Seite 2 Nr. 86
Wiesbadener Tagblatk
Samstag/Somltag. 12./IS. April 19<f
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Eia neuer britischer Beseblsbaber
Die heutige Ausgabe umfaßt 16 Seiten
Wochen Wüstenkrieg die meer bereits erschüttert 1 daß die „schweren Rückschli_„. ________ .....__________
Wucht gekommen seien als erwartet. Innerhalb von fünf
Tagen habe die deutsche Panzerfaust Jugoslawien zerschlagen.
Berlin. 11. Avril. Mit lakonischer, für britische Verbält- nisie besonders auffallender Knappheit teilt Reuter amtlich mit, daß Generalleutnant Sir Henry Maitland Wilson zum Befehlshaber der britischen Armee in Griechenland unter dem Oberbefehl des Generals Pavagos ernannt wurde. Noch am 7. d. M. batte Reuters parlamentarischer Karre
Druck und Verlag: C.5d?eIIfnberg’l*e Vuchdruckerci. Wiesbadener Tagblatt Wiesbaden Gesamtleitung: Dr. pbiL bobiL Gustav Schellen berg und Mtto Malier t-auplschnftletter: Friy (# ü n tbr । . sämt'ich in Wiesbaden. — Zur Zeit iE Preisliste g gültig. ,
>erald Tribüne" jammert.
Eine Proklamation des Reichsverwesers Horthy
Inschutznahme der ungarischen Bevölkerung in den 1918 abge treten«« Gebieten Jugaslawiens durch die ungarisch« Armee
Nichts von dem „ersehnten deutschen Fehler"
,Rew York Times Serald" nimmt leinen Irrtum in aller Form zurück — „Churchills Fiasko in tragischer Weik« wiederholt"
Von d-r »etzreise zurück
Eden und Dill wieder in England
Stockholm. 10. Avril. Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, sind Außenminister Eden und General Dill nach ibrer ausgedehnten Reife, die sie in den Naben Osten und den Balkan führte,mach England zurückgekebrt.
in Aktion getreten. Aber die ersten drei Tage des Feldzuges müsien die höchsten Hoffnungen erfüllt haben, die der Zeind gehegt haben mag. Den zwei Rückschlag Englands i»t die unerwartete Stärke des deutschen Vormarsches in
Lebendiges Zeugnis der Niederlage
Immer neue Zuge serbischer Gesungener kommen durch Sofia
Italiener besetzen Laibach
Beim Vormarsch aus Albanien Dibra und Ochrida genommen — Eazala in Libyen besetzt — Deutsche Flugzeuge schossen über Malta drei britische Jäger ab
libven gebracht.
Wenn die ..Times" dann am Schluß ..Ruhmestaten" der RAF zu trösten versucht, ändert das nichts an der Tatsache, daß die jüngsten deutschen Schläge gesessen haben.
Stockholm, 10. Avril.Unter der Überschrift „Verlust und Gewinn" unterstreicht die „Times" in einem Kommentar zur Churchill-Rede die pesiimistischen Feststellungen, die der alte Kriegsverbrecher bei seinem Überblick über die jüngste Entwicklung der Ereignisie zu machen genötigt war. Das Blatt schreibt sichtlich stark bekümmert u.
New Bork, 12. Avril. (Funkmeldung.) In einem Leitartikel nimmt heute „New Bork Times Herald" seine Ausführungen vom 8. Avril formell zurück. Am genannten Tage bat das Blatt in einem längeren Aufsatz frohlockend erklärt, daß Deutschland, als es sich entschloß, gegen die verbündeten Jugoslawen. Griechen und Engländer zu kämvfen, „endlich den ersehnten großen Fehler begangen habe".
In der schiefen und blamablen Situation, in die „New Bork Times Herald" nach dieser voreiligen Prophezeiung durch die Ereignisie weniger Tage gegenüber seinen Lesern geraten ist. findet das Blatt es als den besten Ausweg — ein seltener Fall jn der Politik gewisser amerikanischer Zeitungen — sich aufzuraffen und seine Ausführungen vom 8. April in aller Form rurückzunebmen.
Darüberbinaus stellt „New'Bork Times Herald" nunmehr fest, „daß Churchill feine alten Fehler von Antwerven. Eallivoli. Norwegen, Dünkirchen und Dakar in - tragischer Weise wiederholt habe."
Die New Borker Zeitung trifft damit die Stimmung wie Oe in hetzerischen Kreisen allgemein herrscht, wenn das Balkan- iasko auch nicht immer so unumwunden und honnungslos zugegeben wird, wie hier durch „New Bork Times Herald". Dem Frohlocken nach dem unsinnigen Belgrader Putsch ist ein klägliches Erwachen so plötzlich gefolgt, daß auch die Hetzer jenseits des Ozeans keine Worte finden. Es fei denn, sie geben ihren auf englische Einflüsterungen gebauten Irrtum offen zu.
faßt wurden.
Die Zeitungen erklären, daß die Nachbarstaaten des Irak die irakische Revolution als eine rein interne Angelegenheit des Landes betrachten.
Die Wirkung der deutschen Erfolge auf dem Balkan und in Nordafrika schildert der Berichterstatter der ..New Bork Sun“ aus Washington. Die Gefahr, die England heute drohe, sei größer als zu irgendeinem Zeitpunkt im Verlauf dieses Krieges, dies sei die Meinung hochstehender USA.-Militärs.
Aus der ganzen arabischen Welt trafen Telegramme der "------ —v "*------v------ Die Partei der ägyp-
bezeichnet die irakische
Schwierigkeiten des Valkanlandes. Saloniki ist gefallen, Nordgriechenland entzwei geschnitten. Es stehen noch große Kämpfe bevor, und die britischen Streitkräfte sind noch nicht
nommen. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und große Mengen Waffen uns Kriegsmaterial erbeutet.
Über Malta haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps in Luftkämvfen drei britische Säger abgeschossen.
In der C v r c n a i l a gehen die Aktionen der italienischdeutschen Kolonnen weiter. Ain el Eazala wurde besetzt. Unter der Besatzung eines erbeuteten englischen Flugzeuges befindet sich ein Divisionsgeneral.
In Oftnfrika haben britische Flugzeuge bei einem Angriff auf unseren Stützpunkt von Gimma einige Schäden angerichtet.
zogenen Grenzen zwischen der Donau und der Theiß sowie im sogenannten Baranya-Dreieck zwischen der Donau nnb bet Drau überschritten.
MTI meldet aus Zalaegerszeg. bgft der westliche jugoslawisch-ungarische Grenzabschnitt in der Mur-Gegend zuerst von der Erob-Kaniszaer Brigade überschritten wurde. Die ungarischen Soldaten wurden von der Bevölkerung mit großer Begeisterung und lebhaftem Jubel- begrüßt. In der Stadt Zalaegerszeg habe der Einmarkchbefehl des Reichsverwesers große Freude ausgelöst, und die Häuser wurden schon in den Mittagsstunden des Freitag beflaggt.
Die gesteckten Ziele erreicht
Lndapeft, 12. Avril. (Funkmeldung) Der Honvedgeneral- stabschef meldet am Freitagabend:
Die ungarischen Truppen erreichten im Laufe des 11. Avril trotz stellenweise nahen feindliche« Widerstandes in Befestigungen überall ihre gesteckten Ziele.
von Gefahren hatte Churchill Gewinn- und ------ -------
zu beurteilen, wobei die jüngsten Nachrichten allerdingt überwiegend schlecht waren. Der erste Ansturm der motorisierten deutschen Kolonnen, der wahre Blitzkrieg, bat sich wieder einmal als überwältigend erwiesen, trotz der
„Die höchsten Hoffnungen des Feindes erfüllt"
„Times" unterstreicht die trübseligen Feststellungen Ehurchills.
sich in die Erde einbohrten. Im Nu kam das Chaos von Bombe«, Wehgeschrei und Fliegerlärm. Ich wollte weg- laufen. Wir waren aber elngekreist und mutzten uns ergeben.“
„Sieg aller mohammedanischen Araber"
Der neue Ministerpräsident an die Oberhäupter des Irak. Zustimmung der gesamten arabischen Welt.
Beirut. 11. Avril. Die irakische Kammer und der Senat haben den Vetter König Feisals I. Charas zum Regenten des Irak anstelle des ins Ausland geflohenen Abdullillah gewählt. •
Charas hatte schon früher während einer Reise des
... ------- ------------------------------... Griechenland
gelandeten britischen Truvven behalte. Dann hörte man nur noch. Wavell sei bereite in Griechenland etngetroffen. Ist General Wavell jetzt in Griechenland bereits abgesagt oder will man durch die Unterstellung des britischen Befehlshabers unter den griechischen General vor allem nur dokumentieren, daß nach britischer Auffasiung für den weiteren Verlauf der Ereignisie auf dem Balkan die Griechen allein die Verantwortung tragen, weil sie den Oberbefehl haben.
Königs Feisal «ach Europa die Macht ab interim übernommen. Sofort nach seiner Wahl hat sich der neue Regent zusammen mit dem Ministerpräsidenten Ali ei Äatlant, der aus militärischen Äretfcn eine Regierung gebildet hat, in das königliche Palais begeben.
Beirut. 12. Avril. (Funkmeldung.) Der neue iraliföc Ministervräsident Raschid Ali El-Kailani hat in einer Rede an die religiösen und Stammes-Oberhäuvter des Landes betont, daß sich die ganze Nation einmütig um die neue Regierung schare.
Die Armee sei entschlossen, über die Unabhängigkeit des Landes zu wachen, den Thron zu verteidigen, und der Nation gerecht zu dienen, so fuhr Kailani fort und fügte hinzu, daß der Irak entschlossen sei. seine Kräfte und Güter ausschließlich dem Nutzen und Fortschritt der eigenen Nation dienlich zu machen.
gleich mit den bisherigen Kriegsschauplätzen nicht angängig erscheinen lassen, stürmten die deutschen Truppen auch diesmal wieder im unwiderstehlichem Siegesmarsch vorwärts. Mit dankbarer Bewunderung für die Tapferkeit unserer Soldaten, die besonders in Serbien einen vom Weltkrieg her noch bekannten zähen und fanatisch kämpfenden Gegner vor sich haben, hören wir von den gewaltigen Erfolgen, die schon nach wenigen Tagen errungen werden konnten. Einer alles zermalmenden Feuerwalze gleich rasen die deutschen Truppen über die letzten Vorpostenstellungen des Britentums hinweg. Die verratenen und betrogenen Völker, denen der von unverantwortlichen Hetzer« entfesselte Krieg das Land überflutet, spüren jetzt am eigenen Leibe was es heitzt, im Solde Englands seine Haut zu Markte zu tragen. Dieses England, das mit dem sinnlosen Opfer anoeret Staaten und Völker vergeblich nach einem Ausweg aus feiner verzweifelten Lage sucht und doch nicht verhindern kann, daß die deutschen Luftangriffe über England immer vernichtender werden, die Versenkungsziffern feiner Schiffe aber mit jedem weiteren Tage zu einer Hohe anwachsen, di« auf die Dauer nickt erträglich ist.
Steht Oster« diesmal auch noch im Zeichen des Schwertes, so haben wir doch die unerschütterliche Gewißheit, dah das deutsche Schwert eine scharfe Waffe ist, die unerbittlich zuschlägt, wo England, der Feind Europas, gestellt und getroffen werden kann, damit die Welt endlich von dem ewigen Völkerverhetzer und Friedensstörer befreit wird. Wir in der Heimat, die wir das grafte Geschehen nur aus der Entfernung miterleben, aber wollen aus der Erholung dieser Feiertage neue Kraft zur Arbeit und zum Einsatz aller Energien schöpfen und uns dabei bewußt bleiben, daß vor den Frieden der Kampf gesetzt ist; der Kampf um den Sieg.
Budapest. 11. Avril. Der Reichsverweser erließ eine an die ungarische Nation gerichtete Proklamation, worin er an- kündigt, daß er der ungarische« Armee befohlen habe, die ungarische Bevölkerung des 1918 von Ungarn abgetrennten Gebietes Jugoslawiens gegen die Anarchie in Schutz zu nehmen.
Wie der Eeneralstabschef der ungarischen Honved mitteilt. haben die ungarischen Truppen die in Trianon ge-
Der italienische Wehrmachtbericht
Rom, 12. Avril. (Funkmeldung.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:
Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:
A« der julischen Front haben wir Jesenice im Save-Tal erreicht, sowie das Becken von Ziri und SnfiaL Untere Kolonnen habe« nach Brechung des feindlichen Verteidigungssystems am Freitagnachmittag bi« Stadt Subiana (Laibach) besetzt. Der Vormarsch geht weiter.
3« der Umgebung von Zara und in der Gegend von Ugliano haben unsere Fliegerformationen feindliche Verteidigungsanlagen und Stellungen bombardiert. Auf dem Luftstützpunkt von Dioulie wurden durch eine neuerliche Bombardierung ausgedehnte Brände verursacht. Feindliche Truppen und vor Anker liegende Wasserflugzeuge wurden angegriffen und mit ME.-Feuer belegt. Sechs Wasierslug- »euge gerieten in Brand, zwei weitere wurden versenkt. Im Kanal von Eherca wurde« drei feindliche Torpedoboote angegriffen. Eins ist gesunken, etn weiteres erlitt schwere «chäden.
Italienische Truppen haben nach hartem Kampf aus Albanien heraus Dibra (Debar) und Ochrida östlich des gleichnamigen Sees besetzt, sowie die Verbindung mit de« von Osten kommenden deutsche« Truppe« aufge-
marsch über Europa zog, den Angreifer Polen vernichtete, den Norden vor dem Zugriff der Westmächte schützte, Frankreich besiegte, England bei Dünkirchen vom Kontinent verjagte und dem Balkan die Schrecken eines Krieges ersparen wollte, ist nun in diesen Frühlingstagen erneut angetreten. Aitt der ständigen Suche nach Hilfsoölkern, die bereit und willig sind, sich für Englands Interessen zu opfern, haben die Londoner Plutokraten den Verrat einer Verschwörerclique inszeniert, um den Krieg auszuweiten und von Südosten aus Deutschland in den Rucken zu fallen. Die serbische Putschregierung und die seit dem Beginn des Krieges unter britischem Einfluß stehende griechische Regierung sind offen auf die Seite des Feindes getreten. Nachdem sie monatelang ein falsches Spiel getrieben hatten, waren sie verblendet genug, den Einflüsterungen Englands zu folgen und die Brandfackel am Balkan zu entzünden. Der Verrat der serbischen Kön igsmacher, die schon einmal mit der Entfesselung eines Weltbrandes namenloses Unheil über die Menschheit brachten, ist um so verwerflicher als sich Deutschland jahrelang bemühte, die Konsolidierung des jugoslawischen Staates politisch und wirtschaftlich zu fördern. Die griechische Regierung stellte ihr Land als Aufmarschgelände für ein britisches Expeditionskorps zur Verfügung. Wir wissen nicht, ob diese beiden Länder glaubten, Deutschland würde sich eine solche Bedrohung gefallen lassen oder ob sie schon so fest im Solde Englands verstrickt waren, haft sie eigene Entschlüsse zu fassen gar nicht mehr in der Lage waren. Der Führer, der alle Möglichkeiten einkalkulierte, antwortete, nachdem seine wiederholte« Warnungen in den Wind geschlagen worden waren, mit dem Einmarsch in Jugoslawien und Griechenland. Der Frühlings sturm brach los.
Trotz aller Schwierigkeiten des Geländes, die einen Ver-
Zustimmung und Bewunderung, ein. Die tiscken Nationalisten Misr Äl-Fattat bezeü Bewegung als einen Sieg aller mo,------------
schen Araber.
Der oberste Landesverteidigungsausschutz des Iraks hat feine erste Sitzung abgehalten, tn der wichtige Beschlüsse ge-
Das Echo der deutschen Siege
(Letzte Funkmeldungen.)
Die ausgleichende Gerechtigkeit scheine es zu wollen, so schreibt der Direktor des „G i o r n a l e d' I t a I i a“. daß diejenigen Staaten, die in Versailles Paten der neu geschaffenen Staaten waren, nunmehr dieselben Staaten zur Schlachtbank führten. Auf die Tschechoslowakei folgte« Polen, Griechenland. Jugoslawien, desien natürlicher Auflösungsprozeß seit gestern begonnen habe. Kroatien habe seine Unabhängigkeit ausgerufen, Ungarn marschiere zum Schutz seiner magyarischen Brüder in Jugoslawien. Die Bulgaren in Mazedonien verlangten ihre Befreiung vom serbisch-griechische« Jock. Nach fünf Kriegslagen offenbare Jugoslawien der Welt leinen mangelnden inneren Zusammenhalt und zahle mit seiner Auflösung für den schwere« Irrtum der serbischen Militärdiktatur sowie Churchills und Roosevelts. Ihnen verbleibe das traurige Vorrecht, einen weiteren Staat, der ihren Worte« geglaubt habe, im Flammenbecken des Krieges geopfert zu habe«.
„Ein neues Kriegswunder auf dem Balkan" — so kennzeichnet der Regierungsabgeordnete Sotirianeff in der Sofioter Zeitung „Dnes“ die Erfolge der deutschen Truppen gegen Serbien und Griechenland. Die neuen deutschen Erfolge hätten Englands Ansehen einen tödlichen Schlag versetzt.
Die „Porunca Vremii" in Bukarest komutt zu Mei Feststellungen: 1. Die deutsche Armee ist. wie sich endgültig herausgestellt bat. imstande, dem Reich den vollen Endsieg zu sichern. 2. Zwischen der deutschen Loyalität und der orihtoen Mentalität gähnt eine tiefe Kluft. Während England die europäischen Völker in den Krieg wirft, um sich mit ihrem Blut zu retten, braucht Deutschland niemals Hilfe. Seine siegreichen Armeen zerschmettern den britischen Feind, wo er sich auch immer stellt.
Die New Bprker Blätter sind vollkommen von dem Thema „Balkankrieg" beherrscht. Starke Beachtung schenke« sie dem OKW.-Bericht, daß die füdserbische Armee vernichtet fei. die Einnahme von Agram und die Erklärung Kroatiens zum selbständigen Staat. „New Bork Times" betont, daß nach 5 Tage« Balkankrieg und zwei
Sofia, 12. April. (Funkmeldung.) Immer neue Züge serbischer Gefangener kommen hier durch. Sie bilden so ein lebendiges Zeugnis der Niederlage der jugoslawischen Armee.
Die Blätter veröffentlichen Gespräche mit serbischen Gefangenen, von denen sich viele unter ihren verwahrlosten Uniformen als Bulgare« aus Mazedonien oder Kroatien entpuppen. Die Bulgaren aus Mazedonien und anderen „Jugoslawen" fremder Volkszugehörigkeit sind froh und glücklich, der Hölle der furchtbare« Feuerwirkung deutscher Waffen entronnen zu fein. Sie stehe« alle noch unter dem erschütternden Eindruck der gewaltigen deutschen Kriegsführung und sind voller Groll gegen den grausamen serbischen Chauvinismus, der sie in dieses Unglück hineingejagt hat. Viele erzählen, wie serbische Offiziere auf Mazedonier oder Kroaten, die angesichts des deutschen Vordringens ihre Waffen niederlegten, feuern ließen. Hunderte von ihnen sind unter dem serbischen Feuer zusam- menaebrochen.
Die Zeitung „Sora" bringt einen Bericht, in dem ein (Befangener ausfagt, daß 500 Bulgaren aus Mazedonien, die sich den Deutsche« ergeben wollten, unter dem Feuer serbischer Maschinengewehre gefallen feien. Die serbischen Truppen waren vor allem durch die deutschen Stukas und Panzerwagen überrascht. Die meisten von ihnen hatten von deren Wirkung und Aussehen keinerlei Vorstellung.
Die Zeitung „Dnevnik" veröffentlicht einen Bericht eines anderen serbischen Gefangenen, der erzählte: .Wir hielten es für unmöglich, daß die Deutschen in unsere Stellungen hineinkommen konnten. Aber das Unerwartete geschah. Gegen Mittag erfuhren wir, daft die Deutschen nichts mehr aufhalten konnte. Um 5 Uhr waren sie schon bei uns. Ein Höllenlärm von Kanonen und Flugzeuge« ging an. Dan« sahen wir auch Panzerwagen. Als die Stukas heranheulten, hatten wir den Eindruck, daft sie
