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Wiesbadener Tagblati

. . . N i, *a»«heit Ericheinunaszeit werktäglich «achmittagl

Druck und Serlag: L. Schelleuberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

89. Zahrganq

Montag, 14. Zuli 1941

Nummer 162

Wöchentlich in 6 Ausgaben Er,chein»ngSzeit werktäglich nachmittag,

Seilböftsieit durchgehend von 819 Uhr außer Sonn- und Feiertags . Berliner Büro: B-rltn^Bllmersdorf An-eiaenvrette-Lin Millimeter Höh- der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der Rs^inimeter breiten Spalte im Terteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend . Nachlast« nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9.30 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortag»

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Offensivkrast der Sowjets gebrochen

Die Stalin-Linie überwunden 200 km östlich von Minsk Vor den Toren von Kiew

? o n"a r cf) i e

Bündnisvertrag zwischen Plutokratie und Bolschewismus

(Eigener DrabtberiLt unserer Berliner Schriftleitung)

Montenegro wieder souveräner und unabhängiger Staat

Der italienische König um die Ernennung eines Regenten gebeten

Planmäßiger Verlaus der Durchbruchsoperationen im Osten

Die finnische Wehrmacht unter Mannerheim am Ladoga-See zum Angriss angetreten Hafenanlagen an der SLd- und SLdostküste Englands erfolgreich bombardiert

Weiter beschloß die konstituierende NatMalveriammlung. in Ermangelung eines Staatschels... zur Errichtung einer Regentschaft zu greifen und den König von Italien zu bitten, einen Regenten des Konig-

deften überrascht, nur wieder einen Beweis dafür, daß Plutokraten und Bolschewisten auf der gleichen Linie arbeiten. Unsere Beweissühruna wird aber allerdings dadurch bekräftigt und England stellt sich noch mebr als bisher als Schrittmacher des Bolschewismus heraus.

Noch törichter ist es. wenn man den Eindruck zu erwecken versucht, als fei mit diesem Paktabschluß die Initiative nun aus die bolschewistisch-vlutokratischen Verbündeten überge­gangen. Papiere kann man unterzeichnen soviel man will. Die Initiative liegt in dervand der deut­schen Wehrmacht und wird auch in dieser Sand bleiben.

Darüber ist sich auch die gesamte Weltpresse einig, die die neuen deutschen Erfolge in größter Aufmachung bringt und entsprechend kommentiert. Ins Moskau will man diese Erfolge noch immer nicht wahrhaben. Hier glaubt man noch versichern zu können, daß drei Wochen des Kampfes den Zusammenbruch des deutschen Blitzkrieges bedeuten. Das steht auf der gleichen Höhe wie die weitere Lüge der Sowjets, daß die Verluste der Sowjets an Toten, Verwundeten und Gefangenen bisher nicht mehr als 250 000 betragen. Wir wissen, daß schon vor einigen Tagen 400 000 Gefangene in deutscher Hand waren und daß man den Gesamtverlust der Sowjets mit einer Million eher zu niedrig als zu hoch ver­anschlagt. Moskau lügt eben nach wie vor und einige ganz Dumme in London und Washington plappern noch immer diesen Unsinn nach. Sie haben offensichtlich noch nicht ge­merkt, daß die amtlichen Sowietberichte immer von sowje­tischen Siegen reden, aber Ortsangaben bringen, die immer Sei gelegen sind. So siegt Moskau rückwärts.

cherfeits ist nur noch binzuzufügen, daß unsere eigenen Verluste im Verhältnis zu den erzielten gewaltigen Er­folgen erfreu1* "

as Berlin. 14 Juli. In London und in Moskau ist. man gleicherweise darüber beglückt, daß nunmehr ein eng It \ ch- iowjetliches Abkommen, zustande gekommen ist. tn dem. wie in iolckwn Fällen üblich. die beiden Vartner mit Unterstützungszuficherungen sich geaenfeitm verwrechen dan ne nur gemeinsam Frieden schließen wurden. Die Eng­länder behaupten daß damit die deutsche Propaganda einen Woeren Schlag erlitten habe. Das ift ein .grober Irrtum Wir haben immer wieder, darauf hingewiesen. rote eng Plutokraten und Bolschewisten verschwistert sind und wir sehen in diesem neuen Abkommen, das auch nicht tm nun«

reiches Montenegro zu ernennen, der die Ver­fassung bestimmen wird. v ,

Der Berichterstatter der Nationalversammlung. S et ule. dankte dem König und Kaiser sowie den leitenden Persönlich­keiten des faschistischen Italien, die die Errichtung eines un­abhängigen Montenegros gestattet haben.

Der italienische Oberkommissar von Montenegro Gras Mazzolini erklärte in ferner Antwortrede, daß die Nisder- lage des Mosaikstaates Jugoslawien die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Montenegros gestattet habe. .Italien käme dem Wunsche Montenegros entgegen und beabsichtige, eine fruchtbringende Zusammenarbeit aus allen. Gebieten herzu­stellen. Dieser Tag sei der Auftakt auch für Montenegro tn der neuen europäischen Ordnung, die Hitler und Mussolini ausbauen und die eine Ara der Gerechtigkeit und des Friedens darstellt. mitzuwirken.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften einige Bomben in Nordwestdeutschland. »Bne Wirkung zu erzielen. Nachtjäger schossen ein britisches Kampfflugzeug ab. /

Der italienische Wehrmachtbericht

Rom. 14 Juli. (Funkmeldung.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Das Hauvtauartier der Wehrmacht gibt bekannt:

In Nordafrika wurde an der Tobruk-Front eine feindliche Abteilung vom Feuer unterer Artillerie in die Flucht geschlagen. Lustoerbände der Achse haben feindliche Stellungen bombardiert und Depots in der Umgebung von Marsa Matruk in Brand gesteckt. In Tobruk wurden Artilleriestellungen. Verpflegungslager. Ansammlungen von Kraftfahrzeugen und die Sasenanlagen bombardiert.

Zwei britische Flugzeuge, die versuchten. Tripolis anzugreifen und von unseren Jägern abgeschossen wurden, sind brennend ins Meer gestürzt.

Auf der Insel Rhodus haben feindliche Flugzeuge einige Ortschaften bombardiert, wodurch jedoch nur leichte Schaden entstanden.

3n Ottafrika lebhafte Artillerietätigkeit im Abschnitt von llolchefit.

Vorstoh aus Leningrad

Aus dem Führer-Hauptquartier, 13. Juli. Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die Stalin-Linie in kühnem Ansturm an allen entscheidenden Stellen durchbrochen. v ...

Die aus der Moldau heraus angetretenen deutsch­rumänischen Armeen haben den Feind in breiter Front auf und über den Dnjeftr geworfen. . ,

Aus Galizien heraus verfolgen deutsch-klowakuch-unga- rische Truppen den fliehenden Feind.

Nordostwärts des Dniettr stehen deutsche Truppen dicht vor Kiew.

Nördlich der Pripjet-Sümpfe ist die starke Befestigung am Dnjepr bezwungen. Damit ist die Mitte unserer Angriffs- frout über 200 Kilometer ostwärts von Minsk vsrgeiragrn.

W i t e b s k ist seit dem 11. Juli in unserer Sand.

Ostwärts des Peipus-Sees sind deutsche Panzerverbände im Vorgehen auf Leningrad.

Unsere Luftwaffe hat durch Zerstörung des feindlichen Eisenbahnnetzes dem Gegner schon jetzt jede weitere Möglich­keit einer Gegenoperation größeren Stiles genommen. Bei zahlreichen feindlichen Verbänden zeigen sich Versalls- u n d Auflösungserscheinungen. Die für die Fort­führung der Operationen unserer Panzerarmeen erforder­lichen Nachschubbafen find bereits bis dicht an die frühere Stalin-Linie vorgeschoben. , ,

Ein Schnellboot torpedierte in der östlichen Ostsee em Sowjethandelsschifs von 3500 BRT., mit dessen Untergang ju rechnen ist.

In Nordafrika wurde ein von stärkerem Artillerie­feuer vorbereiteter Ausfallversuch der Briten aus Tobruk abgewieken. , ,

Deutsche Kampfflugzeuge warfen Munitionslager bei Marsa Matruk in Brand, kämpften »n Tobruk Flak- btttterien aus der Lust nieder und vernichteten Munitions­lager durch Bombenwurf. . t ±

3m Kampf gegen die britische Bersorgungsschiffahrt ver­nichtete die Luftwaffe in der letzten 9laät vor der britischen Südwestküste einen Frachter von 4000 BRT.

Kampfflugzeuge bombardierten Hafenanlagen an der Themse-Mündung und im Südwesten der Insel.

An der Kanallüste verlor der Fernd gestern drei Jagd­flugzeuge im Luftkamps, drei Kampfflugzeuge durch Luft­abwehr der Kriegsmarine.

Der Feind warf in der vergangenen Rächt nut schwachen Kräften Bomben int nordwettdeutkchen Küttenge- biet ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Nachtlager schollen zwei der angreifenden Kampfflugzeuge, ab.

Korvettenkapitän Schütze hat bisher insgesamt 37 Schiffe versenkt und damit als 7. llnterseebootskommandant über 200 000 BRT. vernichtet.

*

as. In den letzten Tagen, in denen die Berichte des OKW. aus militärischen Gründen auf die Angabe von Orts­namen verzichteten, haben die bolschewistischen Lügner die Welt glauben machen wollen, daß die deutsche Offensive ge­scheitert sei. Die jüdischen Bundesgenollen in London und Washington haben bas treu und brav nachgeplappert. Wie­der stellen wir diesem plumpen Schwindel barte Tatsachen gegenüber. Die Stalin-Linie ist in kühnem Ansturm an allen entscheidenden Stellen durchbrochen. Wenn heute deutsche Truppen dicht vor K i e w, der Hauptstadt der Ukraine stehen, wenn deutsche Panzerverbände, im Vorgehen auf die Dreimillionenstadt Leningrad mit ihrer wich­tigen Industrie sind, wenn in der Mitte der Front Minsk bereits 200 Kilometer hinterunseren Trup­pen liegt, die damit etwa die Hälfte des Weges nach Moskau zurückgelegt haben, so ist die katastrophale Lage der Sowjets klar gekennzeichnet. Ihre letzte durchgehende Ver­teidigungslinie ist durchbrochen. Wollen Re im weiten Raum ihres Staatsgebietes Widerstand leisten, so können sie sich nicht mehr auf durchgehend vorbereitete Verteidigungs­zonen stützen. Zu einer Gegenoffensive sind Re aber auch nicht mehr in derLage, die Luftwaffe zerschlug ihre Eisenbahn- und Straßennetze, sodaß, die planmäßige Heranführung größerer Reserven unmöglich geworden ist. Es ist aber auch von allergrößter Bedeutung, wenn der Be­richt des OKW. feststellt, daß die zur Fortführung der Operationen unserer Panzerarmeen erforderlichen Nach­schub-Basen bis dicht an die frühere Stalin-Linie vor­geschoben Rnb. Das gibt bie Garantie bafür, baß es ,im deutschen Vormarsch auch jetzt keine Pause geben wird, daß auch jetzt die deutschen DiviRonen dem geschlagenen Gegner feine Ruhe lallen werden. , .

Großes ist in diesem zweiten Kampfabschnitt, genau wie in dem ersten Abschnitt, mit der gewaltigen Vernichtungs­schlacht von Bialyftok und Minsk von den deutschen Truppen geleistet worden. Ungeheure Entfernungen sind wieder in denkbar kürzester Zeit kämpfend und marschierend zurückgelegt worden. Wieder hat Rch die Zusammenarbeit der Luftwaffe mit den Erdtruvven glänzend bewährt, wie­derum bat auch der deutsche Nachschub dafür gesorgt, daß keine Störung eintrat, daß der Vormarsch unentwegt fort­

gesetzt werden konnte. Die genialen Maßnahmen der deut­schen Führung aber ermöglichen es, den Gegner nicht etwa nur zurückzudrängen, sondern ihn vernichtend zu schlagen.

In Moskau hat man es jetzt richtig, gehalten, die Be­fehlsgewalt neu zu regeln. Man hat dieH e l d e n der Revolution" an die Spitze gestellt. Im Norden kom­mandiert jetzt Woroschilow, der nach dem Raubzug des Bolschewismus gegen Finnland auf den Posten eines stell­vertretenden Vorsttzenden des Rates der Volkskommissare abgeschoben, aber wegen seines Rufes, den er unter den Bauern und Arbeitern des Sowjetstaates hat. wieder her- vorgeholt wurde. Den Befehl in der Mitte erhalt der Mar­schall Timo sch en ko. der mit seinen Armeen nach Ost­preußen und in das Generalgouvernement etnfaHen wollte. 3m Süden kommandiert der bisherige stellvertretende Volks- kommillar für Verteidigung und gleichfallsHeld des Bürgerkrieges", der Kosakengeneral Budienny, der von Stalin besonders hochgeschätzt wird. Wir erinnern uns. daß schon einmal in diesem Kriege ein Kommandowechsel tn letzter Minute das Geschick wenden sollte. Das war. als man in Paris (5 a m e l i n den Oberbefehl nahm und ihn General W e y g a n d übertrug. Weygand fand., als er an die Spitze gerufen wurde, ein innerlich zerrüttetes Heer vor. Wenn es jetzt in dem Bericht des OKW. heißt, daß bei zahlreichen Sowjetverbänden Rch Verfalls -, u n.b Auf - lösungserscheinungen zeigten, so beweist diese Mit­teilung, wie berechtigt diese Parallele ist. Für Moskau gibt es heute kein Mittel mehr, den endgültigen Zusammenbruch zu verhindern. Mit den Armeen der Verbündeten, mit den Finnen unter Generalfeldmarschall Mannerherm, nut den Ungarn und Slowaken, mit den Rumänen unter General Antonescu. werden bie siegreichen, lorbeergekrönten deut­schen DiviRonen den Endsieg erkämpfen, werden sie die letzten feindlichen Truppen vernichten und Europa etn für allemal von der Gefahr des jüdischen Bolschewismus be­freien. Schon dämmert es wohl auch den Engländern, daß ihre Militärdelegation die Sowjets nicht mehr zu retten vermag. Die englischen Zeitungen sind zwar immer noch mög­lichst bemüht, bie Bedeutung der deutschen Schlage abzuleug­nen ober abzuschwächen. Doch haben nach dem Bericht eines amerikanischen Nachrichtenbüros bie deutschen Meldungen tn her englischen Hauptstadt stärkste Unruhe aus- gelöst. Es werde betont, wenn Rch diese Meldungen bewahr­heiten sollten, so würde es Rch um die verheerendste Durch­bruchsaktion der modernen Kriegsgeschichte" handeln. Die übrige Weltpresse weiß, daß diese Meldungen wahr Rnb, Re steht ganz im Zeichen ber gewaltigen deutschen Erfolge.

Eetinie, 12. Juli. In der. lonftttutmnben Nationalver­sammlung. die das montenegrtmi6e Volk vertritt und ge­treuer Dolmetsch seines Willens ilt. wurde eine Proklamation des unabhängigen Montenegros verlesen.

Der OKW.-Bericht von beute

Aus dem Führer-Hauptquartier. 14. Juli. (Funk­meldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

Die Durchbruchsoperationen an der Ostfront verlaufen planmäßig.

Die finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des Feldmarschalls Mannerheim ist beiderseits des Ladoga­sees zum Angriff angetreten.

Zerstörer versenkten zwei Borpostenboote der Sowjet- Marine.

Im Seegebiet um England warfen Kampfflug­zeuge aus einem Eeleitzug heraus zwei Frachter in Braud und erzielten Bombenvolltreffer auf zwei weiteren Handels­schiffen.

Kampsfliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht mit gutem Erfolg Hafenanlagen an der Süd- und Südostküfte Englands.

In ber Proklamation heißt es einleitend, bas bas in Montenegro vom ehemaligen Königreich Jugoslawien uich der Dynastie Karagerorgewitsch.eingeMrte Regime aufgehoben und Montenegro als souveräner.und unabhängiger Staat tn ber Form einer konstituierenden Monarchie wiederhergestellt wirb.

Schwüle Ruhe im Mttielmeer

Von Dr. Gustav Eberlein. Rom.

Über bem Mittelmeer liegt bie brückende Schwüle eines abgezogenen Gewitters, das zurückzukehren verspricht. Eine unheimlicheRuhe. Über Kreta steht bas tiefe Blau, als ob niemals ein Orkan über bte Insel btnweggebrau.it wäre. Auf ber Akropolis in Athen flattern friebltä bie italienischen Farben, römische Soldaten lesen ihren kleinen, geschickt abgefaßten Reiseführer nach, schauen sich um und sagen: Wo mögen jetzt wohl unsere beutschen Kameraden fein? Vielleicht betrachten sie sich schon ben Kreml. Heiß üSte6enbe Hitze in ber ägyptischen Wüste, stehender Krieg. Wavell, ber frisch aus Sanb auiammengetnetete Wiistennavoleon, im Fernen Indien. Rommel munter und sicher wie immer, er hat io vorwärtsblickende Augen. Aber pazienza. 50 Grad im Schatten lasten sich nicht igno­rieren. Aus ben Zelten Rnb Backöfen geworben, bie Solbaten graben Rch lieber in bie Erbe ein, rote bte Maulwürfe unb Ureinwohner, bie schon etwas langer ben Trick Herausbaben, so an bie brei. oiertaufenb 3a6re. . Die Frauen ber Troglobvten tragen gestreifte Kopftücher, wie Re uns aus ben ägyptischen Hieroglyphen vertraut Rnb. 3m Orient geben bie Äalenber langsamer, man mutz sich baran gewöhnen. Schön, daß bie deutschen Frauen in Rom unb Neapel unb Mailand Päckchen schicken, eines reiht sich ans andere. Tausende, Zehntausende und wenn man glaubt, letzt ist's Ebbe, kommt immer noch ein Tausend angetrubelt. An Weihnachten Rnb vielleicht gar Tannenzweige unb Kerzen drin wenn bann noch bet Kontrast bes gleihenben Flug- fanbes vorhanden sein sollte.

Die italienischem Soldaten haben Ernte- urlaub. Wer ein 3abr ober auch nur etn halbes nicht mehr zu Sause war, reibt sich bie Augen. Wo ist benn auf einmal bet Krieg hingeraten? Kämpfe am Ochndasee Deutsche an ben Thetmopylen Geschützdonner über ber Adria--bas war doch erst kürzlich noch? $a bene, greifen

wir zur Sense. Wie Re nach Brot riecht, bte liebe Mutter- erbe' Das ist bas Bleibende, bas versteht lebet. Weniger leicht will es in ben Kopf, batz bie ..großen Demokratien", daß Engländer unb Amerikaner ben roten. Zaren aufgerufen haben,um ben Sieg bet christlichen Zivilisation sicherzu- stellen", wie Herr Knor es ausdrückt. Knor ist nicht etwa eine Witzblattfigur. sondern ber Flottenherr ber Vereinigten Staaten von Amerika. Da kommt ber italienische Bauer nicht mit. Hingegen erscheint es ihm eine Selbstverstänblich-