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Wiesbadener Tagblatt

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Druck uud Verlag: L. Tchellenverg'jche Buchdruckerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

S9. Jahrgang

Samstag/Sonnrag, 21.128. September 1941

Nummer 227

I

Ein Schlachtensieg, wie ihn die Geschichte noch nicht gekannt

I

Gtz-

Dreierpatt Grundlage der japanischen Diplomatie

Empfang anläßlich des Jahrestages der Unterzeichnung bei Reichsaußenminister von Ribbentrop

Die Grundlage des kommenden Friedens cEigener Drabtbs-rtLt unlerer Berliner Schriftleitung)

negativen Vorzeichen, das für England die größten fahren in sich berge.

Der Sprecher der Informationsabteilung der javani­

schen Regierung, Hoo Jshii, erklärte anläßlich des Jahrestages des Dreiervaktes, daß dieser Pakt unver­änderlich in seinen Grundlagen bestehen bleibe und daß Japan fest entschlossen sei. in seinem Geist mit Deutschland und Italien an der Neuordnung der Welt mit­zuarbeiten.Es wird", so führte Nobuni Ito, Präsident des Jnformationsamtes, aus.keinerlei Veränderungen in der Tatsache geben, daß der Gei st des Dreimächte­paktes die Grundlage unserer Diplomatie bildet. Dieser Geist kann nicht im geringsten durch die Be­mühungen dritter Mächte geändert werden, die die drei Länder einander zu entfremden trachten."Deutschland und Italien", so betonte der frühere Flottenchef und Kriegsrat Admiral Takahaschi.soll die Tatsache klar wissen, daß Japan nicht so arm ist. um seinen Verpflich­tungen nicht nachzukommen. Die Stimme des Volkes gegenüber den freundlichen Beziehungen seiner Ver­bündeten schwankt nicht."

wt Reichsaußenminister von Ribbentrop empfing am Freitag aus Anlaß des ersten Jahrestages der Unter­zeichnung des Dreimächtepaktes in Berlin führende deutsche Journalisten und die Vertreter der Presse der rm Dreierpakt verbündeten Mächte, die auch durch ihre Bot­schafter und Gesandten vertreten waren. Ein Gedenktag, der in allen Staaten, die dem Dreierpakt angeschlossen sind. wür­dig begangen wird. Die römische Presse weist darauf hin. daß mit dem Abschluß des Paktes das Zeitalter der alten kapi­talistischen Imperien zu Ende gegangen sei und eine neue im Werden begriffene Welt stch angekündigt habe. Der Pulsschlag unseres Lebens", io schreibt die rumä­nische ZeitungPorunca Vremii".unser Wille in Freiheit zu leben, die Gebote unserer Geschichte, all das hat uns veranlaßt, in die Front des Dreimächtepaktes, mit der der Sieg ist, einzutreten." Der bulgarische Völkerrechtler Genoss weist auf die innere Übereinstimmung der im Drei­mächtepakt zusammengeschlossenen Nationen hin und stellt ibr die unnatürliche Bindung zwischen Demokratien und Bolschewismus gegenüber. Ein reines Zweckbündnis mit

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as. Berlin. 27. Sept. Vor einem , Jahr, am 27. Sep­tember 1941, webten am Wilhelmsvlatz in Berlin neben der Hakenkreuzfahne die Flaggen Italiens und Japans Räumen der neuen. Reichskanzlei fand die feuthdK Unter- zeichnung des Dreimächtepaktes statt. Wenn damals die Erwartung ausgesprochen wurde, daß andere Lander diesem Pakt, der die Grundlage für die Neuordnung Europas bildet, beitreten würde, so hat diese Hoffnung nicht ge­trogen. Ungarn. Rumänien, die Slowakei. Bul­garien und Kroatien haben sich inzwischen dem Pakte angeschlossen und haben sich somitzur Neuordnung Europa- unter der Führung der Achsenmächte bekannt.. Sie haben begriffen, daß es sich hier nicht um irgend ern divlomati ches geheimes Dokument, um einen Pakt zum Angriff ol^r Über­fall auf andere Staaten handelt, sondern daß dieser Pakt die E r u n d l a g e n f ü r d e n N e u b a u E u r o p a s iML Noch ist der Kampf um diese Neuordnung nicht beenbet.Sls muß nicht nur gegen England erkämpft werden, sondern in eine Linie mit dem Feind der Neuordnung Europas auf der Insel, ist der Bolschewismus eingeschwenkt, dessen 3tel oon jeher nicht die Ordnung, sondern, die Unordnung war. Mi ter der Führung Deutschlands kämmen alle europäischen Völker, die stch dem Dreimächtepakt angeschlossen haben, gegen den Bolschewismus, der auch ihr Feind ist. weil er der Feind Europas ist. ja. Waiienbrugerschaft gegen den Boliche- wismusI sogar über den Dreimächtepakt hinaus. Die em Bolschewismus aber wollen, wie die mannigfachen Kundgebun­gen in England zeigen die Briten große Txile Europas aus- lrefern. wenn es nach ihrem Willen gehen wurde. Gebt aber

heute auch noch der Kampf um die Neuordnung Europas, so zeichnet sich diese Neuordnung, die unter der ^ubrung der Achsenmächte hergestellt wird, doch schon klar ab.

Nicht anders ist es in Ostas i e n. Auch hier sind, die Dinge noch nicht zum Abschluß gekommen. Hier vollzieht sich die Neuordnung unter der Führung Japan s. und die Gegner sind hier die gleichen, wie in.. Europa. Energen ihrem Willen ist aber der japanische Führungsanipruch von dritten Mächten bereits anerkannt, wobei nur an die -vei- legung des indo-chinesisch-thailändischen Streites und an die gemeinsame Verteidigung Jndo-Cbinas durch Frankreich und Japan erinnert sei. Auch die Anerkennung der Regelung in Nanking durch die Achsenmächte hat das Werk der Neu­ordnung in Ostasien wesentlich gestärkt und gefordert.

Wenn in den Ansprachen bei der Unterzeichnung betont wurde, daß der Dreimächtepakt eine Grundlage des Friedens sei, daß er sich gegen niemanden richte, aber einen Schutzwall gegen alle Kriegsausweiter errichte, so hat auch in dieser Hinsicht der Dreimächtepakt alle Erwartungen erfüllt. Er bat stch als starkes Hindernis für diejenigen er­wiesen. deren Sinnen und Trachten auf eine Ausweitung des Krieges binzielt. So ist dieser Pakt Gerüst und Rahmen für die politische Zukunft zahl­reicher Völker. Die Gegner der Neuordnung haben ihm nichts entgegenzustellen. Sie arbeiten mit alten Phrasen und versuchen, aus Konferenzen der politischen Bankterotteure Programme aufzustellen, die das Papier nicht wert stnd. auf dem sie verzeichnet werden.

Europäische Wiedergeburt

Von Heinrich Karl Ku»,

Europa beginnt sich zu wandeln. Ein tiefgreifender, alle Lebensgeoiete erfaßender Vorgang, der durch die Machtoerschiebung auf dem Kontinent in ein akutes Stadium tritt. Seine Ursachen aber sind viel älter, als der letzte Anstoß, der von dem deutschen Sieg auf dem Festland ausging. Seit dem Ende des Weltkrieges ver­stummte die Frage nach der Zukunft unseres Erdteils nicht mehr. Seine innere Zerrissenheit und die unproduktive Bindung der rivalisierenden, nationalen Energien, die Ver­sailles zu einem Dauerzustand erhärten wollte, lähmte seine Lebenskraft. Das Kulturzentrum der weißen Rasse, die das Gesicht der Welt neu geprägt hat, drohte in Ohnmacht zu versinken. In allen europäischen Völkern erkannten Ein­sichtige die Gefahr. Berufene und Unberufene meldeten sich zu Wort. Spengler schrieb vomUntergang des Abend­landes", Eoudenhove-Kalergi, ein Bastard aus arisch-mongolisch-jüdischem Blute, propagierte die Auf­lösung der Völker und den Rassenmischmasch. 1930 legte Briand in Genf ein Memorandum über dieOrgani­sation einer europäischen Bundesordnung" vor und zwei Jahre später lud die Königlich Italienische Akademie in Rom zu einer wissenschaftlichen Aussprache über das Thema Europa ein.

Alle Versuche einer Neuordnung, soweit sie überhaupt ernst gemeint waren, versickerten mit der reichlich aufge­wandten Tinte in Bergen von Papier. Und es mußte so fein! Neue Lebens- und Daseinsformen werden nicht aus dem Intellekt, sondern aus dem Blut ge- hören. Die Redeschlachten des Frankfurter Parlamentes blieben ergebnislos. Wir ernteten die deutsche Einigung als Frucht der Kriege von 1866 und 1870. Engstirnige nationale Ichsucht und längst gestrig gewordene, aber in der Tradition verwurzelte Herrschaftsansprüche können nicht durch geistige Einsicht ausaerottet werden. Nur der Krieg vermag das unter überlebten politischen Gebilden ver­schüttete tatsächliche Kräfteverhältnis sichtbar zu machen. Ge- rabe in seiner heutigen Form, die die körperliche, geistige und sittliche Leistungsfähigkeit eines Volkes, seinen Fleiß, sein Genie und seinen Charakter auf die letzte Probe stellt. Der moderne Krieg bestimmt den im um­fassendsten Sinne Stärksten, der mit dem Sieg die Aufgabe der Neuordnung und die Verantwortung des Berufenen übernimmt.

Der Krieg ist Auslese und Gericht. Vor ihm kann nur die Wahrheit bestehen. Sein Urteil, das steht heute Bereits fest, hat dahin entschieden:

1. Der Sieg der Alliierten im,Iahre 1918 war kein Sieg. Er gründete sich nicht auf eine tatsäch­liche völkische Überlegenheit, sondern auf einen beispiellosen Betrug. In dem Augenblick, als alle beteiligten europäischen Nationen der Erschöpfung nahe waren, log Wilson mit seinen 14 Punkten, mit dem Versprechen eines gerechten Friedens, dem deutschen Volk die Waffen aus den Händen. Der feldgraue Soldat ging betrogen, aber ungeschlagen aus dem Ringen hervor. 1870, um ein Beispiel anzuführen, wurde Frankreich besiegt. Das hätte der Krieg 1914, wäre der Franzose selbst den Engländer noch zugerechnet allein geblieben, genau so bestätigt, wie der Westfeldzug im vergangenen Jahr. Durch den Wilson'schen Betrug wurde das Äräfteoer hä11nis in Europa verfälscht.

2. Noch unehrlicher wie der Sieg, war der Friede n. Versailles war, wie der spätere französische Provagandaminister Jean Eiraudoux im Frühjahr 1939 schrieb, der Versuch, Europabas Gesetz bes Schwä­cheren aufzuerlegen". Des Schwächeren, ber um seine er­schlichene Vormachtstellung bangte. England unb Frankreich fühlten sich nicht stark genug, die Freiheit zu gewähren. Sie setzten sich bewußt über die organischen Lebensbedingungen des Kontinents hinweg und erniedrigten Europa zum Kerkermeister Deutschlands. Kleine Nationen, die ihre staatliche Selbständigkeit gewannen, übernahmen mit ihr die Aufgabe, das Reich ständig zu bedrohen. Sie mußten einen unverhältnismäßig hohen Anteil ihres Volksein­kommens in Rüstungen festlegen, während ihre Bürger dem Elend verfielen. Naturwidrige Handelsschranken wurden aufgerichtet^ der Geist des Mißtrauens und der Feindschaft kam nicht zum Erlöschen. Europa war eine einzige schwärende Wunde. So konnte es weder der Hegemonie­stellung Frankreichs, noch dem britischen Empire gefährlich werden. DieSieger" von 1918 opferten Europa be­denkenlos ihrer Herrschsucht und ihren weltweiten SntereiTen.

3. Das Vormachts st reden Frankreichs in Europa erwies sich als Anmaßung eines völlig Unzulänglichen. Es brach in überraschend kurzer Zeit zusammen. Die Träume, die in Richelieu und Napoleon Programm und Versuch geworden waren, gehören nach dem zweiten EompiSgne endgültig der Vergangenheit an.

4. EngIand ist eine antieuropäische Macht. Erneut bewiesen durch das verantwortungslose Hinetn- zerrtzn kleiner Völker in den Krieg und ihre zynische Preis­gabe. Bewiesen durch die barbarische Hungerblockade, selbst gegen die ehemaligen Verbündeten und die Frauen und Kin­der neutraler Länder. Wem das noch nicht genügte, den über­zeugte die naturwidrige Verbrüderung mit dem unerbitt­lichsten Feind Europas, dem Bolschewismus.

5. Die vielgerühmte Neutralität der nordischen und westlichen kleinen Rand- itaaten entpuppte sich als Illusion. Ein billiger Versuch, den europäischen Entscheidungen auszuweichen unb aus ben Kriegen der Großmächte erbärmlichen, materiellen Nutzen zu ziehen. Viel zu schwach ihrer angeblichen Neu­tralität mit Waffengewalt Geltung zu verschaffen, erlagen sie den britischen Einflüsterungen. Schon im Frieden opfer­ten sie, obwohl sie zu einem großen Teil von dem europäischen Hinterland lebten, die Eigenständigkeit ihrer Wirtschaft den Handelsbedürfniksen Englands, ketteten sich an das Schicksal der britischen Insel, so daß sie sich nun. ' nachdem diese Fäden zerrißen sind, völlig neu unb kontinental orientieren müßen.

665000 Gefangene

Aus dem Führer-Hauptquartier, 27. Sept. (Funkmel- itng.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie bereits durch Sondermelduug bekanntgegeben, ist die große Schlacht bei Kiew beendet. 2n doppel­seitiger Ümfaßung auf gewaltigem Raum ist es gelungen, die Dnjepr-Verteidigung aus den Angeln zu heben und fünf sowjetische Armeen zu vernichten, ohne, bau auch nur schwache Teile sich der Umklammerung entziehen konnten. . ,

3m Verlaufe der in engstem Zusammenwirken von Heer und Luftwaffe durchgeführten Operation wurden insgesamt 665 000 Gefangene eingebracht, 884 Pa n zer- kampswagen, 3 718 Geschütze und ungezahlte Men­gen an sonstigem Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Die blutigen Verluste des Gegners sind wiederum sehr hoch.

Ei« Schlachtensieg ich damit errungen, rote ihn die Ge­schichte bisher nicht gekannt hat. Die Ausnutzung dieses Er­folges ist in vollem Gange. ______ .

Die Luftwaffe bombardierte Rüstungswerke m Raum um Tula sowie militärische Anlagen in M o s t a u.

3m Kamps gegen die britische Bersorgungsichlsfahrt ver­senkten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht aus einem Geleitzug ostwärts Hüll zwei Frachter mit zusammen 15 000 BRT. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hafen­anlagen an der Süd- und Ostküste der Insel.

Schwache Kräfte der britischen. Luftwaffe flogen i« der letzten Nacht in die Deutsche Bucht und nach Westdeutschland ein. Durch Bombenwurf entstanden nnerhebliche Schaden.

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as. Die gigantische Schlacht ostwärts Kiew ist beendet. Die Eesangenenzahl hat die unvorstellbar hohe Zif­fer von 665 000 erreicht. Um bas Ausmaß dieser Riesen­schlacht und auch, um das Ausmaß der ioroietttoen. Ver­luste richtig würdigen zu können, muß man sich einmal vor Augen halten, daß die Gesamtzahl aller in der Schlacht von Tannenberg 1914 eingesetzten Kräfte, und zwar sowohl auf deutscher als auch auf russischer Seite 344 000 betrug. Damals standen 153 000 Deutsche 191000 Russen gegenüber. Heute ist also schon bie Sefangenenjaöl ber Sowiets fast dop- velt io hoch als die Gesamtzahl aller bei Tannenberg kämpfenden Truppen. Damit wird der Welt aber auch ge­zeigt. was von den aus London kommenden Meldungen zu halten war. daß es Vub i enny gelungen sei, bie S auv t- masje seiner Truppen rechtzeitig aus bem Kessel derauszuziehen unb baß er nunmehr zur Gegenoffensive an­gesetzt habe. Es wirb aber. auch, ntemanben weiter in Er­staunen setzen, baß bie Sowjets immer erneut nach schneller

Hilfe rufen, fürchten sie boch neue schwere Schlage unb wißen sie boch, baß sich ber beutsche Steg östlich Kiew weiter aus­wirken wirb. Ihnen erklärt aber ber englische Arbeits­minister Bevin unb diese Worte müssen in Moskau rote ein kalter Strahl wirken daß die Sowjets aushalten müßten bis bie Hilfe in Gang gesetzt werben konnte. Man werde einer sechs- bis z w'ö lfmonatigen K am - p a s n e bedürfen, um der Sowjetunion die notwendige Rüstungshilfe liefern zu können. Es wird den Sowiets also auch nichts nützen, daß sie den Juden L i t ro t n o w-F inkel- stein zum Vertreter für die Moskauer Konferenz gemacht haben, die ja über die Hilfe für die Sowjetunion zu be­raten hat. Er wird Beaverbrook unb Sarrtman als tnürbiger Verhanblungspartner serviert, über auch er kann bie Hilfe ber Englänber unb Amerikaner nicht schneller fließen laßen. ' , . .

Die nächsten britischen Sorgen sinb auf C h ar ko ro, bie inbuitrielle Metropole ber östlichen Ukraine, gerichtet. Man betont zur Zeit in Lonbon, baß der Verlust von Charkow für bie Bolschewisten von roeittragenber .Bedeutung wäre, und man zählt zur Unterstützung dieser Behauptung alle die großen Jndustriewerke auf, die sich in Charkow befinden. Gleichzeitig verbehlt man sich nicht, daß Charkow tm Verlauf der Operationen in die unmittelbare Gefahrenzone geruckt ist. Wir wetten, daß die gleichen Londoner Stellen, die letzt durch ihre Betonung der Bedeutung dieser Stadt Vudtenny zu ben äußersten Anstrengungen aufpulvern mochten, spater einmal, wenn Charkow sich nicht mehr tn den Händen der Sowjets befinden sollte, mit dem gleichen Brustton der Uber» zeugung in die Welt hinausposaunen werden, Charkow l.et eigentlich ein wertloser Steinhaufen, und es hatte sich für die Bolschewisten gar nicht recht gelohnt, darum ernsthaft zu kämpfen. Im übrigen sei jeder Sieg, den die Deutschen er­rängen, in Wahrheit eine Niederlage, weil ihre rückwärtigen Verbindungen um so länger würden. Laßen wir die Leute bei ihrem mageren Trost!

Sie haben es in der Tat bitter nötig, sich nach Stützen für ihre gebrochenen Seelen umzusehen: denn wenn .man in der britischen Öffentlichkeit erst einmal gewahr wird, rote sich die Atlantikschlacht tn der letzten Zett entwickelt hat. bann werben bie Stimmen ber Besorgnis lawinenglerch anschwellen. Die Einzelheiten, bie über bie Hingste Versenkung eines britischen Eeleitzuges westlich Afrika.bekannt werden, laßen deutlich erkennen, mit welcher zielbewußten Taktik die deutschen U-Boote sich daran machen, ein derartiges Unter­nehmen systematisch durchzuführen und einen Geleitzug trotz stärksten Schutzes im Laufe einer fortdauernden Angriffs­aktion gewißermaßen aufzuarbeiten. Sie haben sich der neuen britischen Verteidigungstaktik glänzend anzuvaßen gewußt, und der Erfolg ist auf unserer Seite.

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Die Schlacht bei Kiew beendet

Fünf Sowjet-Armeen vernichtet Ausnutzung des Erfolges in vollem Gange