Seite 2 Nr. 143
Wiesbadener Tagblatt
Operation lag der Versuch einer Rückeroberung der Evre- cina!?;*rniT.„rn,nt>esen *Lb<3 b-e Entsetzung der bei Tobruk k-un? ""t bei äSeiniÄtujiB bedrobien starken ^ Gründe. Drei Tage lang tobte die fur ble stärkste englisch« Panzerkräfte r^FÜC\toa.rlli.- An dem todesmutigen Widerstand ^^ulich-iialienischen Lruvvenverbände aber »n rrr^,. 3 »wr5 JU*e s” Engländer die gesteckten Ziele >>ei-n^tor bonsn ble britischen Panzer zu Hunderten
r“ e1-9VJ*en Truppen gezwungen ttuMtartiz das Kampneld zu raumen, da versuchte tn t-onoon wieder den alten Trick, eine Niederlage in hl««1 hn*9 ."wzuialschen.. Und als sich diese Lüge diesmal 555» doch al» zu dick erwies, da tat man plötzlich so. als ob Snhor« rnAt- brlan Obacht batte, eine Oneniive zu starten. S™. ^bbtglich einen ..Erkundun^svorstotz" machen 82.«. der die Starke des Gegners enthüllen sollte. Es habe i*®uS,y*1,1.A(ln.en --8 1 Uli gehandelt. auf den die Deutschen bereingeiallen seien. Die Streitkräfte Wavells seien nicht
Vor einem Jahr
Am 21. Juni 1940
®er Führer empfängt dir französische Abordnung zur Entgegennahme der Waffenstillstandsbedingungen !" nnnn^,SBBe- St. Malo und Lorient genommen. 200 00(1 Gefangene.
Erfolgreiche Angriffe der Luftwaffe auf militärisch wichtige Ziele an der Oltküstc Englands. Neuer Angriff auf Billingham. Kamps- and Sturzkampfangrisfe auf jruvvenansammlungen und Transportbewegungen. Der tViet «öctI?r 25 Flugzeuge. Unterseeboote versenkten vier Dampfer.
Am 22. Juni 1940
Wafs en Hi llstand unterzeichnet. Jnkrast- "°>t> Abschlatz des italienisch-französischen Waffenstillstandes. 500 000 Gefangene und riesige Beute. Unsere Trappen dringen im Rhonetal weiter südlich vor. Festung Mutzig lStradburg) genommen. Bor der fran- zonschen Atlantikkalte zwei Transporter durch die Luftwaffeverienkt. Angriffe auf feindliche Flugplätze nördlich von Bordeaux. Der Feind verliert 49 Flugzeuge. Unterseeboote versenken 53 800 BRT.
Samstag/Sonntag, 21./22. Juni 1941
Ritterkreuz für heldenhaften Einsatz im Südost-Feldzug
geichlagcn worden, ae hätten vielmehr einen „Sieg der Sn« telligenz davongetragcn So stellt nämlich der militärische Sachverständige der „Daily Mail" Zweck und Verlauf der Kampre dar. Wir halten uns da lieber an dem OKW.- 't- sittlich mchlichei, dafür aber wahrer über die
MrSIad>L^et Sollum berichtete. Die einfache Tatsache, dah 200 zerstörte engniche Panzer im Wüstensande des von den Emotre-Truoven geräumten Schlachtfeldes liegen blieben, Batterien. Panzergeschütze und anderes Material wurden, iit Beweis genug für die verhinderten Avsichten des britischen Oberkommandos und für die Niederlage, die der Heldenmut unserer tapferen Soldaten dem Gegner im mörderischen Feuer seiner Angriffs- wu^en und in der tropischen Glut der afrikanischen Wüste nach härtesten Kämpfen bcieitet hat.
. x. 3?® war es wieder nichts mit dem sehnlichst
erhorsten britischen Siege, der das englische Volk von den Sorgen ablenken sollle, denen es sich in wachsendem Matze gegenüber sieht. Es geht ja nicht allein um den Kampfraum im östlichen Mrttelmeer und die Kriegsschauplätze des Naben Ottens. Viel starker noch konzentriert sich das Interesse der Inieldewohner aus den Verlauf der SchlaÄt im Atlantik. Man emvrindet in England immer mehr, dah von dem Ausgang cieser gewaltigen Schlacht das Schick- lal des Empire abbangt und möchte gern wissen, ob die von Roosevelt versprochene Amerita-Silse schnell und wirksam genug ist. einen Ausgleich für die gewaltigen Verluste an schiftsraum für dte Versorgung mit Lebensrnitteln und dte Aufrechterhaltung der Produktion zu schaffen. Für den Augenblick vernicht man zwar noch, sich über die wahre Lage binwegzutanschen mit der Hoffnung auf ein Wunder, auf auch Frankreich vor einem Jahr, noch kurz vor seiner entscheidenden Niederlage, verlieh. Dieser Glaube wird durch das Trommelfeuer der britischen Jllusionsvolitik. in bem mit unverminderter Beharrlichkeit von künftigen märchenhaft^ Siegen, von bet Wiedergewinnung aller verlorenen Positionen, von einer vbantastischen Offensive aegenDeutschlanb und dessenVernichtung gefaselt wirb, gestärkt. Aber diese Parolen haben heilte nicht mehr die Kraft der Überzeugung und auch das Wort von den Schlachten, in Denen Deutschland immer siegt und dem Kriege, den England schließlich gewinnt, bat heute seinen Sinn verloren. 3n diesem Kriege verliert England nicht nur alle Schlachten, in Denen es bisher im wesentlichen seine Vasallen kämpfen lieh: die nicht mehr abreitzende Kette seiner Mitzerfolge ist diesmal, militärisch und autzenpolitisch gesehen, so gewaltig. daft. zum Entscheidungskamps gestellt, seine völlige Niederlage nur noch eine Frage der Zeit ist.
Berlin, 20. xsunt. Dec Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen:
Hauptmann e»w Rettberg, Gruvvenkommandant in einem Zerstörergeschwader,
Hauptmann Spies, Staffelkapitän in einem Zerstörergeschwader,
Oberleutnant B a a r g o e, Flugzeugsübrer in einem Zerftörergeschwader,
Oberleutnant D i e n h a l d, Batteriechef in einer Flal- batterie,
Leutnant Braun, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader,
Leutnant Thiede, Flugzeugführer in einem Sturz- kampsgeschwader.
.Hauptmann Ralph von Rettberg ist am 1. 3. 1911 tn Homburg o. d. H. geboren. Er hat als Gruvvenkomman- deur in einem Zerftörergeschwader in 100 Feindflügen vier Flugzeuge abgeschossen und zwölf am Boden zerstört. Durch seine vorbildliche Einsatzfreudigkeit und seinen persönlichen Schneid hat er hervorragenden Anteil an den erfolgreichen Kämpfen im Südostraum. An bei Spitze {einet Gruppe hat et in kühnem Tiefftug von ihm selbst erkundete feindliche Flakbatterien an der Brücke des Kanals von Korinth derartig nachhaltig angegriffen, dah innerhalb von wenigen Minuten die Flakbatterien niedergekämpft und den Fallschirmjägern eine saft unbehelligte Landung ermöglicht wurde. Bei dem Unternehmen Kreta bat Hauptmann von Rettberg in zahlreichen Tiefangriffen sich neue entscheidende Kriegsverdienste erworben.
Hauptmann Wilhelm Spies hat als Staffelkapitän in einem Zerstörergeschwader in über 100 Feindeinsätzen. davon 19 gegen Kreta, hervorragende Erfolge erzielt und in zahlreichen schweren Luftkämpfen zehn Flugzeuge abgeschossen sowie zwanzig Flugzeuge am Boden zerstört. Seine autzer- ordentlich wagemutigen Tiefangriffe, die er stets an der Spitze feiner Staffel fliegend, durchführte, waren mit ausschlaggebend für die Vernichtung und Lahmlegung der feindlichen Luftwaffe. Allein von seiner Staffel wurden in Serbien und Griechenland 122 Flugzeuge am Boden in Brand geschossen sowie empfindliche Störungen des Gegners auf Straften und Eisenbahnen verursacht. Als stellvertretender Gruppenkommandeur hat er mit seinen Besatzungen schwierigste Tiefangriffe auf die Flugplätze der Insel Kreta durch- geführt.
Oberleutnant Sovhus B a a r g o e war der erfolgreichste
Alessandro Pavolini
Zum Besuch des italienischen Ministers für Bolkskultur
Berlin, 20. Juni. Der italienische Minister für Volkskultur. Alessandro Pavolini, bet auf Einlabung des Reichsministers Dr. Goebbels am Samstag zu einem Besuch nach Berlin kommt, weilt nicht zum ersten Male in der Reichs- hauptstadt. Abgesehen von verschiedenen früheren Reisen, hielt er sich auch als Minister bereits im Mai vergangenen Jahres einige Tage in Berlin auf. Neben Besuchen beim Reichsauyenministers Ribbentrop, bei Reichsminister Dr. Goebbels und dem Reichsvressechef Dr. Dietrich wohnte Pavolini damals der Erstaufführung von Mussolinis Forzanes Schauspiel „Cavour" bei.
Den neuen Aufenthalt wird Pavolini zur Vertiefung der Fühlungnahme benutzen. Er bekundet damit den Willen, ebenso wie fein Vorgänger, der jetzige italienische Botschafter in Berlin Dino Alfiert. das deutsch-italienische Verhältnis auch in seinem Arbeitsbereich immer enger zu gestalten.
Minister Pavolini wurde am 27. September 1903 in zvlotettä als Sohn eines bekannten Sanskrit-Forschers und Mitgliedes der Akademie von Italien geboren. Schon mit 17 Jahren trat er dem faschistischen Kampfbund in Florenz bei und war damals bann beim Marsch auf Rom an den Kämpfen um den Einzug in die italienische Hauptstadt beteiligt.
Pavolinis Beziehungen zu Deutschland datieren schon aus Pavolinis Elternhaus und sind im Laufe der Jahre durch verschiedene Reisen immer tiefer geworden. Wie sehr ihm daran liegt, das Derftändnis für Deutschland in seiner Heimat zu wecken und zu pflegen wird dadurch deutlich bewiesen. daft et jetzt bereits zum zweiten Male seit Beginn seiner erst kurzen Amtszeit nach Berlin kommt.
Feierlicher Empfang
Herzliche Begrützuns durch Reichsminifter Dr. Goebbels und RerchspreNechef Dr. Dietrich
Berlin. 21. Juni. (Funkmeldung.) Auf dem Flughafen Temvelbm traf am Samstagmittag auf Einladung von
Türkische Bevölkerung in freudigster Stimmung
Die Aufnahme des deutsch-türkischen Freundschaftsoertrages in der Türkei.
Ankara, 20. Juni. Mit bisher nicht üblichen riesigen Schlagzeilen übet die ganze Breite des Blattes meldet die gesamte türkische Presse den Abschluh des deutsch-türkischen Freundschaftsabkommens. Bilder des deutschen Botschafters und des türkischen Außenministers, der Vertragswortlaut sowie die bet dieser Gelegenheit gehaltenen Ansprachen und ihre begeisterte Aufnahme füllen sämtliche Titelseiten. Die Bevölkerung aller Städte ist in freudigster Stimmung: sie kaufte tn wenigen Stunden alle verfügbaren Zeitungsauflagen restlos auf. Überall standen in den Morgenstunden des Donnerstag die Menschen zusammen unnb diskutierten bas Ereignis.
In Kaufmannskreise« hofft man auf baldigen Abschlutz bet nun beginnenden Wirtschaftsvethandlungen auf breitester Basis und rechnet mit einer starken Ausweitung des Warenaustausches und dainit mit einem neuen Erstar - fen bet türkischen Wirtschaft. In militärischen Kreisen fand vor allem die Erklärung des deutschen Botschafters von Papen ein günstiges Echo, der an die deutsch- türkische Waffenbrüderschaft im Weltkrieg et« xnnert.hatte und in dem Pakt eine Erneuerung der damals geschaftenen Tradition sieht. Im Offiziersklub von Ankara wurde die Vaven-Erklärung eingehend erörtert und bejaht. Alles tn allem ist festzustellen. dah es feit Jahren in der Türkei fein politisches und militärisches Ereignis gab, das einen so starken Widerhall in allen Volksschichten gefunden hat.
Die offizielle türkische Zeitung „Ulus", die am Donnerstag mit stark erhöhter Auflage erschien, nimmt ausführlich zu der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Freundschasts- vaktes Stellung. Der Abgeordnete Rifkv Atay stellt fest, daft die Türkei und Deutschland nicht erst feit Mittwochabend 21 Uhr Freunde feien, sondern datz die nunmehr erneuerte Freundschaft eine alte Tradition hohe. Nie habe es direkte Differenzen zwischen dem Reich und der Türkei gegeben. Nach Abschlutz des neuen Paktes, so fährt Atay fort, ergebe sich für die Türkei folgende Situation: Die Türkei bleibe weiter allen Komplikationen fern. Auch das bisher von der Türkei vertretene Prinzip der territorialen Unversehrtheit bleibe bestehen. Die Türkei habe keinerlei Angriffsziel. Der neue Pakt bilde im Grunde eine Bestätigung der bisherigen türkischen Politik. Durch den neuen Pakt werde bestätigt, dah Ankara in seiner Politik der Erhaltung der Ordnung und des Friedens im türkischen Raum in keinem Gegensatz zu Deutschland stehe. Die neue Urkunde erkenne den türkischen Frieden an und schätze ihn, weshalb sie in der ganzen Türkei Zustimmung finde.
In ähnlicher Weise wie der „Ulus" äuhert stch am
Donnerstagnachmittag auch die Istanbuler Presse. Der dem Außenministerium nahestehende Abgeordnete Sadak betont in der Zeitung „Akscham", dah die Friedenspolitik der Türkei eine neue Bestätigung erfahren hat.
Unbehagen in London
wt. Wie der Londoner Korrespondent von „Stockholms Tidningen" meldet, verbergen die englischen Zeitungen in ihren Kommentaren zum deutsch-türkischen Pakt nicht ihre Enttäuschung darüber, dah wieder einmal bestätigt wurde, wie einsam England in Europa stehe.
Auch der dem „Times"-Nachrichtendienst nahestehende Korreivondent von „Svenska Dagbladet" stellt im Zusammenhang mit dem deutsch-türkischen Pakt in seinem Bericht fest, dah dieser Vertrag in London Unbehagen ausgelöst habe.
Die schwedischen Blätter bringen am Freitag ausführliche , Leitartikel zum deutsch-türkischen Pakt. „Stockholms Tidningen" meint u. a„ dah dieser Vertrag ein großer Erfolg für Deutschland sei, leugne man nicht einmal in London ab. Es gebe ja auch nicht an, diesen Vertrag, bei auf militärischen Realitäten aufgebaut und der deutschen Diplomatie und besonders dem persönlichen Einsatz von Papens zu verdanken sei, als ein Geste ohne jede größere Bedeutung zu bezeichnen. Der Prestigegewinn sei erheblich.
Washington völlig überrascht
,, Washington. 20. Juni. Zum deutsch-türkischen Freund- ichaftsvertrag lehnte Unterftaatssekretär Welles eine Stellungnahme mit der Begründung ab, er müsse den Vertrag erst genauer studieren, bevor er sich schlüssig werde, ob ein Kommentar angegeigt sei.
„^r^Mashington Post" meldet hierzu, die Nachricht vom Abschluy sei hier völlig unerwartet gekommen und habe in Amtskreisen Überraschung und Bestürzung sowie die Frage ausgelöst, welche Folgen sich für den Nahostraum daraus ergeben würden. ______
„Sieg im Westen" in Buenos Aires
Buenos Aires, 20. Juni. Mit großem Erfolg wurde hier der Ufa-Film „Sieg im Westen" aufgeführt. Das Kino war di» auf denletztenPlatzbesetzt. Die weltgeschichtlichen Dokumente machten auf die Zuschauer einen ungeheuren und tiefen Eindruck. Auch für die weiteren Vorstellungen sind die Karten bereits vergriffen.
Flugzeugführer der im Südosten fechtenden Zerstörerver- bande. In fast 100 Feindflügen ist es ihm gelungen, 14 Flugzeuge abzuschiehen. Durch Tiefangriffe auf Erdziele aller Art hat erjeinen vorbildlichen Einsatzwillen erwiesen. Durch besondere Tapferkeit zeichnete et sich bei den Kämpfen am Kanal von Korinth aus und durch seine unerhört kühnen Tiefangriffe trug er wesentlich zum Gelingen des Unternehmens Kreta bei. Am 14. 5. 1941 fand Oberleutnant Baargoe bei einem Tiefangriff auf feindliche Flakstellungen in Kreta in zehn Meter Höhe fliegend den Heldentod.
Oberleutnant Johannes Dienhold hat stch schon in öen Kämpfen in Polen und Frankreich bewährt. Bei Beginn des Feldzuges gegen Griechenland zeichnete er sich erneut durch besondere Tapferkeit aus. In unerschrocken und zäh geführtem Nahkampf hat er unter stärkster Gegenwirkung schlachtentscheidend gekämpft. Durch den Einsatz feiner Batterie und durch seine mitreihende Tapferkeit wurde entscheidend dazu beigetragen, den weiteren Vormarsch einer Fnianterle-Dioisioii zu ermöglichen.
Leutnant Rudolf B r ck u n stand bereits als Unter« offlzier seit 1936 stets an wichtigster Stelle in der Entwicklung der Sturzkampfwaffe. Sein Schneid und sein unbeirrbarer Wille, immer an den Feind zu kommen, stempeln ibn zu einem der besten Sturzkampf-Flugzeugführer. In über 170 Feindflugen, davon 25 im Mittelmeer und gegen Kreta, hat er bedeutsame Erfolge erzielt. Bei der Unterstützung des Fallschirmunternehmens bei Chania zeichnete er sich durch einen besonders schneidigen Angriff auf eine Flakstellung aus. die er durch einen Volltreffer außer Gefecht setzte Im Kamps gegen die englische Flotte erzielte er im Seegebiet südlich Melos einen Volltreffer auf einem schweren Kreuzer und einem Zerstörer. Bei der Verfolgung des fliehenden britischen Flottenverbandes gelang ihm ein weiterer Volltreffer auf einem leichten Kreuzer.
Leutnant Arnim Thiede bat in über 100 Stuka- flugen jetne rücksichtslose Einsatzbereitschaft und sein hohes rltegerticbes Können bewiesen. Beim Angriff auf die Metaras-Linie vernichtete er wichtige Stellungen durch Voll- treffer und ermöglichte so den weiteren Durchbruch und Vor- stoft der Panzertruppen. Auf Schiffsziele angesetzt. versenkte er drei Frachtschiffe von insgesamt 10 500 BRT. durch Volltreffer und griff trotz schwerster Abwehr einen stark gesicherten grotzen Truppentransporter an. Im Kampf gegen die englische Flotte erzielte er einen Volltreffer auf einen Kreuzer, beschädigte einen Zerstörer schwer und konnte einen leichten Kreuzer nutzer Gefecht setzen. Alle Angriffe wurden von ihm mit heroischem Schneid trotz schwerster Flak- und Iagdfliegerabwehr geflogen.
Reicksminilter Dr. Goebbels der Kgl. italienische Minister iur, Volksbildung Exz. Alessandro Pavolini zu einem mehr» tägigen Besuch in der Reichs Hauptstadt ein.
, Zum Empfang des hohen italienischen Gastes waren Reichsmimiter Dr. Goebbels und Reichsvreslechef Dr. Dietrich sowie der Kgl. italienische Botschafter Dino Altieri auf dem mit Lorbeerbäumen und italienischen und deutschen Fahnen festlich geschmückten Flughafen erschienen. Ferner hatten sich Mir Begrünung Staatssekretär (Sutterer. Reichshauvtarnts- letter Sunbermann. der Stadtkommandant von Berlin Generalleutnant von Hase und zahlreiche Vertreter von Bartel und Staat eingefunden.
Das Schlachtfeld von Sollum
Unheimliches Bild der Vernichtung.
Berlin, 20. Juni. Bei der Aufräumung des Schlachtfeldes von Sollum konnten Arbeitstrupps die verheerende Wirkung der deutsch-italienischen Bombenangriffe auf britische Panzerverbände fest stellen. So bot ein Bereit- ftellungsvlatz zwischen Sollum und dem Fort Capuzzo, auf bem ein gröfterer Verband britischer Kampfwagen mit zahlreichen LKW. von Bombenangriffen getroffen worden war, etn unheimliches Bild der Vernichtung.
. .Die Trümmer zahlreicher Panzerkampfwagen, die zum Teil durch Volltreffer und Explosionen regelrecht ausein- andergesprengt waren, zum Teil als ausgebrannte Stahlskelette int Wüstensand lagen, bedeckten den Kampfplatz. Im näheren und weiteren Umkreis lag eine Anzahl Panzer- kamvfwagen. deren Raupenketten durch Splitterwirkung zer- stört und fiele LKW. die durch den Luftdruck der Bomben- explosionen beiseite geschleudert und umgestürzt waren.
„Die Deutschen hartnäckige und fanatisch mutige Kämpfer
Rew Hark, 21. Juni. (Funkmeldung.) Der Korrespondent der „New Hork Times", Harold Denny, befaßt sich in einem Bericht aus Kairo des längeren mit der britischen Niederlage bei Sollum. Die britischen Militärs, fo schreibt er, gäben zu, datz die Deutschen hartnäckige und fanatisch rnuttge Kämpfer seien. Sie hätten den drei Tage langen furchtbaren Angriffen indischer und schottischer Truppen am Halfaya-Pah standgehalten. Dieser Patz sei wiederholt als genommen gemeldet worden, aber jedesmal sei festgestellt worden, datz er immer noch mit Maschinengewehrnestern und Flakstellungen. deren Besatzungen Äapitulation nicht kannten, gespickt mar. Der Ausgang der Schlacht habe ihn, den Korrespondenten, völlig überrascht, obschon et bereits bei der hartnäckigen Verteidigung des Halfaya-Passes vermutet hohe, datzderbritischeFahrplaninUnordnung geraten sei.
Beschießung von Damaskus
Protest der syrischen Regierung
Bern, 21. Juni. (Funkmeldung.) Wie OFJ aus Beirut meldet, haben die franzöfischen Truppen auf allen Frontabschnitten ihre Stellungen konsolidiert. Die Artillerie war im Laufe des Tages sehr tätig. Flugzeuge der französischen Armee, der Luftwaffe und der Marine haben im Laufe des ganzen Tages Erkundungs- und Bombatdierungsflüge unternommen. Am Nachmittag begann die britische Artillerie mit der Beschiehung von Damaskus. Das Quartier von Mohadjerine wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen, und es brachen Brände aus.
Es steht autzer Zweifel, so erklärt OFJ weiter, datz diese Aktion eine sehr grotze Entrüstung in der ganzen arabischen Welt Hervorrufen werde. Die syrische Regierung habe bereits Protestschritte unternommen.
Schwerste Verluste der Briten
Bevölkerung
Beirut, ,21. Ium. (Funkmeldung.) Zusätzlich zum Bericht über die militärischen Ereignisse verlautete am Freitag von zuständiger militärischer Seite in Beirut, daft die bei« 11 ( dj e p f f en five gegen Damaskus in den Nachmittags- Bunden des Donnerstag n a ch g e 1 a f 1 e n habe. Die briti- ckien Truppen hatten offensichttich allerschwerfte Verluste erlitten, zumal die französischen Luftstreitkräfte wirk- am und überlegen tn den Erdkampf auf dem unübersichtlichen Gelände elngnffen. Wahrend der letzten 24 Stunden habe die britiiche Osfensive gegen Damaskus nicht an Boden gewonnen. Die Stadt fet fast völlig von der Zivils "" geräumt.
Druck und Verlag: I.KcheUenberg'sche Buckdruckerei, Wiesbadener Taadlatt Wiesbaden Gefamlleitung: Dr. phll. habil. Gustav Schellender« und (Dtto Katfer yauptfchrrftieUer- Fritz Güntber; sämtlich in Wiesbaden. — Zur Leit to _____________ _ Oreirliste st gültig.
Die heutige Ausgabe umfatzt 12 Seiten
