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Wiesbadener Tachla

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Druck m«d Serk»«: 8. Tchellenberg'sche Buchdruckerei, Lauggasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)

89. Jahrgang

Mittwoch. 2. Juli 1941

Nummer 152

die

Wilde Drohungen des USA.-Kriegshetzers Stnox

den daß

(Eigener Drabtbericht unser

as. Berlin, 2. Juli. In den Vereinigten Staaten wer- immer mehr Stimmen hörbar, die darauf verweisen, Roosevelt mit dem Eintreten für die Sowjetrussen seine

Bunker fallen, die sich uns in den Weg stellen. Kriegsberichter Martin R ebb an.

angeblichen Ideale verrät. Die Kritik, die an dem Präsi­denten geübt wird, kommt in verschiedenen Blättern zum Ausdruck. So nimmt vor allem auch immer wieder der be­kannte amerikanische Verleger Hearst Stellung gegen die Rooseveltsche Kriegsvolitik. Diese Kritik ist den Kriegs­hetzern in den USA. natürlich äußerst unerwünscht und un­bequem. Einer unserer ganz besonderen Freunde, der als wüster Kriegshetzer bekannte Marineminister Knox, fühlt üch deshalb verpflichtet, ein besonders schweres Geschütz aufzu­fahren. In einer Rede vor den Staatsgouverneuren meint er, die Zeit sei gekommen, den Atlantik von der deutschenEefahrzu säubern. Ohne Verzug müßten die USA. jetzt ihre Flotte einsetzen und die Deut­schen „wegfegen". Herr Knox möchte also Europa bei dem Kampf gegen den Bolschewismus in den Rücken fallen und mit solchen wilden Reden den Widerstand gegen die Roose­veltsche Kriegspolttik in den USA. selbst aiederknüppeln.

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Dreistöckiger Bunker mit Bolschewisten unter Verschluß

Die »Maginot-Linie" der Sowjets

er Berliner Schrift lei tung)

Dabei mußte er selbst die Stärke der deutschen Position an­erkennen. Er mußte sich auch zu dem Eingeständnis be- quemen. daß selbst nach englischen Statistiken für jedes Schiff, das England und die Vereinigten Staaten neu bauen, ■ dre; versenkt würden. Um zu erklären, was solche Schiffs­verluste bedeuten, fuhrt er an, daß unlängst ein Schiff wurde, das tausend amerikanische Maschinengewehre und 1,5 Millionen Patronen- rabmen geladen hatte. Viele im Nordatlantik versenkte Schiffe hatten Flugzeugteile, Öl. Stahl. Aluminium und Lebensmittel an Bord gehabt. Man müßte deshalb, so wiederholt er, die Fahrt über den Atlantik sicherstellen. Zu­gleich versucht man, die amerikanische Öffentlichkeit auch dadurch aufzuputschen, daß man von einem deutschen Vor­gehen bis nach Sibirien und damit von einer Bedrohung des amerikanischen Alaska faselt. Daraus muß rr£or n3ln wieder den Schluß ziehen, daß man in

USA. der Widerstandskraft der Sowjet-Armee nicht sonder­lich traut. Man sieht aber, es ist in den USA. kein Argu­ment zu dumm, wenn es nur dazu dient, die Kriegs- strmmung zu steigern.

Wieder springen die Pioniere heran und räuchern die Be­satzung aus. Nachdem die Schlüsselstellung vernichtet ist. fallen in wenigen Stunden die nächsten drei Bunker — eine fast beispiellos tapfere Leistung unserer Offiziere und Sol­daten. Von der IWköpfigen Besatzung werden 42 Sowjet­soldaten. junge Kerle von 16 bis 20 Jahren, gefangenge­nommen. Die übrigen liegen tot neben den Schießscharten. Die Kommandanten hatten übrigens, damit ihre Leute nicht auf den Gedanken kamen, auszureißen, die Türen, die nach außen führten, verschlossen. Sahen sie vor sich den kalten Blick der roten politischen Kommissare mit ihren erbarmungslosen Terrormethoden? Die Gefangenen machen einen moralisch völlig gebrochenen Eindruck. Einige unter ihnen sind blind, ihre Köpfe sind schwarz versenkt, sie fallen auf die Knie und bitten laut weinend um Gnade. Was müssen ihnen die Sowjets über die Grausamkeit der Deutschen alles vorgelogen haben! — So wie gestern, werden

57100 BRT. versenkt

Aus dem Führer-Hauptquartier. 2. Juli. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrinacht gibt bekannt:

Im Osten find die Operationen gegen die Sowjetwehr­macht in zügigem Fortschreiten.

Südlich der Vripjet-Sümvfe kam es bei Zloczow zu einer Panzerschlacht, bei der 100 Sowjetpanzer vernichtet wurden. In der Gegend von Dubno ge­rieten sowietrusstsche Banzerkräite zwischen unsere als Reserve folgenden rückwärtigen Divisionen und wurde« nach zweitägigem Kampf aufgerieben. 120 Panzerwagen fielen in unsere Hände. Ein großer Teil der ostwärts Bialystok eingeschiossenen Sowjetarmeen wurde im Lause des gestrigen Tages endgültig vernichtet. Von der unermeßlichen Beute konnten bis jetzt etwa 10 0 0 0 0 Ge­fangene. 400 Panzerkampfwage». 300 Ge­schütze gezählt werden.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgeben, ist Riga in unserer Hand. Auch Windau wurde gestern besetzt.

Im Verein mit de» finnischen Verbündeten sind gestern Verbände unserer Wehrmacht in Mittel- und Rordfinnland zum Angriff über die sowjet- russische Grenze angetreten.

Die deutsche Luftwaffe unterstützte auch gestern die Operationen des Heeres durch ständige Angriffe auf feind­liche Truvpenansammlungen, Panzerverbände und Batterie­stellungen. Die ostwärts L e m b e r g, bei Minsk und nach Estland zurückslutenden feindlichen Truppen erlitten durch Luftangriffe schwere Verl«ste. 3m Rücken des Feindes " wurden Transportwege und ein Panzerzug zerstört. Auch im Kampf gegen die bereits erheblich geschwächten bolsche­wistischen Luftstreitkräfte wurden neue Erfolge erzielt. Ver­bände der ungarischen Wehrmacht schlossen sich, von den Karpathen^ässen »ach Galizie» vorstoßend, dem deutschen Angriff planmäßig an.

5m Kampf gegen Großbritannien versenkten Unter­seeboote im Nordatlantik und westlich Afrika sieben- feindliche Handelsschiffe mit zusammen 4 0 200 BRT. Ein weiterer Dampfer wurde im Artillerie­gefecht beschädigt. Kampfflugzeuge vernichtete« im Seegebiet um England und im Atlantik drei Handelsschiffe mit zu­sammen 11 500 BRT. und beschädigten einen großen Frachter schwer.

Andere Kampfflugzeuge belegten in der letzten Nacht eine Reibe von Häfen an der Olt-, Südost- und Südwestküste Englands mit Bomben schweren Kalibers.

Vorder nordafrikanikchen Küste versenkten deutsche und italienische Kampfflugzeuge am 30. Sunt zwei Handelsschiffe und erzielten Bombentreffer auf einen leichten britischen Kreuzer ond zwei Zerstörern. Am gestrigen Tage vernichteten deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge im Hafen von Tobruk zwei Handelsschiffe. Sie zerstörten Lagerhäuser und brachten Flakbatterien des Feindes zum Schweigen.

Sn der Nacht zum 1. Suli bombardierte ein stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge abermals den britischen Flottenstützpunkt Alexandria. Ausgedehnte Brände im Hafengebiet und in militärischen Anlagen wurden bervor- gerusen.

Versuche des Feindes, am Tage die besetzten Gebiete am Kanal anzugreise» und ein vereinzelter Vorstoß weniger Kampfflugzeuge bis in sie Gegend von Hamburg, brachen mit schweren Verlusten für den Feind zusammen. Jagdflug-

NDZ* (PK.) Schon am ersten Kampftage konnten wir uns davon überzeugen, daß die Sowjet-Kampfwerke an Härte und am System Festungsbauten der Maginot-Linie gleichkommen. Hören wir den Bericht des Kommandeurs eines Infanterieregiments, das nach dreitägigem hartem Kampf ein Panzerwerk mit fünf Bunkern nahm und dann schon wieder vor einer neuen Linie stand, die nicht weniger als 15 Bunker zählte.

Zehn Minuten lang trommeln die Zentnergeschosse unserer schweren Waffen gegen den Eisenbeton. Dann rückt im Frontalangriff das zweite Bataillon vor, während das erste Bataillon das Kampfwerk von rechts umfassend be- rennt. Da setzt aus allen Scharten der fünf Bunker ein wildes Abwehrfeuer ein. Im Augenblick liegt alles platt am Boden. Nach erneutem Artilleriebeschuß wird die erste Scharte des vorgeschobenen Bunkers zum Schweigen gebracht. Dadurch gelangt das zweite Bataillon mit einem kühnen Sprung in den breiten Wallgraben, der rund um das Panzerwerk läuft. Da springt plötzlich ein Zug der 5. Kom­panie auf den zweiten Bunker zu und setzt sich direkt auf die Bunkerkuppel. Mehrmals müssen sie die Stellung räumen, mehrmals steigen sie wieder dem Gegner „aufs Dach". Wir fordern eine Pionierkompanie an. Mit Flammenwerfern stürmen die Pioniere gegen die feuerspeiende Festung an. Es gelingt ihnen, eine Sprengladung anzubringen, die auch den stärksten Panzer umlegen muß. Unter ungeheurem Ge­töse reißt die Panzerkuvvel auf. Die Pioniere klettern sofort hinein. "Zu ihrer Überraschung sehen sie nun, daß der Bunker vier Meter dicke Wände und mehrere Stock­werke hat. die durch Falltüren miteinander verbunden sind. Noch eine Sprengladung — dann bricht die Tür zum zweiten Stockwerk auf. Ein Gefangener wird die Treppe hinuter- geschickt, um dem Kommandanten ein Übergabeangebot zu machen. Ein dumpfer Schuß fällt aus der Tiefe. Der Kom­mandant hat seinen eigenen Mann erschos­sen. Ein wagemutiger Kamerad steigt ohne Zögern hinab. Er sieht plötzlich die Pistole des Kommandanten auf sich gerichtet. Da ruft ein Kamerad: „Mensch, bau dem Kerl die Handgranate vor die Füße und komm schnell herauf!" Ohne länge zu überlegen, zieht er die Schnur ab und wirft die Granate. Dann läuft er ein Stück vorwärts und haut sich flach bin. Als die Handgranate explodiert ist. gelingt es ibm zu entkommen. An seinen Ohren vorbei singen Pistolenschüsse.

Auch der rechte Bunker wird in Klumpen geschossen.

100000 Sowjetrussen gefangen

Teile der eingeschlossenen Armeen vernichtet - Ungeheure Panzerverluste der Bolschewisten

as. Berlin, 2. Juli. (Eigener Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) Wie der Bericht des OKW. uno sie Sondermeldungen zeigen, haben sich die Operationen im Oste» planmäßig weiter entwickelt. Auf dem nördlichen Flügel ist R i g a in die Hand unserer unwiderstehlichen Truppen gefallen. Damit weht über einer alten deutschen Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte viel schweres er­dulden mußte, die Reichskriegsflagge. Militärisch gesehen bedeutet das, daß ein Verkehrsknotenpunkt in unserem Besitz ist, der für die weiteren Operationen im Baltikum von Wichtigkeit sein wird. In der Mitte der Front ist der große Kessel bei Bialystok in drei kleinere Kessel aufgespalten worden, d. h„ daß sich die Bewegungsfreiheit der eingeschlossenen Sowjetrussen noch weiter verengt hat. Ihnen bleibt nur die Wahl zwischen Kapitulation oder Vernichtung. Die weiter über diesen Ein­kesselungsraum vorgedrungenen deutschen Stoßgrupven haben weiter östlich Minsk Raum gewonnen und die Beresina erreicht. Südlich der Rokitno-SLmvfe ist der Angriff über Lemberg hinaus vorgetragen worden. Während also die deutsche Offensive überall vorgetragen wird, erschöpfen die Sowjetrussen ihre Kraft in wilden, unfruchtbaren Gegen­stößen. Das Gesetz des Handelns liegt in der Hand der Deut­schen. Beachtenswert sind aber auch die sehr hohen sowjet- russischen Materialverluste. Die bisher den Sowjetarmeen beigebrachten groben Verluste, insbesondere an Panzer- kamvfwagen und Geschützen, können von den Bolschewisten nicht mehr ausgeglichen werden. Die ungeheure» Ausfälle sind weder aus Reservebeständen noch aus der Produktion der umfangreichen sowjetischen Rüstungsindustrie zu ersetzen. Die große Zahl der vernichteten bzw. erbeuteten Sowjetpanzer von durchweg modernster Kon st ruk- t i o n ist durch den Umstand bedingt, daß diese in vorderster Linie längs der deutschen Grenze bereitgestellt waren. Panzerkamvfwagen sind aber bekanntlich eine ausgesprochene Ängriffswaffe, nur wer angreifen will, stellt sie in die vorderste Linie.

Man darf sich nun die Kämpfe im Osten nicht wie nach dem Beginn des Stellungskrieges im Weltkrieg als eine durchlaufende Front vorstellen. Das ist genau so wenig der Fall, wie es etwa im Polenfeldzug und im Feldzug im Westen durchlaufende Fronten gab. Wir haben vielmehr mehrfach darauf hingewiesen, daß starke deutsche Keile vorgetrieben werden. Das bedeutet zugleich, daß das Hintenand erst später ausgekämmt werden kann. Gerade diese hinter unseren Spitzen geführten Kämpfe gegen die eingeschlossenen Armeen und zur Säuberung des Nach­schubgebietes sind besonders hart — man kann oftmals von einem regelrechten Bandenkrieg sprechen — aber auch restlos vernichtend für den Gegner, überall erweist der deutsche Soldat seine große Überlegenheit.

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Der weite Raum

Von Walter Aßmns

Wohl noch jeder Krieg hat alte scheinbar gut begründete Anschauungen und Meinungen über den Saufen geworfen. Nicht nur dih sogenannten Zivilstrategen, sondern auch die Sachverständigen haben feststellen müssen, wie gefährlich es sein kann, Erfahrungen, die vor 20 oder mehr Jahren er­kämpft wurden, als für eine kleine Ewigkeit gültig zu be­trachten. Zu den Leitsätzen, die der Weltkrieg und auch der Krieg in Spanien angeblich bestätigten, gehörte die Lehre, daß die abstoßende Kraft der Feuerwaffen dem Angreifer eine schnelle Offensive nicht ermögliche. Verstärkte man nun diese abstoßende Kraft der Feuerwaffe noch durch den Ausbau der Stellungen, so schien der Verteidiger unüber­windlich zu sein. Hinter Beton und Stahl würde er, ausge­rüstet mit den besten Feuerwaffen, so meinte man, jedem Angriff trotzen können. Diese Maginot-Jrrlehre ist den Franzosen teuer zu stehen gekommen. Obwohl der Krieg im Westen also zeigte, daß Lehren aus dem Weltkrieg nur noch eine sehr bedingte Gültigkeit haben, und obwohl er weiterhin klar erkennen ließ, daß sich die Geschichte nicht wiederholt, auch wenn man auf den gleichen Schlachtfelder« wie vor 20 oder 25 Jahren kämpfte, so wurden doch zu Be­ginn des Ostfeldzuges wieder in der englischen und ameri­kanischen Presse vielfach Erinnerungen an den Weltkrieg wachgerufen, ja sogar Erinnerungen an Napoleon. Man wies darauf hin, daß die Weite des Raumes Napoleon zum Ver­hängnis wurde, und man versuchte klarzulegen, daß der Raum auch heute noch als Waffe eine bedeutende Rolle spiele. Um solche Lehren zu unterstreichen, veröffentlichte man gern Karten, die die große Ausdehnung der gesamten Sowjetunion zeigen, wobei dann Europa gewissermaßen als Anhängsel wirkt. Man übersah in diesen Artikeln nur, daß wir heute nicht mehr im Zeitalter Napoleons leben, ganz abgesehen davon, daß die organisatorischen Vorberei­tungen des napoleonischen Moskau-Zuges mangelhaft waren, die polnische Etappe damals ungenügend ausgerüstet und der Fuhrpark den besonderen Anforderungen des Ost- landes nicht gewachsen war. Inzwischen hat die Technik immerhin einige Fortschritte gemacht, und selbst diejenigen Kritiker, die sich auf den Weltkrieg berufen, übersehen, daß die Verhältnisse damals wesentlich anders lagen als Ijeute.

Darüber hinaus hätten der Westfeldzug und die anderen Kampfe diese Kritiker eigentlich schon belehren müssen, daß heute ganz andere Mittel zur Überwindung des Raumes gegeben sind, als noch im Weltkrieg. Immer wieder hat sich die große Bedeutung des Motors für die Krieg­führung erwiesen, und immer wieder hat sich gezeigt, daß die deutsche Führung sich dieses Kampfmittels in der genialsten Weise zu bedienen weiß. War es dem Gegner früher möglich, im Hinterland Reserven zu massieren und Vorräte zu stapeln, ohne daß er dabei besondere Gefahren lief, so reicht der Arm der Luftwaffe heute in die tiefsten Räume hin­ein. Wo auch die weittragenden Geschütze der Artillerie nichts mehr zu erreichen vermögen, da ist der Gegner noch jeden Augenblick den Angriffen der Luftwaffe ausgesetzt. Man hat aus diesem Grunde auch wohl davon gesprochen, daß die, Luftwaffe gewissermaßen die Fernartillerie der Heeresleitung sei. Sie zerschlägt die bereitgestellten Reser­ven. sie faßt die Truppen auf den Vorrnarschstraßen, sie ver­nichtet die wichtigen Industrieanlagen, und sie verhindert auf diese Weise den planmäßigen Einsatz gegnerischer Kräfte aus dem tiefen Raum heraus. Das haben die Gegner Deutsch­lands immer wieder zu spüren bekommen, deren Aufmarsch durch die Luftwaffe über den Haufen geworfen wurde. Fehlte überdies im Weltkrieg die Möglichkeit, einen lokalen Erfolg voll auszunutzen, so hat auch hier der Motor den Wandel gebracht. Die deutschen Panzer-Divisionen, die in Polen und dann wieder im Westen die feindlichen Linien durchbrachen, und wie ein gewaltiger Keil tief in den feindlichen Raum hinein vorstießen, machten es unmöglich, eine einmal ge­rissene Bresche wieder zu schließen. Man braucht heute kaum an die genialen Einkreisungen des Gegners in Polen, im Westen und wieder auf dem Balkan zu erinnern, um nach­zuweisen. welche verheerenden Folgen noch jeder deutsche Durchbruch durch die feindlichen Linien für den Gegner ge­habt hat. Es wird nur gar zu oft in der gegnerischen Presse an Zeitmaßen festgehalten, die einstmals Gültigkeit hatten. Wenn 40 bis 50 Kilometer als Tagesleistung für die Infanterie angesetzt wurden, so übersieht man, daß der Panzer freie Entfernung in rund einer Stunde, das Flugzeug die gleiche Entfernung in etwa zehn Minuten überwindet. Es wäre ebenso falsch, an die Nachschubverhältnisse der früheren

zeuge und Flak-Artillerie schosse« fünf. Marine-Artillerie > zwei, ein Vorvostenboot ein britisches Flugzeug ab.

Während der Nacht schoß Flak-Artillerie zwei weitere britische Kampfflugzeuge a» der Kanalküste ab.

Kampfhandlungen über dem Reichsgebiet fanden in der letzte« Nacht nicht statt.

Hauptmann Balthasar errang am 27. 6. seinen 39. und 40., Oberleutnant Leesman« am 30. 6. seinen 21. und 22. Luftsieg.

Bei dem Vorstoß auf Riga zeichnete sich der Kommandeur eines Snfonietietegiments, Oberst Lasch, durch persönliche Tapferkeit besonders aus.