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UaterhaltnagSbeilage
Nr. 51
Samstag/Sonntag, 1./2. Marz 1941
89. Zahrg-ng
740 OOP BRT. im Monat Februar versenkt
Bulgarien im Dreierpaki
Großbritannien hat sein Intrigenspiel im Südosten endgültig verloren
tinroies, so be-
(£r.
Ankunft des bulgarischen Ministerpräsidenten
. Nach dem Abschreiten der Ehrenkompanie gelt Relchsaußenminister seinen Gast ins Hotel Bristol.
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ieneral der Flakartillerie
Wattä-lich aochmtnag».
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Auftakt des Sieges
Von Fritz Günther
Bei der Fahrt durch die Straßen Wiens wurde Dr. Filou von der Wiener Bevölkerung herzlich begrüßt.
Unterzeichnung des Protokolls
3m Schloß Belvedere bei Wien ist heute mittag Bul» gatien dem Dreimächtepakt beigetreten. Der bulgarische Ministerpräsident Dr. Siloff unterzeichnete das Protokoll, ebenso die übrigen Vertreter der Paktmächte. Ministerpräsident Dr. Filoff und Reichsaubenminister Ribbentrop gaben nach der Unterzeichnung Erklärungen ab. 3m Anschluß an den Staatsakt begrübte der SUhrer die Teilnehmer und Gäste im Selben Saal des Schlosses Belvedere.
Man versuche einmal sich eine Vorstellung zu machen von dem 91 u s s a l l an fertigem Kriegsmaterial oder für die Produktion benötigten Rohstoffen und ebenso dringend erforderlichen und daher sehnsüchtig erwarteten Lebens- "llltelzusubren, den die V e r s e n k u n g von einer Viertel Million BRT. feindlichen oder dem Feinde nutz- baren Schiffsraums bedeutet. 250 000 BRT. das sind 375 000 Ladegewichtstonnen. Zum besseren Verständnis dieser Zmer lei als Vergleich die Ladefähigkeit der groben Rheinkahne herangezogen, die wir von den Schlevv- »ugen her kennen. Jeder dieser groben Schleppkähne auf dem
Um 12.30 Uhr traf der Königlich Bulgarische Minister- präfident, Prosessor Dr. Filoff. im Flugzeug in Wien ein. Der Reichsminister des Auswärtigen von R i b b e n - v begrübte den Ministerpräsidenten auf dem Flugplatz. Zum Empfang waren unter Führung des Reichsleiters --- Schirach Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht erschienen.
Eines der Mittel, die dem angeblich die Meere beherrschenden Gegner die Überlegenheit der Achsenmächte be- sonders fühlbar machen, ist die Seekriegfübrung. Ihre Er. folge finden in den immer, höher werdenden Versenkungs- zmeni Ausdruck. Im Hinblick auf die von England erwartete Amerika-Hilfe sind besonders die in der letzten Zeit er- Sielten Erfolge bemerkenswert. Daß diese Erfolge der deutschen Seekriegfübrung in London nicht mehr rundweg abgeleugnet, sondern zum Teil bereits eingestanden werden müssen, rann als ein Beweis für die Wirkung an» Seieben werden. Mit dem Beginn des Frühjahres und dem m den nächsten Monaten zu erwartenden verstärkten Einsatz der Unterseeboote aber werden sich die Folgen noch in ganz anderem Mabe auswirken als seither. Eine Probe von dem, was ihnen bevorsteht, haben die Engländer ja bereits in dieser Woche erhalten. Konnte doch der OKW.-Bericht an einem Tage mit der Zerstörung eines Geleitzuges als Er- gebms der Seekriegsoperationen innerhalb von 48 Stunden die Versenkung von 250 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes melden, eine Ziffer, die sich durch weitere Erfolge unserer U-Boote und den Großangriff unserer Fernkampfbomber auf einen britischen Eeleitzug westlich Irlands im Ablauf der Woche noch wesentlich erhöhte.
as. Berlin, 1. März. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schrittleitung.) Das deutsche Wien erlebt wieder einen groben Tag. Der Führer weilt in seinen Mauern. Der italienische Außenminister Graf Ciano ist dort eingetroffen und, wie schon berichret wurde, hat sich auch Reichsaußenminister von Ribbentrop, sowie der javanische Botschafter O s b i m a nach Wien begeben. Run meldet der Draht, daß auch der bulgarische Ministerpräsident in Wien angekommen ist. Das deutsche Volk begrübt den Vertreter Bulgariens herzlich. Deutschland und Bulgarien verbindet eine alte, traditionelle Freundschaft, die bereits im Weltkriege erprobt wurde. In der letzten Zeit ist zwar von englischer Seite manche Kombination über die Haltung Sofias angestellt und verbreitet worden. Die Reise der bulgarischen Staatsmänner nach Wien dürfte aber auch die Engländer belehren, dab die Dinge sich doch wesentlich anders entwickelt haben, als man es in London hoffte. Erinnert man sich noch der Zeiten, in denen England glaubte, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ländern des Siid- ostens für seine Zwecke ausnutzen und den Balkan in den Krieg verwickeln zu können, so zeigt nicht zuletzt die Reise Dr. Filofss. wie ralsch diese Berechnungen find. Die Engländer haben das schon in Rumänien erkennen mässen. Sie sind sich auch wohl schon klar darüber gewesen, daß ihre Position im Sudosten nicht mehr zu halten ist. Das englische Institut in Sofia hat bereits seine Pforte geschlossen. Die britischen Geschäftsleute haben den Wink zur Abreise erhalten und die Akten der britischen Gesandtschaft sind in Sicherheit gebracht worden. Der Gesandte selbst bat angedeutet, daß ermöglicherweise dem Beispiel seines Kollegen in Bukarest folgen werde. Die ausländische Presse bat bereits bestätigt, daß
87 feindliche Handelsschiffe wurden außerdem durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Mit dem Verlust eines Teiles auch dieser Schiffe kann gerechnet werde».
Die britische Seeräuberei
Wieder ein Übergriff ans französischen Transporter
Gens, 28. Febr. Aus Vichy wird gemeldet: Im Der- laufe weniger Tage haben sich die Engländer bereits den fun!rtl"t?bei9^fJ französische Trans- portschlffe geleistet. Wie das franzöfische Marine- Ministerium mitteilt, ist der Transportdampfer „Fort Rich e panse, der sich mit einer Ladung Bananen auf dem Wege nach Easablanca befand, vor der afrikanischen Küste von englischen Seeftreitkräften angehalten worden.
Wieder ein französischer Dampfer von Briten aufgebracht
Gens, 1. März. (Funkmeldung.) Einer Meldung aus Vichy zufolge ist der französische Transportdampfer „Rose Schiaffine", der sich auf dem Wege von Algier nach Frankreich befand, von britischen Seestreitkräften anaehalten und nach Gibraltar geführt worden.
Aitj-lgeupretl«: 6tn Millimeter Höhe bet 22 Millimeker breiten Spalte mi Anzeigenteil Grund, preis 7 «Rpf.. der 85 Millimeter breiten Spalte mt Tertteil 60 Rpi. ionft laut Preisliste 9lt. 9 Nachläße nach Preisliste Nr. g. Schluß bet Anzeigen-Annahme 9'/- Uhr oormtltags
Berlin, 1 März. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
...J?'"seine Kampfflugzeuge belegte» trotz »n- gu»Niger Wetterlage Safcnanlagen und kriegswichtige Ziele a» der britischen Südostküste wirksam mit Bomben.
3n Ro rdafrika wurden drei Safenanlanen der Eyrenaira sowie Flugzenae am Bode» erfolgreich angegriffen.
In der letzten Nacht richteten sich Angriffe einzelner Flugzenae gegen Rüstungsanlagen in unb um London.
Der Feind floa in der letzten Rächt mit einer größeren Anzahl von Flugzeuge» in hte Deutsche Bucht ein. warf aber nut an einigen Stellen Rordweftdeutschlcnids wenige Spreng- und Brandbombe». Es entstand mir geringer Ge- baudeichade». Rachftäger und Marineartillerie schollen je ein feindliches Kampfflugzeug ab.
Kriegsmarine und Luftwaffe führten den Handelskrieg gegen England im Monat Februar mit ganz besonderem Erfolg. Der Feind verlor in diesem Monat insgesamt 740 800 BRT. Sa»delskchiffsraum. An dem Erfolg ist die Kriegsmarine mit 550 000 BRT. unb die Luftwaffe mit 190 000 BRT. beteiligt
Heute vormittag traf der Königlich Italienische Außen- Minister Gras Ciano 4m Sonberxig in Wien ein. Zur Be- grüßimg hatte sich der RelHsminh'ter des Auswärtigen von Ribbentrop auf dem Bahnhof eingefunden und hieß Graf Ciano herzlich willkommen.
Zum Empfang des italienischen Außenministers waren mit Reichsleiter Baldur von Schi rach an der Spitze Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht auf dem Bahnhof erschienen.. Es waren anwesend: General der Flakartillerie Hirschhauer, Reichsstatthalter und Gauleiter Jury, Generalleutnant Schwarznecke r, Generalleutnant S t u m p f l, hf-Oberführer Schmitzer, Stellvertretender Gauleiter ^-Gruppenführer Kaltenbrunner und der höhere Polizeiführer, Regierungspräsident Delbrügge.
Rach dem Abschreiten der Ehrenkompanie geleitete bet Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Graf Ciano ins Grand-Hotel. Bei der Fahrt durch die Strahen Wiens wurde Graf Ciano von der Wiener Bevölkerung herzlich begrüßt
... ^u dieser Woche standen wir unter dem gewaltigen Eindruck der Worie des Führers, die. unmittelbar nach der Rede des Duce, auf die Entscheidungen des Früh- zah rs, in dem von England uns aufgezwungenen Kriege vorbereiteten. Roch einmal haben die beiden Staatsmänner, der Duce in Rom vor den allen Faschisten, der Führer in München vor Den ersten Gefolgsmännern der nationalsozialistischen Kampfgemeinschaft, beide von einem Willen beseelt. ihre Gedanken über Kampf und Sieg der Weltanschauungen entwickelt, die Europa der Neuordnung und dem Frieden entgegensühren. Hakenkreuz und Liktorenbündel kämpfen vereint gegen den Feind, der die Lebensrechte der Volker mißachtet und seinen kapitalistischen Nutzen aus dem Unfrieden der Welt und den Entbehrungen der von ihm unterdrückten Nationen, zog. Gegen diesen Feind, der das Gold über die Arbeit stellt, dessen herrschende Schicht nichts mehr furchtet als die soziale Abrechnung, kämpfen Deutschland und Italien Schulter an Schütter, um Europa zu befreien von dem Joche, das jahrhundertlang auf dem Kon- Ment, lastete. Die klaren und unmißverständlichen Worte des Führers haben noch einmal in großen Umrissen Sinn und Zweck dieser Auseinandersetzung gewürdigt. Wenn er m seinen Ausführungen auf die Gleichartigkeit der beiden Revolutionen in Stauen und in Deutschland hinwies, so betonte er auch den gemeinsame» Willen zum Sieg, der durch nichts zu erschüttern ist und in der Disziplin der beiden Volker, m der Starke und UnLberwindlichkeit ihrer im ge< chlollenen Einsatz operierenden Kampfkraft überzeugenden
Ausdruck findet.
Rekord-Erfolg im Februar
A0 000 BRT. Hanbelsschiffsraum verlor bet Feind - Die Kriegsmarine mit 550 000 BRT. und die Luftwaffe mit «0000 BRT. beteiligt — Außerdem 67 feindliche Handelsschiffe durch Bombenangriffe schwer beschädigt — Wirksame »ngnffe auf Hafenanlage» und kriegswichtige Ziele an der britischen SüdostkLste, in Rordasrika und in und um London
Tagesbefehl des Reichsmarschalls
zum Gründungstag der neuen deutschen Luftwaffe
Hauptquartier der Luftwaffe, 1. März. Der Reichs- Marschall des Grohdeutschen Reiches und Oberbefehls- Haber der Luftwaffe erließ zum 6. Jahrestag der Neugrün- düng der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl:
»Soldaten der Luftwaffe!
Kameraden!
Am 6. Jahrestag der ReugrLndnng der Luftwaffe stehen wir tm siegreichen Kampf um Freiheit und Ehre unseres Volkes.
In dem hinter uns liegende» Jahr habt Ihr, meine Kameraden, durch Eure Einfatzfreudigkeit und T « p f e rk e i t herrliche Erfolge errungen. Dafür spreche ich Luch Dank und Anerkennung ans.
Vom Feinde gefürchtet, von der Welt geachtet und bewundert, habt Ihr durch Eure Taten getreu der ü6erlief c t u n g deutschen Soldatentums neuen, unvergänglichen Ruhm an Eure Fahnen geheftet. Das deutsche Volk sieht mit Stolz und Vertrauen auf Euch und begleitet Euch mit heißem Herzen.
In männlicher Trauer senken wir am heutigen Tage die Fahne» im Eede»ke» an unsere gefallenen Kameraben. Ihr Opfer ist uns Mahnung und Beipflichtung, den Endsieg zu erringen.
Heil unserem Führer!
gej. ©öring, Reichsmarschall des ©roßdeittschen Reiches und Oberbefehls- Haber der Luftwaffe.
Der Führer In Wien
Wie», t März. (Funkmeldung.) Der Führer ist heute mittag in Wren eingetroffen. Die Wiener Bevölke- * ? "L'. b-i der sich die Kunde von der Ankunft des Führers uni Windeseile herumgesproche» hatte, bereitete dem Führer auf seiner Fahrt durch die Straßen der Stadt einen begeisterten Empfang.
Bei seiner Ankunft wurde der Führer, in dessen Begleitung sich der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, sowie die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann befanden, vom Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und dem Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien, Reichsleiter Baldur von S ch i r a ch, begrüßt.
Ribbentrop, Ciano und Oshima anwesend
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben» t r o p war bereits am Freitagabend in Wien eingetroffen. Mit dem Reichsaußenminister ist der Kailerlich Japanische Botschafter Hiroshi Oshima in Wien angekommen.
5?dgültige Vertreibung, des britischen 7;?- te[n^Iu'Les tS!13 dem europäischen Südoste» klar e.r 1 eEn.*LP.9 r rotri). Man hat tm rsudoiten begriffen, daß eine friedliche ReuoKnuna allein durch die Politik der Achsen- machte möglich ist. Diese haben eine Ördnuna auf ihre Fahne geschrieben, die raumsremde Einflüsse ausschaltet und die den Jnteresien.der einzelnen Völker wahrhaft ent- soricht. So ist die Bereitschaft des europäischen Siiüosten zur Mitwirkung an der Neuregeluna der europäischen und außer- eu.rooaischen Probleme und an der Neuordnung in diesen Raumen immer, großer und immer sichtbarer geworden. Auch die Wiener Reise der bulgarischen Staatsmänner läßt das klar erkennen.
Wenn . die Bulgaren jetzt den Dr e i m ä ch t e v a k t unterzeichnen so zeigt auch das. daß der Südosten als geschlossener Anhänger der Politik der Neuordnung zu betrachten ist. Bulgarien folgt damit dem Bei- w.i.el Ungarns. das am 20. .11. vorigen Jahres, dem Drei- machtepakt beitrat Rumäniens, das am 23. 11. folgte und der Slowakei, ine am 24. 11. den Dreimächtepakt unterzeichnete. Wenn allo in dem etgentlitten Dreimächtepakt, ter .am 27. 9. des Vorjahres unterzeichnet wurde, die drei Regierungen das beißt Deutschland. Italien und Saran schon rn ter Einleitung zu diesem Pakte dem Wunsche Ausdruck gaben, die Zusammenarbeit auf solche Nationen in allen Teilen ter Welt auszudehnen, die geneigt sind, ihren Be- niuhungen eine ähnliche Richtung, wie sie selbst zu geben, da- asf be«" DMriWen gerichteten Bestrebungen per-
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