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Wiesbadener Tagblatt

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DrrrS mrd Verlag: L. Schellenberg'sche Buchdrnckerei, Langgasse Nr. 21 (Tagblatt-Harrs)

89. Jahrgang

Mittwoch. 10. September 1941

Nummer 212

Neues grauenvolles Verbrechen der Sowjets

Hunderttausende Wolgadeutsche sollen nach Sibirien verbannt werden Unter dem Vorwand der Umsiedlung Das abgenutzte Zweckmärchen von der 8. Kolonne als Vorwand Vernichtungsversuch eines wertvollen Bauernvolkes

»Roosevelt ist eine Katastrophe für Amerika

Völlige Entlarvung des Kriegshetzers und Provokateurs durch den »Ereer"-Zwikchenfall

Wöchentlich in 6 «nSgaden ErscheinungSzeit werktäglich nachmittag»

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Churchill an der Klagemauer

Hilfe für die Sowjets dringend Atlantik eine einzige große Gefahrenzone

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Im Osten stetige Angriffserfolge

Wirkungsvolle Angriffstätigkeit deutscher Kampfflugzeuge in

Ägypten

Aus dem Führer-Hauptquartier, 10. Sept. (Funkmel­dung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten stetige Angriffserfolge.

In Nordafrika griffen deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 9. September den Flugplatz Abu Sueir am Su «, - Kanal an. In Hallen und Vetriebsstosslagern ent­standen einige Brände. 3m groben Bitter-See erhielt eiu Frachter einen Bombentreffer. 3m Golk von Suez wurde ein weiteres Handelsschiff schwer beschädigt. Weitere erfolg­reiche Luftangriffe richteten sich gegen Hasenanlagen iu Tobruk sowie gegen britische Flugplätze und Bahnanlagen in Nord-Ägypten. 3n der vergangenen Rächt griff ein stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge den Flugplatz 3smailia an.

Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt.

as. Berlin, 10. Sept. (Eigener Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) Während die englischen Zeitungen ihre Leser noch immer glauben machen möchten, daß die Lage der Sowjets keineswegs schlecht sei, hat Churchill es für er­forderlich erachtet, im Unterhaus, das nach einer längeren Sommerpause seine Arbeiten wiederaufnabm, einzugestehen, datz sich die mit England verbündeten Bolschewisten in einersehrschwierigenLage befinden.Die Sowjets haben sehr grobe Teile ihrer Ausrüstung verloren", so er­klärte der englische Ministerpräsident, der ergänzend noch hinzuiügte:ein grober Teil der sowjetischen Kriegsindustrie ist lahmgelegt, zahlreiche Industrien und Rohstoffquellen be­finden sich in feindlicher Hand." Herr Churchill hätte dem noch hinzusetzen können, dab die Einschließung Petersburg daher die Sowjets um so härter trifft, spielt doch diegrobe Petersburger Industrie, die bereits 1935 über eine halbe Million Arbeiter beschäftigte, für die Versorgung der Sowjetunion mit Kriegsmaterial, ganz abgesehen davon, dab die Hälfte aller sowjetischen Schiffsneubauten in Petersburg getätigt wurde, eine sehr grobe Rolle. Durch keine Jndustrie- umlegung können die Sowjets den Ausfall der Petersburger Industrie wettmachen. Churchill zog aus dieser Entwicklung denn auch die Folgerung, dab den Sowjets sofort Hilfe gebracht werden müsse. Man müsse dabei nicht nur aus den eigenen Beständen den Sowjets das erforderliche Rüstungsmaterial zur Verfügung stellen, sondern auch aus den nordamerikanischen Lieferungen. Churchill ist also offen­bar entschlossen, soviel Hilfe aus der eigenen Rüstungs­produktion und aus den USA. herauszupressen, daß Moskau nicht verzweifelt.

Auf welchem Wege man den Sowjets diese Hilfe zu­kommen lassen will, darüber schwieg sich der englische Mi­nisterpräsident aus. Um so interessanter ist es, dab unmittel­bar vor dieser Rede der bekannte englische Militärsachoer­ständige Liddell Hart imDaily Telegraph" erklärte. Iran käme als Verbindungsweg für gröbere LieferungenandieSowjetsnichtinFrage, da es keine Eisenbahnverbindung zwischen Iran und der Sowjet­union gäbe, da weiterhin die iranischen Häfen wenig lei­stungsfähig und die Wege schlecht seien. Zur gleichen Zeit machten andere englische Zeitungen darauf aufmerksam, dab mit der Unterbrechung der Murmansk-Bahn und des Stalin-Kanals als Folge des Vordringens bis an den Swir auch der Weg über Murmansk für die alliierten Lieferungen" an die Sowjets ausfalle. Die Times" versuchte zwar, ihre Leser mit dem Hinweis zu trösten, dab noch der Weg über Archangelsk bleibe. Sie vergab dabei nur. dab dieser Hasen im Weißen Meer kaum sechs Monate im Jahr eisfrei ist. weshalb die Sowjets ja auch so großen Wert auf den Ausbau der jetzt unterbrochenen Verbindungen nach Murmansk legten, da Murmansk der einzige eisfreie sowjetische Hafen im hohen Norden ist. /

Immerhin ließ auch Churchill durchblicken, daß das Trans­portproblem nicht leicht zu lösen sei, weshalb er auch die

Kz. Der Angriff des USA.-Zerstörers Ereer" beseitigte überall die lebten Zweifel, die vielleicht noch an dem unbe­dingten Kriegswillen Roosevelts bestehen konnten. Die javanischen Blätter weisen einmütig darauf hin. dab es Roosevelt nur darauf ankomme, einen Grund zum Kriegseintritt zu finden. Die Zeitung Pomiuri" erklärt, der USA.-Präsident habe d i e Maske rollen lassen. Der FallEreer" sei, so schreibtChugai Sbogyo", eine weitere Etappe auf dem Wege der imperiali­stischen Politik Roosevelts, für die er das amerikanische Volk in den Krieg führen möchte. Und zwar, wie wir hinzufügen, gegen den Willen des größten Teiles der Amerikaner. Roose­velt macht keine nationale Politik, sondern besorgt d i e Geschäfte einer jüdisch-freimauerischen Clique, die in dem nationalsozialistischen Deutschland den letzten Hinderungsgrund für ihre weltweiten Machtvläne sieht. Roosevelt gehört zu den größten Kriegsverbrechern, die vor der Geschichte die Verantwortung für das heutige Blut­vergießen tragen. Es gibt genug Amerikaner, die sich über die verhängnisvolle Rolle, die der Präsident spielt, im klaren sind. Selbst Leute, wie der Marineminister Knox, sprachen, als sie noch in der Opposition standen, sehr abfällig über seine Qualitäten. Roosevxlt hat, so schrieb Knox, als er dem Kabi­nett noch nicht angehörte,praktisch jedes Verspre­ch e n g e b r o ch e n. das er dem Volke gegeben hat. Er ist ein aristokratischer Dilettant, mit radikalen Nei­gungen und einem außergewöhnlichen Hunger nach persönlicher Macht. Es ist schlimm genug in Friedenszeiten an der Spitze Amerikas einen Mann zu sehen, der allzu anmabend, unvorsichtig, selbstherrlich, unsicher und

System bot einen ganzen Spezialapparat auf, um sie ihres wohlerworbenen Landbesitzes, auf den vor allem man es ab­gesehen hatte, zu berauben.

®ie jetzt verbrecherisch befohlene Aussiedlung nach Sibirien bedeutet daher nichts anderes als die kaltblütig gewollte endgültige Vernichtung eines wertvollen Bauernvolkes, dem keine andere Schuld nachgewiesen wer­den kann, als seine Tätigkeit, seine Lebenskraft und seine deutsche Stammeszugehörigkeit. Das allein ist die erschüt­ternde Wahrheit. Die dünnen Gründe, mit denen man in Moskau das Verbrechen zu bemänteln versucht, das Zweck­märchen von der 5. Kolonne und von der angeblichen Wirk­samkeit Tausender deutscher Saboteure, ist zu abgenutzt: es hat schon zu oft zur Begründung des jüdisch-bolschewistischen Vlutterrors und seiner ungezählten Verbrechen verhalten müssen.

Berlin, 9. Sept. Laut einer Exchange-Meldung aus Moskau und laut in New Aorker Blättern in Grobauf­machung veröffentlichten Berichten haben die bolschewistischen Machthaber der Kette ihrer Verbrechen eine neue unge­heuerliche Schandtat hinzugefügt. Nach der E.xchaage- Telegraph-Meldung hat der Oberste Rat der Sowjetunion beschlossen,sämtliche Wolgadeutschen nach Sibirien nrnzusiedein, da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden kann, dab sich unter ihnen Mitglieder der 5. Kolonne be­finden."

,T>ie Umsiedlung hat", so heißt es in der Meldung weiter,bereits begonnen und steht unter der Leitung des Verteidigungsrates, dessen Vorsitzender Stalin ist. Der Erlaß, der am 28. August durch Kalinin unterzeichnet wurde, besagt:Laut verläßlichen Informationen, die bei den Militärbehörden einlaufen, befinden sich Tausende, wenn nicht Zebntausende von Mitgliedern der 5. Kolonne im Wolgagebiet. Diese sind darauf vorbereitet, auf ein deut­sches Signal hin, Explosionen und Sabotageakte in diesem Gebiet auszulösen. Niemand der dort lebenden Deutschen macht die Sowjetbehörden über die Anwesenheit einer w großen Zahl dieser unsicheren Elemente und Spione auf­merksam. Die deutsche Bevölkerung des Wolgagebietes deckt demnach die Feinde der Sowjetunion. Um in der Be­kämpfung von Sabotageakten Blutvergießen zu vermeiden, ist es für notwendig erachtet worden, die gesamte deutsche Bevölkerung des Wolgagebietes umzusiedeln. Den Umsied­lern wird die Staatsbilfe gegeben werden, um sie in den neuen Gebieten seßhaft zu machen. In den Bezirken Nowosibirsk im Ältaigebiet und in der Republik Kasakstan, wo der Boden reich und fruchtbar ist. ist bereits entsprechendes Gelände zur Verfügung gestellt worden.

Tonnagefrage zu den Problemen zählte, die in Moskau ausführlich erörtert werden müßten. Er lieb auch kernen Zweifel daran, daß ihm die Schiffsraumfrage manche Sorge macht. Niemand solle sich der eitlen Hoffnung hingeben, daß die Schlacht im Atlantik gewonnen sei. Man müsse vielmehr damit rechnen, daß der ganze Atlantik rin Herbst eine einzige große Gefahrenzone werde. 5n diesem Zusammenhang fehlte es auch nicht an einem Appell an die USA., ihre Hilfe zu verstärken. Zwar bedeute die Patrouillentätigkeit der USA.-Flotte, das heißt die Spionage der nordamerikanischen Kriegsschiffe, eine große Hilfe, jedochsie könnte größer sein.

3m ganzen klangen Churchills Worte recht düster. Er versuchte das Bild dadurch etwas aufzuhellen, daß er die zwischen ihm und Roosevelt getroffenen sogenannten Atlantik­vereinbarungen als einen Erfolg feierte. Dabei ließ der eng­lische Ministerpräsident aber keinen Zweifel daran, daß die verschiedenen Länder des Empires von dieser atlantischen Erklärung nicht berührt werden. Indien, Burma und die englischen Zwingburgen fallen selbst­verständlich nicht unter die Gebiete, die ihre Regierungen selbst wählen können. 3m übrigen aber mußte auch Herr Churchill eingestehen, dab es noch einer Kleinigkeit bedürfe, um diese Atlantikerklärung wirksam werden zu lasten. Es bedarf nur noch des Sieges, den aber kann man nicht durch so risikolose Spaziergänge, wie die Expedition nach Spitz­bergen, erringen, ein Unternehmen, das höchstens Reklamewert in England selbst hat. Über den Sieg wird auf den Schlachtfeldern zu Lande, wird auf dem Atlantik und in der Luft entschieden, und nirgends haben die Engländer und ihre Verbündeten auch nur die geringsten Chancen.

unzuverlässig ist. In Kriegszeiten ist das eine Katastroph e. Wenn Knox, der sich mit jüdischem Gelbe kaufen ließ, auch inzwischen seine Meinung geändert hat. so ändert das nichts an der Wahrheit seiner vorstehenden Aus­führungen. Roosevelt ist eine Katastrophe für Amerika. Er stürzt ein Volk, das in Europa keine lebens­wichtigen Interessen zu vertreten hat, in ein Abenteuer, das vielleicht Tausenden von jungen amerikanischen Menschen das Leben kosten kann. Der FallEreer" zeigt, mit welcher Skrupellosigkeit der Judenschützling und Freimaurer zu Werke geht. Natürlich gibt es in USA. jüdische Schreiber­linge. denen die Haltung des Präsidenten noch nicht radikal genug ist. So sagtNew Bork Herald Tribüne", daß der Zu­sammenstoß zwischen dem amerikanischen Zerstörer und einem deutschen U-Boot zeige, daß die Aussichten für einen Zwischen­fall irgendwann gut seien. Die Schwierigkeit liege nur in dem Wortirgendwann". Die Zeit sei verzweifelt knapp. Der Präsident vergeude Tage und Wochen hiermit. Diese Hetzer können also die Eröffnung des Schießkrieges kaum erwarten. Ebenso ungeduldig ist man in London, wo die Optimisten, wieNya Dagligt Allobanda" schreibt, bereits glaubten, dab dieEreer"-Affäre der Lusitania-Fall dieses Krieges sei. Der Londoner Vertreter derNew dort Herald Tribüne" berich­tete seinem Blatt, der Zwischenfall habe die Mehrheit der Engländer hoffnungsfroh gemacht in der An­nahme. daß das USA.-Polk sich nunmehr zu der Ansicht be­kehre. daß der europäische Krieg auch Amerikas Krieg sei. Das eindeutige und beweiskräftige deutsche Dementi goß je­doch so viel Master in den Roosevelt scheu Gifttrank, daß die erhoffte Wirkung, wenigstens bisher, ausblieb.

Reichsarbeitsdienst im Osten

Von Eeneralarbeitsführer Günther Klaufch

Auf allen Kriegsschauplätzen und an allen Grenzen des Reichs, vom Nordkap bis zu den Pyrenäen, von den Urern der Ostsee an der Mündung der Memel bis zu den Gebirgs- Hängen der Beskiden und Karpathen standen im Frührahr 1941 die Arbeitsmänner im Einsatz für Aufgaben der Wehr­macht: darüber hinaus waren im Reichsgebiet eine große Zahl von Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes bereitge­stellt. um für besondere Einsätze auf neuen Kriegsschau­plätzen Verwendung zu finden.

Zum ersten Male erging der Befehl zum Eimatz, ats es galt, in wenigen Tagen den Aufmarsch einer Armee im Südosten zum Kampf gegen Jugoslawien zu unterstützen. Ähnlich wie im Feldzug wie in Frankreich tm Frühjahr und Sommer 1940 waren es hier in erster Linie Nachschub­aufgaben, die zu bewältigen waren. Mit ungeheurer Be­geisterung zogen die jungen Arbeitsmänner an die Donau eine große und schwierige Aufgabe galt es zu lösen.

Das Werk wurde vollbracht. In unermüdlicher, harter Arbeit, Tag und Nacht, unter schwierigsten Verhältnissen wurden die Voraussetzungen zum Angriff und Vormarsch der Armee nach Serbien hinein geschaffen. Schiff um Schiff. Eisenbahnzug um Eisenbahnzug, Kraft­wagenkolonne um Kraftwagenkolonne wurde aus- und beladen. Munition. Verpflegung, Gerät, Fahrzeuge, Ersatzteile aller Art wurden gestapelt, geordnet und für die Ausgabe an die Truppe bereitgestellt. 3m späteren Verlauf des Feldzuges wurden die Maßen an Beute aller Art geborgen und ge­sichtet. Nur ungern verließen die Männer dann im Mai/ 3uni das Land, um nach kurzer Ausrichtung und Wieder- ausrüstung in der Heimat für neuen Einsatz bereitzu- stehen.

Er sollte nicht lange auf sich warten laßen. Als an jenem 22. 3uni der Ruf des Führers an seine Wehrmacht erging, die furchtbaren Singriffspläne der gewaltigen bolsche­wistischen Armeen im Gegenschlag zunichte zu machen, da war auch der Arbeitsdienst dabei, und mit Heller Begeiste­rung ging es über die Grenzen. Diesmal waren die Auf­gaben noch größer, allerdings auch noch härter und schwerer als je zuvor. Unermüdlich marschieren die braunen Ko­lonnen neben und hinter den endlosen feldgrauen Bänder, die sich nach Osten ziehen. Wir sind diesmal ganz vorn, unmittel­bar hinter der kämpfenden Front! Mit einigen Lastkraftwagen ober mit Fahrrädern sind die Abteilungen behelfsmäßig beweglich gemacht, und sie kommen durch. . 80 Kilometer, 100 Kilometer und mehr werden als Tages­leistung vollbracht.

Die Gliederung des eingesetzten Reichsarbeits­dienstes paßt sich der Gliederung des Heeres und der Luft­waffe an. 3m Einsatz im Rahmen des Heeres sind den Heeresgruppen Nord, Mitte und SüdHöhere RAD.-Führer" im Dienstrang eines Eeneralarbeitsführers zugeteilt, denen alle eingesetzten RAD.-Verbände unterstellt sind. Bei den Oberbefehlshabern der Armeen befinden sich Abschnitts- fübrer des Reichsarbeitsdienstes, denen wiederum eine ver­schiedene Anzahl von Gruppen und Abteilungen unterstellt sind. Die Gruppen begleiten die Kampftruppe.

Beiondere Erwähnung verdienen die erstmals im Ost- felbjug verwendeten vollmotorisierten Gruppen des Reichsarbeitsdienstes. Sie sind mit Motorfahrzeugen aller Art so ausgerüstet, daß sie in der Lage sind, Panzer­verbände und Schnelle Truppen auch im zügigen Vormarsch zu begleiten.

Die Gliederung des Reichsarbeitsdienstes im Einsatz der Luftwaffe paßt sich ebenfalls deren Gliederung an.

Überall, wo das Heer oder die Luftwaffe Hilfe braucht, ist der Reichsarbeitsdienst zur Stelle. 3n erster Linie werden natürlich Flugplätze. Straßen und Brücken gebaut. Hier ist der ReichsarbeitsdienstfLhrer in seinem eigentlichen Ele­ment. Wie oft Hai er im Frieden im herrlichen deutschen Wald Wege gebaut, um die Holzabfuhr zu ermöglichen: wie oft Hai er dem Bauern die Zu- und Abfuhr zu seinen Fel­dern verbessert! Nun kommen ihm seine Erfahrungen aus der Vorkriegszeit zugute. Das Bild dieses Wegebaues ist aller­dings ein anderes geworden!

Hier rattert nicht der kleine, schiefe Leiterwagen, mit Ochsen bespannt, gemächlich auf das Feld hinaus, hier wer­den keine umfangreichen Vermeßungen und Vertäfelungen durchgeführt und der Mutterboden wird nicht sorgsam bei­seite geräumt um ihn später wieder auf die Böschungen auf­zutragen: hier brummen nicht schwerfällig Käfer in der Mittagssonne oder trillern die Lerchen über den wogenden Feldern. Hier dröhnt eine andere Musik! Es brausen die Geschwader der deutschen Luftwaffe über die Köpfe: es mar­schiert, in Staub und Sonnenglut, aber auch in Schmutz und Regen, bis auf die Haut durchnäßt, das endlose graue Band

Die unter den fadenscheinigsten Gründen von Stalin angeordnete Verschickung der gesamten Wolgadeutschen Bevölkerung nach Sibirien stellt ein neues grauenvolles Ver­brechen der Sowiets dar. DieseUmsiedlung" kommt, wenn man das organisatorische Unvermögen und die nur zu oft erwiesene völlige Gewissenlosigkeit der Bolschewiken in Be­tracht zieht, dem Versuch der bewußten Vernichtung gleich.

Es muß ganz besonders hervorgehoben werden, daß das Deutschtum an der Wolga wie das Deutschtum in Ruß­land überhaupt sich von der ersten Zeit seiner Ent­stehung an bis zur Gegenwart als außergewöhnlich starker Kulturträger und als produktiver und für die Ernährung größter Gebiete wesentlicher schöpferischer Faktor bewährt hat. Die Wolgadeutschen waren immer ein ausgesprochen unpolitisches Bauernvolk. Trotz ihrer ruhigen Haltung wurden sie schon, im Weltkrieg von der zaristischen Regierung bitter verfolgt: das bolschewistische