Wiesbadener Tagdlatt
Samstag/Sonntag» 19./20. April 1941
Lieder, die von grobem Geschehen künden
Neues aus aller Welt
gebend:
k
vor
j
Äus Gau und Provinz
4
ils er fie berührte, sagte Malika il ..Ob", aber fie machte keine An-
A
e
was Suppenwürze heißt, ist MAGGI5 WÜRZE /
icht alles,«
v l
a
ü n
3
ü
st
r $
Wenn Sie Wert darauf legen, nun auch wirklich MAGGIS Würze zu erhalten, - wie üblich, nachgefüllt aus der großen Maggi-Standflasche - so
Seite 6 Nr. 91
Sonnenaufgang:
6.27 Uhr
6.25 ..
6.23
6.21 ..
6.19 „
6.18 M
6,16 ..
6.14 ..
6.12 ..
Sonnenuntergang:
20.26 Uhr
20.27 ..
20.29
20.31
20.32 „
20.34 „
20.35 „
20,37 „
20,89 ..
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
— Die warmen Strahlen der Früblingsfonne fordern das Wachstum der jungen Saaten, di« fick überall aut entwickelt haben. Zur Zeit wird die Kartoffelausfaat vorgenommen und auch andere Feldbestellungsarbeiten ausgetuhrt. In den Weinbergen baut diesmal den Winzern besondere Arbeit. Die lungen Weinberge fiofft man bei vilealicher Behandlung aus eine ertragsfähigere Grundlage zu stellen und
April Avril Avril Avril Avril Avril Avril
Deutsche Panzer in Afrika
Von Norbert Schultze
Uber die Schelde, die Maas und den Rhein brachen die Panzer nach Frankreich hinein: Husaren des Führers im schwarzen Gewand, so haben fie Frankreich im Sturm überrannt.
Es rasseln die Ketten, es dröhnt der Motor. Panzer rollen in Afrika vor! seih über Afrikas Boden die Sonne glüht! Unsere Vamermotoren fingen ibr Lied! Deutsche Power im Sonnenbrand stehen zur Schlacht gegen Engeland!
Es rasseln die Ketten, es dröbnt der Motor. Banzer rollen in Afrika vor!
Panzer des Führers, ibr Briten, habt acht!
Die find tu eurer Vernichtung erdacht.
Sie fürchten vor Tod und vor Teufel sich nicht, an ihnen der britische Hochmut zerbricht.
Es rasseln die Ketten...
Europas letzte Karawane. Noch vor ein paar Jahren zog allwöchentlich von Fotscha nach Sarajevo eine regelrechte Karawane im regelmäßigen Turnus hin und zurück. Dieses 300 Jahre alte Überbleibsel orientalischer Romantik gehört erst seit kurzem der Vergangenheit an. Das Kamel wurde jetzt durch den Motor ersetzt. Wer die Karawanenfahrt nach Sarajevo, nach Fotscha erleben wollte, konnte sich gegen ein kleines Trinkgeld dem Zug anschliehen. Mitunter trugen die Kamele noch die alten geschlossenen Sänften, in die die strenggläubigen Moslems ihre Frauen verbannen, damit sie von niemandem gesehen werden.
Ein „Samp“ aus Frankreich ausgebürgert. Unter den nach Frankreich Zugewanderten, denen neuerdings die französische Staatsangehörigkeit wieder aberkannt worden ist, befindet sich auch die Freundin des belgischen Juden Nathan, der vor einer Reihe von Jahren unter aufsehenerregenden Umständen eine alte Frau in Paris in der Badewanne ermordet hatte. Diese Belgierin Marie-Luise Gerin, genannt Malou, damals ein ausgesprochener Vamp, war nit ihrem jüdischen Freund nach Belgien gekommen. Da zwischen Frankreich und Belgien kein Auslieferunasvertrag für Gewaltverbrecher bestand, wurden der Mörder und seine Helferin nicht der französischen Gerichtsbarkeit übergeben, sondern mutzten sich nach ihrer Festnahme vor der belgischen
gleichen Höbe wie in der Vorwoche gehalten. Die Woche na* Ostern verlief auf den Vieh markten und -Verteilungsitellei, wie in der Vorwoche normal. Die Fleischaualitaten waren auf allen Märkten als befriedigend zu bezeichnen.
— Unfälle. In der Walramktratze fiel eine Frau oog einer Stebleiter und zog fich bei dem Sturz innere Verletzungen sowie Prellungen zu. — In der Emser Stratze rutschte eine Frau auf einer Vorvlatztrevve aus und brach >rch einen Futzknöckel. *
— Hohes Alter. Der Geschäftsführer des vormalig« Adretzbuchverlaas Scknegelberger u. Co.. Herr Auguß Müller. Karlstrahe 17. vollendet am 20. Avril Das 82. Lebensjahr. — Philivv Weber. Helenenitrane 18. wird am 19 Avril 80 Jahre alt. 1
— Silberne Hochzeit. Das Ehepaar Juwelier- uit4 EoldschmiedemeDer Hans Kühn und Frau. Webergasse 35, feiert am 19. Avril silberne Hochzeit.
— 5. Deutsche Reichrlotterie. Am eisten Tag der 1. Klass, wurden gezogen, in der Vormittagsziehung: 3 Gewinne zu j, 5000 HSR: 218139, 6 zu. je 4000 RM: 285 593 379 320, 6 zu j, 3000 RM: 91 088 378 894, 12 zu je 2000 RM. 39 641 221 165 322 320 328 266, 21 zu je 1000 RM: 24 782 99 358 101 072 123 86,
Justiz für ihre in Paris begangene Tat verantworten. Malou erhielt damals fünfzehn Jahre Zwangsarbeit, die fie unter;! dem liberalen Regime, das Verbrecher schont, nicht abzu- bützen brauchte. Sie erhielt Strafaussetzung und reifte sogar wieder nach Frankreich ein, wo es ihr schließlich, vielleicht' gerade mit Hilfe ihrer Reize als „Vamp fatale", gelang einen Franzosen zu finden, der fie heiratete und ihr dadurch die französische Staatsangehörigkeit verschaffte, wahrend ihr nach dem Gesetz auf Grund ihrer Tat eigentlich ein hochpeinliches Verfahren mit dem Todesurteil im Hintergrund hätte drohen müssen, auch wenn dieses Todesurteil in Frankreich nicht vollstreckt zu werden pflegte. Malou war also seit 1939 ehrsame Französin. Die Einbürgerungskommisfion. die in Frankreich neuerdings die Akten der Neufranzosen nachprüft,- entdeckte dabei auch das Vorleben der Verbrecherfreundin und hielt es für angebracht Malou wieder in die internationale Verbrecherwelt zuruckzuweisen und fie aus Frankreich i auszubürgern.
Sport und Spiel
Balla"lied
Von Heinrich Anacker Mufik: Herms Riel
Der Feind will bedrobn unsre Flanken, nun stoben durch Fels und Verbau wir vom Walle der Karawanken hinab zur Save und Drau Wir stürmen dem Siege entgegen, zu faubern Europas Haus.
Und schlagen mit hämmernden Schlagen, die Briten zum Lande hinaus!
Wir schlagen die Balkanverschwörer, die einst schon den Weltkrieg entfacht, und die englischen Völkerbetörer zusammen tn siegreicher Schlacht.
Mr stürmen dem Siege entgegen . . .
Und mögen auch manche noch bluten, dringt vorwärts das tapfere Heer.
3u der Adria schimmernden Fluten und zum blauen Ägäischen Meer.
Wir stürmen dem Siege entgegen . ..
Türkisches Dor/ durch Hochwasser zerstört
Istanbul, 19. April. (Funkmeldung.) Ein plötzlicher Kälteeinbruch vernichtete die Obsternte int südost-anatolischen Gebiet von Malatya und 50 v. H. der Weinberge. Der Schaden wird auf drei Millionen türkische Pfund geschätzt. — Durch Hochwasser find in dem Dorf Tschivril bei Smyrna 150 Häuser und Scheunen eingestürzt. Die Ernte von 15 Dörfern steht unter Wasser.
damit die Frostschaden dfs vorletzten Winters auszugleichen. Die alten, itark in Mitleidenschaft gezogenen Weinberge werden ausgehauen. Nach Ablauf weniger Jahre werden wieder Neuanlagen vorgesehen. Die Ortsbauemschaiten find bemüht in diesem Jahre jedes Grundstück in den Dienst der Erzeu/mngsschlacht zu stellen und ein Drachliegen unter allen Umständen zu vermeiden. Daneben gilt die besondere Sorge dem Arbeitseinsatz der jetzt zufriedenstellend gelöst ist.
— Die Versorgt, ngslage. Auf Grund dxr starken K a r t okf e l Verladungen, die in der Vorwoche itattfanöen. ist das Angebot in Sveisekartoffeln nur noch gering. Die Feldbestellung tragt ebenfalls dazu bei. dah seitens der Erzeuger nur noch kleine Mengen zum Verkauf angeboten werden. Die Saatgutaulieferuna ist sehr aut. Der Bedarf an Milch. Mi 1 cherzeugnissen. men und Fetten war in den beiden Berichtswochen ausreichend gedeckt. Au, Abschnitt c der Reichseierkarte wurden v i er Eier aufgerufen. Es handelt sich bei der zur Verteilung gelangenden Ware in der Hauptsache um Eier aus eigener Erfassung. Die Erfassung bat fich trotz der Osterfeiertage fast auf der
10 000 RM: 295 401, 3 zu je 4000 RM: 202 732, 6 zu je 3000 RM 94 725 289 646, 12 ju je 2000 RM: 15 948 272 546 289 255 346 93Ü 18 zu je 1000 RM: 12199 87 622 126048 270306 286 834 2926083 (Ohne Gewähr.)
— Wiesbaden« Gemüse- und ObftmaM vom 17. Aorig Einfuhr und Angebot matzlg Nachfrage stark. Verkauf aut,] »rotzmarktoreife (in Klammern Kleinmarktvrelse) Karotten y, kg) 9.6 (13). Rote Rüben 6 (8). Spinat 13,6—14 (19 big 20). Sellerie 16.8 (23). Lauch 19 (25). Äittichfiilat 66 (90)1 Feldsalat 34—50 (45—70). Rhabarber, 28L—39, (36—50)3 Kartoffeln (50 kg) 380 (5 kg 50). TreMausgurken (Stuffl 68 (90). Treibkohlrabi 35 (45). Schnittlauch (Gebund) 6,6 (8). Radieschen 9 (12). Zitronen 4—5 (5—6) Pf.
W.-Biebrich: In einer Fabrik verletzte fich ein 55 Iah« alter Arbeiter durch einen umfallenden Maschinenteil erheb») lich. Mit einem Bruch der rechten Kniescheibe wurde er ms Krankenhaus iibergefübrt.
W.-Dotteim: Am 19. Avril begeht Herr Seorfl 2erc^ Wilbelmstratze 20, in guter Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag, l Herr Lerch ist freute noch aktiv im Schiehfvort des Reichs^ krieaerbundes tätig und errang im vergangenen Jahre btej goldene Ehrennadel.
Rach wie vor ist es Pflicht aller Volksgenossen, die Verdunkelungsbestimmungen genau einzuhalten. In der kommenden Woche sind für Wiesbaden folgende Zeiten mah-
Der Führer als Ehrenpate
- Fürth (Odenwald), 19. April. Bei dem zehnten Kind der Familie des Feldschützen Franz B r o h m hat der Führer die Ehrenpatenschaft übernommen. Das zehnte Kind der Familie Brohm ist ein Knabe.
m Winkel (Rheingau), 19. April. Vor der Prüfungslom- Mission in Wiesbaden hat der Elektrolehrling Ludwig D em m er von hier seine Gesellenprüfung in Theorie und Praxis mit „Tut bestanden. Er stand mit seinen Arbeiten unter o3 Prüflingen an der ersten Stelle. Sein Lehrbetrieb ist ein Unternehmen in Wiesbaden. - Zwischen Winkel und Geisenheim wollte em 78jähriger Einwohner unseres Ortes die Landstraße überqueren, al» ihn ein von Rüdesheim herkommender Lastkraftwagen erfaßte und tötete.
X Wirges. 19. April Diamantene Hochzeit feierten die Eheleute Friedrich Wilh. K l ä w e r und Frau Anna, geb. Hatzmann. Die Jubilars sind 85 bezw. 81 Jahre alt und können auf 5 Kinder, 14 Enkel und 9 Urenkel blicken
x Rassau (Lahn), 19. April. Die am Wege nach Dienethal liegende PsassenmÜhle kann am Sonntag aus em 25vjahriges Bestehen zurückblicken. 3n ihr wurden neun Generationen Mass geboren. Die Mühle wurde immer vom ältesten Sohn des Mullers übernommen. _ , „ .....
x Diez, 19. April. Auf seiner Arbeitsstelle verunglückte zur Nachtzeit der 27jährige Arbeiter Friedrich Lotz tödlich.
x Limburg, 19. April Einem Einwohner in Steinbach blieb beim Holzhacken die Axt im Wäschedraht hängen. Die Axt drehte sich unglücklich, daß fie im .stopf landete und eine schwere Stirn, wunde verursachte. Der Verunglückte wurde einem Krankenhause zugeführt. ____________________________________
Das DRtt. als Vermittler
Leder NaSrichtenverkebr mit dem feindlichen Ausland ist strafbar
.In weitesten Kreisen der Bevölkerung ist es immer noch nicht genügens bekannt, dah jeder Nachrichtenverkehr mit dem feindlichen Ausland verboten ist. Unter dieses Verbot fallt sowohl der unmittelbare wie auch der mittelbare Verkebr. d, b. derjenige, der etwa einen Brief an einen Bekannten im nichtfeindlichen Ausland schickt mit der Bitte, ibn in feindliche Staaten weiterzuleiten, macht fich ebenfalls strafbar. Die Bevölkeruna wird daher eindringlich vor solchen Versuchen der Nachrichtenübermittlung gewarnt und auf die an» gedrohten schweren Strafen hingewiesen. Wer es unternimmt. mittelbar oder unmittelbar Nachrichten in das feindliche Auslar» gelangen zu lassen, wird mit Gefängnis, in leichteren Fckilen mit Haft oder mit Geldstrafe bestraft, wenn nicht nach anderen Bestimmungen eine schwere Strafe insbesondere wegen Landesverrat die Todesstrafe verwirkt ist. Die Ausrede, man habe diese schweren Kriegsbestimmungen nicht gekannt, schützt jiicnt vor Strafe. Eine Nachrichtenubermtti- lung an Angeborige im feindlichen Ausland darf nur durch Vermittlung des Deutschen Roten Kreuzes tn Berlin SW. 61. Bluchervlatz 2. erfolgen.
Wann muß verdunkelt werden?
Die Wiesbadener Sonnenauf- und -untergangszeiten
Bach führte.
Der junge Makiko dachte, wenn wir nun oben auf der Brücke find, will ich mich ihr erklären. Aber als fie oben angelangt waren, und et das zarte Profil der kleinen Makika anfafr, das so streng und doch so weich gegen die volle Mondscheibe stand, verlor er den Mut und fie schritten langsam die andere Seite der kleinen Brücke wieder hinab.
Die Nachtigall schlug entfernt und wieder näher. Dann machte sie eine Pause. Der Flieder duftete sehr stark, und „ der Wald wurde dichter. Wenn die Nachtigall letzt wieder schlägt, nahm sich der junge Makiko vor, dann werde ich ihr * aber ganz bestimmt sagen, dah ich sie liebe. Da 6eeqntt dte Nachtigall auch schon wieder ibr kleines Lied und Manko wurde es siedeheiß. Er tastete nach der kleinen, weichen c
Hand von Makika und als er fie berührte, sagte Makika c
nur ..Ob" und noch einmal ..Ob", aber fie machte keine An- 1 statten, ihm ihre Hand zu entziehen. Das allerdings merkte der junge Makiko noch nicht, denn er war eben noch sehr ; mag. Sogleich lieh er die Hand also wieder los und alle Worte, die er ibr eben noch sagen wollte, waren wie weg- geblasen. So schritten fie schweigsam weiter, immer weiter.» bis der Wald wieder lichter wurde und sie vor Malikas i Haus kamen. Ihre Hand noch einmal zu berühren, wagte I er nicht. Dann ging et. Die kleine Makika rümpfte im I Dunklen ihr Näschen und dachte: ..Er ist doch ein rechter I Esel, dieser Makiko. Er wird nie ein Krieger werden. ErD kann nicht einmal mit einer jungen Dame richtig in einem Walde spazieren gehen." Dann schlüpfte fie aus ihrem Kimono und besah sich zufrieden lächelnd im Spiegel.
Und dann sagt man noch, dah es im Fernen Osten alles so anders lei. als Bei uns. ö. v. O. J
— Frankfurt e. M., 19. April. Der in Frankfurt ansässige 50jährige N. P. wurde aus einer Insel im Dodekanes geboren, die 1912 zu Italien kam. Er optierte damals für Italien, bemühte fich aber, dem Heeresdienst Bei den Italienern zu entgehen. Um nicht dienen zu müssen, gab et fich zehn Jahre älter aus, auch den Geburtsort gab er falsch an. Er erhielt von Italien einen dementsprechend ausgefüllten Pah und lebte damit jahrelang auch in Deutschland. Aus irgendwelchen Gründen fühlte er stch vor einigen Wochen veranlaßt, für sich oon Griechenland einen Pah zu 'beantragen, den er auch vor kurzem von einem 'griechischen Konsulat erhielt. In diesem Patz sind bte Eintragungen sowohl hinsichtlich des Geburtsdatums, als auch des Geburtsortes richtig. Zwei Tage nach dem Erhalt des Passes fand Bei ihm durch die Zolldehörde eine Kontrolle statt und hierbei wurde der italienische Pah mit den unrichtigen Eintragungen gefunden. Dies hatte die Verhaftung des Mannes wegen Falschbeurkundung zur Folge. Bon der Strafkammer angellagt, gab der geständige Angeklagte der Meinung Ausdruck, dah es sich um eine rein persönliche Sache handele, dte ihn allein angehe. Er Betonte, dah schon dreihig Jahre seit der FalschBeurkundung ins Land gegangen seien. Da eine strafbare Handlung vorlag, konnte der Angeklagte einer Bestrafung nicht entgehen. Er wurde zu zwei Monaten Gesängnis verurteilt. — Wegen RücksallBetrugs in drei Fällen und Unterschlagung wurde der 40jährige Philipp Perschbacher aus Babenhausen von der Straskammer Frankfurt zu 1% Jahren Zuchthaus, 90 RM Selbfttafc, drei Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Angeklagte gab sich al, Erfinder einer Rettungsmaschine für U-Boote aus und lieh sich Darlehen geben, um nach Berlin ins Ministerium fahren zu können. Er reiste aber weder nach Berlin, noch gab er das Geld zurück, er lieh einfach nrcht» mehr von sich hören.
- Groh-Gerau, 19. April. Der vier Monate alle Junge der Familie Otto K n e i s in dem Kreisort Geinsheim erlitt so schwere Verbrühungen durch kochendheihes Wasser, dah er bald nach der Einlieferung in ein Krankenhaus starb.
Freundschaftsspiele am Sonntag
Reben der am Tschammerpokal (gegen Viktoria Eckenheim) | beteiligten Kampfsport-Gemeinschaft 99 treten am Wochenende i auch weitere Wiesbadener Mannschaften in Aktion. Der F V. 02| Biebrich trägt gleich zwei Spiele aus; er empfängt ami Samstag zu Hause eine Els der Luftwaffe und gastiert Sonntag! bei Opel Rüsselsheim. Zu diesen, keine leichte Ausgabe darstellen-M den Treffen machen die Blauweihen die folgende Vertretung namD hast: Gemmer; Hausmann, Standtke; Rörsch, Vetter, Kltnnnek; Götz, Johann, Ereimer, Beiflegel, Klarmann.
Einen Spielabschluß meldet ferner der FSV. Sch re rst ein. Er hat sich auf heimischem Gelände ebenfalls eine Vertretung der Luftwaffe verschrieben, es handelt sich dabei um jene gleich« Formation, die jüngst bei der Post gastierte und mit 4:1 loten zum Siege kam.
Japanische Liebesgeschichte
Der junge Makiko und die junge Makika gingen zusammen in den Frühlingswald. Der Flieder blühte und die Nachtigall schlug. Über den heiligen Bergen hing der Mond wie eine grünliche Scheibe. , s
Der junge Makiko war sehr schüchtern, aber er nahm seine Liebe zu der kleinen Makika sehr ernst. Sie kamen an eine kleine Brücke, die in einem kühnen Vogen über einen
— Aus de« alten Wiesbaden. Den ..Beschlüssen des Gemßinderatfrs zu Wiesbaden" vom Frühjahr 1865 , entnehmen wir auszugsweise eine besonders charakteristische Stelle: .....durch Abbruch eines Tfreils der sogenannten
Heidenmauer" ist es ..nwalich gewesen und nicht versäumt worden, in der unteren Avelhaidstraße — wo.damals erst ein Haus stand — ..von der Adolobstrahe abwärts ein beträchtliches Stück Weg in einer Breite von 15 Su6. also fahrbar, sticken zu lassen. Es find nämlich dadurch der Gemeinde keine besonderen Kosten erwachsen, da ein Privatmann die für um wertfrlofen Steine dahin anfahren lieh,., Für die Pflasterung der unteren Düelheidstraße wurden also
76 Jahren Steine der Seidenmauer ausgebrochen. auer durch die Stadt gefahren und dort ..eingestickt'.
