Seite 2 Nr. 207
Wiesbadener Tagblatk
Donnerstag. 4. September 1941
noch ein häuslicher Arger mit den Australiern. Dort bat die Arbeiterpartei ihr schon lange fälliges Hühnchen mit dem bisherigen Premierminister Menzies gerupft und ihn zum „freiwilligen Rücktritt" gezwungen. Sie grollte ihm nicht wegen der australischen Kriegsbeteiligung an stch. sondern weil Re ihm vorwirft, er habe die australischen Interessen im Rahmen des Empire nicht nachdrücklich genug vertreten und namentlich die australischen llberseetruvven zu groben Blutopfern aussetzen lasten. Kreta hat diese Stimmung erst recht auf die Höhe gebracht. Run ist aber Menzies während seiner monatelangen Anwesenheit in England der besondere Verzug Churchills gewesen, der ibn über die Mähen voussterte. Die herbe Kritik an ihm bedeutet also im Grunde den Vorwurf: Mein Lieber, du hast dich von deinem großen Freund nach der Schwierigkeit einseifen lasten! Das ist natürlich weder für Churchill selber angenehm, noch gefallt es den Engländern im ganzen, die das durchaus richtige Empfinden haben, dah derartige häusliche Streitigkeiten mit ihrem schlechten Eindruck nach auhen gerade noch zum Übermaß ihres Glückes fehlen. USA.. Australien, die Furcht vor den kommenden langen Rächten und noch einiges andere: ein neuer Winter Shakespearschen Mißvergnügens zieht hervor. ______
Mannerheim dankt dem Führer
Schreiben des Feldmarschalls an von Brauchitsch
Helsinki, 3. Sept. Feldmarschall Mannerheim. richtete an den Führer ein Telegramm, in dem er sich für die Ehre bedankt, die ihm und dem finnischen Heer durch die Verleihung der hohen Kriegsauszeichnung widerfahren sei. Er sehe in der Auszeichnung eine Anerkennung des Anteils der finnischen Armee in dem gemeinsamen Kampf zur Vernichtung des Bolschewismus. Feldmarschall Mannerheim drückt ferner aus, daß reder Finne sich über das Echo freue, das die finnischen Erfolge im Herzen des beuttoen Volkes gefunden hätten. , .
Der Feldmarschall übersandte ferner seinen Dank und seine freundschaftlichen Glückwünsche dem Eeneralfeldmar- schall von B r a u ch i t s ch und drückte seine besondere Zufriedenheit darüber aus, dah die finnische Armee letzt an dem gemeinsamen Vernichtungstampf gegen den Bolschewismus teilnehmen dürfe.
Reichsminister Dr. Todt begeht seinen 50. Geburtstag Der Führer beglückwünscht ihn im Fübrerhauptquartier
Berlin. 3. Sept. Reichsminister Dr. Todt begeht am 4. September seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlah sprach der Führer Dr. Todt am Vorabend des Geburtstages im Fuhrerbauvtauartier seine Glückwünsche aus.
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Die deut sch eTechnik bat unter der Führung Reichs- minifters Dr. Todt, der am heutigen Donnerstag seinen 50. Geburtstag feiert, eine grundlegende Änderung von der
Reichsminister $t.=3na. Todt
(Pressestelle O. T.. &)
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liberalistischen zur nationalsozialistischen Denkungsart durchgemacht. Dr. Todt verlangt vom Techniker, heute dreierlei: Schöpferische Begabung, gutes fachliches Können und ein Hohes Mab von Berufsidealismus. „ , . , „ ,
Schon 1922 trat Dr. Todt der NSDAP, bei und gehörte seither zu den getreuesten Gefolgsmännern des .. Führers. Kurz nach der Machtübernahme wurde er vom Führer zum „Eeneralinspektor für das deutiche Strahen- wesen„ ernannt und mit dem Bau der Reichsautobahnen betraut. Dieses Werk war die erste nationalsozialistische Tat. die die Arbeitslosigkeit in Deutschland beseitigte und als technische Grohleistung die Bewunderung der ganzen Welt erweckte. v „ ., , , , ,. ,,
Roch während des Baues der Relchsanstobabnen erhielt Dr. Todt vom Führer den Auftrag zum Westwallbau. Mit der von ihm geschaffenen „Organisation Todt vollendete er termingerecht das große Werk. Aus den Westwall- arbeitern wurden unter seiner Führung die Frontarbeiter der „OT". die als treue Helfer des Frontsoldaten heute an allen Fronten einen entscheidenden Beitrag zum Siege leisten.
Im Dezember 1938 wurde er zum „EeneralbevollmäA- tigten für die Regelung der Bauwirtschaft" ernannt. Seine Hauptaufgabe bestand darin, den Eesamtbauwillen mit dem Eesamtbauvermögen in Übereinstimmung zu bringen.. Als Leiter des Hauptamtes für Technik batte er. bereits innerhalb der Partei alle technischen Sektoren in seiner Hand vereinigt. Um eine straffe Durchführung der technischen Arbeiten auch im staatlichen Sektor zu gewährleisten, ernannte ihn der Führer am 23. Februar 1940 zum . General- inspektor für die Sonderausgaben im Vierjahresplan und kurz darauf am 17. März zum „Reichsininister fur Bewaffnung und Munitron". Er wurde damit zum Waffenschmied des Deutschen..Reiches, denn es., obliegt ihm die Aufgabe, die deutsche Rüstung auf em Höchstmaß von Leistung zu bringen. Am 29. Juli 1941 ernannte ibn der Führer zum „Eeneralinspektor für Master und Energie . Damit vereinigt Reichsminister Dr. Todt die wichtigsten technischen Teilgebiete in seiner Hand.
mitten gegen
Kroatien, Minister . . ..
Frau in herzlich gehaltenen Worten drahtlich fern Beileid übermittelt.
Wie London den Raubüberfall auf Iran vorbereitete Enthüllungen des bulgarischen Regierungsblattes „Vecer"
GrotzUebenchal
Tatsachenbericht aus der Zeit der Bolschewisierung der Ukraine
Sofia, 3. Sept. Das Regierungsblatt..„Vecer" bringt unter der Überschrift „Wichtige Enthüllung über ^e iranische Krise" folgende Meldung, die auch in anderen bulgarischen Blättern veröffentlicht wird:
„Daß der Angriff der Bolschewisten und Engländer auf Iran seit langer Hand vorbereitet wurde, seht auch aus Ansichten hervor, die in der Umgebung der „polNischen G e s a n d ts ch a f t" in Teheran verbreitet wurden. Wie wir aus Ankara Horen, hat der „polnische Gesandte tn xeperan sich schon Ende Juni gerühmt, die Besetzung Irans durch britische und sowjetische Streitkräfte sei gcmz lelbstverstand lich. Ferner erklärte man. daß der englische Botschafter im Irak ebenfalls bereits Ende Ium von Londmi den Auftrag erhielt, sofort zu untersuchen, welche ntllitarischenunbvo l i - tischen Rückwirkungen em englischer Einmarsch tm
Kampfflugzeug versenkt ein Sowjet-U-Boot
Berlin, 3. Sept. Bei bewaffneter Aufklärung im Schwarzen Meer versenkte ein deutsches. Kampfflugzeug durch Bombentreffer und durch das Feuer seiner Bordwaffen ein sowjetisches U-Boot. . - - -
„Etwa 130 Kilometer westlich der Krimkuste beobachteten wir plötzlich ein sowietisches U-Boot,, so berichtete der deutsche Flugzeugführer nach der Rückkehr m seinen Heimat- Hasen. „Ich gab sofort Befehl, das U-Boot anzufliegen. Mit mehreren Bomben und unseren Bordwaffen g r i s f e n wir die Sowjets im Tiefflug an, und unsere Bomben explodierten bart an der Backbordleite des Bootes und litten ihm die Bordwand auf. Wenige Augenblicke später legte sich das sowjetische U-Boot auf die Seite und sank über Backbord ab.
Auf drei weiteren Anflügen beschatten wir mit unseren Bordkanonen und Maschinengewehren den noch aus dem Wasser ragenden Turm und Bootskörper des U-Bootes. Bereits vier Minuten nach unserem ersten Angriff war das sowjetische U-Boot unter der Wasseroberfläche verschwunden. Nur eine dicke quellende ülsvu t kennzeichnete die Untergangsstelle."
Das sowjetische U-Boot gehörte„zur ..Dekabrist -Klatte und war mit zwei ftlugabwehrgeschutzen und acht Torpedorohren bestückt. Außerdem besaß das U-Boot eine Aufnahmevorrichtung für Minen.
Bekannter britischer Flieger vermißt
Berlin, 3. Sept. Wie der englische Nachrichtendienst am 2. September meldete, hat die brituche Lustwmje in den letzten Tagen wieder einen ihrer bekanntesten »-reger verlogen Es bandelt sich um den Wing-Kommandeur E l l - Ion ' Inhaber mehrerer Geschwindigkeitsrekorde, der vermißt wird.
Beileid des Führers an Marschall Kvaternik Berlin. 3. Sept. Der Führer hat dem Marschall von atien, Minister Kvaternik. anläßlich des Ablebens seiner
Erfolgreiche Jagdflieger beim Führer
Das Eichenlaub zum Ritterkreuz persönlich überreicht "
Aus dem Führerhauptauartier, 3. Sept. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte Mitt, woch den erfolgreichen Jagdfliegern
Hauptmann Hahn.
Oberleutnant Philipp und
Oberleutnant Bär
persönlich das Eichenlaub ,um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. --
Der Führer verleiht Kriegsverdienstkreuze
Frauen in Rüstungsbetrieben mit der Kriegsverdienst. 1 Medaille ausgezeichnet
Berlin. 3. Sept. Der Führer bat nach Abschluß des zweiten Kriegsjahres um die Durchführung von Kriegsauf- gaben verdiente Männer aus Wehrmacht. Partei. Staat. Wirtschaft und Wissenschaft durck die Verleihung des Kriegs- verdienstkreuzes ausgezeichnet. Ebenso hat der Führer einer Anzahl von Frauen, die in Rustungsbetri.ebe.n unter besonders schwierigen Verhältnissen kriegswichtige Arbeit leisten, die Kriegsverdienstmedaille verliehen.
13 Flugzeuge verloren die Sowjets
Finnische Luftangriffe auf die Häfen an der karelischen Landenge
Helsinki, 3. Sept. Amtlich wird mitgeteilt: Bei Luft- kämpfen in Ostkarelien. haben unsere Jager drei feindliche Jagdflugzeuge abgeschosfen. Weiter haben die Flakbatterien auf der karelischen Landenge und in Aunus acht Jager abge- schossen.
Die finnischen Truppen haben auf der Landenge zwei feindliche Flugzeuge als Kriegsbeute erobert., io daß der Feind insgesamt 13 Maschinen verloren hat. Eigene Verluste sind nicht zu verzeichnen.
Eine der Flakbatterien auf der Landenge hat fünf von den obengenannten Jagdflugzeugen abgeschossen. Dazu hat dieselbe Batterie zwei feindliche Bunker zerstört.
Die finnischen Luststreitkräfte haben Transvortfabrzeuge und Häfen, von denen aus der Feind seine Truppen von der Landenge abzutransvortieren versuchte, bombardiert.
In Ostkarelien sind feindliche Truvvenkonzentrationen und Krastfahrzeugkolonnen mit gutem Erfolg beschossen worden.
„England verrät seine Verbündeten"
Istanbul, 3. Sept. Der Führer der ägyptischen Wafd- Partei, Nahas Pascha, ergriff anläßlich der Trauerfeierlichkeit für den ägyptischen Freiheitskämpfer Saadzaghlul innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal das Wort, um England des Verrats an seinen Verbündeten anzuklagen. Im Anschluß an seine kürzliche Rede, tn Rezalbarr nannte Nabas Pascha eine Reihe lebenswichtiger Fragen der Wirtschaft und der inneren Ordnung Ägyptens und zeigte auf. wie Ägypten für die englisSen.5nteresten ausgebeutet worden ist. Ebenso sei der englisch-ägyptische Vertrag einseitig zugunsten Englands ausgefuhrt worden. Unter dem stürmischen Beifall der Volksmenge ichloß Nabas Pascha, daß die Wafdpartei unbeirrbar ihren Kampf wrtsetze bis zur endgültigen Befreiung Ägyptens vom britischen Joch.
November 1918 — die deutschen Truppen hatten die Ukraine geräumt: mit ihnen, auf dem Fuße folgte eine internationale Besatzung: Engländer, ^kanzosen, Polnische Legionäre, später noch 50 000 Griechen. Modern ^.ausgerüstete Truppen mit Artillerie, Tanks. Flugzeugen, Pauzer einen Vorstoß der Bolschewisten dachte niemand, wft sbllftn es Re auch wagen, mit wlcher Seeresmacht amu- binden Überall machten sich die fremden Soldaten breit tm Land' besonders die schwäbisch-deutschen Kolonien batten unter ihrem Übermut »u.lmden.^ ^men!'' Großes Durcheinander. wilde Ausregung, endlose Truvventransvorte^nach der Front. Was niemand für möglich gehalten batte, wuroe Tatsache' langsam, aber unaufhaltsam drangen die Doiia^
dem Meer und dem großen Salzsee. Sie schotten drern baß M bem WS
Bi?1’auTÄ: eh« eÄjje Ärmbmbe.^ nicht ^ne bis"kbre Munftion verv?lvert war: bann gingen auch Re »urück- Und dann^kame^bie R^en - halb-
Taufende vor sich der unb nahm tm Sturm übeiia.
Kaum saßen bie Roten in Odessa, da besannen Re erbeuteten Heeresbest^nben konnten R" nch glanzend a
Iran bei der irakischen Armee.unb bei der irakischen Bevölkerung haben werde. Es wäre sehr unangenehm, wenn England bei der Durchführung seiner Absicht im irakischen Hinterland mit Unruhe und Sabotage »u rechnen hatte doch müsse man bei der engen Verbindung und den gegenseitigen Sympathien zwischen Iran und Irak damit rechnen.
Schließlich erfährt man aus.guter Quelledaßbleeng- liscke Regierung auch die Regierung Indiens ifton rechtzeitig mit ihren Plänen bekannt machte und diese um ihre Meinung gefragt hat. Die indische Regierung scheine zunächst von militärischen Maßnahmen abgeraten undwiri- schastliche Sanktionen vorgeschlagen zu haben. Die Regierung In London lehnte diese Maßnahme als zu langsam und seit« raubend ab und teilte mit, daß sie davon abgehen und unter dem Vorwand der Anwesenheit deutscher Agenten mit mili- tärischen Mitteln vorgeben werde.
Mieren. Aber um sich zu halten, brauchten sie Soldaten, richtige Soldaten. Deshalb schrieben sie eine Mobllmacbung aus, wobei sie es besonders auf das vorzügliche Menschenmaterial in den deutschen Dönern abgesehen batten.
Etwa 30 Kilometer von Odessa, nach.dem Dniestr und der rumänischen Grenze zu liegt §,robliebenthal. damals wohl die reichste und blühendste der deutschen Schwarz- meerkolonie. In den schlimmen Zeiten nach dem Abmarsch der Engländer und Franzosen batten sich die Kolonisten einen Selbstschutz geschaffen: gerade in Eroßliebentbal war dieser ?ufs beste organisiert und mit zurückgelassenem deutschen Heeresgnt schwer bewaffnet. , .
Eine bolschewistische Ausbebungskommittion in Gro^ liebenthal — nein, die fand kern Entgegenkommen. Au« die Ansprache der mitgebrachten Renomierspartakitten. zog nicht. Die Forderung nach Gestellung imiger Mannschaft wurde glattweg verweigert. Der rote. Kommissar wollte energisch werden: er ließ seine Bande ms Gewehr treten, drobte mit Eewaltmaßnahmen. Das war Öl ins Feuer Schon beulte die Sturmglocke, lm Ru war der S e l b st s ch u tz zur Stelle. Der fackelte nicht lange, m wenigen Augenblicken war der Herr Kommissar und feme Garde zusammengebauen. Und damit war der Krieg zwischen Eroßliebentbal und Sowiettußland erklärt.
Die Roten eröffneten die Feindseligkeiten mit einer ß + rrrfprnebtttOtt Q C fl C tt 0 T C ..Ä TI T U 0 t C T . IXtuc Maschinengewebrkomvanie ^b'nesen. woMvervackt in einen schönen, neuen Panzerzug. sollte die von. Großliebentbal „befrieden". Aber man ließ, sich in Großliebentbal nicht ms Bocksborn jagen. Man riß die Schienen auf. vor und bmter bem Zuge. Unb als man ibn so hübsch fest hatte, beftliikte man ibn mit Geschützen unb Maschinengewebtem bis das Feuer aus seinen Schießscharten immer Itaaiet un schwächer wurde. — „Drufi. Buwa. bruff! — ma« unb schlug tot. was von den gelbhautrgen Teufeln am »eben ""'Roch glaubte man. mit den Auftübrern schnell fertig zu werden. Hatte es ein Panöerzug Chinesen nicht grschaftt. s schafften es einige rote Regimenter. Aber als diese, auf
Druck und Deria-,! L. ScheU-nbug'ich- Buchdruck-r-i, M-sbad-ner Tagblatt M-rdad-n. ®t®amtleüung: $t. vh,I. habil. Duft ao S *I'Nbrrgund Otto «aller. Hauptschnstleit«: Fritz Günther, sämtlich in Wie» baden. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 10 gültig
Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten
Fluchtweg des Verräters Simowitsch
Er feierte Hochzeit und ließ Volk und Heer im Stich
Belgrad, 3. Sept. Die „Nove «Breme." berichtet, daß der gewissenlose Verräter Simowitsch, rote letzt vekannt geworden ist. nichts besseres zu tun batte, als zur Einleitung „seines Krieges" die Hoch;ett Jetner Tochter zu .feiern, utib bann Hals über. Kopf sein Heer und sein Volk im Stich zu lassen. Am 6. April frühmorgens, so schreibt das Blatt, als die Hochzeitsfeier noch tm Gange war, kamen die deutschen Stukas. Sofort flüchtete der Eeneral zusammen mit den Hochzeitsgästen im Kraftwagen nach Vallevo und li t e B das Oberkommando der serbischen Wehrmacht ohne Chef. In Vallevo wollte er mit den Verroandten die Hochzeit weiter feiern, doch lehnten diese mit Rücksicht auf die Lage den Vorschlag ab. Anstatt nun auf seinen Posten zurückzukehren, flüchtete der „heroische Heerführer nych Bab Koviftatscha und bann nach Zwornik, wo er ju6 bei einem Bürger versteckte. Von Zwornik ging bte Flucht weiter na» Sarajewo unb Bas Jlidscha. Aber auch oort ließ sich der General nicht lange Zeit, sondern fluchtete nach Montenegro weiter, um von dort oas „gelohte Land Palästina uno schließlich London zu erreichen. Dort, so bemerkt das Blatt sarkastisch, setzte er wahrscheinlich die Hochzeitsfeier mit seinen Verwanwten und den übrigen dort bereits versammelten Verrätern fort.
Keine Konsuln von Guatamala mehr in Deutschland
Berlin. 3. Sept. Dem Geschäftsträger von Guatemala ist mitgeteilt worden, daß die deutsche Regierung sich ge nötigt gesehen hat, den Konsuln von Guatemala das Exequatur zu entziehen. eine regelrechte Front der Rebellen stoßend, stützten gingen jene zum Angriff über. Das roar. feine Rotte aufstanducher Bauern, das war ein wohlorganisiertes Bauernheer.. Der Führer, der Kolonist Gottlieb Binder, em altgebienter russischer Artilleriewachtmelster. verstand seinen Krieg zu flt6lsSon lagen die Deutschen vor Odessa. Was nur ehe Flinte tragen konnte, war bart am Feinde. Frm»en. Mcw chen und Kinder schlevvten Munition tn bte Lrnten. brachten Verwundete und Sterbende zurück. Jebes. tat mit Uber menschlicher Kraft seine Pflichft mußte doch lebes. Wenn rott unterliegen, dann gnade uns Gott!--- „
Sie schlugen sich brav, diese unbekannten schwäbisch e n » au e r n. von.Verein Heldenkamvf das deutsche Mutterland wohl kaum le gewußt hat. Aber mir ihre tapfere Schar mehr und mehr zusammenschmolz, so wuchs die rote Flut vor ihnen täglich stündlich. ^"^ ?'nes Tages waren sie im Rücken und tn den flanken bedroht, batten sie keine Munition mehr. Da hielten sie stand, bis »rauen unb Kinder in die Dörfer zurückgeflüchtet waren: dann wichen sie. Schritt für Schritt, in fester Ordnung, mit Waffen und Geschützen. Die Sowjettruvven folgten ihnen in reipeftoHem Abstande auf ihrem Rückzüge nach Norden, den Dniestr aufwärts. Sie wagten nicht sich auf einen Verzweiflungskamvt mit diesen Deutschen einzulatten.
Gnade Gott den armen., schutzlosen Dörfern — Mit feiger, asiatischer Grausamkeit wüteten die roten Straf- kommandos unter der Bevölkerung. In Blut und Tränen in Schutt und Qualm er Io f (6. bet W i d e tstanb deutscher Bauern gegen den Bolschewismus. A. O. Bebt.
