Wiesbadener Tagblatt
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Druck and Verlag: L. Schellenverg'jche Suchdruckeret, Langgasse Nr. 21 (Lagblatt-Haus)
Wöchentlich in 6 Ausgaben
89. Jahrgang
Freitag, 3. Oktober 1941
Nummer 232
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mngen. die viele Briten
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Mit Waffengewalt gegen Frauen und Kinder
as. Mit der größte i^.S pannung sieht das deutsche Volk und darüber hinaus die ganze Welt der für heute an- gekündigten Rede des Führers entgegen. Der Führer hat lange Zeit hindurch nicht gesprochen. Seine letzte Rede war der große Siegesbericht über den Balkanfeldzug am 4. Mai im Reichstag. Churchill hat deshalb auch erst vor wenigen Tagen seinem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, dab der Führer so selten das Wort ergreift und seine Gegner gar nicht über die Absichten Deutschlands unterrichtet. Dieses Bedauern ist sicher aufrichtig, denn während drüben geredet und immer wieder geredet wird von allem, was man tun möchte, handeln wir. Um so höher sind aber die Erwartungen der Welt gespannt, wenn der Führer das Wort ergreift. Das deutsche Volk hat dazu der Welt bekundet, dab es sich voll zu dem groben Kampf bekennt, der gegen den Bolschewismus und gegen die englische Plutokratie durch- gekämpft wird. Das Sammelergebnis des ersten Opfersonntags des neuen Kriegswinterhilfswerkes ist in dieser Hinsicht das klarste und eindruckvollste Bekenntnis, das man sich nur vorstellen kann.
In England ist die Nervosität um io gröber, als von der Ostfront nur sehr knappe Meldungen vorliegen. Auch die Moskauer Korrespondenten der groben englischen Blätter wissen keine Einzelheiten zu berichten und beschränken sich darauf, zu erklären, dab es in dem einen Frontabschnitt regnet, tn dem anderen schneit. Mit solchen Nach
richten kann auch das englische Publikum nichts anfangen, das dach nun langsam begriffen hat, dab es für die Sowjets immer eine böse Sache ist. wenn das OKW. nur von dem planmäßigen Fortschreiten der Operationen spricht. So sieht man auch hier mit ganz besonderer Spannung der Rede des Führers entgegen.
Die amerikanische Besatzung auf Island, die bisher ausschließlich aus Angehörigen des Marinekorps bestand, wurde durch reguläre Truppen verstärkt.
britischen Ost- und Flugplätze.
Berlin. 3. Okt. (Funkmeldung.) Der Führer wird heute im Rahmen einer Kundgebung zur Eröffnung des Winterhilfswerkes rum deutschen Volk sprechen. Seine Rede wird eingeleitet durch den Rechenschaftsbericht des Winterhilfswerkes 1940/41, den Reichsminister Dr. Goebbels erstattet. Die Kundgebung wird um 17 Uhr über alle deutschen Sender übertragen.
Weiter erfolgreich
Bomben auf militärische Anlagen in Moskau und ein Rüstungswerk bei Charkow
Aus dem Führer-Hauvtauartier, 3. Okt. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten wurden die Operationen erfolgreich fort- gefübrt.
Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 3. Oktober mit beobachteter Wirkung militärische Anlagen in Moskau sowie ein wichtiges Rüstungswerk südost - wärts Charkow.
„Die Berge kreißten und gebaren ein Mäuslein"
(Eigener Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
London ohne Informationen über den Osten
Rätselraten über die nächsten deutschen Ziele
Neuer britischer Seeräuberstreich
Bichu, 2. Okt. Wie Radio Dschibuti meldet, haben, am 26. September in den französischen Hoheitsgewässern längs der französischen Somaliküfte kreuzende englische Kriegsschiffe einen aus einem Schlepper und kleineren Segelschiffen bestehenden Transport von 192 Arabern, darunter 122 Frauen und Kinder, die sich von Dschibuti nach Obock begeben wollten, angehalten und gezwungen, den englischen Schiffen nach Zeila zu folgen. Die Engländer setzten iur diese Aktion eine Abteilung von britischen Marinesoldaten ein. die mit aufgepflanztem Seitengewehr unter dem Befehl eines Offiziers an Bord des Schleppers stiegen.
Der Rundfunksender Dschibuti lenkte die Aufmerksamkeit darauf, daß dieser Transport wenige Tage vorher von den Engländern genehmigt worden wIi. ferner, daß sich auf den Schiffen keinerlei Waren und nicht einmal Lebensrmttel-
Ein starker Kampffliegerverband griff in der letzten Nacht erneut das britische Schiffsbauzentrum Reweastle mit nachhaltiger Wirkung an. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Einrichtungen an der Südostküste sowie gegen mehrere
-rm Kanalgebiet schossen am gestrigen Tage Jäger neun, Einheiten der Kriegsmarine drei britische Flugzeuge ab.
In Rordafrika bombardierten deutsche Sturzkampfflugzeuge am 1. Oktober die Hasenanlagen von Maria Matruk und Tobruk. Einheiten der deutschen Kriegsmarine schossen an der libyschen Küste drei britische Flugzeuge ab.
Der Feind flog weder bei Tage noch bei Rächt in das Reichsgebiet ein.
an der französischen Somaliküfte
Vorräte befanden, und schließlich, dab dieser Transport das Zeicken des Roten Kreuzes trug. Der Führer dieses Transportes war ein französischer Marineofnzier. Dieser sowie ein französischer Arzt und eine französische Krankenschwester wurden von den Engländern 48 Stunden lang festgehalten. wobei ein starker Druck auf sie ausgeübt wurde, sich den Eaullisten anzuschließen.
Radio Dschibuti bemerkt hierzu, das von den Kriegsschiffen einer großen Nation, angewandte Verfahren, nämlich mit Waffengewalt gegen Frauen und Kinder vorzugeben, bezeuge die Relativität des Fortschritts. Zu gleicher Zeit habe der amtliche englische Nachrichtendienst erklärt, daß gegen die französische Somaliküfte keinerlei Druck ausgeübt werde. Welchen Glauben man den britischen Behauptungen also noch schenken dürfe, könne man hieraus ermessen.
as. Berlin, Okt. So viel Tamtam man auch in London um die Moskauer Konferenz macht, so bestätigen uns doch auch die amerikanischen Blätter, daß diese Konferenz, wie, wir gestern schon sagten, w i e das Hornberger Schieben ausBtng. New Borker Zeitungen veröffentlichten beispielsweise zur Kennzeichnung der großen Hilfe, die den Sowjets angeblich zuteil werden wird, eine Karikatur. Diese zeigt ein grobes amerikanisches Transportschiff bei der Entladung in einem sowjetischen Hafen. Von diesem Schiff wird an einem großen Kran ein kleines Paketchen herabgelassen, in dem eine winzige Maus sitzt. Die herumstehenden Bolschewisten machen dazu dumme Gesichter. „Die Berge kreißten und gebaren ein Miiuslei n", so die Überschrift, die für die Amerikaner die Ergebnisse der Moskauer Konferenz charakterisieren soll.
. Was hier in scherzhafter Form zum Ausdruck gebracht wird, das wird in einem recht aufschlußreichen Artikel des gewöhnlich gut unterrichteten USA.-Journalisten Clapper tn „World Telegram" bestätigt. Dort heißt es nämlich, daß alle bisher genannten Zahlen über die amerikanische Hilfe gefälscht seien. Auf diese Weise könne man wohl eine große Hilfeleistung vortäuschen. Wörtlich fährt Clapper dann
fort: „Ich weiß aber, daß sie in Wirklichkeit klein ist, so weit es sich um Flugzeuge, Tanks und Lebensmittel handelt, allo um Dinge, die England und der Bolschewismus in erster Linie benötigen." Damit wird von einer unverdächtigen amerikanischen Seite das ganze Gerede über die angeblich io gewaltigen USA.-Lieferungen auf das richtige Maß zurückgeführt.
Zugleich wird Roosevelt die Warnung zuteil, seine bolschewistische Freundschaft nicht zu überspannen. Der amerikanische Präsident hatte bekanntlich, um Stimmung für seine Moskauer Politik zu machen, erklärt, daß die sowjetische Verfassung die Religionsfreiheit ebenso schütze, wie die Verfassung der USA. Das ging selbst solchen Amerikanern, die sonst Roosevelt im „Kampf gegen Nazismus und Faschismus" begeistert unterstützen, über die Hutschnur. Sogar Dies, der Vorsitzende des berüchtigten Ausschusses „gegen unamerikanische Umtriebe", ein wütender Kämpfer gegen den Nazismus, hat ein geharnischtes Protest- telegramm an Roosevelt gesandt und scharf den Versuch des Präsidenten kritisiert, „den Sowjetwolf in die Schafsfelle der vier Freiheiten zu kleiden." Aber auch sonst hagelt es in den USA. Proteste, in denen gesagt wird, daß Roosevelts Erklärungen über die Religionsfreiheit in der Sowjetunion lächerlich feien. Auch die „New Bork Times", die Roosevelts Kamoi gegen den Nationalsozialismus stets begeistert unterstützt, schreibt, daß Roosevelt mit derartigen Argumenten nicht kommen dürfe. Um diese Protestbewegung etwas abzufangen, läßt Roosevelt durch eine ihm nahestehende Zeitung erklären, daß der amerikanische Präsident von Stalin d i e Versicherung erhalten habe, in der Sowjetunion würde in Kürze d i e volle Religionsfreiheit verkündet werden. Damit wäre nur ein weiterer Beweis dafür erbracht, daß es den Sowjets iebr schlecht geht, wenn sie wirklich solche Versprechen geben würden. Der ganze Schwindel ist aber zu dumm und zu leicht zu durchschauen und wird kaum den Proteststurm, der sich in den USA. erhoben hat, besänftigen können.
im Kampfabschnitt yner deutschen Division an und setzten zur Unterstützung einen Panzerzug ein. Die Angriffe wurden abgeschlagen und der Panzerzug durch gutliegendes deutsches Eeschutzfeuer zur Umkehr gezwungen. Schwere deutsche Artillerie beschießt ununterbrochen die Kriegshäfen und militärischen Anlagen von Kronstadt und Oranienbaum. Daher erhielt das sowjetische Schlachtschfif „Oktoberrevolution" neue Treffer und ein größer Handelsschiff geriet in Brand. Auch die Industrieanlagen Leningrads liegen im Feuer der schweren deutschen Geschütze. Die außerordentlich wichtigen Kirow-Werke, die in den letzten Jahren 50 000 Arbeiter beschäftigten, wurden schwer getroffen, ebenso ein Gaswerk und ein Elektrizitätswerk.
Die deutsche Luftwaffe greift ununterbrochen die Stellungen der Sowjets und ihre rückwärtigen Verbindungen an. Besonders verheerend wirken sich diese Bombardierungen im südlichen Frontabschnitt aus. Die Verluste der Bolschewisten an Menschen und Material waren um so schwerer, als die massierten Sowjetverbände an der Küste des Schwarzen Meeres nur wenig Ausweichmöglichkeiten besitzen. Ein einziger Luftwaffenverband beobachtete die Zerstörung von 1070 motorisierten und bespannten Fahrzeugen der Bolschewisten. Liegt die Zahl an Opfern der mit Bomben beworfenen und mit Bordwaffen beschossenen Fahrzeuge schon sehr hoch, so sind die Verluste in den Kampfstellungen. bei den in Bereitschaft oder in Reserve liegenden Verbänden der Bolschewisten noch weit höher.
wt In London spricht man so oft gern von dem englischen Endsieg. Niemand weiß jedoch zu sagen, wie er. gewonnen werden soll. Daß. man Deutschland durch passives Zuwarten nicht niederzuringen vermag, hat sich allmählich berumgesprochen. So fragt denn auch der Militärkorre- spondent der kanadischen Zeitung „Toronto Elobe and Mail": „Wie stellt man sich eigentlich einen englischen Sieg vor?" Die Antwort bleibt auch er schuldig. Er beschrankt sich darauf festzustellen, daß die Hoffnungen, die viele Briten auf die neuen englischen Fernbomber setzem trügerisch sei, da die deutsche Bodenabwehr sich immer rasch der gegnerischen Angriffstechnik gewachsen gezeigt habe. Eine englische Offensive gegen den Kontinent aber fei indisvutaöel, da sie mit einer Katastrophe enden, müsse. Wenn die Deutschen wenigstens einige ihrer wirtschaftlichen Ziele in Sowjetrußland realisieren könnten, so werde den Engländern die letzte Waffe, die Hungerblockade, aus den Händen geschlagen. Mehr weiß der Militarkorrespondent nicht zu sagen und er vermag für die Engländer feine Chance aufzuzeigen. ' . .
Über die Kampfhandlungen, die sich zurzeit in der Ukraine abspielen. kann man sich in der englischen Hauptstadt kein Bild machen. Die deutschen OKW.-Berichte schweigen über die im Gange befindlichen Operationen und Radio Moskau, das nicht ständig nur Niederlagen melden will, ist ebenfalls sehr wortkarg geworden. Aus Mangel an Informationen gehen die britischen Darstellungen weit auseinander. In französischer Sprache funkt London, die deutichen Hoffnungen auf den Kaukasus seien in ein Nichts zerronnen, In englischer Sprache berichtet der gleiche Sender, man sei sich noch nicht klar darüber, welches Ziel die Deutschen im Südabschnitt überhaupt verfolgten. Man wisse nicht, ob sich der nächste Stoß gegen Charkow, oder gegen das Donez- Eebiet richten werde. Der New Borker Sender will sogar wissen, dab Budjenny seine Truppen bereits wieder organisiert habe und den deutschen Vormarich aufhalte. Jeder tarnt sich also heraussuchen. was ihm besonders behagt. Schon aus diesem Rätselraten ergibt sich, wie ngtwendig die zurückhaltende Berichterstattung des deutschen Oberkommandos ist, das den Gegner völlig im unklaren laßt und ihn immer wieder vor vollendete Tatsachen stellt. _
Soeben wird gemeldet, daß bisher auf dem Äanwffelb im Dnievr-Desna-Bogen mehr als 15 000 sowietlsche Kraftfahrzeuge gezählt wurden, die von unseren Truppen erbeutet oder vernichtet worden sind. (Eine neue Illustration zu dem gewaltigen Sieg in der Kesselschlacht Kiew, Die Andeutungen der letzten OKW.-Berichte und die ständig «n» laufenden Einzelmeldungen lassen erkennen, daß der deutsche Angriff unaufhaltsam vorwärtsgetragen wird, Gegenstöße bei Sowjets, die am 1. Oktober wieder einmal tm ungarischen Abschnitt den Dnjevr zu überschreiten versuchten, brachen überall mit blutigen Verlusten zusammen..
Die in Leningrad eingeschlossenen Sowietdivisionen machten verzweifelte Ausbruchsversuche, die völlig erfolglos blieben. Am 1. Oktober griffen starke bolschewistische Kräfte
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Politik der Vorbehalte
Von Wilhelm Ackermau.
Die jüngste Rede des englischen Premierministers vor dem Unterhaus über die Kriegslage klang in ihren wichtigsten Teilen, als sei sie mehr nach Moskau hin gerichtet, als an die eigene englische Öffentlichkeit. Gerade in den Abschnitten, die sich mit der gemeinsamen Kriegführung und der Frage der Unterstützung der Sowjets befaßten, wies sie eine Vorsicht und teilweise sogar eine Gewundenheit der Formulierungen auf, klang sie überdies so absichtsvoll gedämpft und zweckbestimmt pessimistisch, daß keine übermäßige Hellhörigkeit erforderlich war, um berauszuhören, daß damit von vorn herein übertriebene Hoffnungen in Moskau gedämpft werden sollten. Seine Ankündigung, die Lieferungsfrage an die Sowjetunion müsse im Lichte der letzten Front- ereignisse neu überprüft werden, mag in dieser Beziehung noch hingehen, denn daraus könnte man in Moskau immerhin noch folgern: da es uns jetzt noch schlechter geht, als vorher, so ist eben die Hilfe um so dringlicher. Obwohl Churchill int Sinne mancher amerikanischen Äußerungen auch gemeint haben kann, es sei zu untersuchen, ob die ganze Hilfsaktion unter den inzwischen eingetretenen Umständen überhaupt noch Zweck bat. Aber so deutlich konnte er natürlich im Zeichen der Moskauer Konferenz noch nicht mit der Tür ins Haus fallen, da es ja zunächst einmal darauf ankommt. die Bolschewisten bei der Stange und im Kriege Englands zu halten. Aber er hatte ja daneben noch eine ganze Zahl anderer Vorbehalte zur Verfügung. Zunächst den Hinweis auf bas Transvortproblem mit ber Feststellung, baß sich von bort größere Schwierigkeiten ergeben könnten, als aus ber etwa mangelnben Produktionsfähigkeit ber anylo-amerikanischen Jnbustrie. Der Schiffsraummangel wirb eine der Hintertüren sein, durch die man sich späteren bolschewistischen Vorwürfen über zu spärliche Lieferungen entziehen kann.
Einen zweiten Rückzugsweg hat sich ber Londoner Dinbesnosse mit bem Hinweis auf bie „Wechselfälle bes Mrieges" offen gehalten. Wenn bie unberechenbaren Deut- Wen — eine Eigenschaft, die ihm an uns besonders mib- Dällt —. auf den Gedanken kommen, irgendwo überraschend kaktiv zu werden, wovon matt ja immerhin schon Beispiele erlebt hat, dann steht für Churchill das Recht, zunächst einmal für die eigenen englischen Bedürfnisse zu sorgen, unbestritten an erster Stelle. Dann müssen eben die Sowjets zu- sehen, wie sie an ihrer Front fertig werden, während das erhoffte Material an die englischen Fronten gebt, ganz im Sinne der kürzlichen Reklamation des Generals Wavell. der bereits nachdrücklich auf den Bedarf im Orient hingewiesen hat. Das klingt immerhin anders als bie Londoner Rundfunkrede des Sowjetbotschaftars Maisky, der den Ens- lündern beibiegen wollte, es gäbe derzeit überhaupt nur eine kriegsentscheidende Front, und das sei die im Osten.
Aber der englische Premierminister hat dieses Thema des Eigenbedarfs noch sehr ausführlich weiterbehandelt und vertieft: mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, die Heimatarmee auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit zu halten, da man ja nach wie vor gegen eine deutsche Invasion gewappnet sein müsse, auf die große Verantwortung, die gerade in dieser Beziehung auf der englischen Regierung liege, mit der Klage aber vor allem, dab man leider nicht wisse, was Deutschland im Schilde führe. Es weigere sich leider hartnäckig, darüber der Gegenseite rechtzeitig Mitteilung zu machen, und infolgedessen müsse man die E e - fahren in Rücksicht ziehen, die in der deutschen Verfügungsmöglichkeit über bas ganze europäische Eisenbahnnetz unb über eine unenbliche Kette von Flugplätzen lägen. Die beutsche Wehrmacht könne baburch mit größter Beschleuni-
Der Führer spricht zum deutschen Volk
Kundgebung zur Eröffnung des Kriegs- Winterhilfswerkes 1941/42
