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89. Jahrgang

Mittwoch, 1. Oktober 1941

Nummer 230

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seine Ausführungen, daß niemand a i

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Knotenpunkte zerstört.

und Fahrzeuykolonnen zer.sprer vernichtet, überall beherrscht Jagdfliegerverbände den fiufti

Wir stehen mitten in der Neugestaltung Europas-

Reichsminifter Funk vor der Wirtschaftskammer Sachsen

Initiative im soldatischen Sinne

Von General der Infanterie Ernst Kubisch

Der grohe Moltke lieh im Kriege von 1866 zu raschestem Antransport der preuhischen Truppen an die österreichische Grenze aus allen verwendbaren Eisenbahnlinien das vreu- hische Heer zunächst in einer breiten, dünnen Front aus­marschieren. Einen Gegenvorschlag, es der gröberen Sicher­heit halber von vornherein eng und tief zusammenzufassen, lehnte er mit den Worten ab:Dann verlieren wir die Initiative". Ich glaube, dab dieser berühmt gewordene Satz dem WortInitiative" im deutschen Militärsprachgebrauch das Ehrenburgevecht verschafft hat. das es heute genieht. Dieses Lhrenbürgerrechtes wegen aber muh man sich den Sinn zweckvoller militärischer Initiative klarmachen, denn wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein", ist eben doch die Lügenweisheit des Teufels.

Berlin. 1. Okt. (Funkmeldung.) Während der Vorbe­reitung und während des Ablaufs der riesigen llmfalkungs- schlacht ostwärts Kiew, die allein au Gefangenen 665 000 Mann einbrachte, fanden auch au de» anderen Frontabschnit­ten im Osten erfolgreiche Kämpfe statt. Auch diese Einzel- kämpse verliefen mit der vorgesehenen Planmäßigkeit. So uvuroen im mittleren Frontabschnitt allein ber örtlichen Kämpfen Kampfhandlungen vom 6. August bis 27 September 91 752 Sowjetloldaten als Gefangene eingebracht. Damit haben dreie Einzel­kämpfe in ihrer Auswirkung ein Ausmaß erreicht, das an die Ergebnisse der Schlacht von Tannenberg herankommt. Die Beutezahlen aus diesen Kämpfen unterstreichen ein­drucksvoll die im mittleren Abschnitt erzielten, Erfolge. Es fielen in der angegebenen Zeit 10 44 Sowietoonje« und » 0 2 EeschLtze den deutschen Truppen in die Sande.

der Aktienbausse. Dies« Maßnahmen richteten stch nicht gegen echte Kapitalanlage, sondern Een die Anlage vorübergehend freigesetzter Gelder oder von Kriegsgewinnen, die noch nicht abgeschopft worden stno. in Amen, die es nicht unbeschränkt gebe. T^durch werde eine falsche Bewer­tung eines bedeutenden xeues des deutschen Volksver­mögens hervorgerufen, die Renditenverhältnisse würden ver­wirrt. Auberdem entstehe ein ganz falsches Bild von der Rentabilität der deutschen Wirtschaft. Die Börse müsse funktionierend gehalten werden, weil Re ein lebt wichtiges Instrument der Wirtschaftsführung zur Kriegsfinanzierung darstelle. Die jetzt ergriffenen Mahnahmen würden den Be­weis erhringen. daß keine Kriegsgewinne gedul-

zum ersten Male gröhere Einheiten der Kriegsmarine, die KreuzerLeipzig" und ,Luiden", im Nordabschnitt in den Landkamvf eingegriffen. Sie beschoßen sowjetische Feld- und Artilleriestellungen. Von der finnischen Front werden weitere Fortschritte gemeldet. Die letzten Inseln im Ladogasee, die noch in bolschewistischer Hand waren, stnd von finnischen Truppen besetzt worden. Eine Diviston der Waffen-ff konnte in vier Tagen 52 sowjetische Panzerwagen vernichten. Dabei zeichnete stch ein ff-Sturmmann, der mit seinem Ab­wehrgeschütz allein 13 bolschewistische Tanks erledigte, beson­ders aus. Eine leichte Flakabteilung, die einer deutschen Panzerdivision im Nordabichnitt zugeteilt ist, schoh bis zum 28. September 40 Sowjetflugzeuge ab.

An der S L d f r o n t schlagen sich im Raum zwischen dem Dnjepr und einer seiner Nebenflüsse die italienischen Divisionen mit äußerster Energie. Die Zahl der von ihnen bis jetzt gemachten Gefangenen beläuft sich auf über 5000. Das erbeutete beträchtliche Material wird zur Zeit noch gezählt. In einem überraschenden Unternehmen gelang es deutschen Truppen einen von den Sowjets noch benutzten Bahnhof zu erobern und feuernde sowjetische Batterien in kühnem Handstreich zu nehmen. Bisher wurden 16 Geschütze, darunter vier Lanyrohrgeschütze, erbeutet. Dem stetigen Vor­dringen unserer Diviftonen warfen die Bolschewisten heftige Angriffe entgegen. Es kam dabei zu erbitterten Bajo- nettkämvfen, in denen der deutsche Soldat wiederum seine kämpferische Überlegenheit zeigte.

Die deutsche Luftwaffe setzte an der ganzen Ost­front ihre Angriffstätigkeit mit starken Verbänden fort. Da­von wurden in erster Linie die rückwärtigen Verkehrsver:- bindungen des Feindes betroffen. Eisenbahnstrecken und '. feindliche Truvvenansammlungen zersprengt, Unterkünfte und Zeltlager CJiten die deutschen Kampf- und ____________________ .....träum über dem Feind.

muffe. So schreibt Reuter anläßlich des hundertsten Kriegs­tages im Osten, daß stch die Operationen in einen A b - nutz.ungskrieg verwandelten. Beide Seiten verzeich­neten örtliche Erfolge, doch scheine es, daß ein entscheidendes Ereignis vor Einbruch des Winters nicht mehr zu erwarten sei. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Die Ab­nutzung, von der das britische Lügenbüro spricht, ist, wie der gewaltige Sieg ostwärts Kiew oeweists absolut ein­seitiger Natur. Die Tatsache wird durch die hohen Ee- iangenenziffer und die schweren Materialverluste, die gerade heute vom mittleren Frontabschnitt gemeldet werden, erneut bestätigt. Der Riesenverschleiß. geht ausschließlich auf Kosten der Sowjets, die ihre besten Divistonen bereits verloren haben und durch die Aufgabe ihrer größten Industriezentren auch nicht mehr in der Lage sind, die gewaltigen Material­verluste zu ersetzen. Da ist der amerikanische Korrespondent, von Wiegand, schon bedeutend ehrlicher, wenn er die Kesselschlacht von Kiew als einen Wendepunkt im deutsch-sowjetischen Kriege bezeichnet. Die Bol­schewisten hätten mindestens eine Million Mann in diesem Ringen verloren, was nicht ohne Rückwirkungen auf die weitere Entwicklung bleiben könne. Das deutsche Ober­kommando habe wieder einmal seine eindeutige Über­legenheit bewiesen. Reuter wird also von einem Amerikaner eines besseren belehrt und kann stch wohl schwerlich der Ein­sicht verschließen, daß der Kriegsemtritt der Sowjets keine Entlastung für die Insel, dafür aber eine gewaltige Stei­gerung des deutschen militärischen Prestiges gebracht hat.

Über den Verkauf der Operationen hüllt stch das OKW. wieder einmal in Schweigen. Ortsangaben, aus denen fick die Fortschritte der letzten Tage ableiten ließen, fehlen. Das deutsche Volk weiß, daß das kein Zeichen für ein Stagnieren der Front ist. Die vorliegenden einzelnen Meldungen zeigen .darüber hinaus, dah unsere Truppen überall erfolgreich v o r d r i n g en. Wie gestern bekanntgegeben wurde, haben

Brittsche Solidarität mit Straßenrändern

Rio de Janeiro. 1. Okt.Gazetta de Noticias" beschäf­tigt stch mit demLeidensweg der 4 70 deutschen FrauenundKinderaus Iran, deren Ausraubung und Mißhandlung durch die Bolschewisten nur noch von solchen Leuten verteidigt würde, die den Begriff von Scham und Menschenwürde verloren hätten. Man müsse betonen, dan die Bolschewisten zwar als Straßenräuber schon bekannt seien, dab die aus Iran evakuierten Deutschen ab« diese traurige Reise doch vertrauend auf das britische Wort angetreten hätten. Schuldiger als die Bolschewisten feien daher an den Vorgängen die Engländer, von denen man nie erwartet hätte, daß ihre Solidarität mit der Straßenräuberei soweit gehen könnt«.

Dresden, 30. Sept. (Funkmeldung.) Reichswirtschafts­minister Funk sprach am Montag in Dresden auf einer Tagung der Wirtschaftskammer Sachsen.Wir bewirtschaften heute", so führte Funk aus,ein Gebiet vom gordischen Eis­meer üis zum Schwarzen Meer, vom Finnischen Meerbusen bis zum Atlantik. Eine solche Wirtschastsverwaltung. die es bisher in der Welt noch nicht gegeben hat, kann nicht ar­beiten. wenn zentralisch und bürokratisch verfahren wird. Die Dynamik liegt bei der Wirtschaft des Grob­deutschen Reiches, die eine staatlich gelenkte Wirtschaft ist. Wir wissen sehr wohl, wie wichttg es ist, die eigenen Kräfte in der Wirtschaft lebendig werden zu lassen, und sehen deshalb die Wirtschaft dieses großen Raumes als eine Einheit Wir wollen keine Weltherrschaft ausüben, wir wollen mit den anderen Staaten in gerechtem und gesundem Austausch zusammenarbeiten. Wir muffen aber verlangen, daß auch in der europäischen Wirtschaft die gleichen Grund­sätze gelten und alle diese Wirtschaften nach gleichen Eesichtsvunkten auf ein gleiches Ziel ausgerichtet werden, nämlich auf das kontinental-europäische Ziel. Die groben militärischen Erfolge haben die Voraussetzungen für den Neuaufbau Europas geschaffen. Wir.stnd bereits mitten in dieser Neugestaltung und lassen uns hierbei von nieman­dem außerhalb des europäischen Kontinents Formeln und Wege vorschreiben."

Weiter behandelte Reichsminister Funk Fragen der Rohstoffversorgung, der Auftragserteilung. Arbeitsemsatz- verhältniffe. Preis und Geldvrobleme und gab hierzu ver­schiedene Erläuterungen. Er ging besonders auf die Frage der Kriegsfinanzierung ein und wandte stch gegen Auffassungen, die behaupteten, man brauche keine Achtung vor dem Geld zu haben: Geld spiele keine Rolle. Wer dieses Wort in den Mund nehme, müsse als Staatsver­brecher angesehen werden. Das durch notwendige Regie­rungseinschränkungen auf dem Konsumsettor freigewordene Geld müsse der Kriegsfinanzierung restlos dienstbar gemacht werden. Hierbei erwähnte der Reichswiriichaftsmlnister die notwendig gewordenen Maßnahmen zur Eindämmung

zur Kenntnis nehmen, dab London die Bolschewisten ebenso im Stich lassen wird, wie seinerzeit die Franzosen Die USA. aber bleiben auch für England ein großes Fragezeichen, so sehr man auch drüben wieder mit allen möglichen Märchen über Hitlers Absicht. USA.-Städte zu bombardieren, die Kriegsstimmung zu beleben versucht, um die Eesetzes- varagraphen der sogenannten Neutralitätsakten aus dem Weg zu räumen, die Roosevelt bei seiner Jagd nach einem Zwischenfall heute noch behindern.

2n der Ukraine weiter ersokareich

Britisches Schiffsbauzentrum Newcastle von stärkerem Kampffliegerverbaud wirkungsvoll bombardiert

Ans dem Fübrerhauptauartier, 1. Okt. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Augriffsoverationen ostwärts des Dniepr verlaufen nach wie vor erfolgreich. Ostwärts Dmevro- vetrowsk nahm eine Panzerdivision in überraschendem Vor­stob mehrere feindliche Batterien. Nördlich davon stieb eine andere Panzerdivision auf feindliche Panzerkräfte und v er - nichtete 45 von 80 sowjetischen Panzern. Der Rest wurde in die Flucht geschlagen. _ ,

Kampfflugzeuge griffen in der Rächt rum 1. Oktober militärische Anlagen in M o s k a u an.

Im Kampf gegen Grobbritannren bombar­dierte ein stärkerer Kampffliegerverbaud das Sch i k f s b a u- zentrnm von Newcastle. In Dock- und Werstanlagen entstanden zahlreiche Brände und starke Explosionen.. Wer­tere Luftangriffe richteten stch gegen kriegswichtige Einrich­tungen an der britischen OltkLste und in Schottland. Ern Handels sch iffoonl500BR T. wurdever senkt.

In Rordafrika griffen deutsche Kampfflugzeuge am 30. September mit guter Wirkung britisch« Zeltlager bei Tobruk au.

Britische Bomber warfen in der letzten Nacht Svreng- unb Brandbomben auf Wohnviertel verschiedener Städte an der Deutschen Bucht und der OstseekLste. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Mehrere Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädigt.. Ein­zelne Flugzeuge, die Berlin anzugreifen versuchten, wurden zum Abdrehen gezwungen. Rachnäger, Flak und Marine­artillerie schossen drei feindliche Flugzeuge ab.

as. Berlin, 1. Ott. (Eigener Drabtbericht unserer . Ber­liner Schriftleitung.) In Moskau täuschen die englischen Verhandlungsführer, Lord Veaverbrook und sein ameri­kanischer Kollege Harriman eine große Geschäftigkeit vor. Nicht etwa, daß man schon irgendwelche Beschlüsse gefaßt hätte, so schnell geht es nun doch eben wieder nicht, sondern man hat zunächst nach demokratischer Methode sechs Aus­schüsse eingesetzt, aber man hat es derart eilig, daß es nicht einmal zu einem richtigen Festessen langte. Halb anerkennend, halb bedauernd meldet der Sonderbericht­erstatter des Reuter-Büros, man habe stch mit einem kalten Büfett begnügt, fügt aber tröstend hinzu, daß der Tisch voll beladen gewesen sei. Die außerordentliche Dringlichkeit der Lage, so heißt es in dieser Darstellung weiter, wurde auch durch die Anwesenheit Woroschilows zum Aus­druck gebracht, der eigens für diese Verhandlungen aus Leningrad gekommen sei. Diese Reuter-Darstellung laßt bei allen Beschönigungsoersuchen sehr deutlich erkennen, daß das Feuer den Sowzets auf. den Nageln brennt. Die Bemühungen englischer Zeitungen, die deut­schen Erfolge zu verkleinern, werden damit von englischer Seite selbst widerlegt.

Churchill hat nun gestern in seiner Unterbaus-Rede eingestehen müssen, daß die Aussicht en für e i ne schnelle und wirksame Sowrethrlfe gleich Null sind. Wohl bat er die Engländer aufgefordert, Opfer sehr ernster Natur zu bringen und äußerste Anstren­gungen zu unternehmen, damit die verbündeten Bolsche­wisten, die, wie er zugab, sehr schwere Verluste erlitten und in ihrer Rüstungsproduktion stark beeinträchtigt seien,un­begrenzt als erstklassige kriegführende Macht .. weiter be­stehen könnten. Abet der englische Ministerpräsident hat dann doch durchblicken lassen, daß die Transvortf rage ein unlösbares Problem ist. Noch etwas deutlicher wurde er, als er erklärte, daß die Lage denemgen ähnele, welcher wir im letzten Jahre gegenüberstanden, als wir uns zum Beispiel blutenden Herzens weigern mußten, die letzten noch übriggebliebenen Jagdgeschwader zur Hilfe nach Frank­reich zu senden." Nimmt man noch hinzu, daß Churchill auch eine Soforthilfe der USA. nicht in Aussicht stellen konnte, da man in den USA.sehr große neue Einrichtungen treffen oder Umstellungen der bestehenden Werke vornehmen müsse, d. h. also, erst einmal die Voraussetzungen für eine Rüstungsproduktion schaffen muß, so dürften auch die Sowjets begreifen, daß sie auf eine wesentliche Hilfe ihrer demokratischen Freunde nicht rechnen können. Churchill ließ Re auch nicht im unklaren darüber, daß England nicht stark genug ist, um etwa zur Entlastung der Sowjets eine Front auf dem Kontinent aufzubauen.

Was der englische MinisterpräRdent sonst noch zu sagen hatte, war nicht von Bedeutung. Sobald er auf die Schlacht im Atlantik zu sprechen kam. operierte er mit den üb­lichen Lügen und Verdrehungen, die aber auch , die ver­senkten englischen Dampfer nicht wieder herbei zaubern. Mit solchen Lügen und Zahlenspielereien versucht Herr Churchill, auf die Stimmung in England einzuwirken. Er halt das für um so erforderlicher, als er seinen Hörern teilte Hoffnungen machen konnte.Wir sind in vollständiger.Un­wissenheit über das, was Hitler tun wird. Jedoch muffe man erwarten, daß die feindliche Kriegführung auf dem Wasser und in der Luft sich verstärken werde. Dann entschlüpfte dem englischen Ministerpräsident ein Wort, das die Lage am besten kennzeichnet:Im übrigen..so.er­klärte Herr Churchill,hält der Feind dre Initia­tive in der Hand. Wir haben mcht die Macht, ihm diese Initiative zu entreißen."

Die B i l a n z. die Churchill zog, war also für die Eng­länder alles andere als erfreulich. Sie mußten den Worten ihres MinisterpräRdenten entnehmen, daß Eng­land zu einer eigenen Initiative alle Voraussetzungen fehle, da man abwarten muß. was Hitler zu tun. gedenkt und da man mit den großen Alliierten in Moskau nicht mehr rechnen kann, da diese vielmehr für England eher eine Belastung als eine Einlastung darstellen. In Moskau wieder wird man

wt. Die Briten können stch, noch immer nicht damit ab­finden, daß auch der Eintritt Sowietrußlands in den Krieg die erhoffte Entlastung für Re nicht Bringt. Propagandistisch wollen sie wenigstens, solange es irgend geht, den Trugschluß aufrecht erhalten, daß die Massenheere des Bolschewismus die Kraft Deutschlands zu binden und in einen Kampf zu verwickeln vermöchten, der zu einer Äusblutung führen

vgiuiumwc uiuui «uilv , so schloß r^mk i,das Wort des Führers wahr machen. .*. v - m Krieg verdienen soll, während draußen an der Front der Soldat sein Leben emsetzt. Der Krieg wird weitere Anforderungen an die Wirtschaft stellen, neue Schwierigkeiten werden auftauchen und gemeistert wer­den müssen. Wir haben nur das eine Ziel, das ist der Sieg, der für das deutsche Volk eine glückliche Zukunft und ein freies mächtiges Eroßdeutsches Reich bedeutet."

Das Wort Initiative hängt mit dem lateinischen Wortinitium,Anfang", zusammen: Duden erklärt es mitInangriffnahme", unddie Initiative ergreifen" mit etwas unternehmen" Übersetzungen, mit denen der Sol­dat, ob er nun als Feldherr oder als Svähtruppführer han­delt, noch nichts Besonderes anfangen kann. Spricht der Soldat von dem Wert derInitiative", so denkt er sich die Inangriffnahme" einer Handlung oder Operation so. däß er dem Gegner den Entschluß aufzwingt!

Clausewitz kennt das WortInitiative" noch nicht: wenigstens bat er es, soweit ich habe feststellen können, in seinem BuchVom Kriege" nicht gebraucht. Aberd e m Eegnerdas Gesetz vorschreibe n, davon spricht er freilich und weist auf die entscheidende Bedeutung hin, die dafür die Überraschung spiele. Ohne Überraschung sei Überlegenheit auf dem entscheidenden Punkte eigentlich gar nicht denkbar. Sie müsse deshalb mehr oder weniger für alle Unternehmungen angestrebt werden, zumal Re außerdem noch eine selbständige Bedeutung habe. Wenn sie recht ge­linge, erzeuge sie nämlich beim GegnerVerwirrung und gebrochenen Mut". Dasrecht gelingen sei freilich in der Strategie sehr schwer und selten, zu ermöglichen nur durch bas Zusammenwirken von Geheimnis mit Schnelligkeit. Diese beiben Faktoren wiederum ließen sich nur vereinigen, wo große Energie des Feldherrn Rch mit großem Ernst des Dienstbetriebes bei der Truppe paare. Seien diese Voraus­setzungen erfüllt, dann führe die Überraschung dazu, dem Gegner das Gesetz vorzuschreiben.

Hier haben wir das Wesen richtig verstandener Ini­tiative: durch richtig angesetzte Überraschung führt sie zur Überlegenheit ander entscheidenden Stelle und zur Verwirrung des Feindes. Aber Clausewitz fordert nicht einmal unbedingt denrichtigen" Ansatz, um den strebten Zweck zu erreichen. Die seelische Wirkung

91752 Gefangene im mittleren Frontabschnitt

I» bei Zeit von 6. August bi« 27. September fielen in diesem Raum 1044 Somtetpanzer unb 302 Geschütze in Hand« bet beutschen Truppen

Churchills Geständnis

Der Feind hält die Initiative in der Hand. Wir haben nicht die Macht sie ihm z« entreißen"

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