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Mittwoch, 30. 3uti 1M1

Wiesbadener Tagblatk

Nr. 176 Seite 8

Wiesbadener Nachrichten

Verbesserung in der Rentenversicherung

Einführung der Krankenversicherung für Rentner

Erhöhung der Renten

Soeben ist das vom Reichsarbeitsministerium vor­bereitete Gesetz über die Verbesserung der Leistungen fr der Rentenversicherung vom 24. Juli 1941 vom Führer unterzeichnet worden. Es bringt wichtige Ver­besserungen. die alle Rentuer der Invaliden-, der Au- gestellten- und der Knavvschafts-Penkonsverficherung lebhaft begrüben werden.

Seit langem war es der Wunsch der Rentner, das die durch die Notverordnungen getroffenen Maßnahmen, insbe­sondere die durch die Verordnung vom 14. Juni 1932 einge­führten Kürzungen der Renten, wieder aufgehoben werden möchten. Infolge der schlechten finanziellen Lage, in der die Träger der Rentenversicherung sich 1933 bei der Machtüber­nahme befanden, war es nichr möglich, sofort nach dem Um­bruch alle Maßnahmen der Notverordnungen aufzuheben, durch die die Rechte der Rentner wesentlich beschränkt worden waren. Die »inten der Notverordnungen konnten also nur lchrittwmse beseitigt werden, wie dies insbesondere durch das Gesetz über den weiteren Abbau der Notverordnungen vom 19. Avril 1939 geschehen ist.

Nunmehr wrrd diese Entwicklung durch eine gros- »ügiae Erhöhung der Renten weitergeführt. Das neue Gesetz gewährt zu den laufenden Renten Zuschläge in Höhe der 1932 durchgeführten Kürzungen. Die In­validenrenten und Ruhegelder werden um 6 RM. die Witwer- und Witwenrenten um 5 RM und die Waisenrenten um 4 RM erhöht. Bei den künftig fest­zustellenden Renten wird der Grundbetrag entsvrechend hoher festgesetzt. Die Zuschläge zu den lausenden Renten werden rückwirkend vom 1. Sunt 1941 ab gewährt und erstmalig mit der Augustrente ausbezahlt. In der Angestelltenver- sicherung werden die Renten aus technischen Gründen zunächst noch in der bisherigen Höbe gewährt, jedoch wird die Erhöhung in den ersten Tagen des August gesondert ausgezahlt.

Geichzeitig hat das Gesetz noch eine wesentliche Ver­besserung des An wa rtschasts r e chtes gebracht. Aus allen Beiträgen, die für die Zeit vom 1. Januar 1924 bis ,um Ablauf des auf das Kriegsende folgenden Kalenderjahres entrichtet lind, gilt di; Anwartschaft für Versicherungsfalle, die leit dem 26. August 1939 eingetreten sind, als erhalten.

Die Bezieher von Renten aus der Invaliden- und An- sestelltenversicherung waren bisher nicht «gen Krankheit geschützt. Sie waren daher gezwungen, sich selbst zu versichern oder im Krankheitsfälle die öffentliche Fürsorge in Anspruch zu nehmen. Das neue Gesetz bringt hier den Rentnern eine bedeutungsvolle Vergünstigung, indem es die Kranken­versicherung der Rentner einsührt.

Wer zum Bezug einer Rente aus der Invaliden- oder Angestelltenversicherung berechtigt.ist, wird für den Fall einer Krankheit versichert und erhalt die Leistungen der Kranken­

versicherung mit Ausnahme der Barleistungen. Zur Deckung der Ausgaben wird von den Invalidenrenten und den Ruhe­gehältern nicht jedoch von den Witwen-. Witwer- und Waisenrenten monatlich 1 RM einbehalten. Eine Kürzung der Rente tritt jedoch dadurch nicht ein. weil die Zuschläge und die Erhöhung der Erundbeträge in dem Gesetz auf 7 RM festgesetzt lind, so daß die Renten den Zuschlag von 6 RM zu ihrer bisherigen Rente ungekürzt erhalten. Die Krankenver­sicherung wird in Kürze nach Erlaß entsprechender Anord­nungen durchgeführt werden: darüber wird noch berichtet.

Damit die Rentner auch wirklich in den Genug dieser Rentenverbesserungen kommen, bestimmt das Gesetz ausdrück­lich die Anrechnungsfreiheit in der Fürsorge. Die Rentenerhöhungen bleiben bei Prüfung der fürsorgerecht­lichen Silfsbedürftigkeit auberAnlatz. was von den Rent­nern besonders begrüßt werden wird.

Gleichzeitig konnte der Reichsarbeitsminifter die

Reichszulckülle für Kleinrentner

erhöhen. DieErhöhung erfolgt mit Wirkung vom 1. Juni 1941 ab. Sie betragt je nach Grose der Gemeinden bei Kleinrent­nern ohne mitunterstützte Haushaltsangehörigen 5 bis 6 RM monatlich, bei Kleinrentnern mit einem mitunterstützten Haushaltsangehörigen 7 bis 8 RM monatlich. Für reden weiteren mitunterstützten Haushaltsangehörigen erhöht stch der Reichszuschuß außerdem um je 5 RM monatlich. Die neuen Beträge werden den Kleinrentnern von den Bezirks- fürsorgeverbänden baldigst gezahlt werden. Ein Antrag ist hierfür nicht erforderlich.

Die Zahlung -er erhöhten Sozialrenten

Die Smialrentenemofänger erhalten di« neuen Zuschläge zu den Renten der Invalidenversicherung erstmalig im August gleichzeitig mit den Nachzahlungen für Juni und Juli, soweit die Renten bereits im Juni 1941 laufen. Die Deutsche Reichs« vost ersucht die Rentenemofänger. bei der AbheLung der Auaustrente nur einen Rentenempfangslchein vorzulegen und diesen auf den Gesamtbetrag auszustellen. Der Gesamtbetrag umfaßt den bisherigen Betrag der Rente und die Zuschläge für drei Monate. Wer also zum Beispiel bisher eine Inva­lidenrente von 31.50 RM bezog erhält künftig monatlich 37.50 RM, Für August erhält er außerdem die Nachzahlung für Juni und Juli von je 6 RM^so daß ber Rentenemofangs- schein für August auf 49.50 RM lauten muß Eine Witwe, deren Rente bisher beispielsweise 18,50 RM betrug, stellt den Rentenempfangsschein für August auf 33,50 RM und in den folgenden Monaten auf 23.50 RM aus. Die Waisenrente eines Dormunds von drei zuschlagberechtigten Kindern er­höht sich monatlich um 12 RM. Angenommen, eine solche Rente macht bisher 26 RM. so beträgt sie nunmehr monatlich 38 RM. Im Sluauit werden in diesem Falle 62 RM gezahlt. Wer weitere Einzelheiten erteilen die Ämter und Amts­stellen der Reichsvoit Auskunft.

Ein dichtes Netz der Aufmerksamkeit

Mehrere tausend Meldungen in einer Nackt

mit ihnen durch .__ch kommando

leine wichtige Tätigkeit aus. Hier gehen die vielen Einzeh

Luftverteidigung und Luftschutz sind zum wesentlichen Teil davon abhängig, daß der Einflug feindlicher Flieg» so frühzeitig wie möglich gemeldet wird. Diesem Zweck d-ient die Lustnachrichtentruvve in der Heimat, denen einzige Aufgabe die Bearbeitung der Flugbeobachtungen ist. ll.ber die Bedeutung und den Apparat oiejer Truppe veröffentlicht die JSi^ene^ ein.

Die" Beö St unÄ'~'b"es Luftraumes beginnt schon auf den Vorpostenschiffen weit draußen auf hoher See. Ein dichtes Netz der Aufmerksamkeit erstreckt sich dichtmalckig verknüpft und lückenlos über die, Inseln die Küsteund das riesige große Landgebiet der deutschen Wehrgeltung. In dieses Netz muß jedes einfliegende Flugzeug geraten überall stehen Tag und Nacht die Posten der Flug wach en. von deren geschärftem Gesichts- und Gehörsinn das Gelingen der Arbeit des Flugmeldedienstes abhängig ht. Fernab von den vielen wachsamen Augen und Obren, aber verbunden mit ihnen durch Fernsprecher und Funk, übt das Flugwachkommando feine wichtige Tätigkeit aus. Hier gehen die vielen Einzeh meldungen ein. werden Re abgestimmt und ausgewertet, und von hier aus werden die Ergebnisse an die Kommandostellen weiteraegehen. Wenn man hört, daß in einer, unruhigen Nacht Taufende von Meldungen etngenen. bearbeitet werden und als neue Meldungen wieder hinausgehen, und daß die Übermittlung einer wichtigen Meldung vom entferntesten

F.umoackvosten bis zum Nutznießer.nickt mehr als eine knappe Minute braucht. !o kann man in» eine annähernde Vorstellung von Ber Arbeitsfülle, der Arbenspraziston und vor allem der Arbeitsgeschwindigkeit macken.

Die Arbeit der Luftnackrichtentruoven dient sowohl der Luftverteidigung rote auch dem Luftschutz. Ab­wehrmaßnahmen müssen rasch getroffen werden. Über di«

Luftschutzwarnzentralen werden ferner.Verkchrs- unterneümen. große Jndmtriewerke. bestimmte Dienststellen und die Polizei schon im Vorarlarm vom ylugroachkommando über die Lage unterrichtet. Die Polizei gibt die Meldungen wiederum an den Siche rheits- und Hilfsdienst und den Reichs­luftschutzbund weiter. Aber nicht nur diel- Stellen, sondern alle Volksgenossen sind Nutznießer dieser vorbeugenden Arbeit der Luftnachrichtentruove. wenn die Luftschutzwarnzentrale auf Grund dieser Meldungen sckließlick die Stimme der Sirene ertönen läßt.

der von ihm

Seit 1827 ÖL.

war leit 1858 persönlicher S Karl. 1870 Generalstabschef

1878 das 4. Ärrnee-Korvs.

Wir gedenken am 30. Juli: t Oder geborenen Eeneralfeldmari Blumenthal, gestorben 1900

Straße im Westviertel unserer Stadt benannt. >!fizier. machte er 1848 den dänischen Feldzug mit, -^-'icher Adjutant des Prinzen Friedrich --------ckes des Kronprinzen und führte feit __ .. Armee-Korps. 1888 wurde er Generalfeld­maischall. 1861 wurde in Düsseldorf der bedeutende Schiffsbau-Konstrukteur und Hochschullehrer Oswald Flamm geboren, er starb 1935. 1898 starb in Friedrichs ruh Fürst Otto von Bismarck, dessen Andenken der Platz gleichen Namens unweit der Wilhelmstraße mit feinem Denkmal und der Bismarckring am weltlichen Rande des Stadtterns wach- bält. 1815 zu Schönhausen geboren studierte Bismarck tn Göttingen und war 1837 Referendar bei tber Potsdamer Regierung. 18511859 suchte er als Bundestagsgesandter vergeblich Preußens Gleichstellung mit Österreich zu erreichen. Nachdem er 1859 Gesandter m Petersburg und 1862 Gesandter in Paris gewesen war. wurde er am 24. September 1862 preußischer Ministerpräsident, mehr als acht Jahre spater der Schöpfer des zweiten Deutschen Reiches, und dessen erster Reichskanzler bis zu seiner Entlassung am 20. Marz 1890. 1914 machte Rußland offiziell mobil. 1918 wurde ,n

Hestkomert m Ehren des Geburtstages Benito Mussolinis

In dem bis auf den letzten Platz besetzten großen Saale des Kurhauses fand ein Festkonzert des Städtischen Kurorchesters statt, dessen Vortragsfolge Musikdirektor August Bogt in sehr geschmackvoller Weise zu>ammengeftellt hatte. Dieser deutsch- italienische Abend zeigte so recht, in welch wundervoller Weise sich die beiden musikalischsten Völker der Welt ergänzen und verbinden. Mr erlebten zunächst eine Erstaufführung, das Fest­liche Vorspiel. Werk 59, von Kurt Stiebitz, der zur Zett im Felde steht. Das Werk hat einen pompösen, fast barocken Charakter. Mit Pauken, Trommeln und Fanfaren setzt es ein, Xylophon und andere kräftige «langmittel werden herangezogen. Der Eindruck der Monotonie vermag stch aber nicht einzuftellen, weil die Streicher ein sehr weicher, melodiöses Seitenthema bringen. Die thematische Durchführung ist von sauberer Arbeit. Gelegentlich verdüstert stch die Stimmung, die Geigen werden mit Sordinen gedämpft, die Hörner verlieren stch in Besinnlichkeit, dann aber nimmt das Werk, das vom Stern des Krieges gestreift zu sein scheint, einen triumphalen Abschluß. Die drei italie­nischen Tanzonen für kleines Orchester von Ennio P o r r i n o haben wir in Wiesbaden bereits gehört. Der mit der Trompete einsetzende erste Satz spannt stch mit den anderen Instru­menten weit aus und trägt einen feierlichen Charakter. Der zweite Satz gleicht mit seiner Cellomelodie einer Liebesserenade, während der letzte die ins Groteske und Humorvolle gesteigerte Vision eines Tanzes gibt. Die Solistin des Abends war die junge Cellistin Hetta Heine, eine gebotene Wiesbadenerin, die augen­blicklich in Düsseldorf tätig ist und bei den diesjährigen Salz­burger Festspielen austreten wird. Sie spielte das bekannte Konzert in 8-dur von Luigi Boccherini, dessen Rokoko­ornamentik bereits von den strengen Linien des beginnenden Klassizismus gestützt wird. Das Soloinstrument umspielt noch nach alter Weise die Melodie des Orchesters, hat in dem elegisch angehauchten Andante Gelegenheit, stch seelisch auszuleben und im letzten Satz ein graziöses Spiel zu entfalten. Hetta Heine ordnete stch dem Stil des Werkes dezent unter, entwickelte aber trotzdem gelegentlich großen Ton, beherrschte die vielen technischen Schwierigkeiten und brachte auch die beiden komplizietten Kadenzen einwandfrei zu Gehör. Es folgte eine köstliche Fein­schmeckerei, das Divertimento In v-dur von Gtmanno Wolf- Ferrari, ein Menu mit vier Gängen, die so zu sagen nur aus höre d' euere bestehen. Die Perle ist der erste Satz, desten Thema von den Pizzieati der Streicher gebracht wird. Die Pariationen kirchern von verhaltenem Humor. Bald tritt das Horn hervor, bald die Oboe. Die Celli machen lustige Sprunge, die Flöte versucht stch in einem anderen Takt. Es folgt ein drolliger Tanz mit Brummbaß. Dann wird man schwelgerisch im

Gefühl, ja ein bißchen zärtlich. Was nun? Die Sache wird doch nicht tragisch in moll enden? Aber nein! Schon holt die Trompete das alte Thema hervor und benutzt es zu allerlei Späßchen. Die Canzone" klingt wie ein Hittengesang mitSchalmeien. Die Siciliana" bleibt trotz der melancholischen Lberschattung immer liebenswürdig, und in dem Rondo finale treten sämtliche Instru­mente zu einem tänzerischen Wettbewerb an. Während Ermanno Wolf-Ferrari die Melodik des Südens mit dem gewichtigen Ernst der nordischen Musik verbindet, da er Deutsch-Italiener ist, lebt in Richard Wagners Rienzi und seiner mit schwerem Blech gepanzerten Ouvertüre der Geist des Italieners Spontini weiter, Noch heute vermag diese Musik zu fesseln, die einen Volkstribunen verherrlicht. Was Rienzi mißlang, die Schaffung eines geeinten, freien Italien, hat Benito Mussolini zum Siege geführt.

Dr. Wolfram Waldfchmidt.

* August Bogt als Gastdirigent. In der Reihe der von der Stadt Karlsbad veranstalteten Konzette, bei denen bedeutende Dirigenten, wie Abendroth, Pfitzner u. a. am Pult stehen, war in dem zweiten Sinfoniekonzert unserem Städtischen Musikdirektor August Vogt ein großer Erfolg beschieden. Als Höhepunkt des Konzertes wird die Aufführung der v-moll-Sinfonie von Johannes Brahms bezeichnet. Dieses Werk, so heißt es in einer Besprechung, sei unter der meisterhaften, tiefgründigen Führung des ausgezeich­neten Dirigenten August Pogt zu einem Erlebnis erhabener Größe entstanden. Der nicht endenwollende Beifall, für den Dirigent und Orchester oft hätten danken müssen, sei wohlverdient gewesen. Musikdirektor August Vogt ist von der Stadt Heidelberg ein» geladen worden, am 30. Juli die zehnte Schloßhof-Serenade zu dirigieren.

* Der Gipfel bet Zerstreutheit. Friedemann Bach war Organist in Hülle geworden. Daß ihm seine Zerstreutheit bei einem Amte, helfen Verwaltung durch Turmuhr und Glockengeläut bestimmt wurde, manchen argen Streich spielen mußte, konnte garnicht fehlen. Daß er, von seinen SBirisIeuten erinnert, vom Klavier aufftand, zur Kirche ging, zu einer Tür hinein, zur anderen wieder hinaus, nach Hause an sein Klavier und die Fantasie fottsetzte, war nichts seltenes. Dann war es nur gut, wenn er seinem Balkentretei die Schlüssel zur Orgel gelassen hatte, denn dieser schaffte dann Rat. So klug war Friedemann aber einst nicht gewesen, um an einem Feiertag nichts zu übersehen, geht er recht- zeitig in die Kirche, setzt sich, bis die Gemeinde versammelt sein würde, in die Stühle für die Frauen, vergißt sich aber und bleibt, die Schlüssel zur Orgel in der Tasche, auch dann noch dott fitzen, als die Glocken ausgeläutet haben und das Präludium angehen soll. Man dreht die Köpfe nach dem Chor, man winkt, man schüttelt. Er schüttelt auch.31 a soll michs doch wundern", sagt et vor sich hin,wer heut Orgel spielen soll."

Was soll ich werden?

Aufkliiruussaktionen für die Berufswahl

Die Buben und Mädel, die jetzt im letzten Jahre in der Schule find, werden ickon frübsethg daran geben M darüber klar zu werden, roelcken Beruf sie ergreifen wollen. 3m Huguit wird die deutsche Jugend in grogangelegtm Aktionen über De- rufsfragen Aufklärung erhalten. Die Zahl der.zur Entlalsuns kommenden Schüler und Sckü ennnen die lick nn Jabre 1934 noch auf 620 000 belief, beträgt 1941 nur no*. 530 000 unb wird bis 3um Jahre 1947 bis auf 440 000 weiter absinken Der erhebliche Rückgang der Eeburteniahrgange 1920/33 spiegelt sich in dielen Zahlen, wider. Dieser gesunkenen Be- russanwarterzahl sieht eine URrsulle von verfügbaren Lehr­stellen gegenüber. Es muß als eine volksoolitische Pflickt angesehen werden, wenn der Staat bei der Bermsroahl lenkend eingreiit. Die Jugendlichen muffen davon überzeugt werden und hierbei kann bereits das Elternhaus wertvolle Arbeit leisten. das ieder deuttcke Mensch die Pflicht hat. lein Können und lein Berufsstreben dort einzusetzen. wo es am besten der Gemeinschaft dient. v.

auf einem so daß sie Marktstra

Unfälle. An der De Lasoöestraße rutschte eine Fran auf einem Obstrest aus und zog sich einen Fußknöchelbruch zu, so daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußte. In der Marktstraße zog sich eine Frau an einem Gemüsehobel an der Hand stark blutende Ballenschnittrounden zu: sie mußte ärzt­

liche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wiesbadener Gemüse- und Obstmarktbericht vom 29. Juli. Anfuhr und Angebot sehr mäßig, Nachfrage stark, Bedarf konnte nicht gedeckt werden. Großmarktpreise (in Klammern Klein­marktpreise): Spitzkraut (y kg) 6,6 (9), Rotkohl 16,5 (23), Wirsing 6,6 (9), Römischkohl 6 (8). Spinat 13,2 (18), Buschbohnen, grüne 24,2 (34), gelbe 27,4 (38), Tomaten 27,5 (38), Salatgurken 18,7 (25), Einmachgurken 4,613,5 (618), Kartoffeln, neue (50 kg) 717 (9), Kopfsalat (Stück) 6,4 (9), Endiviensalat 6,3 bis 9,6 (913), Rettich 9 (12), Kohlrabi 4,5-6,6 (69), Rote Rüben (Bund) 4,5 (6), Suppengrün 8 (11), Frühbirnen (y. kg) 1417 (1822), Sauerkirschen 31,5 (40), Aprikosen 1. 54,459,3 (70-75), 2. 444-49,2 (57-64), Stachelbeeren, reife 21,4 (27), Johannisbeeren 18,2 (23) Pf.

Kiew der Generalseldinarlchall »ermann von Eichhorn durch Bolschewisten ermordet. 1848 in Breslau geboren, kämpfte er 1866 und 1870/71 mit. Int Weltkrieg war von Eichhorn Führer der 10. Armee, leit 1916 Jettete er bte Heeresgruppe Eichhorn. 1936 wurde der Reichsstatthalter Karl Kaufmann mit Führung der Landesregierung tn Hamburg beauftragt.

Arbeitseinsatz der ausländischen Kräfte. Gauleiter und Reichsstattbalter Sprenger hatte die Letter der Arbeitsämter im Gau Hessen-Nassau zu einer Sitzung tn das Adolf-Hitler-Saus zu Frankfurt a. M. zusammengerufen, um den Arbeitseinsatz von ausländischen Arbeitskräften und Kriegsgefangenen zu regeln. An dieser Sitzung,, nahmen außerdem alle an dieser (trage interessierten Behordenleiter teil. Eine Aussprache diente der Klärung dieses. Fragen- komvleres sowie der Ergreifung grundsätzlicher Masnahmen.

Ein treuer Kamerad unserer Feldgrauen ilt bet Volkswagen, der ..lustgefühlt, klein, zah, mit bem wüsten- farbenen Anstrich und dem Motor hintendrin. stch tn Nord­afrika einzigartig bewährt hat Saniber berichtet u. a. das neue ..Rhein-Main KdF.-Mon.atshef t, besten Titelblatt ein Selbstbildnis von Emil Dielmann ans der KdF.-Kunstausstellung .Künstler im feldgrauen Rock' tn Frankfurt a, M. zeigt. Über diele Ausstellung erfahren wir außerdem Nähere« auf einer.Innenseite. Aui einer doppel­ten. filmartig bebilderten Sette »eigen Sportler KdF.-Svort. Eine weitere Seite ist markanten kulturellen jBeranitaltungen im abgelaufenen Monat gewidmet, einer Dichtervorlesung Erwin Guido Kolbenhevers und einer Theaterauffuhrung der Rhein-Mainischen Landesbühne. e.

Hören Sie am Donnerstag! Das Stabsmusikkorvs des Wachbataillons der Luftwaffe spielt im großdeutschen Rund­funk im Deutsch-italienischen Austausch-Konzert von 1415 bis 14.45 Uhr. ..Klingende Kleinigkeiten" lendet das Retchs- programm von 20.15 bis 20.50 Uhr. Anschließend folgen ms 21.10 Uhr Frontberichte. Von 21.10 bis 22.00 Uhr ..So klingt s bei uns in Wien".

Die zweite Reichskleiderkarte gilt.auch nach dem 31. August 1941. Wie dielertiüeitung mitteilt. bletbt die zweite Reichskleiderkarte auch nach dem 31. August 1941 tn Kraft. Böswillig ausgestreute Gerüchte hatten fckW. vor einiger Zeit die Behauptung aufgeftellt. daß die dritte Reichs­kleiderkarte nickt zum vorgesehenen Termin. ausgegeben wer­den würde. Die weiteren Gerüchte, daß die zweite Reichs­kleiderkarte nickt wie die erste über den normalen Geltungs­termin hinaus in Kraft bleiben würde. rühren offenbar aus derselben ausländischen Quelle. Es fei deshalb noch einmal ausdrücklich festgestellt, daß di« alte Kleiderkarte über den 31. August hinaus weitergilt, und das im Laufe des September die dritte Reichskleiderkarte ausgegeben werden wird.

Wiesbadener Gerichtssaal. Ein Verfahren wegen Be­trug und Urkundenfälschung, das vor einiger Zeit gegen etttc hiesige Einwohnerin schwebte, würbe infolge ber Amnestie eingestellt. Das diente ihr jedoch nickt zur. Warnung: ,ste wurde wieder straffällig. 20 RM. die sie von einer Bekannten zur Einzahlung auf bte Steuer-Hauvtkaste bekam, behielt Re Tür sich, und als sie deswegen zur Rede gestellt wurde, er­klärte Re. eine Verwandte, der sie den Auftrag gegeben habe, den Betrag einzuzahlen, habe die 20 RM unterschlagen. Zur Bekräftigung dieser Aussage reime Re einen fingierten Brief vor. in dem die Verwandte angeblich zugab. die 20 RM behal- ten zu haben. Einen Untermieter, der ihr bereits schon ein­mal Geld geliehen hatte, bat Re um ein Darlehen. Er gab ihr ein Sparkassenbuch über 125 RM und gestattete ibr, hierauf 25 RM abzuheben. Die Angeklagte erhob jedoch einen höheren Betrag, fälschte Eintragungen in dem Svarbuch. um die Rückzahlung der alten Schuld zu beweisen. Der Unter­mieter hatte schließlich auf seinem Sparbuch einen fingierten Betrag von 400 RM. Die Fälschung wurde jedoch entdeckt, als er von feinem Konto einen Betrag abheben wollte. Die Strafkammer verurteilte die Angeklagte zu Reben Monat Gefängnis.

DasW. T." gratuliert. Am 31. Juli feiert Frau Philivpine Klees, geborene Speck. Ww. des Kohlenhänd­lers Christian Klees. Eberbacher Straße 16. ihren 82. Ge­burtstag in körperlicher und geistiger Frische.

MasbaLsn - Sisbrtch

Unsere öffentlichen Anlagen haben jetzt ihren vollen Sommerflor entfaltet. So bietet die Friedensanlage in ihrer Blütenfülle ein Bild schönster Farbenharmonie. Dor- herrlckend find die Hortensien in weiß und in verschiedenen Spielarten von rosa. Dazwischen fügen sich die blaue Phlor, das Goldgelb der Ringelblume (Calendula), das rote und gelbe Blumenrohr (Sanna), die den Hortensien ähnliche Hydranaea. die Fetthenne. Staudenastern und andere: auch einige Sonnenblumen fehlen nicht. Die hohen Staudenblumen wechseln mit niedrigen Blickern. Des gleichen Sommerblumen­schmucks erfreuen sich die Rickarb-Wagner-Anlage und die An­lage auf dem Horst-Westel-Plaß. Es ist erfreulich, daß trotz der wenigen Arbeitskräfte, die der Gartenbauverwaltung zur Verfügung stehen, die Anlagen nicht vernachlässtat wer­den. Die mit ihrer Pflege Betreuten fetzen aber auch selbst ihren Stolz darein, auch in der Kriegszeit die Anlagen in mühevoller Arbeit zu Legen und zu pflegen, die wir dem ganz besonderen Schutz des Publikums empfehlen.

H>iasba6en-Dotztzstm

Holzabfuhr. Das von den Einwohnern tm Stadtwald ge­kaufte Brennholz wurde Mir Abfuhr freigegeben. Nach Ein­lösung der Holzabluhrscheine werden jetzt in größeren Mengen di« Buchen- und Eichenknüvvel ulro. abgefahren, da die Ge- freibeernte kurz bevorsteht. Vielfach steht man auch Lohschäl- olätze im Walde oder maschinelle Zubereitung des Schwellen­holzes. welches für Eisenbahnschwellen Verwendung findet

Mittwoch: Verdunkelung von 21.13 bis 5.53 Uhr