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Wiesbadener Taabl

Druck und Betina: Erfcheiimngszest.

Erfcheiimngszest

Druck und Verlag:

89. Jahrgang

Samstag/Sonntag, 26./27. April 1941

Nr. 97

Britische Truppen uesdilaeei

late 17 weitere ei iteres Handelsschiff iffe beschädigt und t

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Wöchentlich mit einer täglichen

8. Schelleilberg'jch- Bu<46nuterei, „Jagblatt. S>aus“ WetntereiSec.Sammel-ilit 5903t Dratztanichrtsl: lagbiatt Wiesbaden. Poltlchecktonio grontfurt a. M Nr. >405.

Agitation anzu- loleoelt bat einmal die

eegegsptrile: &■ ‘ Wochen 94 «t>f„ für einen Monat RM. 2.— , etn'chUetzltch Trag lohn,

lurd) Die Poil bezogen RM 2^5 zuzüglich 36 Rpi. Beltellgeld Einzelnummern 10 <R$f. Die Bebtnderung Der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aut Rückzahlung Des Bezugspreises.

Deutsche Truppen auf die Insel Euböa übergesetzt und bei Chalids aufs Festland vorgedrungen. Theben durchschritten - Alle militärischen Punkte auf Lemnos besetzt - Die Erfolge der Luftwaffe

„Churchill weder Stratege noch Diplomat" Ctite Warnung Hearsts an dke Bereinigten Staaten

Auf der Suche nach den Sündenböcken

((Ei een er DradtberiLt unserer Berliner Echrittleitung)

Der OKW.-Bericht von heule

Berlin, 26. Avril. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n Griechenland setzten Eebirgs- und Panzer- truvven in enget Kampfgemeinschaft die Bersol.guug des geschlagenen Feindes kort. Nach Überwindung der Tbermopolen-Stellung wurden britische Truppen ost­wärts des historischen Engpasses bei Molos geschlagen und dabei mehrere hundert Briten gefangenge­nommen sowie 30 Geschütze erbeutet.

Andere deutsche Truppen setzte» oon Tbessalren her aus die Insel Euböa über und drangen über Lba 1 kts wieder aus das Festland vor. . ,

Schnelle Truppen durchschritten tn der Berfolguug des

Blutige Zusammenstöße in Bombay

Kabul, 26. Avril. Funkmeldung.) Die Empörung der indischen Bevölkerung gegen die britischen Kriegsmaßnahmen, die sich in letzter Zeit vielerorts in Demonstrationen Lust machte, führte nun auch in der größten Stadt Indiens, dem weit über eine Million Einwohner zählenden Bombay, rn heftigen Zusammenstöße» mit der e n g l i l ch e n Polizei. Rach hier eingegangenen Berichten kam es am Freitag in der Innenstadt von Bombay zn Kundgebungen, die oon den Engländern durch brutale Anwendung der Schußwaffe unterdrückt wurden. Eine Reibe von Indern wurde getötet, »abezu 100 verletzt. Schließ­lich riefen die Engländer Truppen herbei, die alle wich­tigen Punkte der Stadt besetzten. Über die Bevölkernng wurde ein oielstündiges Ausgehverbot oerbängt.

»enge mit guter Wirkung militärische Stele bet Hafenstadt Sunderland an der britischen Oitküfte. Spreng, und Brandbomben richteten vor allem in den Anlagen der Devt- fort-Werft sowie im Hudson-Dock erhebliche Schäden an.

Die feindliche Luftwaffe flog in der Rächt zum 28. Avril in das norddeutsche Küstengebiet ein, wobei nur ein <ylug= zeug bis zur Reichshauptstadt vordringen konnte. Durch den Abwurf einer geringen Zahl von Bomben entstanden nur Gebäudeschäden in Wohnvierteln, tun. auch in einem Kieler Krankenhaus.

Amerikahilfe um jeden Preis

as. Berlin, 26. April. Die Meldung des OKW.. daß wiederum 50 000 BRT. in der Ayäis vernichtet wurden, zeigt erneut, daß unsere Luftwaffe den fliehenden Eng- länoent genau io wenig Ruhe läßt wie die deutschen Divl- sionen. die nach der Überwindung des Tbermovylenpasse» weiter nach Süden oorstoßen. Insgesamt find in den letzten neun lagen, d. h. bis zum 24. April einschließlich, in griechischen Häfen und an der griechischen Küste 223 000 BRT. vernichtet und 65 Transporter beschädigt wor­den. sodaß sie ebenfalls für die englische Flotte ausfallen. Gewiß ein schwerer Schlag für die Engländer!

3n England hebt denn auch, obwohl ia Herr Churchill jede Erörterung der Balkankatastrovbe itn Parlament bisher zu verhindern vermochte, dir Suche nach den Sünden­böcken an. Recht bemerkenswert ist dabei, daß der austra­lische Ministeroräsident Menzies, dessen Positron als ge­fährdet gilt, in einem Ausrus. den er zur Beruhigung, aber auch zu seiner Selbstverteidigung an das australische Bolk richtete, sehr deutlich Churchill und Ed e n als die allein Verantwortlichen für das griechische Abenteuer hin- stellt. Das bindert nicht, bait die englische Öffentlichkeit auch die Generale Dill und W a o r 11 nach wie vor kritisiert, es bindert aber auch nicht, daß Reuter plötzlich den Arbeits- Minister Benin angreift, dem man oorwirst. daß er noch immer nichts getan bat. um die industrielle Dienstpflicht einzusübren und dem man weiter vorwirft, daß et das englische Volk über die Möglichkeiten der Abwebr deutscher Luftangriffe getäuscht habe. Es scheint fast, als ob Herr Churchill den Zeitpunkt für gekommen hält, seinen Wider­sacher, den Gewerkschaftler Benin, der so oft als der „kom­mende Mann" bezeichnet wurde, der sich aber bei den Plutokraten einer großen Unbeliebtbett erfreut, auszu- boofen.

Sehr erfreut ist man in den Kreisen um Churchill, daß die Bitte, die amerikanis^' ------

kurbeln, so schnell erfüllt wurde. ___________________...

ihm nahestehende Bresse mobil gemacht, die wieder erklärt, daß Amerika, sobald England geschlagen werde, allein da- ktehen würde und dem Angriff ausgesetzt märe. Herr Roose­velt bat aber noch ein übriges getan. Er bat gleich zwei seiner Minister ähnliche Wetsbeiten in die Welt hinaus» vosaunen lassen. Der Marineminifter K n o r bat wieder ein­mal die alte Platte aufgelegt und von den Weltbeherrschunys- vlänen der Achse odantafiert. Ar erklärte u. a.. daß Amerika allmählich von den Militärmächten umzingelt würde. Man dürfe sich nicht darüber täuschen, daß Deutschland die ganze Welt beherrschen wolle. „Die Klavven der Nazisalle schließen stch. Wie lange werden wir noch blind bleiben, während die

— ein redegewandter alter Herr, aber kein Pitt. So habe Churchill keine großen (Erfolge als Diplomat erzielt, wäh­rend er als Stratege dauernd sein Gallipoli-Fiasko wieder­hole. Er erleide feine Niederlagen immer auf dieselbe Art und aus demselben Grund. „Zu wenig und zu spät" sei für feine Verbündeten bereits zum Sprichwort geworden. Jetzt habe England keine Verbündeten mehr, es sei denn, die Vereinigten Staaten.

Hearst stellt sodann die Frage: ..Sollen die Vereinigten Staaten ihr Schicksal dem Generaldirektor des norwegischen Reinfalls, des belgischen, französischen Mißgeschicks und fetzt des griechischen Unglücks anvertrauen?" Das britische Volk fei nicht mit feinet Führung zufrieden. (Hearst beweist dies durch Zitierung englischer Zeitungsmeldungen.) Ebenso sei ■ü ii» r al i en unzufrieden mit der Kriegführung Churchills. Sollten die Seretntgten Staaten nun in diesen Strudel der Verwirrung und des Unglücks hineinstürzen und versuchen, tenen ungewissen illusorischen ..siegreichen Frieden" herbei» zumbren?

Feindes die Stadt Theben. „, ,

Nachdem bereits Mitte April die Inseln T b a f o s und S a m o i h r a k i durch Handstreich besetzt worden waren, landeten Truppen des deutschen Heeres in Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine auch auf der Insel Lemnos und besetzten nach Überwältigung feindlichen Widerstandes alle militärischen Punkte der Insel.

Die Luftwaffe hatte au den beiden letzten Tagen be­sondere Erfolge bei Angriffen gegen feindliche -chms- bewegunaen in den griechischen Gewässern. Sie vernichtete — rote bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben — am 24. Avril 13 Handelsschiffe mit zusammen etwa 50 000 B R T. und beschädigte 17 weitere etbiffe schwer. Am 25 Avril wurden ein weit.:— * * !

3000 BRT versenkt, vier große Schiffe be reiche ftüfttnfahMeuge. in Brand gejdioljen.

3n • Nordafrika töteten beutfibe und italienische Trupveu einen von stärkeren Bamerkräften und schwerer Artillerie unterstützten hr-tilcheu mfaiinnaeforitph auf Fort La puuo westlich Sollum erfolgreich ab. Deutsche und italienische Sturzkamvfflugzeuae griffen unter dem Schutz italienischer Säget in den Erdkampf bei Sollum ein. zer­sprengten feindliche Truvvenantammlungen und Kraftfahr­kolonnen und fetzten zahlreiche Bant erkämpf wagen außer Ge­fecht. Ostwärts der ägyptischen Grenze erzielten leichte deutsche Kampfflugzeuge Bombenvolltreffer tn britischen Artilleriestellungen und in einem größeren Truvvenlagcr. Bei erfolgreichen Angriffen von Zerstöret- und Sturzkampf- flieaerverbänden gegen die Hafenanlagen von Tobruk wurde am 24. Avril im Hafen ein größeres Schiff versenkt und da­bei ein Jagdflugzeug vom Muster Surrtrane, abgeschossen.

Flugzeuge der bewaffneten Anfklarung ver­nichteten am geftrigen Tage westlich der Faröer-Jnfeln ein Handelsschiff oon 1 0 000 BRT.

In der letzten Rächt bombardierten Kampfflng-

niiMtaemOTtle: «tn fflitlltm«« Höhe Ott 22 MiUlmtttt Drtiwn Spalt» im 8lmeigtntttl ®runt>- preis 7 Rof. der 85 Millimeter breiten Spalte im Teilten 60 Wpf.. lonjt laut Preisliste vir. 9 Nach lüste nach Preisliste Nr. 9. Schluß der Anzeigen-Annahme 9*/i Uhr vormittags.

Der letzte Mt

Don Fritz Güntber

In der griechischen Tragödie des klaMichen Altertums, die eine SLicksalstragödie ist. entzündet nm der tragische Konflikt an der Unzulänglichkeit der Menschen, und Charaktere, die daran scheitern. Dan ne. mitten btnemneitejlt in den von ihnen herausaeiorderten Gegensatz zwischen Will­kür und Gesetz, in ihrer Verblendung sich dem von den Göttern bestimmten Ablauf menschlichen Handelns und da­mit der göttlichen Ordnung entgeqenitemmen. Sie werden deshalb von den Göttern ins Unheil geitünt. denn über die Wünsche verblendeter Menschen Regt immer die göttliche Vor- sebung. also Recht und Gerechtigkeit einer höheren Ordnung. Ein Auibäumen dagegen bat zwangslautia den äußeren oder inneren Zusammenbruch zur -folge. Die alten Griechen kannten und anerkannten dieses Gesetz, und deuteten das heldische Geschehen ihrer Zeit in diesem «inne. Den Neugriechen aber ist das Verständnis Da’ür anscheinend vqllig verloren gegangen. Sonst hätten sie Rch nicht io hart­näckig in ein Unglüd bineinmanöverieren lassen dürfen das sich mit einem Mindestmaß an politischer Einsicht und ge­sundem Menschenverstände hätte vermeiden lassen.

Rach dem völligen Zusammenbruch Serbiens und der Kaoitulation der jugoslawischen Armee. Ereignisse, die uns beute schon wieder weit »uriickzuliegen scheinen, gebt nunmehr auch der Feldzug in Griechenland seinem Ende entgegen. Vor dem Fallen des Vorbanges, mit dem das griechische Drama unserer Zeit beschlossen wird, erreicht die Tragödie ihren H ö h e o u n 11. nachdem in den enten Aui- jügen mit dem Durchbruch der Metaras-Linie, dem belüen- natten Vorstoß der deutschen Truppen durch Das gebirgszer- klüitete Nordgriechen land und die tbefialti<be Ebene und der Kaoitulation der griechischen Armeen im Eoirus die vand- luna oormärtsgetneben wurde. Der letzte Akt spielt auf dem (laifiirfien Boden Attikas Am Enqoaß der Tbermovvlen, den der svartaniiLe König Leonidas im Fahre 480 v. Zr. mit 500 Spartanern zwei Tage lang gegen den Ansturm der Truppen des Perferkönkgs lenes verteidigte und dabei nach beldenbaitem Kampfe mit allen seinen Getreuen fiel, batten sich auch Diesmal die Griechen und mit ihnen notge­drungen auch die britischen Nachhuten auf der Flucht zu Den Schiffen gestellt. Aus dieser starken und seit langem ausge­bauten Verteidigungsstellung — die Engländer ielbit be­zeichnen Re als die letzte, die ihnen übrig blieb — wur­den Re. wie der gestrige OKW.-Bericht meldete, nach einem umfassenden Angriff der deutschen Truppen geworfen. Die DerteidigungsbaRs oder besser gejagt der für die wertere Flucht zur Verfügung stehende Raum ist damit immer schmaler geworden, denn die Küsten der böotischen Land- schäft, durch die der Feind jetzt panikartig zurückströmt. sind nur etwa 60 Kilometer von einander entfernt. Und etwa doovelf soweit ist der Weg bis nach Athen, der griechischen Hauptstadt und zum Dirä-us. Dem Haren, von dem aus das britische Erveditionskoros zu entkommen versucht.

Die Engländer haben Rch in den letzten Tagen krampfhaft bemüht, die Schlacht in Griechenland in einen Freiheits- kamof der Griechen umzufälschen. Die klägliche Rolle. Die Re selbst mit ihrem ständig auf der Flucht befindlichen Erveditionskoros spielten, sollte damit in den Hintergrund gerückt werden. Die Freiheit der Griechen aber war nie­mals bedroht. Wenigstens nicht von uns. Wir haben monate­lang zugesehen, wie Rch die griechische Regierung immer mehr in die Hörigkeit Englands begab uns dabei alle Gesetze der Neutralität außer Acht ließ. Erst als al{e Ermahnungen nichts halfen und die Anwesenheit elftes starken britischen Erveditionskoros in Griechenland, das zusammen mit Serbien als Ooerationsbasis für einen britischen Angriff gegen das Deutsche Reich von Süden her auserleben war. eine Gefahr wurde, deren Auslösung der serbischen Putsch­regierung Vorbehalten blieb, griffen wir ein. Und zwar so gründlich, daß den Feinden der Achsenmächte von Anfang an Hören und Sehen verging. Wobei es Rch sehr bald zeigte, daß auch Diesmal die Londoner Vlutokratenregierung trotz aller gegebenen Garantieversorechungen gar nicht daran dachte, den von ihnen verführten Völkern d t e 3ugefagte Hilfe zu gewähren. Sie hetzte »war die Serben und Griechen in den Kampf. Re selbst aber hielt ihre Truoven in der Reserve, und nahm Re schließlich ganz zurück als Re feitfteUen mußte, daß die deutsche Wehrmacht stark ge­nug war, mit ledern Feind unerbittlich abzurechnen. Die Welt erlebte damit wieder an einem Beispiel mehr die wahre Gesinnung Englands, das feine eigenen

Glückwünsche Maüuokas

zu den deutschen Erfolgen auf dem Balkan

Berlin, 26. Avril. (Funkmeldung.) Der. javanische Außenminister Matiuoka sandte an den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrov folgendes Tele­gramm:

„Erlauben Sie mit. Erzellenz. die Übermittlung auf- richtigster Glückwünsche aus Anlaß des raschen und erfolg­reichen Abschlusses der militätischen Operationen in Jugo­slawien und Griechenland, die in der glänzendsten Weife ent­sprechend dem Plane und der BorausRcht Ihrer Regierung durchgeführt wurden. Ich spreche erneut meine Bewun­derung aus für die Kraft und die Iopferten bet unbesieg­baren deutschen Wehrmacht, übermitteln Sie bitte meine Glückwünsche dem Führet.*

Der Reichsaußenminister bat bebt japanische n^Außen- miniitet telegraobisch gedankt.

Wem Bork, 26. Avril. (Funkmeldung.) Der bekannte Verleget Searft, der jn der Minderheit prominenter Männer des politischen Lebens der USA. fiebert, die R<b ihr klares Urteil bewahrt haben, warnt im „New York Journal American" die Bereinigten Staaten, ihre Zukunft einem Mann wie Churchill anzuoertranen, bet weder Stratege noch Diplomat fei.

Auf Churchills Bemerkung eingehend, datz England nut einen siegreichen Frieden abschließen wurde, fragt Hearst: „HZas für einen Sieg und wellen Sieg?“ England sei unfähig gewesen. Deutschland mit Hilfe Polens, Nor­wegens. Hollands. Belgiens. Frankreichs. Griechenlands und Jugoslawiens zu schlagen. England habe niemals in bei Geschichte (Europas den Kontinent erobern können. Es könne auch niemals hoffen, es allein zu tun. Vielmehr - fei es gerade jetzt aus feiner letzten Stellung auf euro­päischem Boden herausgeworfen worden und habe die letzten europäischen Verbündeten verloren. Churchill sei — nach der ziemlich wohlwollenden SharaftenRerung Hearsts

Achsenmächte ihre Pläne, uns zu isolieren und schließlich zu schlagen, verfolgen." Das Rnb d i e alten Lügen, die immer wieder oon den amerikanischen Ärtegstreibern auf« gewärmt werden. So war denn auch die Rundiunkansprache. die der Außenminister Hüll hielt, auf den gleichen Ton gestimmt. Auch er behauptet, daß die Vereinigten Staaten tn den Weltbeherrschungsplänen der Achse einbezoyen seien. Auch er betonte, daß man England lebe nut mögliche Hilfe leisten mülle, weil man nur dadurch die Sicherheit Amerikas gewährleisten könnte. Eine Niederlage Englands und die Auslieferung der Ozeane an die „Angreifer" würde eme enorme Gefahr für die Verteidigung und die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten bedeuten. England- Hilfe um jeden Preis, das ist und bleibt alfo die Parole Roosevelts und seiner Freunde, die durch eine solche Stimmungsmache denjenigen Kreisen in Amerika entgegenzuwirken versuchen, die ihr Vaterland aus den Ver­wicklungen herausbalten wollen. Männer, wie der Senator Wheeler, Oberst Lindbergh und andere, betonen gerade jetzt wieder erneut, daß Amerika nur bann Gefahr lauft, wenn es Rch leichtfertig tn die Gefahrenzonen begibt, wo es nichts zu suchen bat. Die von Roosevelt erneut angeturbelte Agitation bat also einmal den Zweck, diese Stimmen der Vernunft zu übertönen und zum anderen die tiefae» drückte Stimmung in London zu heben. Deshalb auch der starke Beifall Londons für Hüll und Knox.

6 Ausgaben «eschLftszek, 8Uhrmor^^tus^^^enD^autzer Sonn-u. Feiertag,

Unterhaltungsbeilage ®ür8: S«Un.öitmereborf