 32,5 Knoten. Das Schiff war im September 1934 vom Stapel gelaufen. Wieder zeigt auch hier sich der Angriffsgeist, der unsere Marine beseelt und wie aktiv von deutscher Seite auch zur See der Krieg gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner geführt wird. Mit besonderer Befriedigung erfüllt uns, daß der größte Teil der Besatzung des „Kormoran", der aufgegeben werden mußte, gerettet werden konnte.
anstellen, um ihre Ration auch wirklich zu erhalten. Dann gingen Re an die Front ab. Die meisten van ihnen werden dazu benutzt. Schützengräben auszuwerfen. Sie muffen ferner erfte Hilfe in der Feuerlinie leisten und vor allem Gräber für die Gefallenen auswerfen. Viele Frauen werden auch direkt in den Kampf eingesetzt.
Cholerton berichtet weiter, das äußere Bild Moskaus habe sich vollkommen geändert. Die einstmals so menschenüberfüllten. lärmenden Straßen seien sehr still geworden. Die Bewohner müßten sich in langen Schlangen auf stellen, um die wenigen Rationen in Empfang zu nehmen. Auf den groben Durchgangsstraßen seien überall Barrikaden errichtet worden. Die Rüstungsindustrie des Moskauer Bezirks habe aufgebört zu arbeiten.
Der Bericht Cbolertons ist natürlich von den Sowjets scharf zenffert worden, aber aus feinen kurzen Hinweisen und Andeutungen kann man sich ein Bild machen, wie verzweifelt die Lage der Stadt geworden ist.
Der OKW.-Bericht von heute
Aus dem Führerhauptauartier, 3. Dez. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Front vor Moskau gewannen die von starken Kampf- und Sturzkampffliegerverbänden unterstützten Angriffe unserer Infanterie- und Panzerverbände trotz zähen Widerstandes und örtlicher Gegenstöße des Feindes weiter an Boden. Bei diesen Kämpfen wurden gestern insgesamt 20 feindliche Panzer vernichtet.
Im Finnischen Meerbusen ist ein grober s o wie t i - scher Transporter auf eine deutsch-finnische Minensperre gelaufen und gesunken.
2m Seegebiet um En gl and wurde ein gröberes Handelsschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt. In der Nacht zum 3. Dezember bombardierte die Luftwaffe eine Hasenanlage an der englischen Südwestküste. In einem Gefecht mit britischen Schnellbooten im Kanal erzielten Minenräumboote mehrere Artillerietreffer auf feindlichen Einheiten. Der Gegner brach darauf das Gefecht ab.
Bor der australischen Küste kam es zu einem Seegefecht zwischen dem deutschen Hilfskreuzer „Cormorau" und dem australischen Kreuzer „Sidney". Unter dem Kommando des Fregattenkapitäns Detmers bat der deutsche Hilfskreuzer den an Bewaffnung und Geschwindigkeit weit überlegenen Gegner niedergekämpst und ver- senft. Der 6830 Tonnen grobe Kreuzer „Sidney ist mit der gesamten Besatzung von 4 2 Dfft 11eren und 603 Mann untergegangev. Infolge der Beschädigungen. die das deutsche Schiff in dem schweren Gefecht erlitten hatte, muhte es nach Regreichem Kampf
Kriegsglück oder Tapferkeit?
Sorge» der britischen Admiralität
Von Konteradmiral a. D. Karl Tägerl
„Der Torpedo riß mittschiffs an Steuerbord ein riesiges Loch. Die Wucht der Detonation war ungeheuer Das Licht im Schiff verlosch, eine ganze Minute lang lief heftiges Zittern durch die Planken. Sofort krängte das Schiff nach Steuerbord. Panikartig stürzte die völlig überraschte Besatzung an Deck . . . Schon war es unmöglich, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen." ~ .
So berichtet das Reuter-Vuro über den Untergang der „Ark-Royal". Kein Wunder, daß der Kommandant bemerkte, als er aus der Kantine an Deck stürzte: „Dies ist das traurigste Schauspiel, das ich je gesehen habe." Hatte doch em einziger deutscher Torpedo genügt, dem riesigen Schift von 22 600 Tonnen den Todesstoß zu versetzen. Aber die Engländer sind bei solchen Katastrophen nie um Trostgründe verlegen. „Es war eben ein Elückstrefser". wird kaltblütig erklärt. Es war ja auch ein Glückstreffer, als am 24. Mai die mächtige „Hood". das größte Schlachtschiff der Welt, der „Stolz von ganz England" durch eine Salve der „Bismarck" mit fast der ganzen Besatzung vernichtet wurde.
Überraschung war, wie bei uns behauptet wird", fährt Liddle Hart fort, „so traf das nicht weniger für den Widerstand der Deutschen zu." Es ist auch sehr die Frage, ob die Engländer heute noch den vor einigen Tagen geäußerten Wunsch haben, einen großen Film von den Kämpfen in Afrika zu starten, es fei denn, man begnügt sich mit einem Trickfilm, wie es die englische Luftwaffe bekanntlich in Ermangelung wirklicher Erfolge tut. Da aber die Briten außerdem die gegenwärtigen Kämpfe als die entscheidende Schlacht für den Besitz von Libyen bezeichnet haben, setzen sie ohne Zweifel alles daran, die Entscheidung doch noch zu erzwingen. Der bisherige Verlauf berechtigt zu der Hoffnung. daß die Schlacht in Nordafrika anders ausgeben wird, als die Briten sich das gedacht haben.
Trotz Rostow - Offensive keine Entlastung für Moskau
Um so verständlicher ist der Druck, den die Engländer auf die Sowjets ausgeübt haben, damit diese ohne RückRcht auf den Kräfteverbrauch besonders zahlreiche Truppen für einen Offensivvorstoß an der Donmündung einsetzen. Für die allgemeine Sage der Sowjets selbst hat dieser Vorstoß, wie wir mehrfach betonten, wenig zu besagen und der sowjetische Nachrichtendienst selbst muß zugeben, daß dieser Vorstoß für den deutschen Druck auf Moskau keine Milderung gebracht bat. Immerhin ist diese sowjetische Aktion geeignet, die britischen Beklemmungen wegen der angeblichen deutschen Bedrohung des Kaukasus von der Donmündung her zu mildern. Daraus erklärt Rch der Druck der Sowjets auf den Raum von Rostow, wo immer wieder 2Jtaffenangriffe unter schwersten Verlusten für die Bolschewisten zusammenbrechen.
erbitterten Widerstand der Italiener bei Eondar
geroebrneitern und Artillerie besetzt gewesen. Vis zuletzt hätten die Italiener den Kampf nicht aufgegeben, sondern Rch schließlich mit ihrer Artillerie zurückgezogen — eine schwierige und gefährliche Operation unter feindlichem Feuer. Wenn aber eine Position völlig unhaltbar geworden sei. so hätten die Italiener Re erst aufgegeben, nachdem R« vorher unterminiert und in die Luft gesprengt worden wäre." _______
Personenwechsel im Britischen Liigenminitterium.
wt. Zum Generaldirektor im Londoner Lügenministerium wurde Radcliffe ernannt, wie Reuter meldet. Er wird damit Rachfolger von Sir Walter Monckton, dem kürzlich der Posten des Generallügners in Kairo übertragen wurde.
Italienische Jäger schossen 9 Hurrikane ab
Rom, 3. Dez. (Funkmeldung.) Italienische Jagdflugzeuge schossen in gleichzeitigen Luftkämofen mtt etwa 4 0 englischen Flugzeugen in Nordafrika 9 Hurricanes ab. Der Abschuß von weiteren drei ist wahrscheinlich, während weitere sieben stchtbare Beschädigungen davontrugen.
Fernrui Santmel-Sh. 59631 Brat)tan|d)rtft: lagDlan, OtesbaDen ‘Boitld)«Konto. $ranttun a. M. 7405 SBejugspreile Für zwei Wochen RM 0.94, für einen Monat RM 2.- einschließlich Des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung bei Lieferung infolge bisher« Gewalt kein Anspruch auf Rückzahlung bee Bezugspreises
Damals erinnerte die „Times" an ähnliche Vorgänge der Skagerrakschlacht, als drei der besten britischen Schlachtkreuzer im Feuer artilleristisch weit schwächerer deutscher Gegner wie die „Nußschalen" in die Luft flogen. Unzweifelhaft sei in diesen Fällen die Ervlasion einer Pulverkammer die Ursache gewesen, betonte das Blatt. Damit schnitt es eine heikle Frage an: Die Neigung des englischen Pulvers, bei Treffern in die Slunitionsräume zu explodieren.
Ein sowjetischer Marinefachmann. Professor Krylow, bat sich darüber geäußert, als der unvergeßliche Untersee- bootsbeld Günter Prien mit beispielloser Kühnheit in die berühmte Bucht von Seava Flow eingedrungen war. deren Einfahrtsschwierigkeiten und Verteidigungsmittel kein Geringerer als Winston Churchill selbst als ungeheuerlich bezeichnet hatte — und dort das Schlachtschiff „Royal Oak" torpedierte. Hören wir, was Krylow schrieb:
„Aus die Detonation des Torpedos folgte offenbar die Explosion der beiden achteren Türme, d. h. die Explosion von etwa 80 Tonnen Pulver (Sorbite) und von etwa 40 Tonnen (Lyddit) in den Geschossen. Die Sprengladung des Torpedos bestand im ganzen aus etwa 250 Kilogramm. Das gesamte Personal das Rch im Achterschiff befand, war sofort tot. darunter alle Dffuiere ... Es ist nun nickt zu verwundern, daß etwa 900 Mann ums Lehen kamen. Der Untergang war nach den erhaltenen Beschädigungen unausbleiblich .. . Churchill sagte im Parlament, daß der schwarze Rauch nach der Torvedodetonativn von der Explosion des Heizstoffes, d. h. des Öles herrührte. Hier liegt bei ihm entweder ein Irrtum vor. oder er bat abstchtlick einen Fehler gemacht, um nicht das Zutrauen zum englischen Pulver zu untergraben, das bereits in der Skagerrakschlacht explodierte, während das deutsche Pulver ohne Explosion ausbrannte.
Stockholm, 3. Dez. (Funkmeldung.) Der Korrespondent des Londoner „Daily Telegraph" in Samara. A. T. Cholerton. gibt in seinem letzten Bericht einen sehr aufschlußreichen Einblick in die rücksichtslosen Methoden, mit denen Stalin die Zivilbevölkerung von Moskau, und zwar vor allem auch die Frauen, in die Kampflinie wirft. Hundert- taufendevonZivilistenfeieninbieSchiitzen- gräben geschickt worden, wo sie die gelichteten Reihen der regulären Truppen ausfüllen müßten.
200 000 Moskauer Frauen erhielten, wie Cholerton weiter berichtet, den Befehl, stch sofort zu melden. Sie standen in langen Schlangen vor den Mufterungsbüros. oft zwei bis drei Tage an, während die Stabt fast stündlich von deutschen Fliegern angegriffen wurde. Jede der Frauen erhielt eine Anweisung auf eine Brotration für die folgende Woche. Andere Nahrung war nicht verfügbar. Mit dieser Anweisung mußten Re sich abermals in langen Schlangen
as. Berlin, 3. Dez. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Lchriftleitung.) Churchill hat sich genötigt gesehen. Derfönlii zu der Frage des Arbeitseinsatzes d. h. mit anderen Worten, zu der Desorganisation der britischen Wirtschaft Stellung zu nehmen obwohl er dieses unerfreuliche Thema gern seinem Sllrbettsmtnnter Benin überlaffen hätte. Er fordert jetzt Vollmachten zur Behebung der Krise, wobei man an einen starken $ t nj a b von Frauen denkt. In seiner Rede stellte der. engltW Ministerpräsident fest, daß die Arbeitskrafteknfe letzt und für die nächste Zeit England belasten werde. Es sei sehr schwer, die Kriegsindustrie wie bisher in Gang zu halten. Run müsse man auch noch die Versprechungen an die Sowiets einhalten. Außerdem brauche man Mannschaften für die Handelsschiffe. Zwar arbeiteten viele Engländer bereits schwer, aber ts müssen eben alle Arbeitskräfte herangezogen und organisiert werden. Das Rekrutierungssystem eemige nicht, man müsse bas militärpflichtige Alter senken. Wo Lücken in der Heimwehr entstanden feien, müßten Knaben und Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren berangezogen werden. Zwei Geier, so schloß Churchill. würden immer über Großbritannien schweben, solange der Krieg dauere, nämlich die Gefahr der Invasion und per Luftangriff. Kurz gesagt, fordert Churchill also neue Opfer, ohne irgendwelche Erfolge in Aussicht stellen zu können.
Heldenkamps des „Cormorau"
Der weit überlegene australische Kreuzer „Sidney" von einem deutschen Hilfskreuzer versenkt
Aderlaß der britischen Mittelmeerflotte
Tatsächlich werden ia auch die britischen Hoffnungen und Erwartungen überall weiter enttäuscht. So muß man fest- steilen. daß die Offensive in Nordafrika zunächst einmal eine sehr kostspielige Angelegenheit für bie britische Mittelmeerflotte geworden ist. die diese Offensive von der See her unterstützen sollte. Erst gestern wieder konnte der italienische Wehrmachtbericht melden, daß vor Tobruk em britischer Kreuzer der „Aurora" - Masse versenkt wurde. Außer diesem Kreuzer haben die Briten im Zusammenhang mit der Nordafrika-Onensive das große Flugzeugmutterschiff „Ark Royal" und einen modernen Zerstörer verloren. Die beiden gewaltigen Schlachtschiffe „Malaya und vermutlich ..Barbam" stnd schwer getroffen worden und ausgeschieden. Außerdem haben die. Italiener einen weiteren britischen Kreuzer schwer beschädigt. Praktisch ist damit ein großer und starker Flottenverband der Briten außer Gefecht gesetzt worden. Die Flugzeuge der „Ark Royal und die schweren Geschütze der Schlachtschiffe sollten c... tiges Wort bei den englischen Landangriffen mitsprechen. Sie fallen aus. Die Engländer dürften wenig Neigung verspüren, noch andere wertvolle Eroßkampfschiffe den Torpedos unserer U-Boote und den Torpedoflugzeugen auszu-
Diefe Verheimlichung der Wahrheit vor dem Parlament und bas bedeutet die Verheimlichung vor der Öffentlichkeit. war seine Pflicht. Als erster Lord der Admiralität mußte er mit allen Mitteln für bie Hebung der Stimmung ber Flotte sorgen."
Auch bei ber Versenkung ber „Royal Oak" würbe brühen von Zufall, von „Glück" gesprochen. Was heißt Glück im Kriegsfall? „Glück bat auf bie Dauer nur ber Tüchtige", sagte schon Feldmarschall Graf Moltke. Richt blinder Zufall ist der Grund für die erwähnten deutschen Erfolge gewesen — nein, deutsche Tüchtigkeit hat unserer Marine diese Überlegenheit des Materials verschafft. Sie konnte aufbauen auf den gründlichen Erfahrungen, bie sich in allen Werken bes genialen Erschaffers ber beutschen Hochseeflotte gezeigt haben. Die Besatzungen unserer Flotte wissen genau, baß alles geschehen ist, um sie mit den denkbar vollkommensten Schiffen und Waffen auszurüsten. Anders drüben!
Man versteht, daß ber englische Abmiral, ber bie gegen bie „Bismarck" zusammengezogene Angriffsflotte befehligte — es waren schließlich 16 Englänber gegen einen einzigen Deutschen — selbst dem schon totwunden Feinde gegenüber Seine vier riesigen Schlachtschiffe auf größte Schußweite bielfl
setzen.
Bisher 145 Millionen VRT. versenkt
Damit find im Kampf gegen bie englische Kriegsmarine lehr erfreuliche Ergebnisse erzielt worben. Stauben somit im Vormonat auch bie Erfolge ber Kriegsmarine im Emmy gegen feindliche See Streitkräfte im Vorbergrunb. So ist boch auch bie BlockabeSchlacht gegen gnglanb nack- brücklich weiter geführt worden. Es ist klar, daß die Ergebnisse auch von mancherlei Faktoren abbangen, die Schwankungen unterworfen Rnb. Die Ergebnisse Rnb dementsprechend einmal höher und einmal niedriger, eie übertreffen iht Monat November immer noch bte Neubaufähigkeit ber englischen unb amerikanischen Werften zusarnrnengenornmen. Insgesamt betrugen bie englischen Schiffsverluste — die Verluste durch Minentreffer nicht eingerechnet — bis Ende November tast 14.8 Millionen BRT.
Die nordafrikanische Enttäuschung
In Nordafrika Selbst ist von. all den großen Wunichträumen der Engländer bisher kern einziger in Erfüllung gegangen. Bei den Operationen, die noch nicht $u einem Abschluß gelangt Rnb, haben bie (Englänber bisher Sehr schwere Verluste, nicht nur an Menschen, Sondern auch an Material, erlitten. Liddle Hart, der militärische Sachverständige der „Daily Mail erklärt denn auch, tm Wüstenkrieg laufe der Angreifer infolge der Nachschub- Sckwierigkelten ein ungleich größeres Risiko als auf anderen Kriegsschauplätzen. Diese Erfahrung habe auch General Auchinlek gemacht und sie teuer mit unverhältnismäßig großen Verlusten an Menschen unb Material bezahlen müssen. „Wenn ber englische Angriff wirklich eine 'o große
Amerikanischer Berichterstatter würdigt den
New Bork, 3. Dez. (Funkmeldung.) Ein aus befit englischen Hauptauartier in Abessinien eintreffender länger Sonderbericht der „Chicago Daily News" zollt den Verteidigern Eondars höchstes Lob. ,
Der Bericht fragt einleitend, warum die Engländer So viele Monate zur Einnahme Eondars brauchten, nachdem zunächst gelagt worden sei. daß Eondar in wenigen Tagen fallen müsse. Der Berichterstatter antwortet, daß die Italiener in jeder Beziehung berechtigt seien, festzu- stellen, daß Eondar gegen eine erdrückende Übermacht ebenso heldenhaft verteidigt worden sei wie der Alkazar. Die Faschisten hätten prachtvoll gekämpft. Alles fei verloren worben, aber nicht bte Waffenebre, bie sie bis zuletzt entschlossen oerteibigten. General Nasi habe einen ungeheuren Willen in seine Soldaten bineingelegt, für bte koloniale Idee zu sterben. „36 Selbst", fährt ber Äricht- erftatter fort, „Sah einen einzelnen italienischen MaSLinen- gewehrschutzen, der, von ber Verbinbung mit Seinen Kame- raben abgeschnitten, seinen Posten stanbbaft unb verbissen hielt, bis er burch Artilleriefeuer getötet wurde. Die 81 ab» kämvie hätten sich nahezu um jeden Fußbreit der Bergweiden und Kornfelder abgespielt. Jeder Hügel seit mit Maschinen-
Churchills negative Bilanz
(Eigener Drahtbericht unter er Berliner Schriftleitung)
Geschäftszeit durchgehend von 8—19 Uhr außer Sonn- unb {feiertags Berliner Büro Berltn-Wilmersborf Anzeigenpreise- Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 16 Millimeter breiten Spalte im Zerteil RM 0.60, tm übrigen ist Preisliste.Nr. 10 mastgebend ■ Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 Schlutz der Anzeigea-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage
