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Seite 4 Nr. 178

Wiesbadener Tagblatt

Freitag, 1. August 1941

Wiesbadener Nachrichten

her vierte Reichsvarteitag der die XI Olympischen Spiele in Be» Infi eröffnet. St« währten bis jum

Die Welt der Frau

Besinnliche Stunde

Ans ihrer Entwicklung gefährden. ergibt, daß zugeführt werden

Freitag: Verdunkelung von 21.10 bis 5.56 Uhr

Wilhelmstr.56

Otto Jacobi i="75, _____Hotel Nass.Hof

A ß AV Der,zuverlässige "Eli U

XiWASMfr*

Haarfarben

in höchster Vollendung

schönsten Duft einen Dutt. der. eingeatmet, [im in die Blut- vahn unseres Körpers verströmt und in uns kreist wie ein Fremdes. Groses. das wir spüren und doch nicht begreifen.

, Vermottete Kleider find keine Andenken. Aber die Urkunde der Reichsspinnttofsfammlung ist ttn Andenken an eine große Zeit.

bleibt es tn der Bodenschicht von Sentimentalität wird es aber reif und mächtig, hast du den rechten runden zur Innerlichkeit und Besinnung!

des 1826 in Gotba ge» - 1914 erklärte da.

in lOMinüfotL

mU Opekta

Es muß nicht immer eine Beethoven-Sinfonie sein, die dich erschüttert, em A- -----

Nicht abwmken weil du im Augenblick ein wenig müde oder überarbeitet out und keinen Sinn für eine Ansprache back, weil du empfindlich bist, da du dich gestern an einem kleinen Lebenssteinchen schmerzhaft gestoßen hast: nicht bitter lächeln, weil du, glaubst. daß gerade du vor lauter Alltag keine Zeit zu einer stillen stunde findest! Sonne und Mond leuch- £en jur uns alle, du brauchst nicht künstliches Licht, wenn du den Weg nach Innen suchst. Die unscheinbarsten Blüten der Freuve. die am Wegrain oder im Graben stehen, haben den

dich erschüttert, ein schlichtes Volkslied. Flötentöne vermögen es auch: es müssen.nicht Rilke's Gedichte oder Tizian's Farben fern, die dich aufwuhlen. Man braucht das Seltsame nicht zu suchen, es kommt zu dir. Wenn du in später Abendstunde am 5ktt deiner schlafenden Kinder stehst, wenn du in deinem Schrehergartenknlest und Unkraut tatest. wenn du mit werken­den Sanden etwas vollendet hast und es betrachtest, fühlst du eg wachsen und klingen in dir: die große Stille, m der du etnen.Blick hineintun kannst in dich selbst, in das Wesen der Kratte. die aus Dina und Geschehen zu dir kommen.

aueurime uceia» Nußtand den Krieg. Der Weltkrieg brach aus. 1915 wurde Ml tau durch unsere Truppen, die unter dem Be­fehl des Generals von Below standen, eingenommen. 1929 Besann in Nürnberg der ' ' ~ '

NSDAP. 1936 wurden die !

Hn durch den Führer feierlich eröffnet Sie währten bis zum 16. August. Am gleichen Tage nahm die Deutsche Reichsooft den ercken FernsMlldbetrieb der Welt auf. 1938 nerfüit» fiele Dr. Lev das Volkswagen-Svarsystem

steil zu einer innen otunce ftnöelt! Sonne ten für uns alle, du brauchst nicht künstliche- den Weg nach Innen suchst. Die unscheinbar,^ Mu.de. die.am Wegrain oder im Graben itehi schönsten.Duft einen Duft. der. eingeatmet, sich

. Stetnscha: vom 1. bis 10. August. Der abends, bis zu «tn«r Stunde nach Sonnenuntergang über dem WNW.-Hori- sichtbare hollste Stern des Simmels ist Blauet Venus als Abend.ckern rm Sternbild Löwe in 215 Millionen Kilo­meter Entfernung. Der zwei Stunden vor Mitternacht im O. aufgehende lehr Helle, rote Stern ist der äußere Nachbar der Erde im Planetensystem Mars. 90 Millionen Kilometer von der Erde abstehend, Der kurz vor Mitternacht int ONO. J.n die Hohe kommende sehr Helle Stern ist der Riesenwandel» stern I u v i te r im Sternbild Stier in 825 Millionen Kilo­meter Abst and.

DasSB. S. gratuliert. Käthe Roos. Karlstr. 42. 2, ist am 1 August 25 Fahre bet der Kurverwaltung tätig.

Unfall. Im Wald an der Blatte stolperte ein Kind !o erheblich, daß es stch ernen Schenkelbruch zuzoa und ins Krankenhaus gebracht werden mußte.

Es brannte im Keller. In einem Keller der Biet- stadter Strane gerieten aus noch unbekannter Ursache Abfälle in Brand. Die Feuerschutzvolizei löschte die Flammen als­bald ab.

Der Jugendstrafrollzug wird äb 1. September als Sondervollmg in Jugendgefangmffen durchgeführt. In den Jugendsttaivollzug kommen nur zu Gefängnis oder Saft Ver­urteilte deutschen Blutes. wenn ne jünger als 21 Fahre sind und. die Vollzuasdauer mindestens einen Monat beträgt Bei geringerer Vollzugsdauer tritt an die Stelle des Fugend- strafvollzuas der Kurzvollzug an jungen Gefangenen, für den besondere Abteilungen bei den Saftanstaltetf geschaffen wer­den. Vom Fugendstrafvollzug können Verurteilte ausge­nommen werden, wenn sich nach dem Stand ihrer Entwicklung oder der Moglichki it. Mitgefangene zu gefährden, ergibt, daß sie besser dem Vollzug an Erwachsenen zugeführt werden

Zigarren oder 400 Kilogramm Tabak. Bei dieser Summe darf man nicht vergessen, daß mancher Soldat, der in Zivil kaum raucht, stch das Rauchen wieder angewöhnt hat und mancher mehr raucht, als er es im täglichen normalen Lebens- ablauf. tun würde. Da im ..gelobten Sowietparadies" so gut wie keine Rauchwaren zu teauirieren sind oder sie so schlecht und daß man Re einem deutschen Landser nicht anbieten kann, muffen diele Dinge alle aus der Heimat bezogen werden.

Die Verpflegung unserer Truppe ist reichlich und den An­strengungen angemesten. und die Seimat bringt so viel Ver­ständnis auf. auf diese ober jene Dinge zu verzichten, die im Augenblick allein der kämpfenden Truppe zugute kommen munen.. Der Landser an der Front versucht indessen leine Kock die selbckredend manchmal eintönig ist. durch diese und lene reoumerten Lebensmittel schmackhafter zu machen oder eine Abwechselung zu haben So ist die Verpflegung des deut­schen Soldaten gewährleistet und damit zugleich auch die Kraft für den Kampf. Kriegsberichter K. Kampe.

- bu .in einem Buche lieft, ob ein Kunstwerk zu dir spricht, ob in deinem Herzen alle Feierabendglocken läuten, wenn du nach harter Arbeit durch graue Strafen heimfährst, 06 du im Überschwang, eines starken Gefühls in einen farben- ttunfenen Himmel direkt hineinzulaufen vermeinst, ob du lauschend stehen bleibst, wenn das Weinen eines Neuge­borenen aus geöffnetem Fenster dringt, es ist immer das Erne. Du öffnest dich einer Kraft, die stärker ist als dein Wille und Wunsch. Du besinnst dich auf den Ruf aus einer Ferne, den tm vergessen wähntest. Es rührt dich an, unb du mußt stillbalten. denn aus aller eigenen Unruhe und Dunkelheit, aus.Ver«iatheit und Traum steht dich plötzlich etwas an unh reißt für den Bruchteil einer Sekunde die Sülle von der heiligen Tiefe des Lebensbrunnens--Und das

Erlebnis gebt mit dir. Wenn es nicht fruchtbar wird in dir.

August

. £ leises Erschrecken: der Schatten ist länger geworden,

een der Baum vor deinem Sause in die höchste Sonnenstunde des Tageswirft. unb die Abenddämmerung ist um ein weniges früher da. Fst es schon so weit? fragen deine Augen.

.... ® 5,0e Ui..Fülle. Reife! Was an einem 1. Donruhlingstag als Samen in die unendliche Fruchtbarkeit der Erde fiel, das ist gewachsen und reif ge» mobben. Erntemond! Alles Warten ick erfüllt, alle Verheißung ist aufgebläht. Regen unb Sonnenschein. Sturm unö Winde haben in vielen, vielen Wochen, die voll geheim­nisvoller Stille und hartem Aufbegehren waren, voll hin- pebunqsvollem Lauschen und heißem Drängen, das Wunder des Werdens in die Zeit Bineingetragen. Die Luft ist weich und milde so verwischt die scharfen Linien. Re dämpft die ®Iut der Farben, In Schönheit getaucht sind diese Tage. Alles auillt und Hießt aus einem übervollen Gefäß: Reife. Fn Dank. Andacht und Ehrfurcht steht der Mensch mitten darin und fuh.lt den.segnenden Schmerz, der in allem Reiswerden und Reifsein liegt--

Hat lemand das Wort..Herbst" getagt? Noch brennt bte Sonne, die Fruchte leuchten, das Wacker lockt zum Vaden. Der Bogen des Himmels ist hoch in's Licht gespannt, und im verlmutterfarbenen Rund spielen leichtfüßige Wolken. Das goldene, raschelnde Korn fällt unter den Sensen: hat es gesenkt? klagte die Erde?

Wir haben Die Mitte des Fabreslaufes überschritten. Die Ratur ick stiller.geworden und sehr groß und mütterlich. In ihr und aus ihr rinnen Ströme von Kraft: Wunder aller F r u ch 16 a r f e 11.

Sieh dort die Schmetterlinge gaukeln. und Rosen blühen auch noch---------- A. Bl.

Wer hart kämpft, muh gut essen

Blick in die Speisekammer einer Ott-Diviston

NDZ ... . Munition und Verpflegung Rnd die beiden Faktoren, bte den Nachschub lebei Armee beherrschen. Mit der vorgehenden Truppe ziehen auch bte Verpflegungslager Mch vorn, denn soll bei Soldat bie Widerstände überwinden, bte sich ihm. entgegenstellen, bann darf es ihm nicht an Dingen mangeln., bte bte Spannkraft des Körpers aufrecht erhalten.

Wenige Kilometer hinter bei kämpfenden Front, ist in einer größeren Scheune bas Verpflegungslager einer Division untergebracht. Hierher kommen die Einheiten von vorn und holen die, Verpflegung nicht nur für ben Mann, sondern auch für die Pferde. Die Division zu der dieses Verpflegungslager gehört, hat. tausende Pferde, und auch Re wollen verpflegt 'em, benn m diesem unwegsamen Land Re bie besten und zu­verlässigsten Helfer der kämvfenden Truppe. Das Ver- oflegungslager der Division bezieht bie Lebensmittel vom armeenermlegmtgs.Iager, bat aber selbst auch soviel in Jieienie. um einige Tage ohne Armee-Veroflegungslager auszukommen. . Diele Tatsache ist von entscheidender Bedeu- *ung. wenn einmal der Nachschub abgeschnitten sein sollte ober aber bie Wegeverhältnisse sich durch Regen oder sonstige Perstoviungen als tm Augenblick unbefahren erweisen. Der ®tnfacfi6ett und Schnelligkeit halber hat stch diesem Dioisions« Verpflegungslager die Feldvost der Division angelifiloRen. Benn alle Einheiten finden den Weg hierher, und sie können dann nicht nur Verpflegung, sondern auch gleich die Bost Mit­nahmen.

Ein Blick auf die Mengen, die hier täglich zur Ausgabe kommen, zeigt., was allein eine einzige Division an Ver­pflegung benötigt. Sieben Tonnen, also 140 Zentner Mund- vervfleguna werden täglich ausgegeben. Dazu gehören Morgen-. Mittag- und Abendbrot, wie auch selbstverständlich die gesamte Trockenverpflegung. Es werden, um nur einige ®$i'me[e zu nennen, täglich 160 Kilogramm Bohnenkaffee unb 320. Kilogramm Ersatzkaffee ausgegeben. An Brot verbraucht diese Einheit 8000 Stück je Tag, und an Butter 800 Kilo­gramm. Zu Brot unb Butter gehört auch Käse oder Wurst: hiervon werden 1.6 Tonnen verteilt. 640 Kilogramm Zucker werden außerdem noch vernascht.

. Die Heimat, kann sich also ein Bild machen was eine einzige Division an Nahrungsmitteln benötigt. Nicht anders stehj es. mit ben Rauchwaren, die trotzdem noch knapp sind. Es gibt le Tag entweder 96 000 Zigaretten ober 54 000

.Dix Blute einer Kaktee brach auf. es war ein Fest, ein ISretgnis. eine besinnliche Stunbe. Lächelt jemand bar» über! Aus einem kleinen .grünen Knirps war in zwei FUikzxhnten eine stachelige, kräftige Kugelkaktee geworden, mit Geduld betreut, zuweilen auch geschüttelt und mißmutig angesprochen denn tn lebent Jahr erwartete man endlich die erste Blute. Run geschah das Wunder: aus einem steck- nabeltonftaen Ansatz wuchs ein langer, fingerdicker grüner Stil tn Wochen und Wochen: man hielt den Atem an. wenn man ihn betrachtete. Die Spitze verfärbte sich in ein wunder­bares. unbeschreiblich sattes Lila, und eines Tages wußte man: morgen wird sich die Blüte entfalten. Unb bann öffnete he sich langsam, .und für wenige Stunden brannte das L-eFensgeheimnis auf ihrem Grunde. Ein be­täubender Duft, schwer.und süß. stieg aus dem Inneren auf. 15 Bem,eine Unzahl filtgran-geranbeter StaubgeräRe unb ein kuün-geschwutmener Stempel den Atem der Blüte gleichsam autiaugten. Wie ein Stern war diese Blüte, unwirklich, leuch­tend und fern. Du stehst davor in stummem Entzücken du weißt nnfits und du willst nichts, du bist klein unb demütig. Wie em Rausch sind diese Stunden, höchster Blüteschönheit ein leises Zittern kündet das Verlöschen. Adele Blüschke

Beweis der Verbundenheit

Unser Opfer hilft den Sieg erringen

vart und schwer sind die Kämpfe im Osten. Stunde am Stunde setzt der urontsoldat sein Leben für bie Heimat ein.

hegreimen Vorstürmen gegen den roten Feind sichert er die Zukunft unseres Volkes. Der Soldat draußen lebt uns ein persönliches Opfer bot wir in der Heimat müssen uns seiner würdig erweisen. Wir können das. wenn wir die Ar- beii des Deutschen Roten Kreuzes mit offenem Herzen fordern und unterstützen. Dazu ist uns am Sonntag bei der H a u s \ a m m I u n g wieder Gelegenheit gegeben Es tu die letzte des 2 Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Krens und mahnt uns. der Verbundenheit zwischen Heimat und Front noch einmal besonderen Ausdruck zu verleihen. Ee- ring ist unser Opfer im Vergleich zu denen, die die kämpfende Front bringt. Daran wollen wir immer denken und nicht hinter der Ovferbereitschaft des Soldaten zurückstehen. p.

Die heimische Versorgungslage

Marktbeobachtung des Reichsnährstandes

Die Roggenernte konnte bisher nur langsam vor sich gehen. Der Saatautbebarf in Wintergerste ist gedeckt. Die Versorgung mit Weizen- unb Roggenmehl ick ausgeglichen. Voll befriedigt konnte auch der Bedarf an Reis werden. Die Heuablieferungen sind anhaltend durchaus zufriedenstellend. Gleichzeitig setzen die ersten Ablieferungen von Stroh neuer Ernte ein.

Bei den Frühkartoffeln zeigen sich hinsichtlich der Menge immer noch gewisse Schwankungen, doch wurde auf ben Märkten alles bafür eingesetzt, ben Bedarf bet Bevölkerung so weit wie möglich zu besten.

In der Anfuhr von Gemüsen ist ein anhaltender Anstieg zu verzeichnen. Der Eemüsebedarf insgesamt kann gedeckt werden, wobei natürlicherweise in den Mengen der einzelnen Eemüiearten immer noch Unterschiede vorhanden sind. Hem­mend wirkt mitunter eine ungleichmäßige Verteilung der Verbraucher auf die Verkaufsstellen. Es kommt dadurch vor, daß einzelne Geschäfte sich beinahe um Absatz bemühen müssen, während in anderen Geschäften noch ähnliche Erscheinungen wie in der Mangelzeit in Erscheinung treten. Es wirkt sich in dieser Beziehung teilweise noch die Nachwirkung einer ge­wissen Mangelvsychole aus. die sich aber von Woche zu Woche mehr verlieren wird. Es wurde danach getrachtet, die 3u- lenkungen von Obst an die verschiedenen Marktorte zu ver­stärken. Bis jetzt konnte allerdings bas erwünschte Ziel noch nicht erreicht werden, hier kann die Entwicklung nur schritt­weise vorangeben.

Uber die Deckung des Fleilchbedarfs hinaus war wieder die Herausnahme von Schweinen und Kälbern für bte Vor­ratshaltung und für die Verarbeitungsbetriebe möglich Auch Umleitungen konnten gleichzeitig erfolgen. Der Schafauf­trieb steht im Zeichen eines allmählichen Anstieges und wird sich fortschreitend verstärken Die Fleischaualitäten waren zu­friedenstellend. Für bie Märkte der kommenden Woche wer­den wieder gute Auftriebe auch an Eroßtieren erwartet.

Es galt auch in der vergangenen Woche wieder den Be­darf an Milch und Milcherzeugnissen. Fett und Hl zu decken. Besondere Schwierigkeiten sind in der Berichtszeit nicht auf­getreten.

Die aufgerufenen vier Eier auf den Abschnitt b und c der Reichseierkarte konnten nicht auf einen Schlag ausgegeben werden. Die noch ausstehenden Eier werden aber in nächster Zeit zur Stelle lein.

, . Hören Sie am Samstag! Im groß deutschen Rundfunk spielen im Kammerkonzert um 11 Uhr das Kammerorchester Karl Rist en vart unb das Kammerorchester des Berliner Rundfunks unter Seitung von Generalmusikdirektor Rudolf S.ch ulz-Dornburg. Aus dem Berliner Kroll-Garten hören wir von 17.25 bis 18425 U6t ..Mufik int Freien". Heiterkeit und Fröhlichkeit ist der Titel der Sendung um 20.15 Uhr.

Nachmittag im Kindergarten

Unsere Kleinsten erfreuten unsere Verwundeten

Keiner, der in irgendeiner Form aus sich heraus etwas an Unterhaltung zu geben, an Freude zu schenken hat für untere tapferen, verwundeten Soldaten, steht beiseite beute, unb io ist ein edles Wetteifern entstanden an bunten Aben­den. fröhlichen Nachmittagen. Singstunden unb Theatersvielen, bte immer und immer wieder Freude auslösen. Entspannung bringen. Ein besonders hübscher Gedanke war es von Frl. « charhag. auch bte kleinsten Trabanten ihres Kinder- gartens einmal als Veranstalter froher Stunden für ein (pruDpIettt geladener.. verwundeter Soldaten (leider ließen beschrankte Raumverbaltntsie ein Mehr nicht zu) einzusetzen. Und es würbe etn re t tfier unb schöner Nachmittag gerade in .seiner Natürlichkeit, int harmlos-fröhlichen Ablauf der Sotele unb Lieder., Zunge Soldatengesichter lachten, und die alteren bte vielleicht., daheim auch Buben und Mädel schon .?r..'Ochunzelten väterlich-verstehend. Die Kleinen durch- Ichnittlich im Alter von drei bis fünf Jahren (die Buben in ber Überzahl!) waren mit beißen Backen ganz bei der Sache, und dem stillen Beobachter ging bas Herz in Freude auf. die

. Li ^char in, Ber Ursprünglichkeit bereits deutlich R® unterscheidender Wesens- unb Charakterarten, int noch «anz unbewußten Ausbruch kleiner Talente unb Eigen­sten. bekümmert tm paradiesischen Garten ihrer Kindheit wtelen zu. sehen. Die ..zünftige Vortragsfolge schloß das Engelandlied bas nut dem ganzen Kraftaufwand der kleinen Stimmen gesutMtt wurde und besonders ans Jungensmund begeistert unb schmetternd erklang. Dann gab es als Beloh- nuna eine Bewirtung der großen und kleinen Leute, unb nun fanben. die entzückendsten, zarten Anbändeleien statt, und bald batte lebet Soldat em ober, mehrere Buben unb Mädel auf ben. Knien, und staunende Kinderaugen tasteten vorsichtig den gegipsten Arm oder das verbundene Auge ab. ehe man sich

Datsche Soldaten, im Kampf um Deut|*Ianbs 3ulunft nermunbet unb kindhafte deutsche Fugend, Deutschlands Zukunft, eng vereint: muß das nicht em schonet unb harmonischer Zusammenhang fein?

Die Konzertsängerin Frau Ändresen-Erunwaldt (Sopran) erfreute mit dem Vortrag einiger Lieder und arten, und man hatte erneut Gelegenheit. Kraft und Schmelz x»,.6 ömunbern. die besonder9 im

dramatischen Ausdruck starke Wirkungen auslost. Herr Dill- mann (Tenor) steuerte mit reichen Mitteln (einer warmen. Ur gesanglichen Stimme ebenfalls bekannte und beliebte xjrber bet Frl Gerda Dortng (Klavier) begleitete bte paar nette Volksweisen vortrug. U. W.