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Seite 6 Nr. 128

Wiesbadener Tagblatt

Mittwoch. 4. Juni 1941

Wirtschaft stell

Dyckerhoff Portland-Zementwerke A.-G.

Dey, Vorstand berichtet, daß das Geschäftsjahr 1940 in wesent­lich größerem Umfange als das Jahr 1039 durch die Kriegs, ereignisie beeinflußt wurde. Es liege auf der Hand, daß in einem Sehr, in dem die deutsche Wirtschaft sich vollständig auf die Er- if.A.rniffe des Krieges ausrichten mußte, die Zementindustrie eine rückläufige Absatzlage in Kauf nehmen mußte. Sicherlich gehör« Zement auch tn Kriegszeiten zu den Rohstoffen, die in einem erheblichen Maße für Zwecke der unmittelbaren Kriegführung und der Kriegswirtschaft benötigt werden, jedoch werde, wie auch der Weltkrieg 1914/18 bewiesen habe, dieser Zementbedarf immer zurückstchen hinter dem einer Friedenswirtschaft, die zielbewußt an der Erhaltung und Ausweitung ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Güler arbeitet. Durch den Krieg wurde das gewaltige friedliche Aufbauwerk jäh unterbrochen, es war daher eine unver­meidliche Folge, daß die Umsatz- und Abfatzziffern der Dyckerhoff- Werke hinter den vorjährigen zurückbleiben. Die in der Kriegs­wirtschaft gestellten Aufgaben konnten erfüllt werden. Die Preise veränderten sich im Berichtsjahr nicht, auch in den reinen Her­stellkosten sei troß verschiedener kriegsmäßig bedingter Umstellungen und Schwierigkeiten wesentliche Erhöhungen nicht eingetreten. Bei weiterem Anlageausdau sei es gelungen, die flüssigen Mittel zu steigern, die Bankverpflichtungen, die 1934 noch das Kapital um beinahe 9 Mill. RM überstiegen, wurden nunmehr abgedeckt, einem noch verbliebenen Bankrkedit in Valuta stehen Bankgut­haben in doppelter Höhe gegenüber. Die günstige Wetterlage, die eine Bautätigkeit auch noch im Dezember gestattete, wirkte sich in einer Verringerung der halbseitigen und fertigen Erzeugnisse aus. Sn der Zugehörigkeit zu preis» und absatzregelnden Verbänden ist insofern eine Erweiterung zu verzeichnen, als das Unternehmen

g2z&,DtutfdK Arbeitsfront^.

NS.-6emeinschaft „Kraft durch Freude"

VolkStumsqruppe

Donnerstag, den 5. Juni 1941, abends 8.15 Uhr, Ilbungsabend für Volks- und Eemeinschaftstanz im kleinen Saal der Gastwirtschaft Turnerbund, Schwalbacher Straße 8, Eingang vorn Hof aus.

dem neuerrichteten Deutschen Zement-Verband Berlin, der Neder- landsche Lement-Handelmaatschappij N. V. den Haag angehört.

__ Philipp L. Fauth, 91(5., Speiseöl- und Sveisefettfabrik, Wiesbaden. Die Gesellschaft, für die Rechtsanwalt Dr. Richard Schreiber-Gast eil (Mainz) zum Verwalter bestellt worden ist, veröffentlicht jetzt den Abschluß für das Geschäftsjahr 1940, dem die Verschmelzung der GmbH, mit der AG. brachte und demgemäß gegenüber dem letzten Ab­schluß vom 31. 12. 1939 wesentliche Veränderungen zeigt. Ein Vergleich mit der zum 30. 6. 1940 aufgestellten Fustons- bilanz ijt dabei nicht möglich. Im Anlagevermögen ergab sich ein Zugang durch die Verschmelzung von 0.17 Mill. RM. ferner ein Zugang normaler Art von 0,05 Mill. RM, dem ein Abgang von 0,033 Mill. RM sowie durch Abschrei­bungen von 0,08 Mill. RÄ gegenübersteht, sodaß per Saldo das Anlagevermögen auf 1,41 (1,30) Mill. RM anwächst. Das Umlaufvermögen zeigte durch die Verschmelzung Zu­gänge von 1,97, sonstige Zugänge von 0.13 Mill. RM und 1.18 Abgänge, wonach der Buchwert 1,22 (0.31) Mill, be­trägt. Hierin sind eigene Aktien neu mit 14 250 RM ent­halten. Warenforderungen betragen 0,24 (0,001), Konzern­forderungen 0,08 (0,14) — einem Verschmelzungszugang von 0,44 steht ein Abgang von 0,506 gegenüber — Vorräte er­scheinen neu durch die Verschmelzung mit 0,77 Mill. RM. Auf der Passivseite sind Grundkapital mit 1.44, Rücklagen mit 0,16 Mill, unverändert geblieben, Rückstellungen bei 0,31 Verichmelzungs- und 0,16 weiterem Zugang auf 0,60 (0,13) erhöbt. Verbindlichkeiten stiegen auf 0,61 (0,05) Mill. RM, wobei 1,91 Verschmelzungszugang 1,35 Abgänge gegenüberstehen. Die Warenschulden stiegen hierin von 0,008 auf 0,13, neu erscheinen Konzernschulden mit 0,08 (bei 0,51 Verschmelzungszugang und 0,43 Abgang), ebenso Bank­schulden neu mit 0,34 Mill. RM (bei 0,43 Verschmelzungs- zugang und 0.08 Abgang. Für 1940 ergibt sich ein Jahres­gewinn -von 69 713 RM (i. V. Verlust 133 562 RM). um den sich der Verlustvortrag, bestehend aus 173 003 RM der Fauth AG. aus früheren Jahren zuzüglich 62 726 RM durch Fusion, zusammen von 235 729 RM auf 166 016 RM ver­ringert

Berliner Börse vom 4. Juni. Die Aktienmärkte setzten nicht ganz einheitlich, jedoch überwiegend befestigt ein. Die in den letzten Tagen eingetretenen kräftigen Kurssteige­rungen gaben verschiedentlich zu Gewinnmitnahmen Ver­anlassung, andererseits erfolgten nach wie öor Käufe zu Anlagezwecken. Siemens und Siemens-Vorzüge gewannen

je 2. Elektrische Lieferungen 3%. Schief. Gas büßten 2, Dt. Atlanten 3% ein. — Reichsaltbesttz auf 1607» herab»

Frankfurter Börse vom 4. Juni. Bei etwas unsicherer Haltung und kleinen Umsätzen waren nur wenige Werte weiter fest, während überwiegend leichte Abschwächungen eintraten. Zellstoff Waldbof 5%. Südd. Zucker 2>4% höher. Scheide­anstalt 3% schwächer. Mefallges. 205 nach 203%.,— Renten still. Reichsaltbesitz minus %. Auch Steuergutscheine 1 etwas leichter. Auf dem Aktienfreiverkehrsmarkt zeigte sich auf etwas höherer Basis Nachfrage für einige Werte. Tages­geld: 1%%.

Notierungen vom 3. Juni. Berlin: Reichsaltbesttz 161%, 4%ige Reichsbabnanl. v. 1940 103.20. — Vgt. Stahlwerke 149, Farben 206. — Frankfurt: Conti-Gummi 267, Zell Waldbof 21472, Holzmann 2627'2. Heidelberger Zement 218. Buderus 152, Daimler 2007*. Dte. Eisenhandel 2107-, Scheideanstalt 353. Metallges. 202. Goldschmidt 206''t. AEG. 171%, Rheinelektra 178. Mannesmann 163%, Südd. Zucker 314, Die. Linoleum 167%, Westd. Kaufhof 1527-, Jungbans 147, Moenus 169. — Am Rentenmarkt: Reichsaltbesitz zirka 161%, Steuergutscheine I 103%.

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