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Wiesbadener Tagblati

Druck und Verlag: L. Tchelleuberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

89. Jahrgang

Montag, 21. Zuli 1941

Nummer 168

Wöchentlich in k Ausgabe» Erscheiuungszeit werktäglich nachmittag»

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nichtnng zahlreicher ei nie­dlicher Gruppen weiterhin einen

Zn Nordakrika belegten deutsche Kampfflugzeuge britische Artilleriestellungen und Kaianlagen in Tobruk «nrk-

* Der OKW.-Bericht von heute

Aus dem Führer-Sauvtauartier. 21 Juli. (Funkmeldung.)

Das Oberkommmldo der Wehrmacht gibt bekannt:

Im End teil der Ostfront verfolgen deutsche, rumänische und ungarische Truppen den geschlagene» Feind.

Ein bolschewistischer Korpskommandeur erklärte .Ich glaube nicht, daß es gelingen kann, ans diesem Chaos noch etwas zu retten"

Britische Kampfslugzenge warfen in der letzten Nacht an wenigen Orten Rordwestdeutkchlands, vor allem und Brandbomben.

Berlin, 19. Juli. Eine deutsche 3nf antert e=.Äom= nanie, die am Angriff gegen dte Bolschewisten bei Kiew am 17. 7. teilnahm, hob in einem, bugelligen Waldgelande einen sowietichen Divis I0NS-Gefechts st and aus. Dabei fielen den deutschen Soldaten der Kommandeur des 11. Motormechanischen Korps, Eeneralniaior Peter Makarow, und zahlreiche höhere Stabsoffiziere rn die ^""Generalmajor Makarow, dem offensichtlich die Führung seiner Verbände, nämlich der 29. und 30. Panzerdioiiion. der 204 motorisierten Schützendivision und einem Schutzen- regiment völlig entglitten war. stand ganz unter.dem ver­nichtenden Eindruck der schweren Schlacht, die sein Korps getroffen hatte. Mit resigniertem Tone.legte er seine bol­schewistischen Abzeichen ab und erklärte niedergeschlagen

Die SowjetarmeehatibreSchlachkraftern-

Verfolgung im Südteil der Ostfront

Erfolgreicher Verlauf der Kampfhandlungen an der gesamten übrigen Front Luftwaffe versenkte vor der britischen Ostküste zwei Frachter mit 11000 BRT. sowie ein Schnellboot Bomben aus Hafenaulage» und Flugplätze der Insel 15 britische Flugzeuge abgeschossen

An der gesamten übrigen Front nehme» die Kampfhand­lungen unter V e r nicht uns zahlreicher er «.ge­schlossener feindlicher Gruppen weiterhin einen erfolgreichen Verlauf. . . ,,

Zm Kampf gegen Großbritannien verienkte die Luftwaffe in der letzten Rächt vor der britischen Ottkütte zwei Frachtschiffe mit zusammen.il 000 BRT.. sowie em Schnellboot. Kampfflugzeuge bombardierten Hasenanlagen an der schottischen Ostküste. an.der Sudottkutte Englands und Flugplätze im Siidosten der Insel.

gebüßt. Ich glaube nicht, daß es der Führung gelingen wird, aus diesem Chaos noch etwas zu retten. Es mangelt an Ausrüstung und Ersatz, vor allem in technischer Be­ziehung. Auch die letzten Reserven, die vor einigen Tagen nach 20tätigem Transport vom Var la l- see an die Front geschickt wurden, konnten uns nicht helfen. Die Leute waren stockdumm und nur ganz kurz ausgebildet. So war es kein Wunder, datz alles drunter und drüber ging.

Der bolschewistische Generalmajor wurde 1897 in Tula geboren, diente 1917 im 17. Husaren-Regiment und ab 1919 in der Sowjetarmee. Von 1920 bis 1922 besuchte er die Kavallerieschule in Jelisawetgrad und durchlief dann die üblichen sowjetischen Chargen. 1940 wurde er zum General­major befördert und zum Kommandeur der 6. Kavallerie- Division in Lomza ernannt. Zuletzt führte er das 11. Motor­mechanische Korps.

wt. An seinen Feinden und Gegnern ist Europa zur Selbsterkenntnis gelangt. Es hat erkannt, datz eine freie Entwicklung des alten Kontinents unmöglich ist. solange die britische Plutokratie die Tore in die,Welt ver­sperrt, solange die Meere den Tummelplatz britischer Frei­beuterei bilden. Datz es keine Freiheit gibt, solange die Juden der City die Kapitalströme dirigieren. Zollbarrieren errichten und die Zufuhr von Rohstoffen unterbinden können. Von Gibraltar bis zum Nordkap, von Kreta bis zur Bre­tagne wissen die Völker Europas, datz im Schatten des bolschewistischen Terrors, das Eigenleben der Nationen zu Grunde gehen mutz. Die Greuel von Lemberg, die Schreckensnachrichten aus dem Baltikum, haben die letzten Unklarheiten über das Wesen.des Sowjetstaates ausgeloscht. Bolschewismus und Plutokratie sind die Erzfeinde Europas. Die deutsche Wehrmacht ist zu ihrer Vernichtung angetreten. Und deshalb steht ganz Europa hinter Deutschland, schla­gen die Herzen aller Europäer für unsere Soldaten. Diele Hoffnung, dieser unerschütterliche Glaube an den deutschen Sieg und an den Sieg Europas kommt in der V-Aktion zum Ausdruck. V. der Anfangsbuchstabe von Viktoria. Sieg. Sieg Deutschlands an allen Fronten ! Spontan begann diese Aktion und erfaßte Holland. Belgien, das Protektorat, das Generalgouvernement, Norwegen und Frankreich.

H o l l a n d: In allen Städten Hollands sieht man rie­sige Transparente und weiße Fahnen nut einem großen orangefarbenen V. Millionen von V-Streuzetteln werden durch die Flugzeuge abgeworfen. Die Autos und Fahrzeuge der holländischen Behörden tragen das Zeichen des Sieges. Hunderttausende von Anstecknadeln zieren die Aufschläge der Röcke und die Kleider der Frauen. Der Rundfunk gibt vor und nach dem Wehrmachtbericht das V als Morsezeichen und der Sprecher erläutert: ..Habt, ihr das V-Zeichen gehört? Das V-Zeichen bedeutet Viktoria, Steg an allei^ tfranten^ sge{gjen es nicht anders. Autos und Lastwagen tragen einheitlich das V. An den markantesten Punkten der Städte grüßt es von riesigen Transparenten herab, die Tender der Lokomotiven tragen es, an den Fen­stern vieler Häuser ist es zu sehen. Auf Feldpostkarten und Siegelmarken prangt das V. ,

Protektorat: Lawinenartig bat die V-Aktton auch im gesamten Protektorat eingesetzt. Das abendliche Bild Prags wird beherrscht von dem strahlenden V auf dem Veitsberg, vom Pulverturm, von den Türmen der Karls- brücke und vom Aussichtsturm des Laurentsberges. Das be­kannte Bata-Sotel im Bezirk Zlm heißt, heute Viktorm- Sotel. Die Straßenbahnwagen tragen . ein V. Am der Moldau fuhren am Sonntag Ruderboote tn V-Form und die Autos der Behörden tragen das V, umrahmt von einem Lorbeerkranz. Die Leitamiatze der Prelle beginnen nut dem V alle Textseiten tragen das V und überall lieft man das

Andererseits verkennt man nicht, daß die Sowiets eine, solche Hilfe dringend gebrauchen würden. Nachdem man immer wieder in London die verlogenen sowietlschenSieges- berichte" verzeichnet hatte, kommt man jetzt doch offenbar zu der Erkenntnis, datz die Lage der Sowjets sehr ernst ist. Jedenfalls verkündete der Londoner Rundfunk plötzlich, daß das deutsche Heer ausgezeichnet ausgerüstet sei und daß es über ein besseres Kriegsmaterial verfüge als die Sowiets. Deshalb sei auch die Nervosität derjenigen Kreise berechtigt, welche den Sieg der Sowjets brennend wünschen. Ganz besonders bangt man nach wie vor um Peters­burg und die noch in Sowjetrußland befindlichen Stutz­punkte an der Ostsee und macht sich große Sorgen um die sowjetische Ostseeflotte. Aber auch Moskau und Kiew, so wird bann weiter erklärt, seien als Verwaltungs- und Transportzentren sehr wichtig. Man könne nur hoffen, daß die Bolschewisten weiterkärnvsten. Solche Stimmen kann man plötzlich aus England vernehmen, wenn daneben auch immer noch Hoffnungen aufklingen, daß der Sand oder ufer Regen den deutschen Vormarsch zerbrechen könnte.

In Moskau gibt man sich so törichten Hoffnungen nicht mehr hin. Hier hat man jetzt die ganze Macht in die Hände Stalins gelegt, der zum Verteidigungs- kommisiar ernannt wurde und damit auch formal alle Voll­machten für seine politische und militärische Diktatur er­halten hat. Stalin zieht damit die Konsequenzen aus der Einsetzung der Politischen Kommisiare bei der Truppe, d. h. aus der Unterstellung der Truppen unter die GPU. Er gibt den Kommisiaren, die die Truppen in das Feuer bringen müfien, die Befehle. Er ordnet die Mobilmachung von Arbeitern, Frauen und Kindern an. denn schon mischen sich ja unter die Reserven, die in den Kampf geführt werden, bewaffnete Arbeiter aus den Industriestädten, Re­kruten. die kaum ausgebildet sind und Frauenbataillone. Auch damit kann Stalin das Schicksal des Bolschewismus nicht wenden. Planmäßig vollzieht sich die Niederringung der bolschewistischen Armee an der gesamten langen Front vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer.

kam mit Bombe«. Sn Luftkiimpfr« wurden drei britische Jagd­flugzeuge abgeschosie«.

Bei Versuche« brittscher Flugzeuge, am gestrige« Tage und in den heutigen Morgenstunden, die K a n a l k L st e anzu- gteifen. schone« Jäger und Flak-Artillerie acht. Vorpoften- boote und Sperrbrecher vier feindliche Flugzeuge ab.

Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste.

Der Sonntagsbericht Les OKW.

Aus dem Führer-Hauptquartier, 20. Juli. Das OKW. gibt bekannt:

Die aus Bessarabien vorgehenden deutsch-rumänischen Kräfte haben nach Brechung des feindlichen Widerstandes auf dem Ostufer des Dmettr die Verfolgung ausgenommen.

3m Raum von Smolensk verlausen die Operationen weiterhin planmäßig.

An der finnischen Front werde« weitere Erfolge erzielt.

A« zahlreichen Stellen der Ostfront scheiterten oerzwei- felte Ausbruchsversuche eingeschlossener Sowjettrnp- ven. Der Feind erlitt hierbei wieder schwere blutige Ver­luste.

3m Kampf gegen Großbritannien bombar­dierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht militärische An­lagen in Mittel- und Ostengland.

Bei Versuchen des Feindes, am Tage die besetzten Ge­biete am Kanal und an der norwegischen Küste anzugreifen, schollen Säger und Flakartillerie sieben. Marineartillerie zwei, ein Borvostenboot ein britisches Flugzeug ab.

Übergabe oder Vernichtung

Die Niederringung der bolschewistischen Armee vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer

Motto:Viktoria, der Sieg Grotzdeutschlands im Kriege ist der Sieg Europas im Frieden." _

Generalgouvernement: Auch das General­gouvernement hat sich in diese gewaltige Aktion einge­schaltet. Polnische Fahrer, die bei der deutschen Wehrmacht beschäftigt sind, haben das V auf ihre Fahrzeuge gemalt. Auf dem Krakauer Rathausturm ist ein Riesentransparenr tn verschiedenen Farben bespannt.. Freilichtkinoauf­führungen, die auch im Zeichen der V-Aktion stehen, fanden vor mehr als 30000 Zuschauern statt. Die Bevölkerung riß sich um die aus Flugzeugen abgeworfenen V-Zettel, die polnischen Text tragen.

Norwegen : Die gesamte norwegische Presse steht, wie auch das Straßenbild der Städte, im Zeichen des V. Die Zeitungen bringen Leitartikel über den deutschen Sieg über den Bolschewismus. Große Karten der Ostfront tragen ein strahlendes V.

Frankreich: Das Stadtbild von Paris wird be­herrscht von überdimensionalen Transparenten und Fahnen­tüchern, die am Eiffelturm und markanten Gebäuden zu sehen sind. Die Auslands-Organisation hat zahlreiche Flug­blätter verteilt und auch die Auslandsgruppe der faschisti­schen Partei beteiligte sich an der Aktion. Am Sonntag fand eine Rote-Kreuz-Sammlung statt, auf der Nachrichtenmädel Anstecknadeln in Form eines V mit Lorbeerkranz vertrieben. Auch alle französischen Provinzftädte schalten sich ein.

V - Symbol des deutschen Sieges

Ganz Europa bekennt sich zu den Kampfzielen des Reiches

Disziplin der Heimat

Von Willi Bernpel

Dem deutschen Menschen ist der Begriff der Disziplin keine Angelegenheit des Zwanges, vielmehr ein Diktat des Herzens, das in dem tiefen Verantwortungsbewimt- iein gegenüber der Gemeinschaft des Volles gründet. Ob Uniformträger oder Zivilist, beiden ist das gleiche Ziel ge­meinsam: dem Vaterlande zu dienen.. Unserer Wehrmacht ist das disziplinäre Verhalten etwas Jo selbstverständliches, daß sich jedes Wort darüber erübrigt. Das wissen wir.m der Heimat und wir sind bemüht, es, in der ernsten Aunassung unserer Pflichten den Soldaten gleich zu tun. Das ist. zu­gegeben. nicht immer leicht aber im Leben des Menschen st immer der Kamm em Motor von gestaltender Kraft. So. ist es besonders im Kriege, der ta als totaler Krieg nicht auf die Fronten beschränkt ist. sondern, auch von der öetmat den letzten Einsatz, ja. wenn es Jein mim. sogar das persönliche Opfer fordert. Das letztere ist. mt bisherigen Verkam des Krieges nur von einer verschwindenden Minderheit unseres Volkes gebracht worden, vor allem, von benen. die einen lieben Anverwandten vor dem Feind ließen, . Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor diesem persönlichen Omer und wir glauben, daß die Frauen. Mütter. Vater und Geichwister. die den Ver­lust ihres Mannes. Sohnes oder Bruders.beklagen, doch auch in ihrem Schmerz etwas von dem Stolz spuren werden, den die gefallenen Helden in dem Gedanken emvianden. ihr Leben für die Heimat im Kampfe gegen ihre Feinde gegeben zu haben. Wir würdigen das persönliche Opfer der deutschen Familien, die in den luttgesahrdeten Gebieten durch den feigen Überfall britischer Lmtpiraten am niedliche deuttche Wohnviertel Schaden an ihrem Eigentum erlitten. Ihnen gilt unsere ganze Fürsorge, die ihren Niederschlag., rn der irem big gegebenen Hille durch Partei und Staat nndet. Auch alle die vielen deutschen Familien, die einen lieben Ange­hörigen in den Reiben unserer tapferen Wehrmacht haben, leisten einen persönlichen Beitrag in diesem Lebenskampi unseres Volkes, den viele als hart enwrinben müßten, wenn sie nicht wüßten, daß es in diesem Kamvi letzten Endes um bas Sein oder Nichtsein unseres Volkes geht.

Wir alle ftehen unter dem ehernen Gesetz des Krieges, der uns aufgezwungen wurde und den Ado.li H111er. der größte Staatsmann und Feldherr der Geschichte als Garant der Sicherheit des deutschen Volkstums für alle Zeiten an der Spitze einer Wehrmacht führt, die im besten Sinne em Volksöeer ist. das in den bald zwei Zähren der kämpferischen Auseinandersetzung unsterblichen Ruhm an das Hakenkreuzbanner heftete. Uns in der Heimat umschließt das eherne Band der Gefolgschmtstreue. die mt Glauben, im Ge­horsam und in der Disziplin ihren Bode« findet, auf dem der tägliche Kampf der Heimat symbolhaft im Geiste des Nationalsozialismus ausgetragen wird. Am vergangenen Freitag sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger im Rahmen der Gauvressekonferenz zu uns. den Vertretern der rhein-mainischen Prelle. Wenn der.Gauleiter u. a. aus» führte, daß der Spießbürger und der Übelwollende immer noch innerhalb der Volksgemeinschaft ihre« Platz behaupten, und daß die Kampfansage der Prelle diesen Elementen gegen­über stets besonders aktiv bleiben müsse, so turnen mir. daß der die Notwendigkeiten der Zeit erkennende Bolksgenoue dafür sorgen wird, daß für notorische Nörgler in unserer Ge­meinschaft. die während der Kriegszeit ihre Feuerprobe zu bestehen hat. kein Platz ist. Meist ist es nur Leichkiertigkeit. .die diese Zeitgenossen vom Pfade der Disziplin abbringen. Wenn auch durch die politischen und militärischen Eriolge unserer Staats- und Kriegführung den Nörglern aller Wind aus den Segeln genommen ist. so versuchen sie doch mitunter, rein persönliche Dinge zu verallgemeinern und wie das so ihr Brauch ist. schwarz in schwarz zu malen. Sie erzählten das Märchen und auch daraut verwies der Gauleiter von der Macht und Schlagkraft der Roten Armee und müssen nun einsehen, daß sie sich getäuscht haben: sie befürchten die drohende Haltung Amerikas und müssen sich doch gesagt sein lassen, daß wir dem Führer auch in dieser Beziehung die Ent­scheidung voll und ganz überlassen können der bisher in allen Dingen das tgt. was dem deutschen Volke nützte. Also, wie gesagt, in den Dingen der großen Politik ist ihre unfruchtbare Kritik zur Nichtbeachtung verurteilt, denn die Erfolge unserer

as. Berlin, 21. Juli. (Eis. Drahtbencht unserer Ber­liner Schriftleitung.) An der gesamten Ostfront wird der weichende Feind überall ständig zuruckge­drängt. Wie erneut aus dem Bericht des OKW. vom Sonntag hervorging, konnten aber auch erhebliche Teile der Sowjets eingekesselt werden. Diese eingekesselten Truppen machen immer wieder Ausbruchsversuche, die aber genau so wie die zum Entsatz angesetzten Angriffe neuer herangeführter Sowjettruvven ausnahmslos in unserem Feuer zusammenbrachen. Den Eingekellelten bleibt also nur die Übergabe ober bie völlige Vernich­tung. Verlaufen mithin in der Mitte ber Front die Operationen vollkommen planmäßig, so bedeutet ber Vor­stoß im Süden über den Dnjeftr hinweg eine weitereBe - drohung Kiews, zumal man sich erinnert, daß roeitmarts stehende Sowjetdivisionen bei B e r d i t s ch e w tn der letzten Woche aufgerieben wurden. Zugleich aber weiteten tm Norden die Finnen ihre Erfolge aus, so daß mit einem ver­stärkten Druck auf die Sowjets auch in diesem Teile ber Front zu rechnen ist.

Die Engländer geben sich bie größte Mühe, so etwas wie eine Entlastungsoffensive in ber Luft vorzuspiegeln Sie versuchen immer wieder bei Tag in das. besetzte Gebiet em= zufliegen und.ergänzen diese Operationen durch Nacht­angriffe auf deutsche Städte. Immer wieder aber zeigt ihnen bie deutsche Abwehr ihre Schlagkraft. So haben bie Englänber bleie Unternehmungen in ben letzten zehn Tagen mit einem Verlust von 116 Flugzeugen bezahlen müssen. Allein in ben .Tagangriffen verloren, bte Engländer seit dem 18. vorigen Monats nicht weniger als 422 Maschinen. So also steht es mit ber angeblichen britischen Entlastungsoffensive, bte burch bte starke deutsche Abwehr unter schweren Verlusten für bte Briten niedergebalten wird.

Das ist also um so schmerzlicher für London, als eng­lische Zeitungen zugeben müssen, daß esaus geographischen Gründen" nicht möglich ist. den Sowjets Hilfe zu leisten.

auf die Stadt Hannover, Svreng- ----------------

Wehrwirtschaftlicher ober militärischer Schade« entstand nirgends. Nachtjäger schollen eines der angreifenden briti­schen Kampfflugzeuge ab.