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Wiesbadener Tagblatt
Mittwoch, 28. Sali 1941
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(Zeichnung: Deike - M.)
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Grundstück an der s-ta al dstraK e mir toeneorr achtet." berichtete das W. I. vom 26. Juli 1891.
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Charakter der nordamerikanischen Politik bezeichnenden Einfluh der Börsen- und Bankkreise wurde Wall
. . . . dah Wall Street erst seit dem Weltkrieg ein so berühmter und berüchtigter Begriff geworden ist, wie wir ihn heute kennen? — Wall Street (gesvr. waol htriht) ist die Straße in New Bork, in der die New Borker Börse und die bedeutendsten Banken ihren Sitz haben. Durch den für den jüdisch - vlutokratischen
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Bilder aus dem alten Wiesbaden
Als 1866 die Preußen kamen
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In dem preußisch gesinnten Lager der Nassauer entstanden damals folgende Svottverse:
Als uns Adolf weggenommen. oh. wie fiel uns das io schwer! Alles hat er mitgenommen, alle Kassen macht er leer.
Ja. in Adolfs große Taschen, oh. wie viel ging da hinein!
306 000 Flaschen von dem allerbesten Wein.
Auch die Pferdchen unseres Stalles hat er alle weggeführt.
uita wer weiß, was er noch alles, sonst hat annektiert!
Minister erinnert nochmals daran, daß die Ausgabe der Lebensmittelkarten und der Reife- und Eaststättenmarken sowie der Umtausch von Lebensmittelkarten in Reise- und Eaststättenmarken durch die Kartenstelle erfolgt: in deren Bezirk der Versorgungsberechtigte ständigen Aufenthalt hat.
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„Alle Mann über Bord!" Am Dienstag gegen 20 Uhr ereignete sich an der Kaiserbrücke ein Bootsunfall. Ein Zehner-Kanadier, besetzt mit acht Personen und einem Steuermann, überquerte den Rhein und wollte das Mainzer Ufer noch vor dem Passieren des letzten Anhängers enes Schlevvzuges erreichen. Das Boot geriet aber auf das Schleppseil, wurde hochgewippt und drohte zu kentern. Der Steuermann kommandierte: „Alle Mann über Bord', worauf die Insassen ins Wasser sprangen. Alle konnten schwimmend das Ufer erreichen. Das Boot wurde gegen., das Heck des Schleppers geschleudert und zerschellte. Die Trümmer wurden von den im Boot herbeieilenden Schiffsleuten aufgefischt und geborgen. Die Strompolizei nahm den Tatbestand auf.
Aus dem alten Biebrich. „Der Gemeinderath von Biebrich hat das Baugesuch des Herrn W..Grün. hier. betr. Errichtung
verhetzende unv damit abträgliche Kritik geübt wurde, verbot von Die st vor allem die Nassauische Landeszeitung und gewann in der M i t te l rh er Nische n Zei- tung zunächst ein brauchbares Sprachrohr. Steuern. Ein- auartierungslasten. wirtschaftliche Schädigungen durch den Krieg waren nicht
ind die
_______ _____________________ ___________ ______ Fräse kommenden Kraftfahrer werden aufgefordert, stch umgehend zwecks Erfassung zu den Ausbildungs-Lehrgängen bei der NSKK.-Motorstandarte 148. Wiesbaden. Langgaffe 9. zu
— Wir gedenken am 23. Juli: des 1562 im Schloß Sorn- berg geitorbenen Ritters Eötz von B e r l i ch i n a e n mit der eisernen Hand, geboren 1480 aus Schloß Jagsthausen. Er kämpfte seit 1497 unter verschiedenen Fürsten, verlor 1504 vor Landshut seine rechte Hand, wurde wegen seiner Teilnahme am Bauernkrieg (1525) bis 1530 gefangen geholten und zog lo42 mit dem Kaiser gegen die Türken. 1544 gegen Frankreich. — 1777 wurde in Wolgast der Maler Philipp Otto Rung e geboren. Schüler der Kopenhagener Akademie, bildete er stch sert 1801 in Dresden weiter und ließ stch 1804 tn Hamburg nieder, wo er 1810 starb. Runge ist neben Caspar David Friedrich der bedeutendste Maler der norddeutschen Romantik, doch hat ihn nicht wie diesen die Landschaft, sondern das yigurenbild beschäftigt. — 1824 wurde in Sandewalde, der Philosoph Kuno Fischer geboren, gestorben 1907 zu Heidelberg. Hier war er seit 1872 Professor. Er erwies sich in seinen zahlreichen Werken besonders in seiner Geschichte der .neueren Philosophie (1854/1877) als ein glänzender Stilist. — 1892 wurde in Laibach Bruno Brehm geboren. Seine eigenen Lebenserfahrungen aus dxn Volksdeutschen Siedlungsgebieten der ehemaligen österreichischen Monarchie haben in vielen seiner Erzählungen ihren Niederschlag gerunben. 1939 erhielt er den großdeutschen Literatur- vreis als Anerkennung für fein Eesamtwerk. — 1890 verließ der erste Poitdampfer nach Afrika Hamburg. — 1896 ging im Taifun vor Schantung das Kanonenboot .Lltis" unter. — 1914 richtete Österreich an Serbien ein Ultimatum. — 1933 starb in Berlin der Kommandeur des Marine-Flandernkorvs rm Weltkrieg 1914/18. Admiral Ludwig von Schroeder. geboren 1854.
(Wir verdanken diele mündlich überlieferte, überaus bezeichnende politische Satire unserem bewährten Sammler heimatgeschichtlicher Denkwürdigkeiten. Herrn Rechnungsrat E a e r t n e r.)
Um die geleerten Kaffen zu füllen, betrieb von Die st die schleunige Erhebung der bereits bewilligten Steuern, und damit an den Maßnahmen der neuen Landesverwaltiing keine
Berliner Börse vom 23. Juli. Bei uneinheitlicher Kursentwicklung überwogen leichte Rückschläge. Kleine Verkaufsorders genügten bei der Enge des Marktes, um die Notierungen entscheidend zu beeinflußen. Im großen und ganzen herrschte eine beachtliche Widerstandsfähigkeit vor, namentlich die sogenannten schweren Werte konnten ßch zumeist behaupten. Harpener und Salzdetfurth verloren je 2%, Akku gewannen 3%.
Frankfurter Börse vom 23. Juli. Mangels Anregungen verlies die Börse sehr still. Conti-Eummi verloren 3 %; Renten ebenfalls ruhig und nur unwesentlich verändert. Im Freiverkehr: Katz und Klumpp 2 % schwächer; Tagesgeld 1% %.
Akreet in der ganzen Welt unwillkürlich die Bezeichnung für dte politische Macht der New Yorker Finanz. Besonders trat der. große Einfluß Wall Streets auf die Politik der Vereinigten Staaten durch die vom Rüstungsgeschäft diktierten Kriegstreibereien gegen Deutschland im Weltkrieg und in der Gegenwart in Erscheinung. Der Eintritt der USA. in den Weltkrieg war ein Triumph Wall Streets und seiner Bankiuden, der seinen zweifelhaften Ruhm begründete.
Sowjetisches Verkehrswesen
Wochenschauen und PK.-Berichte zeigen, welche riefigen Schwierigkeiten unsere Soldaten überwinden müffen, um auf den Sowjetstraßen voranzukommen. Das bolschewistische Straßenwesen ist mit unserem gut ausgebauten Retz an Haupt- und Reben- srraßen überhaupt nicht zu vergleichen. Durchgehend gepflasterte Landstraßen gibt es nur wenige, meist handelt es sich dabei um solche, die schon in der Zarenzeit angelegt wurden. Auch diese gepflasterten Straßen sind stark verwahrlost und mit Schlaglöchern usw. versehen. In den letzten Jahren haben die Sowjetgewaltigen zwar versucht, aus strategischen Gründen das westliche Straßennetz auszubauen. Das meiste aber ist Plan geblieben und nicht zur Ausführung gelangt. Auch die mit viel Propaganda angekündigte Autobahn von Moskau nach Minsk, eine verkehrstechnisch und militärisch besonders wichtige Derhindung, ist nur bis Smolensk gediehen. Von dort aus dient sie nun unseren Panzern als Vormarschstraße.
Verhältnismäßig bester ausgebaut als die Straßen sind die westlichen Eisenbahnverbindungen. Das rührt daher, daß das Land schon in der Zarenzeit in seinem Eisenbahnwesen westöstlich ausgerichtet war. Hauptverbindüngsbahnen zwischen dem Sowjetreich und den westlichen Ländern sind hier die Bahnen Moskau—Witebsk—Dünaburg—Tilsit, Moskau—Witebsk—Minsk- Warschau, Charkow—Kiew—Kowel—Lublin und Kiew—Winniza —Lemberg. Dazu kommt noch die Bahn Petersburg—Odessa, die eine Querverbindung zwischen diesen nach dem Westen weisenden Bahnen herstellt. Ein großer Teil dieser Querverbindung sowie entscheidende Knotenpunkte der vier Hauptverbindungsbahnen sind bereits in deutscher Hand. Das zaristische Rußland hatte ein Eisenbahnnetz von 84 000 Kilometer, von dem aber nur 18 000 Kilometer zweigleisig ausgebaut waren. So große Anstrengungen die Sowjets auch gemacht haben, so hat ihr Eisenbahnnetz doch erst etwa 92 000 Kilometer Streckenlänge erreicht. Damit ist es zwar etwa 50 % länger als das deutsche, aber an Dichte je 1000 Quadratkilometer hat es nur etwa 3 % der deutschen Schienen- länge. Der dritte Fünfjahresplan sah den Neubau von 11000 Kilometer Bahnstrecke und von 8000 Kilometer Gleisverdoppelungen vor, verwirklicht ist davon nur ein kleiner Teil. Die vorhandenen Strecken find vielfach verwahrlost, viele Schienen und Schwellen find defekt und Unfälle daher die Regel. Im Planen waren die Sowjets immer groß: unsere Soldaten sehen jetzt, wie klein fie aber im Verwirklichen dieser Planungen gewesen find.
x Bad Ems, 23. Juli. Zwei auf Wanderfahrt befindliche Brüder aus Brühl am Rhein quartierten sich in einem hiesigen Easthaufe ein. In der Abendzeit wollte der ältere, Siebzehnjährige einen Revolver entladen, wobei ein Schuß sich löste und sein Itjähriger Bruder schwer getroffen zusammenhrach. Die Kugel war ihm kurz über dem Herzen emgebningen und hatte die Lunge durchbohrt. Der Verletzte wurde in das hiesige Diakonissenheim eingeliefert, wo eine Blutübertragung vorgenommen wurde, zu der sich der Bruder zur Verfügung stellte.
— Reichelsheim (Odenwald), 23. Juli. Im benachbarten Ober-Ostern geriet beim Futterholen ein 55 Jahre alter Landwirt zu Fall, wobei ihm Pferd und Wagen über die Brust gingen. Er starb bald nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.
— Heidelberg, 22. Juli. Im Stadtteil Kirchheim spielten Kinder mit einer Patrone, die explodierte. Dabei drang einem 14jährigen Jungen ein Splitter' in den Leib. Der Junge starb auf dem Weg nach dem Krankenhaus. Sein zehnjähriger Bruder erlitt eine Knieverletzung. Zwei weitere Knaben wurden leicht verletzt.
— Aschaffenburg, 23. Juli. Eine 35jährige verwitwete Frau aus Obernau stürzte stch aus dem zweiten Stock eines Aschaffenburger Krankenhauses auf den gepflasterten Jnnenhof. Der Tod trat auf der Stelle ein. Die Frau hat stch in einem Anfall von Schwermut das Leben genommen.
Bald nach dem Einmarsch der Preußen in Wies baden nahm das öffentliche Leben wieder seinen gewohnten Gang. Die Eilenbahnen wurden dem privaten Verkehr freigegeben und der durch die Kriegsverhältniffe gebotene Ausnahmezustand nach Möglichkeit abgebaut seitdem der preußische Zivilkommissar von Sielt seither Landrat des Kreises Wetzlar. die Zivilverwaltung übernommen hatte. Als der preußische Zivilkommiffar am Abend des 30. Juli in Wiesbaden eintraf und die Lage der Landesverwaltung prüfte, fand er chaotische Verhältnisse. Seit etwa 14 lagen weilten der Herzog und der nassauische Staatsminiiter. Prinz von Sayn-Wittgenstein außer Land, und di« einzelnen Regierungsstellen warteten tatlos darauf, was die Zeiten bringen würden. Dazu kam, daß eine ordentliche Verwaltung schon aus dem Grunde unmöglich war. weil sämtliche Staats« lassen leer waren. Die obersten Regierungsstellen Nassaus hatten offenbar von Anfang an mit einer Besetzung des Landes gerechnet, und Staatskafsendirektor Brugg m.a n n wies bei Beginn des Krieges die untergebenen, Dienststellen an, alle Kassen dadurch zu leeren, daß sämtliche Gehalter und Pensionen bis zum 1. Oktober 1866 im voraus zu bezahlen und das noch verbleibende Geld dem Bankhaus Rosthichild zu überweisen sei. Die Wertpapiere des Domamalsonds ließ Herzog Adolf bei der Hofbank in Stuttgart in Sicherheit bringen. War davon in der Öffentlichkeit wenig bekannt geworden. so nahmen die Nassauer um so mehr daran Anstoß, daß ihr Herzog 191 Fässer der weltbriihmten Kabinettsweine vor dem Einmarsch der Preußen durch seine Beamten nach Straßburg und bei der französischen Zollbehörde m Sicherheit bringen ließ unter der Angabe daß sie sein Privateigentum seien. Das war nun nicht richtig, und von D t e st netz, die Weine beschlagnahmen. Wie und warum sie trotzdem wieder in herzoglichen Besitz kamen — letzten Endes durch Eingreifen Bismarcks, der unnötige Schärfen in der Auseinandersetzung aus persönlicher Wertschätzung des Herzogs vermieden wissen wollte — mag anderswo im Zusammenhang dargestellt werden.
*) Siehe ..Wiesbadener Tagblatt" vom 5.. 12.. 21./22. Juni. 3. und 16. Juli 1941.
— Generator-Kraftfahrzeug«. Um das Problem der flüssigen Treibstoffrage zu lösen, wird der größte Teil der Lastkraftwagen auf Generator-Antrieb (Holzgas bzw. Anthrazitgas) umgestellt. Die störungslose und gleichmäßige Arbeitsweise der durch Generator-Anlagen angetriebenen Fahrzeuge hängt in allen Fällen von der gewissen- Üaften Wartung ab. Es hat sich daher die Notwendigkeit erwiesen, sämtliche derzeitige und zukünftige Fahrer von Generator-Fahrzeugen mit der Pflege und Behandlung der Generator-Anlagen vertraut zu machen. Die Aufgabe der Schulung wurde den zuständigen NSKK.-Motorstandarten übertragen. Im Lause der letzten Zeit wurden bereits die Ausbilder des NSKK in Sonderlehrgängen der technischen Führerschule des NSKK. geschult, so daß nun mit der planmäßigen Ausbildung der Kraftfahrer begonnen werden kann. Die Berechtigung zum Betrieb eines Generator- Fahrzeuges ist von dem Erwerb des Betriebsberech- rigungsscheines für Generator-Fahrzeuge abhängig gemacht. Kraftfahrern, die nicht im Besitze dieses Berechtigungsscheines sind, wird daher der Betrieb ui' Wartung der Generator-Anlage untersagt. Die in
WIssbaösn-DoHgsLm
Randsiedlung Freudenberg. Di? eingerichtete NM Verkehrslinie Dotzheim—Schierstein wird von. allen Siedlern freudig begrüßt, bedeutet sie doch für die Einwohner der tn der Mitte zwischen den beiden großen Stadtbezirken liegenden Stadtrandsiedlung eine wesentliche Verkehrserlelchterung. Die städtischen Omnibuffe werden nun regelmäßig an den Werktagen die Verbindung zwischen, Bahnhof Dotzheim und Schierstein auinebmen. Vor allem kommt die neue Verbindung den Arbeitern zugute, die bis zum nächsten Verkehrsmittel in Dotzheim oder Schierstein einen metten Anmaych- weg zurücklegen mußten. In dieser Hinsicht sind die Städtischen Verkehrsbetriebe nicht nur den Arbeitern von Dotzheim, von denen viele in Schierstem arbeiten, entgegengekommen, sondern auch die Berufstätigen der Randsiedlung haben nun ihre geregelte Verkehrsverbindung. Ein lahrelang gehegter Wunsch ist nun verwirklicht worden.
D i e hessen-nassauischen Eebietsrneister- schäften im Bahn-Radsport werden gemeinsam mit den Deut« Ichen Meisterschaften am 27. Juli in Frankfurt entschieden. Zum Austrag gelangen Zeitfahren, Malfahren, Zweisitzerrennen, Vierer-Mannschaftensfahren. Zweier-Mannschaftsrennen, Punktefahren und Ausscheidungsfahren.
Südwest-Rollsportmeister wurden in Darmstadt L. Müller im Kunstlauf der Männer, A. Horn im Kunstlauf der Frauen und Fischlein/ Müller (alle Frankfurt) im Paarlaufen. Rur im Rollhockey siegten mit der EfL. Darmstadt die Gastgeber.
Der Berliner Harry Saager. der in der Deutschen Straßenmeisterschaft der Radfahrer den Anschluß verpaßt hat, will es nun bei den Bahnmeisterschaften im Frankfurter Sportfeld am 27. Juli versuchen, einen Meistertitel zu erringen. Er startet in der Fliegermeisterschaft und zusammen mit seinem Landsmann Bunzel im Zweisitzerrennen.
Zur 17. Hanauer Ruder-Regatta am 27. Juli auf dem Main haben 22 Gemeinschaften aus Hanau, Offenbach, Frankfurt, Aschaffenburg, Gießen, Wiesbaden, Kaffel, Mainz und Hannover-Münden 50 Boot» mit 200 Ruderern und Ruderinnen gemeldet.
Ein selbständiger Eportgau Westmark wird ab 1. August dadurch gebildet, daß die zum Reichsgau Westmark gehörigen Gebietsteile vom Sponber4ich Südwest abgetrennt und mit den lothringischen Gebieten vereinigt werden. Verwaltungssitz ist Saarbrücken. Wer das verbleibende Restgebiet des Bereiches Südwest wird gleichzeitig mit dem Sportbereich 12 (Hessen) in Kürze bestimmt.
Eindrucksvolle Zahlen wurden von dem Besuch bei großen Fußballwettbewerbe des abgelaufenen Epieljahrs amtlich bekanntgegeben. Den Meisterschaftsendspielen wohnten, von den Gruppenkdmpfen ab, 720 000, den noch nicht abgeschloffenen Reichs- bundpokalspielen bisher 132 000 und den Tschammerpokalspielcn 387 000 Zuschauer bei.
Einen neuen We ltrekord im Gehen über fünf Kilometer stellte der Ungar Selmeczy in Budapest mit 20:46,8 Minuten auf. Den bisherigen Rekord hielt der Norweger Bruun mit 21:02,8 Minuten.
melden, wo auch nähere Auskunft erteilt wird.
— Unfälle. In der Mainzer Straße rutschte eine Frau auf der Treppe aus und zog sich schwere Unterarmverletzungen zu. — In der Wilhelminemtraße stolperte eine Frau so unglücklich. daß sie sich einen Fußknöchelbruch zuzog. Die beiden Verletzten wurden in die Städtischen Krankenanstalten gebracht.
— Wiesbadener Gemüse- und Obstmarktbericht vorn 22. Juli. Anfuhr und Angebot sehr mäßig, Nachfrage stark, Bedarf konnte nicht gedeckt werden. Eroßrnarktpreise (in Klammern Kleinmarkt- preise): Spitzkraut (ta kg) 9 (13), Rotkohl 16,5 (23), Frühwirsing 9 (13), Karotten 9 (13), Rote Rüben 6 (8), Spinat 12,1 (17), Buschbohnen, grüne 27,5 (38), dicke Bohnen 13,2 (18), grüne Erbsen mit Schale 15,4 (21), Tomaten 38,5 (55), Rhabarber 6 (8), Salatgurken 19,8 (28), Petersilie 55 (76), Kartoffeln, neue (50 kg) 772 (10), Kopfsalat (Stück) 4—7 (6—10), Blumenkohl 27,5—33 (38-46), Rettich 10 (14), Kohlrabi 3—7 (4—10), Karotten (Bund) 11 (15), Radieschen 6 (8), Suppengrün 8 (11), Pfirsiche (Ü kg) 54 (70), Stachelbeeren, reise 15,5 (20), Johannisbeeren 17,5 (23) Himbeeren 34,5 (45) Pf.
fiefia-fliegenlath
zur Ma -seaver m gu ng von Fliegen, Ameisen, Schwaben und Wespen. Kein Leimfliegenfänger — kein Stäubungs- mittel — geruch- und farblos — einfachste und hygienischste Anwendung liefen durch Apotheken, Drogerien
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Wiesbaden-Dotzheim
— Hören Sie am Donnerstag! Im großdeutschen Rundfunk dirigiert Alfredo Casella das Römische Symphonie- Orchester im deutsch-italienischen Austauschkonzeri um 14.15 llhr. Solist der Sendung ist Gioconda de Vito (Violine). „Bunte Musik" spielen von 20.15 bis 20.50 Uhr das Orchester Walter Raatzke: das Jaro-Michalek-Quintett und Albert Vossen mit leinen Solisten. „So klingt's b e i u n s i n W i e n" mit Vilma Peer (Sopran). Lizzi Holzschuh (Soubrette). Franz Borsos (Tenor). .Heinrich Friedl (Tenorbuffo), dem Schrammelauartett Pevi Wichart ei Unterhaltungsorchester unter Leitung von Max Schönherr____
einem Kleinen Rundfunkorchester unter Leitung von Karl Eisele von 21.15—22.00 Uhr.
Krieg waren nicht geeignet, um die vorhandenen Sympathien für Preußen zu fördern, und es war durchaus nicht abwegig, wenn der Abgeordnete von Unruh am 1. Dezember im Preußischen Abgeordnetenhaufe erklärte. Nassau sei früher preußischer gewesen als heute.“ (Nach der Annektierung.) Dazu hatten vor allem die zahlreichen Gesuche (von Industriellen, dem Großhandel, der Städte Dtez, Westerburg, sogar von Biebrich) um bedingungslos« Einverleibung in Preußen beigetragen. Eingaben, die nicht nur die eigenstämmische Würde, sondern auch Wahrheit und Gerechtigkeit vermissen ließen. Preußenfeindliche Kundgebungen waren jedoch belanglos, unb von kleinen Zwischenfällen, auch in Wiesbaden, soll nächstens berichtet werden. —n.
Jeden Freitag, 20.30 llhr: Singstunde im Restaurant „Oranienburg", Albrechtstraße 31, Parterre.
Lrtswaltung Westring.
Donnerstag, 24. Juli 1941, abends 8 Uhr, findet im Restaurant „Bülow-Eck" eine Amtswaltersitzung statt.
