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Wiesbadener Tagblatt

Druck uud verlas: L. Sckelleubera'kcke «uckdruckerei. Lanaaaiie Nr. 21 «Laablatt..kaust • Wück>e«tli<b in 6 Ausgaben Erscheinungszeit werktäglich nachmittags

Druck und Verlag: «. Lchellcnberg'schc «uchvruckerci, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

89. Jahrgang

Nummer 166

Freitag, 18. Juli 1941

Wöchentlich i» K Ausgabe« Erscheinungszeit werktäglich nachmittag»

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Die letzten So

Die Bolschewisten rechnen bereits mit dem Fa

as. Berlin. 18. Juli. (Eig. Drahtbericht unserer Ber­liner »chnftleitung.) Die gegenwärtige Kampfeslage im Osten hat der Bericht des OKW. vom Donnerstag mit den Worten umuffen, daß der Gegner seine letztenReserven einsetzt, um den deutschen Vormarsch zum Stehen zu bringen. Aber auch dieses Heranführen der Reserven ist vergebens. Mit den knappen und klassischen Worten „grobe Erfolge bahnen, sich an" kündigte der Bericht des OKW. den Aus­gang dieser Schlacht östlich der Stalin-Linie an. Das sind Worte, die wir aus dem Feldzug gegen Polen und aus dem Feldzug im Westen kennen, Worte, die niemals die Welt enttäuscht haben. Die Kämpfe, die noch im Gange und, sind schwer, aber der grobe Sieg über die Sowjetarmee ist bereits klar erkennbar.

So wenig man offenbar in Moskau auch oft über die Lage einzelner Kampfesgruppen weiß, weshalb wir den Sowjets auch nicht den Gefallen tun, vorzeitig Ortsnamen zu nennen, so sieht man doch dort das kommende Verhäng­nis voraus. So hielt es auch der Sowjetbotschafter in Lon­don. M a i s k i. bereits für erforderlich zu erklären, dab auch nach einem etwaigen Fall Moskaus die Bolsche­wisten den Kampf weiter östlich fortsetzen würden. Die geniale deutsche Führung wird dafür sorgen, dab den Sowjets dafür möglichst wenig Kräfte übrig bleiben. Kennzeichnend aber ist doch der Erlab, der die V o l i t i - schen Kommissare für die Sowjetarmee er­neut bestätigt und über den wir gestern schon berich­teten. Wenn jetzt jeder Befehl vom Kommissar gegenge- zeichnet werden mutz, wenn dem Kommissar ausdrücklich der

Der Führer ehrt

Die Tapfersten der Tapfere«, an ihrer Spitz« General $

Aus dem Führer-Hauptquartier, 17. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing heute in seinem Hauptquartier die für ihren heldenhaften Einsatz beim Angriff auf Kreta mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten Angehörigen der Fallschirmtruype uud der Gebirgsjäger.

Mit anerkennenden Worte« dankte der Führer den Kreta-Kämpfern, en ihrer Spitze dem Befehlshaber des Unternehmens, General der Flieger Student und Generalmajor Rin gl, dem Kommandeur einer Gebirgs» dioifion.

Der Führer brachte zum Ausdruck, dab diele kühne Tat mit eine der Voraussetzungen für die erfolgreiche Fort­führung unseres Freiheitskampfes schuf.

Der Führer ehrte mit diesem Empfang zugleich die vorbildliche Tapferkeit aller Kreta- Kämpfer.

V

wt. Kreta, ein kurzes Wort, das eine ungeheure, einmalige Leistung umschließt. Beginn einer Revo­lutionierung der Kriegführung, wie man sie vor wenigen Jahren noch nicht. für möglich hielt. Realisierung des Führerwortes, dab es keine unangreifbaren Inseln mehr gibt. Ausdruck aber auch eines Kämpfertums, das zu letztem, bedingungslosem Einsatz entschlossen ist. Die Fallschirmjäger, die über Kreta absprangen, die Gebirgs­jäger, die als Luftlandetruppen folgten, wußten, daß das Überraschungsmoment nicht zu ihren Gunsten ausgewertet werden konnte. Der Gegner war auf den Angriff vorbereitet und Hunderte von Maschinengewehren bereiteten unseren Soldaten einen todspeienden Empfang, llnd dennoch zögerten Fallschirmjäger und Eebirgstruppen keinen Augenblick, den schweren Auftrag auszuführen. Schon der erste Akt des Kampfes wird so durch ein leuchtendes Heldentum gekenn­zeichnet, das sich in den nächsten Tagen hundertfach be­währte. Die deutschen Fallschirmjäger und Eebirgstruppen mußten gegen eine vielfache Übermacht kämpfen, mit leichten infanteristischen Waffen gegen monatelang vorbe­reitete Befestigungen anrennen, gegen Panzerangriffe ohne genügend Abwehrmittel standhalten. Wenn die Engländer ko oft behaupteten, die deutsche Wehrmacht siege durch das Übergewicht ihres Materials, so wurden sie hier der Lüge überführt. Außer Maschinengewehren, Granatwerfern und kleinen Gebirgsgeschützen stand den deutschen Verbänden nichts zur Verfügung. Auf der Gegenseite, Panzer und Artillerie bis zu den schwersten Kalibern. Auf Kreta siegte der Kämpfer, der einzelne Mann durch seine Tapferkeit und seine Ausbildung. Der deutsche Soldat bewies seine moralische Überlegenheit, seine unübertreff­liche Härte, mit der er auch in den schwersten Situationen den Sieg an seine Fahne heftet.

Im Frieden hörte man wenig von unseren Fallschirm­jägern. In stiller, zäher Arbeit erwarben sie sich auf den Übungsplätzen die vorzügliche Ausbildung, die im Einsatz hielt, was sie versprach. Wo sich aber die Fallschirmjäger bei Paraden zeigten, wurden sie von der Bevölkerung mit Jubel empfangen, aus dem instinktiven Gefühl beraub, daß diese Männer die Elite der deutschen Jugend bilden, daß gerade ihre Waffe einen kühlen Kopf und ein tapferes Herz verlangt. Am Anfang des Krieges blieb es still um sie. Im Frühjahr 1940 aber brach ihr Ruhm auf und Namen wie Oslo, Stavanger, Dombas und Narvik, Namen wie Eben Emael, Rotterdam und Dordrecht gingen als Zeugnis ewigen deutschen Soldatentums in die Geschichte ein. In kühnem Angriff wurde der Kanal von Korinth bezwungen. Kreta aber ist bis heute das stolzeste Ruhmesblatt der jungen Waffe.

Seit Narvik find die Gebirgsjäger aufs engste mit den Fallschirmtruvven verbunden. Sie kämpften mit ihnen zusammen im Eis des Polarkreises und dann auf Kreta, in der glühenden Sonne des Südens. Auch die Gebirgsjäger llnd zu einem Begriff geworden, der, ein zähes, todesmutiges Kämpfertum umschließt. Eine kleine Episode von Kreta kennzeichnet den Kampfgeist dieser Manner. Ein Schiff, das Gebirgsjäger übersetzte, wurde in , Brand geschossen. Die überlebenden erreichten fast unbekleidet, aber mit ihren Waffen, auf einem Schifferboot den Strand und griffen sofort in das Gefecht ein. Nichts kann diese Männer er­schüttern. Seite an Seite mit den Fallschirmjägern erfochten sie auf Kreta einen Sieg, der zugleich eine neue Epoche der Kriegführung einleitet. Der Führer hat nun

wjet-Reserven

l Moskaus — Vielsagende Erklärung Maiskys

„unerbittliche Kampf gegen die Feiglinge, die Panikmacher und die Deserteure" zur Pflicht gemacht wird, so läßt das mancherlei Rückschlüsse auf das innere Ge­füge der Sowjetarmee und auf die verzweifelte Un­sicherheit zu, die den Kreml befallen hat. In diesem Sinne wird auch der Erlaß überall gewertet. Seine Folgen werden allerdings möglicherweise sehr andere sein, als Moskau er­wartet. Wenn bei Minik sowjetische Truppen, denen die Sinnlosigkeit des Kampfes aufdämmerte, ihre Kommissare erschossen, so könnte dieses Beispiel auch an anderen Stellen Nachahmung finden.

Jedenfalls muß man in London erkennen, daß man von den Bolschewisten keine Entlastung zu erwarten hat. So spielt denn in England das Problem der Aus­rüstung wieder eine große Rolle. Hier aber klappt bei weitem noch nicht alles so, wie es sollte. Vermutlich bat Herr Roosevelt deshalb auch seinen intimen Freund und Ratgeber Hovkin erneut nach London geschickt, damit dieser nach dem Rechten sieht. Oder spielen auch hier wieder die verschiedenen Pläne Roosevelts, im englischen N o r d - irland Stützpunkte zu schaffen, eine Rolle? . Roosevelt sucht jedenfalls nach wie vor mit aller Gewalt den Anschluß an den Krieg: da durch die Besetzung Islands noch kein Zwischenfall entstand, geben Roosevelts Pläne weiter. Senator W b e e l e r. von dem übrigens auch der erste Hin­weis auf die Island-Aktion stammte, erklärte jetzt, er sei im Besitz von Informationen, daß amerikanische Marineflug­zeuge bereits in der Nähe der Azoren patrouillierten. Auch das ist ein neuer Beweis dafür, daß Roosevelt Zwischen­fälle sucht.

ie Kreta-Kämpfer

ent und Generalmajor Ringl, im Fübrer-Sanptqnartier

die tapfersten der Tapferen, an der Spitze General S t u d e n t. der beim Absprung im Westen schwer verwundet wurde, und Generalmajor Ringl. den Führer der Gebirgs­jäger, empfangen und damit den kühnen und einsatzbereiten Kämpfern von Kreta, den vielen, die das siegreiche Ende des Kampfes nicht mehr erleben durften, bett Dank des ganzen deutschen Volkes abgestattet.

Für heldenmütigen Einsatz

Drei weitere Offiziere erhielten das Eichenlaub zum Ritterkreuz

Aus dem Führer-Hauptquartier. 17. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh heute für ihren heldenmütigen Einsatz im Ostfeldzuge folgenden Offizieren des Heeres und der Luftwaffe das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:

Dem Befehlshaber einer Panzergruvve. Generaloberst Guderian,

dem Befehlshaber einer Panzergruppe, Generaloberst Hotb.

dem Kommandierenden General eines Fliegerkorps, General der Flieger von R i ch t h o f e n.

Die tapferen Befehlshaber erhielten die Mitteilung über die erfolgte Verleihung durch ein persönliches Tele­gram m auf ihre Eefechtsstände.

Göring an Oberstleutnant Mölders

Berlin, 17. Juli. Reichsmarschall Göring richtete an Oberstleutnant Mölders folgenden Glückwunsch:

Lieber Mölders! Ihnen, meinem kühnsten und sieg­reichsten Jagdflieger, herzliche Glückwünsche zu der höchsten Tapferkeitsauszeichnung. Ich bin unendlich stolz auf Sie und ich beglückwünsche auch Ihr herrliches Jagdgeschwader, das in allen Luftkämpfen unter Ihrer kühnen Führung Hervor­ragendes leistet. Möge Ihnen, lieber Mölders. das S o l - datenglück auch weiterhin treu sein.

Ihr Göring

Reichsmarschall des Eroßdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Betretenes Schweigen der

Stärkstes Aufsehen in der Welt über die Enthüllungen

Berlin, 17. Juli. Die Meldung von „Astonbladet", daß Roosevelt der USA.-Flotte den Schießbefehl erteilt habe, wird in allen New Borket Blättern groß herausgestellt, ohne daß dagegen Widerspruch erhoben wird. Auch die U S A. - Regierung hat bisher kein Dementi herausgegeben. Rundfunk und Presse erklären, die USA.-Flotte sei ange­wiesen worden, für die Sicherheit der Verbindungen zu sorgen, das bestätige den Schießbefehl Roosevelts.

Die brasilianische Presse bringt unter großen Schlagzeilen die Nachricht von den provozierenden Maß­nahmen der Vereinigten Staaten. Die Schlagzeilen sagen z. B." „Die USA. bereiten den Kriegseintritt vor". „Roose­velt soll, der Flotte befohlen haben, auf deutsche Schiffe zu

!)ie gesamte spanische Morgenpresse bringt Will- kies Erklärung über Roosevelts Schießbefehl an die USA.- Flotte in größter Aufmachung unter Überschriften wie: „Roosevelt hat der Flotte Befehl gegeben, das Feuer ohne Warnung auf deutsche Einheiten zu eröffnen."

In Finnland hat die Aufdeckung der Machenschaften Roosevelts in der gesamten Öffentlichkeit starkes Aufsehen er­regt. Die Blätter dingen die Meldung in größter Aus­machung. „Hufoudsdadbladet" schreibt in großer Schlag­zeile: „Roosevelt will dem kämpfenden Europa in den Rücken fallen". „Uusi Suomi" wählt die Über­schrift „Roosevelt will den Krieg um jeden Preis."

Die schwedische Presse verzeichnet an hervorragender Stelle die Reaktion der New Bork-Meldung von „Afton- bladet" über Roosevelts provokatorische Absichten. Man müsse Europa auf den offenbaren Leichtsinn und die

1812-1941

Von Wilhelm Ackermann

Ein kluger englischer Schriftsteller hat feinen Lands­leuten bezüglich des Krieges.im Osten.geraten: Vergeßt Napoleon so schnell wie möglich! Ihm ist offenbar nicht ganz geheuer bei den bequemen propagandtstrschen Ver­suchen, den Verlauf des napoleonischen Zuges nach Rußland als Vorbild des Ausganges auch des deutsch-europäischen Ringens gegen den Bolschewismus zu nehmen. Aber Die Jllufionspolitiker, die von Amts wegen tn London und Moskau in die Stimmungstrompete blasen, find eisern ent­schlossen, solch guten Rat eines Verständigen um so mehr zu mißachten, je windiger sich die Siegesaussichten an der Hiont gestalten. Da ist es denn nicht verwunderlich, daß die letzten deutschen Erfolge wieder einmal eine Serie napoleo­nischer llntergangsprophezemngen für die deutsche Wehrmacht gezeitigt haben, zumal der Genosse Stalin selbst für die sowjetische Propaganda in. seiner Rundfunkrede die ent­sprechende Richtlinie vorgezeichnet hat. Nun fallt lelbit dem oberflächlich über die Dinge Nachdenkenden eines auf: die Weite des russischen Raumes, die den Heeren des Korsen zum Verhängnis wurde, kann im Zeitalter der Technik, der Moto­risierung unb bei weitgehenben Durchbrlbung bes Verkehrs­wesens nicht mehr bie Rolle spielen, wie vor mehr als einem Jahrhundert, wo Pferbe unb nicht einmaj überall Wagen die einzigen Transportmittel waren. An dieser Verkehrsent­wicklung scheitert aber nicht nur bas Moment bei angeblich unüberwindbaren Entfeinungen. sonbein auch bei Veisuch. bem Siegel mit bei wohlvertrauten Waffe bet sinnlosen, aber gründlichen Zerstörung entgegenzutreten. Die Vorstellung, daß ein militärischer Gegner durch die Ver­wüstung seines Etavvenraumes entscheidend behindert oder gar bedroht sei, ist schon durch den Weltkrieg, wenn auch in kleinerem Maßstabe widerlegt. Aber seitdem bat das mili­tärische Nachschubwesen eine ganz gewaltige Entwicklung durchgemacht, und es sind einfach Toren oder Betrüger der Öffentlichkeit, die die Meinung verbreiten, Stalins Ver- nichtungsparole werde unmittelbare militärische Aus­wirkungen haben.

Für Napoleon war in der Tat bet Nachschub angesichts der planmäßigen russischen Verwüstungen und der die rück­wärtigen Verbindungen gefährdenden Euerillataktrk des Gegners von vornherein ein schwieriges Problem, um so schwieriger, als seine Etavvenlinie von Frankreich quer durch einen niedergehaltenen Kontinent, vor allem durch ein in korsischen Ketten seufzendes Deutschland führte. Heute ist ine Etappe im Kriege gegen den Bolschewismus ein fast einheit­lich angetretenes Europa. Als die französische .Kroße Armee" in Stärke von rund 600 000 Mann gegen Rußland mar­schierte, da bestand sie noch nicht zur Hälfte aus National­franzosen: die Mehrheit stellten die widerwilligen und ge­preßten „Verbündeten", darunter die eben erst niedergewor­fenen Preußen und Österreicher. Diese „Große Armee" war also alles andere als von einem gemeinsam tragenden Ge­danken erfüllt: die verschiedenen nationalen Kontingente trugen statt der Sehnsucht nach Ruhm die nach der Heimat und nach endlichem Frieden in der Brust, und selbst unter den Franzosen stellten sich viele die Frage, wo der Eroberer­rausch des Korsen endlich sein Ende finden werde. Der Kampf gegen die Sowjetunion als die Verkörperüng des bolsche­wistischen Regimes aber wird von einem deutschen Mil- lionenheer geführt, das tief von der Aufgabe durchdrungen ist, diesen Feind seines Vaterlandes und Erzfeind der Menschheit überhaupt vernichtend zu schlagen: und an seiner Seite stehen mit den finnischen, ungarischen und rumä­nischen Truppen Verbündete, die alle am eigenen Leibe die bolschewistische Gefahr in innen- oder außenpolitischer Be­ziehung praktisch erfahren haben. Das zaristische Rußland der napoleonischen Zeit wurde von niemandem in Europa und der Welt als eine Bedrohung empfunden, viel eher war es die heimliche Hoffnung der Unterdrückten als Hort des letzten Widerstandes gegen den unersättlichen Eroberer. Der Bol­schewismus hingegen ist als gemeine Gefahr nicht nur für feine unmittelbaren Nachbarn, sondern für den ganzen Erd­teil und darüber hinaus gemäß seiner eigenen inter­nationalen Zielsetzung für die ganze Welt erkannt und bis hinunter nach Spanien erprobt. Das sind einige Unterschiede in den außenpolitischen Voraussetzungen, die bereits eine Vergleichsmöglichkeit zwischen damals und heute in Frage stellen.

Aber es fehlt ebensowenig an Unterschieden der inner- politischen Situation im damaligen Zarenreich und im heu­tigen Bereich der Sowjets. Das Zarenregime war in ange­stammten nationalen Formen tief, ja religiös im russischen Volke verankert, auch in einem Teil der Nationalitäten, die schon zum damaligen Bereich Eroßrußlands gehörten. Die Wirtschaft des Riesenreiches war primitiv, aber gerade da-

Washmgtoner Kriegshetzer

et verbrecherischen Provokationsabsichten Roosevelts

Gefahr aufmerksam machen, die durch eine solche Haltung Roosevelts entstehen könne. Dies sei ein neuer Beweis für Roosevelts Entschlosienheit, unter allen Umständen neueVerwicklungen in dem europäischen Konflikt zu- standezubringen. Es werde erwartet, daß Roosevelt zu bet Meldung bet schwedischen Zeitung Stellung nehme. „Sagens Nyhetei" übeischieibt: „Auf bem Weg über schwedische Presse neue Beweise für Ziele der USA. gegeben — Roosevelt ist bereit, die Lunte an das Pulverfaß zu legen — Die USA.-Flotte soll Befehl bekommen haben, ein Inter­mezzo heraufzubeschwören."

Der Schießbefehl Roosevelts wird auch von der Brüs­seler Presse in größter Aufmachung wiedergegeben. ..Pays Steel" gibt bett fünfspaltigen Titel „Sensationelle Enthüllun­gen. — Roosevelt will Zwischenfälle provozieren, um USA. in ben Krieg zu ziehen.' „Het Lautste Nieuws" bringt bett Titel: „Roosevelt will ben Krieg um leben Preis." Der .Sott“ befaßt sich in einem längeren Artikel mit dem ameri­kanischen Imperialismus, wobei er auf die Erklärung Will- kies zu sprechen kommt. Das Blatt schreibt hierzu, man kann beute schon sehen, daß die Amerikaner wegen der Möglich­keit eines schnellen deutschen Sieges int Osten aichergewöhn- lich beunruhigt sind. Die führenden Männer in Washington bemühen sich mit allen Mitteln, einen Zwischenfall herbeizu- fiihren, der den amerikanischen Senat vor die vollendete Tatsache eines Krieges mit den Achsenmächten stellen soll. In diesem Sinne muß man die Worte Willkies interpretieren, die bestätigen, daß Roosevelt die Absicht hat, die ameri­kanische Flotte das Heuer auf deutsche Schiffe und Flugzeuge eröffnen zu lassen. _______