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Mittwoch, 8. MLrz 1841

Wiesbadener Zagblatt

Nr. 54 Sette I

Die Sicherheit der LuftschutzrSume

Die Luftschutzbereitschaft der Bevölkerung mutz immer vorhanden sei«. Der Luilschutzraum hat sick als die Grund­lage des ge,amten Selbstschutzes erwiesen. Nach allen Er­fahrungen bietet er den größtmöglichen Schub und ist damit das wlchtigite Element des Luftschutzes der Bevölkerung überhaupt. Alle Bemühungen geben deshalb dahin, die Sicherheit des Luftschutzraumes zu erhalten und zu ver­narren. Es ist notwendig, daß überall ein ausreichender starker Svlitterschutz an den Öffnungen vorhanden ist. Ebenso sollen die zum Teil noch nicht gemachten Brand- mauerdurchbrücke durchgeführt werden. Durch Erleich­terung der nachbarlichen Hilfe und Ausweichens in die Nach- barbäuser ist der tatsächliche Schutz bedeutend erhöht. Auch längere und häufigere Fliegeralarme dürfen die Arbeits­kraft und die Gesundheit der Volksgenossen nicht schädigen. * Deshalb ist die wohn! i die Au sstattung der Luft­schutzräume wichtig. Möglichst viele Volksgenossen sollten ein Bett oder eine andere Lregemöglichkeit zum Schlafen im Luftschutzraum haben. Der bisherige Luftschutzraum wird dazu nicht immer ausreichen. Es muhten daher gegebenen­falls weitere geeignete Kellerraume hinzugezogen werden. Dabei soll möglichst auch an besondere Räume für Mütter mit Kleinkindern gedacht werden.

Auch in den Frühjahrsmonaten ist die Sicherung einer richtigen Temperatur im Luftschutzraum von Be­deutung. Untertemperaturen, aber auch übertemveraturen sollen vermieden werden. Man hat festgestellt, daß die ideale Temveratur für den Luftschutzraum bei 15 Grad liegt. In den Wintermonaten haben sich vereinzelt Volksgenossen vom Aufsuchen des Luitschutzraumes abhalten lassen, von denen mancher dann beim Luftangriff in seiner Wohnung den Tod fand. Es bandelt ssck hier um eine Frage, die nickt nur für die Wlntermonate Bedeutung hat. In den Kellerräumen

ist es bekanntlich gerade dann noch besonders kalt, wenn es draußen schon warm ist. Wichtiges Gebot ist also: Im Lust­schutzraum ausreichend warm angezogen sein und bei den Liege- oder Sitzmöglichkeiten einen entsprechenden Abstand von der kalten Wand bewahren! Um die Kälteausströmung des Bodens und des Mauerwerkes zu mildern, empfiehlt nch möglichst die Isolierung des Bodens durch alte Tev- viche oder Matten, ebenso die Isolierung der Wände mit alten Decken. Papier, Pappe oder Brettern. Auch der nötige Mundoorrat und warme Getränke in Thermosflaschen dür­fen nicht vergessen werden. Alkohol ist ganz unzweckmäßig, weil er nur eine vorübergehende Erwärmung bringt und die Abkühlung dann um so empfiiidlicher ist. Auherdem wird nur die Einsatzfahigke.it der Luftschutzgemeinschaft beein­trächtig-. Trotz aller dieser Vorkehrungen wird man vielfach olme eine Beheizung des Luftschutzraumes nicht auskommen. Die Beheizung kann, einmal durch transportable Kachel­oder eiserne Öfen erfolgen. Für die ausreichende Her­stellung solchen Öfen ist durch eine umfassende Organisation ebenso gesorgt rote für den Einbau. Die zweckmäßigste Be­heizung für die Übergangszeit bleibt jedoch die mit elektri­schen Heiz-orverii, wobei zunächst auf die in der Luftschutz- gemeinlchaft. vorhandenen Heizgeräte zurückgegriffen werden soll. Auch hier ist für eine ausreichende Produktion gesorgt. «M »aulern mit Zentralheizung kann man sich häufig da­mit helfen, dah man, aber nur durch den Fachmann, von den durch den Schutzraum gehenden Rohren Teile der Iso­lierung entfernt.

Esluftschutzbund hat genügend Luft- schutzbauberater eingesetzt, die in allen Zweifelsfragen zur SOerfugung stehen. Es ist zweckmäßig, die Schutzräume auf einen »ochstand an Sicherheit und Beauemlickkeit zu bringen, damit der, Luftschutzraum der Bevölkerung eine in jeder Be­gebung einwandfreie Zufluchtstätte bietet und die Wider­standskraft des deutschen Volkes in keiner Weise beeinträch­tigt werden kann.

Wir gedenken am 5. März: des 1512 zu Rupelmonde in Flandern geborenen Gerhard Mercator (deutsch: Kremer), des Schöpfers der modernen Kartographie: er ver­wendete 1569 erstmals die winkeltreue Zylindervrojektion, die nach ihm benannt wurde: er starb am 2. 12. 1594 in Duisburg. 1534 starb in seiner Vaterstadt Eorregio der Maler Antonio Allegri gen. Eorregio. der um 1494 ge­boren wurde. Sein Schaffen war entscheidend für die Ent­wicklung der italienischen Malerei von der Hochrenaissance «um Barock. 1815 starb in Meersburg am Bodensee Franz Anton M e s m e r. geb. 23. 5. 1734 zu Iznang am Bodensee. Mesmer führte. Theolog und Arzt, den bereits von Paracel­sus benutzten Magneten wieder in die Heilkunde ein und wurde zum Begründer der Lehre vom tieriscken Magnetis­mus. Auf seinem unsteten Wanderleben kam er auch nack Mainz, wo er sich für einige Jahre niederliest. 1904 starb in Hannover der vrenstische Eeneralfeldmarsckall Alfred v. Waldersee, geb. 8. 4. 1832 zu Potsdam. Seit 1866 im Eeneralstab. seit 1888 Chef des Großen General- stabs wurde er 1900, unter Ernennung zum Eeneralfeld- marschall, Oberkommandeur des internationalen Aufgebots zur Unterdrückung des Boreraufstandes in China. 1318 besetzten unsere Truppen die Alandsinseln. Vor 8 Jahren bekannten stch am Tag der erwachenden Nation bei der Neichstagswabl 52 Prozent der Wähler zur Regierung Adolf Hitlers. 1935 verunglückte bei Bayreuth der Gauleiter der Bayrischen Ostmark und Reichsamtsleiter des NS.-Lehrer- bundes Hans S ch e m m. geb. 6. 10. 1891 zu Bayreuth. Zu­erst Lehrer in Neufang bei Wirsberg (Oberfranken) war er im Weltkrieg im Sanitätsdienst bakteriologisch tätig, dann Lehrer in Bayreuth. 1919 Zeitfreiwilliger. Seit 1921 Na­tionalsozialist und schulvolitisch tätig, gründete er 1927 den Nationalsozialistiscken Lehrerbund.

« Der Kreiskriegerverband Wiesbaden im NS.-Reichs-

friegerbunb hielt eine gutbesuchte Provaganbatagung »o. Kreisvrovaganda-Obmann stör ring leitete die Ta­gung und begrüßt« außer dem stellvertr. Kreiskriegerführer Decker weitere Kreis-Beiratsmitgliober und die zahlreich erschienenen Kameraden. Major a. D. Kamerad Arndt sprach Uber das Thema: ..Die Kriegslage und die Kriegsaussschten in Europa . Er verstand es mit feinen fesselnden Ausführun­gen die Kameraden über zwei Stunden in feinen Bann zu ziehen und streifte jedes europäische Land in feiner Ge­staltung zur heutigen Lage. An Hand von großen Landkarten und sonstigen statistischen Unterlagen war der Vortrag für leben Kameraden von großem Interesse und gab jedem Ein- relnen ein klares Bild über die Auswirkungen des Kriegs­geschehens Die Ausführungen des Redners wurden mit überaus starkem Beifall gelohnt.

Wer kennt die Hauifas? Das große Reich der Haussas wurde durch die Fulbe oder Fulla, durch die Verschiebung der Volker Afrikas, aus ihrem Ursprungsland vertrieben. Die Fulbe dehnten aber den nunmehr in ihren Besitz ge­kommenen vaussästaat weit aus, das heute Adamaua ge­nannte Gebiet ward ihrer. Eine ganze Reihe von Fulbe- itaaten wurden errichtet bis hinunter nach Ngaundere und Tibati im Süden Kameruns. Die Hanssa aber, bie durch die Vermischung mitsben Negern viel Verschlagenheit und List geerbt hatten, wurden die großen Handelsmänner des Sudan und Mittelafrikas, überall haben sie ihre Wobn- stätten. von der Küste Kameruns, vom Senegal bis nach Kairo. Ihre Karawanen durchziehen die Länder und Reich­tümer wurden erworben. Durch ihren Handel wuchs ihre Macht, zwar nicht politisch aber wirtschaftlich, die Fulben verarmten und den Haussas ging es wieder gut. Außer ihrem ausgesprochenen Handelsgeist besitzen sie große Fertig­keit im Weben und Leoerflechtarbeiten. Einen besonderen Geschmack zeigen sie in der Zusammenstellung der Farben. Eigene Entwürfe von geschmackvollen Mustern im Sticken und Flechten verraten ihren Kunstsinn. Wer diese kunst­vollen Handarbeiten bewundern will, sollte nicht vergessen, die Kolonialausstellung im Paulinenschlößchen zu bestlchen, die reichlich mit Haussaarbeiten beschickt ist

starkwirksam, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und so preiswert! jft1

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die große Tube die kleine Tube

25"-

. ©eneralmawr a. D. Wilhelm Betzel ist am 15 Fe­bruar in Charlottenbura geitorben. Im Satire 1908 kam er au öem 1 Nassauischen Feldartillerie-Regiment Nr. 27 Dramen. Dort übernahm er als Major die Führung der

V?/öebener Abteilung. Mit dieser zog er auch in den Weltkrieg In der ersten großen Schlacht dieses Regiments, am 22. August 1914 bei Bertrir-Ochamvs. führte er ohne eigene. Flifanteriedeckung feine Abteilung in feindlichem Jn- fqntertejeuer nut eiserner Ruhe und großem Schneid in eine offene Feuerstellung, Auch sonst zeichnete er sich in dem he sti­ll en Kamvi so aus daß ihm am Abend der Schlacht der Kom- mandeur des. Infanterieregiments Nr. 81 Generalleutnant fßrntj trnedrich Karl von Hessen die Hand mit den Worten reichte: Herr Major, ick danke Ihnen herzlich: das Ver- dalten Ihrer Abteilung heute war über alles Lob erhaben. Sie haben der Infanterie unschätzbare Dienste geleistet." Am U. August bereits wurde Vetzel bei Matton am Oberschenkel verroimdet. Nach seiner Ausheilung kehrte er wieder zu sei- nem Regiment zurück und übernahm dessen Führung, die er dis November 1915 behielt, wo ibn ein Beckenbruch erneut in ent Lazarett zwang. Nach Rückkehr an die Front wurde BetzelKommandeur des Feldartillerie-Regiments Nr. 229 und water Artilleriekommandeur. Nach dem Kriege bis zu jeinem Tode arbeitete Betzel unermüdlich und selbstlos als Vorsitzender und Ehrenvorsitzender der Offiziersvereinigung und der Kriegerkameradschaft Berlin unserer alten Dränier an der Pflege der Tradition und des Zusammenhaltes der alten Kameraden.

Verbesserungen in der Kurzarbeiterhilse. Bisher wurde der Verdienst aus einer Beschäftigung, die ein Kurz­arbeiter wahrend der Ausfallstunden außerhalb feines Be- irrebes ausubte, voll auf die Kurzarbeiteruinerstutzung an­gerechnet. die sich somit um diesen Betrag verringerte oder ganz roegftel. Der Reichsarbeitsminister bat nunmehr zu- gelassen. daß, soweit Kurzarbeit überhaupt noch in Frage kommt, der Verdienst für eine außerbetrieblicke Beschäftigung bet der Berechnung der Kurzarbeiterunterstützung ebenso behandelt wird wie der Verdienst im kurzarbeitenden Be- trteb selbst. Kurzarbeiterunterstützung kann also jetzt ge­wahrt werden, so lange Kurzlohn und Nebenverdienst zu­sammen ntckt fünf Sechstel des vollen Lohnes (ohne Kurz­arbeit) erreichen.

Der Taunusbund Ortsgruppe Wiesbaden führte unter der bewahrten Führung der Wanderfreunde Eichhorn und ® V s.e l tote. dritte Hauptwanderung durch. Vom Bahn­hof Aunnaen ging es nach Wildsachsen und nach Überschreiten der das Lorsbachtal westlich begrenzenden Hügelkette am Judenkovi. vorüber zum. Sorst-Wessel-Turm. Sier wies der Bürgermeister von Eppstein auf die drei Wahrzeichen Epp­steins hm: Dokumente der drei deutschen Reichsformen: die lllie, Burg aus dem Mittelalter, der Kaisertemvel und der Horst-Weil el-Turm. Von letzterem bot sich ein schöner Blick tn das Evvsteiner aal. die Taunushöhen. im Hintergründe die Ruinen von Königstein und Falkenstein sowie der Altkönig und Feldberg. Wahrend der Rast in Eppstein gab Dietwart §ttbbotn einen kurzen Auszug aus der Geschickte Eppsteins. An Vockenhausen vorüber ging es zu der alten Malstätte, dem KäuferHof, tn welchem jetzt ein Kinderheim untergebracht tft Wetter führte der Weg über aussichtsreiche Höben nach Oberiosbach und zum Endziel der Wanderung. Niedern­hausen.

. Hohes Alter, yraulein Adele Bamann. Seerobern {trage K. begeht heute ihren 70. Geburtstag. 70 Jahre alt wird, am 6. Marz Herr Frieda Sperling. Dotzheimer Straße 94. der noch in körperlicher und geistiger Frische seinen Dienst versteht. Er ist alter Kämpfer der NSDAP.. Mitglied der NSKOV. und der 87er Kameradschaft.

Unfälle, ^n einem Hause an der Sonnenberger Straße stürzte eine Frau von einer Leiter und zog stch dabei einen Unterichenkelbruch zu. In der Schiersteiner Straße stolperte ein Mann auf einer Treppe so unglücklich, daß» er auf'den Steinboden fiel und außer Prellungen einen Armbruch erlitt.

Wiesbadener Gemüse- und Obitmarktbericht vom

4. Mim. . ©emüfeangebot sehr mäßig. Nachfrage uns Verkauf gut, Großmarktvreife (in Klammern die Kleinmarktvreise): Rosenkohl (% Kilogramm) 27.6 (3538), Karotten 8.6 )12), Schwarzwurzel 19 (26). Rote Rüben 8 (11). Sellerie 15.5 (21). Lauch 17.5 (25). Wiegsalat 198 (252280). Feldsalat 35 und i>6 u^^s. Zichoric 44 (55). ausländ. 36 (48-50). Peter-

fihe 220 (280300). Schnittlauch (Tops) 38.5 (4550), Kresse (Portion) 44 (5055). Radies (Gebund) 22 (30) Pfg

Wiesbadener Biehhofmarktbericht vom 4. März. Für 50 kg Lebendgewicht tn RM: Schweine: a) 57,5, b) 1. 57,

Der kommunale Beobachter

Gemeindliche Kriegsauigaben

Die in sehr vielen Fällen völlig zerrütteten Finanz­verhältnisse der deutschen Gemeinden erfuhren mit. der Übernahme der Staatsführung durch den Nationalsozialis­mus einen grundsätzlichen Wandel. Es war kein leichtes Erbe, das angetreten wurde, aber der Wille des Führers, der die Schaffenskraft aller verantwortlichen Männer tn Reich. Ländern und Gemeinden befruchtete, brachte es fertig, daß innerhalb kurzer Zeit eine völlige Neuordnung der Gemeindefinanzen Raum greifen konnte. Mit der Ausrichtung der Eemeindeaufgaben auf die Belange des Dolksganzen waren nach der Beseitigung der in zahlreiche Interessengruppen zersplitterten Stadtparlameute. die Schranken gefallen, die sich in der Systemzeit unseligen An­denkens allen Bemühungen in den Weg stellten, die zu einer angestrebten Normalisierung der Eemeindefinanzen. zu dem erstrebenswerten Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben hätten führen können. So lange die Wirtschafts- verhällnisse einerseits die Steuer- und Eebührenaufkommen immer mehr eine rückläufige Entwicklung nehmen ließen und andererseits die durch die Erwerbslosigkeit bedingten Wohlsahrtslaften zu einem reißenden Strom anwuchsen, der rücksichtslos alles mit riß, was an Sicherungen finanzieller Art im Laufe derguten Jahre angeschwemmt worden war, war es den Gemeinden nur mit Hilfe von Schulden- erböbungen möglich, die laufenden sowie dringend er­forderliche Sonderausgaben zu erfüllen.

Mit der Aufstellung großzügiger Arbeitsbeschaffungs- Programme. deren Durchführung stch auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens befruchtend auswirkte, be­gann allmählich die auseinanderklaffende Schere zwischen eteuereinnahmen und Wohlfahrtsausgaben wieder eine Lage anzunehmen, die den zunehmenden Eesundungsprozeß in den Gemeindehausbalten erkennen liefe, eine Gesundung, die nach und nach zunahm und so die meisten Gemeinden in die Lage versetzten, laufende und auch zusätzliche Auf­gaben ohne weitere Belastung des Schuldkontos in An­griff zu nehmest. Schließlich wirkte sich die allgemeine Wirtschaftsbelebung so aus, daß sogar darangegangen wer­den konnte, die Rücklagenbildung und den Schul» benabßau in die Wege zu leiten. Die Leiter der Ge­meinden konnten wieder ausgeglichene Haushalts­pläne vorlegen, die nicht nur auf dem Papier standen, sondern auch tatsächlich durchgehalten wurden, wobei natur­gemäß. die Beschränkung auf die notwendigsten Ausgaben und die Beachtung größter Wirtschaftlichkeit und Sparsam­keit im Vordergrund der Haushaltsführung stehen mußten. Wesentlich zur Bereinigung der gemeindlichen Finanzver- haltnisse hat die weitausholende llmschuldungsaktion beigetragen, die als eine der ersten finanztechnischen Eroß- maßnahmen nach der Machtübernahme in Angriff genom­men worden war. In den Jahren 1934 bis 1939 waren die deutschen Gemeinden in der Lage, ihre Schuldverpflich­tungen um eine Summe von 430 Mill. RM zu ermäßigen. Die notwendige Neuverschuldung, die einer scharfen Prüfung unterlag und nur in den dringendsten Fällen Genehmigung fand, belief stch in 1934 noch auf 295.74 Mill. RM. in 1939 dagegen nur noch auf 65,76 Mill. RM. Es kann damit ge» redjnet werden, daß im .Reichsdurchschnitt die gemeindliche Schuldenlast seit dem Jahre 1935 um nicht weniger als ein Viertel zurückgegangen ift

So zeigten die Gemeinden bei Kriegsbeginn eine wesent­liche Entlastung bei ihren Verpflichtungen: der Gesundungs­prozeß hatte, systematisch Fortschritte gemacht und war die beste Vorbedingung für tote Erfüllung der den Gemeinden gestellten Kriegsaufgaben, die eine Verschiebung innerhalb der Aufgabenstellung naturgemäß zwangsläufig herbeiführen mußten. Aber auch hier hat sich die Einspielung schnell und meist reibungslos vollzogen, sodaß der zu leistende Kriegs- beitrag der Gemeinden (jährlich etwa 1,25 Milliarden RM) dem Reich eine wertvolle Unterstützung bot. Als neue Auf­gaben während der Kriegszeit kamen noch hinzu: die über« nahine von etwa ein Zehntel des Familienunterhalts durch die Gemeinden, zwei Drittel der Aufwendungen für die neu errichteten Eruährungs- und Wirtschaftsämter und schließlich der Sonderposten ..Luftschutzkosten". Diese vier neuen Aufgabenvosten mußten ihre Finanzierung finden ohne daß ihnen eine Einnahmeerhöhung durch neue ober er­höhte. Steuern ober Gebühren hätten entgegengestellt wer­den können. Svarmmste und bis ins kleinste überlegte Haus­haltsführung war die Voraussetzung für die restlose Er­füllung der neu gestellten Aufgaben. Die deutschen Gemein­den haben im Kriege ihre Bewährungsprobe mit Erfolg bestanden, Jeder einzelne Volksgenosse, ganz gleich an welcher stelle der weitverzweigten Organisation einer Ge­meindeverwaltung er arbeitet, kann mit Stolz auf die Er­füllung. der gestellten Anforderungen zurückblicken. Auf das eine Ziel ausgerichtet, am Endsieg mitzuhelfen, leisten die deutschen Gemeinden ihre verantwortungsvollen Kriegs­aufgaben. P

ZU je 5000 RM:

b) 2. 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5; Kälber: a) 59, b) 5359, c) 4550, d) 2540; Hümmel: b) 1. 51, c) 44; Schafe: c) 25.

. Deutsche Rerchslotterie fünfte Klasse. In der Montag-Lor- Mittagsziehung wurden folgende Nummern gezogen: 3 Gewinne zu je 30 000 RM: 137 031, 3 zu je 20 000 RM: 380 965, 9 au ie 5000 RM: 18 978 67342 160 147, 12 zu je 4000 RM' 99 5^3 182 960 234 058 283 684, 18 zu je 3000 RM: 56 059 144 654 .174 449 20o 639 390 980 393 369, 30 zu je 2000 RM' 19 170 37 743 60 684 70 161 98 809 206 820 273 564 308 460 339 036 395 952; in der Nach- U1IJ?0S^^2.URS uelen folgende Nummern: 3 Gewinne zu je

42 837' 6 zu je 5000 RM: 1323 338 209. 9 zu e 4000 RM: 214 817 329 901 356 902, 9 zu je 3000 RM' 34 809 KM um je 2000 RM: 7992 36 229 58 168 73 907

IO? E 141 511 177 209 192 379 193 295 199 096 222 999 243 887 30a 108 310 627 326347 351 843 356 863 397 879. (Ohne Gewähr)

°>UH«pu-r<che, Schwuw-Igefuhl, Nervosität. Üdremäwbü

tefiSSÄSeÄ'« $54 15

ffllan rührt die Margarine (Schmalz) schaumig und gibt nach und nach Zucker (£>I sofort mit dem Zucker verrühren!),

. . Ei,Gewürze sowie das mit etwas Milch angeführte Soßen- oder Puddingpulver hinzu. Das mitBackin" gemischte

WV UHZrSpnngTÜTW. und gesiebte Mehl wird abwechselnd mit der übrigen Milch untergerührt.Man verwendet nur so viel Milch daß der

G

Teig sebwer (reißend) vom Löffel fällt. Errowd in eine gefettete Springform (Durchmesser etwa 26 cm) gefüllt und mit einem Eßlöffel, den man häufig in Wasser taucht, glatt gestrichen. 9

?*>S: 5OgMarzarm«oberSchweineschmalzobre361 Öl, 125 g Zuck«, 1 Ei, etwa« Satz,Ä Fläschchen Dr.

= '*----- '~ u............... ....... ... «uuu,«, yiuei yriHiuerii.

^ /A^^^3i'ronk1^nDrm,r<r^16n' 5ür ötn Belag schält man die Apfel, schneidet sie in Diertel und ritzt sie mehrmals der Länge nach ein. die Ävfe, ab« ^PLckchka Pubbmg»ui«er V«»iiie.Sesch-i»ck,erw- ober das eingemachte Obst werben auf den Teig gelegt. 3 n'e 6 *ctel

Backzeit-Etwa 45 Minuten bei guter MÜtelhitze. Nach dem Backen kann man dm Kuchm mit P-lderzucker bestäub«

iSelaz: 500-7>0gipfd ober 500 g gut ibaetrcpfiee, Bevor ein Rührkeig.Settck au« »tm Backofen genommen wir», muß auf alle File die Sarp rote gemacht

getuckerte«, eingemachte« Obst ®. Kirschen, Dfianmen R,tr^IL ®an fti**milntm tooljdjtn möglichst in bie Mitte bee Gebäck«. Wenn fein Teig daran dängenbleibe, ist ' Stachelbeeren). 8. Man nimmt »hn au« dem Ofen, läßt ihn etwa 510 Minuten stehen und stürjk ober hebt ihn auf einen

Zum Bestreuen «nach Belieben): Etwa. Puder-ucker Üfl ««M'ff-t vom Raub.

6 ' __________ Hittc auiuirhneiden.