Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 24. 3ult 194f
Seite 4 Nr. 171
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Wirtschaftsteil
— Das Ovelbad im Sommerschmuck lockt viele Besucher an. Zarte Rosen verströmen dort einen betäubenden Dutt, schlanke Margueriten wachsen neben leuchtend roten Geranien, während sich die weinen Blüten des Knöterich an der Veranda entlanmieben. Tief senkt der Haielmißbaum seine Zwerge zum Rasen herab, und nach dem Weinbem zu sind es .gelbe Kamillenarten, die das Auge des Beschauers am sich Neben.
Itberall aber finden wir noch,die dekorativen Oleanderbaume mit ihren lanzettförmigen Blättern und den karminroten Blüten. Auch sie schmücken diese eimtgschone Badeanlage, der jeder Besucher vollstes Lob spendet.
— Kostvergütung für Pflichtiahrmiidchen nicht stattest. Rach Antritt der Ptlichtiahrstelle ist verschiedentlich zwischen Hausfrau und Pflichtjahrjugendlicher bzw. deren Eltern vereinbart worden, der Jugendlichen an Stelle der zu gewahrenden Beköstigung einen entsvrechenden Geldbetrag zu zahlen Eine solche Regelung ist nicht statthaft, da hierbei der Gedanke der Hausgemeinschaft leidet. Sind derartige Vereinbarungen getroffen worden, fällt die bereits erteiltL.An- erkennung als Pflichtiahrstelle automatisch fort und die Tätigkeit der Jugendlichen wird nicht auf das. Pflichtt^- angerechnet. Sollen Arbeitsstellen als Ptlichtiahrverbaltnisse anerkannt bleiben^ emvfiehlt es sich, von wichen Vereinbarungen sofort Abstand,su nehmen.
— Hören Sie am Freitag! Im grotzdeutschen Rundfunk singen und spielen in der 4. vendung der Reibe Mozart, M e i st e r der Unterhaltung" um 21.15 Uhr Hanna Eschenbrücher (Sopran). Mechthild Brehm (Alt). Theo Reuter (Bariton). Gerhard Hofmann (Bah) und ein großes Rundfunkorchester unter Leitung von Karl Lilt.
— Unfälle. Ecke Langgasse und Kranzplatz kam. es zwischen einer Radfahrerin und einem Kraftwagen.zu einem Zu- sammenstoß. bei dem die Radfahrerin stürzte, daß sie eine Gehirnerschütterung und eine Augenoerletzung. davontrug. — In der Mainzer Straße wurde am Mittwochabend eine Radfahrerin von einem Auto erfaßt und umgeworten. .sie., erlitt Kopfverletzungen. — Im Katter-Friedrich-Ring kam ein älterer Mann auf einer Treppe zu Fall und zog sich.dabei einen Bem- bruch zu. In den Städtischen Krankenanstalten landen die Verletzten Aufnahme.
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Die Getreideernte, die in verschiedenen Gegenden schon jm Gange ist. hat auch in unserer Gemarkung begonnen. Die Wintergerste ist zum Teil schon geschnitten.und tn die Scheune gebracht. Schon klappert, die Dreschmaschine, hinter der sich Sack um Sack mit der kostbaren Frucht lullt. Das. Ergebnis wird als gut bezeichnet: Auch das. Korn ist soweit heran- gereift. dan nächstens mit dem Schnitt begonnen werden katin Goldgelb leuchten die wallenden Abrenselder. die der Reife nahe sind. So hebt der Landmann lerne Muhe und Arbeit belohnt und für unser Volk ist die Lebensgrundlage sur ein weiteres Jahr gesichert.
Aus dem alten Biebrich: In der ..Öffentlichen Sitzung des Wiesbadener Eemeinderatbs vom 23..Juli 1891 roarcnie Anzahl Grundbesitzer von Biebrich dabtil vorstelUa geworden daß durch ein Verschulden der Städtgemeinde Wiesbaden beim letzten groben Regen tn der Nacht vom -6. auf den 27. Juni ihnen Schaden dadurch entstanden lei. baß ein. Stefl, den die Stadt bei der Kreuzung des Muhl- und Flutgrabens
. . . daß die früheren Minen- werfer heute in der deutschen Wehrmacht Granatwerfer genannt werden? — Sie sind eine Steilfeuerwaffe der Infanterie und waren ursprünglich eine Pionier- waffe des Festungskrieges. Es handelt sich um glatte Vorderlader, die Wurfgranaten verschießen. Durch ihre große Beweglichkeit und bohe Einzelschubleistung und durch ihre starke Sprengwirkung eignen ne sich zum Bekämpfen von Zielen, denen
mit Gewehr und Maschinengewehr nicht beizukommen ist (z. V. Unterstände. Maschinengewehrnester usw.). Man unterscheidet nach Kaliber und Schußweite leichte und schwere Granatwerfer. Im Weltkrieg hatten sie bei den Stellungs- kämpfen hohe Bedeutung. In den Feldzügen des gegenwärtigen Krieges haben sie sich beim raschen Vormarsch, Bet der Bekämpfung von Widerstandsnestern und bei Vunker- angriffen bewährt. (Zeichnung: Deike. M.)
Wirtschaftsbegriffe kurz erläutert
Die 6. m. b. H.
Die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (E. m. b. H.) wird bei der Gründung von Kapital- gesellschaften ost gewählt, und zwar weil die Haftung der Anteilseigner, wie es schon der Name der Gesellschaft besagt, beschrankt ist. In der Regel haftet allein das Eesellschastskavital. Allerdings können durch Eesellfchaftsoertrag die Gesellschafter verpflichtet werden, über den Betrag der Stammeinlagen hinaus Rachschusse zu leisten, entweder unbeschränkt oder beschränkt bis zu einem bestimmten Betrag. Auch dann kann sich der Gesellschafter u. U. von weiteren Verpflichtungen befreien, u. a. dadurch, daß er seinen Geschäftsanteil zur Verfügung stellt. Ein weiterer Vorzug der Rechtssorm der G. m. b. H. ist die verhaltnrsmaßig niedrige Mindestgrenze sür das Stammkapital von 20 000 RM, wovon bei der Gründung mindestens ein Viertel, das sind 5000 RM, ein- gszahlt werden müssen. Die Anteile an der E. m. b. H. find ,n ihrer Verkehrsfähigkeit dadurch stark beschränkt, daß sie nicht ohne weiteres veräußert werden können. Vielmehr find bestimmte Vorschriften zu beachten, es bebarf zur Abtretung der Anteile eines in gerichtlicher oder notarieller Form geschlossenen Vertrages. Außerdem ist sogar die Zustimmung der Gesellschaft ertorderlich, wenn das im Gesellschastsvertrage vorgeschrieben ,st Aber auch ohne eine solche einschränkende Bestimmung des Eesellschastsver- träges muß die Zustimmung der Gesellschaft eingeholt werden, wenn Teile eines Gesellschaftsanteils veräußert werden sollen.
Söhnlein Rheingold AG., Wiesbaden-Schierftein. Im Rach- gang zur Bilanzverössentlichung geht aus dem Geschäftsbericht dieses Familienunternehmens hervor, daß das Geschäft trotz kriegs-
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Elf Schüler am Rhone-Gletscher verschüttet
Bern, 24. Juli. (Funkmeldung.) Auf einer Schulreise über die Erimsel wurde die aus 47 Schülern und drel Lehrern bestehende technische Schule aus Neuchatel m Gletsch von einem schwören Unglück getroffen. Als sich die Schule dicht am Rhone-Gletscher befand, brach ein gewaltiger Erstürm vom Gletscher ab und v e r s chüt tete e lf S chul e r. Die Rettungsaktion wurde sogleich von den in Gletsch anwesenden Truppen ausgenommen. Bisher konnten zw e i Tote und sechs Verletzte geborgen werden. Die Suchaktion nach den übrigen Schülern mußte am Abend infolge andauernder Gefahr von Eisanbruch unterbrochen werden.
Wolkenbruch über Schanghai
Schanghai, 24. Juli. (Funkmeldung.) Ein mehrstündiger von schweren Gewittern begleiteter Wolkenbruch, ging tn den frühen Morgenstunden des Donnerstag mit seit Menschengedenken unerreichter W.ucht auf Schanghai nieder und setzte in kurzer Zeit metertief die Wohnviertel und große Teile des Eeschäftsviertels unter Wasser. Die meisten der Industriebetriebe sowie viele Ladengeschatte find infolge der Überschwemmung geschlossen. In den Straßen, die kilometerweit unter Wasser stehen, wickelt sich der Verkehr nur mit größten Schwierigkeiten ab. Hunderte von Autos längs der Straßen und in den Garagen sind gebrauchs- unfähig. Die Autobusie konnten die überschwemmten Endstationen der Vororte Schanghais nicht erreichen. Es wurden verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung, der Cholera erlassen, die seit Veginn der Hitzeperiode vereinzelt ausgetreten ist.
Hans Kilian vom Wiesbadener Tennis- und Hockey-Klub starb bei den Kämpfen im Osten den Heldentod. Äthan war einet der erfolgreichsten Stürmer des WTHK. und auch bereits in der Nachwuchsgaumannschaft eingesetzt.
zwischen Spelz- und Hammermuhle habe errichten lasten, vom Wasser weggerissen wurde, so daß derselbe die unteren Durchläße versperrt unb eine Überschwemmung der angrenzenden Wielen verursacht habe. Das Feldgericht von Biebrich-Mosbach bat den Schaden auf 663 1.. ......
gestellt. Die Bau-Commission bat. diese Angelegenheit geprüft und empfiehlt. zu erklären, daß die Stadt eine Verpflichtung zum Schadenersatz nicht anzuerkennen vermöge weil ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Stadt und dem schaben nicht anerkannt werden könne, die Beschädigungen mei- mebr auf eine höhere Gewalt zurückzufuhren feien. Das Collegium erklärt sich mit biefer Erwiderung einverstanden.
(W. T. vom 24. Juli 1890.)
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Der erste Drusch bat begonnen und. täglich hört man jetzt das monotone Summen der Dreschmaschine.. Mit. dem. Schnitt der Wintergerste wurde die Getreideernte eingeleitet. ibr werden Roggen und Weizen folgen. Wie bis letzt zu übersehen ist. bringen sämtliche Getreidearten sehr gute Kornerertrage. Die mühevolle Arbeit der Bauern wird dadurch ihre schönste Belohnung finden.
Goldene Hochzeit feiern am 25. Juli die Eheleute Maurerpolier Friedrich R os se l.und.Frau Wilhelmine, geborene Schmidt. Taunusstraße 10. Beide. .Jubilate sind noch rüstig und erfreuen sich im Kreise ihrer Kinder und Enkel eines beschaulichen Lebensabends. Frau Rossel ist Inhaberin des Ehrenkreuzes für kinderreiche Mutter, linieren herzlichen Glückwunsch!
Das „SB. T." gratuliert. Frau Lutte Maurer Wwe.. Sackgaste 6. begebt am 25. Juli bei guter Gesundheit ihren 83. Geburtstag.
bedingter Einflüste wieder zufriedenstellend wat. Die Nachfrage ' Zeki war ungewöhnlich stark, die Produktion konnte mit den Lieferwünschen nicht Schritt halten und die Vorräte zeigen daher eine Ermäßigung. Zur Angleichung an die derzeitigen Kosten- rechnungsarundsätze wurden rund 0,10 Mill. RM stille Rucklagen an den Vorräten aus Rückstellungen umgebucht. Der Reingewinn Beträgt 146 208 (142 013) RM. Hiervon werden 48 000 RM zur Wiederaufnahme der seit 1928 eingestellten Dividendenausschüttungen mit 6 % verwandt. Die Aussichten konnten nicht be- urteilt werden, bisher war der Eeschästsablauf befriedigend.
„Räuber" auf der Hohen Wurzel?
Die Angst einer rührseligen Zeit
Im sogenannten Räubetjahthundett wat die Angst der Bevölkerung vor gewaltsamen Überfällen ins ungeheure gestiegen. Frau Fama fand ein reiches Betätigungsfeld.
Die Regierung in Wiesbaden sah sich daher am 4. Februar 1774 veranlaßt, einem solchen Schauermärchen energisch entgegen« 'gutreten und folgende Bekanntmachung zu erlassen:
Nachdem man in Erfahrung gebracht, daß viele Redende durch ein dem Vernehmen nach entstandenes Gerücht von einer auf der sogenannten Hohen Wurzel sich aufhalten sollenden Räuberbande sich dieser Straße zu bedienen |eit einiger Zeit abgeschreckt werden, auch mehreren Passagiers unbekannt sei, daß eine Straße aus den Niederlanden und sonderlich von Aachen nach Frankfurt durch hiesige Stadt gehe, als wird nicht nur jenem ungegrundeten Gerücht hierdurch widersprochen und, daß von dergleichen Räuberbande dahier im geringsten nichts bekannt sei, versichert, sondern auch das Publikum hierdurch weiter benachrichtigt, daß von Aachen aus über Jülich, Bergen, Köln, Bonn, Remagen, Andernach, Koblenz, Nassau, Nastätten, Wiesbaden und Hatternheim eine gangbare Landstraße und Route nach Frankfurt gehe; des- halber auch «fugte Straße Über die Hohe Wurzel vor einiget Zeit chausteemaßig angelegt und weit kürzer, als sie sonsten gewesen, geführt, auch besonders vor die Fuhrleute beguem angelegt worden sei, bergeftalten, daß die Reisenden derselben sich mit aller Sicherheit und Bequemlichkeit bedienen können. Zr.
Ein unerwartetes Ergebnis. Aber es geht in Ordnung. Die Soldaten kamen Überhaupt nicht ins Spiel; es war die schlechteste Partie, die sie je geliefert haben. Daß der linke Läufer Latovskt nach der ersten Hälfte ihre Reihen verließ, hatte für den Ausgang kaum Bedeutung. Die Biebricher waren von vornherein Herr der Lage und ließen sich auch durch die verzweifelten Anstrengungen des Gegners nicht mehr in ihren Unternehmungen Beirren. Ihre Abwehr: Müller, Kriesfelder, Knauer, Muhler Haibach, stand auf dem Sprunge, jeder bei feinem Mann, so daß die rotweißen Stürmer: Busse, Seiger, Schemel, Scherte! und Wiest (im zweiten Teil Senger) nicht aus noch ein wußten; viel- leicht wäre es mit Dauscher und Simmanl bester gegangen. So gut wie bei der BSK. Kalle sicher aber auch nicht, denn deren Angreifer: Hermann, Eäng, Maxeiner, Pithan und Bos, über- wanden in überlegter Zusammenarbeit die gegnerische Deckung: Rienecker, Schmidt, Becvar, Senger, Latovski (nach der Pause wirkten nur noch Becvar und Wiest als Läufer) erstaunlich leicht und schossen, ohne lange zu fackeln. Da die Schwarzgelben dazu noch in Kindelmann den zuoerlästigeren Torhüter hatten, mußte ihr Sieg diesmal hoch ausfallen. Verunglückte Fußabwehr von Bowitz brachte Biebrich schon nach wenigen Minuten durch Hermann in Front; Eäng erzielte um die Mitte der ersten Halbzeit den zweiten Treffer, erhöhte kurz vor Seitenwechsel mit Freiwurf auf 3:0 und schoß bald nach der Pause ein viertes Tor nach. Erst zehn Minuten nach Wiederbeginn kam Wiest aus *■” reihe zum ersten Erfolg für di: ’*
von Hermann und Eäng und einen Strafball von Bos waren die Einheimischen bereits auf 9:1 davongezogen, ehe die Gaste durch einen Freiwurf Schemels zum Weiten Male emsenben konnten; aber im letzten Augenblick kam Bös auf die gleiche Weise auch noch einmal für die BSG. Kalle zum Zuge. Schiedsrichter Plies (Biebrich) nahm es sehr genau.
ÄS®. 99 Alte Herren — Luftwaffe 2:1 (1:1) abgebrochen
Nach ihrem Sieg über die Reichsbahn konnten die Senioreq der ÄS®, auch gegen die starke Lustwaffenmannschaft eine eiter drucksvolle Partie liefern. Mit Rischer; Piszczek, Hoigt; S kabel, Hanenberger, Dix; Kohl, Scherfgen, Fuchs, Erigutsch, Borner waren fie freilich durch Hanenberger und Fuchs verstärkt, und gerade der durchreißende Elan des Letzteren als Sturmführer kam dem Angriffsspiel der Gastgeber wesentlich zugute. Zuerst sah es nicht so sehr günstig für die „Alten Herren^ aus, denn die Alteger begannen in flottem Schwung; bei Vorstoß des linken Flügels wurde sofort ein Freistoß fällig, den der Halblinke Werkle, scharf ins Toreck treffend, verwandelte. Aber dieser in erster Minute erzielte Erfolg sollte einzige Ausbeute der Luftwaffenmannschaft bleiben. Eine gleich vorgenommene Umstellung bei den Senioren (Kohl ging als rechter Verteidiger zurück, Piszczek in den Mittellauf, Hanenberger stürmte rechtsautzen) bewährte sich günstig, und für die Folge wurde die KSE. ihren Gästen (Merten; Grabe, Feltens; Jödicke, Silver, Förster; Stingl, Heinkel, Masche, Werkle, Bruxmeier) vollauf ebenbürtig. Und es währte auch nicht lange, da war durch entschlossenen Schuß bes mit Erigistschs Vorlage freigespielten Fuchs der Ausgleich gefallen. Weiter brachte das Treffen schöne, schnell wechselnde Kampfmomente, beide Tore gerieten in Gefahr. So prallte ein Nachschuß Werkles von Rischer ab, eine sichere Gelegenheit für die KSE. wurde durch Abseits unterbunden. In höchster Not konnte Kohl auf der Torlinie nur mit der Hand retten; den verhängten, von Förster getretenen Els- meterstrafstoß schlug Rischer ins Feld zurück. Indes auch dis Senioren vermochten die gleiche Chance nicht zu nutzen, Erigutschs Elfmeterschutz strich über die Latte. 3m Alleingang durchgekommen, schotz Fuchs den Tormann an, daß der Ball zur Ecke aßgelentt würbe. Beiderseits brachte die Halbzeit gute Leistungen, vorteil- haft trat das technisch saubere Zusammenspiel der „Alten Herren in Erscheinung. Auch der zweite Akt Begann mit flottem und ziem- lich ebenbürtigem Ringen. Die Senioren erzielten den zweiten Treffer durch Fuchs aus klarer Abseitsstellung, was zu heftigen Protesten der Soldaten führte. Nun verlor das Spiel seine Schönheit und wurde recht hart. Reibereien mehrten sich, die Flieger kämpften mit verstärkter Wucht um den Ausgleich. Aber es nutzte nichts, dah noch Feltens in den Sturm vorging, er vergab sogar einen weiteren, der Luftwaffe zugesprochenen Elfmeter, indem er Rischer anschoß. Da die Stimmung auf dem Spielfeld immer gereizter wurde und nicht mehr dem Wesen eines Freundschaftstreffens entsprach, tat der eingesprungene Schiedsrichter 3ungels (KSE.) bas Rechte, indem er etliche Minuten vor der Zeit dis so verheißungsvoll eröffnete Begegnung abpfiff.
Handball
SS®. Kalle Biebrich — Luftwaffe Wiesbaden 10:2
Ein Ehrenhain für di« Befallenen
X Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Stadt Frankfurt hat auf dem Waldfriedhof Bei Oberrod, einem der schönsten Friedhöfe Deutschlands, für die gefallenen Frankfurter Soldaten, soweit sie in die Heimat überführt werden konnten, aßet auch für die tn ben Lazaretten unb Krankenhäusern verstorbenen Krieger einen Ehrenhain geschaffen. Sebes Grab, bas mit 3mmergrun unb Blumen bepflanzt ist unb von ber Stabt Frankfurt tn Ehrenpflicht unterhalten wirb, trägt ein Sandsteinkreuz mit bem Namen und bes Lebensbaten bes begrabenen Kriegers. Der Frankfurter kommanbant, Generalmajor Petter, wies auf bte [ttrnmung' volle Schönheit biefes Ehrenhaines hin, auf bem auch bte Opfi englischer Fliegerangriffe beigesetzt werben.
Aus der europäischen Wirtschaft. Die kroatische Ernte ver- spricht qualitativ unb quantitativ gut, wenn nicht sogar sehr gut zu werden. Der Ernteertrag wirb ben Nahrungsmittelbebarf bet Bevölkerung unb auch ben Futtermittel- unb Saotgutbebarf bes Landes völlig decken. — Das alte Projekt einer Erdölleitung von Rumänien nach Triest ober Fiume, wo sich sehr leistungsfähige Raffinerien befinben, steht nach „Stampa wieber in ernsthafter Erwägung. Durch bie geplante Rohrleitung soll auch die kroatische Erbölförberung, beten Aussichten man in Italien sehr optimistisch beurteilt, an die Adria gepumpt werden.
Berliner Börse vom 24. Juli, überwiegend traten leichte Kurssteigerungen ein. Die Umsätze bewegten sich weiterhin in ruhigen Bahnen. Siemens und Südd. Zucker gewannen je 2%, BMW. 2% %, Metallgesellschaft 254, Akku gaben dagegen 3% her. Reichsaltbesitz 161.
Frankfurter Börse vom 24. Juli. Bei freundlicher Grundhaltung, doch stillem Geschäft gewannen BMW. 5, Siemens 3, Daimler 2%, Hoesch, Mannesmann, Rheinmetall, Zell Aschaffenburg, Scheideanstalt, Metallgesellschaft, Conti-Eummi 1% bis 2 und Farben 1 %. Steuergutscheine I 10354. Tagesgeld 1% %.
Notierungen vom 23. Juki: Frankfurt: Buderus 153)4, Stahlverein 15854, Rheinstahl 201, Zell Aschaffenburg 161%, Farben 213, Scheibeanstalt 356, AEG. 175, §ubb. Surfer 332, Conti-Gummi 394, Reichsbankanteile 137. 3m Freivetkehr. Elsaß. Bab. Wolle 148%, Katz unb Klumpp 164.
Grosse Burgstr. 16 'Bernruf 59331
