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Freitag, 13. Juni 1941

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 136 Seite 5

U-Boote westwärts / Ein Zeugnis vom Seekrieg

Ein dokumentarischer Großfilm der Ufa

Festaufführung im Ufa-Palast

Der neue Ufa-Film „U-Boote ro e ft w ä 11 s“ wurde in einer Festaufführung am Freitagvormittag im Ufa- Palast, wo er demnächst auch für die Öffentlichkeit laufen wird gezeigt. Auf Einladung des Befehlshabers im W e h r k r e i s X11. General der Infanterie Stepvuhn. der der tiestaufführung beiwohnte, waren zahlreiche Dettreter der Partei, an ihrer Spitze der Stellvertreter des Kreis- lelters. Pg. Brück, ihrer Gliederungen und anaeschlosfenen Verbände und der Behörden erschienen, ferner Omziere, Be­amte, Unteroffiziere und Mannschaften der Wehrmacht, ver­wundete und kranke Soldaten. Offiziere des alten Heeres, Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, des Reichsarbeits­dienstes u, a. m. Zu Beginn der festlichen Stunde spielten Spielleute und ein Musikkorps der Wehrmacht den Pra- sentiermarsch der Marine, ferner eine Zusammenstellung von Marineliedern und zum Abschluß „Unsere Marine, den Marsch von T h i e.l e. Dann rollte der Film ab. dem wir nachstehend eine eingehende Würdigung zuteil werden lassen.

v.

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Ein Ehrenfilm über und für unsere Unterseeboots- wafje.spannend und atemraubend im Geschehen und Stofflichen.

Es ist ein verflucht schweres Leben auf einem solchen Boot, das feindwärts gegen Engeland zieht und dem Erzfeind täglich tödliche Wunden schlägt. Es gehören harte und ganze Kerls dazu. Selbst der Urlaub, wenn die U-Boot-Männer, das Kinn saubergekratzt vom wochenlangen Bart und die Mützenbänder frisch gebügelt, wieder einmal an Land gehen, ist nur wie ein „Urlaub auf Ehrenwort". Er gibt dem Film Gelegenheit, einen Querschnitt durch das viel­fältige Schicksal einer Kampfgemeinschaft zu zeigen, in den friedlichen Stunden an Land und den heißen Tagen über und unter dem Meere.

Ein solcher Urlaub wird Ausgangspunkt der Spiel- Handlung des Filmes. Die Maate Sonntag und Buttge- ieit z. V.. Freunde und prächtige Kerls, entdecken an Land, daß jeder dieselbe Käte liebt, die doch immer der Gegenstand ihrer Bordgespräche und ihres gegenseitigen Übertrumpfens war. daß doch der Deibel! Das könnte sonst Feindschaft fürs Leben absetzen. Aber, wenn wie in unserem Film plötzlich Freiwillige für eine überraschende Feindfahrt gesucht wer­den — dann ist der Urlaub vergessen, dann bleibt keiner zu­rück. dann blüht über menschlichem Zwist die Kameradschaft wieder leuchtend aus. dann sind auch Sonntag und Buttge- reit nur füreinander da. dann ist Buttgereit der erste der Sein das Leben rettet, und Sein hinwiederum schickt in Seidenpapier das Bild Kätes, als der Kamerad in englische Kriegsgefangenschaft geraten war. So find diese prächtigen Kerle eben.

Oder: da hatte sich der Gefreite Drewitz für den Urlaub die Sochzeit ausgedacht und bestellt — auch wegen des er­warteten Kindes. Aber, wenn es heißt ..Freiwillige vor . dann heißt die Antwort eines rechten Mannes: „Jawohl. Herr Kaviiänleutnant!" Ein richtiger llnterseebootskomman- dant wie Soffmeister aber sorgt dann wie ein guter Vater für Abhilfe und Überraschung, wenn er ihm die heimlich drückende Not von den Augen abliest und aus dem stockenden Munde erfragt. Er inszeniert eine Ferntrauung und ein Hochzeitsmahl im Unterseeboot, daß Drewitz rote aus den Wolken fällt und alle Bräute, die im Kino sitzen, blasser Neid und tiefe Rührung befällt. So sind diese Kerls eben.

Oder: Da hat der Leutnant Sans von Benedikt gebeten, auf Hoffmeisters Boot mitfahren zu dürfen. Ein hohes Lied der Kameradschaft hebt an. eine atemraubende Episode folgt. Von einem Prisenkommando kehren Benedikt und drei

Mann nicht zurück. Sie wurden auf einem englischen Zerstörer gefangen: später kommt dieser nämliche Zerstörer vor Hon- meisters Sehrohr. Soli er. darf er? Er muß! Die Pflicht! Aber als das Schiff torpediert ist, gilt erste Sorge: ob ine vier Kameraden vielleicht noch am Leben, ob Re zu retten seien. Eine dramatische glückliche Rettung Benedikts und eines Kameraden und die Gewißheit, daß die beiden anderen in englischer Gefangenschaft seien, ist der Lohn solch ergreifen­den Heldentums. S o sind diese prächtigen Kerls eben: denn Soldat kein, beißt zutief st Kamerad sein, selbst noch im Tode wie Benedikt, der zuerst des Kameraden Sparbuch sichert, bevor er die Augen schließt.

Sieles ist die ethische Erundhaltuna dieses her­vorragenden Filmes untz seine nachhaltige Wirkung, das hohe Lied vom a n st ä n d i g e n Mensche n

Sein anderer Wert liegt in seiner tiefen ll b e r- zeugungskraft. Es ist wirkliches, dem Lebem ab­gelauschtes Geschehen, tatsachengetreuer Spiegel Ein Unter­seeboot wurde dieses Mal zum Filmatelier Das Jn- tercRe an dieser Waffe ift so groß, daß ein abendfüllender Spielfilm e r st m a l i g Leben und Kampfesweise, eines Unterseebootes darbot. Unvorstellbar, welche <schroierigkeiten technischer Art, der Winddruck und das Wasserrauschen z. B. der Tonkamera machten. Dafür entstanden aber auch A u f - n a h m e n. wie Re vorher nie gemacht worden sind: Eerausch- aufnahmen z. B. wie die Detonation von Wasserbomben aus verschiedenen Meter Entfernung, von denen die Untersee­bootfahrer so oft erzählen: oder Schraubengeräusche voruber- fahrender Schiffe oder darüber hinweg jagender Zerstörer, oder wenn die Schrauben des Bootes sich in ^lschernetzen verfangen, während ein feindliches Flugzeug sich nähert und es nur eine Frage von Sekunden ist. ob das Boot nch frei­machen und durch Untertauchen retten kann. Oder wenn ein feindlicher Geleitzug angegriffen wird und es um Kampf und Sieg geöt.

So gebührt denn auch den hauptsächlichen Trägern des Svielgedankens und seiner Durchführung, dem Spielleiter Günther R i 11 a u . und dem Mann an der Tonkamera Bruno S u ck a u Hobe Anerkennung. Sie haben mit dem Film in mannigfacher Beziehung filmisches Neuland entdecken können.

Sport und Spiel

Endspiel um den Handball- Herausforderungspreis

«SS. 1899 Wiesbaden — Tgd. Rüsselsheim

Wenn der Sturm der KSG. vor vier Wochen bei ihrem hiesigen Zusammentreffen mit den Rüffelsheimer Turnern nicht über die Matzen enttäuscht hätte, wäre damals schon der Wanderpreis der MAN. von dem Wiesbadener Meister zu gewinnen gewesen. Nun mutz am Samstagabend in Mainz auf dem 1860ei Platz noch ein­mal gegen diesen Gegner darum gekämpft werden, der durch seinen Erfolg aus dem Reichsbahnplatz die gleiche Punktzahl wie die 99er erreicht hat. Das 6:10 aus der ersten Begegnung spricht zwar deutlich für die Rüsselsheimer: die Gesamttorverhältnisse, 72:38 gegen 72:53, lassen jedoch erkennen, daß im ganzen die x Stürmerleistungen ebenbürtig waren, die Wiesbadener Abwehr vor der Rüsselsheimer aber doch den Vorzug verdient. Dies und der Umstand, daß die KSG. an Pfingsten dem badischen Meister SV. Mannheim-Waldhof mit 11:13 eine sehr gute Partie lieferte, berechtigen uns zu der Hoffnung, daß in Mainz ein eindrucksvoller Sieg errungen wird, zumal mit Löh; Hauser, Breidenbach: Feser, Bohrmann, Bachert; Slestona, Haupt, Kuklinski, Kalle und Seeger die stärkste Els ausmapschieren kann, über die unser Meister zur Zeit verfügt.

Wissen Sie scfion...? ]

Geschäftliches

tAutzer Verantworrung der Schriftleiiuv g>

.... wie eine See-Mine zur Explosion gelangt? — „Natürlich wenn ein Schiff dagegen stößt", werden Sie antworten. — selbstver­ständlich. — doch das „wie" der Zün­dung soll an Hand nebenstehender Zeichnung erläutert werden. Als Beispiel ist eine der in den meisten Fällen verwendeten, auf bestimmte Tiefe durch Kabel und Minenstuhl (E) verankerten Kontaktminen ge­wählt. Weiche Bleihörner (A) strecken sich. Fühlhörnern gleich, durch die eiserne Wandung nach außen. Stößt ein Schiff dagegen, so zer­bricht in ihrem Innern ein mit Säure gefülltes Röhrchen (B). Sie Säure wirkt auf den zur Sprengkapsel (C) führen­den Draht ein, und diese bringt die Ladung (v) zur Explo­sion Die verankerten Minen sind mit einer „Vorrichtung zur selbsttätigen Entschärfung versehen, die m Tätigkeit tritt, sobald die Mine sich losreißt oder das Ankertau. zerschnitten wird. Im Kriege gegen England svielt die Mine eine be- . deutende Rolle. (Zeichnung: Seile - M.)

Kleine Ursachen — Grotze Wirkung!

Siebte Verletzungen aller Art gehören im HauSWt wie im Berufs, leben und beim Sport zu den Mtäglichkellen. Meist beachtet man solche kleine Schädigungen wenig oder gar nicht. Wre hauftg hat obre diese Vernachlässigung schwere und schwreste Folg-m! Denn das Eindringen von Schmutz m eme an sich harmlose Wunde be­deutet fast stets eine Wundinfektion, die Entzündungen und Eite- runaen und biswellen eine Gefährdung des ganzen Organismus zur Folge haben kann. Es ist deshalb geboten, Wunden jeder Ärt rechtzeitig zu desinfizieren, um auf diese Weise zu verhindern, daß schädliche Bakterien in das Blut gelangen. Hierzu empfiehlt sich der Gebrauch der bewährten Sepso-Tinktnr, die tote L°d-Ttnwro des- infiziert und genau fo angewandt wird. Sie ist m allen Apotheken und Drogerien in Fläschchen zu sünfundstmfztg Pfennigen »rck m handlichen Tupfröhrchen zu neunundvierztg Pfennigen. erhältlich Infolge ihrer großen Ttesenwirkung desmfiztert Sepso-Tmktur rasch und gründlich und verhindert Entzündungen.

Preis der alten Velozipedisten

Das Fachamt Radsport bringt am Samstagabend in Sonnen­berg zum zweiten Male die Radballspiele um den Preis der alten Velozipedisten zum Austrag. Neun Mannschaften treten an. Die Mannschaften find gestellt von folgenden Vereinen: RK. 1900 Bierstadt, Post-SV. Wiesbaden, RK. Frohsinn Sonnenberg und RV. Wanderlust Naurod. Außer dem Wanderpreis erlangen die vier ersten Mannschaften noch schöne Ehrenpreise.

Wiesbadener Rennfahrer auswärts

Bei den in Offenbach zum Austrag gelangten Radrennen um den Preis vom Main waren auch eine Reihe Wiesbadener Renn­fahrer am Start. E. Späth konnte bei der HI. den Sieger stellen, während Seitz an siebenter Stelle einlief. Traudes und Müller belegten den 11. bzw. 12. Platz.

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DiePflichtsitzungsämtlicherVereinsjugend- warte findet am Sonntag, 15. Juni d. 3., bestimmt statt.

Sie Saal-Radsportmeisterschaften des Bereichs Slldwest wurden in Darmstadt durchgeführt. 3m Zweier-Radball siegte Opel Rüsselsheim, während es im Kunstfahren durch Georg Kempf und Kempf/Matthes zwei Darmstädter Stege gab.

Mus Gau und Provinz

= Limburg, 13. 3uni. Zur Feststellung und Beseitigung eines Hindernisses int Bett der hiesigen Schleuse war ein Taucher aus Hamburg tätig. Der Taucher stellte fest, daß ein zwei Quadrat­meter großer, gewachsener Felsblock etwa ein Meter hoch das übrige Bett überragte und gesprengt werden mußte. Dte Detonation -war weithin zu hören.

- Frankfurt a. M., 13. 3uni. Strafverfahren gegen Reichs- bahnangestellte sind außerordentlich selten geworden, da die Bahn mit gutem Personal arbeitet. Diese Feststellung traf der Staats­anwalt in einer Verhandlung vor dem Sondergericht, dte sich gegen zehn bei der Hauptgüterabfertigung in Frankfurt beschäftigte unbestrafte Vorarbeiter richtete, von denen wegen Diebstahls fünf zu Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zwei 3ahren ver­urteilt wurden. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Bei vier Angeklagten lag Mundraub vor; hier wurde das Verfahren ein­gestellt, da es an dem erforderlichen Strafantrag fehlte. Als der böse Geist unter den Angeklagten wurde der mit der Höchst­strafe belegte 46jährige D. bezeichnet, der einen schlechten Einfluß auf seine Arbeitsgefährten ausübte und diese veranlaßte, das in sie gefetzte Vertrauen zu mißbrauchen. Die Leute hatten es tn der Hauptsache auf den Inhalt von Korbflaschen, die Bahngut waren, abgesehen, und so ist aus mancher Flasche ein erheblicher Teil des

Rein darstellerisch erfreut der frtiche. anständige Ton, der rote die kühle, kräftige Meeresbrtse über all den Mannen des U-Bootes liegt: Kavitänleutnant Hoffmeister, den Herbert Wilk tapfer, klug und menschlich zeichnet! Josef, Sieber, selbst ehemaliger und jetziger Angehöriger der Kriegsmarine, dem auch in technischer Beziehung der Ftlm viel ”^Bantt, em blutvoller, lebensnaher Gestalter des biederen Bootsmanns Warmbusch: Joachim Br en necke als tapferer idealer Leutnant von Benedikt. Dazu die ulkigen Typen lustiger Seeleute, rauher Männer und weichherziger vorbildlicher Kameraden: Herbert Klatt als Buttgereit. Klemens Hasse als Sonntag und Karl John als Drewitz dem häusliche Nöte und die Beklemmungen des Herzens nichts be­deuten gegenüber der großen Aufgabe, die der Krieg gestellt bat Dazu noch eine Reihe gut gesehener Figuren., darunter auch die Frauen: Ilse Werner als Sängerin die vor die Kunst, die sie liebt, den Mann stellt, der auf „dem U-Boot als Offizier tapfer seine Pflicht tut, Carsta L o ck als Kate Merk, ein Mädchen, das mit feiner treuen Bewunderung der blauen Jungens den Urlaub verschont und Dank und Liebe entgegenbringt. .

Nicht bloß das Unterseeboot war em wesentlicher Spiel« saktor. Auch die Kriegsmarine selbst spielte mit Zwar darstellerische Aufgaben fielen ihr nicht zu. Sie wurde nur bei ihrer Tätigkeit beobachtet, um Mit- und Nachwelt eine getreue Vorstellung ihres Dienstes, am Vater­lande zu geben. So kam trotz der erfundenen Spielhandlung und mancher künstlichen und künstlerischen Nachaestaltung,em Film zustande, der dokumentarischen Wert besitzt. Der Krieg, das gewaltige Erleben unserer Tage, findet tm Bilde des Filmes ein dauerndes Zeugnis.

Es gibt eine prachtvolle Stelle in dem Film. Es ist die Unterhaltung zwischen dem Unterseeboot-Flottillenchef und dem Kommandanten des Unterseebootes, der darüber beküm­mert ist. daß er nur dreizehntausend Tonnen versenkt hat. ..Willen Sie11, fragt der Flotillenchef. „was Gorch ^ock ant­wortete. als man ihn nach einer Seeschlacht fragte, was er erbeutet habe?" „Jawohl!" sagt der junge Kavitänleutnant. dellen Rang in der ganzen Kriegsmarine, abgekürzt „Äajeun heißt. „Er sagt: Nächstens mehr!" Und als am Schluss« des Filmes das Boot heimkehrt, der Kommandant die. Taten seiner Männer lobt, da steht unter ihnen allen das Bild des Leutnants Benedikt, sein Kampf und sein bel.ben6af.te5 Sterben, die stolze Verklärung seiner Augen und km E e i st. Er lebt weiter — so lange der Kampf gegen England geht, so lange die Parole beißt: „U-Boote.— westwärts!

Dr. Heinrich Reichert.

Schnapses verschwunden. Es kamen viele Reklamationen vor, wobei auch geltend gemacht wurde, datz die Flaschen mit Wasser nachgefüllt worden seien. Datz die Angeklagten dies getan haben, ist nicht erwiesen, wohl aber, datz von einem der Beschuldigten auch mehrere Pakete mit Lebensrnitteln entwendet wurden.

- Gießen, 13. 3uni. Der Bernhard Altmann aus Gießen hatte sich schon wiederholt vor den Gerichten verantworten müssen. Er hatte Diebstähle begangen und war deswegen auch schon als Rückfalldieb bestraft worden, wobei ihm aber noch mildernde Umstände zugebilligt worden waren. Trotzdem konnte er das Mausen nicht lasten, indem er seiner Firma, wo er in Arbeit stand. Bosch-Ersatzteile im Werte von rund 500 RM stahl. Er leugnete diesen Diebstahl zunächst hartnäckig, schließlich bequemte er sich 'aber zu einem vollen Geständnis. Sm Hinblick auf seine Unverbesserlichkeit verurteilte ihn das Amtsgericht Gießen wegen dieses erneuten Rückfalldiebstahls zu anderthalb Jahren Zuchthaus.

- Mannheim, 13. Juni. Ein 65jähriger Mann wollte auf einen fahrenden Stratzenbahnzug auffpringen. Er glitt aus und geriet unter den Anhänger. Dabei erlitt der Mann so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf starb.

E______Wirtschaftsteil

Aus der rhein-mainischen Wirtschaft. Die Allgemein« Finanzierungs-EmbH. Rüsselsheim, die der Adam Opel AG. nahesteht, erzielte in 1940 einen Reingewinn von 43 957 RM, zu dem 171 579 RM Vortrag treten, so daß insgesamt 215 537 RM verfügbar sind. — Die Süddeutsche Eisen, bahngesellschast, Darmstadt, die u. a. auch den Straßen­bahnverkehr Wiesbaden—Mainz, Wiesbaden—Biebrich und Mainz bis Schierstein unterhält, beabsichtigt, wieder 5 % Dividende zu zahlen. — Der Maschinenfabrik Hartmann AG., Offenbach a. M., brachte das Geschäftsjahr 1940 bei voller Be­schäftigung ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Aufsichtsrat schlagt der HV. die Vetreilung von wieder 8% Dividende vor. Gleichzeitig hat die HV. über einen Kapitalerhöhungsantrag nm 440 000 RM auf 1 Mill. RM zu beschließen.

Berliner Börse vom 13. Juni. Größere Kurseinbußen waren bei Börsenbeginn zu beobachten. Diese Entwicklung ist jedock als eine Eegenbewegung auf die in den letzten Tagen eingetretenen erheblichen Kurssteigerungen zu bewerten. Im allgemeinen be­trugen die Einbußen bis zu 3 %. Härpener und Wintershall je 2%, Rheinstahl und Berger je 2%, Stolberger Zink 3M, Ilse Genuß, Demag und Akku je 3, Salzdetfurth, EW. Schlesien fe 2, Siemens 2%, Siemens-Vorzüge und Schultheiß je 2%, Eesfürel und Schubert und Salzer je 3M, Waldhof 3M, Conti-Gummi 4% % abgeschwächt. Reichsaltbesitz 161%.

Frankfurter Börse vom 13., Juni. Bei einigen Abgaben zeigten sich zunächst Abschwächungstendenzen. Dann kam es im Verlauf wieder zu leichten Erhöhungen. Eesfürel 4%, Bemberg, Conti-Gummi je 3, Rheinstahl, Demag, Zellstoff Waldhof, Holz­mann, Erdöl gaben 2—2% % her. Lahmeyer 1 %_ fester. Farben verloren 1% %. Renten waren still und wenig verändert. Altbesitz 161%. Im Freiverkehr Salzschlirf 72 (68) gefragt. Tagesgeld unverändert 1% %.

Notierungen vom 12. Juni. Berlin: Reichsaltbesitz 161%, Vereinigte Stahlwerke 154%, Farben 206%; Frankfurt: Conti-Gummi 374. Südd. Zucker 322, Vereinigte Stahlwerke 154%, Zellstoff Waldhof 330, Holzmann 270, Farben 206%, Deutscher Eisenhandel 218%, Rheinmetall 172, Adlerwerke 155%, Bemberg 197; am Einheitsmarkt: Eebr. Fahr 188, Andreae Noris Zahn 250' am Rentenmarkt: Reichsaltbesitz 161%, Dekosama 167. Stegu I 103% bis 103%; im Freiverkehr: Elsaßwolle 139%, Ufa-Film 123.

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