Seite 2 Nr. 82
Wiesbadener Tagblatk
Montag, 7. AprN IMf
Der Führer an das deutsche Volk
Kampf bis zur Vertreibung des letzten Engländers aus Südost-Europa
und
alte Das
verialismus und Kapitalismus die Welt insbesondere Europa in zahllose Verwicklungen geführt.
3m Iabre 1914 gelang es diesen Kräften, das Deutschland zu überfallen und rum Kamps zu zwingen.
Berlin. 6. Avril. Der Führer bat folgenden Ausruf an das deutsche Bolt erlassen:
Seit der britisch« Imperialismus ausging, die Welt zu erobern, war es kein Bestreben. Europa und seine Bölter in immer neue innere Kriege zu verwickeln und sie damit zu schwächen. England bat dabei nur zu oft teil» verblendete, teils bestochene Staatsmänner und Bolksfüürer gefunden, die ihre Länder in de» Dienst dieser britischen Welt- beberrschuna stellte». Seit Jahrhunderten war der zugleich arötzie Nutznieher dieser von England angezettelten Eroberungskriege die jüdische Hochfinanz. Unter dem Schlagwort „Demokratie" hat diese Berschwöruna von Im-
Ziel war die Vernichtung des deutschen Wirtschaftslebens und die Ausplünderung der deutschen Wirtschaftskraft sowie die dem dienende Wehrlosmachuna der Ration.
Der Kamps damals aber wurde nicht geführt gegen das nationalsozialistische Dritte Reich, sondern gegen den konstitutionell-demokratrschen deutschen Bundesstaat.
Kaum war es gelungen, nach einem VZ2 jahrzehntelangen grauenhaften Zerfall der deutsche» Wirtschaft untz des deutschen Lebens durch die Kraft der nationalsozialistischen Bewegung das deutsche Volk zu erheben und zu einem neuen Aufstieg zu führen, als die gleiche« Kräfte sofort wieder, ihre alte Zielsetzung proklamierten: Das unabbansme. sich wieder aufbauende Deutschland müsse abermals vernichtet werden! Und wieder — wie einst — glaubte man, dabe» am beiten den Konflikt durch gedungene Kräfte auslosen zu könne».
Bolen war ausersehen, ohne jeden Grund den. Streit mit Deutschland vom Zmrne ,u brechen, und aus d,e Bemühungen. durch einen vernünftigen Ausgleich die friedliche Zusammenarbeit zu sichern, mit Gewalt zu antworten.
An der Kraft der unterdes entstandenen neuen deutschen Wehrmacht des Dritten Reiches ist dieser Anschlag in wenigen Wochen gescheitert.
Nun versuchte Grotzbritannien über Norwegen den Vorstotz in di« rechte deutsche Flanke durchfuhren zu können. Mit wenigen Stunde« Borsvruna konnte dieser Anschlag auf- gefangen und in einem wochenlangen heroischen Kampf eben- falls zum Scheitern gebracht werden. Deutsche Soldaten stehen von Kirkenes bis an die Deutsche Bucht und sichern damit den deutschen Lebensraum.
Dirke Niederlagen zwangen Churchill, nach neuen Möglichkeiten zu suchen. So kam er rn dem Entkchluh,.durch das mit England verbündete Belgien und SoHand ins Ruhrgebiet als in das Serz der deutschen Wirtschaft vorzustoben. Diesmal war Frankreich ausersehen, die Hauptlast des Kampfes zu tragen. In einem geschichtlich einzigartigen Siegeslauf hat die deutsche Wehrmacht auch diesen Angrlif vereitelt und den Westen Europas von den Engländern gesäubert!
Meine erneuten Friedensvorschläge ablehnend. entschlob sich Churchill nunmehr, die Kraft des eng- lichen Imveriums gegen Italien zu wenden und vor allem die nordafrikanische Küste mit Hilfe neuseeländischer und australischer Truppen in seine Hand _ zn bekommen. . Auch dieser Versuch kann schon jetzt dank des Zusammenwirkens deutscher und italienischer Kräfte als gescheitert gelten.
Seit Beginn des Krieges war es das unentwegte Bestreben Englands, den Balkan als Kriegsschauplatz gewinnen zu könne». Tatsächlich gelang es der britische» Diplomatie in Anlehnung an das Vorbild im Weltkrieg, Griechenland erst durch eine ibm angebotene Garantie eiazufangen und dann filt seine Zwecke endgültig zu mißbrauchen.
Die heute veröffentlichte» Dokumente geben einen Einblick in die Praxis des Verfahrens, das nach ältesten britische« Rezepten immer wieder versucht, andere für englische Interessen kämvfen und verbluten zu lassen.
Ick habe demgegenüber immer betont, dab
1. das deutsche Volk keinerlei Gegensätze zu dem griechischen Volk besitzt, daß wir
2. aber niemals dulden werden, dab ko wie im Weltkrieg kick auf griechischem Territorium eine Macht sektsetzt mit dem Ziel, von dort aus bei gegebner Zeit, vom Südosten aus. in den deutschen Lebensraum vorktobe» zu können. Wir haben die nördliche F l a n ke von den Engländern freigelegt, wir sind entschlossen, auch im Süden eine solche Bedrohung nicht zu dulden!
Im Sinne einer wahrhaften Konsolidierung Europas war es mein Bestreben seit dem Tage der Machtübernahme, vor allem auch mit Jugoslawien ein freundschaftliches Verhältnis herzustellen. Ich habe bewußt all das oergellen, was zwischen Deutschland und Serbien eintt vorge,allen war.
Ich habe dabei nicht nur dem serbischen Bolk die Hand des deutschen Volkes angeboten, sondern darüber hinaus mich bemüht, als redlicher Makler bei der Überbrückung .aller Schwierigkeiten zu helfen, die zwischen dem iupoilnroiimcn Staat und einzelne». Deutschland verbündeten Volker» beständen. Tatsächlich ist es auch scheinbar gelungen, an Stelle einer unerträgliche« Atmosphäre allmählich, eine Entkvannungherbe,Zufuhren..und eine nicht nur politische, sondern vor allem auch wirtschastlickr fruchtbare Zusammenarbeit anzubahnen. Und welches andere Ziel hätte Deutschland haben können in e.inem Gebiet, in dem es weder territoriale noch politische Amvruche stellte oder Interellen verfocht. ..... , , ...
Um Jugoslawien iedes Gefühl ,u nehmen., als konnte jetzt oder in der Zukunft die von Deutschland etngetologene Politik stch zu keinen Unmimten andern, batte ich vermcht. den jugoslawischen Staat in jene Mächtegruppe einzugliedern. die entkchlollen iit. den europäischen Kontinent in Zukunft nach den Prinzipien der Berücksichtigung der berechtigten Interellen aller in gemeinhimer Arbeit tn Ruhe und Frieden aufzubauen. Ich glaube, dadurch auch am menten den jugoslawischen Befürchtungen entgegenzuwirken. als ob zwischen Deutschland und Italien oder Deutschland und Ungarn in dieser Zielietzma. Jugoslawien gegenüber etwa ein Unterschied bestünde ober tn der Zukunft zu befürchten wäre.
Ich habe dies getan, obwohl die «ükfrung des. tugo- slawilchen Staates sowohl als die des grtechnchen — rote uns aus den französischen Dokumenten bekannt war — tn nnver- antwortlicher Wetke die Interesse» der westdemo- kratische» Kriegshetzer unterstützt«».
Am 2 5. März 1941 wurde mm tn Wien feierlich der eintritt Jugoslawiens in den Dreimächtepakt vollzogen.
Ich und das ganze deutiche Bolk wäre» darüber glücklich, denn es schien damit eine Ausdehnung des Krieges auf Dem Balkan verhindert zu. kein und vielleicht eine leise Hoffnung berechtigt, den >chon bestehende» Konflikt in einem vernünftigen Ausgleich am Ende doch noch losen zu können. . .. . _ . .
Kaum kamen aber d,e den.Vertrag, .unterzeichnenden Minister in Belgrad an. al» btt tn englischem »old
stehenden Elemente einer ewig Staatsstreiche organtsierenden Militärclique zum Gegenschlag ausholten.
Die den Frieden mit Deutschland anstrebeude Regierung wurde gestürzt, und zwar mit der ausdrücklichen öffentlichen Erllärung, Bah dies wegen ihrer Haltung Deutschland gegenüber notwendig fei. Darüber hinaus aber fanden nun Auftritte statt, die im Lebeu der Völker eine Schande darstellen, und die das Deutsche Reich als Grohmacht nicht gewillt ist, geduldig hinzunehmen. Der deutsche Gesandte wurde insultiert, der deutsche Militärattache angegriffen, ein Offizier als Gehilfe des Militärattaches verletzt, zahlreiche Beamte. Vertreter unserer Firmen nsw. öffentlich mitzhandelt. deutsche Ausstellungsräume, Geschäfte, BLrohäuser und Firmen sowie Schulen demoliert und verwüstet, unzählige Frauen und Männer, besonders auch unsere Bolksdentschen geprügelt,
lafsung, gegen Kroate» oder Slowenen zn kämpfe». Es will vo» diesen Völker» nichts.
Das deutsche Bolk aber wird mit jener serbischen Set» brechercligue in Belgrad nunmehr abrechnen, die glaubt, den Balkan rum zweiten Male dem britischen Attentat gegen den europäischen Frieden zur Verfügung stellen zu können.
Da ich es nun abermals erleben muhte, dab achtjährige Bestrebungen, eine Freundschaft aufrubaueu. wieder vergeblich iinb, habe ich mich entschloNen, zur Wiederherstellung tragbarer Beziehungen und einer auch den völkischen Prinzipien gerecht werdenden Ordnung in diesem Teile Europas, in Übereinstimmung mit den Auffassungen meines Verbündeten, bie nettere Vertretung der deutschen Interessen jener Kraft aitzuvertranen, die — wie es sich wieder ergibt — an-
„Damit ist Eure Stunde gekommen!"
Adolf Hitler.
die Soldaten der Südoftarmee
Macht au sich, die schon im Jahre 1914 den Weltkrieg aus- gelöst hatten.
Man hat genau so wie in Polen die wilden Instinkte minderwertiger Subjekte gegen das Deutsche Reich mobilisiert. Ich muhte unter diesen Umständen die deutsche Kolonie sofort aus Jugoslawien zurückrufen. Denn: Mitglieder und Offiziere der deutschen Gesandtschaft, Beamte unserer Konsulate wurden tätlich angegriffen, unsere Vertretungen zerstört, die deutschen Schulen — genau wie in Polen — verwüstet, zahllose Volksdeutsche verschleppt, mihhandelt ober getötet. Darüber hinaus hat Jugoslawien, das schon seit Wochen im geheimen die Einberufung von Reservisten betrieb, nunmehr bie allgemeine Mobilmachung anaeorbnet
Dies ist bie Antwort auf meine achtjährigen, ewig geduldigen Bemühungen, mit diesem Staat enge und freundschaftliche Beziehungen herzuftellen!
Während also in Griechenland wieder wie im Weltkriege britische Divistonen landen, glaubt man in Serbien ebenfalls wie im Weltkrieg — Zeit genug zu erhalten, um das neue Attentat gegen Deutschland und seine Verbündeten aus« lösen zu können.
Soldaten bet Süboitfront!
DamitifteureStunbegekommen! Ihr werdet nunmehr die Interessen des Reiches, so wie es di« Kameraden vor einem Jahr in Norwegen und im Westen taten, auch im Südosten Europas in eure» Schutz nehmen. Ihr werdet dabei nicht weniger tapfer sei», als die Mänaer jener deutschen Divisionen, die schon im Herbst 1915 auf dem gleiche» Gebiet, a»f dem ihr jetzt antretet, stegreich kämpfte»!
Ihr werdet dort menschlich sei», wo ench der Gegner menschlich gegcniibcrtritt. Da. wo er die ihm eigene Brutalität zeigt, werdet ihr ihn hart und rücksichtslos niederbrechen! >
Der Kampf auf griechischem Boden aber ist nicht ein Kampf gegen Griechenland, sonder» gegen jenen General- feind, der — so wie vor einem Jahr im höchsten Norden Europas — nunmehr im weitesten Süden versucht, da» Kriegsgeschick zu wende»! Wir werde« daher an diesem Platz mit unserem Verbündeten solange kämpfen, bis der letzte Engländer auch in Griechenland fein „Dünkirchen" gefunden hat
Wer von de» Griechen aber diesen Weltfeind unterstützt, wird mit ihm fallen!
Wenn der dentsche Soldat es bewiesen hat in Eis und Schnee des höchste» Nordens den Briten schlage» zu können, dann wird er genau so — nun da die Not es erfordert — in der Hitze des Südens feine Pflicht erfüllen! Wir all« aber verfolgen dabei kein anderes Ziel, als nuferem Volke die Freiheit und damit dem deutschen Menschen in bet Zukunft feine Lebensmöglichkeiten zu stchern!
Die Bebauten, die Liebe und Gebete aller Deutschen sind nun wieder bei euch, meine Soldaten!
Berlin, 8. April 1941.
Tagesbefehl des Führers an
Berlin, 6. Avril. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat folgenden Tagesbefehl an die Soldaten der Südostfront erlassen:
Soldaten der Südostfront!
Getreu dem Grundsatz, andere für sich kämpfen zu lasten, bat England in der Abstcht, Deutschland in einem neuen Kampf endgültig zu beseitigen, im Lahre 1939 Polen ausersehen, den Krieg zu beginnen und wenn möglich die deutsche Wehrmacht iu vernichten.
In wenigen Tagen haben die deutschen Soldaten der Ostfront bas Instrument dieser britischen Kriegshetzer zerschlagen und beseitigt.
Am 9. Avril vor einem Jahr versuchte daraufhin England sein Ziel durch einen Borstotz in die nördliche Flanke Deutschlands zu erreiche».
I» unvergeblichem Kamps haben die deutschen Soldaten im norwegischen Feldzug ebenfalls in wenigen Wochen de» Angriff abgeschlagen. Was die Welt nicht für möglich gehalten hatte, war gelungen. Die Wehrmacht des Deutschen Reiches sickert unsere Nordfront bis Kirkenes!
Wieder wenige Wochen später glaubte Herr Churchill den Augenblick für gegeben, über das mit England und Frankreich verbündete Belgien und Holland zum Ruhrgebiet vor- stotzen zu können. Es begann die historische Stunde der Soldaten unserer Westfront. Im glorreichsten Kampf der Kriegsgeschichte wurden die Armeen des kapitalistischen Westens geschlagen und endlich vernichtet. Nach 45 Tagen war auch dieser Feldzug entschieden!
Run konzentrierte Herr Churchill die Macht des britischen Imperiums gegen unsere Verbündeten in Nordafrika. Auch dort ist die Gefahr durch Zusammenwirken deutscher und italienischer Verbände gebannt.
Das neue Ziel der britischen Kriegsorganisatoren besteht nunmehr in der Berwirklichung eines Platzes, den sie schon zu Beginn des Krieges gefotzt hatten und nur durch die gigantischen deutschen Siege immer wieder zurückstellen mutzten. In Erinnerung an die Landung der britischen Truppen während des Weltkrieges in Saloniki haben sie Griechenland erst mit ihrer Garantie eingefangen und dann endgültig den englischen Zwecken dienstbar gemacht.
Ich habe immer wieder gewarnt vor dem Versuch einer Landung britischer Truppen zur Bedrohung des Reiches im SLdosten Europas. Diese Warnung blieb leider vergeblich. Ich habe weiter versucht, mit immer gleicher Geduld die jugoslawischen Staatsmänner zu Lberzetzgen von der Notwendigkeit eines aufrichtigen Zusammengehens der an der Wiederherstellung des Friedens in diesen Gebieten interessierten Nationen. Nachdem es nun endlich gelungen war, die Grundlagen einer solchen Zusammenarbeit durch den Eintritt Jugoslawiens in den Dreimächtepakt sicherzustellen, ohne Bah dabei von Jugoslawien überhaupt etwas gefordert wurde auncr der Teilnahme am Wiederaufbau eines vernünftig organisierten Europas, an dem auch Jugoslawien und sein Volk Anteil haben sollten, ritten in Belgrad die gleichen im englischen Solde stehenden verbrecherischen Elemente die
ihre Geschäft« und Wohnungen zum Teil- ausgeplündert, eine Anzahl von Volksdeutschen dabei ermordet.
Diese Vorgänge wurden von den gleichen Kreaturen inszeniert, die schon im Jahr« 1914 durch das Attentat von Sarajewo die Welt in ein namenloses Unglück gestürzt hatten. Und so wie damals ist diese militärische Verbrecherclique vom englischen Geheimdienst finanziert und angestiftet worden.
Wenn nun auch diese Vorgänge die gleichen sind wie damals. so hat stch doch etwas geändert:
Der jetzt angegriffene Staat ist nicht das da- malige Österreich, sondern das heutige Deutsche Reich!
Die neue serbische Regierung hat die allgemeine Mobilmachung angeordnet. Sie hat eingestanden, dah dies schon seit Tagen im geheimen der Fall war. Sie bat damit zu erkennen gegeben, dah sie glaubt, an Stelle der friedfertigen Beziehungen zum Deutschen Reiche die Gewalt
setzen zu können.
Die Gewalt, die sie gerufen hat. wird tte jetzt vernichten!
Das deutsche Volk hat keinen Hatz gegen das serbische Bolk!
Das deutsche Bolk sieht vor allem keine Veran-
scheinend allein in der Sage ist. Recht und Vernunft in ihren Schutz zu nehmen.
Das Deutsche Reich befindet sich feit heute morgen im Kamps gegen die Usurpatoren von Belgrad, und im Kampf gegen jene Verbände, die Großbritannien vom Balkan aus wieder versucht, gegen den Frieden Europas vorschicken m können.
Die deutsche Wehrmacht wird die Waffe in diesen Gebieten erst bann nieberlegen, wenn der Verschwörerzirkel endgültig gestürzt ist und der letzte Brite auch in diesen Gebieten den Kontinent verlassen bat
Mögen bie unglücklich verblendeten Völker erkenne», dah sie dies nur dem schlimmsten „Freunde" zu verdanken haben, den der Kontinent feit 300 Jahren besah und besitzt: England!
Das deutsche Volk aber kann in diesen Kampf mit dem inneren Bewnhtsei» eintreten, dah seine Führung alles getan bat, was überhaupt menschenmöglich war, um ihm diese Auseinandersetzung zu ersparen. Bon der Borsehung aber wollen wir letzt nur erbitten, dah sie den Weg unserer Soldaten be- hütet und segnet wie bisher!
Berlin, den 6. April 1941. Adolf Hitler.
Östliches Mittelmeer Operationsgebiet
Eine Warnung an die neutrale Schiffahrt
Berlin 6. April. Amtlich wird bekanntgegeben: Auf Grund der militärischen Aktionen in Griechenland ist mit Operationen im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis zu rechnen, die ein ungefährdetes Befahren dieses damit zum Operationsgebiet gewordenen Seegebietes durch Handelsschiffe ausschließen. Jedes Schiff, das dieses Gebiet befährt, setzt sich der Vernichtung durch Minen und andere Kriegsmittel aus. Die deutsche Regierung warnt daher dringend vor dem Befahren des gefährdeten Gebiete s; das sich an bie östliche Grenze des von der italienischen Regierung in ihrer Erklärung vom 4. Februar 1941 bezeichneten Seegebietes anschlietzt und das gesamte östliche Mittelmeer einschließlich der Ägäis bis zur Küste bzw. zur Grenze der türkischen Hoheitsgewässer umfaßt.
In Anbetracht der laufenden Operationen wird die neutrale Schiffahrt stch innerhalb bet türkischen Hoheitsgewässer halten müssen. Eine Regelung für bas Befahren des bezeichneten Gebietes bleibt vorbehalten. Englische A-Boote in Kotor und Dubrovnik
Sofia, 6. April. Die engen Zusammenhänge zwischen den serbischen Putschisten und der englischen Kriegsausroeitungs-
politik gehen daraus hervor, daß englische U-Boote die Häfen von Kotor und Dubrovnik benützen. Den jugoslawischen Fliegern find die nächsten englischen Flughäfen und die Erkennungssignale der englischen Luftwaffe für den Fall der Landung englischer Flugzeuge auf jugoslawischem Boden bekanntgegeben worden.
Die jugoslawischen Seestreitkräste haben am Samstag Anweisung erhalten, die englischen Kriegsschiffe, die in jugoslawischen Gewässern Transporte begleiten, als befreundete Schiffe zu behandeln.
CtutfunbDnldi: CSAettenbetg'f*« Snätrntferti, roi«ba8tnttCa«Man »mbste« (Befamtleitung: Dr. Phil. btibil Gustav Schellenberg and Dtto »aller. S«—ttenfHttfnj gts «»»«de,. St-llv-arelert Heinrich »ar, Kanj, verannvor«. Il*f4t den polltUchen Cttl: Heinrich Korf Hun;; für Knnft, Unlerdalrana Um. S-buna und Spor,: vr. Heinrich Reicher«; fflr Siadtnachrlchien, Dorort, und wir»chast» teil- Willi vempel; istr den flntetgrnttth Ctto Xalftr: istmtllch In Wiesbaden. — Zur Zeit iS 0rei»ii«, <f afiltia.
Die heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten
