Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagblatt

Donnerstag, 13. Februar 1941

An allen Fronten erfolgreich

als

M

4711

Idee ist freilich bereits etwas ab" Coppelia" undPuppenfee" hin

1 '

die

aus rast- aus»

schützt

Pflegt

Mais als Küchenbrennftoff

Englands Krieg ruiniert die argentinischen Bauer«

Wechsel in der Roten Armee

Armeegeneral E. K. Schukow zum Eeueralstabschef ernannt.

Moskau, 13. Febr. (Funkmeldung.) Wie das Verord­nungsblatt der Sowjetregierung bekanntgibt, ist auf dem Posten des Generalstabschefs der Roten Armee ein Wechsel eingetreten. Der bisherige Oberbefehlshaber l>es Kiewer Militärbezirkes. Armeegeneral E. K. Schukow, wurde unter gleichzeitiger Ernennung zum stellvertretenden Volks­kommissar der Verteidigung zum Chef des Eeneralstabes der Roken Armee berufen. Der bisherige Eeneralstabschef. Armeegeneral K. A. Merezkow, der seit Mai 1940 die Leitung des Eeneralstabes der Roten Armee inne- hatte, bleibt stellvertretender Volkskommissar der Vertei­digung und wurde mit der Leitung des Truvvenausbildungs- wesens betraut.

Rr. 37 Seite 3

Der OKW.-Bericht von heule

Berlin, 13. Febr. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht grbt bekannt:

2n Fortsetzung der vernichtenden Schläge, die von «»seren Unterseebooten und Fernkampfflugzeugen dem bri- tiiche» Geleitzugsystem westlich von Portugal in den letzten Tagen zugefugt wurden, habe», wie bereits durch Sonoer- meldung bekanntgegeben, in den Atlantischen Gewässern operierende deutiche Kriegsschiffe einen »rohen feind­liche» Geleitzng angegriffen. Es gelang, 13 be­waffne te feindliche Handelsschiffe zu ver­senken, darunter mehrere große Überseedampfer, die mit Kriegsmaterial für England voll beladen waren.

Durch den Angriff wurde der Geleitzug zerschlagen.

Bei Angriffengegen militärische Ziele an der Th e m k e- »nd Hu mb ermundung erzielten Kampfflugzeuge Bom­bentreffer rn einer Werst und in Feldbefestigungen.

Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge griffen mit gutem Erfolg ttn Handelsschiff an der Nordkutte Schottlands und ein Borpostenboot an der englischen Südostküste an.

Fernkampfartillerie des Heeres beschoß am Tage und in der letzten Nacht kriegswichtige Ziele in Siidost- england.

2» der nördlichen Cyrenaika erzielte die deutsche

85. Geburtstag von Boehm-CrmoMs

Zahlreiche Ehrungen des verdienten Heerführers

Troppau, 13. Febr. (Funkmeldung.) In festlichem Rah­men begingen am Mittwoch die Wehrmacht, die Partei und ihre Gliederungen sowie die Stadt Troppau den 85. Ge­burtstag des in Troppau seinen Lebensabend verbringen­den Eeneralfeldmarschalls Freiherr» von Boebm- E r m o l l i, des bekannten Heerführers der alten öster­reichisch-ungarischen Armee. Der Führer. Reichsmarschall Keitel. Großadmiral Dr. h. c. Raeder. Eeneralfeldmarschall Mackensen. Gauleiter und Reichsstatthalter Konrad Hen­lein sowie andere führende Persönlichkeiten haben dem Jubilar Glückwunschtelegramme übersandt. Der verdiente alte Offizier, der zweitälteste Eeneralfeldmar­schall des Reiches, konnte alle Ehrungen in benei­denswerter geistiger und körperlicher Frische entgegennehmen.

Der Führer ehrt den ältesten SA.-Mann

Künstler .... .

in prometheushaftem Trotz um die Vetewigun, geschaffenen Welt und in Angst und Furcht um das Heil seiner Seele. Das Widerspiel dieses Kampfes macht das geheimste Wesen seines Lebens und Wirkens aus.

WiNNe über seine Eindrücke in England

«Schwere und herzerschütterude Berwüstuogen in «»glische» Judustriestädte»-

Ein ProdrrMonsdueU «Richt nur ein Kampf der Waffe», sondern auch ei« Kampf der Arbeit«

Rom, 13. Febr. (Funkmeldung.) Dieser Krieg sei, wie Lavoro fascista" hervorhebt, nicht nur ein Kampf der Waf­fen, sondern vor allem auch ein Kampf der Arbeit. Eanz richtig habe das Organ der sowjetrussischen WehrmachtKraß- naja Swesda" kürzlich Amerika als ..Waffenschmiede der Demokratien« derWaffenschmiede Europas" gegenüberge- stellt. Wenn die Amerikaner voraussagen, dah es zu einem Produktionsduellzwischen USA. und Deutsch­land kommen werde, so sei dies nicht ganz richtig, denn in Wirklichkeit werde sich ganz Europa an diesem Duell be­teiligen. Europa und seine 350 Millionen Einwohner (Ruß­land nicht eingerechnet) könnten aber nie und nimmer in einem Wettlauf der Intelligenz und der Ar­beitskraft von einer viel geringeren Zahl Amerikaner geschlagen werden. Im Kampf der Arbeit habe Europa den Vorteil der Zahl und der Qualität, der Arbeitskraft sowie des vollkommenen Produktionsapparates. Es seien dies Vorteile, die die Achse bestimmt zu nutzen wissen werde.

Die Wechsler

Von 3ug» Flederwisch

DieDaily Mail" berichtet, dah während des ganzen Jahres 1940 die Baumwollbörse in einer Kirche avse- halten wurde.

Gott der Setten, sieb die fromme», höchst geschäftige» Gestalten dreist in deine Kirche kommen, um die abzuhalteu.

Und sie feilsche» um die Ware wie die Wechsler einst im Tempel und verscherbeln am Altäre voller Andacht ihre» Krempel.

Macht nur, euren Gott zu äffen, aus de» Kirchen Wechselstuben! Eine Geißel wird euch treffe» wie im Tempel ei»st die Jude»!

Berlin, 12. Febr. Wie bereits gemeldet, konnte am 12. Februar 1941 der älteste SA. - Mann Deutsch­lands, Obersturmführer Andreas Hofmann, Standarte 7 (Bayreuth) in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 95. Geburtstag feiern.

Der Stabschef der SA. suchte Obersturmführer Hofmann an diesem Ehrentage persönlich in seinem Heimatort Presseck auf und überbrachte ihm die Glückwünsche d e s F L h r e r s. Der Führer lieh auch außerdem durch den Stabschef sein Bild mit einer herzlichen Widmung über­reichen.

Stabschef Lutze gab seiner besonderen Freude Ausdruck, daß er Hofmann persönlich beglückwünschen und ihm seine Beförderung vom Sturmführer zum Obersturmführer Anlatz seines 95. Geburtstages und auf Grund seines losen Einsatzes für die Sturmabteilungen des Führers sprechen könne.

Buenos Arres. 12. yebr.Die Nation steht so ernsten und schwierigen Problemen gegenüber, wie sie die Landes- ge.schöchte kaum gekannt hat", sagte der Landwirtschafts- minister Amadeo Videla in einer Rundfunkansorache über alle argentinischen Sender, in der er eine Eroßkam- pagne für den Mehrverbrauch von Mais einleitete.

In einer längeren Rede erinnerte er daran, dah das Land von hen unmittelbaren Folgen des Europakrieges schwer betroffen sei und dah besonders die Agrarwirtschaft erne beiorgniserregende Krise durchmache. 170 Millionen Pesos habe die Regierung allein für die letzte Mais­ernte ausgegeben, und die neue Ernte reife schon heran. ..Die Staatsmittel feien nicht so bedeutend, dah man nicht mrt Bangen der Zukunft entgegensehe. Darum müsse das ganze argentinische Volk mitarbeiten an der Lösung des Marsvroblems. Es sei dringend notwendig, den Ver­brauch von Mais innerhalb des Landes zu steigern, ihn als vermehrtesNahrungsmittel, für die Viehfütterung und ' billigen Kuchenbrennstoff zu verwenden.

» Macht der Erfahrung. Ein alter Herr, der seit langem an einem Leiden herumtnriert und schon bei vielen Ärzten in Behandlung gewesen ist, kommt eines Tages zu einem jungen Arzt, der ihm empfohlen ist, und erzählt ihm lang und breit von feinem Leiden und dessen Ursachen. Der Arzt ist.anderer Ansicht, worauf der alte Herr entlüftet sagt:Nehmen Sie niirs nicht übet, aber ich finde "es unerhört, wenn ein so junger Arzt wie Sie anderer Meinung sein will als ein so alter und erfahrener Patient wie ich!''

Getarnter Verlust

New York, 12. Febr. Associated Preh zufolge ist der englische HilfskreuzerForafer", dessen Verlust die bri­tische Admiralität im Dezember bekannt gab, von New Yorker Schiffahrtskreisen als der 16 402 BRT. große Passa­merdampferMontrose" der Canadian-Pacific-Line identiftziert worden, llm den Verlust dieses großen und In.ellen Schiffes zu verschleiern, hatte ihm die Admiralität also einen neuen Namen zugelegt.

* Pempelfort Karl:Furcht und Leidenschaft.« Ein Bildnis Michelangelos. (Kanter-Verlag Berlin, Königsberg, Leipzig.) So kehr Michelangelos Werke aus sich heraus leben, dah der leben­dige Mensch vor ihnen fast zu versinken droht, so unfaßbar bleiben sie, wenn man nur ihre äußere Form betrachtet, wenn man nicht zu dem Geist vorstößt, von dem sie Zeugnis ablegen. 3n diesem Buch wird an Hand der Gedichte Michelangelos der Versuch unternommen, die Wesenszüge seiner Gestalt und den Sinn seines Schaffens aufzuzeigen. Von Furcht und Leidenschaft besessen, suchte Michelangelo im tragischen Ringen mit Gott zwei Welten zu vereinigen, die in ihrer innersten Tiefe unver­einbar auseinanderstrebten: die dem Diesseits und der Schönheit hingegebenen Welt der Antike und die dem Jenseits und dem reinen Geiste zugewandte Welt des asketischen Ehriftentums.

: und Gottsucher. Empörer und Dulder zugleich, rang er ------- m----'« seiner selbst- das Heil seiner

Unter den Hilfsmitteln für England auf lange Sicht erwähnte Willkie .Flugzeuge, Munition und Schiffe, gab aber zu, dah.es viele Monate dauern werde, bis sichtbare Resultate erzielt werden könnten. Insbesondere vermöge das Flugzeugbauvrogramm der Vereinigten Staaten für M.1 nur geringe Hilfe zu bringen, Schließlich fahte er seine Stellungnahme zur Englandhilfe in der Feststellung zusam- men, dab. falls sich die amerikanische Hilfe als wirkungslos Herausstellen wurde, England zu Grunde gehen würde.

Auf wiederholte Anfragen lehnte Willkie mit Ausflüch- Erinnerungen an seine Wahlreden ab, in denen er Roosevelt zum Vorwurf gemacht hatte, dab der Präsident das Land zum Kriege..aufhetze. Als der Republikaner Banden berg eine schlüssige Antwort von Willkie aus die Sßee, verlangte, ob die Englandvolitik der Vereinigten * 3ma"?5Jault0 den Kriegseintritt bedinge, ver- !Ee Willkie zunächst mehnach auszuweichen, bis Vanden- S * konkrete Frage an Willkie richtete, ob die ^nglandhilie nach seiner Auffassung schließlich den Kriegs- emtntt der .Vereinigten Staaten bedeute. Willkie bequemte sich darauibm zu der vorsichtigen Antwort:Ich möchte lagen, nein!"

Der Angriff auf den Geleitzug tm Atlantik Militärische Ziele au der Themse- uud Humbermüuduua sowie Feld- befestiguugen bombardiert Fernkampfartillerie beschießt Ziele in Südost-England In der Cyrenaika schwere Treffer auf Truppenlager und militärische Anlagen Flugplatz Luce erneut angegriffen Stockungen im Suezkanal

Die Puppen lassen sich nicht wieder in ihre Schachteln einsverren sondern zagen Käufer und Verkäufer hinaus, wobei sie e7ne» ^5^ontlfchen Schlußtanz aufführen. Respighi hat zahlreiche Melodien aus weniger bekannten oder vergessenen Opern des nfenrounhS.rusoEengestellt und Mit kühnen Sarmo.

drolligen Orchefterwltzen ausgestattet, so daß fionhhmr,"3 ?.uc2 Instrumentierung verschwindet.

»«sW ö'bt Respighi Gelegenheit, verschiedentlich ein tam J£|d Kolorit aufzutragen, so bei einer Art Kosaken- tanz und einer rasenden Tarantella, die übrigens bereits F. Liszt

6cI'?tl1J-.P,etniatiationen SU. einem Bravout- anprr»iCta^rette/e'-*'5^ '^-1^ ®i6t es noch einenCancan" mit ?is«.!L Seitensprungep und karikierenden MH-

P?^ttmeisterln Gerda Laschinski hatte die ein- phaniasiereich entworfen und dem Ensemble einen ungewöhnlichen Bewegungsreichtum entlockt. Werner Peter, tanzte einen Tanz mit Kniebeugungen wie ein echter Moskowiter ,^OT<Ian3rtr?raot ®tcl6a- Loschinski und Adolf D o m e y e r trat Ln Neffen auf, einmal in der schon erwähnten fulminanten ««nw und dann in dem modernisiertenCancan" Die re»r?Artmr,tesnn ?,nc Munke, schöne und federnd tanzende

6et.?ie lugendliche und elegant^ Art ihres Variners vortrefflich paßte. Mit pikantem Kostüm und liebenswürdia

Abfassung bildete dieses Auftreten vielleicht das Beste von dem vielen Schonen, das wir an diesem Abend -u sthen bekamen. Nicht vergessen sei das Bühnenbild Ern» Preußers, das dem grotesken Grund zu des Balletts Rechnung 3' Dr. Wolfram Waldschmid 1.

derÄJ? bU -u Men.^., i

Deutsches Wissenschaftliches Institut in Budapest.

Budapest. 12. Febr. .Am Mittwochvormittga fand in bet Aula der Budapester Universität bte feierliche Eröffnung des ^^wartigen Amt gegründeten unb, ausgestalteten £ e t n r1Hc n I d)oft 116 e n Instituts durch den dxutichen Gesandten vonErdmannsdorff statt. Bei der Eröffnungsfeier waren als Ehrengäste von ungarischer Seite anwesend u. a Ministerpräsident Graf Teleki und Kultusminister Dr. Hom an.

Luftwaffe Bombentreffer schweren Kalibers in britischen Truppe»lagern und militärischen Anlagen.

Auf etnem Flugplatz bei Benghast trafen Bomben ab- S^k^HkL,^!?llze«ge. Kraftwagenkolonnen wurde» durch ME.-Feuer und Bombenwürfe zersprengt. Kampfflug­zeuge griffen de» Flugplatz Luca auf der Insel Malta er­folgreich an Bei Luftkämpfeu über der Insel verlor der lyetnb drei Flugzeuge vom Muster Hurricane.

o , «ort.Mitte januar richteten sich verschiedene erfolgreiche Luilangtinc deutscher Kampfverbände gegen den Suez- tonal. Bei diesen kühnen Aligriffsunternehmungen der deutsMn Luftwaffe wurden Bombentreffer an den Kanal- einschnltten, an Eeleisanlag en und Hafen- etnrich tungen erzielt. Wie bereits gemeldet, stellte die Luftaufklarimg. augerdem zwei aefunkene Sandels- !.ch?kfe mitten tu der Fanrtrinne als Ergebnis dieses Kampfeinsatzes fett. Die Luftbildauswertung ergab gleichzeitig bedeutende Schiffsansammlungen nördlich und süd­lich der Sverrttelle». Die auf Grund gelaufenen Schiffe haben demnach zu schweren Stockungen im Schiffsverkehr durch den Kanal geführt.

, Ei» UnietTeebootsjäger schoß gestern an der At­lantischen Küste ein britisches Bombenflugzeug nach erfolglosem Bombenwurf ab.

Der Feind flog in der letzten Nacht weder in das Reichs­gebiet noch tit die besetzten Gebiete ein.

Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Massenstreiks in indischen Fabriken

.Kabul, 12. Febr.,,Indischen Zeitungsmeldungen zufolge mutzten die Textilfabriken in Bangalore, die 60007000 Arbeiter beschäftigen, geschlossen werden, da die Ar­beiter seit 20. Januar in den Streik getreten sind. In Bom­bay haben 3 000 Arbeiter der Ei lenbahnreparatur- w e r k st ä t t e sowie zahlreiche Arbeiter der in der Umgebung Bombays befindlichen Molkereibetriebe den Streik in­folge nicht bewilligter Lohnforderungen erklärt.« Weiter wird von massenhaften Haussuchungen und zahlreichen Verhaftungen aus Madras berichtet.

auf die Dauer nicht aufkommen. Tief zum Herzen sprach die tanitable Melodie des Adagio. In dem echt Beethovenschen Scherzo mit seiner gegensätzlichen Bewegung bildet das gemütliche Trio einen Ruhepunkt. Aber im letzten Satz bricht die Wildheit mit verstärkter Gewalt hervor. Die beiden Künstler spielten mit Temperament, ohne doch je die klassische Linie zu zerreißen. Dann kam die Sonate für Violine und Klavier in Es=our op. 18 von Richard Strauß, die einzige, die er geschrieben hat Es ist ein Jugendwerk, ein bißchen reißerisch, aber was ihm an Tiefe ab­geht, ersetzt es durch Feuer und Brillanz. In dem alsImpro­visation" bezeichneten Adagio herrscht eine schwelgerische Melodik vor. Manchmal glaubt man, gewisse Lieder des reifen Strauß wagten sich mit noch nicht voll geöffneten Knospen hervor. August Vogt und Albert Nocke brachten das effektvolle Werk schwungvoll und doch mit absoluter Sicherheit trotz der erheblichen technischen Schwierigkeiten zu Gehör, so daß der Beifall der zahl­reich erschienenen Hörer nicht enden wollte.

Dr. Wolfram W a l d s ch m i d t.

/ ..Das Ballett des Stadttheaters, das wegen feiner vorzüglichen Leistungen von jeher geschätzt wurde, brachte zwei interessante Tanzwiele Zunächst sahen und hörten wirKlein Idas B Ium e n", die wiederholt an den deutschen Buhnen seit der Ur­aufführung im Jahre 1916 gegeben wurden. Der Komponist Paul von Klenau stammt aus Kopenhagen, aber sein Schaffen ist mit der deutschen Musik aufs innigste verbunden. Besonders Thuille, aber auch bis zu einem gewissen Grade Humperdinck haben ihm Anregungen gegeben. Seine Musik ist dem liebens­würdigen Märchen von Andersen, dem die Tanzpantomine ent­nommen wurde, angepaßt. Die kleine Ida hat einen Studenten zum Verehrer, der ihr erzählt, daß die Blumen nachts ein ge- heimnisoollcs Leben gewinnen und einen Tanz aufführen. Mag sein, daß die intime Poesie der leicht hingeworfenen Erzählung in der Bühnenverarbeitung vergröbert wurde und ihren Duft elnhußte. Aber die Musik ist doch zart wie ein Hauch, härmlos gietd; dem Gegenstand, und besonders ein in der Linie sehr weicher Walzer prägt sich dem Gedächtnis ein. Die musikalische Torung des Dirigenten Theo M ö l i ch wurde dem Spiel durch zurückhaltende Wiedergabe gerecht. Eigenartig ctnunenoal,et einsetzender Singchor. Backfischhast, von e-nber Leichtigkeit, war Marga Mohr in der Titelrolle.

Qiiai im c/Ae 1 2"lieh dem Studenten romantisch schwämerische Snäblun«»6»1 Us Biedermeier. Spukhaft grotesk, wie aus einer als sauertöv»!^' Sofm£nn entsprungen, war Herbert Albes 015 z?. .dstscher, alter Kanzleirat.

Karten, Ä ,,bei bescheidene musikalische Strauß von Merk aerolstt nachhaltiger gewirkt, wenn nicht ein

r" 2are- das alles nieder chlug. Das Zwischenspiel und »us bet OperEin kurzes Leben" fegte das a nu e 1 d e galla, unzweifelhaft der K°ntpomst des modernen Spanien, hat hier ein fptben^chilletndes Tongemälde von wahrhaft fortreibendem SlV°n.Theo Mölich betonte bei feiner ffihC b.as 'e ®Iement, und ließ das südländische Kolorit eines Werkes autleuchien, das fast ganz aus einem elementaren ^.SHmus von stammender Urwüchsigkeit besteht. Hemmungslos entfesseln sich die künstlerischen Instinkte eines förmlich, für den Tanz gebotenen Volkes. Auch das Ballett ,T> e t Haube r. laden von Rossini.Refpiabi arbeitet m3 modernen. Effekten, ist aber wesentlich kunstvoller und geistreicher in der Instrumentierung Dte zugrunde gelegte pantonimische Idee ist freilich bereits etwas abgegriffen und aus Balletts wie Coppelia" undPuppen,ee" hinlänglich bekannt. Der Laden­besitzet hat kunstvoll gearbeitete Puppen, die sich ganz natürlich bewegen, wenn manjie aufzieht. Um die Mitternacht erwachen sie zu einem gespenstischen Leben. Reu ist lediglich der Schluß

ir 412. Febr. Nach einer fast zweistündigen Unterredung mrt Roosevelt schilderte Willkie am Dienstag, tn. der Srtzung des außenvolitifchen Senatsaus- ichusses seine in England gewonnenen Eindrücke. Er wies auf die .schweren und herzerschütternde» Ver- wusiungen tn englischen Industriestädten" hi» und er- klarte, dag Englands größtes Risiko in der Schiff- k ab r t liege. In diesem Zusammenhang gab Willkie an. seit Mai 1940 durchschnittlich 60 000 Tonnen wöchentlich verloren habe, was dreimal so viel wie dre Bau rate ausmache. Es sei deshalb vor allem not» wendig,. alle freie Tonnage England zur Verfügung zu üelle», insbesondere benötige es noch mehr Zerstörer Willkie schlug sodann die Dinabme des Enalandhilfegesehes "or, empsahl dabei allerdings alle Einschränkungen, welche geeignet seien irgendwelche unnötigen Vollmachten des- Prä­sidenten aus dem Gesetz auszumerzen. Er berief sich zur Begründung vor allem auf die aus dem Munde gewisser amerikanischer Staatsmänner so oft gehörte Phantasie- ^ategie, derzuwlge im Falle einer englischen Niederlage Deutschland sichwahrscheinlich wirtschaftlich oder

'Irtartsch gegen Lateinamerika unter möglichst gleichzeitigem^sitdlrchen Vorstoß Japans" wenden werde.

Ballettabend im Mainzer Sladttheater

39«