Samstag'Sonntag, 1K./17. August 1941
Wiesbadener Tagblatt
Rt. 191 Seite 5
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Verpackung sparen hilft Rohstoffe erhalten
Praktische Hinweise zur Vereinfachung des Einkaufes
Bei allen in den letzten Jahren angestellten Bemühungen. Verpackungsmaterial einzuivaren, sind wir uns darüber einig gewesen: Im allgemeinen bleibt es nach wie vor nötig, daß der Kaufmann die Ware verpackt. Denn sie soll ja vor Schaden geschützt werden, und meist kann auch der Kunde nicht seine ganzen Einkäufe unverpackt mit nach Hause nehmen. Trotzdem haben Kaufmann und Kunde sich recht einzurichten verstanden. Es ist viel Verpackungsmaterial eingespart worden. Übertreibungen in der Verpackung sind durchweg abgestellt.
Wir müssen auf diesem Wege weitergeben, über Einsparungen auch in Zukunft nachdenken. Wieviel Waren könnte der Käufer doch, ohne daß sie dadurch Schaden leiden, unverpackt mitnehmen! So ist es sicher zum Beispiel bei Schirmen. Stöcken, Taschen. Koffern usw. Warum soll beispielsweise ein Kunde, wenn er beabsichtigt, einen Anzug oder ein Kleid zu kaufen, nicht einen kleinen Koffer oder in einer Tasche schon gebrauchtes Packpapier mitnehmen? Er hilft damit Verpackung sparen und hat nur die kleine Mühe, auch auf dem Hinweg schon ein Paket tragen zu müssen. An das den Kunden mahnende Plakat, das im vorigen Jahr durch die Wirtschaftsgrupve Einzelhandel ausgegeben wurde, seien die Kaufleute noch einmal erinnert. Es müßte vielleicht einmal an einen anderen Platz gehängt werden, damit es den Kunden wieder auffällt. Am leichtesten fällt es dem Lebensmittelkaufmann, der meist ein festes Stammpublikum hat. die Kunden zum tätigen Mitsparen zu erziehen. Die einkaufenden Frauen sollen immer Einkaufstaschen oder Netze mitbringen, damit die Ware höchstens einmal verpackt werden mutz: bei vielen Waren genügt Zeitungsvavier. Unbedingt soll der Kunde dazu angehalten werden, für nasse Ware (Marmelade, Sauerkraut usw.) Eefätze mitzubringen. was in Zukunft besonders nötig wird, da durch die Verordnung der Rerchs- stelle für Papier und Verpackungswesen auch die Herstellung von Papptellern verboten ist. also eine mehrfache Verpackung notwendig würde.
Damit Verpackungsmaterial jeder Art wieder verwendet werden kann, sind viele Geschäfte dazu übergegangen, sich von ihrer Kundschaft schon gebrauchtes Packmaterial, Tüten. Packpapier und Bindfäden wieder mitbringen zu lassen. Hierzu kann fast jeder Kunde erzogen werden, wenn man es ihm richtig sagt. Bei gutem Willen und einigem Nachdenken wird jeder, Verbraucher und Kaufmann, noch Möglichkeiten finden, den wichtigen Verpackungsrobstoff svarsam zu verwenden oder seine Nutzungsdauer zu verlängern. Der Kaufmann muh immer wieder den Anstotz dazu geben, denn er hat über die Vorräte zu wachen. I. P.
Wir gedenken am 16. August: des Sieges des Prinzen Eugen über die Türken 1717 bei H el grad. Damals entstand das Volkslied vom oslen Ritter, dessen Melodre als Fanfare die Sondermeldungen des Frühiahrsfeldzuges unserer Wehrmacht in Jugoslawien und Eriechenland einleitete. — 1810 erfolgte die Stiftung der Universität Der litt. — 1870 wurde die auf beiden Seiten verlustreiche Dovvelschlacht von Mars-Ia-Tour und Vionville siegreich für die deutschen Truppen geschlagen. — 1872 wurde in Graz der Musiker und Dirigent Siegmund von H a u s e g g e r geboren. der 1920 die Leitung der Akademie der Tonkunst und des Konzertvereins in München übernahm. — In St. Blasien starb 1911 Richard von Vovelius. ein gebürtiger Saarländer und einer der Schöpfer der deutschen Tafelglasindustrie: er hat als Fachmann beim Ausbau des deutschen Zolltarifs und deutscher Handelsverträge mitgewirkt. — 1936 wurden in Berlin die XI. Olympischen Spiele abgeschlossen. Unsere Sportler konnten 33 GoÜ>-, 26 Silber- und 30 Bronze- Medaillen gewinnen. Mit ihren Leistungen traten sie an die Svitze aller Svortnationen. — Wir gedenken, am 17. August: der 1544 eröffneten Universität Königsberg. — 1676 starb in Renchen in Baden Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, der Schöpfer des abenteuerlichen Simplicissimus. geboren um 1625 rn Gelnhausen: er schenkte uns mit ihm dep lebensvollsten Roman des 17, Jahrhunderts. — 1786 starb rn Schlag Sanssouci König Friedrich H. von Preußen, den die Nachwelt den Großen nennt, geboren 1712 zu Berlin. In den
Wiesbadener Lichtspiele
* Walhalla-Theater. Um die Uraufführung von Paul L i n ck e s wohlbekannter Operette „Frau Luna" zur Jahrhundertwende in Berlin komponiert der gleichnamige Majestic- Film (Drehbuch Ernst M a r i s ch k a) eine sehr humorvolle Spielhandlung. Die für di« öffentliche Sittlichkeit besorgte, gestrenge Polizei nimmt an den zu kurz geratenen Ballettkostümen Anstoß, und noch bei der Generalprobe ist die abendliche Auf. führung bedroht. Der Theaterdirektor sucht dringend Hilfe, vielleicht kann der Musikoerleger durch seine Beziehungen die Lage retten, es gilt, den maßgeblichen Präsidenten des „Sittlichkeitsvereins" zu gewinnen, und gerade den verbinden zärtliche Bande, wie sich herausstellt, mit „Frau Luna" selbst, dem gefeierten Operettenstar. Das aber hat naturgemäß allerlei Wirrnisse zur Folge, der Sittlichkeitspräsident muß dem Freunde, dem Verleger, sein heimliches Junggesellenleben beichten, der andere soll ihn entlasten und gerät dabei seinerseits bei Braut und Schwiegermutter in peinlichen Verdacht. Doch „Frau Luna" steigt besudelt aus der Taufe, und die spritzigen Melodien, der Charme der Hauptdarstellerin und die anschließende vergnügliche Silvesterfeier lösen zuletzt auch polizeiamtliche Starrheit, daß am nächsten Morgen jeder Beteiligte Interesse hat, die Angelegenheit in Aktentiefe zu versenken. Noch wesentlich belebend und die Heiterkeit steigernd wirkt die lustige Nebenhandlung mit dem Angestellten des Musikverlags Lepke, der den brennenden Ehrgeiz hat, öffentlich auszutreten, und seinem getreuen, zu jeder gemeinsamen Schandtat bereiten Kumpan Max, zwei echtberliner
zwei Schlesischen und dem Siebeniahngen Krieg verteidigte er Preußen gegen nahezu ganz.Europa, rührte als treloverr seine Truppen durch ein wechselvolles Ringen und wurde nicht nur seinem Volke sondern der ganzen Nation zu einer fast mythischen Gestalt, dem Alten -rritz. — 1878 wurde rn Elberfeld der Baumeister Paul Ludwig Troo.it geboren, gestorben 1934 zu München. Seit 1931 war er mit dem inneren Ausbau des ..Braunen Hauses" in der Hcmvtsiadt der Bewegung beschäftigt, seit 1933 im Auftrage des Führers mit der Errichtung des Hauses der Deutschen Kumt und der Bauten der NSDAP, am Königlichen Platz. — 1891 wurde in Michelau in Weitvreutzen toer Schomer der bevolkerungs- und rassenvolitifchen Gesetze Arthur ® u 11 geboren: er ilt Arzt -Oberführer und Leiter der Abteilung rur Volksgesundheit im Reichsinnenminilterium. der Staatsmedizinischen Akademie Berlin und des Rerchsaus- schusses für Volksgeiundheitsdiensi.
— 5. Deutsch« Reichslotteric. Am dritten Tag der 5. Klasse wurden folgende Nummern gezogen, vormittags: 9 Gewinne zu je 10 000 NM: 20 015 321 060 334 444, 6 zu je 5000 NM: 193 981 229 202, 15 zu je 4000 RM: 89 804 150 130 180 762 185 487 380 621, 15 zu je 3000 RM: 58 921 76 621 263 696 316 300 326 474, 27 zu je 2000 RM: 13 606 106 091 129 327 171 647 262 782 312 969 314 527 320 007 343 267; nachmittags: 6 Gewinne zu je 10 000 NM: 27 050 92 539, 6 zu je 5000 RM: 142 598 381 304, 3 zu je 4000 RM . 170 918, 9 zu je 3000 RM: 69 679 101 713 193 300, 36 zu je 2000 RM: 40 500 42 636 59 540 79 334 115 102 170 884 208 0o9 224 403 229 406 237 619 380 663 388 299. (Ohne Gewähr.)
— Wiesbadener Bichhofmarktbericht vom 14. August. Für 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM: Ochsen: a) 46—47,5, b) 43—43,5; Bullen: a) 43—45,5, b) 39—41,5; Kühe: a) 42,5 bis 45,5, b) 37,5—41,5. c) 29—35,5, d) 22—26; Färsen: a) 45-46,a, b) 42,5, d) 27; Kälber: b) 54—59, c) 43—50, d) 23—40; Hämmel: b) 1. 51; Schafe: e) 30—32; Schweine: a) 64, b) 1. 64, b) 2. 63, c) 61, d) 58, e) 56, g) 1. 64, i) 63.
wunden.
Wissbadsn-DohgsLrrl
Wiasbaösn - Sisbrrctz
Er verging sich am Gut eines Soldaten. Die Ehefrau eines Heeresangehörigen von.hier erhielt eines Tages den Besuch des vorbestraften 54iahrigen Georg Lange aus Saarbrücken, der ihren Mann kannte und den sie bat. für diesen ein Paket mitzunehmen, nachdem ihr L a n S e vor- getäuILt hatte, berechtigt zu fein, ein. Paket in Empfang zu nehmen. Die Frau übergab Lange ein Paket, das Lebensmittel und 150 RM Bargeld enthielt. Das Paketkamaber nicht an. Vor dem Sondergericht Frankfurt behauptete Lange jetzt, er habe das Paket tm Zuge liegen lassen, Der Angeklagte unterschlug außerdem einem Soldaten französisches Geld, das ihm dieser zum Umwechseln anvertraut hatte. Das Gericht bezeichnete Lange als tyoiichen Volksschadling und verurteilte ibn zu zwei wahren acht Monaten Zuchthaus und vier Jahren Ehrverlust. ..., .... , - . «7A.I„su.-
ÜnföIIe. Ein Krastwagenfuhrer stürzte beim Verladen infolge Fehltritts von seinem Fahrzeug auf die gepflasterte Straße. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde in seine Wohnung gebracht.— In einem hiesigen Betrieb erlitt «in Arbeiter durch ausstromende Lauge erhebliche Brand-
Diebstähle. Hier mehren sich in letzter Zeit die Falle von Hasendiebstählen. So wurden einem Einwohner kürzlich schon das zweitemal Hasen entwendet, während, auch noch sonstige Besitzer hierüber Klage führen. Hoffentlich gelingt es bald, diesen Sasendieben das Handwerk, zu legen.
Das „SB. T." gratuliert. 84 Fahre wird am 18 August der Invalide Karl Schön. Wörthstraße 7. erfreut sich noch bester Gesundheit und ist noch -----------
.. Der 'Jubilar noch sehr rüstig.
Neu- Straßendecken erhielten nun auch die Quer- und Dietrich-Eckart-Stratze. An anderen Straßen wurden durchgreifende Verbesserungsarbeiten durchgetuhrt. .
Eine weitere Sammelstelle für Spinnstoffe wurde im Erdgeschoß des Städtischen Verwaltungsgebäudes eingerichtet. Dort können jederzeit Abfälle an Svinnstosien. abgegeben werden. Außerdem ist täglich, die eammelitelle tn der NSV.. Wiesbadener Straße 58. geöffnet.
Das „SB. T." gratuliert. In guter Rüstigkeit begeht am 18. August Frau Marie St etter Wwe Obergasse 77 ihren 82. Geburtstag. Frau Stetter ist Inhaberin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter.
Wlssbadsn-ErbsngsitN
Jungen. Theo Lingen führte Regie, und er hat ganz köstlich den schon historisch gewordenen Hintergrund getosfen, die Zeit um 1900, die sich mit neuen Erfindungen so ganz „modern" fühlte und doch stehkragenbeengt war mit falscher Prüderie, dabei keineswegs so moralfest, wie sie sich aufspielen wollte. Daß es immer auf den gewahrten Schein ankommt, gibt einem komischen, wohl auch ein wenig ironisch gefärbten Spiel kräftigen Antrieb; dazu das alte Berlin in der Silvesterlaune des Jahr- Hundertwechsels mit den Vergnügungsstätten in den Zelten und auf der Hasenheide und ein guter Schuß echt volkstümlichen Humors. Der filmerfahrene Regisseur sorgt dafür, daß Stimmung und Lachlust pausenlos sich steigern und der (die neue „Walhalla- Spielzeit einleitende) Film wie „Frau Luna" auf der Bühne ein durchschlagender Erfolg wird. Unwiderstehlich gibt Theo Lingen selbst auch das Berliner Original Lepke mit dem nicht wenißer köstlichen Paul Kemp als Schicksalsgefährten. Schönstimmig, rassig und temperamentvoll, ist Lizzi Waldmüller die verführerische Operettendiva, Georg Alexander, der Sittlich- keitsvertreter mit dem verborgenen Doppelleben, Paul Henckels der von „Frau Luna" bezwungene würdige Geheimrat; ferner Fita B e n k h o f f als junge Stiefmutter, Irene v. M e y e n- dorff, Karl Schönbeck und die urberliner Typen von Seiffert, Tiedtke und Westermeier. „Berliner Lust" heraufzubeschwören, tut der Zauber Linckescher Melodien das seine. — Die Bühnenschau bringt das musikalische Gastspiel der „4 A l b a t e s o s“, die über schönes, wohllautendes und gepflegtes Stimmaterial verfügen, sehr originell zugleich in ihren komischen Verwandlungsszenen und von drastisch zupackendem Humor.
Heinrich Leis.
Geigen unisono, aus der sich ein reicher Satz entwickelt. Die Oboe bringt gleichsam ein Ständchen, von den Pizzicati und dem Tamburin begleitet. Es folgte das glänzend instrumentierte Fest bei den Eapulets mit einem drolligen, gleichsam bezechten Abgesang der Holzbläser. Auf ein ansprechendes Intermezzo von Th. Blümer folgte das „Capriccio" op. 19 unseres geschätzten einheimischen Komponisten R. C. von G o r r i s s e n. Bei der energischen Einleitung mit Pauke und Streichern wird man durch den Rhythmus flüchtig an das Scherzo von Beethovens „Neunter" erinnert. Dann folgt ein spukhafter Tanz, bei dem die Streicher und die Holzbläser einen Reigen schlingen. Eine weich« Melodie, von der sich gelegentlich die Sologeige empfindsam loslöst, wird durch eine tumultuarische Blechmusik abgelöst. Das ganze sehr geistreich und farbenreich, wie ein Sommernachtstraum. Die Sinfonie in einem Satz 6-dur von Mozart ist ein harmlos lustiges Werk aus der Frühzeit, in drei Teile — Allegro. Andante, Allegro — eingeteilt, wie die alte italienische Ouvertüre, dieses Vorbild der späteren Sinfonie. Sehr interessant war die Begegnung mit der Ouvettüre zu der nie vollendeten Oper „Rübezahl" von C. M. von Weber. Der Meister hat sie mit 18 Jahren in Breslau begonnen und später in Stuttgarr umgearbeitet. Sie bringt ein ausdrucksvolles Thema der Obo» und läßt besonders mit den brillanten Passagen der Stteicher den .Freischütz" vorausahnen. „Wotans Abschied" bildete den glanzvollen Abschluß des Abends. Dr. Wolfram Waldfchmidt.
* Professor Augusto Barnesi f. Im 76. Lebensjahre verstarb in Frankfurt a. M. der Bildhauer Professor Augusto Varnesi. Varnefi, einer alten römischen Bildhauer- und Erzgießerfamilie entstammend, lebte seit 50 Jahren in Deutschland. Nachdem der Künstler in Berlin unter Wallot am Reichstagsgebäude gearbettei hatte, übersiedelte er nach Frankfurt, wo er vor 45 Jahren deutscher Staatsbürger wurde. Der Verstorbene war Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt für dekorative Kunst; er schuf u. a. das Goldene Buch der Stadl Frankfurt, die Frankfurter Goethe-Plakette und einen Teil des Frankfutter Ratsfilbers. Zahlreiche Büsten und Medaillen zeugen tu allen Teilen Deutschlands, neben Brunnen und Denkmälern, von feiner Kunst al» Bildhauer, Goldschmied und Mosaikkünstler.
Küste des Schwarzen Meeres gesandt, um den Schutz der deutschen Kolonisten zu übernehmen, die in diesem Raum und aus der Krim-Halhinsel kolonisatorische Werte von höchster Bedeutung geschaffen hatten. Auf der Krim gehörten zur damaligen Zeit 70 Prozent des Bodens deutschen Siedlern und vor dem Weltkrieg lebten in ganz Südrußland etwa zwei Millionen Deutsche. 3m Weltkrieg selbst und auch in der Zeit nach dem Weltkrieg wurde das Deutschtum allerdings überaus geschwächt. Im Weltkrieg haben die Russen sich mit besonderer Wut aus die Deutschen gestürzt und haben Dörfer unserer Volksgenossen von Kosaken aufhebcn und ihre Bevölkerung nach Turkestan und Sibirien verschleppen lassen. Dort find fie elendiglich zugrunde gegangen. Dabei nahmen in der Krim unsere Ackerbauer und Viehzüchter die ganzen inneren Gebiete ein. Nur die Randgebirge wurden von Tataren durchstreift. Der ungekrönte König der Krim war der älteste der Gebrüder Pfalzwein und die Pfalzweins besaßen wohl ein Drittel der ganzen Halbinsel. Die deutschen Sippen ließen auf der Halbinsel Krim allein eine Million Schafe hüten. Diese Deutschen und viele ihrer Volksgenossen aber haben auch dafür gesorgt, daß die Krim ein blühendes Paradies geworden war. Vieles von dem, was ernst deutsch« Kultur und deutscher Fleiß geschaffen hatten, ist zugrunde gegangen und harrt nun der Auferstehung.
* Kurhaus. In seinem gestrigen Opernabend hatte Musikdirektor August Vogt einige weniger bekannte Werke zu- sammengestellt. Die Ouvertüre zu „König Stephan" ist nur eine Gelegenheitsarbeit Beethovens, etwas potpourrrhaft zusammengestellt, und doch von geballter Kraft, ein unverkennbarer Beethoven. Sehr bedeutend ist „Romeo und Salta von Hector Berlioz, keine Oper, sondern eine „dramatische Sinfonie“ nach der Bezeichnung ihres Schöpfers. Der geniale Franzose, der den gleichen Weg wie Liszt und Wagner ging, hatte damals ein ansehnliches Geldgeschenk, angeblich von Paganini erhalten und widmete deshalb seine Komposition dem berühmten Meister der Geige. Sein Werk ist eine merkwürdige Mischung von Vokal- und Instrumentalmusik. Wir hörten nur eine besonders glanzvolle Episode, das „Fest bei Capulet" nach y Shakespeare. E»«begrünt mit einer sehnsuchtsvollen Melodie der
Unser Kinder-Film:
„Baiers Feldpostbrief"
Dieses Ölgemälde von Richard H e y m a n n, München, ist in der Großen Deutschen Kunstausstellung München 1941 zu sehen.
• (Reprod. Presse-Hoffmans
Ernte im Kleingarten
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Das Schönste im Kleingarten, besonders für die Kinder, ist stets die Ernte. In der Kriegszeit wandert nicht so viel direkt in den Magen wie früher. Dafür wird mehr für Mutti gesammelt, die davon Marmelade kocht. (Photo: Landw. Bilderdienst)
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Der kleine Gärtner
Peter hat Mamas Aroße Gießkanne erobert und sorgt dafür, daß die Blümchen nicht zu dursten brauchen.
(Photo: Landw. Bilderdienst)
| Wissen Sie schon...? |
(Zeichnung: Deike. M.)
der Banknoten in Gold aufgehoben und nach dem Kriege die sog. Gold- kernwährung. d. 6. eine zwar nach
. . . daß beim Goldstandard bzw. bei der Goldwährung eigentlich vollwertige Goldmünzen (Kurantgeld) mit gesetzlich vorgeschriebenem Feingehalt in Umlauf fein sollen und Banknoten in Goldmünzen eingelöst werden müssen? Und daß zu Beginn des Weltkrieges fast alle Staaten, auch Deutschland, die Einlösbarkeit
dem Eolde gerichtete, aber goldumlaufslose Währung ein- geführt haben? — Die „Eoldstandardmenschen". die „Eold- standardbankiers der Welt", wie der Führer sie in seiner Rede vom 24. Februar 1941 nannte, träumen noch von der Rückkehr zum Goldstandard. Deutschland aber hat sich des Goldstandards entledigt, wie sich Hans im Glück von der Last des Goldklumpens befreite und stützt feine Wirtschaft auf den Wert der Arbeit, der die festeste Währung bildet.
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Münz- u. Altsilber ♦ Ruf 22853 ,G.Nr. 41/1302 |
