Wiesbadener Tagblatt
Erscheinungszeft
8. SchtU-ubsg'lche Su*»nKferet, „lagblatt - &<uis"
Wöchentlich
6 Ausgaben
mit einer täglichen
Unterhaltungsbeilage
Nr. 31
Donnerstag. 6. Februar 1941
89. Jahrgang
Mister Churchill am Pranger
den ganzen zu halten i
(Funkmeldung.).. Die Nachricht , von -
Willkie auf der Rückreise nach USA.
Berlin, 5. Febr. Nach einer Meldung des englischen Nachrichtendienstes hat Wendel! Willkie am Mittwochmorgen die Rückreise nach Amerika angetreten.
werktäglich nachmittag-..
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Poltichecktomo Frankfuri a. M. Nr. <405.
Dunkle Ahnungen
Von Heinrich Karl Kunz
„Deutschland wird uns zu stark; wir müssen Deutschland vernichten
Die Aussage Woods
Washington, 5. Febr. Bei seiner Beruehmung vor dem Außenpolitischen Senatsansschub in Washington sagte der amerikänische General Wood folgendes aus:
„Ich habe 1936 eine llnterrdung mit Churchill gehabt. Im Verlaufe dieser Unterredung erklärte mir Churchill: „Deutschland wird zu stark; wir müssen Deutschland vernichte»!-
Auf eine Frage des demokratischen Auskchubmitgliedes Senator Reynolds, ob Churchill mit dem Wort „mit“ England und die Vereinigten Staaten gemeint habe, verneinte General Wood dieses und bestätigte, dab keines Erachtens mit dem Wort „wir- nur England gemeint gewesen sei."
-i-
Neues Verbrechen des Intelligence Service
Der plötzliche Tod" Mahmud Paschas. — Wir Arabien darüber deukt. — Ei» Bericht der „Stamva".
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Harter Schlag gegen die RAF.
Schwere Niederlage feindlicher Flugzeugeüber dem Kanal - Einflugversnch ins besetzte Gebiet vereitelt - 17 Feind, flugzeuge abgeschossen — Kerne eigenen Verluste
Deutschland wird zu stark, wir müssen Deutschland ver- Nlchten. das war und das blieb die Parole der englischen
Kriegstreiber. Damit nahm man freilich nur einen Gedanken wieder auf. der die englischen Kriegstreiber schon vor dem Weltkriege beseelte. Auch damals war man entschloßen, Deutschland zu vernichten, weil es England zu stark war. Als Churchill sich so offen zu dem amerikanischen General äußerte, stand er noch in der Opposition. Vielleicht hätte für eine entschlossene englische Regierung noch die Möglichkeit bestanden, diesen Kriegshetzer und seine Genossen an die Wand zu drücken, und den Weg der Vernunft zu gehen. Wir haben die Engländer immer wieder auf das gefährliche Treiben dieser Kriegshetzer vom Schlage eines Churchill, Duff Loover oder Eden aufmerksam gemacht. Die Aussagen des amerikanischen Generals zeigen, wie berechtigt unsere Warnungen und Mahnungen waren. Es ist diesen Herrschaften dann gelungen, auch die Regierung für ihre verbrecherischen Pläne zu gewinnen. Der Widerstand war gering. Die jetzt bekannt gewordene Äußerung Churchills ist freilich nicht die einzige, die den Kriegswillen dieses Mannes beweist. Der französische Schriftsteller M a u r 0 i s bat nach dem Zusammenbruch Frankreichs erzählt, daß ihm Churchill bereits 1936 (also in dem gleichen Jahr, von dem General Wood spricht), gesagt
, .,38- vatte es noch eines Beweises dafür bedurft, dab die britische Plutokraten-Cliaue unter Führung Churchills leit langem zum Kriegegegen Deutschland entschlossen war, — worauf der Sichrer in seinen Reden immer wieder warnend hinwies —, so würde die Aussage des amerikanischen Generals Wood diesen Beweis erbracht haben. Diese Aussage des alten Soldaten zeigt am besten, was . von den ganzen verlogenen englischen Phraien zu halten ist, daß Großbritannien für die lln-
ii. verlogenen englischen
...... -------- ist, daß Großbritannien für die Un
abhängigkeit der kleinen Voller, für die Freiheit, für die Demokratie., für die Gerechtigkeit und Menschlichkeit kämpfe, und wie diese verlogenen Phrasen sonst noch lauten. Deutschland wird zu stark,
«eilen batte, fühlte er kick oloßlich von Übelkeit befallen. Jeder glaubte, da» das Übel schnell oorüberoehen würde. Ein Be- m°nter brachte friüfies Wasser, aber ebe Mahmud Dascha das E!az ergrellen konnte, itürte er bleich zu Boden. Er wurde m einem Kra twagen nach Sause gebracht und starb nach einigen stunden, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben.
Der Verdacht, daß es ftch um ein neues politisches Ver- vrechsn handeln müße — der o.ame ^ntellieence «ervice 11 in aller Munde — nnrh noch dadurch stärkt, daß die Engländer außerordentliche Maßnahmen ergriffen haben, die einem wahr- ha,ten Belaaerungszustand gleichkommen.
habe, er solle nicht mehr Romane schreiben, sondern Hetzbroschüren und Setzartikel gegen Deutschland, weil der Krieg unbedingt geführt werden müsse.
Churchill ist durch die neue Bekundung des amerikanischen Generals endgültig vor der Geschichte und vor seinem Volk als der Schuldige an diesem Kriege, als der Kriegsverbrecher R r. 1 entlarvt. Man sollte es nun aber in London aufyeben. nach den Kriegszielen der Regierung Churchill zu fragen. Churchill hat diese Kriegsziele vollkommen klar und eindeutig formuliert. Deutschland vernichten: also nicht etwa Hitler oder den Nationalsozialismus. sondern Deutschland und das deutsche Volk, weil dieses Deutschland den englischen Kriegstreibern zu stark wurde.
Freilich hat dieser Krieg stch nun ganz anders entwickelt. als es stch Winston Churchill träumen ließ. Die Schwierigkeiten Englands wachsen immer mehr. Der Ausverkauf des Empire muß fortgesetzt werden, um die Amerikaner bei der Stange $» halten. So ist amerikanischen Zeitungen zu entnehmen, dab nunmehr auch über die Abtretung oder Verpachtung der im britischen Besitz befindlichen Insel Jamaika (im Karibischen Meer) verhandelt wird. Die Vermutung, daß es den Amerikanern bei ihrem scheinbar so großmütigen Anerbieten. England Waffen zu leihen, auf Sachwerte als Unterpfand für dieses Leibgeschäft ankommt, erfährt damit eine erneute Bestätigung. Der Kriegshetzer Churchill aber ist entschlossen, stch weiter als Liquidator des britischen Empire zu betrachten. Denn es handelt sich jetzt nicht mehr um einen kleinen Stützpunkt, den die USA. erhalten oder pachten wollen wie bei dem ..Zerstörergeschäft", sondern um die ganze Insel.
aus England, iw» das ..mit Kriegsnarbeu de- /•eute Bristol oeiuw-. -Uiu>ei wst er lst.t bei,: ... t Öte Don den deutschen Bombenangriffen heimgesüchten Ee- Idiaftss und Hafenviertel der Stadt burrfitahren Anblick der zerstörten Gebäude und Anlagen " '^""ich schlimm, ziemlich sch ljm m" gemumet haben. Anscheinend um den peinlichen Eindruck e^ne" offenherzigen Bekenntnistes etwas abmmilbent amcr {aniT(be East dann dem Reuterbericht Ege zu dem igte,hi-::: "t ti • „ n cb bahe immer 'noch Ven
Fu’m 1,16 1 vor Betriebsamkeit
m Luftwaffe wird dafür sorgen, daß es in
Briitol und den anderen kriegswichtigen Hafen- und - Industrieanlagen bald noch schlimmer aussehen wird. Im übrigen dürfte die in Bristol herrschende ..Betriebsamkeit" die der höfliche Mister Willkie lobend erwähnte, in der Hauptiache tm sprengen und Niederreißen von Esbäude- trümmern und dem Fortschaffen der Schuttmaßen bestanden haben. Es muß schon recht schlecht stehen, wenn die Londoner Elftmischer versuchen, ihre Jllustonsprovaganda mit derartrgen albernen kleinen Geschichten zu nähren.
Mailand. 6. Febr. (»■»■»<»«■»<_ -—<^-r*
dem „plötzlichen Tod des früheren ägyptischen Mimiter- vrastdenten Mahmud Pascha wird von der Turiner „Stamva" in einem Bericht ihres Korrespondenten aus Beirut au-nubilich behandelt In der oan-en orabii*en Sßerf. so beißt es darin, fällt es auf. dab der Tod kurz nach dem Hin- scheiden von zwei anderen ägyptischen M n Ilern. . Sa d r l Pascha und« e l e h Pascha, er'olate. Tie in Beirut ein- getroifenen Meldungen, die wegen der strengen Zensur in Ägypten mir äußerst svärlich einliefen. sprechen davon, dag Mahmud Paicha. der bis zur letzten Stunde st» einer ausgezeichneten Eeiundheit erfreute, nach einem offiziellen (Ellen in den ersten Nachmittagsstunden von Übelkeit befallen wurde. Er wurde in feine Wohnung gebracht, wo er stch trotz sofortiger ürztl'cher Hilie nicht mehr erholen konnte.
Wir erleben das alte Spiel. Hält der Führer eine Rede, reagiert London in den ersten Stunden mit typisch angelsächsischer Überheblichkeit. Die Rede hatte nicht überrascht, zum mindesten nichts Neues gebracht. Eine Phrase, die die englischen Journalisten stets Bei der Hand haben. Einige Tage später werden bedenkliche Stimmen laut, die nur allzu deutlich verraten, daß es um das demonstrativ zur Schau getragene Selbstbewußtsein schlecht bestellt ist. Wir kennen das. Wenn der Führer spricht, dessen dürfen wir sicher sein, spitzt der britische Plutokrat seine Ohren. Mußte er doch die Erfahrung machen, daß die Worte Adolf Hitlers mit eines Churchills zu vergleichen find,
eht eine Realität von töd-
artillerie abgeschofieu. Hierdurch gelang es, den britische» Kampsoerbaud zu zersprenge» und abzuweisen, bevor dieser zum gezielten Bombenabwurf kam.
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as. Die schwere Luftniederlage, die England über dem Kanal erlitten hat,-zeigt, was von all den großen englischen Oftensioankundigungen zu halten ist. Jedesmal wenn die Engländer versuchen, bei Tage in den von bet' deutschen Luftwaffe beherrschten Raum einzudringen, werden ste mit blutigen Verlusten heimgeschickt. Sie haben es deswegen ja auch vorgezogen, nur noch im Schutze der Nacht lC®Qn";t 1: es ”Un’ ddst die letzten Tagesangriffe der deutschen Luftwaffe auf London es Herrn Churchill angezeigt erscheinen liegen, auch einmal wieder einen Tagesanqriff e5’mba-BVnan 3ie Wetterlage für besonders günstig hielt, der Versuch wurde unternommen. Er ist der ka 1 ch $5 ® i *P,1 ff? schlecht bekommen, ste hat stch schwer über die Schnelligkeit und die Schlagkraft der deutschen Abwehr getauscht. Völlige Zersprengung des an- grelfenden Verbandes und Verlust 0 0 n 1 7“ 51 u a = zeugen, das war das Ergebnis für die Engländer während auf deutscher Seite keinerlei Verlust eintrat Die Welt erfennt and) daraus wieder die Überlegenheit der deutschen Luftwaffe, die ihrerseits nach Belieben Tagesangriffe gegen England mit Erfolg durchführt.
Hinter ihnen WWWW. DWM
licher Wirkung. In London hat man die Antwort die der Führer vor Jahresfrist Daladier erteilte, noch nicht vergessen. Ihr folgte der Zusammenbruch Frankreichs. Was aber verbirgt sich hinter der letzten Rede? Eine in London mit sichtlicher Nervosität erörterte Frage. Die Parallele zu damals ist unverkennbar. Im vergangenen Winter Stoßtruppunternehmen an der Maginot-Linie, jetzt bewaffnete Aufklärung im englischen Luftraum. Heute wie damals: die Ruhe vor dem Sturm. Die engmaschige und sorgfältige Vorbereitung des nächsten Schlages. Ausdruck einer verhaltenen, gestapelten Kraft, die jeden Augenblick Mm Sprung ansetzen kann. Darüber sind sich auch die Briten klar. - „llnabwrndbsr naht der Tag.", so äußerte si» dieser Tage der Erste Lord der britischen Admiralität, „an dem die gewaltigste Kriegsmaschine, die die Welt jemals sah gegen uns mit ihrer ganzen Kraft eingesetzt werden wird. Salto», Mackenzie-King und Balfour sekundierten Alexander mit ähnlich trüben Bemerkungen. Daß die
Suche nach verschütteten Geldschrünken
„Wandernde Telegrammannabmeftellen" in den Trümmern der Londoner City
Sejiigspretfe: FM 2 Wochen 94 Rpf.. für einen Monat RM. 2.-, -mchlichlich Traglohn.
?le ™ betonen RM. -.35 zuzüglich 36 Rps Bestellgeld Einzelnummern 10 Rpf. Die Bebmberung ber Lieferung rechiieriigt keinen Anspruch am Rückzahlung bee Bezugsprettes.
Berlin, 5. Febr. Einem feindlichen Kampfverband wurde heute nachmittag bei dem Versuch, unter dem Schutze tiefliegender Wolken über den Kanal in das besetzte Gebiet bei Calais einznfliegen, dnrch schlagartigen Einsatz der deutschen Lustverteid,- g u » g eine schwere Niederlage zugefügt. Der Feind verlor insgesamt 17 Flugzeuge. 15 britische Flugzeuge wurden von deutschen Jägern, zwei weitere von der Flak-
,to«if- Z. Febr. Zu den vielen Behelfsvorkebrunaen der englischen Post nach den letzten großen deutschen Luftangriffen aut die Londoner City gehören auch--..wandernde
Telegrammannabme ft eilen . Es sind durch Armbinden gekennzeichnete Boten, die in den Trümmern der City uwoericiufen und st» für die Annahme von Telegrammen be- reiwalten muifen, weil die amtlichen Telegrammannahme- ouros durch Bomben vernichtet wurden.
In der Londoner Eftv lind nach den letzten Großangriffen Hunderte von Geldschränken und Stahlkammern verloren gegangen. Oie mit großer Miiye ausqegr.ioen unu au<= gebrochen werden müssen Tie damit beschäftigten Eeldschrank- fabnkanten erklären, daß Re selbst bei Einsatz aller veriüg- biiren Mannschaften auf Monate hinaus mit der Öffnung von sales. Stahlkammern und Eeldschränken beschäftigt sein werden. Es sandelt sich um Werte von vielen hundert Millionen .ihe iiu-eu nnro. ui.e o.e „ajaiio Llail" oerichtet, oftmals erichwert durch die immer wieder notwendig werdenden Svr en gu n g e n aus allgemeinen Sicherheitsgründe». Zu den mubiam ausgegrabenen Gelbschränken mußte bann noch einmal em Weg gebahnt werben.
„Ziemlich schlimm, ziemlich schlimm"
Stockholm. 5. Febr. Wie. Reuter in seinem Funkdienst meldet. Bat Wendest Willkie kur, vor ferner vorzeitigen
Die Sfren+f-Ae Meinung Arabiens ist test davon überzeugt, daß der Tob Mahmud Paschas nichtaukeine natürliche Ursache zuruckzutubren lei Man betont, daß der Staatsmann, der vor etwa drei Jahren aus ber Regierung ausgeschieden mar., seit er damals in ber Opposition Hand, bte klare antibritische Linie, die er während seiner Amtstätigkeit verfolgt hatte, auch weiter beibehielt. Er vertrat offiziell die wahren Interessen des ägyptischen Volkes. Die volkstümliche Barter die stch mit dem schlimmen Los ber von den englischen Baumwollvflanzern ausgebeuteten Fellachen befaßte, batte keine anderen Ziele, als die. d i e ägyptischen Massen gegen das schwere britische Joch aufzurütteln. Deshalb wurde das von Mahmud Pa'cha r-öhrenb seiner Amtszeit d"rch Maßnahmen un' Gefeße und auch später durch mutige Artikel und Reden durchgeführte W>"k von den Bewohnern res.Niitales mit größter Sympathie ncr:ofat. Sehr oft hielt er kühne Anklagereden gegen die Unterdrücker. Noch vor kurzem hatte Mahmud Pascha offen erklärt daß die von den Engländern einoeleiteten Maßnahmen zum Ankauf der agvoti cken Bamnwolle nickt dazu geeignet leien, das Land vor ber durch den Krieg hervorgerufenen schweren Krise zu bewahren Er erklärte, daß das ägnvtische Volk n'e und niemals die Unterdrückung und den Zwang Bergenen werde, die ihm von London auierlegt worden waren.
Über die näheren Umstände des Tod-s hört man. io berichtet das Blatt weiter, daß Mahmud Pascha mit anderen Persönlichkeiten verschiedener Teerten ZU- einem Ellen nach einem bekannten Klub der Hauvtstadt emaeladen n-orben mar 3n dem Lokal verkehrten seit langem Sopoter als auch Engländer. Als der ehemalige Ministervrastbent das Obst ge-
