Wiesbadener Tagblck
«. e»dkn6aa'toe e,«..* m jj. ... . <*a « ~ Erjchetnungszeit:
Erscheinungszeit
Wöchentlich
6 Ausgaben
mit einer täglichen
Unterhaltungsbeilage
Nr. 79
Donnerstag. 3. April 1941
89. Jahrgang
Britische Schlappe in Libyen
Eiliger Rückzug der Engländer—Zahlreiche Gefangene und große Beute
epublikanische Abgeordnete Fish über Bereinigten Staaten Konvois stellen
3. Avril. (Funkmeldung.) Minitterprästbent l e ki ist im Alter von 62 Jahren heute nacht
Budapest,
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Serbischer Größenwahn tobt sich aus
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ihre wl.w.Dv >>u< 1*1,1 **111*11 Ull UlUbllHVUVU lllUU ll.eilV», aber dafür batten ne auch noch andere wichtige Ausgaben und arbeiteten ebenso wie heute auf einem ganz anders gearteten strategischen Kamvivlatz. Es verlohnt sich daher, ihre Ausgaben .unb Ersolgsauskichten zur Schädigung des Feindes einmal etwas näher zu betrachten, um Ziel und Wert ihres Einsatzes richtig beurteilen zu können.
Werktäglich nad)mittags.
•e'iftfiftsjett 18 Uhr morgens bis i Uhr abends außer Sonn- u. Feiertag» Berliner Büro Berlin-ÜBilmerstiorf
die Frage, ob die sollen.
Agedabia genommen
Berlin, 3. Avril. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Verfolgung der in Nordafrika bei Maria el Brega durch deutsche und italienische Verbände geworfenen Engländer wurde am 2.April fortgesetzt. Agedabia ist genommen und Z u e t i n a erreicht. Der Gegner befindet stch im eilige« Rückzug nach Norden. Die Zahl der Gefangenen sowie die Beute au gepanzerten und um gepanzerten Kraftfahrzeugen sind beträchtlich, die eigenen Verluste auherordentlich gering.
U. ScheUerrderg'Iche 8ni»»nuteret, „lag blatt. $> am' Bremlpred3er.6amntel.-Jit 69631 Drahtanschrift. Zagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto Frankfurt a M Nr. <405.
General Modic: „In zwei Tagen bin ich
--.Wen, 3. Avril. (Funkmeldung.) Heimkehrer der Schisse „Uranus und ..Schönbrunn", mit denen die reichsdeutsche Kolonie aus Belgrad in die Heimat zurückkehrte, berichten, daß in juaoslawischen Offizierskreisen ein Aus- lvruch des Generals Modic: „In zwei Tagen bin ich mtt meiner Nordarmee in Wien" zum geflügelten Wort geworden ist.
Dankgottesdienst in London
Graf Paul Tel., plötzlich verstorben.
Krieg auf allen Meeren
Von Vizeadmiral Meurer
geringer, so daß Großbritannien seine Zufuhren mehr und mehr einschränken muh. Wenn der amerikanische Land- wirtichaftsminister beispielsweise bekanntgibt, baß sein Ministerium jetzt mit den Einkäufen von Lebensmitteln für England in Amerika begonnen habe und dah sich diese Käufe in den nächsten 15 Monaten auf 500 Millionen Dollar belaufen wurden, so mag das für die amerikanischen Farmer, die schwer unter der Absatzkrise leiden, vielleicht em kleiner Trost fein. Was von diesen Lebensmitteln einmal England erreichen wird, ist freilich eine andere Frage, denn es gibt in dem von uns gegen England geführten Handelskrieg kein Nachlassen und kerne Pause.
Graf Teleki gestorben
Jetzt werden wir die Schwaben martern"
Deutsche Flüchtlinge berichten über die wüsten Ausschreitungen in Jugoslawien.
New Ssork, 2. April. Vor dem Rundfunk debattierten laut United Preß General O' Ryan, der republikanische Abgeordnete • Clark Baldwin^ der demokratische Senator W h e e l e r und der rei .......
Ungarn ist erneut von einem schweren Verlust betroffen worden. Nachdem erst vor kurzem Äuhenminfter Graf Csaki starb, ist nun Ministerpräsident Teleki plötzlich verschieden. Auch das deutsche Volk trauert um den frühen Heimgang dieses bewahrten Staatsmannes, der aus seinen Svmvatbien für das Reich nie einen Hehl gemacht hat und aufs eng ft e mit den Achsenmächten zusammenarbeitete. Er empfand sich stets als ein Vollstrecker des politischen Erbes des verstorbenen Minifterpräsideten E ö m b ö s. Graf Paul T e leki, der in der ungarischen Regierung schon mehrfach Posten bekleidet hatte, wurde am 1. November 1879 tn Budapest als Sohn des früheren Ministers, Graf Teleki., geboren und entstammt einem alten sieben- buralschen Adelsgeschlecht. Er studierte Geographie und Karthographle und schuf als Direktor der Geographischen Anstalt m Budapest den ersten magvarischen Weltatlas. 1911 trat er tn das politische Leben ein. Während des Weltkrieges leitete er das Knegsfürsorgeamt und gehörte später der ersten, gegen das kommunistische Regime gerichteten Eegen- reglerung als Außenminister an. Bei den Friedensverband- lungen tn Neuilly vertrat er die Rechte seines Landes.
mit meiner Nordarmee in Wien"
3m Unterhaus kam man ebenfalls auf die Machtergreifung König Peters zu sprechen. Unterstaatssekretär Butler den man gebeten batte, eine Erklärung über die Entwicklung der Lage in Jugoslawien und auf dem Balkan im allgemeinen . abzugeben, erwiderte: „Seit meiner Erklärung in der vorigen Woche hat sich die Lage durch die Machtergreifung einer neuen jugoslawischen Regierung von Grund auf geändert. Die britische Regierung steht in den besten und freundschaftlichsten Beziehungen zu der neuen Regierung. “
Dubbotic im Foreign Office
Stockholm, 2. Avril. Wie Reuter meldet, begab stch Jugoslawiens Gesandter Dubbotic am Dienstagmittag ms britische Außenamt. Es wird erklärt, dah der Besuch im Zusammenhang mit den Ereignissen in Jugoslawien stehe.
Ernste Beurteilung in Budapest
Budapest, 2 Juni. Die Lage in Jugoslawien wird in Budapester politischen Kreisen alsern st angesehen und dieser Auffassung geben auch die Blätter Ausdruck. Besonders lallt die ständige Verschiebung der Regierungserklärung S l rn o w r t s ch s auf, woraus man in Budapest folgert, dah die gegenwärtige jugoslawische Regierung in der Klärung ihrer austenpolltlschen Beziehungen eine zaudernde 6 ab tu n g, emnrnimt. während gleichzeitig mit außerordentlicher Energie alle bteientaen entfernt werben, denen Jugoslawien bisher verdankte, dah es außerhalb des Krieges blieb. Es wird darauf hingewiesen, daß man hinter diesen Tatbeständen die Hand Englands erblicken könne.
Die Spannung im Pazifik
Der Ebef der englischen Luftftreitkräfte in DitoRen in Manila eingetroffen. — Besprechungen mit dem USA.- Eefchwaberchef.
New Nork, 2 Avril Wie United Preß aus Manila weldet, traf dort im Flugzeug der Ebes der englischeu Luftstreitkrafte m Ostasten. Sir Robert Borke-Popham, mit feinem Stabschef Generalmajdr Swing zu einer Besprechung mit dem Chef der amerikanischen Ostastenflotte ein.
, Der Handelskrieg mit llberwasserschiffen war in den großen Seekriegen der Segelschiffszeit stets eine der wichtigsten strategischen Operationen. Er wurde meist von den Gegnern — der eine war immer England — mit der größten Energie geführt und hat mehr als einmal die Gegner Englands zum Nachgeben gezwungen, weil damit die Quellen ihrer Wirtschaft und damit ihrer volitischen Macht zu versiegen begannen. Dasselbe Ziel hat auch der Handelskrieg gegr- England beute, nur wird er von llberwasserschiffen, llnte. leebooten und der Luftwaffe gleichzeitig geführt. Aber die Aufgaben dieser drei Waffen stnd sehr verschieden. Der Handelskrieg mit Unterseebooten und Flugzeugen richtet sich ausschließlich gegen den feindlichen Frachtraum. der ozeanische Handelskrieg mit llberwasserschiffen bat außerdem noch andere und roeitergefoannte Aufgaben. Er kann sowohl von Kriegsschiffen wie von starkbewaffneten und möglichst schnellen Handelsschiffen („Hilfskreuzern") geführt
Immer wieder lesen wir in den täglichen Wehrmacht« berichten von den Erfolgen deutscher Handelsstörer fern von den heimatlichen Gewässern, drauhen auf den Weltmeeren. Ihre Namen werden nicht bekanntgegeben, ebensowenig ihr genaues Operationsgebiet, sondern nur ihre Erfolge durch Versenkung feindlichen Frachtraums. An nicht weniger als 17 Stellen in der unendlichen Weite der drei Weltmeere wurde die Tätigkeit der Handelsstörer feit ■fenegsbegmn durch die Wehrmachtberichte schon gemeldet. Aber bteies beinahe schattenhafte Bilb bat einen sehr realen »mtergrunb; es enthält bie Quintestenz bes Kreuzer- Jrieges, einer ber wichtigsten Operationen der offensiven deutschen Seetriegfübrung. Auch die Unterseeboote und die Fernkampfflugzeuge führen Kreuzerkrieg, aber unter anderen Itrategmben taktischen Bedingungen, und meist nur in den Gewässern um Westeuropa, also im Ost-Atlantik. Sie bleiben an ihre Overationsbasts gebunden. Anders die ganz auf Heb selbst gestellten Kriegsschiffe, die auf den Weltmeeren schon seit Kriegsbeginn erfolgreich Kreuzerkrieg führen und bis zu ihrer Rückkehr in die Heimat von allen Verbindungen und allen Möglichkeiten der Erholung und Versorgung abgeschnitten stnd — eine ungeheure Leistung von Führung und Personal!
Schon im Weltkriege hakte der anfangs von Kleinen Kreuzern, spater von geswickt getarnten unb glänzend ge« führten Hilfskreuzern in allen brei Weltmeeren, im Atlantik, im Indischen Ozean unb im Pazifik durchgeführte Hanbels- trieg. beachtliche Erfolge gebaut. Nicht weniger als 350 000 BNu.. fembltcber Tonnage würben von ihnen versenkt, außerdem gingen viele Schiffe mit insgesamt 74 000 BRT. auf den
"hnen gelegten Minen verloren. Freilich konnten diese rfolge fick mit denen der Unterseeboote nicht mesten.
^,.8raz, 2. April. Immer wieder rollen Sonderzüge mit Fluchtungen über bie Grenze. Aus bem Grazer Hauvtbahn- doi sieben unentwegt die Volksdeutschen und begrüßen die ankommenden „ernst und voll Mitgefübl und fragen voll lull immer Befürchtungen und Sorge nach bem Schicksal Ver- toanbter unb Bekannter. Jrn Strom ber Eintreffenden luiben „sie nach vertrauten Eestchtern. Dabei spielen stch u t ter nde Szenen des Wiedersehens ab.
Lost Erleichterung, aber überschattet von Aufregung und schrecken „der letzten Tage und Stunden hören wir sie «nmer wieder: ...Gott sei Dank, wir stnd in Sicherheit." Itner ist Übel zugerichtet und bat die Wunden und Schrammen nur notdürftig verbunden. Ihre einzige ^°rge ledoch galt nicht ihrem Besitz und ihrer Habe, sondern Wr dem einen: Heraus aus dieser Hölle, die von „sMe zu Stunde schlimmer wird Auf der Sammelstelle Mdlen sie nun. als sie tbr warmes Esten löffeln, von ihren „tiednisten. „Als mir wegfuhren, schrien uns die Serben
-Geht nur. Ihr deutschen Schweine. Wir wollen Blut Jetzt werden wir die Schwaben martern! Die '-‘lagen werden wir mit ihnen pflastern. Wartet nur ab!"
8ni*l8enpm|e; Ein IDHIUmetet HShr 6 et 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil ®nint>- preis 7 Rps., ber 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rps., sonst laut Preisliste Nr. ». Nachlässe nach Preisliste Nr. 9 - Schluß bet Anzeigen - Annahme 9*/l Uhr oormtttags
Wenn immer bie Serben einen Deutschen allein Prnlen«.?D£lfen k»e mit Steinen nach ihm und schlagen ibn. Auch Kinder und Frauen martern Re. Dem deutschen Pfarrer in Marburg, haben ste die Wohnungseinrichtung zertrümmert und ibn leibst bedroht Wenn stch ein Deutscher zeigt, w wird er mit deutsches Schwein" beschimpft und angeioudt. Kinder werden gezwungen, serbische Lieder auf den König zu fingen Wenn sie sich weigern, werden sie blutig geschlagen. Die Juden wollen natürlich den Serben "«t nachsteben und beben rote besessen. Überall flüchten die Volksdeutschen daher auf bas Lanb unb in die Wälder, wo ste stch verbergen.
Zum Bonus des Donau-Banats iNeufatz). das das Haupt,iedlungsgebiet der deutschen Volksgruppe umfaßt, wurde der frühere Staatssekretär im Jnnen- mtntftettum Dr. Milorad Vlaschkalin ernannt. Vlasch- faltn ist Freimaurer und wurde im August 1940 von feinen^.Polten int Innenministerium entfernt, da er allzu offensichtlich deutsch- und italienfeindliche Umtriebe begünstigt batte.
. as, Berlin, 3. Avril. Wie aus Kanada berichtet wird, ist dort Sir Arthur Sui ter eingetroffen, der bekanntlich von Churchill nach Amerika entsandt wurde, um mit der USA.-Regierung über Schiffahrtsfragen, b. h über die Überlastung amerikanischen Schiffsraums für England zu verbandeln. Der Mangel an Plätzen im ameri- fstnischen Transozeanflugdienst machte es offenbar unmög- htb, diese wichtige Reise Salters zu beschleunigen, so daß dieser vier Wochen für die Überfahrt nach Kanada benötigte. Vermutlich haben es aber die Amerikaner auch gar nicht eilig, Herrn Satter zu begrüßen, da ste sehr genau tv.lsfen, daß ste nicht in bet Lage finb die britischen Schiffsnote zu beheben. Das ist in der amerikanischen Preste, worauf wir mehrfach hinwiesen, in ber letzten Zeit sehr beutlich zum Ausdruck gekommen. Um so größer werben allerbings die Noten Englands, da, wie auch der gestrige Bericht des OKW. wiederum zeigt, Tag für Tag sehr erhebliche Mengen englischen Schiffsraums auf den Grund des Meeres geschickt F°rden. Wenn Sir Arthur Satter bei seiner Ankunft in Kanada betonte, daß das britische Eeteitzugsvstem von Tag su^Tag^mebr vervollkommnet werde, so ist der gestrige OKW.-Bericht, nach bem roieber einmal 5 feinbtiche Sänfte aus gesicherten Eeleitzügen von einem beutschen U-Boot berausgeichosten wurden, eine sehr gute Illustration zu bjeiet Jllunonsluge Salters. Die Tatsache dürfte aber auch bie Begeisterung gewisser englischer Kreise für bie Einrich- ntna von USA.-Geteitzugen etwas bämvfen. Die 77 300 Bruttoregistertonnen, die der gestrige OKW.-Bericht als Lerfenkt. verzeichnet, schlagen für England stark zu Buch. Gewitz ist dieser Handelskrieg kein Blitzkrieg. Aber dieser st a n d i g e A d e r l a ß an dem Schiffsraum, mit dem ber Feind stch versorgt, muß auf die Dauer tödlich wirken. -Lie Tonnage, die England zur Verfügung steht, wird immer
Grotzes Tanker-Sterben
Berlin, 2. April Die englische T a n k s ch i f s a h r t hat in den letzten Tage« auherordentlich große und bei dem fetzrgeo Stande des englischeu Tankschiffbaues unersetzliche Verluste erlitte«. Wie der Wehrmachtbericht vom Sonntag, 30. März, meldete, versenkten Uaterseeboote fünf Tankdampfer, die zum Teil ans stark gestcherten Eeleitzügen heransgeschossen u«d versenkt mürben.
Am Dienstag, 1. April, haben Teilkräfte eines deutschen Kampfgeschwaders im St.-Eeorg-Kanal einen englischen Tanker-Geleitzug angegriffen und sechs grobe Ll- Iransportdampser vernichtet.
Ohne Einrechnung der im Mittelmeer entstandene« Ta«lerverl»ste hat die britische Handelsflotte allein im Sperrgebiet um England in den letzten Tage« elf grohe Ta« k d a m p f e r mit insgesamt 84 000 BRT. eiugebüht. Die Ladefähigkeit dieser elf Tankdampfer umsaht rund 110 000 Tonnen oder HO Millionen 2<fet Xteibitoff, die der britischen Wehrmacht unb Kriegswirtschaft innerhalb weniger Tage verloren gegangen stnd.
. USA. und die Geleitzug-Frage
O'Ryan betonte, dah Kriege niemals gewonnen würden, wenn wichtiges Kriegsmaterial unbenutzt in den Docks hegen bleibe Baldwin trat für Konvois über den halben Ozean ein, rote es Amerika auch im Weltkrieg getan habe Der Republikaner Fish erwiderte demgegenüber, dah er nicht glauben könne, dah die Regierung Eeleit-
M geben beabsichtige Tue ste es aber doch, „bann kenne sch kein Wort, bas scharf genug wäre, um einen derartigen V er trau ensbruch zu geißeln" Wh eele r erklärte: „Das USA.-Volk wird durch Betrug von amerika- nijcheu Judassen jetzt in die Arme der Kriegsgötter geführt. Heute der Betrug, morgen das Kruzifix."
^.Stockholm, 2. Avril. Wie Reuter meldet, fand am Mittwoch in London em Dankgottesdienst statt, durch den die Thronbesteigung von König Peter auf ‘ lugoilawrschen Thron gefeiert wurde. König Georg England wurde dabei von einem Bruder, dem Herzog Gloucester, vertreten.
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