Einzelbild herunterladen
 

Mittwoch, 25. Juni 1941

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 146 Seite 5

"Wissen Sie schon...? ]

. . . das vom Bordfunker unter Umständen die glückliche Landung eines Flugzeuges abbängen kann? — Der Bordfunker, der neben Flugzeug­führer. Flugzeugbeobachter und Bord­mechaniker zur Besatzung des Kampf­flugzeuges gehört, ist für An- und Rückflug des Flugzeuges und für die Verbindung mit den Bodenfunkstellen, vor allem des Heimatflughafens, ver­antwortlich. Er muh nicht nur ein sicherer Nachrichtenfunker, sondern auch

ein guter Schütze sein und wird dementsvrechend voll militä­risch und infanteristisch ausgebildet. HJ.-Angehörige, die später Bordfunker werden wollen, machen einen Lehrgang der Bordfunker-Borausbildung bei der Flieger-HI mit. Nach einer Abschlußprüfung erhalten di« Prüflinge den Funkschern des NS.-Fliegerkorps oder ein Leistungszeugms

(Zeichnung: Seite, M.)

— Ein Zeitungskatalog ist ein unentbehrliches Instru­ment für reden Werbungstreibenden. Der R e l ch s v e r - band der deutschen Werbungsmittler hat trotz des Krieges den Katalog für 1941 jetzt berausgegeben. Im weiten Umfange bekennt sich auch heute die Wirtschaft zur Werbung: die Anzeige in Zeitungen und Zeitschnften steht an ihrer Spitze. Auch die Ausgabe 1941 des Katalogs wird allem Fachkreisen wie in früheren Jahren ein wertvoller Helfer sein. p.

— Unfall. Ein etwa achtjähriges Mätzchen stürzte in der Kaiserstrahe beim schnellen Lauf so erheblich, dah es sich stark blutende Armverletzungen zuzog und ins Krankenhaus ge­bracht werden muhte.

— Berkehrsunfall. Am Dienstag gegen 20.00 Uhr wurde in der Sonnenberger Strahe in Höhe der Einmündung der Richard-Wagner-Strahe ein Radfahrer, der noch schnell vor einem Omnibus die Fahrbahn überqueren wollte, ersaht und kam dabei zu Fall. Durch die Sanitätswache wurde er nach den städtischen Krankenanstalten gebracht. Dort wurde eine Wunde am Kopf sowie eine Gehirnerschütterung festgestellt.

WLssbcrösn- ötsbrich

Ein Zimmerbrand entstand Dienstagabend in einem Hause tzer Elisabethenstrahe. Ein Fenstervorhang, die Ver­dunkelungsvorrichtung und ein Kissen waren in Brand ge­raten. Die Feuerschutzvolizei war sofort ausgerückt, doch brauchte Re nicht mehr einzugreifen, da der Brand von Hausbewohnern bereits erstickt werden konnte. Er soll durch Kinder, die mit Streichhölzern spielten, entstanden sein.

Seinen 80. Geburtstag begeht am Donnerstag in erfreu­licher geistiger und körperlicher Rüstigkeit Stadtbaurat t. R. Heinrich Thiel. Seine Tätigkeit in Biebrich begann er tm Jahre 1894 als Stadtbaumeister. 1904 wurde er einstimmig zum Stadtbaurat untz Magistratsmitglied gewählt. Wah­rend seiner 34jährigen Amtstätigkeit entstanden viele städtische öffentliche Gebäude, sowie schöne Anlagen und neue Strahen. Biebrich hat sich in dieser Zeit zu einem an­sehnlichen Gemeinwesen entwickelt. Im Dezember 1939 konnte der Eeburtstagsjubilar mit seiner Frau Berta, geb. Beh­rens. die goldene Hochzeit feiern.

Ein alter Baumrieie am südlichen Ende der großen Allee tzes Schlohparks ist am Dienstagvormittag abgebrochen und bat sich quer über die Allee gelegt. Der Zahn der Zeit und der Holzwurm haben ihn gefällt. Der Baum, eine Kastanie, hat ein Alter von über 200 Jahren erreicht. Der Stamm, von dem noch ein etwa sechs Meter hoher zer­splitterter Stumpf Reit, bat einen Durchmesser von über einem Meter. (Eine Merkwürdigkeit dieses Baumes war die eigenartige Pilzbildung am Stamm, die oft die Aufmerk- samteil von Schlohparkbesuchern auf sich lenkte, d -

Nehmt Rücksicht! Am vergangenen Sonntag verliehen viele Badegäste des überfüllten Strandbades auf der Spitze der Rettbergsau den abgegrenzten Teil und überfluteten das benachbarte Mengessche landwirtschaftliche Anwesen, wo sie Rch lagerten. Es wurde rücksichtslos das Gras zertrampelt, desgleichen das Getreide niedergetreten. Erst mehreren Polizeibeamten gelang es. die vielen Menschen wieder zu entfernen. Wer Geld bei sich hatte, muhte eine gebühren­pflichtige Verwarnung bezahlen, von den übrigen wurden die Namen notiert und ein Strafzettel wird folgen. Man sollte von jedem Volksgenosien soviel Vernunft voraussehen, zu wisien, dah wir in der Jetztzeit Getreide und Futter nötig brauchen. Hm dem Unfug für die Zukunft zu steuern, wird dort die Polizei ihre erhöhte Aufmerksamkeit auf die Schonung der Flur richten und die auf verbotenem Gelände getroffenen Personen zur Bestrafung feststellen.

WkssbaLsN-Sctzisrstsln

Berkehrsunfall. In der Nacht vom Dienstag zum Mitt­woch wurde in der Saarftrahe gegen 2,00 Uhr ein Fuß­gänger, der stark angetrunken war, von einem Dreirad­lieferwagen angefahren und verletzt. Durch die Sanitäts­wache wurde er nach den städtischen Krankenanstalten ver­bracht.

So endete eine Fahrt ins Grüne! i

Jo, wenn man sich mit Hühnerau­gen auf den Weg macht, sollte man fieber vorher Elastocorn mit dem Filzring drauflegen. Dann geht es mit dem Gehen besser, und. die Hühneraugen sind bald gewesen.

ELASTOCORN

Sport und Spiel

Fußball im Rheingau

SpVgg. Eltville — BSE. Rüsselsheim 0:5 (0:2) tzassia Bingen — Luftwaffe 4:7 (1:5)

Die Eltviller hatten einen schwachen Tag und mußten von der Rüsielsheimer Werkmannschaft eine klare Niederlage hinnehmen. Der Torunterschied freilich spiegelt den Verlauf des Feldspiels nicht ganz richtig wider. Wohl ging der größere Teil der Halb­zeit zugunsten der Gäste, nachdem zwei von ihnen gleich nach Beginn erzielte Treffer die Rheingauei sichtlich in Verwirrung gebracht hatten. Doch nach Seitenwechsel hielten die Rothosen geraume Zeit das Spiel ebenbürtig, die Leute aus der Opelstadt indes oernigten, über den schußfreudigeren und genauer zielenden Angriff. Sie meldeten sich auch im zweiten Akt noch dreimal zu Wort, während die Platzherren trotz mancher Gelegenheiten leer ausgingen.

Einen neuen Sieg erfocht die spielstarke Luftwaffenelf, und er wiegt um so schwerer, als er auf dem Platz des sehr beachtlichen Gegners und bei Fehlen einiger bewährter Kräfte wie Poulheim, Becvar und Kern eingebracht wurde. Flott zusammenwirkend lagen die Soldaten Emmerling: Silver, Furch; Baumann, Förster, Grabe; Dohr, Werkle, Feltens, Bruxmeier und Stingl nach wenigen Minuten schon durch Werkle in Front, derselbe Spieler fügte auch den zweiten Treffer an. Durch verwandelten Strafstoß holte die mit einigen Nachwuchsspielern startende Vertretung der Hassiaten einen Zähler auf, doch die Flieger behielten das Heft in der Hand. Feltens schloß einen Alleingang mit Sastschuß ab, nochmals Werkle und dann Bruxmeier waren erfolgreich, daß mit 1:5 ein eindeutiger Halbzeitvorsprung gebucht. Nach Wieder­beginn erzielte der Binger Rechtsaußen den zweiten Gegentreffer, den jedoch Feltens postwendend wieder weitmachte. Als die Luftwaffe im Gefühl sicheren Sieges etwas verhaltener kämpfte, erzwang Bingen unter eifrigem Einsatz zwei weitere Erfolge, ohne indes dem Geschehen noch eine Wendung geben zu können. Die Schlußphase sah wieder dre Soldaten ton­angebend, und Dohrs Einschuß aus nächster Nähe stellte das End­ergebnis dieses torieichen Treffens her.

Sport-Rundschau

Bann« und Untergaumeisterschaften im Kanusport

Am Sonntag, 29. Juni, tragen in Schierstein die HI.- und BDM.-Leiftungssportler ihre Bann- und Untergaumeisterschaften im Schiersteiner Hafen aus. Das Ziel befindet sich am unteren Ende des Schiersteiner Hafens beim SKW.-Bad. Den Siegern winkt die Teilnahme an den Gebiets- und Obergaumeisterschaften am 26./27. Juli in Mainz. Der Bann 80 hofft auch dieses Jahr wieder auf gutes Abschneiden, brachte doch 1940 der Mannschaft der KFB. Biebrich die Deutsche Jugendmersterschast.

- ♦

Fußballmeister Rapid Wien wurde bei der Heim­kehr vom Berliner Endspiel von einer unübersehbaren Menschen­menge empfangen und stürmisch gefeiert. Bei der offiziellen Be­grüßungsfeier sprach u. a. auch der stellvertretende Eauletter Scharitzer.

Italiens Tennisspieler gewannen in Rom den zum Rompokal-Wettbewerb zählenden Landerkampf gegen Ungarn mit 5:1 Punkten. Die Magyaren kamen erst ganz zum Schluß durch Asboth, der Romanoni in drei glatten Sätzen schlug, zum Ehrenpunkt.

Kroatiens Tennismannschaft zum Rompokal- Ländertreffen gegen Deutschland am Wochenönde in Wien besteht, wie jetzt feststeht, aus Puncec, Pallada, Mitic und Branovic. Die Kroaten werden am Mittwoch in Wien erwartet.

Auslösung zum Magischen Silbenrechteck in Nr. 137:

1. Libanon, 2. Bananen, 3. Nonnenwertb.

Erlaubtes Schießen

Stit „tt“ schießt er und wird genosien, ieweil mit „u“ er wird geschossen.

___Jlus Gau und Provinz

Gewaltverbrecher jum Tode verurteilt

— Kassel, 25. Dez. Das Sondergericht verurteilte den in Duisburg geborenen Heinz Hellinger als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher wegen Verbrechens gegen s 1 1

der Gewaltverbrecherverordnung in Tateinheit mit versuchtem schweren Raub und versuchtem Totschlag sowie ferner wegen Einbruchdiebstahls in drei Fällen zurn^Tode und zu drei Jahren Zuchthaus. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt und Sicherungsver­wahrung angeordnet. U. a. drang er in Hubenrode in das Schlafzimmer des Verwaliers eines Bauernhofes, nut befielt örtlichen Verhältnissen er genau vertraut war. em. Bel dieser Gelegenheit führte et ein gestohlenes, geladenes Ge­wehr mit sich, „Hände hoch!" rief.er dem überfallenen zu und brachte die Waffe gegen ihn in Anschlga. -im SSerlauf des sich dann entspinnenden heftigen Ringens zwischen beiden wurde der Verwalter tzurch einen Schug an der vand ver­letzt. Erst mit Hilfe anderer Leute gelang es, den Ver­brecher, dem es darauf angekommen war, sich, des in einem Schrank liegenden Geldes zu bemächtigen, festzunehmen.

— Delkenheim, 25. Juni. Im Laufe der letzten Zeit wur­den in unserem Ort wieder ausschlußreiche Bodenfunde ge­macht So tonnten neben Scheibenstucken und einem Mahl­stein die von einer jungsteinzeitlichen Siedlung derruhren söllen, bei Ausschachtungsarbeiten in der Hermann-Eoring- Straße Lanzenspitzen, und Urnenränder entdeckt werden die auf ein römisches Gräberfeld schließen lassen. Weiter entdeckte man auch einen unterirdischen Gang, der wahrscheinlich zu einer früheren sog. Wasserburg geführt haben buifte, Die Ausgrabungsarbeiten, um die sich auch unser Mitbürger K. Kleber sehr verdient gemacht hat, sollen nach dem Kriege weiter gefördert werden.

— Idstein, 25. Juni. Unser Mitbürger Jean M ü l I e r I. Taunusstrabe 4. feierte in voller Rüstigkeit seinen 80. Ge­burtstag. ,

— Plaifig. 24. Juni. Der bei der Bahnmeisterei Bad Kreuznach tätige Joh. Klippel fiel abends, als. er lich mit seinem Fahrrad auf dem Nachhauieweg befand, eine ver­dächtige Gestalt auf. die er anrief. Erst als. Klippel seinen Anruf auf französisch wiederholte, fluchtete die Gestalt. Doch Klippel war schneller. Auf dem Bürgermeisteramt entpuppte sich der Verdächtige als ein französischer Offizier, der über Wetzlar kommend, versucht batte, nach Frankreich zu ent­fliehen.

— Vom Mittelrhein, 24. Juni. Zwischen Wallersheim und Kesselheim gewahrte eine Frau ein im Rhein treibendes kleines Kind, das sie im ersten Augenblick für eine Puppe ge­halten hatte. Zwei Soldaten, die ihr begegneten, teilte sie ihre Beobckchtung mit. Sie machten sich sofort daran, dem dreijährigen Kind zu Hilfe zu kommen, Als der eine bet Retter in die Nähe des Kindes kam, sah. er. daß es sein eigenes Kind war. Es gelang ihm. das Kind dem sicheren Tod zu entreißen. Mit seiner Mutter von auswärts gekom­men. um den Vater zu besuchen, war es im Spiel in den Rhein gestürzt.

Bilanzklarhett

_____Wirtschaftsteil

■ r v -07 . S >,

rrm

Mit dem Gesetz über den Dividendenstop sind mehrere Forderungen gleichzeitig verwirklicht worden: einmal ist Gewähr gegeben, daß aus Kapital im Kriege kern übermäßiges Einkommen gezogen wird, zweitens wird erreicht, daß nicht hohe Dividenden­sätze psychologisch unerfreuliche Wirkungen aus die Volksgenosien ausüben, drittens werden die Bilanzen wahrer und klarer und schließlich weiden Voraussetzungen geschaffen, daß auch die Kurs­bildung wahrer wird.

Um nicht zwischen dem Dividendensatz von 6 % und dem mr Unternehmen anfallenden Gewinn unter Umständen eine zu große Spanne entstehen zu lasten, und um gleichzeitig den Grundsatz der Bilanzwahrheit möglichst weitgehend zu verwirklichen, wird die Möglichkeit der Kapitalberichtigung in verein­fachter Form geschaffen. Unternehmungen, die „unter- kapitalisiert" sind, das heißt die ihre Anlagenwerte, Vor­räte, Grundstücke usw. mit /einem verhältnismäßig zu niedrigen Satz in der Bilanz stehen haben, können ihr Eesellschastskapital aus den wahren Wert aufwerten. Auf diese Weise wird dann auto­matisch die bisher sich in einem hohen Satz ausdrllckende Dividende ermäßigt. Durch diese Regelung wird zugleich für eine stärkere Belebung der Börse gesorgt. Die Steigerungen der Kurse, die in der letzten Zeit wieder festgestellt wurden, sind ja nicht etwa auf besonders lebhafte Käu,e zurückzuführen. Das Gegenteil ist der Fall. Weil so wenig Aktien da sind und die Nachfrage so groß ist, steigen die Kurse. Die Börse war ja Jahre hindurch verödet, neue Aktien wurden nicht zugelasten, und vorher, während der Krise, lag das Wirtschaftsleben darnieder. Durch die Kapital­berichtigung fließen der Börse neue Werte zu, und die Möglich­keit ist größer, daß aus der Knappheit des Materials herrührende Kurssteigerungen seltener werden.

Spiegel der Wirtschaft. Die Schnellpressenfabrik Frankenthal Albert u. Eie, A E., Frankenthal, beschloß die Verteilung von 6% Dividende aus 90 000 RM Reingewinn. Die Entwicklung wird als aussichtsreich bezeichnet. Auch im Aus­land wurden Druckmaschinenlieserungen abgeschlosten. — Beim Absatz von E i n f a ch b i e r mit einem Stammwürzegehalt von 6% find die seither für 9 %iges Lagerbier berechneten Hersteller-

preise entsprechend der Qualitätsminderung und der eingetretenen Steuerermäßigung zu senken. Der Eesamtabschlag beträgt 13.8» AM je ...-Hektoliter. ... Die Rheinische Glef« ' brt z tts (4 (§<$:, Mannheim, schlägt für 1940 aus 1206181

(i. V. 1 198 897) RM Reingewinn wieder 7 % Dividende vor. — Beim Ben z» l - Verband, Bochum, hat die Kriegsentwicklung zu einer starken Ausweitung der Gesellschaft im europäischen Raum geführt. In 1940 sind auf der Erzeugungsseite die Erwartungen übertroffen worden. Auch der Dertriebsapparat wurde schlag­kräftig gehalten. — Im deutschen Stick st ofsprogramm hat die Kriegslage die Erzeugungsleistung nicht beeinträchtigt. Sämt­liche Abnehmer im Reich konnten rechtzeitig beliefert werden. Auch im europäischen Ausland gingen größere Mengen Stickstoff. Auch in der Zukunft sind die Absatzaussichten sehr günstig.

' Berliner Börse vom 25. Juni. Mit der erneut einsetzenden Aufwärtsbewegung der Kurse hielt die Eeschäftsbelebung Schritt. In zahlreichen Papieren lagen nur Kaufaufträge vor, so daß sie mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. Rheinstahl und Salzdetfurth gewannen je 3, Wintershall 2%. Farben wurden mit 216 (213) bewertet. HEW. und Master Gelsenkirchen je plus 2, Siemens» Vorzüge, Eonti-Eummi, Eisenbahnverkehr, Demag und Elektr. Lieferungen je plus 3; Reichsaltbesitz unverändert 160,90.

Frankfurter Börse vom 25. Juni. Aus Anlagekäufe zogen die Kurse weiter teilweise kräftig an. Zwischen 3 und 4 % gewannen u. a. Rheinstahl, Demag. Lahmeyer, Südzucker und JG.-Farben, Eonti-Gummi und Zell Aschaffenburg je plus 4%%. Zahlreiche weitere Papiere gewannen zwischen 1 und 3 %. Verschiedene er­schienen auch mit Pluszeichen, da kein Material verfügbar ist. Renten freundlich, doch ohne nennenswerte Veränderungen. Tagesgeld VA %.

Notierungen vom 24. Juni. Berlin:- Reichsaltbesitzanleihe 160%, Vereinigte Stahlwerke 159%, Farben 213; Frankfurt: Hoesch 179, Stahlverein 158%, BMW. 258, Deutscher Eisenhandel 207, Bergmann 219, Holzmann 270, Farben 213%, Eesfiirel 206, Siemens 324; am Einheitsmarkt: Kupferberg Sekt 154%; am Rentenmarkt: Reichsaltbesitz 160%, Steuergutscheine I 103%.

Ä, „ _ . . Wilhelmstr.56

aarrarben nttnlnrnhi Telefon27375

in höchster Vollendung HotelNass-Hof

Was geht hier vor?

Hier wird mit der Seife A-Boot gespielt. Das ist eine spannende Sache, besonders, wenn das U-Boot sich langsam auf den Grund des Meeres senkt, während der Panzer­kreuzer darüber fährt. — Haben Sie schon beobachtet, wie gern Kinder mit Seife spielen? Was sie alles damit anfangen? Legen Sie die Seife an Kinderwaschbecken niemals lose hin; hängen Sie sie an einem Bindfaden auf, dann ist jeder unnötige Verbrauch ver­mieden.

Haben Sie schon mal versucht, Öl- oder Teerflecke mit Seife von den Händen weg- zuwaschen. Warum geht es so schwer?

Waruni muß man so unheimlich lange reiben, und warum bringt auch der üppigste Schaum Öl und Teer nur langsam weg? Es gibt ein viel einfacheres und spezielles Mittel für die Lösung von Öl, Teer und Fettschmutz! Neh­men Sie ein gutes, feingemahlenes Scheuer­pulver — evtl, ein wenig Seife dazu — und schon schwindet der Schmutz wie von selbst. Öl-, Teer- und Fetthände mit Seife waschen ist falsch. Don der Seifenmenge, die Sie dazu brauchen, kann man sich fünfmal das Gesicht waschen.

And wenn Sie mitunter sehen, wie Frau Schulze Fußböden, Fensterrahmen usw. säu­bert! Sie meint, das ginge ohne Seife nicht, weil sie es von früher her so gewohnt ist. Nein, für solche Zwecke nimmt man am besten eine gebrauchte Waschlauge. Auf keinen Fall soll man nach dem Waschen die Wasch­lauge wegtun. Sie gießen damit ein wert­volles Hilfsmittel in den Ausguß. Zum Scheuern und Schrubben von Fußböden,

Treppen und Fluren leistet sie immer noch gute Dienste.

Seife und Waschpulver können Sie aber auch noch bei vielen anderen Gelegenheiten sparen. Wie kommt es zum Beispiel, daß auch Frauen beim Wäschewaschen so viel Seife und Waschpulver verbrauchen. Sie weichen nicht richtig ein! Während richtiges Einweichen mit Bleichsoda allen groben Schmutz von selber löst, müssen diese Frauen ihn erst unter Zuhilfe­nahme von viel Seife und Waschpulver her­auswaschen. Diese Seife und dieses Waschpulver kann man aber sparen. Durch gründliches Ein­weichen wird die Gewebefaser zum Aufquellen gebracht. Der Wäscheschmutz wird dadurch gelockert und löst sich dann von selber aus. Richtiges Einweichen erleichtert dem Wasch­pulver die Aufgabe. Man sieht es schon daran, daß am nächsten Morgen das Einweichwasser beinahe schwarz ist. Nicht umsonst haben schon unsere Großmütter das Wort geprägt; „Gut eingeryeicht ist halb gewaschen!"