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Wiesbadener Tagblatt

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89. Jahrgang

Freitag. 25. Juli 1941

Nummer 172

chwächten.

ickende Verrücktheit". Davon will allerdings Zische Regierung nichts wissen, doch hat der britische

llugzeuge ab.

Verstärtte USA.-Hetze gegen Japan

Rawtiiige britischen

dem Kanal. So haben die Engländer die schmerzliche Er- "" ---ächte auch rm

Der OSvW.-Bericht von heute

Aus dem Führer-Hauptquartier, 25. Juli. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen im Osten schreiten auf der, gesamten Front unter teilweisen harten Kämpfen planmäßig fort. Grobe Mengen von Gefangenen und Kriegsmaterial werden täglich eingebracht.

Einzelne Kampfflugzeuge belegten in der letzte» Nacht militärische Anlagen im Ostteil der Stadt Muskan und nördlich des Kreml mit Bomben.

Im Kampfe gegen England bombardierten Flug-

Planmäßiger Fortgang der Operationen im Osten

WKS IbtMB MS

avgelmonen

37000 BRT. im Mittelmeer versenkt

Englischer Kreuzer torpediert — «erfolguug der Reste des bereits am Bortag« schwer getroffenen Seleitzuges

auch ein Flugzeugträger von unseren Bomben bt=. schädigt wurde und einer der getroffenen Dampfer gesunken ,st.

Die Zahl der vom Feind verlorenen Flugzeuge erhöbt sich von sieben auf acht, die der unsere« von drei aus mnf.

Bei der Torvedierungsaktion haben sich die Mannichasten unter dem Kommando der Flugzeugführer Hauptmann Mo»oli. Leutnant Rivoli. Leutnant in Bella und die sturzkampwer- bande unter dem Befehl der Hauptleute Zuccon» und Rrzzi aus-§-Vr d a f r i k a wurden an der Dchruk-Frout feind­liche Abteilungen. die lick einem unserer StuÄunkte genähert h,‘"& WÄ%.H l« «H4.IH ... llolchefit und Eulauabert (Eondar).

sahrung machen müssen, daß die Achs en m a Mittelmeer ihre Kräfte „nichts.. Lange Zeit hindurch hatten die Engländer nicht mehr gewagt, Eeleitzuge durch das Mittelmeer, zu bringen. Jetzt geben sie sich offenbar dem Trugschluß hin, daß der Feldzug, im Osten ihnen im Mittelmeer eine größere Bewegungsfreiheit bringen würde. Die T o r v e d o s u n d B o m b e n der Italiener haben mit dreier Illusion sehr gründlich auf-

zeuge, die zur bewaffneten Aufklärung eingesetzt waren. Safenanlagen im Nordosten der Insel. Seeltreitkrafte schossen drei britische Kampfflugzeuge ab. Die. britische Luftwaffe er- litt auch gestern au der Kanalküste eine schwere Niederlage. Der Feind verlor 3 3 Flugzeuge, von denen 27. — darunter neun viermotorige Kampfflugzeuge — durch Sager und sechs durch Flock-Artillerie abgeschossen wurden. Vier eigene Flugzeuge gingen verloren. .

Britische Kampfflugzeuge nrnrfen in der letzten Nacht »m nordwestdeutschen Küstengebiet Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste ast Toten und Vcrletzten. Wehrwirtschaftlicker oder militärischer Schaden entstand nicht.

' :lak-Artillerie cholle« zwei der mtgreifenden

as. 2n den USA. bat ein neues Kesseltreiben gegen Japan eingesetzt. Die USA.-P,resse und die USA.- Politiker ergehen sich „in wilden Beschimpfungen und Drohungen gegenüber Japan, wöbet wirtschaftliche Maß­nahmen verschiedener Art angekündigt werden. Dieser ganz neue Hetzfeldzug ist dadurch hervorgerufen worden daß Japan gemeinsam mit Frankreich entschlossen, stnd. ieder Be­drohung Jndochinas entgegenzutreten. Es liegen, wie ine japanische Presse betont, zahlreiche Anzeichen dafür vor, daß englischerseits ein Vorstoß gegen Audochinqi beab- sichtigt ist. Dem widersetzen sich owohl Japan wie auch Frankreich, wobei man in Japan betont, daß es sich hier um eine Bedrohung der Neuordnung im deinen Osten handelt. In dem gleichen Augenblick in dem also 2avan zur Siche­rung seines Interessengebietes Maßnahmen m Uberemsftm- mung mit Frankreich ergreift, ergeht fich die amerikanische Presse in den wildesten Anschuldigungen gegen Japan. Das ist die gleiche amerikanische Presse und das stnd die gleichen amerikanischen Politiker, die immer wieder, predigen, daß man Stützpunkte.für bte USA. in der Wett- hemilvhäre erwerben ntüfie und die ihre Ansprüche gar nicht weit genug spannen können. Wir verweisen dabei ganz be­sonders aus eine Rede Wendel! Willkres. der u. a. erklärte, „wir wüsten Deutschland überrumpeln und b'nzufugtebaß man einen ungeheuren „Druck auf die oftentliche Meinung in den USA. ausüben mulle. eßen um die kriegerischen Plane Roosevelts und seiner jüdischen Hintermänner durchfuhren zu können. Dieses gleiche Amerika also «erat völlig aus dem Häuschen, wenn bte Neuordnung m Fernen Osten durch Japan gestchert werden soll.

Der italienische Wehrmachtbericht

Nom. 25. Juli. (Funkmeldung.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Freitag bat folgenden Wortlant:

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:

Der E e l e i t, n g von. 18 Dampfern und. das zahlreiche Geleit von Schiffe« der britische» Kriegsmarine, die stch ins mittlere Mittelmeer gewagt und bereits von unseren See- 7nd Lnstttreitkräste« schwere Schläge eFalteu batten, waren am gestrigen Tage wiederholten Angriffe «unserer Luftwaffe" ausgesetzt. Bomber, Sturzkampf- und Torpedo- flugz"nge haben in unermüdlichem Schwung dreRe st e der englischen Einheiten, die durch ihre Aufteilung unb die schlechten atmosphärischen Bedingungen fich dem Angriff ja entziehen hofften, da die eigene Flotte zu einem wirk­samen Schutz uicht mehr imstande war, zunächst zersprengt und dann bis zur Grenze ihrer Reichweite verfolgt. „Die Bomber habe« eine« Dampfer von 10 »00 BRT. über, rakcht und mit einem Volltreffer getroffen, fo daß er sank. Die Torpedoflugzeuge habe» zwei wehere Eroßahtsse ge- trnffen und versenkt, und zwar erneu Dampfer van 1- 000 ««T und einen Tanker van 15 000 B9kT. Au^ ern Kreuzer, d?^'«" der Rückfahrt «ach begriffe« war, wurde

schiff "großer «il°-

Aug weiteren Nachrichten ergibt stch. daß am 23. Juli

Einige Engländer scheinen die Sinnlosigkeit dieser neuesten Cburchillschen Kriegsmethode auch emzusehen. Em Militärkritiker bezeichnet diese Luftkrtegspoltttk als eine „ansteckende Verrücktheit" Davon will allerdings Sie englische Regierung nichts willen, doch hat der britische Luftfahrtminister Sinclair bte Unterlegenheit bei eng­lischen Luftwaffe jetzt eingestanden. Ei meinte nämlich, die. Regierung weide keine Anstrengungen scheuen, um z u n a ch st die Parität mit der deutschen Luftwaffe tmd dann die Überlegenheit zu erreichen. Damit gesteht also Herr Sinclair ein. daß entgegen allen Reklame-Artikeln der englischen Prelle die britische Luftwaffe unterlegen ist. Mit den soge­nannten „Non-stop -Angriffen „wird die deutsche Überlegen­heit geradezu planmäßig vergrößert.

Es ist also nicht? mit der englischen Luftherrschaft über

ss. Berlin. 25. April. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung.) Die amtlichen englischen Stellen sind sehr stolz darauf, daß die britische Luftwaffe immer wie­der Angriffe aus die besetzten Gebiete unternimmt. Man spricht von einer Entlastungsofsensive für die Sowjets und man bezeichnet diese vergeblichen Einf.lug­versuche sogar als „Non-stov"-Angriffe. Die Lobredner dieser stur durchgesübrten Angrifssversuche bemerken offenbar gar nicht, wie sehr damit England au.f die Selb stzer- mürbung seiner Luftwaffe binar beitet. Denn immer wieder müssen ja die Engländer feststellen, daß die deutsche Abwehr, die deutschen Jäger und die Flak auf der Wacht ftnii und zuzuschlagen verstehen. So erleiden die Eng­länder immer wieder außerordentlich schwere Verluste. Das gilt ganz besonders für die letzten beiden Tage, die für die deutsche Abwehr besonders hohe Abschußzahlen, brachten. Ins­gesamt haben die Engländer seit dem Beginn dieser An­griffe, also in rund fünf Wochen, bereits im Kanalgebiet 500 Maschinen eingebubt, ohne auch nur den geringsten Erfolg errungen zu haben. Sie hätten also langsam begreifen müllen, daß es nichts mit ihrer Hoffnung ist. Deutschland fei durch den Kampf gegen den Bolschewismus nickt in der Lage, den Luftkampf gegen England mit entsprechender Wirkung weiterzufuhren. Neben- beibemerkt werden ihnen die Sowiets aber auch Mitteilen können, daß die e n g l i I ch e ,.E n t l a stun e t m D ft en nicht spürbar wird und daß auch dort bte beutsche Luft­waffe hart zuschlägt.

Britische Wühltätigkeit in Fernost

Bontiuri Schimbun" fordert entschlollene Gegenmaßnahme Japans

Tokio. 24. Juli. ..Die britische Fernostvolitik verschärft fich". so erklärt „Nomiuri Schimbun" unter Hinweis auf die Entsendung Duff Coopers nach Fermllt. die im Zusammenhang mit den Vorgängen in Syrien stehe. Diese hatten der be Gaulle-Gruvve in Franzöfisch-Jnbochtna Auftrieb gegeben und es sei anzunehmen. daß sie stch nunmehr offen gegen Japan stellen werden. Zulammengeiast bedeute dte Entsendung Duff Coopers stärkste Aktivität Englands und der be Eaulle-Gruvoe in Jndochina Die Zeit fet gekommen, das Japan en11ckloNene Gegeninag nahme n er­greife. um diele geiährliche Entwicklung zu verhindern. Japan könne unmöglich mit gefalteten Hanben.zuschauen. daß England stch bei be Eaulle-Giuvve tn Franzoftlch-Jndochtna bediene um vollendete Tatsachen zu schaffen. .

Tokio Nitschi Nitschi" berichtet aus Hongkong, daß Eng­land sich mit T s ch u n g k i n g und bet be Gaulle-Gruvve über ein geheimes Militärabkommen verständigt hatte um Fran- zöstsch-Jndochina zu besetzen. .

In politischen Kreisen Vichys wies man am Mittwoch­abend rm Zusammenhang mit bei chineltsck- e n g- ljsch-n Bedrohung Jndochinas auf dievertMlicke Anerkennung Japans als meistinteressierte Macht un Fernen Osten bin und rinbet es logisch, roinn Indochina ge - meinsam mit. . Japan oorbeuqenbe Magz nahmen gegen bieic Bedrohung treffen wur-e.

Die deutsche Luftwaffe schlägt zu Auf allen Fronten - über dem Kanal, im Mittelmeerraum und in Sowjetrutzland — siegreich

geräumt.

Zugleich zeigt jeder Bericht des OKW. immer erneut, daß die Engländer durch alle ihre Mätzchen den Bolschewisten nicht im mindestens zu helfen vermögen. Auch Mo stau hat die Schlagkraft der deutschen Luftwaffe zu spuren be­kommen. Die schweren deutschen Luftangriffe auf bte sowje­tische Hauptstadt in diesen kurzen Nächten sind ein klarer Be­weis dafür, wie sehr die Entfernung zur feindlichen Haupt­stadt durch die Tiefe unseres Vorstoßes schon verkürzt wurde. Wenn sich ein englisches Büro aus Moskau melden laßt..daß man die sowjetische Hauptstadt bis zum letzten verteidigen und nicht zur offenen Stadt erklären „werde, so zeigt das nut wiedei. daß Menschenleben für d'e bolschewi­stisch e n M a ch t b ab e i k e i ne nW e it haben. Warschau, wo öor bald zwei Iahten bet gleiche wahnstnnige Befehl ge­geben mürbe, spticht boch eine deutliche Sprache, bte aber offenbar bie bolschewistischen Machthaber nicht verstehen wollen.

Wieder 32 Britenflugzeuge abgeschossen

Darunter neun viermotorige Kampfflugzeuge

Berlin, 24. Juli. Auch, am Donnerstag erlitt die britische Luftwaffe bei Angrifssversucken an der Kanalküste tm Raum oonCalaisbisLaRochell kehr schwere Verluste. Rach bis jetzt vorliegenden Meldungen wurden insgesamt 32 britische Flugzeuge abgeschossen, davon 27 in heftige« LnftkSmvfen, der Rest durch Flakartillerie. Die neuerliche Niederlage ist für den Feind u«ko empfindlicher, als allein an einem schmale» Küstenabschnitt 9 vier­motorige Kampfflugzeuge ,nm Absturz gebracht werden konnte«, wobei 37 Bekatzungsmitglieder tn Ge­fangenschaft gerieten. Drei eigene Flugzeuge werden ver- mißt. >

Eröffnung der Großen Deutschen Kunst- Ausstellung 1941 in München am Samstag

Reichsminister Dr. Goebbels spricht — Rundfunkübertragung der Eröffnungsfeier

Berlin. 25. Juli. (Funkmeldung.) Reichsminister Di. Goebbels wird am Sanistg. dem 26. Juli, vormittags 10.30 Uhr, zur Eröffnung bei Großen Deutschen Kunstaus­stellung 1941 im Haus bet Deutschen Kunst in München sprechen. Die Eröffnungsfeier mit ber Rebe bes Ministers xoirb über alle deutschen Sender übertragen.

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Von Wilhelm Ackermann

Die jüngste Maßnahme der Regierung der Vereinigten Staaten im unerklärten Krieg gegen die Achsenmächte, bte Aufstellung schwarzer Sitten südamettkanf schetFirmen, die mit Deutschland ober Italien Handels- beziehungen unterhielten, lenkt den Blick mieber einmal auf bie seltsamen Vorstellungen, die Roosevelt unb seine Be­rater und Einbläser von der Möglichkeit des Kriegführens gegen Europa haben. Sie nehmen dabei den alten Erdteil als ganzes, entsprechend ber Bereits üblich gewordenen Art des Dollarimperialismus, der Einfachheit halber gleich in Kontinenten zu denken, und machen bei diesen Maßnahmen des Wirtschaftskrieges schon seit geraunter Zeit kaum noch einen Unterschied zwischen den kriegführenden Ländern Eu­ropas und den neutralen Staaten. Erst kürzlich haben stch die Schweiz und Schweden dagegen wehren müllen, daß dte zur Manie gewordene „Einfrierung" fremder Guthaben in den USA. auch auf sie ausgedehnt wurde, und die letzte Rede des spanischen Staatschefs Franco hat der Welt einen — in Washington übrigens übel vermerkten — Einblick in die Art vermittelt, wie das amtliche Nordamerika wirtschaftliche Zwangslagen anderer Länder politisch auszunutzen sucht. Wenn jetzt die Reihe, in den Wirtschaftskrieg eingeschaltet zu werden, an den südamerikanischen Ländern ist. so liegt dem die Vorstellung zu Grunde, daß man von den USA. 6er natürlich den Krieg gegen die Achsenmächte nicht auf mili­tärischem Gebiet gewinnen kann, schon weil er trotz der neuen Kampfgenossenschaft mit dem Bolschewismus insoweit be­reits dreiviertel verloren ist. Aber die Absicht geht dahin, ihn auch nach einer militärisch klaren Entscheidung aus sicherer Entfernung wirtschaftlich weiterzuführen in der Erwartung, daß Europa vor dem daraus entstehenden Erschöpfungszustand irgendwann kapitulieren mülle.

Diese menschenfreundliche Vorstellung leidet indessen an einigen Denkfehlern, die sie, zur Erfolglosigkeit verurteilen. Zunächst übersieht sie. daß das Ergebnis des bisherigen Kriegsverlaufs nicht die erhoffte Schwächung der europäischen Wirtschaftskraft gebracht hat. sondern deren zweifelsfreie Stärkung. Die deutsche Wehrmacht hat um den alten Erdteil einen unangreifbaren Wall gezogen, innerhalb dessen ein befriedetes Europa bereits weitgehend an bte Konzentration und an die Aus- und Gleichrichtung seiner Wirtschaftskräfte gegangen ist. auf ernährungspoliti- schem Gebiet so gut wie auf dem der Industrieproduktion. Zahlreiche Länder, Frankreich ebenso wie der Südosten, ver­fügen nach dem bisherigen Stand ihrer landwirtschaftlichen Erzeugung über erhebliche Reserven, mit deren Mobilisierung durch Intensivierung unb burth Steigerung ber Erträge bereits begonnen ist. Überschußgebiete, die im Weltkrieg den Mittelmächten nicht zugänglich waren, stehen jetzt oder in naher Zukunft zur Verfügung. Im Westen und im Sübosten und Osten können weite Räume, die damals bis zuletzt Kriegsgebiet waren, in Ruhe und Sicherheit agrarisch bewirtschaftet werden, und. die Zahl der Menschen, die 1914/18 als Soldaten der Produktion in ganz Europa entzogen waren, ist in diesem Krieg mit seinen kurzfristigen Kampfhandlungen im Westen und SLdosten sehr viel ge­ringer. Diese Umstände, verbunden mit einer i n t e r « europäischen Zusammenarbeit, die mit dem steigenden Gefühl der europäischen Solidarität auch im Westen und Südosten wächst, wirken sich auch in der indu­striellen Produktion aus und führen zu einer stetigen, durch Lenkung und Planung geförderten allgemeinwirtschaftlichen Stärkung ber gesamtkontinentalen wirtschaftlichen Lage. Gewiß würde ein langdauernder Wirtschaftskrieg der west­lichen Halbkugel gegen den alten Erdteil Mangelerschei­nungen, wie der Krieg Re gezeitigt hat, auf manchen Gebie­ten der Rohstoffversorgung verlängern: aber fie werden sich auf den Charakter der Unbequemlichkeit beschränken unb jedenfalls nicht entscheidend für den Ausgang sein.

Ganz anders steht die Frage, ob man fich nicht auf der westlichen Halbkugel mit dem Wirtschaftskrieg einer Walle bedient, die sich zwar der Achse und Europa gegenüber als stumpf erweist, die aber noch über eine zweite Schneide ver­fügt, die ins eigene Fleisch dringt. Namentlich auch, soweit England an dieser Art Kriegführung interessiert ist. Gerade an dem südamerikanischen Beispiel wird das deutlich. Roosevelts Bestreben ist es, den Süden des amerikanischen Kontinents von seinen naturgegebenen Wirtschaftsbeziehun­gen zu Europa vollständig und möglichst dauernd abzuschnet- den. Der bisherige Erfolg des Kriegs besteht bereits darin, daß die Lateinamerikastaaten nicht nur in größte wirtschaft­liche Schwierigkeiten wegen des Darniederliegens ihrer Ausfuhr geraten find, sondern daß ihnen auch lebenswichtige Einfuhren an Kohlen, Maschinen usw. fehlen, für die bte Vereinigten Staaten nicht entfernt ausreichend einspringen