Wiesbadener Tagblatt
Montag, 28. Juki 1941
WERKMEISTER
C Roman von RICHARD HOEPNER
44. Fortsetzung
'(Nachdruck verboten)
verbündet
elastisch
Streudose RM —.72
Beutel zum Nachfüllen RM —.49
Genau auf den Namen W<l*4<H>last achten
eum Sdudtftute!
Danksagung
Das ist der richtig
Paula Becht u. Söhne
Breckenheim, den 25. Juli 1941.
k. es
CHEM. REINIGUNGSWERKF
Werde Mitglied der NSV.!
Für das mitfühlende Gedenken beim Heimgang meines lieben Mannes, unseres guten, unvergeßlichen Vaters sagen wir auf diesem Wege allen aus tiefstem Herzen Dank. Besonderen Dank für die ehrenden Nachrufe und Kranzniederlegungen bei der Trauerfeier.
PaihtgesW j
Obstgarten oder Acker v. Fachmann zu vachten gesucht. Ang. W829 TB.
Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für den reichen Blumenschmuck beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Brumm und all denen die ihm das letzte Geleit gaben.
Frau Karoline Diefenbach und Kinder
SKloren • 6cfiuito| Verloren Samst. nachm Semden- itoit v. Kl. Burg- str.. Langgaffe. Krrchg.. Scharn- borftftr. Abzug, geg. Belohnung.
Schuster, Kl. Burgstr. 8.
Für Jung und Alt bei Wundsein
DIALON-PUDER.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die Kranz- u. Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen
Statt Kartell
Da es mir unmöglich ist, jedem einzeln zu danken für die aufrichtige Teilnahme, welche uns bei dem Tode unserer lieben Entschlafenen
Frau Luise Silbereisen
geb. Schuster
ruleil wurde, danke ich recht herzlich auf diesem Wege. Ganz besonderen Dank Herrn Pfarrer Volz für die frost- reichen Worte am Grabe, Schwester Mina für ihre auf- opfernde und liebevolle Pflege, dem Personal vom Postamt W.-potzheim, den Schulkameradinnen und Kameraden, sowie für die Kranz- und Blumenspenden und allen, die ihr das letzte Geleit gaben.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
August Silbereisen nebst Angehörigen W.-Dotzheim, den 25. Juli 1941.
Seite 8 Nr. 174
BESTATTUNGS- INSTITUT
Jac. Keller 23824
Übernahme aller Bestattungsangelegenheiten • Roonstr. 22
Karl Seel
sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Dr. Fries für seine trostreichen Worte, dem Gesangverein Wiesbadener Männerklub/Sänger- runde und der Gemeinde Stolzenfels.
Die trauernden Hinterbliebenen
Wiesbaden, Stettin, den 26. Juli 1941.
Siedlung Freudenberg
Karl Mühlhaus, 34 J„ Blücherstr. 5 - August Wessel, 48 j„ Wolfram-von-Eschenbach-Str. 4 - Heinrich Schmidt,'69 J.^ WelMtzstr. 3 - Margarethe Trimborn, geb. Baecker, 90 J.,’ Moritzstr 54 - Anna Schmitt, geb. Steffens, 61 J„ Gieselherstr. 8 - Johann v. Haken, 82J., Schiersteiner Str. 38 - Karoline Weis, geb. Hülpüsch. 78)., Nettelbeckstr. 20 - Ida Schnelle, geb. Husinger v. Waldegg, 84Augustastr. 13 - Bruno Backe* 68 J„ Querstr. 2 - W -Biebrich: Eduard Meister, 80 Frankfurter Str. 98 - Sophie Keßler, Ww„ geb. Rückert, 59 J., Wiesbadener Str. 11 - Barbara Bergzoll, 85 Wiesbadener Str.41 . Johann Schaab, 70 J., Frankfurter Str. 98. - W.-Dotzheim: Elisabeth Müller, geb.Heußer, 72 J., Idsteiner Str'."2Ö - Amalie Deußer, geb. Gäfgen, 56J„ Schlageterstr.300 - W.-Erbenheim: Susanne Scherf, geb.Lehmann, 72 J., Taunusstr. 5 - W.-Sonnen- b°rg: Karoline Pili, geb Dörr, 53 J„ Flandernstr. 2"
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gegr. 1908
Aufnahme ohne Untersuchung für alle nicht Versicherungspflichtige. Zahlung unquitt. Rechnungen, auf Wunsch dir. an den Arzt bzw. Heil- Praktiker. Bei Krankenhausaufenthalt Verpflichtungsschein zu Lasten der Kasse. Kriegsrisiko eingeschlossen.
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Bezirksdir. Wiesbaden
Michelsberg, Ecke Langgasse, Ruf 23751
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied am 25. Juli nach kurzer schwerer Krankheit plötzlich und unerwartet mein herzensguter Mann und bester Lebenskamerad, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Kusin Hermann Klippel
Telegraphen-Sekretär
im 62. Lebensjahr. Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Blanche Klippel, geb. Paillard
W.-Dotzheim, Düsseldorf, Schweiz.
Schlageterstr. 180
Die Beerdigung findet am Dienstag, 29. Juli, nachmittags
-.15 Uhr von der Kapelle des Südfriedhofs aus statt.
■5-
Es war an einem Samstagmittag. Die Sonne sengte herunter auf die blankgefahrene Asphaltstraße. Der Posten vor dem Torbogen des Polizeipräsidiums blickte etwas teilnahmslos hinweg über das Gedränge der Menschen, das sich hart an ihm vorbeischob. Durch den frühen Eeschäftsschluß füllten sich die Bürgersteige. Von Zeit zu Zeit verzog fich das Gesicht unter dem ledernen Tschakorand und schob pustend die ^uterlippe vor. Seine Augen blickten sehnsüchtig zurück zu der kühlen, grauen Eebäudefront im Hof. An den Mauern des Präsidiums brachen sich die Sonnenglut und der Straßen- *“inL (Fortsetzung folgt.)
Die Erhaltung der Kleidung
Ist heute von so großer Wichtigkeit, daß Ihre Bedeutung gar nicht überschätzt werden kann. Kluge Hausfrauen wissen schon lange, daß sich gute und wertvolle Kleidungsstücke durch fachgemäße ehern. Reinigung oder Umfärbung In der Regel wie neu herstellen lassen, wobei Kleiderpunkto gespart und teure Anschaffungen vermieden werden können. Wenn auch die Lieferzeit heute Infolge der enormen Beanspruchung unseres Werkes von öffentl. und privater Seite naturgemäß etwas länger dauert, als man dies von früher gewohnt Ist, so dürfen wir hierfür sicherlich Ihr Verständnis voraussetzen. An der Güte der Ausführung lassen wir es nicht fehlen. Unsere Leistungsfähigkeit
moif'@lre^ ging plötzlich schneller. Er merkte es nicht, Kramp neben ihm Schritt hielt. Auf der Bordschwelle ffrnmn1 blieb er stehen. Er wollte nach Hause.
ln bie Seitenstraße abbiegen. Es war erstema daß Alfred Pätzold hier stehenblieb, entschloßen, K.ramp nicht zu folgen. Es war ein Gemisch von Auflehnung und spähender Furcht, das ihn beherrschte. Es gab seiner mnf prTL,*?1}5 M an Kramp vorbei über die
h^Eete Asphaltflache, als suchte er eine Rettung
zwischen den blinkenden Kurven der Schienen
, . mußte schon weit nach Mitternacht sein. Von den «n* L^tJeiVOtarn de? Straßenbahnhofes war nur das eine noch geöffnet. Aus der Halle dahinter tönte von Zeit zu Zeit das Hammern und Klirren der Nachtschicht herüber.
Kramp stand wie eine Wache neben dem Jungen. Er !§n^teetwas davon, was in dem Schweigenden vor sich ging Endlich legte er ihm zögernd die Hand auf die Schulter
- ?,er Ton seiner Stimme schwankte zwischen Bitte und Befehl. „Also, morgen abend!" Er wartete vergeblich auf eine Antwort, und als diese ausblieb, schüttelte er Pätzold leicht am Arm: „Was ist los?" Er erzwang sich dessen Blick dann neigte er verstehend den Kopf und sprach seine Feststellung seltsam langsam aus: „Du hast also auch Angst?"
„Ach, Angst!" Alfred Pätzold hatte die Antwort unwillig hervorgestoßen und befreite sich von dem Griff. Er deutete hastig auf den Straßenbahnzug, der um die Ecke bog. „Wir können hier nicht stehenbleiben."
„Komm!" Das war alles, was er hervorbrinaen konnte. Es hatte fast rauh geklungen. Sie lauschten einen Augenblick. Die nächtliche Straße blieb still. Schweigend und eilig legten sie das kurze Stück bis zur Kreuzung zurück. Der Stratzen-
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bahnhof war geschlossen. Die Laternen auf dem Platz davor waren erloschen. Kramp machte an der Ecke halt. „Du hast recht, Alfred!" Er streckte ihm die Hand entgegen.
Alfred Pätzold fühlte das Papier darin und wich zurück: „Ich will das nicht. Kramp! Hören Sie? Ich will kein Geld von Ihnen! Ich habe gestern zwei Zeichnungen abaeliefert, ich brauche nicht zu hungern!" Seine Auflehnung scheiterte an Kramps Bestimmtheit, mit der er ihm den Schein in die Jackentasche steckte. „Geh jetzt, Junge." Es war ein eigentümlicher Ton, der fast sanft war und doch keinen Widerspruch duldete. Pätzold gehorschte ihm wie ein Kind. Langsam und zögernd ging er über den nächtlichen Platz. Seine schlanke Gestalt wirkte gebeugt.
. Kramp sah das nicht. Er hielt das Kinn auf die Brust gestützt. Schwerfällig strebte er nach Hause. Seine Gedanken an das erregte, übernächtigte Gesicht seiner Frau, an deren Fragen und Porwürfe, veruehen seinem Gesicht einen müden, grimmigen Zug.
Icommf mit seiner Kleidung wie mit seinen Schuhen sehr gut aus.1 Das Rezept dafür heißt: täglich pflegen) Die Kleider mit der £ürste, die Schuhe mit der ß Orsis, nd Nigrin-22.
In Wiesbaden: Marktstraße25 . F.25101 Moritzstraße 1 . F. 27813 sowie sämtliche Läden der Wäscherei Rund
Sie waren wieder auf der Landstraße. In der Ferne vor ihnen schaukelte wieder das einsame rote Licht der Baubude zwischen den schattenhaften Stämmeck der Bäume. Nach den ersten schnellen Schritten brach der Jüngere das Schweigen. Es war ein vorwärtsdrängendes, beschwörendes Flüstern: „Kramp, ja, ich habe Angst! Ich werde Ihnen auch sagen, warum."
Der Umriß eines Gebüsches trat dicht an die Straßen- kante^ Er steuerte darauf zu und zog Kramp mit sich hinter den Schutz der Blätter. Erst hier fühlte er sich sicherer. Seine Stimme wurde ruhiger: „Kramp, ich bin Ihr Mitwisser! Verstehen Sie das? Wenn alles herauskommt, geht es mir nicht viel besser als Ihnen. Kramp! Jeder von uns beiden ist verantwortlich für den anderen. Ja, ich habe Angst! Es muß anders werden als bisher. Heute, beim Rennen habe ich das ganz klar gemerkt. Ich weiß, daß Ihr Sohn mich nicht leiden kann. Schön, soll er. Ich pfeife darauf! Nun sagen Sie aber selbst, Kramp, muß er sich nicht darüber wundern, uns zusammen zu sehen? Schließlich haben Sie früher genau dieselbe Wut auf mich gehabt wie er. Das weiß er doch. Ebenso ist es mit allen anderen. Im Werk hat leder gewußt, wie wir beide früher zueinander gestanden haben. Es ist doch ganz klar, daß die sich Gedanken dabei machen, wenn sie uns jetzt so einträchtlich zusammen sehen. Kramp, Sie sind ein alter Mann, und ich bin ein junger Bengel. Meinen Sie, man glaubt uns eine Freundschaft?" — Alfred Pätzold trat ganz dicht heran an Kramp. Er suchte in der Dunkelheit nach dessen Arm. „Nehmen Sie doch Ver- nunft an, Kramp! Vielleicht war der Kriminalrat auch auf der Avus heute, hat uns vielleicht beobachtet. Der kennt doch meine Geschichte von dem Kind und von Ursula. — Meinen
1 8rau macht sich keine Gedanken, wenn sie bis in die Nacht hmem auf Sie warten muß? Nein, Kramp, so geht das nicht weiter! Man darf uns nicht jo oft zusammen sehen. Wir müssen vorsichtiger sein."
Kramps Aufstöhnen ließ Alfred Pätzold schweigen. Er suhlte die Arme schlaff werden unter seinen Griffen. Einen Augenblick war es, als ob Kramps Körper taumeln wollte. „Kramp! Ich sage das doch alles nur wegen der Sicherheit" ' beteuerte er verzweifelt. '
Minutenlang standen sie schweigend beinander in der Finsternis. Einer hörte auf den Atem des anderen Jetzt war es Kramp, der sich als erster aufraffte.
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