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Samstas/Sonntag, 11./12. vktober 1941

Mesbavener Tagblatf

Jlr.239 Seite 1

Unser Zirkus-^zYm ;

Zirkus Hagenbeck

gibt zur Zeit in Wiesbaden ein Gastspiel. Wir zeigen hier einige Schnappschüsse aus dem reichhaltigen Programm.

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Der Lipizzaner-HeugstFaooty"

wird in allen Gangarten der Hohen Schule von der 12jährigen Inge Gautier geritten.

Di« Riesen de» indischen Dschungels find folgsam wie Hündchen und zeigen allerlei Kunststücke.

Alfredo-Trupp«

in ihren Parterre- und Schleuderbrett-Senfjrtionen.

(3 Photos:Tagblat t")

gafie 2 seine Schuhmacherei. Nach kurzen Unterbrechungen kehrte er immer wieder insein Herrnmühlgätzchen" zurück, wo er heute im 73. Lebensjahr noch täglich arbeitet.

Sternschau vom 11. bis 20. Oktober. Der bis 1% Stun­den nach Sonnenuntergang im SW sichtbare hellste Stern des Himmels ist Wandelstern Venus als Abendstern im Sternbild Skorpion, 145 Millionen Kilometer von uns entfernt. Der gleich­zeitig im O ausgehende helle rote Stern ist Planet Mars im Sternbild Fische, der sich mit 63 Millionen Kilometer Abstand gerade in Erdnähe bezand. Der zwei Stunden später ebenda in die Höhe kommende helle gelbe Stern ist Riesenwandelstern Jupiter int Sternbild Stier. 670 Millionen Kilometer von der Erde ab.

Wrosbaösn-Sisbrich

Felddiebstahl. In der Gemarkung Hammerberg überraschte «in Feldhüter einen Mann beim Plündern eines Apfelbaums. Der Dieb flüchtete und verschwand zwischen Hecken und straucheln de: Gärten, wurde aber aufgestöbert und festgenommen. Bei der Hausdurchsuchung wurden-einige Zentner Obst gesunden, die der NSV. überwiesen wurden.

DasW. I. gratuliert. Frau Juliane Werner, Mainzer Strahe 17, begeht am 13. Oktober ihren 85. Geburtstag,n seltener körperlicher und geistiger Frische. Sie ist Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter.

Wissbadan-DoHtzsim

DasW I. gratuliert. Am Samstag begeht Frau Amalie H a b e r st o ck Wwe, Sohlstraße 4, ihren 75. Geburtstag.

Nus Gau und "Provinz

= Bad Schmalbach, 11. Okt. Oberhalb der Eisenbahn­station wurde auf den Gleisen die Leiche einer,lungen Frau mit ihrem etwa halbjährigen Kinde, das gleichialls tot war,

Biedenkopf. 11. Okt. Auf einem Kartoffelacker in Wolzhausengeriet, als ein Pferd durchging, eine junge Frau unter den Wagen und wurde so schwer verletzt, da« sie kurz darauf n Okt. Dem Sondergericht Frankfurt

lag ein besonders schwerer Fall des verbotenen Umganges mit Kriegsgefangenen »ur Aburteilung vor. Die in Bad Homburg wohnende, aus Stehen gebürtige Ehefrau. Luise B r ä n d e I war zuerst in einem Frankfurter, dann in einem Fechenheimer Betrieb tätig, wo sie sich französischen Kriegsgefangenen gegenüber schamlos ver­hielt. indem sie ihnen Nahrungsmittel und Zigaretten zum Geschenk machte und Zettelchen schrieb. Sie war aus­drücklich vor derlei Dingen gewarnt worden, was sie aber nicht davor zurückhielt, mit einem französischen Gefangenen

Pancola-Film 'fauff) viel verlangt, daher nicht\ immer gleich erhältlich

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Sport und Spiel

Zwei Nationen ein Gedanke

Feierstunde zur Eröffnung der AusstellungPhotographische

italienische Kunst"

(Eine weihevolle, von Musik durchklungene Feierstunde am Samstagoormittag ging der Eröffnung der AusstellungPhoto­graphische italienische Kunst" im Rundsaal des Pcrulinemchlößchens durch den Stellvertreter des Kreisleiteis, Pg. Wagner, voraus. Die Begrüßungsansprache des stellvertretenden Eauvorsttzenden im RADF-, Dr Voß. zeigte von Lionardo an über E. B. della Porta und Cardano bis zu Kogel und Steinheil die wechselseitigen Be­ziehungen Italiens und Deutschlands in der Entwicklung der Licht­bildkunst auf. Der Geschäftsführer im RADF., B u d d e , ging von der Verwirklichung des Gedankens Pau! Lückings aus. dte Aufnahmen deutscher Amateure in Italien und die Aufnahme italienischer Amateure in Deutschland auszustellen und so das gegenseitige Kennenlernen der beiden seit einem Jahrtausend kulturell eng miteinander verbundenen Nationen wesentlich zu fördern. 60 000 Besucher zählte bis jetzt die nun auch in Wies­baden geneigte AusstellungItalienische photographische Kunst . Nachdem Budde jener Kameramänner gedacht, die ihren Einsatz mit dem Leben besiegelt haben, hielten der Italienische General­konsul Marchese Sera de C a s s a n o und der Italienische Konsul Parolari Ansprachen. Begrüßung und Dank verband sich rn der Rede der Generalkonsuls mit dem Hinweis am die von den nordischen Steppen bis zum Hochland von Eondar kämpfenden Front der beiden großen befreundeten Nationen

Der Stellvertreter des Kreisleiters antwortete den italie- nifchen Kameraden, davon ausgehend, daß Kunst und Kultur letzter Ausdruck der Seele eines Volkes sind. Die Künste dringen über die Grenzen hinaus und in ihren Schöpfungen erkennen sich die einander geistig verwandten Nationen Mitten >m gewal- tigsten Kampf der Geschichte legt nun diese Ausstellung Zeugnis ab von dem hohen Stand der Lichtbildkunst Italiens in ben Arbeiten seiner Amateure. Das Kurguarteti (Nocke. Maier. Hoiat. Fink) leitete die Feier ein mit dem Andante aus dem Streich- auartett von Verdi, dem iväter das a-moll-Stre,chauartett, von Schubert, ein nachgelassenes Werk, folgte. Ihr zu Herzen gemndes Spiel begleitete uns bei dem Gang durch die einzelnen Vien, über den wir am Montag berichten werden. p-

Meisterschafts-Fuhball am Sonntag

Auftakt in Hessen-Nassau

SXuf die ersten Meisterschaftsspiele. der Fußball-Eauklasse ist man im neuen Sportgau Hessen-Nassau sehr gespannt. Der obersten »Ä SlÄi."Ä '£S!?Ä* ft*? y. SSIE » tracht und den FSV. sowie aus dem 'mh°ren Bereich Hesien den St® fianau 93 Dazu kommen noch Hanau 1860, Kamp TIP o r i W i es bad en und Wetzlar 05. In der zweiten Gruppe steht

ftfe* & 2? VS

Haften huscht Unklarheit, deshalb ist es schwer, über den mut-

Am die Punkte der ersten Klasse

SoBaa Eltville FB. 02 Biebrich

FSB i>8 Schierftein - SB. Kostheim TB. 1817 Mainz Reichsbahn Mainz 05

grm uneifen Sonntag der Verbandsrunde ist Reichsbahn-SE.

Vunktae^n zu Sie haben gegen Mainz 1817 klar gewonnen und lind Är Mesrnal kher noch starker gerüstet. Gegen die Bernhardt; Hausmann Äantke PiEan. Vetter Johann.; Barbehenn, Kretten- Feuet, Götz, Klimmeck, Betsiegel sollten die Rherngauer einen schw^'^Staiiid hhaben. gegen Kastel nur knapp und nach tapferstem Widerstand verloren. Auch am Sonntag treten die Schwarzweißen auf heimischem Gelände , an und werden alle Kraft einsetzen eine weitere Punkteinbuße abzuwenden. Gegen Astheim He wohl auch ein Erfolg bei der nötigen Konzen­tration gelingen. Mit Dully; Reuter, Hermes; Schneider Lreser, Helm- Stroh, Schröder, Senft, Schmidt, Henrich geht Schierstem recht aussichtsvoll in den Kampf. Der Angriff mußte für die erforderlichen Eewinntore gut sein.

Zweimal find Mainzer Vertreter unter sich. Rerchsb<chn 05 scheint genügend in Fahrt, die im Sturm zu weichen Turner niederzuhalten, und Kastel wird daheim gegen Weisenau den zweiten Sieg buchen. Erstmals tritt SK. Opel Rüffelsherm tn den Kampf ein, und es wäre eine Überraschung, wenn er von dem Lokalrivalen VfR. nicht beide Punkte einholte.

Eport-Rundschau

Hockeygäste im Rerotal

Der Wiesbadener Tennis- und Hockey-Klub hat auch für kom­menden Sonntag wieder ein reichhaltiges Hockeyprogramm vorge­sehen. Von auswärts kommen Gäste aus Frankfurt, Worms und Rüsselsheim. Frankfurt ist diesmal durch die Frauen

intim zu werden. Als dies in Bad Hamburg bekannt wurde, war die Entrüstung darüber lehr biob. das man der Ehrver­gessenen die Haare abschnitt und sie anvrangerte Die An­geklagte wurde jetzt zu anderthalb Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt.

Hasloch, 10. Okt. Als die 63jährige Landwirtswitwe Babette Dreßler beim Futterschneiden das geschnittene Futter mit einer Gabel von der Futterschneidemaschine wegräumen wollte, geriet die Gabel in das Schwungrad der Maschine. Dabei wurde der Eabelstiel der Frau mit so großer Wucht in den Leib gestoßen daß sie schwere Verletzungen erlitt, denen sie im Krankenhaus Wertheim erlag.

= Gelnhausen, 10. Okt. Aus Anlaß der vor 80 Jahren erfolgten Bekanntmachung der Erfindung des Fernsprechers durch den aus Gelnhausen stammenden Physiklehrer Philipp Reis führt das Deutsche Volksbildungswerk der NS.-EemeinschaftKraft durch Freude" vom 25.31. Oktober gemeinsam mit der Reichs­postdirektion Kassel, dem Geschichtsverein Gelnhausen und der Stadtverwaltung in Gelnhausen eine Philipp-Reis-Woche durch. Am Sonntag wird u. a. eine Ausstellung eröffnet, bei der eine SondergruppeEntwicklung des Deutschen Fernsprechwesens" aus Beständen des Reichspostministeriums besonders bemerkens­wert ist.

= Wittlich, 10. Okt. Ein 60jähriger Mann überfiel in Berg­weiler in der Morgenfrühe seine 56jahrige Schwester mit einem Hammer, brachte ihr drei wuchtige Schläge auf den Hinterkops bei und trieb ihr dann einen 6 cm langen Nagel in den Kops. Mit einem Beil versetzte der Wahnsinnige der Frau dann noch Kopf- und Halswunden. Durch die Ermordung seiner Schwester wollte et feine eigene Hinrichtung (!) erzielen. Allem Anschein nach ist der Mann geijtesgejtäjt, ' _

In Kürze erzählt:

Das Zliegenbein"

(Eine wahre Geschichte von E. M. Wötzel

Der Sommerabend war schwül, lästige Fliegen summten um die Ohren. Mit einem Schlag brachte Henry Ostwald einen der Quälgeister zur Strecke. Sinnend betrachtete er das tote Insekt und sagte:Von welcher lächerlichen Kleinigkeit hängt ost das Schicksal, eines Menschen ab. Ich habe einen Mann gekannt, der an einem Fliegenbein zugrunde ging. In St. Louis war ich als Anwalt zu­gelassen. (Eines Tages suchte mich Doris Allan in meinem Büro auf und bat mich, die Verteidigung ihres Verlobten, des 25jährigen aus Taranto etngewanderten Marco Cavelli, zu übernehmen, oer wegen Unterschlagung angeklagt sei. In der Kaste Cavellis, der Verkäufer in einer Filiale der bekannten Juwelenhandlung Williams & Sohn war. hatten bei einer Revision 1000 Dollar gefehlt, über deren Verbleib der junge Mann keinen Aufschluß geben konnte. Cavelli, der in der Gerichtsverhandlung hartnäckig seine Unschuld beteuerte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis ver- urteilt. Nach Verbüßung seiner Strafe führte Cavelli ein unstetes Leben. In USA. hat man wenig Zeit, sich mit der Betreuung ent­lassener Strafgefangener zu befassen. So kam es, wie es kommen mußte: Cckoellr schloß sich politischen Kreisen an, die in erbittertem Gegensatz zur kapitalistischen Oberschicht der Vereinigten Staaten standen. Man wurde aus ihn aufmerksam. Der Feind holte zum Schlage aus: Cavelli und einige Gleichgesinnte wurden verhaftet. Gegen Cavelli wurde Anklage auf Mittäterschaft an einem bisher unaufgeklärten Bombenattentat erhoben. Zeugen wollten den An­geklagten, kurz bevor die Bombe fiel, in unmittelbarer Nähe des Tatortes gesehen haben.Ich habe mit dem Attentat nicht das geringste zu tun", rief Cavelli den Geschworenen zu. Wiederum Verteidiger Cavellis, kämpfte ich mit allen Mitteln um das Leben meines Klienten. Vergebens! Die sich bedroht fühlende, herrschend« Geldaristokratie des Dollarlandes verlangte ihr Opfer. Die Ver­kettung einiger unglücklicher Umstände tat das übrige und führte die Katastrophe herbei. Auf den Schuldspruch der Geschworenen verkündete der Richter: Tod durch elektrischen Stuhl! Als ich Marco Cavelli am festgesetzten Hinrichtungstage in seiner Zelle aufsuchte, schien er des Trostes kaum zu bedürfen; seine Augen, die ihren Glanz verloren hatten, blickten sonderbar, wie die eines Vernunft- losen Tieres, gleichgültig über mich hinweg. Der Geist des Be­dauernswerten hatte sich verwirrt. Ich verließ ihn. als der An­staltsgeistliche eintrat. Etwa ein Jahr nach dem Tode Cavelli» wünschte mich ein Herr in meinem Büro zu sprechen.Mein Name ist Edwart Green. sagte der Besucher,ich bin Buchhalter der Juwelenhandlung Williams & Sohn und fühle mich verpflichtet. Ihnen in der Sache Ihres ehemaligen Klienten, der sich seinerzeit für die in seiner Kaste fehlenden 1000 Dollar vor Gericht zu ver­antworten hatte, folgendes mitzuteilen: Die Addierung einiger alter Rechnungsbeträge in dem für Cavelli so verhängnisvollen Kassenbuch ergab eine außergewöhnliche Entdeckung. Als ich mit dem Bleistift die erste 1 eines eingetragenen Postens von 1140 Dollar berührte, zerbrach die Zahl und siel über die Seite des Buches herab. Die 1 war das Bein einer Fliege gewesen, die wahr­scheinlich zwischen den Blättern zerdrückt worden war. Cavelli hatte in Wirklichkeit nur einen Betrag von 140 Dollar eingenom­men. Das einer 1 gleichende, festqekelbte Fliegenbein hatte diese Summe im Kastenbuch um 1000 Dollar erhöht!" Marco Cavelli war unschuldig. Erbitterung über die schuldlos erlittene Straf« führte ihn auf den Weg ins Verderben!" schloß Henry Ostwald

derEintracht" vertreten, die bei den letztjährigen Meisterschafts­spielen im Gau Hessen-Nassau Bis in die Schlußrunde gelangten. Auch in diesem Jahr sollen sie wieder in Hochform sein, so daß unsere Wiesbadener Frauen sich sehr anstrengen müssen, wenn sie keine Punktverluste erleiden wollen. Großes Interesse wird auch den Spielen der weiblichen Jugend entgegengebracht, für die sei­tens des BDM. jetzt Rundenspiele angesetzt sind. Der WTHK. ist bei den Rundenspielen gleich mit zwei Mannschaften vertreten, von denen die eine Mannschaft am Sonntag gegen Worms, di« andere gegen Rüsselsheim anzutreten hat. Beide Spiel« werden ebenfalls im Nerotal ausgetragen.

Die 1. Jugend des WTHK. spielt am Sonntag in Bad Kreuz­nach, während die 2. Jugend im Nerotal gegen die 2. Jugend des DHK. antritt. *

Einer der besten deutschen Fechter, Dr. Freiherr Fraß von Friedenfeldt, sand im Osten den Heltentod.' Frhr. v. Friedenfeldt war 1940 deutscher Säbelmeister.

Deutschlands Tennisspieler errangen am ersten Tage des Länderkampfes gegen Kroatien in Agram durch den Gewinn beider Einzelspiele eine 2:0-Fllhrung. Henkel schlug Mitic 6:4, 6:3, 5:7, 6:3 und Koch war mit 4:6, 6:1, 2:6, 6:2, 6:4 über Puncec erfolgreich.

Der Reichsbundpokal-Wiederholungskampf zwischen den Fußball-Eaumannschasten von Niederschlesien und Hessen-Nassau wurde auf den 19. Oktober vorn erlegt. Spielort ist nicht Liegnitz sondern Breslau.

Italiens Frauen-Tennismannfchaft zu» Länderkampf gegen Deutschland vom 17.19. Oktober in Wies­baden besteht aus Vittoria Tonolli, Wally San Donnino uttb Ida Quintavalle.

Neues aus aller Welt

30 Jahre Flieger. Max L i m b a ch , Flugkapitän der Deutschen Lufthansa, kann dieser Tage sein 30jährrges Fliegerjubiläum be­gehen. Er trat Anfang Oktober 1911 beim Lustschifferbataillon III tn Köln ein. Bis 1914 war er Besatzungsmitglied auf verschiedenen Z.-Schiffen, wurde dann Flugzeugführer und machte den ganzen Weltkrieg bei Fliegerformationen mit. Anschließend kam et zum Luftverkehr. Von der Lufthansa wurde er auf allen europäischen Strecken eingesetzt und erreichte schon im Juni vorigen Jahres zwei Millionen im Luftverkehr geflogener Kilometer. Zur Zeit fliegt bet vetbienstvolle Luftvetkehrspionier mit ben großen Lanboerkehrs- flugzeugen, ben 3u. 90, auf bet Strecke BerlinLissabon.

Französische Gefangen« müssen neu gefangen werden. Die fran­zösischen Strafgefangenen, bie während bet Massenflucht aus ihren Gefängnissen jtetgetommen waren sei es, baß sie bei ihrem Abtransport während bet Flucht nach Silben sich bet Überwachung entziehen konnten, sei es, baß bie Wärter sie unterwegs freiließen, weil bie Gefangenschaft doch nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, waren nach Wiederherstellung geordneter Verhältnist« aufgeforbett worden, sich zur weiteren Verbüßung ihrer Straf« selbst zu stellen. Nur ein Teil von ihnen ist dieser Aufforberung nachgekommen; nach den meisten mußte aufs neue gefahndet wer­ben. Um einen biefer Strafgefangenen bafür zu belohnen, daß er sich freiwillig wieder gestellt hatte, hat.bas Gericht in Douai in zweiter Instanz ihm bie Zwischenzeit, währenb bet er im vorigen Jahr infolgeHöherer Gewalt" seine Strafe nicht absitzen konnte, als Eefängniszeft angerechnet.

Zugleich Mutter, Taute und Großmutter geworden. Aus Stock­holm wirb von einem mertaütbigen Fall berichtet, in bem eine Frau innerhalb einer Woche Mutter, Xante unb Großmutter ge­worden ist. Es hanbelt sich um Frau Elin Fahlen in bet Provinz Angetmanland. Sie gebot ihr 21. Kind; zwei Tage später gab ihre Schwester einem Knaben bas Leben, unb am folgenben Tage wurde eine ihrer Töchter Mutter. Die Frau ist heute 44 Iahte alt.

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LIKÖR-DESTILLERIE VAN EN ST SCO. MAINZ«