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Sette 2 Nr. 33

Wiesbadener Tagblatt

Sm-stag/Souatag. 8./S. Februar iS«

der m

letzten

bvember,

igen dringender Dienstgeschäfte der Generalreferent beim Chef

Aus Aunst und Leben

artistische Vollkommenheit, chafheitlin, Joachim Gott«

direkter hat eine

Kammer- Edmund

mutzte.

Ein Jahr ruht Karl Roos nun, nicht weit von feiner Hinrichtungsstätte, auf dem kleinen ~

iet Herkunft, die als besonders chungen neuester Zeit sind, auf - v -------- ----- eingefallen war, der annähernd

eine halbe Million Peseten dafür bezahlte.

Kranzniederlegung am Grabe von Karl Roos

D-s deutsche Elsas, gedachte keines Blutzeugen

«w.» —---------- von ihm gesprochen,

„Ich war treu meinem Glauben, meinem Volk, meinen Freunden!" sind für uns alle heilige Ver­pflichtung, für Frankreich aber eine ewige Anklage, einen Mord an einem aufrechten Mann begangen zu haben, der nur wegen seiner deutschen Gesinnung sein Leben lasien

Die Libretti der klassischen Wiener Operette, deren Ver­klärung wir eben im Willi-Forst-Film erlebten, sind recht an­spruchslos. Auch das Singftiel „V e i l ch e n r e d o u t«" von Hans Adler, das Tradition und Tharalter der alten Operette aufnimmt und zugleich sich an das Wiener Postentheater der Biedermeierzeit anlehnt, ist nicht gerade reich an Einfällen. Doch weiß der Verfasser die bewährten Mittel geschickt einzusetzen. Das „Fledeimaus"-Motio findet Verwendung in der Geschichte von der lebenslustigen Wirtschafterin bei ^Thomeier", die sich als berühmte Sängerin in die feudale Veilchenredoute einschmuggelt und dort allen Mannsleuten, auch einem ältlichen Erzherzog den Kopf verdreht. — Reizend und blendend ist die Aufführung im Kleinen Haus des Staatstheaters, für die Rochus Gliese einen prunkvollen Tanzsaal und ein entzückendes Altwiener Gasthaus entworfen und Hans Leibelt, der Regisseur. allerlei lustigen Schnicknack aufgebotcn hat. 3m Mittelpunkt sicht Käthe Dorsch als Annerl. Ihre strahlende Heiterkeit, ihre feine Sing- ftimme und die Urwüchsigkeit ihres Temperaments erinnern an die große Geislinger, die eben jetzt im Film verherrlicht wird Die Musik von Carl Cernä nimmt liebenswürdige Motive von Richard Gen4e auf.

Selbständigkeit an und verhökern nationales Eigentum, um aus dem allgemeinen Chaos, das ihre politische und staats­männische Unfähigkeit zwangsläufig auslösen mutz, zu retten was gerettet werden kann. Und das wird immer weniger, je länger der Krieg dauert, je mehr sich die Überlegenheit der deutschen Kriegführung zur See und in der Luft auswirkt und je näher ihnen diese Überlegenheit auch zu Lande rückt. Das einzige, was die englische Kriegführung dem deutschen Angriffsgeist gegenüber einzusetzen hat, ist dte immer faden­scheiniger werdende Illusion einer Überlegenheit, die zu irgendeinem, vorsichtigerweise jetzt bis zum Jahre 1945 vor­verlegten Zeitpunkte erreicht werden soll. Richt aus eigener Kraft, sondern mit fremder Hilfe, die jetzt aus Amerika er­wartet wird, da die eigenen Möglichkeiten erschöpft und alle Festlandsdegen zerbrochen find. Die Völker Europas aber haben inzwischen erkannt, daß es Gnglanb war, das durch die Jahrhunderte immer wieder den Weltfrieden brach, um seinen Besitz zu vergrötzern und den Reichtum seiner Pluto­kratenkaste zu mehren.

äur Aufrechterhaltung der angematzten Stellung eines srichters über die europäischen Angelegenheiten hatte England das sogenannte Gleichgewicht der Mächte erfunden, mit dem es jederzeit den einen Staat gegen den anderen ausspielen und Koalitionen bilden konnte, um die seinem Willen nicht Gehorchenden zu bestrafen bzw. zu ver­nichten. War dieses verbrecherische Spiel schon die Ursache des Weltkrieges, der mit dem Zwangsinstrument des Ver­sailler Vertrages für die ihm unterworfenen Völker einen unerträglichen Zustand der Bevormundung und Knebelung geschaffen hatte, so bildete der mit dem Nationalsozialismus einsetzende Wiederaufstieg Deutschlands und die Anmeldung der Lebensansprüche des deutschen Volkes der jüdisch-plutokratischen Hetzclique Grund genug, aufs neue die Brandfackel des Krieges über Europa zu werfen. So klug nach englischer Auffasiung die Sache eingefädelt war, um Deutschland ein für allemal zu erledigen, so gründlich hatte man sich diesmal verkalkuliert. Richts, aber auch gar nichts wollte in diesem Kriege, der nach den Ab- Öten Englands eine Neuauflage des Weltkrieges werden te, klappen. Die Garantien, die England seinen Vasallen gegeben hatte, wurden natürlich nicht erfüllt. Die Länder, die sich für den Besitz und für den Ruhm der Londoner City einsetzten und darin ihren Vortell zu finden glaubten, wur­den von den siegreich vordringenden Armeen des neuen Deutschland geschlagen. England, das sich auf seiner Insel sicher fühlte, während sich die von ihm verführten Länder auf dem Kontinent für die Geldsackpolitik der britischen Macht­haber verbluteten, sah sich zum ersten Male allein und in die Verteidigung gedrängt. Es war gezwungen, selbst zu kämpfen und die Hilfe abzuschreiben, mit der es geglaubt hatte, siegen zu können, ohne den eigenen kämpferischen Ein­satz zu riskieren. Dazu war es nun auch noch belastet mit der ungeheuren Schuld, die von ihm mißbrauchten und schmählich im Stiche gelassenen Völker ins Verderben ge­stürzt zu haben. Auch die britische Rechnung in bezug auf die Wirkung der nach dem Muster des Weltkrieges aufge­zogenen Hungerblockade ging dank der genialen Staatsführung und der weitschauenden Planung Adolf Hitlers nicht auf. England glaubte zu blockieren und wurde selber blockiert. Die kalte Waffe, mit der es Deutschland auf die Knie zwingen wollte, richtet sich nunmehr gegen England selbst. Nicht wir werden ausgehungert und in der Auf­rüstung behindert, sondern das britische Jnselvolk leidet Not an allem, was zum Leben gehört und für die Kriegsproduk­tion erforderlich ist, dank der deutschen Seekriegführung, die ihm die Zufuhren sperrt oder vernichtet.

Die Diskussion darüber, ob Deutschland heute mit ben Waffen oder mit der Blockade vernichtet werden soll, ist gegenwärtig in England besonders aktuell. Einsich­tige britische Militärs wie der General Fuller, der es wissen muh, find der Ansicht, datz Deutschland durch mili­tärische Aktionen nicht bezwungen werden kann, weshalb nur bie Aussicht auf den Erfolg einer wirksamen Wirtschafts­blockade bleibt. Insulare Wirtschaftspolitiker wie Lay ton, denen wir die Sachversiändigkeit auf ihrem Gebiet nicht ohne weiteres absprechen möchten, aber wollen nicht mehr an einen Erfolg der Blockade glauben und setzen deshalb alle ihre Hoffnungen auf eine militärische Aktion. Recht behalten werden am Ende alle beide insofern, als weder militärische Aktionen noch wirtschaftliche Maßnahmen, wann und wo immer sie jetzt und in Zukunft geplant ober getroffen wer­den. Deutschland jemals in seiner Schlagkraft lähmen ober verhindern können, England mit allen Kräften zu bekämpfen und zu besiegen. Deutschland ist tatsächlich zu stark ge­worden, und wenn es am Leben bleiben wollte, bann hatte es gar keine andere Wahl, als stark und immer stärker zu werben. Herr Churchill aber, der es deshalb vernichten will, wird über dieser Erkenntnis samt seiner Insel zugrunde gehen.

Mit erhobener Hand entboten die Teilnehmer dem toten elsässischen Kämpfer den letzten Gruß.

Nicht mehr lange werden die sterblichen Überreste von Karl Roos in der fremden Erde, weit von seinem geliebten ©trafjburg und Elsaß ruhen. Zurzeit werden schon die Vor­bereitungen getroffen, um ihn in die Heimat, für die et sein Letztes hingegeben hat, zurückzuholen und ihm im deut­schen Straßburg eine würdige letzte Ruhestätte zu schaffen.

Gau Moselland der NSDAP.

Rene Bezeichnung für den bisherigen Gau Koblenz-Trier

Berlin, 7. Febr. Die Reichspresieftelle der NSDAP, gibt bekannt: Der Führer hat verfügt, bah der bis­herige Gau Koblenz-Trier der NSDÄP. mit sofortiger Wirkung die Bezeichnung EanMofellandber NSDAP, führt.

Hochseemanöver der USA.-Pazifikflotte

150 Kriegsschiffe ans Pearl Harbour ausgelaufen

Tokio, 7. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Aus Hono­lulu wird gemeldet, daß bet Großteil bet USA.-Pazifik- S-Iotte mit 150 Kriegsschiffen am Mittwoch aus Pearl Har« our zu Hochseemanövern ausgelaufen ist. Admiral Kim­mel, bet neuernannte Flottenchef, befinbet sich an Bord des Flaggschiffes „Pennsylvania".

------------ zu einer Sendung alter Musik verpflichtet und bespielte außerdem eine Reihe weiterer Schallplatten (Telefunken), u. a. das Kammer­konzert für Cembalo und acht Instrumente (Cembalo: Albert Hofmann) von Karl Höller, dem Träger des staatlichen Musik- xreises. Der Komponist, der bei der Aufnahme anwesend war, überreichte bei dieser Gelegenheit der Vereinigung ein für sie komponiertes neues Werk, ein Divertimento für 8 Soloinstrumente.

* Der letzte Schäler Justus von Liebigs f. 3n Berlin-Lichter­felde starb im Alter von 96 Jahren der bedeutende Chemiker Geheimrat Professor Dr. Oskar Loew, der letzte Schüler Ju­stus von Liebigs. Geheimrat Loew wurde zum Begründer der Kalktheravic. Ihm find außerdem die synthetische Darstellung des Formaldehyds aus Methylalkohol und die Erkenntnis der keim­tötenden Wirkung des Formaldehyds zu verdanken. Der Ge­lehrte, ein Sohn des Fichtelgebirges, hat sich damit bleibende Verdienste um die chemische Wissenschaft erworben. Mehrere Jahre lehrte er an der Universität Tokio, wo er von seinen Studenten wie ein Vater geliebt und verehrt wurde.

ihnen ,« ihrer Einstellung zu Volk und Ratto« «iG nur äußerlich, sondern auch innerlich etne Uniform. 3n ihr ist der Gedanke der Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht.

Entwicklung der Persönlichkeit

Zugleich ist es aber auch Eure Ausgabe, die pflesens- werte Eigenart zu erkennen, die m dem kleinen Jungen oder dem kleinen Mädchen steckt. Diese Eigenart sollt Ihr fordern, di« Vielgestaltigkeit de r P er f o n l ich k et t. in der Jugend sollt ihr hegen. Es ist für reden Nationalsozialisten Hai. daß diese Grenze der Entwicklung zur Personllchteist dort liegt, wo diese die Gemeinschaft sauf gaben ston: aut die Dauer ist sonst auch die Erhaltung und die Gntfaltung der Persönlichkeit nicht möglich. Dag. an bteicj Grenze rück­sichtslos di e Einordnung in das Hame gefordert, ja nötigenfalls erzwungen wird, ist selbstverstanblich.

Es sei eine hohe Ausgabe, so führte der Stellvertreter des Führers weiter aus, die der natronalkottanmi '«« Jugendsühruna gestellt sei, neben der Gleichrichtung. der Ju­gend Sorge zu tragen, dah das wertvolle in der Eigenart des Einzelnen erhalten bleibe und zur Entfaltung gebracht werde, und. er habe, sich besonders ge­freut. dah gerade in dieser Beziehung etne klare Wetsung der Reichsjnyendffihrunq ergangen fet. Denn die HI. muffe eine Gegenwirkung ausüben gegen die G e f a h r e n e i n e r Schablonikierung und Verflachung »n der Heu- tigen Zeit.

Kraft zur Beschaulichkeit

Die jung« Generation müsse auch.dahin geführt werden, daß sie bei aller Schnelligkeit des Schaffens, des Handelns und Denkens als Ausdruck unserer Zert nicht u n u n t er­brochen der Hast dieser Zet (.unterliege. Sie muss« di« Kraft haben, sich dazwischen auch tn der Erholung wirk­licher Beschaulichkeit und Besinnung hinzugeben, dt« um w leichter dann bas Durchbalten im Temvo des Alltags er­mögliche. ..Solche innere Rübe unb Besinnung., schloß Rudolf Hetz seine Ansprache, ..erhobt auch di« Fähigkeit der Menschen wieder, sowohl das Große der Zettivanne tigenen Sliebens zu erkennen, als auch besonders höhere Leistungen rvorzubringen. Dies trifft vor allem zu für tn« Wertt. d-ie aus dem Unterbewuhtsvin gestaltest werden auf dem Gebt« der Musik, der Dichtung, der bildenden Kunst.

Ehrfurcht vor allem Schonen

Aus einem solchen Eigenleben gestaltet sich dannumso mehr die Ehrfurcht vor allem Schonen und über den Alb tag Hinansretchenden. Dtese Ehrfurcht in steigern, ist auch eine Erziehungsaufgabe an der Jugend. Dann liegt nicht zuletzt inbegriffen Vie Ehrfurcht vor der Ration und vor den Leistungen all der Großen, die sie hervorgebracht bat im Laufe ihrer tausendjährigen Geschickte."

Rei chsiu gendfüb r«r Ar mann brachte seine Freude zum Ausdruck, den Stellvertreter des Führers auf dieser ersten Kriegstagung des neuen Jahres begrüßen.zu können. .Er erneuerte Rudolf Hetz das Bekenntnis der Äugend, datz tbra Heimat die Partei fei und immer bleibe werde.

Wien. 8. Febr. (Funkmeldung). Im großen Sitzungs­saal des Wiener Rathauses fand am Freitag m Anwesen­heit des Stellvertreters des Führers die feierliche Eröff­nung einer Reichstagung aller Gebietsführer und Ober- gaunibrerinnen der Hitler-Jugend statt.

Reichsleister von Schirach gab einen sehr ausführ­lichen Einblick in die Aufbauarbeit des Gaues Wien, leine Probleme und feine inneren Gesetzmäßigkeiten.. Er beschäf­tigte sich dabei besonders mit Fragen des Wirtschaftslebens. Aus feinen Ausführungen ging das ganze grauenhafte Erve jener Nachkriegsjahre hervor, tn denen dreie alte Reichsstadt Wien zum Leben in einem kleinen Zwergstaat verurteilt worden war. dessen wirtschaftliche Bedeutung zusammen­sinken. dessen Produktionsmittel rückständig bleiben mutzten unb dessen Menschen in eine immer unwürdigere soziale Lebenslase und Verelendung gerieten.

„Die Bewährung der Fuhrer.schasst, so führte Rudolf H etz in seiner Rede u. a. aus. „nicht nur der Hitler- Jugend. sondern der nationalsozialistischen Bewegung über­haupt, war zu erwarten. Handelt cs sich doch hier um eine Auslese. In ihr ist ein Geist zu Hause, der gerabc im Kriege seine besonderen Früchte, tragen muß. Mut unb Tapferkeit sind zum Prinziv erhoben. Der E e ttt.e t n - schasst s g « danke ist die Basis des Nationalsozialismus und die Wehrmacht wieberum ist die vollkommenste Zusam- menfafiung unb Organisation bei kriegerischen Kraft bei Ge­meinschaft. t „ ,,

Und noch eins kommst hinzu: bei mobeine Krieg steht nicht nui im Zeichen des höchstentwickelten 6emetntoattsetn= satzes. sondern doch auch wieder, ..gerade „ im Zeichen der Leistung der Einzelpersonlichkert Ein Ein­satz bei der Wehrmacht entspricht daher weitgebenb ben Eigenschaften, die ein Führer bei nationalsozialistischen Be­wegung mit sich blingst. Es wai ia von lebet bte Starre bei Bewegung, daß sie neben bei Erziehung rum Gememichafts- gebanten, zum Einordnen in bte Gesamt beit, zur Disziplin gegenüber der Führung immer wieder in hohem Matz« die Persönlichkeit entwickelt bat unb sie zum selbständigen Han­deln unb zur Veiantwortungsfreudigkert erzog.

Eine Disziplin höherer Ordnung

2n der NSDAP, wie in unserer heutigen Wehrmacht ist das Wirken der Gemeinschaft über den sturenEehork am von einst hinaus entwickelt worden und zum Gehorsam, der auf der Überzeugung futzt. . , ~

An die Stelle des Nur-Zwangs ist immer, mehr die Er­ziehung getreten. Dies wirkte zusammen ju einer. Disziplin, ick möchte sagen höherer Ordnung. Und diese D t s z r v l i n höherer Ordnung ist heute die Disziplin des nattonal- sozialistischen Bolksheeres. Stärker als je zuvor sind aber tn diesem Bolksbeer die Einsatzbereitschaft für bte Ration und der Wille zum Sieg — dank dem Wirken des Ratronal- sozialismns." . . . „ .

An den Führern der Jugend Iet. so fuhr Rudolf Setz fort, diese geschichtlick entstandene Disziplin Höherer Ordnung zu pflegen, die herauswächst aus einer Vereinigung von Ee- meinsckaftsgedanken und Persönlickkeitswert.

„Ihr habt die jungen Menschen, die Euch anvertraut find, zu Nationalsozialisten zu erziehen. Dar» gebt Ihr

Publikum hin gerichtet, von dem er das Echo erwartet. Im Stil der Aufführung gewiß eine artistische Vollkommenheit. Reben ihm Jakob Liedtke, Franz Schasheitlin, Joachim Gott­schalk, Anneliese Uhlig, Gustl Wolf und andere, die zu einem großen Erfolg beitragen.

Der dänische lftistspieldichter Paul S a r a u w, der sich vor allem mit seinem ..Klugen Mann" in Deutschland bekannt ge­macht hat, greift in seiner Komödie „Alles oder nichts" ein altes Volksftück-Thema auf. Ein lehr vermögender General­direktor hat eine Freundin, die in bescheidenen, kleinbürgerlichen Veihältniflen lebt. Der Klassengegensatz nötigt den feinen Herrn, sein Verhältnis geheim zu halten, und dte Berufspflicht, nur jeden Mittwoch sein Mädel zu empfangen. Das wird Äagda allmählich zu dumm. Sie stellt ein Ultimatum: alles oder nichts, Heirat oder Trennung. Natürlich wird der egoistische Junggeselle nach langem Zaudern und praktikabel eingebauten Mißverständ­nissen schließlich eines Besseren belehrt. Das nicht immer sehr geschmackvoll gehandhabte Thema wird durch eine originelle Figur, ein Gaunerchen von kräftigem und schlagfertigem Witz, durchkreuzt. Günther Lüders, der Komiker von der Waterkant, holt sich mit ihr einen Sondererfolg. Feinen Reiz eryält die deutsche Uraufführung in der Komödie unter Hans Wölffers Leitung durch die junge Filmdarstellerin Ilse Werner, die eine erstaunliche Bühnenficherheit, eine natürliche Herzlichkeit und Anmut erweist. Florian Kienzl.

Reichslagung der HI. in Wien

Anspracken von Rudolf Seb. Baldur von Schirach und Axmantu

inen Friedhof von Charnpig- .......... so stand auch am Freitag wieder eine Ehrenwache, bestehend aus elsässischer SA U und HI. -Abordnungen und der Wehrmacht an seinem Grabe. Mit den Familienangehörigen waren auch seine politischen Freunde, die mit ihm gekämpft und gelitten haben, erschienen.

In Bertretung bes wet.

verhinderten Bauleiters legte der ffieneralreferer . . ber Zivilverwaltung im Elsaß, Major Di. Ernst, einen herrlichen Kranz mit den Schleifen des Reiches nieder. 3n einer kurzen Ansprache gedachte er dabei des treuen Mannes, dem auch bas deutsche Volk die Treue halten wirb.

Straßburg. 7. Febr. Heute vor einem Jahr wurde Karl Roos, der aufrechte Vorkämpfer für seine elsässische Heimat, nach einem Scheinprozeß wegen angeblicher Spionage auf Grund bes gegen ihn ergangenen Todesurteils tn den Schießständen ber Garnison Ranzig von den Franzosen standrechtlich erschossen. Er starb mannhaft mit ' '■ ' ' l Beteuerung seiner Unschuld. Seine

* Dos „Wiesbadener Collegium muficum", di« mufikvereinigung des Deutschen Theaters (Leitung: Weyns), wurde wieder vom Deutschlandsender Berlin

* Sensationelle Fälschung panischer und weftgotischor Kunft- altertiimer. Im Kunsthistorischen Museum von Barcelona wurde eine sensationelle Fälschung aufgedeckt. Unter den aus­gestellten Kostbarkeiten befanden sich zahlreiche angebliche panische und westgotische Schmuckstücke, die aus dem Eigentum des be­kannten spanischen Altertumssammlers stammten, die später in den Besitz des archäologischen Provinzialmuseums für Barcelona übergingen. Das spanische Generalkommifiariat für archäologische Ausgrabungen erkannte nun eindeutig, datz diese Schmuckstücke, besonders diejenigen wefts "" ' ' *"=" * ' ' '

wertvoll erachtet wurden, die der Sammler Mateu

Berliner Thealerbrief

Berlin, Anfang Februar.

Eichendorfs schuf sein Lustspiel „Die Freies aus der Traumwelt seines romantischen Gemüts. Nur wie zufällig wandte er einmal die dramatische Form für die flüchtigen Gesichte und Eingebungen an, die er aus der Waldeinsamkeit empfing. Frei­lich was sich hier zu einem Bühnenstück verwob ist Lyrik, sind lose flatternde humorige Szenen. Das Stuck bedarf eines Ord­ners: der bunte Strauß, der auseinanderzufallen droht, muß von einem Kundigen gebunden werden, wenn er der handfesten Muse des Theaters übergeben werden soll. Dieser Kundige war Ernst Leopold Stahl, dem wir manche dramaturgische Tat zu danken haben. In seiner Bearbeitung, die verdichtet, ergänzt und umrankt, werden die JJteiei“ im 2 ch i l l e r t h e a t e r gegeben. Eine prächtige VotsteÜung unter Ernst Legal? Leitung, bte dem fröhlichen Mummenschanz, der Andacht und der zarten Befinn- lichkeit gerecht wird. Nur noch etwas leichter und beschwingter mützte das Ganze werden Dreieinhalb Stunden wahrte der Abend . -. . Friedlich Prätorius hat Schloß und Wald unb Fluren recht aus dem Geiste der Romantik aufgebaut. Cesar Bresgen wob in die Bilder Sang und Waldhornklana, daß es lieblich widertönte. Die Darsteller fiihrie als Prologus und Eviloous und zwischendurch als verschmitzter Gartner Hans Hermann Schausuß. Die schöne Berny Clairmont gab hertcr und poetisch die Schloßherrin. Ein in aller Spaßhaftigkeit rührender Wandermufikant: Paul Kemp. .

Unter freiem Himmel etn Brettergerüst mit Künsten und wenigen Versatzstücken und mit Venedig und dem Canäle Grande als ?,natürlichem" Hintergrund — bas ist bas alte ttalienttche Stegreiftheater, das nun Heinz Dietrich Kenter tut etne Auf­führung bes „Diener zweier Herren" im Theater i n b e r Saarland st raße aufgebaut hat. Für Goldont ist diese Herrichtung nicht ganz zeitgemäß, denn er hat richtige Theaterstücke für ein richtiges Theater geschrieben, hat dte Commedia reformiert und die Typen-Masken vermenschlicht. Freilich find für uns gerade in dieser Trusfaldtno-Komodie die Ansätze zu einer gewichtigeren Kunstform kaum wahrnehmbar. Kenter zeigt eine scheinbar hemmungslose, doch streng geübte Tollheit. Von Realistik keine Spur. Zierliche Musik (Kurt Hemer) begleitet im Tanzrhythmus die Aus- unb Abgänge, bte für den Umbau eingelegten kleinen Ballette. Komik wird aus grotesker Beweglichkeit geschöpft. Darin leistet Ren« Seligen das Er- staunltchste. Sick im Purzelbaum forizubewegen. scheint für ihn natürii* Er ist Harlekin, setzt sich mit bewußter Übertreibung ja Sjeuc. Er kräht unb heult unb quietscht — ist ganz nach dem

vruck und Verlag: L.Schellenberg'sche Sucbdrucferei, WiesbadenerTayblatt Wiesbaden Gesamtleitung.- Dr. phil. habil. Gustav Schellenderg und Otto Hälfet, 6auptid>nftieitetFritz Günther. Stellvertreter: Heinrich Karl Kunz, verantwort» sich für den politischen Geil: Heinrteb Karl Kun,; für Kunst, Unterdaltung, Um­gebung und Sport: Dr. Heinrich Reichert; für Stodtnachricbten, Vororte und Virtschaftsteilr.XüiDt Pcmpel; für den Anzeigenteil: (Otto Kaifet: sämtlich in Wiesbaden — Zur »Zeit ist Oreisljstr q aültia.

Die heutige Ausgabe umfaßt 16 Seiten